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Alkebulan (fm:Sonstige, 5013 Wörter)

Autor:
Veröffentlicht: Feb 15 2025 Gesehen / Gelesen: 2767 / 1640 [59%] Bewertung Geschichte: 8.74 (27 Stimmen)
Nur das Leben zählt…

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"In einem Land, wo die Sonne lacht,

wo Löwen brüllen in der Nacht,

da tanzen Kinder Hand in Hand,

in einem bunten, fröhlichen Band.

Unter dem Baobab..."

Khadija sang verträumt ein Lied aus Kindertagen, als sie den staubigen Weg entlangging. Ihr Ziel war Gatiari, das nächstgelegene Dorf. Ihr Auftrag - neue Stoffe für die Gemeinschaft besorgen. Einmal in der Woche kamen Händler mit dem LKW aus Kidira und boten ihre Waren feil. Dann musste man schnell sein, denn die Sachen waren heißbegehrt. Das Problem aber war, dass man nie genau wusste, wann sie kamen. Also machte Khadija sich noch vor Sonnenaufgang auf den Weg.

Ndeye hatte ihr ein Bündel Geldscheine mitgegeben, doch es war klar, dass dies heute nicht reichen würde. Also hatte Khadija die leidliche Aufgabe, zusätzlich einen Handwagen voll Hirse hinter sich herzuziehen und diese gegen harte Franc einzutauschen. Deshalb war ihre erste Anlaufstelle der alte Youssouf. Er hatte in seiner Blechhütte direkt in der Dorfmitte einen kleinen Backofen und verkaufte Fladenbrote an die Bewohner. Und obwohl er nicht immer den höchsten Preis zahlte, war er doch der zuverlässigste Abnehmer ihrer Hirse. Heute schien er aber einen guten Tag zu haben und war spendabel. Nach einer kurzen Prüfung der Qualität der Körner und dem Abwiegen der Menge erhielt sie knappe 50 Franc. "Danke Youssouf", rief sie freudestrahlend, "du bist der Beste!" Er lachte herzlich. "Ich will doch, dass es allen gut geht! Grüße Mariama von mir!" "Mach ich", erwiderte sie und zog weiter.

Jetzt hieß es, sich ein schattiges Plätzchen zu suchen und auf die Händler zu warten. Minuten vergingen und wurden zu Stunden. Mit halb geöffneten Augen gab sie sich Tagträumen hin und merkte nicht, wie sich allmählich der Platz mit Menschen füllte. Erst als es plötzlich deutlich lauter wurde, wachte sie auf. Es war soweit. Die Staubwolke, die in einiger Entfernung Aufstieg, kündigte die Händler an. Sie streckte sich und stand auf. Die LKW bogen gerade auf den Dorfplatz ein, als plötzlich neben ihr eine Frau zu Boden viel. Bevor sie registrierte, was geschah, entbrannte ein Höllensturm um sie herum. Ohrenbetäubende Schüsse, Menschen, die schrien und panisch umherliefen und versuchten sich in Sicherheit zu bringen. Blut spritzte ihr ins Gesicht. Um sie herum starben die Menschen. Entgeistert blickte sie auf drei Jeeps, auf denen vermummte Männer saßen, Salve um Salve ihre Maschinengewehre feuernd. Ein Mann vor ihr wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen sie geschleudert uns riss sie mit zu Boden. Sie schlug mit dem Kopf auf einen Stein und verlor augenblicklich das Bewusstsein.

Als sie wieder zu sich kam, atmete sie schwer. Der Mann lag noch auf ihr. Dunkel und glänzend durchtränkte sein Blut ihre Sachen und der intensive Geruch von Eisen lag ihr auf der Zunge. Stöhnend wuchtete sie den Toten zur Seite und stützte sich auf ihre Ellenbogen. Betäubt sah sie sich um. Sie lag in einem Meer aus reglosen Leibern. Zerfetzt, entstellt, manche mit einem Unglauben im Gesicht, andere zur Todesangst erstarrt. Männer, Frauen, Kinder, Junge und Alte. Die Wucht des Ekels übermannte sie und sie erbrach sich heftig. Langsam realisierte sie das Geschehen. Sie hatte davon sonst nur gehört. Die Männer auf den Jeeps waren Terroristen. Sie überfielen Dörfer und mordeten wahllos. Sie wusste, dass sie in Mali aktiv waren, aber dass sie sich jetzt auch über die Grenze nach Senegal trauten, das war neu. Das hier war ein Massaker. Das hier würde Folgen haben.

Nun bemerkte sie auch die Stille. Totenstill war es. Sie blickte sich weiter um, hielt Ausschau nach Überlebenden, aber niemand regte sich. Nicht einmal Hundegebell oder das Gackern von Hühnern war zu hören.

Sie rappelte sich schwerfällig hoch, langsam, damit ihr nicht allzu schwindelig wurde. Wie viel Zeit vergangen war, wusste sie nicht.

Da vernahm sie ein leises Stöhnen. Es schien aus Richtung der LKW zu kommen. Vorsichtig bahnte sie sich einen Weg durch die Leichen. Als sie näher kam, sah sie die zersplitterte Windschutzscheibe und den toten Fahrer. Sie lauschte nochmal. "Hhl"... Es kam anscheinend von der

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