Das Verhör (fm:1 auf 1, 5368 Wörter) | ||
Autor: Dimension Dom | ||
Veröffentlicht: Feb 21 2025 | Gesehen / Gelesen: 5860 / 4946 [84%] | Bewertung Geschichte: 9.25 (55 Stimmen) |
Unangekündigt und unerwartet |
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Montag, kurz nach acht Uhr. Laut ertönte die noch ungewohnte Klingel. Sie war gerade vor dem Spiegel im Badezimmer und wusch sich die letzten Reste der Pflegemaske vom Gesicht. Erst einige Wochen zuvor hatte sie diese Wohnung bezogen, kaum jemand kannte ihre neue Adresse. Dementsprechend überrascht war sie und überlegte, wer es sein könnte. Der Vermieter? Mit ihm lief doch alles per WhatsApp. Kam hier der Paketbote etwa so früh? Aber bestellt hatte sie nichts.
Die brustlangen honigblonden Haare hastig zu einem Butt gebunden, in einer schlabberigen grauen Jogginghose und einem lockeren bauchfreien weißen T-Shirt, das Handtuch noch in der Hand haltend eilte sie durch den kurzen Flur und öffnete die Tür.
Ein Mann stand ihr gegenüber. Ungefähr Mitte 30, vom äußeren Erscheinungsbild her eine Mischung aus Immobilienmakler und Verwaltungsbeamter, etwa einen halben Kopf höher als sie, in einem Anzug ohne Krawatte, darüber ein Trenchcoat, mit dicker Aktentasche in der Hand. Seine Ausstrahlung war zurückhaltend, aber auch etwas rigide, doch der Blickfang waren seine stahlblauen Augen und der Drei-Tage-Bart.
"Guten Morgen, Frau Kloppenburg! Schmitt mein Name, BfV, Abteilung S", stellte er sich vor und zeigte seinen Dienstausweis hoch.
Sie schaute zwar auf das Dokument im schwarzen aufklappbaren Lederetui, aber sie sah nur verschwommene Hieroglyphen. Denn in Sekundenbruchteilen durchfuhr eine Schockwelle ihren Körper. BfV. Der Verfassungsschutz. S stand für Sicherheit. Wie aus weiter Ferne hörte sie den Mann höflich fragen, ob er eintreten dürfe. Perplex trat sie beiseite, um Platz zu machen, und machte die Tür anschließend zu.
"Eine Sicherheitsüberprüfung ist durchzuführen", erklärte er den Grund seines Besuches. "Grundlage bilden Paragraf acht Absatz zwei und - da es nicht nur Bundesebene ist - die entsprechende Regelung des Landes in Paragraf fünf Absatz fünf Ziffer vier. Können wir uns setzen? Ich befürchte, es könnte etwas länger dauern."
Sie erschrak. Sie fühlte sich wie ein ertapptes Mädchen, das etwas verbrochen hatte. Hatte sie das?
Sie zeigte in Richtung Küche. Noch fehlten viele Möbel, sodass sich nur der Esstisch anbot. Er zog seinen Mantel aus, hing es auf und folgte ihr. Dort setzte er sich, öffnete seine Tasche, holte mehrere Schnellhefter, einen dicken Aktenordner und schließlich ein Tablet hervor. Schnell war der Tisch mit Papieren bedeckt. Sie stand weiterhin wie versteinert da und starrte ungläubig auf die Darbietung.
Dies fiel selbstverständlich auf.
"Nehmen Sie doch Platz!"
Seine Stimme klang zwar freundlich, aber bestimmend, so blieb ihr nichts anderes übrig, als sich hinzusetzen. Sie fühlte sich plötzlich fremd in ihrer eigenen Küche und der Grund hierfür war nicht, dass sie erst einige Wochen zuvor eingezogen war, sondern seine selbstbewusste Art, seine Autorität. Aber sie wurde gewarnt. Viele Kollegen berichteten ihr davon, wie knallhart die BfV-Leute waren.
"Wir wollen mit dem Abgleich der Daten beginnen!", begann er. "Holen Sie bitte Ihren Personalausweis, Führerschein, Reisepass, Impfpass."
Akribisch prüfte er alles durch und verglich die Abbilder. Ihre Ausweisfotos konnte sie nicht ausstehen, weil sie immer wie ein unausgeschlafener Geist wirkte. Ihre helle Haut war für Blitzlichter nicht geschaffen.
"Name."
Keine Antwort.
"Name!", wiederholte er etwas lauter.
"Kloppenburg."
"Vorname."
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