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Veterinärmediziner (fm:Romantisch, 15824 Wörter)

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Veröffentlicht: Jan 31 2026 Gesehen / Gelesen: 2607 / 2194 [84%] Bewertung Geschichte: 9.72 (57 Stimmen)
Aus dem Leben eines jungen Tierschützers. Verrückt, über Studium zu einem unfassbaren Leben. Nicht jede Liebesgeschichte folgt einem geraden Weg


Ersties, authentischer amateur Sex


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© RalfB Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

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an und im nächsten Augenblick hatte sie aufgesattelt und einen unglaublichen Ritt begonnen.

Hätte Carsten damals gewusst, dass ihr böses Grinsen noch sehr viel mehr bedeutete und er, unterstützt von ihren sehr genauen Berechnungen und Messungen ihrer Körpertemperatur nun sehr bereite Eizellen befruchten würde, dann hätte er als Volljurist sicher noch mal pausiert und nachgedacht. So war es ihm aber einfach nur egal und stöhnte entsprechend begeistert, als er schon schnell in diese heiße Mieze abgespritzt hatte.

Solche Mittagspausen hatte man eh immer viel zu selten.

Sie lachten sich an, machten dumme Sprüche und waren beide sichtlich begeistert. Elena war zwei Mal gekommen und hatte ihren Spaß mit einem echt eindrucksvollen Spielzeug, dass auch erfreulich groß war. Carsten brauchte man nicht zu fragen. Sein blödes und extrem befriedigtes Grinsen aus seinem Gesicht zu bekommen war aktuell sicher das größere Problem, da so einfach jeder von seiner schnellen, zufriedenstellenden Nummer erfahren hätte.

Hätte er gewusst, dass er Elena nie wieder sehen würde und somit auch nicht mehr genießen könnte, da ihre Berechnungen den gewünschten Erfolg hatten, dann hätte er sicher noch mal hingelangt. Bis heute hat er nie erfahren, dass er nun Papa und Erzeuger von Julius Heinemann war.

Mit diesem Julius Heinemann begann Elena nun ihr Traumleben aufzubauen und der Kleine wusste noch von nichts. Er kannte es ja auch nicht anders und so hinterfragte er natürlich auch nie, warum er schon als Baby nicht nur auf diesem Pferdehof, in der dortigen Praxis aufwuchs, sondern auch schon in Bauch- und oder Rückentrage durch die Wildnis auf aller Welt umhergetragen wurde. Elena machte jedes Jahr und immer wieder für eine gewisse Zeit ihren heißgeliebten Urlaub von ihrer Praxis. In dieser Zeit wurde sie von Freunden vertreten und sie nahm an Expeditionen, Programmen und Studien teil.

Elena hatte so die Tierwelt auf allen Kontinenten schon mehrfach erforscht und besucht. Sie hatte da keine Präferenzen. So wie es kam, so nahm sie es auch. Sie hatte seit Studienzeiten einen recht guten Ruf. Nicht nur in Sachen Sex, sondern vor allem beruflich. Gab es Probleme, Krankheiten, Konflikte oder Aussterbeereignisse, egal was, Elena war immer eine sehr begehrte forschende- und medizinische Unterstützung.

Einzig das Meer hatte sie damals etwas zurückgeschraubt, da sie dort mit einem Baby kein so gutes Gefühl hatte. Aus heutiger Sicht hätte Julius sicher gesagt:

"Ja Mama, du hast ja so recht Mama. Schlangen, Spinnen und anderes Getier waren sicher immer viel sicherer!"

Egal aber, denn Julius war immer mitten drin, statt nur dabei. Sogar Schulzeiten hatte er mal wegen Krankheit verpasst. Mama war speziell, aber Julius extrem intelligent, mit besten Noten. Immerhin hatte er aufgrund seiner Leistungen und trotz seiner Fehlzeiten so einige Klassen übersprungen.

Bei diesen Expeditionen wurde natürlich auch Julius immer größer und ab dem Zeitpunkt, zu dem er groß genug war, machte er für Mama Fotos und schließlich Filmaufnahmen. Eine Beschäftigung, die er schließlich so gut machte, dass einige seiner Produktionen sogar den Weg in die Fernsehübertragungen auf aller Welt gefunden hatten. Nebenbei liebte er genau wie seine Mama die Natur und Tiere aller Art und somit war es klar. Elena hatte mit Julius ihren Traumpartner erschaffen.

Beide waren sich darüber mehr als im Klaren, dass sie mit Ihrem Leben niemals reich werden könnten, aber sie liebten es. Elena hatte mit Ihrem Ruf und ihren Ambitionen aber auch nicht nur weit entfernte Projekte am Laufen. Zuhause hatte sie eine Wildtierstation aufgebaut, die sogar schon länger staatlich gefördert wurde. Egal ob Privatleute, Förster, oder Polizei. Alle brachten Wildtiere in Not zu ihr und natürlich kannte auch das ein Julius nicht anders und so war es eben schon immer ganz normal.

Wildtiere in Deutschland? Nicht beeindruckend? Na da denken wir noch mal drüber nach, denn während andere Kinder mit einem Hund aufwachsen, wuchs Julius mit einem Dachs auf, da er diesen als kleiner Bengel zum Auswildern total versaut hatte. Otto war als halbstarker Entdecker von einem Auto erfasst worden. Er wurde operiert, versorgt und wieder aufgepäppelt, nur hatte Julius es damals noch nicht richtig gewusst und diesen Sack einfach zu sehr verwöhnt. Nein. Otto blieb für den Rest seiner Tage.

Einen jungen kleinen Mann mit einem Dachs Gassi gehen zu sehen war sicher wieder sehr speziell. Die Nachbarn hatten sich daran gewöhnt, aber immer wieder begegneten sie Menschen und Tieren, die das nur schwer verarbeiten konnten. Julius war ja immer lieb und nett. Keine Frage, aber Otto? Ne du, der hatte seine ganz eigene Meinung von den Verhältnissen in dieser Welt. Kam ihm ein Hund, oder irgend so ein Mensch zu nah, oder zu schräg, konnte man mal sehen, wie der aus seinem Höschen geriet. Man stellt sich wirklich nicht vor, wie übel Otto abgehen konnte, nur alle lernten es sehr schnell.

"Sei lieb und halt Abstand vom Otto, sonst gibt's was auf die Mütze!"

Diese vielen unglaublichen Tiere, die Liebe zu seiner Mama und der Natur waren es dann auch, die Julius zu seiner Wahl gebracht hatten. Es gab hier Vögel der verschiedensten Arten, bis hin zu Uhus, die damals größer waren als dieser Kerl. Sie hatten Marder, Wiesel, Füchse, Wildkatzen, Dachs, Wölfe, sogar zwei Luchse. Aber eben auch Igel, Rehe, Wildschweine und alles was hier so lebt. Sogar Schlangen gab es immer wieder.

Aus damals illegaler Haltung kam ein Braunbär zu ihnen. Dieser und die Wölfe waren im gleichen Gehege untergebracht, durften aber nicht mehr raus in die Freiheit. So lange diese anderen verschiedenen Gäste intensive Pflege brauchten waren sie in Gehegen und Käfigen.

Sobald sie wieder fit waren kamen sie in speziell präparierte Gehege, die zum Wald hin immer offenblieben. Manche gingen, viele blieben. Egal. Julius zauberte hier die schönsten Aufnahmen, die in Buchform oder als Kalender das heimische Kapital zusätzlich füllten. Ebenso gab es hier unzählige Schulausflüge, organisierte Besuchergruppen, die nicht selten aus dem Staunen nicht mehr herauskamen. Wer weiß schon, was bei uns in der Natur alles heimisch ist?

Nach der Schule war die Pflege der Gäste Julius Aufgabe und so machte er Hausaufgaben immer erst danach. Mit diesen Erfahrungen hatte er aber damals schon entschieden. Filme, Fotos machen konnte er auch ohne Studium schon ganz gut. Tieren helfen war aber deutlich wichtiger und machte wesentlich mehr Spaß. Vom Sinn mal ganz zu schweigen.

