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Lust auf mehr (fm:Verführung, 3865 Wörter) [1/4] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Dec 23 2018 Gesehen / Gelesen: 30614 / 25342 [83%] Bewertung Teil: 9.30 (134 Stimmen)
Nachdem Emilys langjähriger Freund Noah behauptet, dass sie kein Sexappeal habe, beweist sie ihm das Gegenteil.

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Es war Wochenende und ich war wie üblich mit meinem besten Freund Noah verabredet. Ich freute mich, unserer Freundschaft war mir sehr wichtig. Unser Humor lag auf einer Wellenlänge und es hatte durchaus seine Vorteile, Einblicke erster Hand in das Denken des anderen Geschlechts zu haben. Auch wenn es nie im Raum stand, dass etwas Romantisches zwischen uns hätte laufen können, gab es manchmal zweideutige Anspielungen, die ich ebenfalls genoss.

Als wir zum Beispiel einmal feiern gehen wollten und ich mich mit den Worten "Ich zieh mich eben um" in mein Zimmer zurückzog, hörte ich ihn rufen "Dabei kann ich dir auch gerne helfen", was mich schmunzeln ließ. Er war ein Stück größer als ich und durchaus trainiert, trotzdem sah man manchmal ein kleines Bäuchlein über den Bund seiner Hose ragen. Ich fand das sehr sympathisch und menschlich. Ich selbst glaubte auch einen passablen Körper bieten zu können. Mit Ende zwanzig saß alles noch gut an Ort und Stelle. Mein Hintern war besonders fest und knackig, wofür ich durchaus auch etwas tat und was ich gerne mit passender Kleidung betonte. Ich hatte eine schöne Taille und normale Brüste, mit denen ich zufrieden war.

Als Mann wäre mir Noah eigentlich gar nicht aufgefallen, aber wie das manchmal so ist, wird jemand attraktiver, je besser man ihn kennen lernt. Zu behaupten, dass ich mir noch nie vorgestellt hätte, wie wir Sex haben, wäre eine Lüge, aber gefehlt hat es mir auch noch nie.

Ich klingelte an seiner Wohnungstür und umarmte ihn zur Begrüßung, als er mir geöffnet hatte. Ich nahm seinen Geruch wahr, der mir in unserer jahrelangen Freundschaft so vertraut geworden war.

"Hey Großer, wie geht's Greta?", Noah hatte manchmal eine lockere Geschichte am Start, die sich zwischen wenigen Wochen und wenigen Monaten hielt. Wie zu viele in unserem Alter ließ er sich aber nie auf etwas Festes ein.

"Ach", er winkte ab und ging ins Wohnzimmer. "Sie hat mich gefragt, ob ich mit zu ihren Eltern kommen möchte." Er sagte es, als hätte sie ihn gebeten, eine Leiche mit ihm verschwinden zu lassen.

"Oh nein", tat ich schockiert, "wie konnte sie nur?"

Er verdrehte die Augen. "Jaja, mach dich nur lächerlich. Wenigstens habe ich überhaupt zwischenmenschliche Beziehungen."

Damit neckte er mich gerne. Ich hatte zwei langjährige Beziehungen gehabt, mich aber nie getraut, außerhalb davon jemanden aufzureißen oder mich aufreißen zu lassen. Ein Teil von mir wollte sich das gerne trauen, wollte zu sexy Musik in eine Bar treten, die Blicke aller Männer auf sich ziehen, zweideutig lächeln und mit dem heißesten Kerl für eine Nacht verschwinden. Ein anderer Teil von mir wurde schon rot, wenn mir ein attraktiver Mann die Tür aufhielt. Während meine Freundinnen den Absprung geschafft hatten zwischen unsicherem Mauerblümchen und selbstbewusster Frau, die weiß was wie will, arbeitete ich noch daran.

Ich zog eine Augenbraue hoch und sagte gespielt überheblich: "Mir würden Scharen von Männern zu Füßen liegen, wenn ich nicht immer mit männlicher Begleitung in der Öffentlichkeit auftreten würde."

Er schnaubte belustigt. "Mysteriös, dass ich es trotz deiner Erscheinung immer wieder schaffe, eine Frau an Land zu ziehen. Spaß beiseite, Emily. Du hast doch keine schlechte Figur, ein nettes Gesicht und bist lustig. Du musst ja nicht die Liebe deines Lebens finden, aber hab doch mal etwas Spaß."

Er meinte es nett, aber mein inneres Kind schmollte. "Keine schlechte Figur, ein nettes Gesicht und bist lustig". Das war irgendwie nicht das, was ich hatte hören wollen. Er muss bei meinem Anblick ja keinen Ständer kriegen, aber er hat es irgendwie schon mal besser geschafft, dass ich mich attraktiv fühlte.

Er merkte, dass meine Stimmung sank. "Hey, was ist los? Komm her, Schmollmündchen."

Ich schmiegte mich in seinen Arm und guckte weiter trotzig drein. Er sollte mich noch ein bisschen aufbauen. Ich war vielleicht nicht gut im

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