Jeder Topf findet sein Deckel oder auch nicht ... (fm:Romantisch, 1633 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 18 2026 | Gesehen / Gelesen: 953 / 856 [90%] | Bewertung Teil: 9.57 (47 Stimmen) |
| Finden Frederike und Johann ihr Glück? | ||

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Dann trat Olaf in ihr Leben. Olaf war erfolgreicher Versicherungsmakler, ein Mann, der das Leben wie ein exklusives Buffet betrachtete. Er war charmant, laut und liebte das Geld fast so sehr wie sich selbst. Er war der Prototyp des Mannes, den Frederike immer gesucht hatte: Ein Pfau, der sein Rad im Licht der Öffentlichkeit schlug.
Ihre "Liebe" war ein gewaltiges Feuerwerk - hell, laut, aber ohne Wärme. Sie heirateten innerhalb von sechs Monaten. Es war eine Hochzeit, die in den Hamburger Gesellschaftsmagazinen gefeiert wurde. Olaf sah in Frederike nicht nur die schöne Frau, sondern vor allem das Erbe ihrer wohlhabenden Eltern. Er wollte sich absichern, wollte den Zugang zur High Society zementieren. Frederike wiederum genoss es, wieder einen Mann an ihrer Seite zu haben, der im Mittelpunkt stand. Sie fühlte sich rehabilitiert.
Doch hinter der glänzenden Fassade ihrer Villa an der Alster herrschte eisige Leere. Ihre Ehe war ein Geschäftsvertrag mit sexuellen Zusatzklauseln. Nach außen spielten sie das perfekte Paar, besuchten Galas und Vernissagen, doch sobald die Haustür ins Schloss fiel, waren sie Fremde. Jeder führte sein eigenes Leben. Olaf vergnügte sich mit jungen Assistentinnen, Frederike suchte Bestätigung in den Armen wechselnder Liebhaber. Sie "fickten" sich durch fremde Betten, wie sie es später in ihrer Bitterkeit nennen würde, ohne Rücksicht auf den Partner, ohne jede emotionale Tiefe. Es war ein mechanischer Austausch von Körperflüssigkeiten, ein verzweifelter Versuch, die innere Leere zu betäuben.
Der Aufprall: Das Ende des Scheins
Sechs Jahre nach ihrer Hochzeit schien das Schicksal Frederike doch noch ein Geschenk machen zu wollen. Sie wurde schwanger. Drei Monate lang keimte in ihr eine Hoffnung, dass dieses Kind die Leere füllen könnte, die Johann hinterlassen hatte. Doch die Natur der Dinge in ihrem Leben war nicht auf Heilung ausgelegt.
Es war eine warme Sommernacht. Olaf hatte bei einem Geschäftsessen zu viel Champagner getrunken. Er saß am Steuer seines neuen, schwarzen Maserati, Frederike auf dem Beifahrersitz. Er liebte die Geschwindigkeit, liebte das Gefühl von Macht, wenn der Motor aufheulte.
"Olaf, fahr langsamer, die Kurve ist eng!", rief Frederike.
Olaf lachte nur, sein Gesicht eine Maske aus Arroganz und Alkohol. "Der Wagen beherrscht die Straße, Frederike! Hab keine Angst!"
Es war die letzte Hybris vor dem Fall. Der Maserati schoss mit weit über hundert Stundenkilometern in eine Kurve, die für siebzig ausgelegt war. Die Reifen schrien auf dem Asphalt, der Wagen brach aus. Olaf versuchte gegenzulenken, doch die Fliehkraft war stärker als sein Ego. Der Wagen schleuderte über die Fahrbahn und prallte mit einer gewaltigen Wucht gegen eine uralte, mächtige Eiche am Straßenrand.
Das Geräusch von berstendem Metall und splitterndem Glas zerriss die Stille der Nacht. Dann war nur noch das Ticken des abkühlenden Motors zu hören.
Teil 3: Das Echo der Zerstörung
Beide überlebten den Unfall, doch der Preis war die totale Vernichtung ihres bisherigen Lebens.