Erst mit dem Studium musste Julius schließlich von zuhause weg und ja, ab da war das Leben nicht mehr das, was er so sehr liebte. Für sein Studium hatte Elena ihm einen Platz bei Freunden in Berlin organisiert. Sie wusste, es würde eine harte Zeit werden, jedoch war er hier im Unterricht bei der Elite ihres Fachs. Wie jeder andere Student auch, erwirtschaftete er dort sein Studium zusätzlich mit Nebenjobs.

Nebenjobs, die anfangs aus Kellnern und Barkeepern bestanden. Schnell auch sein Hobby umfassten und somit Events, Feiern, Hochzeiten und vieles mehr verewigten. Bei der Begleitung einer wirklich großen Party wurde er dann entdeckt und kam zu seinem finalen und bestens bezahlten Nebenjob. Dank seiner Mama und deren Umfeld war Julius ja nun wirklich nicht prüde und so kam er mit ein paar Gästen ins Gespräch. Ein sehr sympathisches Pärchen sprach ihn dort an und man kam so ins Plaudern, als diese Andrea ihn ausfragte:

"He Julius, ich habe gehört, dass du schon ziemlich professionelle Bild- und Filmaufnahmen machst. Was machst du denn so alles?"

"Na ich studiere hier Veterinärmedizin und bin durch meine Mama vorbelastet. So habe ich mit Tier- und Naturdokumentationen angefangen. Hier mache ich halt jetzt so alles, was mir Geld einbringt. Irgendwie muss man ja sein Studium finanzieren!"

Reiner, der Mann von Andrea hatte gut zugehört und fragte:

"Wie sieht es aus? Bist du prüde? Was hältst du von Akt, oder Erotikaufnahmen?"

"Naja, bis auf meine Mama und ein paar unserer Freunde habe ich noch niemanden nackt abgelichtet. Warum nicht? Ist mal was anderes und macht Spaß!"

Beide erwiderten erstaunt:

"Du verewigst deine Mama nackt auf Bild und Film?"

"Wie gesagt, wir sind nicht prüde und meine Mama ist ein unglaubliches Motiv. Da habe ich mich noch nie zurückhalten können und Mama liebt das Böse sein!"

Andrea war es dann wieder, die sagte:

"Na dann gebe ich dir hier mal unsere Karte. Komm doch Morgen, am Nachmittag so ab drei Uhr mal bei uns vorbei und schau dir das mal an. Wir suchen schon lange einen Guten, für hinter die Kamera!"

Wenn Julius auch anfangs noch misstrauisch war und mit allem rechnete, war er am nächsten Tag mit Betreten eines echten Studios schon direkt aufgeklärt. Er betrat die Räumlichkeiten, nachdem Andrea ihm lächelnd, mit einem Küsschen auf die Wange geöffnet hatte. Mit einem Finger über ihren Lippen signalisierte sie ihm leise zu sein und deutete ihm, ihr zu folgen. So führte sie ihn auf Socken in einen riesigen Raum, der sehr hell ausgeleuchtet war.

Hier waren die Dreharbeiten schon im vollen Gange.

Auf einem Bett, dass in einer Schlafzimmer Kulisse aufgebaut war, rammte gerade ein großer schwarzer Bursche eine wirklich hübsche Blondine, währen der offensichtlich dazugehörige Ehemann mit steifer Rute danebenstand und sich fleißig die Stange schrubbte. Die Dame schien so Mitte dreißig zu sein und kniete hier auf diesem Bett. Der Schwarze Lover rammte sie so von hinten und schien ihr richtig Spaß zu machen. Julius war nur mäßig überrascht und von dieser Blondine und dem gebotenen Szenario nur mäßig beeindruckt und so sah er sich lieber etwas um und beurteilte Technik und Ausstattung.

Andrea schien sichtlich überrascht von seiner mäßigen Reaktion, musste aber doch schnell grinsen. Sie sah zu, wie Julius leise und vorsichtig im Raum umherschlich und die Ausleuchtung korrigierte. Er sah dabei auf das Geschehen im Raum. Reiner stand hinter einer Kamera und filmte, wobei er ihm trotzdem mal ein Grinsen und einen Daumen hoch schenkte. So lösten die Beiden sich mitten in den Dreharbeiten einfach ab und Julius übernahm nun die Kamera. Er wechselte Perspektiven und verfolgte das Geschehen. Sah sich um und richtete weitere Kameras ein. In kürzester Zeit war er wieder in seinem Element und filmte gleich mit mehreren Geräten. Auch wenn das Geschehen auf dieser Matte ihn nicht begeisterte, hatte sein Debut aber schnell für Eindruck gesorgt.

So verfolgten Andrea und Reiner auf einem großen Bildschirm gebannt die Schluss Szene, die Julius nun mit mehreren Einstellungen festhielt und so verewigte, wie diese Blondine den Saft des Schwarzen in ihrem Arsch empfing und den ihres Mannes mit ihrem Mund aufnahm. Auch war er schon bereit, als der Schwarze seinen Degen aus der Dame zog, um hier die Fluten aus deren Darm freizugeben. Die Chefs waren begeistert und Julius hatte einen neuen Job.

Ein Job, der ihm nicht so super gefiel. Es war ihm anfangs peinlich, aber am Ende war es eben auch nur wieder ein Job. Zudem ein Job bei dem er wieder etwas Neues lernte. Noch am gleichen Tag war er auch dann schnell dabei, seine Technik besser herzurichten. Er nutzte Systeme, die bisher wohl einfach liegen geblieben waren. Ein ehemaliger Kameramann hatte diese wohl mal angeschafft, nur noch nie eingerichtet.

Nun gab es für jeden Dreh gleich diverse Kameras, die auf verschiedenen schwenkbaren und beweglichen Stativen und Halterungen befestigt waren. Eine weitere Kamera hatte er mit einem Mini Stativ immer in der Hand. Zudem wurde die Ausleuchtung komplett neu eingerichtet, wofür sogar Andrea und Reiner auf dem Bett Model sitzen mussten um Schattenbildungen zu erkennen. Es war spannend und für Julius sichtlich spaßig. Bei all dem sprachen sie auch mal über Geld und sonstige Dinge, aber im Ganzen war es doch sehr locker.

Ab jetzt waren die Rollen dann fest verteilt. Reiner war der Chef und machte die Regie. Ein grobes Drehbuch, oder wie auch immer. Andrea machte Maske und die Gestaltung des Sets und Julius hatte die Technik. Er erfuhr, dass die Drei von eben, diesen Dreh für private Zwecke gebucht hatten. Der weiße Mann stand wohl auf Cuckolding, der Schwarze war ein professioneller Darsteller, wobei Julius diesem Thema nichts abgewinnen konnte. Bei einem Kaffee konnten sie noch einen Moment in Ruhe reden, als auch schon die nächsten Gäste eintrudelten.

Nun kamen mehrere stattliche Männer im Studio an. Auch dieser Schwarze von eben war wieder mit dabei und es entstand eine recht lustige Runde, wobei Julius sogar schon versteckt die Kameras laufen ließ. Diese besser zu überwachen war ihm aber erst wichtig, als schließlich eine süße schlanke Maus erschien. Ein Mädel, dass mit ihren langen schwarzen Locken, diesen braunen Augen sicher sehr südländisch aussah und auch Julius echt anmachte.

Hier lernte Julius nun Johanna kennen. Die Dame hatte italienische Vorfahren in der Familie und sah im Ganzen wirklich sehr heiß aus. Davon abgesehen schreckte sie Julius aber direkt durch ihre Art ab. Sie war ein Profi und das eben durch und durch. Das sah man schon an der Begrüßung, als sie sagte:

"Hallo Jungs, ihr seid ja süß. Habt ihr auch fleißig Kraft für mich gesammelt? Auf was steht ihr? Wer weiß schon was vom Ablauf?"

Und gleichzeitig jedem einen Kuss verpasste und gleichzeitig allen an die noch verpackten Schwänze fasste. Als sie zu Julius kam, grinste sie ihn frech an und sagte mit ihrem Kuss und festem Griff an seine Eier:

"Och Süßer! Wer bist du denn? Du bist ja mal lecker, machst du auch mit?"

Ihre an seine Hose gerichtete Hand fing er grinsend ab um seinerseits diese zu schütteln, als er frech antwortete:

"Ne, lass mal du Hase. Ich bin nicht für die Damenwelt zu haben. Sorry!"

