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Unwetter 1979 - Teil 1 - Wie alles begann. (fm:Ehebruch, 6545 Wörter) [1/3] alle Teile anzeigen
Autor: KleinstiftVeröffentlicht: Jun 09 2012Gesehen/Gelesen: 22186/18093 [82%]Bewertung Teil: 9.22 (128 Stimmen)
Diese Geschichte beginnt im Jahr 1979. Hauptakteurin ist Juliane. 33 Jahre alt. Ein Unwetter verändert nicht nur die große Welt.
 

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© Kleinstift
Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die 
schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. 
Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Diese Geschichte beginnt im Jahr 1979. Hauptakteurin ist Juliane. 33
Jahre alt. Erzkonservativ, scheu, verschämt, verklemmt und zickig. 
Biederes Aussehen. Mal mit Hochsteckfrisur, mal mit Knoten, 
Kassengestell und überwiegend ungeschminkt. Weite, figurverdeckende 
Oberteile, Hosen. Unsexy Wäsche, meistens klassische 4er Kombination 
der Nachkriegsgeneration. Schlüpfer, Strumpfhose, Miederhose longline 
BH. Frauliche Figur aber nicht fett. Oberweite 95 D, großer Hintern. Ca 
80 Kg bei 1,80 m. Sexuell ein Nogo. So dachte ich jedenfalls bis heute. 


Meine Frau Valerie und ich wohnen in einer größeren Stadt im
Schwarzwald. Schwager Hilmar ist Förster im Staatsdienst und bewohnt 
mit Juliane ein sehr abgelegenes Forsthaus in seinem Revier. Vor Kurzem 
erlitt er einen schweren Arbeitsunfall und ist deswegen auf noch 
unabsehbare Zeit in der Uniklinik. 

Valerie und Juliane sind viel zusammen. Generell samstags. Aber auch
immer wenn Hilmar mehrere Tage weg war. Lehrgänge, Konferenzen, 
Kegelklubfahrten waren solche Ereignisse. Jule ist ein ängstlicher Typ. 
So blieb Val dann immer bei Jule im Forsthaus. Samstags waren wir 
meistens beide da, weil ich dann Hilmar bei vielen Arbeiten half. Ich 
dagegen komme mit Jule nie so richtig miteinander klar. Sie auch nicht 
mit mir. Ich weiß nie, woran ich bei ihr bin. 

"Hallo Schatz, Unwetterwarnung. Kannst Du nachher bei Jule im Forsthaus
bleiben? Ich bin gleich auch mit Mama weg und weiß nicht, wann ich 
wiederkomme. Sie holt dich dann an der Firma ab." Ruft mich Valerie an. 


Na Lust auf diese Spaßbremse habe ich gerade nicht. Aber die Aussicht
sie auf den Arm zu nehmen ist immer noch besser, als in einer 
vielleicht chaotischen Nacht als Feuerwehrchef umherzufahren. Durch 
eine Sonderreglung kann ich da doch umdisponieren. 

"Gut, dann pack bitte meine Sachen und gib sie ihr mit, aber wenn das
Wetter so schlecht werden soll, dann zum mehrfachen Wechseln. Ich melde 
mich heute Abend wieder. Ach so. Meine Schutzkleidung und Regensachen 
hängen im Forsthaus." 

"Lass man, du wirst bestimmt noch genug zu tun bekommen." Erwiderte sie
mit einem sarkastischen Unterton, den ich nicht sofort verstand. "Ok 
dann tschüss. Küsschen." 

17:00 Uhr. Juliane fährt vor. Kühle Begrüßung. Beruht auf
Gegenseitigkeit. Wir fahren schweigend los und erreichen gegen 18:00 
Uhr das Forsthaus. Schon während der Fahrt werden der Himmel und meine 
Stimmung immer dunkler. Der Wind entwickelt sich zu einem Sturm. Jule 
setzt deswegen ihren Wagen sofort in die Garage. "Berti gehe mal eben 
außen rum und kontrolliere noch schnell das Haus", befielt sie mir 
etwas kühl. 

Der Rundgang ist schnell beendet. Jule sitzt schon vorm Fernseher, bis
sie gegen 18:30 Uhr ihre telefonische Pflichtmeldung beim Forstamt 
abgibt. 

Ein Blick nach draußen lässt für den Abend Schlimmeres erahnen. Ich soll
noch einen Teil der Zuwegung kontrollieren. Also Regenanzug an, Helm 
auf und raus. Der Sturm biegt die Bäume mittlerweile extrem. Weit komme 
ich nicht, da schon nach kurzer Zeit ein umgestürzter Baum den Weg 
blockiert. Schlagartig setzt jetzt auch noch sintflutartiger Regen ein, 
der wie 1000 Nadeln schmerzhaft im Gesicht sticht. Das Wetterleuchten 
wird von tiefen, ständigem Donnergrollen begleitet. 20 m weiter 
splittert krachend eine Fichte und stürzt über den Weg. Jetzt aber 
schnell zurück. 

Jule hat zwischenzeitlich das Abendbrot vorbereitet. 

Das Gewitter entwickelt sich. Bei jedem lauten Donnerschlag zuckt sie
zusammen. Das von den umliegenden Bergen zurückgeworfene Echo täuscht 
ein pausenloses Donnergrollen. Aus den Augenwinkeln betrachte ich sie 
genauer. Enge Jeans. Die stark formende Wäsche und die Rundungen 
zeichnen sich ab. Ein enger blauer Rolli, der ihre Wonnehügel noch 
betont. Sieht auf den ersten Blick gar nicht so übel aus. 

Das Licht flackert und verlischt mit dem Fernseher. Jule schreit


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