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Blinde Wut (1) (fm:Romantisch, 10686 Wörter) [1/13] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Apr 13 2021 Gesehen / Gelesen: 12725 / 9988 [78%] Bewertung Teil: 9.68 (369 Stimmen)
Eine blinde Obdachlose und ein Speditionskaufmann lernen sich kennen. Kann sie sich auf seine Hilfe einlassen und Vertrauen aufbauen?

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Blinde Wut (1)

Josh: Wie Menschen zu so etwas fähig sind? Ich weiß es nicht, und kann es mir auch nicht erklären. Jemanden einfach so verletzt und hilflos zurückzulassen. Ohne Kleidung. Außer der, die man am Körper trägt, ohne Geld und Wohnung, ohne Arbeit und ... blind. Das Einzige was ihr geblieben zu sein scheint, ist ein kleiner Mischlingshund, zerzaust und verfilzt, der aber treu wie Gold immer in ihrer Nähe bleibt.

Immer wenn ich an ihr vorbei gehe, liegt der Hund auf ihrem Schoß. Das braune Pappschild, was an ihrem Knie lehnt, ist längst von der Sonne verblichen und zerknittert. Mit unsauberer Schrift steht dort:

Ich bin blind und bitte um eine kleine Spende.

Einige unfreundliche Mitmenschen meinten diesen Hilferuf mit anderen Schmierereien, wie zum Beispiel einem steifen Penis und einem ausgestreckten Mittelfinger, zu verunzieren.

Sie sitzt immer vor dem kleinen Springbrunnen in der Fußgängerzone unserer kleinen Stadt. Tag für Tag, Stunde für Stunde. Im letzten Jahr saß sie hier noch nicht. Erst seit ein paar Monaten, ab April denke ich. Und nun ist es schon Ende September.

Ihre Kleidung ist im Laufe der Zeit ziemlich dreckig geworden, und eine Vielzahl mehr oder weniger großer Löcher haben nicht nur in ihre Hose, sondern auch ihr dünnes T-Shirt unbrauchbar gemacht. Je nachdem wie ungünstig sie sitzt oder die Sonne auf sie scheint, schimmern sogar ihre dunklen Brustwaren durch den leichten Stoff.

Das Alter einer Frau zu schätzen, ist unter normalen Umständen schon schwierig genug. Mit geschickt gewählter Kleidung, etwas Schminke, und dem Wohlwollen der Natur, sind unsere Göttinnen zu Meisterinnen der Tarnung mutiert.

Bei der Frau am Brunnen ist das völlig unmöglich. Sollte ich einen Tipp abgeben müssen, würde ich mich auf so um die 40 Jahre festlegen wollen. Aber nach einer Dusche, etwas Ruhe, vernünftiger Kleidung, und ein paar gehaltvollen Mahlzeiten, müsste man diese sehr ungenaue Schätzung sicher fünf bis sechs Jahre nach unten korrigieren.

Sie ist sehr schlank, eigentlich dürr, und ihre Hautfarbe aschfahl. Nicht das ich medizinisch ausgebildet bin, oder diesbezüglich besondere Kenntnisse habe, aber ihr sieht man auch ohne spezielle Ausbildung deutlich an, dass sie krank und unterernährt ist. Ihr Körper ist sichtlich ausgemergelt und kraftlos. Ihre Arme ragen fast ohne Muskeln aus den Ärmeln des Shirts heraus, dass vorne von einem Paar kleiner Brüste ausgebeult wird. Ende A, vielleicht ein kleines B-Körbchen. Aber wie schon erwähnt, einen BH trägt sie nicht. Vermutlich kann sie sich auch gar keinen leisten.

Und überhaupt: Erstaunlich, dass ein vom Schicksal derart gebeutelter Mensch in unserem Wohlstandsstaat mit unserem beispiellosen Sozialsystem keine Hilfe bekommt.

Ok, so ganz stimmt das ja auch nicht. Obdachlose haben natürlich Ansprüche auf diverse Sozialleistungen und Hilfen, wie andere Bedürftige auch. Sie müssen sich nur an die dafür vorgesehenen Regeln halten. Viele wollen das aber gar nicht, haben sich mit ihrer Situation abgefunden oder arrangiert, und leben gar nicht mal schlecht für ihre Verhältnisse. Andere wiederum, kommen überhaupt nicht damit klar, prostituieren sich, stehlen um zu überleben, werden sonst irgendwie straffällig damit sie über den Winter ins Gefängnis kommen, sterben sogar vor Kälte oder unter anderen mysteriösen Umständen.

Diejenigen, die gerne Hilfe in Anspruch nehmen würden trauen sich nicht durch diesen Behördendschungel, weil sie vielleicht nicht lesen können, oder die komplizierten Fragen in den Fragebögen nicht verstehen. Umso schlimmer, wenn diesen Menschen dann noch ein Handicap haben. Wenn diesen Personenkreis niemand an die Hand nimmt oder ihnen bei den Behördengängen hilft, kommen sie nie aus dem Milieu heraus. Dann werden sie weiter gezwungen sein, auf harten Bänken in Bushaltestellen zu schlafen um einen trockenen Schlafplatz zu haben, wenn es regnet. Dann werden weiterhin nur ein paar Zeitungen aus dem Abfall als Zudecke

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