Eine Notlüge, die ihm mit Blick auf zwei erstaunte Männergesichter noch böse auf den Magen schlagen könnte, denn die grinsten nicht nur, sondern warfen ihm auch gierig grinsend ein paar Luftküsse zu. Andrea sagte dazu noch leise zu ihm:

"Pass auf ob deine Notlügen dich retten, oder in die Falle treiben. Hier gibt es einige Jungs die an beiden Ufern fischen!"

Ja, das hatte Julius auch gleich gemerkt und so machte er sich lieber wieder an seine Arbeit. Er begleitete nun diese Johanna, die direkt nach den Jungs in der Maske versorgt wurde. Hier filmte er nicht nur das Geschehen, sondern auch die dortige Kommunikation. Andrea hatte die Dame gefragt, was sie zum Dreh am liebsten tragen wollte. Diese hatte lachend erwähnt, dass sie schon was Geiles anhätte, was Julius auch gut festhalten konnte, als Andrea schließlich den ganzen Körper dieser rassigen Stute puderte.

Eine Analspülung war schon erledigt, die Pussi schön glattrasiert, beide Löcher gut geschmiert und so zog sich das Luder zum Dreh wieder an. Ein zusätzliches Programm, das von "Hinter den Kulissen" handelte war somit schon bestens vorbereitet. Zurück am Set war Reiner bereits sehr fleißig gewesen und so hatte dieser jetzt die Deko umgebaut. Aus dem Schlafzimmer von eben war nun ein Büroabschnitt geworden, in dem nun Johanna hinter einem Schreibtisch Platz nahm und die Sekretärin spielte. Julius hatte davon sehr viel festgehalten und so ging der eigentliche Dreh nun einfach im Geschehen über.

So kamen nun sieben Männer in Arbeits-Overalls ins Bild und Julius drehte, hielt wieder das Geschehen aus diversen Perspektiven fest. Er filmte so eine sehr fragwürdige Konversation, die aber sowieso uninteressant wurde, als Johanna begann, ihre Bluse zu öffnen. Während all dem machte Julius auch immer wieder reichlich Fotos, wobei die Kamera weder Blitz, noch akustisch hinterlegte Auslösung nutzte. Er filmte so ein sicher aufregendes Geschehen, als der erste Kerl auf dem Bürostuhl saß und Johanna ihn in ihren Hintern schob. Sie streifte die High Heels ab und stellte ihre Füße auf dessen Schenkel ab um so ihre Pussi in bessere Richtung zu halten. Alles nur, um einem anderen ihr zweites Loch zugänglich zu machen und so war die Sache in vollem Gange.

Julius registrierte erst viel später, wie wenig ihn das hier gerade anmachte. Er war in seinem Job gefangen und so sehr bemüht, alle Details festzuhalten, die richtigen Einstellungen und Winkel zu treffen, dass er für mehr gar keine Zeit hatte. Irritiert war er, als er sah und filmte, wie Andrea aktuell ungenutzten Darstellern die Schwänze lutschte und wichste um diese bei Laune zu halten.

Auch als sie sich vorbeugte und sich mal einen der Kerle in ihrer eigenen Pussi gönnte hielt er das fest. Sein fragender Blick auf Reiner beantwortete auch diese Frage, denn der sah dem Ganzen nur grinsend zu. Auch die Art, wie Johanna mit diesen Schwänzen und dem Ficken umging verunsicherte ihn, denn diese nahm Anweisungen entgegen, dirigierte völlig unbefangen und handhabte das Ganze, wie das Zubereiten ihres Kaffees.

Ja. Das war dann wohl eine für sich ganz eigene Welt.

Andrea gönnte sich ein paar der vorhandenen Schwänze, die aber alle samt im Dreh auf und in Johanna kommen mussten. Reiner wurde verewigt, wie er zum Schluss seinen steifen Freund in Johannas Anus rammte und sich dort zum Abschluss noch mal austobte. Als der fertig war, fragte Johanna Julius noch:

"Na Süßer? Willst du auch noch mal?"

Der lächelte aber nur und lehnte dankend ab. Julius stand aber auch nicht auf das sogenannte "Schlammschieben", was er genau betrachtet sogar ekelig fand.

So verging der erste Tag seiner neuen Anstellung und für Julius war es am Ende eine Arbeit, wie so viele andere eben auch. Pornos und wie sie gemacht würden, hatten aber danach noch lange den Spaß an diesem Metier verdorben.

An diesem Tag saßen Julius und immer einige andere nun nur noch vor riesigen Bildschirmen, wo vor allem Reiner und Julius das Material sicherten, auswerteten und schon mit dem Schneiden begonnen hatten. Hier liefen die verschiedenen Video Dateien, der verschiedenen Kameras auf einem gemeinsamen Zeitstrahl und zeigten gleichzeitig die unzähligen verschiedenen Einstellungen der verschiedenen Szenen. Andere sahen zu, sagten Meinungen, aber waren zum Schluss doch nur noch Beobachter. Was aber sehr wohl anerkannt wurde war die Arbeit des Neuen, denn aus dem Material von nur einem Dreh machten sie schließlich drei komplett unterschiedliche Filme.

Eigentlich blieben alle weiteren Drehtage immer im gleichen Ablauf. Lediglich änderten sich mal Szenarien, Abläufe und Darsteller. Ansonsten blieb alles beim Alten. Was Julius spannender fand, waren die Interviews und Castings, zu denen er nun eben auch immer mal wieder Neulinge und Amateure filmte, die ihn aus ganz unterschiedlichen Gründen ansprachen. Hier filmte er Frauen in ganz unterschiedlichem Alter und optisch sehr verschieden. Bei einigen wunderte er sich immer wieder, wie die auf die Idee kamen, vor einer Porno Kamera interessant zu sein. Einige waren richtig heiß und lecker.

Es gab diese, die ganz frech und direkt in die Vollen gingen und sofort blankzogen. Diese dann zu filmen und bei den wildesten Fickereien zu beobachten machten auch Julius immer wieder richtig an. Eine Maus, die er von der Uni vom Sehen her schon kannte, tobte sich so wild aus, dass sogar Julius es sich diesmal nicht verkneifen konnte und ebenfalls sein Rohr verlegte.

Er positionierte die Kameras so, dass sie alles festhielten und doch sein Gesicht aus allen Bildern blieb. Dann öffnete er seine Hose und holte sein gut vererbtes und eindrucksvolles Rohr heraus. Von dieser Dame kam nur:

"Oh ja Mann, wie geil. Was hast denn du da Feines am Start?"

Damit kniete sie sich auf das Bett und er rammte ihr von Hinten seinen Freund in die Muschi, um sie ordentlich ran zu nehmen. Der Wechsel in deren Hintern war dann nur noch für die Kamera, denn nur wenig später spritzte er ihr eh schon höchst erfreut über den halben Rücken und diesen geilen Arsch.

Das war für ihn nicht ganz so gut, denn nun wusste auch Andrea, was der Kerl zu bieten hatte und das Blitzen in ihren Augen machte ihm fast Angst.

Andere waren eigentlich viel zu süß und schüchtern und taten ihm schlicht und einfach nur noch leid. Das waren Mädels in ebenfalls unterschiedlichem Alter, die meistens aus Geldnot einen solchen Schritt gehen wollten. Ältere wurden seiner Meinung nach nur verarscht. Sichtlich ausgenutzt, nutzte man ihre Not aus und fickte sie hier einmalig vor der Kamera, obwohl alle schon wussten, dass sie in diesem Geschäft keine Chance hatten. Andere, sehr junge Mäuse sollten wenigstens erst mal für diese eine Nummer festgehalten werden, da solche Casting- und Amateuraufnahmen immer gefragt waren. Aus den wenigsten konnte aber mehr werden.

Julius stumpfte ab und war nicht selten deprimiert. Profis ließen ihn kalt, denn die wussten selbst schon ganz genau was sie taten und wollten. Die Süßen Mäuse, die hier nur ausgenutzt wurden machten ihm Probleme. Demgegenüber gab es diese Drehsessions, die für und im Auftrag von privaten Paaren veranstaltet wurden und die waren wieder seine absoluten Lieblinge.

