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Am Anfang war das Licht und die Hoffnung (fm:Verführung, 6811 Wörter)
Autor: DRZVeröffentlicht: Feb 15 2006Gesehen/Gelesen: 8072/5698 [71%]Bewertung Geschichte: 4.13 (23 Stimmen)
Eine Frau will eine Mann verführen. Dieses geling überhaupt Gibt es eine Happy End?
 

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© DRZ
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Am Anfang war das Licht und die Hoffnung	von 	Rainer Drzyzga 

Die Geschichte einer Liebe 

Der Blumenstrauß in meiner Hand ist wirklich sehr schön. Gerd hat mich
gefragt. Er kniet vor mir, und erwartet eine Antwort. Bis das der Tod 
euch scheidet, wird der Pfaffe sagen. Was heißt das denn. Für den Rest 
meines Lebens soll ich mit diesem Mann zusammen leben. Was für ein 
leben? Eine schöne Hochzeit wird das werden. Prunk und Pracht wird 
aufgefahren werden. Und dann wird ausgeblendet. The day after: Ich 
werde meine Arbeit aufgeben und ihm ein paar Kinder schenken. Natürlich 
im Abstand von zwei drei Jahren. Immer einen Schreihals im Haus habend 
werde ich gezwungen sein, für ihn zu putzen und die Wäsche zu waschen. 
Kochen wird meine Hauptaufgabe. Und hoffentlich geht er mir nicht 
fremd, wenn ich keine Lust mehr für Sex habe. Schöner wird man zu Hause 
auch nicht.  Also was Antworte ich ihm. Dabei fing alles doch so toll 
an. 

Es ist fünf Jahre her. Der Dienstag nach Rosenmontag. Meine Schwester
frug mich, ob ich sie bei irgendeinem Kerl abholen könnte. Sie wüste 
nicht mahl mehr, wie sie zu ihm ins Bett gekommen wäre. Doch jetzt wäre 
er im Bad und sie könnte unbemerkt abhauen. Also willigte ich ein. Ein 
Notfall unter Geschwistern. Ich fuhr zu unserem Treffpunkt. Eilig hatte 
ich es. Und da standen sie. Ich werde das nie vergessen. Dieses 
Grinsen. Allgemeine Verkehrskontrolle. Führerschein und Fahrzeugschein. 
Ich gab ihm die Papiere. Ich wusste am Auto war alles OK. Doch mit mir? 
Auch an mir war der Rosenmontag nicht spurlos vorüber gegangen. Meine 
Schwester hatte mich mit dem Telefon geweckt. Und ich bin so schnell 
ich konnte los gefahren. Sie wissen warum wir sie angehalten haben 
fragte der Polizist. Ich sagte nein. Sie fahren einen sehr schnellen 
Stiel. Haben sie es eilig. Ja habe ich, aber ich war nicht zu schnell. 
Das können wir leider so nicht feststellen, gab der Polizist zu. Haben 
sie Alkohol getrunken. Und da war die Frage. Natürlich hatte ich was 
getrunken. Es war Karneval. Steigen sie aus. Wir machen eben einen 
Test. Bitte kann ich nicht im Auto Blasen. Nein sie müssen schon 
aussteigen. Geschockt blieb mir fast das Herz stehen. Ich hatte mir nur 
eine Jacke übergeworfen, meine Füße in Pumps gesteckt und mein 
Nachthemd angelassen. Peinlich stieg ich aus. Blasen sie kräftig in 
dieses Röhrchen. Danach zum Arzt zur Blutabnahme. Mein Führerschein war 
Geschichte. Meine Schwester war sauer. Sie musste mit dem Kerl auch 
noch frühstücken. Und ich war Busfahrer. 

Der schlimmste Tag meines Lebens hatte die passenden Weichen gestellt.
Ich arbeitete bei der Müllabfuhr. Nicht auf dem LKW. Nein in der 
Verwaltung. Dorthin kam man ganz gut mit dem Bus. Ab April war ein Jahr 
lang mein Weg zur Arbeit schicksalhaft vorbestimmt. Und da sah ich ihn. 
Er saß immer hinten im Bus. Groß, schlank, sportlich und immer gut 
gekleidet. Der Typ Mann, auf den ich schon immer reingefallen war. Bei 
jeder Fahrt setzte ich mich etwas weiter nach hinten. Er gefiel mir. 
Seine braunen Augen ließen mich träumen. Wie wäre es, in diesen Armen 
aufzuwachen? Nur der Gedanke ließ mich feucht werden. Der Frühling 
begann. Die Winterkleider konnten zu Hause bleiben. Immer aufreizender 
zog ich mich an. Doch er las jeden morgen in seinem Buch. Die Leiden 
des Jungen Werter. Wer schreibt den so ein Buch? Ich wollte ihn 
ansprechen. Doch worüber wollte ich mit ihm reden. Ein Gedanke schlich 
sich in meinen Kopf. Das Buch list du auch. Und dann sprichst du mit 
ihm darüber. Ab in die Bibliothek. Mein Matscho war wohl ein elitärer 
Schnösel. Das Buch war von Goethe. Stink langweilig. Ein Mann bringt 
sich um, weil eine Frau seine Liebe nicht erhört. Mein Romeo war ein 
Romantiker. Nein so konnte und wollte ich nicht enden. Diese feuchten 
Träume musste ich beenden. So oder so. Ich wollte mutiger sein als 
dieser Werter. Also stieg ich in den Bus. Ging direkt auf ihn zu und 
fragte ihn. Hallo wie ich sehe lesen sie gerade Goethe. Verstehen sie 
diese Geschichte? Er antwortete nicht. Dieser Werter bringt sich um, 
können sie das verstellen. Danke für das Ende. So weit war ich noch 
nicht. Wir unterhielten uns, bis ich aussteigen musste. Doch eine 
Verabredung hatte ich erreicht. wir wollten das Buch besprechen, wen er 
es auch durch hätte. Immer diese Ausreden. Frustriert ging ich zur 
Arbeit. 

Am nächsten morgen wollte ich erst gar nicht zur Arbeit. Im Bus würde er
sitzen mich keines Blickes würdigen und sein Gesicht hinter diesem 
verdammten Buch verstecken. Also setzte ich mich vorn in den Bus. Wir 
sprachen nicht miteinander. Ich beleidigt, und er desinteressiert. Ich 
fühlte mich bestätigt. Männer sind nicht zu verstehen. Sie wollen immer 


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