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Urteilsvermögen (fm:Sonstige, 681 Wörter)

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Veröffentlicht: Oct 17 2021 Gesehen / Gelesen: 2167 / 1 [0%] Bewertung Geschichte: 9.48 (27 Stimmen)
Urteilsvermögen ist die Grundlage aller Kritik. Sind die Titten groß oder zu groß? Ist der Schwanz nur klein oder zu klein? Es gibt Leser, die wissen es immer besser, als der jeweilige Autor es wissen könnte.

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Urteilsvermögen

Was befähigt mich, ein Urteil abzugeben? Sachverstand gehört dazu, Sachkenntnis ist hilfreich. Jeder Fußballfan weiß hundert Prozent besser als ein Spieler auf dem Feld, wie man ein Tor schießt. Den Sachverstand besitzt er auch, aber mit der Sachkenntnis, wie ist der Rasen beschaffen, wie ist der Wind, da hapert es dann. Und wenn der Spieler ihn nicht rein macht, dann wird er beschimpft, ausgebuht und ausgepfiffen. Der Spieler keucht noch von dem vorangegangenen Lauf auf das Tor, aber er hört nur Pfiffe und Buh-Rufe. Mit ein bisschen Glück hätte er getroffen, und alle hätten gejohlt und geklatscht. So nah beieinander liegen Erfolg und Misserfolg.

Was hat das mit Sex zu tun? Wenn ich ihn "rein mache", bin ich der glückliche Gewinner, wenn ich zu lange zögere, wenn ich die falsche Taktik anwende, wenn ich einfach nicht den augenblicklichen Geschmack des Lesers treffe, dann bin ich der Verlierer, die Null, die es verdient hat, ausgebuht zu werden. So scheint das manch einer unter den Lesern, zu sehen. Wenn beim Fußballspiel mein Verein verloren hat, gehe ich vielleicht bedrückt nach Hause, aber ich schmeiße keine Stinkbomben in die Mannschaftskabine.

Geht heute deswegen so mancher sogenannter Fan maskiert zum Spiel, damit er nicht erkannt wird? Es ist ein bisschen so, wie wenn ein Leser mit einer Sieben, einer Sechs oder einer Fünf urteilt, aber keinen Kommentar hinterlässt. Er kann pfeifen und Buh rufen, und keiner erkennt ihn, denn er ist ein vielleicht braver Ehemann, der sich zuhause sowas nie trauen würde. Aber er kann ja nichts dafür, alles besser zu wissen. Es ist nun mal so, auch wenn er nicht alles besser kann. Denn könnte er es besser, würde er ja selbst schreiben. Zumindest aber würde er den Autor wissen lassen, woran es aus seiner Sicht gehapert hat. Und dann kommen da noch die Oberschlauen. Sie geben eine Wertung ab mit einer Vier oder weniger. Nun müssen sie kommentieren. Das tun sie dann notgedrungen auch. Aber erstens tun sie es anonym und zweitens häufig unflätig und kaum sachbezogen, denn aussagekräftig zu formulieren, ist nicht ihre Stärke.

Jetzt ahne ich ja schon wieder die Kommentare, die mir nun um die Ohren fliegen werden: Das gehört hier nicht her; diese Jammerkommentare haben hier nichts zu suchen; usw. Und dann gibt es aber auch noch verständige Kommentare für meine Einwände: Was nichts kostet, ist auch nichts Wert; wer unterschreibt schon gerne eine Vier, wenn er sie begründen muss; leider hören einige Schreiberlinge wegen anonymer schlechter Beurteilung oder hässlicher ebenfalls anonymer Kommentare auf, zu schreiben, bedauerte einer meiner Leser.

Es geht nicht darum, und auch mir geht es nicht darum, Leserschelte zu betreiben. Es geht darum, Autoren zu motivieren und gegebenenfalls durch sachliche Kritik dabei zu helfen, sich zu verbessern. Eine Stinkbombe ist dabei wenig hilfreich. Ein Leser schrieb mal: Ich lese abends, um vom Ärger des Tages abzuschalten und mich zu entspannen. Warum tun diese angesprochenen kritiklosen Kritiker das nicht auch? Haben sie tagsüber nichts zu sagen, oder hört gar niemand auf sie, wenn sie was sagen? Und abends wird dann der Frust abgelassen. Wenn der Autor dafür seine Freizeit eingesetzt hat, dann hat er doch selbst schuld.

Ich selbst urteile auch immer wieder tagtäglich. Ich muss entscheiden, wann ich tanke, wo ich tanke, und wie viel ich tanke. Bevor ich das tue, beurteile ich die Marktlage. Dazu hilft meine Sachkenntnis, welches Benzin ich tanken muss und mein Sachverstand, wie die Lage am Benzinmarkt zu beurteilen ist. Ich bin also keineswegs frei von Urteilsfindungen und auch nicht von Vorurteilen, welches Benzin denn nun das Beste ist. Aber dennoch käme es mir nicht in den Sinn, den Tankstellenpächter für den Benzinpreis zu beschimpfen. Diskutieren würde ich vielleicht mit ihm darüber aber auf sachlicher Basis.

Ein Mann kommt in eine Bank zu seinem Kreditberater und überreicht ihm einen ausgefüllten Kreditantrag. Der Berater blickt ihn erstaunt an und fragt: "Neues Auto?" "Nein", antwortet der Kunde, "nur das alte volltanken."

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern (ohne Gendersternchen!) einen schönen Tag und weiterhin viel Spaß beim Lesen all dieser unzüchtigen Gedanken! Man gönnt sich ja sonst nichts ...

Euer

Besserwisser



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