Hier auch immer mal wieder selbst mit tätig zu werden war sehr oft ein willkommenes Bei Brot für die Darstellerinnen. Diese kamen ja nun mal her, um etwas ganz Aufregendes, was komplett Unglaubliches zu erleben und um sich auszutoben. Julius wunderte sich nur immer wieder, wie viele Männer es geil fanden, wenn sein großes Rohr in deren Frauen versank. Eine komische Welt eben.

Er hielt hier fest, wenn Partner sich nur mal für ihr privates Vergnügen filmen ließen. Mal waren Profis beteiligt und mal sahen die Männer ihren Frauen nur zu, wie diese vernascht wurden. Solche Nummern waren meistens lustig und erregend. Waren dort Partner der Darstellerinnen mal an ihren Grenzen der Beherrschung, sprang Andrea ein und die bekam sie alle wieder ruhig. Julius wusste schon nicht mehr, wie oft er auch seine Chefin schon beim Vögeln gefilmt hatte und nein. Reiner fand dazu kein Lob von Julius, denn für den war eine Beziehung etwas ganz was anderes.

Lea war dann so ein Beispiel, um die Einstellung von Julius zu beschreiben. Sie war sowas von süß und lecker. Sie schockte ihn bei ihrem Erscheinen vom ersten Augenblick. Am liebsten hätte er geschrien:

"Verpiss dich hier du blöde Kuh! Du hast hier nichts verloren!"

Aber nein. Sie blieb. Sie wurde interviewt. Sie wurde beim Ausziehen gefilmt und Reiner fickte sie vor laufender Kamera mit verständlicher gier. Sie zu ficken war dann gut erkennbar ein Hochgenuss und die Filmaufnahmen zeigten klar, dass Reiner sie entjungfert hatte. Julius bekam Tränen in den Augen und dachte nur:

"Ach Mensch, Mädel!"

Lea war vor diesem Dreh gerade achtzehn Jahre alt geworden und eine wirklich süße Maus. Sie war blond und kein Model, sondern ein Mädchen von nebenan. Blaue Augen und Sommersprossen traf sie genau denn Geschmack der meisten Männer und das merkte man auch. Sie wurde gebucht, Sie wurde oft gebucht. Für Stiefgeschwister Szenen, Lehrer-Schüler und Stiefvater-Tochter. Sie war ein Renner. Als diese Themen alle abgegrast waren, landete sie bei den groben Dingern und Julius war bedient. Er verfolgte hier ganz genau, wie diese Maus immer mehr zum Profi wurde und nein. Er fand es wirklich nicht so toll.

Mit all dieser Entwicklung zum Profi wurde sein Interesse an einer festen eigenen Beziehung immer geringer und schließlich musste er vor seiner Mama die Hosen herunterlassen. Das ist an dieser Stelle mental gemeint. Er war nicht selten zuhause auf Besuch und nutzte dafür jede ersichtliche Chance. Die Zwei liebten sich immer noch sehr intensiv, jedoch war Mama eben nicht blöd. Naja, welche Mama ist schon blöd und merkt nicht direkt, wo der Hase läuft?

Die Frage, die jeder schon immer hasste konnte somit auch nicht überraschen, als sie fragte:

"Kleiner, was ist los? Was hast du angestellt?"

Der Kleine war zu dieser Zeit schon eineinhalb Köpfe größer als sie, aber jetzt war er klein, wie eine Spitzmaus. Sein:

"Nichts, warum?"

War sinnlos, wie immer und so quetschte sie ihn aus, wie eine Zitrone. Sie redeten lange und bis tief in die Nacht, wobei sie ihn mit ihrer offensichtlichen Toleranz sogar schockte. Sie ließ sich von ihm einen Dreh zeigen, der ihn besonders belastete und sprach überraschend offen mit ihm. Ein Gespräch, dass ihn wieder erdete und seine Liebe nur einmal mehr bewies. Keine Frage. Mit Elena hatte er mit weitem Abstand seine beste Freundin, die nur nebenbei eben auch seine Mama war.

Seine Mama war das Eine. Aber die Tiere, die er bei solchen Besuchen immer wieder bewunderte und versorgte waren das Andere und bester Grund, immer weiter zu machen. Seinen Job im Studio nahm er ernst. Machte ihn gewissenhaft, aber die Mädels dort waren für ihn nur Fakten. Tatsachen, die eben dazu gehörten, für sein Leben aber einfach nicht in Frage kamen. Sie waren Motive. Nicht mehr. Auch Andrea und Reiner änderten daran nichts. Ihr Verhältnis war gut, aber nicht mehr und so kam es, wie jeder Student sich das erhoffte.

Deutlich schneller, als normal war auch Julius irgendwann mal fertig und schaffte seine Scheine. Seine Doktor Arbeit machte er mit Hintergrund seiner Wildtierarbeit und der Wiederbelebung bedrohter Tierarten. Julius war nur froh, als er es endlich geschafft hatte. Als wäre es ein Zeichen von oben gewesen, war sein letzter Dreh, bevor er seine Chefs informierte mit dieser Lea als Hauptdarstellerin.

Sie hatte sehr viel von ihrer Unschuld verloren. Weder diese jugendliche Unschuld in den Augen, noch diese eingeschüchterten Bewegungen waren noch vorhanden. Nein, hier stand ein echter Profi, mit wirklich lieblichem und mädchenhaftem Gesicht, dass Heute ihren ersten Gang Bang drehen würde. Zu diesem Zweck waren diverse eindeutigen Einrichtungen aufgebaut. Eine runde und riesige Liegefläche, ein Gynäkologie Stuhl und eine Bank waren hier bereit gestellt. Die Einrichtung sollte eindeutig nur praktisch sein. Auch ein Drehbuch gab es kaum, lediglich eine grobe Reihenfolge der Handlungen wurde festgelegt.

Lea kam in die Maske und wurde dort vorbereitet. Wie immer filmte Julius schon von Anfang an. Er filmte diesmal sogar, wie sie duschte und sich den Hintern spülte, wobei sie ihn fragte:

"He Julius, wie siehts heute aus mit dir? Willst du mich nicht heute auch mal ficken? Das wird doch sicher auch für dich heute mal echt geil, oder nicht?"

"Süße, das müssen wir mal abwarten. Ich habe aber sicher heute sehr viel Arbeit bei deinem Programm!"

Julius erinnerte sich noch so gut an diese Maus, als sie das erste Mal hier angekommen war. Sie hatte ihn nicht nur angemacht, sondern auch noch so sehr berührt. Sie war eigentlich genau so ein Mädchen, von dem ein Julius nur träumen konnte, wobei sie aber auch immer ein Stadtmensch war, was ihm dann wieder einen gewissen Dämpfer verpasste. Er wusste ganz genau, welche Art Frau er wollte. Da war die richtige Optik nur ein Haken auf einer riesigen Liste.

Mit Ankunft am Set war dann keine Zeit mehr für dumme Gedanken und ein Blick in das Gesicht von Lea zeigte dementsprechend ein deutliches Entsetzen. Wenn sie sich da mal nicht zu viel vorgenommen hatte, denn hier traf sie nun auf insgesamt zwölf nackte Männer, die alle lachten, witzelten und sich ihre schon teilweise erregten Degen pflegten.

Lea sammelte sich schnell und schaltete direkt wieder auf Profi zurück. In wunderbaren Dessous aus schwarzer Spitze trat sie in die Mitte der Versammlung und ließ sich nicht nur gierig bestaunen, sondern drehte sich in einem Kreis, dabei auch ihrerseits diese Herren mal betrachtend. Lea hatte eine Büsten Hebe, Strapse, einen String und Strümpfe an. Sie stand dabei in roten verboten hohen Pumps. Julius filmte sie so aus allen Perspektiven und hielt genau fest, als Reiner nun das Go gab.

Nun drängten sich alle Kerle sehr schnell um diese junge und hübsche Maus. Sie ließen den Blick für die Kamera frei und packten alle so gut zu, wie sie die Kleine erreichen konnten. Diese stand dort und streckte ihre Arme nach oben, um mit geschlossenen Augen den Moment abzuwarten. Dann ging sie auf die Knie und begann, wie eben ein Profi, die männlichen Schwänze zu bearbeiten.

Julius war wieder mit diversen Kameras im Einsatz, hielt alles fest und auch diesmal verewigte er wieder, wie auch Andrea ihren Job machte. Heute waren offensichtlich auch einige nicht Profis mit von der Partie. Julius wusste schon länger, dass es Männer gab, die sich für solche Drehtage zur Teilnahme einkauften. Sicher merkte man das, aber die Masse an Männern machte es eher bedeutungslos.