Olaf hatte sich beim Aufprall den Kopf so schwer gegen die B-Säule gestoßen, dass sein Gehirn irreparable Schäden davontrug. Die neurologischen Folgen waren verheerend. Aus dem stolzen Pfau war ein zitterndes Wrack geworden. Er litt unter massiven Ataxien und Zitteranfällen. Er konnte keine zwei Meter mehr gehen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Der Mann, der sich über seine sportliche Dominanz definiert hatte, war nun an einen Rollstuhl gefesselt, seine Hände zuckten unkontrolliert, und er war bei den einfachsten Verrichtungen - Essen, Waschen, Anziehen - auf die Hilfe von Pflegekräften angewiesen.
Doch Frederikes Verletzung war unsichtbar und doch weit verletzender. Durch den massiven Schock und die physische Belastung des Unfalls verlor sie ihr Kind. Der dreimonatige Fötus, ihre letzte Hoffnung auf eine echte Bindung, starb in ihr.
Dieser Verlust stieß Frederike in einen Abgrund, aus dem es kein Entrinnen mehr gab. Die alten Depressionen kehrten mit einer Wucht zurück, die alles bisherige in den Schatten stellte. Schwere Angststörungen plagten sie. Sie konnte das Haus kaum noch verlassen, ohne in Panikattacken auszubrechen. Sie entwickelte zwanghafte Handlungen, um ihre Umgebung zu kontrollieren, ordnete ständig Dinge in symmetrischen Mustern an, als könnte sie so das Chaos in ihrem Inneren bändigen. Sie wusch sich ihre Hände manhcmal bis zu 20 Minuten lang, weil sie sich einbildete mit ihrer Hand gegn das Becken gekommen zu sein.
Das soziale Leben, das für beide die Luft zum Atmen gewesen war, endete abrupt. Die "High Society" hat kein Mitleid mit dem Verfall. Olaf, der im Rollstuhl sabberte und zitterte, passte nicht mehr in die glitzernde Welt der Champagner-Empfänge. Frederike, die bleich und voller Ticks in der Ecke saß, war keine Bereicherung für Partys mehr. Die Einladungen blieben aus, die "Freunde" verschwanden schneller, als das Wrack des Maseratis abgeschleppt worden war.
Die Kontraste der Existenz
In Italien saß Johann am Abend mit Nicole im Garten. Er schenkte ihr ein Glas Wasser ein und sich selbst einen kleinen Schluck Wein. Sie sprachen über die Namen für das Baby. Johann war glücklich, seine Augen leuchteten vor Vorfreude auf das neue Leben. Er hatte gelernt, dass wahre Stärke in der Sanftheit liegt und dass ein offenes Herz die beste Verteidigung gegen die Stürme der Welt ist.
In Hamburg saß Frederike in ihrer abgedunkelten Villa. Sie hörte das rhythmische Klackern von Olafs Rollstuhl im Nebenzimmer, das Kratzen seiner zitternden Hände auf der Armlehne. Sie starrte auf ein altes Foto von Johann und ihr bei einem Tanzturnier. Sie sah sein Lächeln - dieses ehrliche, besorgte Lächeln, das sie damals als Schwäche abgetan hatte, weswegen sie ihm nie wirklich eine Chance gegeben hatte.
Sie begriff jetzt, dass sie damals in Kiel nicht nur ein Turnier verloren hatte. Sie hatte die einzige Chance auf ein echtes Leben weggeworfen für den Schein einer Dominanz, die nun in einem Rollstuhl endete. Ihre Ehe mit Olaf war kein Hafen, sondern ein Gefängnis geworden, in dem zwei Krüppel sich gegenseitig beim Verfall zusahen.
Johann und Nicole blickten in die Sterne über Rom, voller Hoffnung auf das Kind, das bald kommen würde. Frederike blickte in die Dunkelheit ihres Zimmers, geplagt von der Angst vor dem nächsten Morgen und der schmerzhaften Erkenntnis, dass manche Fehler im Leben endgültig sind.
Der Vorhang fiel über zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein konnten: Hier die strahlende Heilung durch Liebe und Wahrheit, dort der unerbittliche Verfall durch Gier und Eitelkeit.
*** Ende ***
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