Als die Aktion endlich startete und Lea den ersten Stecher auf Knien von hinten empfing, merkte man sowieso nicht mehr viel vom Randgeschehen. Reiner war einer der Stecher, Andrea ließ sich auch jetzt immer mal wieder ficken und Lea spulte das komplette Programm ab. Sie bekam in diversen Stellungen und Konstellationen alle Löcher gefüllt. Sie wurde abgefüllt und bespritzt. Sicher später spektakulär anzusehen, aber Julius vögelte die Kleine nicht mehr.

Fast zwei Stunden Aktion zerrten nicht nur an den diversen Konditionen, sondern erschöpften auch die diversen Speichermedien. Darsteller, die beim Vögeln selbst mal eine Kamera halten mussten, Julius, der mal unter den Darstellern lag und im Umfeld herum wuselte, wie eine Feder im Wind. Material hatten sie weiß Gott genug.

An diesem Abend, als Julius die Dateien sicherte und auf dem Server ablegte machte er dann das Fass zu und ließ die Bombe platzen, als er zu seinen Chefs sagte:

"So ihr Lieben, dass war es dann wohl. Wir hatten ja schon darüber geredet und ich bin euch wirklich dankbar, aber Morgen kommt meine Mama mit unserem Transporter. Morgen wird mein Zimmer in der WG geräumt und ich komme endlich wieder nach Hause!"

"Das meinst du jetzt nicht ernst, oder? Wir dachten, du hättest es dir noch mal anders überlegt. Du hast doch heute auch noch wieder gedreht. Eigentlich hattest du doch schon Urlaub und so dachten wir, du würdest doch bleiben!"

Sichtlich erstaunt antwortete Julius:

"Ne ihr Zwei. Ich wollte euch nur nicht hängen lassen, solange ich noch hier bin. Zuhause wartet schon die Arbeit auf mich und jetzt muss es einfach mal ein Ende haben. Ehrlichgesagt bin ich froh, endlich wieder aus diesem Großstadtmief raus zu kommen. Es war schön bei euch und ich bin euch wirklich dankbar!"

Nein, dieses Ende wurde hier nicht gut aufgenommen und Julius nutzte schließlich auch wesentlich das Chaos aus, dass Leas Erscheinen ausgelöst hatte. Sie schien sichtlich überrascht und geschockt. Dachte offensichtlich, bei Julius einen gewissen Stand zu haben. Aber nein. Recht schnell war er dann auch weg hier und hatte sich von einer Erfahrung verabschiedet, die er nicht so sehr vermissen würde.

Auch Julius hatte immer mal wieder einen Porno gesehen und wie jeder Mann auch seinen Spaß damit. Je nach Programm und Darstellerin war das mal schön und mal blöd zu sehen, wie eben für jeden anderen Mann auch. Diese Erfahrung aber, wie diese gemacht wurden und wie es nun eben wirklich war, waren der Spaßkiller schlecht hin. Nichts, was er wirklich lustig gefunden hatte.

Als seine Mama am nächsten Tag bei ihm vorfuhr war alles vergessen. Mama war da und mit ihr zwei Freunde, die helfen wollten. Mit diesem Tag begann es nun endlich. Dieses lange ersehnte Leben und es begann mit reichlich Schwung.

Es war Sommer. Mama war da. Es war heiß und sie erst recht und so war schon der erste Tag danach der Tag, der ihm die Zukunft wieder schmackhaft machte und die Zeit in Berlin leicht vergessen ließ.

Mama war nämlich original wieder Mama, als sie in dieser Studenten WG nur bedingt vertraulich einen der Helfer angelte und diesen hell lachend in eine Ecke zerrte. Julius hatte seine Mama schon verdammt oft beim Ficken gesehen und das war auch immer normal. In Zelten eben auch kaum anders machbar. Seine Mama aber jetzt zu sehen, wie sie hell lachte, ausgelassen mit dem Kerl spielte und sich schließlich, nach nur mäßiger Handarbeit von dem Burschen ficken ließ, erdete den Julius schon sehr direkt. Es gab ihn eben doch noch. Den Sex, der einfach nur Spaß machen sollte.

Elena strahlte ihn danach an und gab ihm einen Kuss. Sie lachte und sagte ihm:

"Junge, das habe ich jetzt gebraucht!"

Julius lachte zurück und klatschte ihr mit der flachen Hand auf ihren Hintern als er sagte:

"Du Flittchen!"

Was sie wieder zum Lachen brachte und ihm die Antwort einbrachte:

"Hauptsache du unterstehst dich mich heimlich zu filmen!"

"Mama, du bist ein verboten heißer Feger. Sei dir besser nicht zu sicher!"

Es war ein Umzug mit unglaublich viel Gelächter und übelsten Witzen und Julius war schon jetzt sicher. Endlich... Endlich war er wieder zuhause!

Trotzdem war es eine harte Zeit, endlich wieder zuhause anzukommen. Sich wieder einzugewöhnen und wieder ein Gefühl für dieses ganz andere Leben zu bekommen war ein hartes Stück Arbeit. Julius bekam Urlaub und Elena genoss nur, dass sie endlich nicht mehr alleine war. Sicher hatten sie Angestellte, Patientenbesitzer und Besucher. Aber zuhause? Nach Feierabend jemanden zum Leben und Lieben? Endlich war sie wieder komplett.

Julius brauchte in seinem Leben und Rhythmus seine Zeit. Wofür er keine Sekunde brauchte waren seine Tiere. Viele waren neu gekommen. Viele waren alte Freunde. Sein erster Besuch bei seinen Wölfen und Bernd, dem Bären, war genug um ihn wieder zu erden und endlich war Berlin nur noch eine Erinnerung. Er verbrachte Stunden mit dieser Truppe. Hier war er nur noch glücklich. Er versorgte die Gäste, ganz so wie früher. Er pflegte die Gehege und fütterte.

Sie hatten einen neuen Uhu zu Gast und hier wechselte er Schiene und Verband an einem Flügel. Beobachter konnten nur staunen, wie er das hier machte. Der Schnabel eines Uhus war wirklich eine Waffe. Verdammt groß und übelst gefährlich. Julius hatte schon als Kind gelernt, wie er so einen Vogel beruhigte und mit ihm umging. Für ihn war das einfach ein Traum.

Ein Traum, der einfach so weiter ging, als er begann, seiner Mama bei deren Behandlungen zu beobachten, sie zu unterstützen und mit ihr zusammen die anfallenden Behandlungen zu erledigen. Mal in der Praxis, mal außer Haus. Sie verbrachten fast zwei Wochen mit ihrer gemeinsamen Arbeit, obwohl Julius doch eigentlich noch Urlaub hatte. Egal, Sie waren glücklich und bekamen kein einziges böses Wort zu Stande.

Genauso selbstverständlich begann Julius recht schnell, seine eigenen Patienten zu versorgen. Er übernahm seinen Teil. Zusammen machten sie die anfallenden OPs. Julius war glücklich und Elena erst recht. Was fehlte, war eine private Zukunft, denn Julius hatte keinen Sinn für die Jagd nach einer tollen Begleiterin aufgebaut.

So verging eine lange Zeit und alles lief genau so, wie sie es geplant hatten. Erst mit dem kommenden Sommer änderte sich wieder einiges, denn nun stand wieder die nächste Expedition an und damit das nächste Abenteuer. Mama Elena sprach ihn beim Abendbrot an:

"Süßer, was ist? Kommst du mit?"

"Wasn Püppchen? Wo willst du denn diesmal hin? Warum glaubst du, dass du dich ausgerechnet jetzt alleine verdrücken kannst?"

Mama lachte hell auf und ließ wieder mal sein Herz hüpfen. Er liebte dieses Glocken helle Lachen seiner Mama. Als kleiner Junge wollte er sie immer heiraten. Da wusste er noch nicht, dass man seine Mama nicht heiraten konnte. Sie jetzt ausgerechnet als fertiger Tierarzt alleine zu lassen wäre wohl eher ein schlechter Scherz gewesen. Er war einfach nur gespannt, was sie ihm verkünden würde und so hörte er:

"Na dann... Ziel ist wie ich dir schon erzählt habe in unserer Heimat. Ich habe mich freiwillig gemeldet und mache für ein EU-Projekt die Urlaubsvertretung. Weißt du noch? Über Tschechien, Polen, Slowenien und sogar Russland arbeiten wir mit vielen Nationen zusammen und erforschen die Wanderungen der Wölfe. Ich freue mich da total drauf, weil ja unsere super Politiker es wichtig finden, diese tollen Tiere gleich schon wieder abzuknallen, nur weil die auch leben müssen!"

Julius antwortete diesmal nicht ganz so lachend, wie normal, denn er wusste ganz genau was seine Mama meinte. So sagte er nur:

"Ja, das stimmt! Kaum haben wir mal wieder einen richtig tollen Jäger in der Natur, schon wird der wieder ausgerottet, weil sich keiner anpassen will und kann. Ne, du hast recht. Das ist aktuell sicher mal ein extrem wichtiges Projekt vor der Haustüre. Ich bin dabei!"

Die Abläufe waren wie üblich und schon bestens eingespielt. Die Vertretung trudelte ein und die Praxis wurde wieder übergeben. Diesmal sorgten mehrere freiwillige Schüler für die Versorgung der wilden Gäste und Mutter, mit Sohn machten sich auf den Weg, einen Mercedes Sprinter, als Camper umgebaut zu übernehmen. Dieser war eine wirklich tolle Kiste und man merkte gleich, dass dieses Projekt von mehreren Quellen mit ausreichend Geld versorgt wurde. Hier gab es nicht nur alles, was man zum Leben so brauchte, sondern auch diverse feste Installationen mit Monitoren Funk und hast du nicht gesehen.

Die Kiste war in militärisch Camouflage lackiert und hatte einige Werbung aufgedruckt. Den Beiden gefiel das Teil und Julius setzte sich gleich ans Steuer, um mit Automatik und Klima verwöhnt die geplanten Koordinaten anzusteuern. Grinsend sagte er zu seiner Mama:

"Mutti, das Ding hier klauen wir, wenn wir wieder nach Hause fahren. Das ist ja ein unglaublich cooles Teil!"

Weiter wusste er nichts zu sagen, denn den Blick zu seiner Mama rüber hätte er sich besser erspart. Diese saß in ihren Beifahrersitz gelümmelt und spielte an ihren nackten Füßen, die sie auf das Armaturenbrett gesetzt hatte. Ihre unglaublich schönen Beine und das hoch gerutschte Sommerkleid mit diesem viel zu großzügigen Ausschnitt machten ihm den Mund staub trocken. Er krächzte schon fast:

"Alte, wenn das so weiter geht, werde ich in Kürze mal Volltrunkenheit simulieren und dich doch noch besteigen!"

Die Alte sagte nichts. Sie grinste nur und ja... Schade dass sie Mama und Sohn waren.

So erreichten sie schon einen Tag später ihr Ziel und machten nach nur kurzer Nacht ihren ersten Ausflug. Die beteiligten Teams hatten mehrere Gruppen von Wölfen schon ausgemacht und markiert. Es gab insgesamt vierundzwanzig Rudel, die in ganz Europa beobachtet wurden. Zu diesem Zweck waren sie gefangen und betäubt worden und hatten alle Signalgeber bekommen, mit deren Hilfe sie zu orten waren. Jedes Rudel hatte seine eigene Kennung und unsere beiden Freiwilligen hatten ein festes und einziges Rudel zu beobachten.

Mit diesem Signal landeten sie im Spessart, ganz in der Nähe von Rothenbuch. Durch tiefsten Wald und Gestrüpp wanderten sie mit einem Empfänger in der Hand und suchten nach dem ersten Kontakt mit diesen ach so bösen Killern. Killer, die sie schließlich fanden und diese mit Ferngläsern im Dreck liegend beobachten konnten. Beide hatten sich schon vorher ordentlich im Dreck gewälzt und auf Deo verzichtet. Ein normaler Mensch hätte selbst bei Elena einen Schreck bekommen. Sie sahen so fast wie ein Landstreicher aus. Hätten sie nicht sündhaft teures Gerät bei sich gehabt.

Der aktuelle Lagerplatz des Rudels war ein sehr erhoffter Hammer. Hier konnten sie die Rudelmitglieder beobachten. Manche rauften sich und meckerten sich an. Andere pflegten und verwöhnten sich gegenseitig, oder dösten nur durch den Tag. Ein traumhafter Anblick waren sechs Welpen, die spielten und über die Erwachsenen tobten, kletterten und rauften. Sie knurrten und brummten. Bissen die Großen und raubten ihnen den letzten Nerv.

Die beiden Teilzeitforscher waren begeistert und strahlten sich immer wieder an. Ja... Das waren sie dann wohl endlich in Live und in freier Natur!

Die Tage hatten so schon klasse begonnen und pendelten sich mit recht entspannten Routinen ein. Mal im Wald beobachten und Proben sammeln um DNA zu sichern. Mal im Bus den Routen der Gruppe folgen und dann leider auch immer wieder Termine, die sie mit Förstern, Polizei und Anwohnern hatten. Ja. So Killer mussten eben auch leben und so rissen sie eben auch Beutetiere und das war ja der Hauptgrund, warum diese Arbeit so wichtig war. Von solchen Beutetieren wurden Proben genommen und in ein Labor geschickt. Dort wurde untersucht, ob es überhaupt ein Wolf war und wenn, von welchem Rudel, oder welches Tier es war.

Elena und Julius sahen diese Opfer natürlich auch nicht gerne. Sie fanden das auch nicht so toll, nur machten sie sich wirklich viel Arbeit, die Menschen eben auch nebenbei noch aufzuklären. Wie schützt man sich, Weidetiere und auch Haustiere? Wie geht man mit der Natur richtig um? Wie soll man sich grundsätzlich verhalten?

Die Zwei merkten schnell, dass man hier die meiste Arbeit zu leisten hatte, denn wir lieben Deutschen hatten wohl für wildes Leben die geringste Toleranz. Von allen Menschen, die ihnen so begegnet waren, waren wir wohl die, die selbst die wilde Natur nur als erweiterte Zivilisation sahen und keinen Sinn für Anpassung zeigten.

Die Nächte waren wie immer eine harte Prüfung. Waren sie nicht unterwegs und konnten mal schlafen, dann war es für Beide die Hölle. Oder Himmel? Es war sehr warm, aber dank ausreichender Lüftung nicht ganz so stickig. Entsprechend leicht waren sie auch bekleidet. Beide nur mit Unterhose und Shirt lagen sie hier zusammen in einem Bett und nicht selten drückte Julius seiner Mutter schon mal einen harten Ständer in die Figur. Sie hatten sich schon vor längerem angewöhnt, es sich in solchen Fällen einfach auch mal selbst zu machen.

So kam es regelmäßig vor, dass sie nebeneinander, oder gegenüber lagen und sich gegenseitig beobachteten, wenn sie es sich einfach mal wieder selbst besorgten. Naja, Sie waren beide nicht hässlich und nun mal erwachsen und gesund. Ach wenn sie nur nicht Mutter und Sohn gewesen wären...

Nach ein paar dieser Nächte rief Elena dann mal ein befreundetes anderes Beobachter Paar an und sagte denen lachend:

"Hallo Sabine, wie geht's euch? Ist dein Frank noch lieb?"

Die lachte nur und antwortete:

"He Elena, was soll ich sagen? Der ist grade draußen unterwegs und sammelt Scheiße ein. Mein Mann hat echt diskussionsfähige Hobbys!"

Klar wechselten die blöden Sprüche in der Verbindung die Empfänger, als Elena auf den Punkt kam:

"Wie siehts aus? Hast du Lust auf meinen Kleinen? Ich könnte mal deinen Schatz beschäftigen und du hättest wieder mal was Frisches?"

Lachen, Mädels sind gemein und so kam zurück:

"Oh ja, Lecker. Das machen wir!"

Frank war gar nicht gefragt worden. Der wunderte sich nur, als er zurück zu seinem Camper kam, dass dort ein Zweiter danebenstand. Trotzdem, sichtlich erfreut, drückte er Julius zur Begrüßung und tauschte mit Elena ein paar Küsschen aus. Viel Lachen und ihren Griff in seinen Schritt später wusste er aber schon gleich Bescheid:

"Heißt das, dass ihr diese Nacht tauschen wollt? Sehe ich das richtig?"

Elena zog ihn schon frech hinter sich her und sorgte für Lachen bei allen vieren, als sie sagte:

"Ach Süßer, doch nicht nur heut Nacht. Komm mit und tu mal was sinnvolles!"

Die Schiebetür flog zu und Elena und Frank ließen die Spiele beginnen. Auf der anderen Seite war Sabine auch nicht faul und schnappte sich den Julius und der wusste ganz genau, was jetzt gewünscht wurde.

Elena hatte nur ihr Sommerkleid fallen zu lassen und war direkt komplett nackt. Frank hatte Zeit für Hosen und Stiefel. Mehr gab es nicht, denn Elena war geil. Hier hatte der Herr zu spuren und wurde mit Händen an seinem Degen mal gleich in Position gebracht. Nur Augenblicke später kippte sie rückwärts auf die Matratze und Frank locker oben drüber. Sein Ding war drin und Elena recht laut und los konnte es gehen. Die Zwei kannten sich schon und hatten somit keine Probleme, den richtigen Schwung zu finden.

Julius hatte mit Sabine bisher noch nicht das Vergnügen gehabt und trotzdem ging es auch hier sehr schnell. Sabine und Elena kannten sich schon aus der Studienzeit, die sie gemeinsam verbracht hatten. Beide waren extrem hübsche Feger, wobei Sabine mit ihren blonden Locken und dem Pagenkopf ganz anders aussah. Sie hatte helle Haut, war ein klein bisschen voller und kleiner, aber ebenfalls extrem lecker. Naja, sie war auch mindestens genauso ein Biest wie Elena und hatte genau so wenig jemals etwas ausgelassen.

Dieser kleine Julius kam ihr als kleines Leckerchen, für zwischendurch, somit auch nur gerade recht. Seinen Kumpel auszupacken relativierte dann dieses Klein und entlockte ihr nur ein erfreutes:

"Huch. Da schau an...!"

Nichts was weiter ausgeführt wurde, denn hier schnappte sich Julius den bisher unbekannten Feger. Er drehte sie lachend um und drückte ihren Oberkörper auf die Matratze um ebenfalls schon direkt in die noch unbekannte Maus zu fahren. Sein beachtliches Teil war bei der Empfängerin gleich bestens beliebt und so blieb es für eine ganze Zeit bei diesem Arrangement. Sie tauschten nun oft und auch mal für einen Tag. So mischten sie sich auch mal für ihre Touren, wobei gerade der noch junge Julius auch den Wald nicht selten nutzte. Einmal hatten sie so sogar das Rudel mal verscheucht. Was die wohl gedacht haben mochten?

So war es lustig und sicher auch eine schöne Zeit, die aber auch immer wieder ihre Dämpfer bekommen hatte. Einer dieser Dämpfer war dann ein Termin, den Elena mit Julius nicht weit entfernt von Freudenberg absolvieren mussten. Hier musste dann auch Julius mal richtig schlucken, denn hier trafen sie auf Polizei, Forstamt, einen Tierarzt und eine Pferdehalterin, die herzzerreißend weinte.

Die Opfer waren diesmal eine Stute mit ihrem Fohlen und das war nichts für schwache Nerven. Selbst Elena musste weinen und so nahmen sie hier nicht nur Proben, sondern mussten trotz eigenem Schock auch noch die Menschen beruhigen. Es war weiß Gott kein schönes Bild nur mussten die Beiden eben schon wieder erkennen. Eine Koppel, praktisch ungesichert, mit elektrischen Bändern abgesperrt. Das wars. Mit Wölfen in der Nähe war das nun mal alles, nur keine sichere Haltung und so versuchten sie nur sehr vorsichtig auf die Fehler hinzuweisen.

So redeten die anwesenden Menschen vorsichtig und doch betroffen. Man sprach über Lösungen und Möglichkeiten. Hier etwas Gutes über Wölfe zu sagen fiel allen sichtlich schwer. Ohne dass Julius es groß gemerkt hatte, fand er sich aber schon bald mit der Pferdehalterin in seinen tröstenden Armen.

Ja. Scheiße... Wie sollte man in einer solchen Situation reagieren?

Julius fand seinen Weg und sagte, die kleine Frau streichelnd:

"Es tut mir so leid, was euch hier passiert ist, aber ich muss dich bitten, die Wölfe nicht ganz so sehr zu hassen. Weißt du? Unsere Welt ist eben nicht immer so schön. Wenn du dich wieder etwas im Griff hast, würde ich dich bitten, einfach mal mit mir mit zu kommen. Ich würde sie dir gerne mal zeigen und ja. Vielleicht verstehst du dann die andere Seite auch etwas besser. Das hier ist die Hölle. Keine Frage. Aber diese Wölfe sind nun mal auch nicht böse!"

Dass die junge Frau das nicht gut aufnahm ist sicher klar und so war es auch kein Wunder, dass sie anfangs sogar Wut empfand. Elena blieb dabei etwas im Hintergrund und sagte nur:

"Komm mit. Das hilft dir sicher bei deiner Trauer!"

Blöde Worte und miese Situation und doch bekam Julius am nächsten Tag eine WhatsApp Nachricht und holte die stark verheulte Maus bei ihr zuhause ab.

Vivian war eine recht junge Frau, die am Vortag zwei wirklich nicht billige und tolle Pferde verloren hatte. Wer solche Tiere hält, entwickelt nun mal emotional tiefe Bindungen und somit ist ein solcher Schmerz nun mal schwer auszuhalten. Vivian konnte in der letzten Nacht nicht schlafen und hatte sehr viel nachgedacht. Sie hatte entschieden, diese Monster mal sehen zu wollen und eigentlich war sie nicht mal sicher, ob diese Biester das überleben sollten. Sie hasste Wölfe aus ganzem Herzen und das wohl auch zu Recht.

Als Julius sie abholte machte Elena freundlich, aber vorsichtig lächelnd die Schiebetüre auf und so sammelten sie die Frau eben auf der Straße ein. Was sie einsammelten war lecker. Wirklich lecker und so sah man eine Frau von Anfang Zwanzig mit braunen Haaren zum Pferdeschwanz gebunden. Sie hatte Jeans und Wanderschuhe an und trug eine leichte Jacke über einem lockeren AC/DC T-Shirt. Sie war schlank und lecker gebaut, optisch eben einfach nur lecker. Normal, aber lecker und eigentlich wirklich süß. Nichts, was Julius in Berlin im Studio gesehen hätte, aber he. Eindeutig was zum Heiraten.

So wurde es anfangs ein verklemmter und sehr ruhiger Ausflug, den die Neue im Bunde aber sehr gut mitging. Selbst das Dreck auftragen, um die eigenen Gerüche zu maskieren machte sie ohne Gezicke mit und so stapften sie los, ins dichte Unterholz. Es war schon ein Marsch, der einiges abverlangte und bei dem kein einziges Wort gewechselt wurde. Ein Marsch, bei dem sich Vivian aber doch sehr wunderte. Sie beobachtete diese zwei komischen Leute und dachte nach:

"Was sind das bloß für Vögel? Sind die ein Paar? Haben die was Schräges vor? Dauert das hier noch lange? Ist schon anstrengend!"

Gedanken, die sie schnell vergaß, als sie von Elena ein Zeichen bekam und sah, wie die Beiden leise in die Hocke gingen. Sie sah zu, wie die sich vorsichtig noch etwas nach vorne bewegten und passte sich sehr gut an. Dann bekam sie ein Fernglas und sah das erste Mal in ihrem Leben diese Mörder. Diese Killer und Ursache für all ihren Schmerz!

Sie blieb ganz ruhig und sah zwischen den beiden Forschern liegend durch ihr Fernglas auf eine Gruppe von acht erwachsenen Wölfen, mit ihren sechs Welpen und verdammt. Die Großen beschäftigten sich mit sich und den Anderen. Zwei große spielten mit ihren Jungen und verdammt. Ihr wollte nicht mehr einfallen, wie sie diese Killer denn nun töten wollte. Vivian weinte und war verzweifelt. Die Bilder berührten ihr Herz und ließen sie staunen und doch... Ihr Schmerz saß tief und sie wusste nicht mehr, was sie denken sollte. Wieder war es Julius, der sie sanft tröstete.

Das Leben ist Scheiße...!

Sie ließen sich hier sehr viel Zeit und erst als alle ihr Signal gegeben hatten, zogen sie sich vorsichtig wieder zurück. Zurück zum Camper, was anfangs wieder sehr still und nachdenklich verlief. Bis Vivian schließlich sagte:

"Ihr hattet recht. Es hat mir gutgetan, dass mal zu sehen, aber was soll ich denn jetzt machen?"

Elena hatte die erste Antwort, als sie sagte:

"Weißt du? Die Natur hat nicht viel Humor, was unser ziviles Leben angeht. Hier draußen gilt eben immer noch Fressen, oder gefressen werden. Wer schwach ist, der stirbt. Ein Wolf hat nun mal keinen Aldi Markt und selbst da muss ja das Fleisch irgendwo herkommen. Wir Menschen reagieren immer so, dass wir solche Jäger jagen und ausrotten. Statt unsere Tiere eben angemessen zu sichern und zu schützen töten wir dann eben lieber andere Wesen, die auch nur leben wollen.

Es hat auch bei uns tierisch gesessen, deine Zwei so zu sehen. Ich will gar nicht daran denken, was ich erst fühlen würde, wenn ich in deiner Haut stecken würde. Aber was sollen wir machen? Jetzt kommen die Wölfe nach so langer Zeit wieder zu uns zurück. Zuhause haben wir auch ein kleines Rudel. Wir haben einen Bären, zwei Luchse. Greifvögel. Alle wollen leben und du glaubst nicht, wie toll solche Tiere sind.

Alle ausrotten, weil sie jagen müssen um zu überleben?"

Vivian sah die Zwei mit großen Augen staunend an und fragte nach:

"Ihr habt zuhause wilde Tiere? Wie das? Habt ihr einen Zoo, oder was?"

Und so wurden es nun lange und gute Gespräche, die den Schmerz nicht heilen konnten, aber wenigstens etwas ablenkten. Fassungslos ließ sich Vivian von den Beiden erzählen, was die so machten und wer sie waren. Sie redeten viel über eben diese Wölfe und so waren Vivians Eltern sicher noch am meisten überrascht, als sie ihre Tochter am Abend am Abendbrot Tisch erlebten.

Vivian zeigte ihnen nun Bilder auf ihrem Handy. Sie erzählte und teilte ihr Leid, aber auch ihre Gedanken. Nichts, aber auch gar nichts ließ sich hier schönreden. Die Natur war eben nicht einfach nur schwarz oder weiß. Die Natur konnte schon unglaublich grausam sein und deren Killer hatten eben auch schon mal richtig süße und große Knopfaugen mit wuscheligen und wunderschönen Ohren.

Für den Rest ihrer Expedition nahmen Elena und Julian die liebe Vivian noch öfter mit und so gewöhnten sie sich aneinander. Als einer der Welpen von einem Auto angefahren wurde, bekamen sie einen Anruf von der Polizei und brachen ein gemütliches Grillen bei Vivians Eltern ab. Auf einer Landstraße, in Mitten eines Waldes kamen sie hier an eine Stelle, die mit Blaulicht, diversen gelben Blinklichtern, und einigen grellen Scheinwerfern ausgeleuchtet wurde.

Diesmal stiegen drei Menschen aus diesem Bus und kamen die Umgebung absuchend auf die Unfallstelle zu. Sogar Vivian wusste nun, dass sie aus dem Unterholz intensiv beobachtet wurden. Als sie den kleinen Mann, dort im Straßengraben liegen sahen, weinten sie alle Drei. So ein schönes und junges Tier und ein Autofahrer, der nur über seine beschädigte Stoßstange schimpfte. Der Kleine lebte noch und so bekam nun Vivian ein paar Handschuhe und hob den Zwerg in ihre Arme. Zusammen stabilisierten sie ihn und legten ihn auf eine bereit gelegte Decke.

Sichern, ärztlich versorgen und fassungslos staunende Beobachter ignorierend ging es jetzt nur noch um ein kleines und wildes Leben. Als der Kleine stabil war, waren auch schon die anderen wichtigen Angelegenheiten geregelt und Vivian fand sich auf dem Boden neben dem Welpen kauernd, im Bus auf dem Weg zu Elena in die Praxis. Hier wurde der Floh noch in der Nacht operiert und sogar Vivian wurde mit eingespannt. Während die zwei Ärzte den Kleinen operierten, machte Vivian die OP-Schwester und dachte mal überhaupt nicht mehr an ihre eigenen Opfer.

Sie streichelte diesem Zwerg gedankenverloren über die Schnauze und die Ohren und wusste nicht, was sie denken sollte. Nur dass der hier verdammt süß war, dass ging ihr einfach nicht aus dem Kopf. So wurde es eine lange und harte Nacht. Der Patient kam in einen speziellen Käfig. Vivian kam ins Gästezimmer und Elena musste mit Julius im Bus schlafen, weil deren Zimmer noch belegt waren.

Der nächste Morgen war dann etwas stressig und von Wundern geprägt. Die Urlaubsvertretung war überrascht, aber erfreut. Julius versorgte den Patienten und wechselte Infusionen. Elena deckte mit Vivian den Tisch und schließlich trafen sich alle am Frühstückstisch. Bis dahin noch verarbeitend, kam danach eine Vivian aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Locker und in sympathischer Runde saß man hier zusammen. Schließlich räumten sie gemeinsam ab und jeder ging an seine Arbeit. Jetzt nahm Julius den Gast mit sich auf die Tour und ab da war Vivian sichtlich fassungslos. Helfer und Aushilfen versorgten die wilden Tiere durch geeignete Klappen und Einrichtungen. Julius machte das schon seit er Kind war ganz anders.

Er nahm Vivian mit und instruierte sie, wie sie sich zu verhalten hatte. Jetzt streichelte sie einen Braunbären, der begeistert ihre mitgebrachten Äpfel annahm. Sie streichelte Wölfe und vergas schon fast ihre Opfer. Mit Tränen in den Augen musste sie erkennen, wie sehr die gerade Julius liebten. Sie verfütterte aufgetaute Hühner Küken an Greifvögel und wusste nicht ob sie sich ekeln, oder staunen sollte?

Julius zeigte ihr zwei junge Füchse, die auf einer wild gewachsenen Wiese spielten und durch das hohe Gras hüpften, wie die Kängurus. Sie konnte sich nicht beherrschen und musste über deren Quatsch einfach nur lachen. Wie unglaublich faszinierend diese Welt doch war.

Was für eine bescheuerte Welt!

Zusammen machten sie ein Gehege sauber, wo sie diverse Tiere erspähte, die in Bäumen und Gebüschen kauerten. Komisch war, dass dieses Gehege gar keinen Zaun in Richtung Wald hatte. Hier lag sogar ein Rotluchs, der sie ganz genau beobachtete. Fragend sah sie Julius an, der ihr erklärte:

"Das sind Patienten, die wieder fit genug sind und wieder in die Freiheit können. Wir setzen sie hier aus. Ab hier ziehen sie wieder los, aber einige kommen lieber immer wieder zurück. Gerade der Luchs hier ist schon was ganz Besonderes. Sie sind unglaublich scheu und vorsichtig. In der Natur gibt es nur eine Hand voll Menschen, die überhaupt mal einen gesehen haben. Oft denken die Leute, dass es sie in ihrer Gegend gar nicht gibt. Der hier findet es aber anscheinend bei uns gemütlich und sicher. Keine Ahnung, ob der irgendwann mal wegbleibt!"

Auf verschiedenen Koppeln sah sie Pferde stehen. Eine Mutterstute stand dort mit Verbänden und einer Decke mit ihrem Fohlen, was sie wieder an ihren eigenen Verlust erinnerte. Es gab hier Boxen mit verschiedensten Tieren und überall heilten die verschiedensten Patienten von ihren Krankheiten, oder eben Verletzungen.

Es war spannend und aufregend, aber es änderte sich so einiges. Vivian arbeitete als Sachbearbeiterin für eine Versicherung und machte das Meiste von zuhause aus im Homeoffice. Aktuell hatte sie wegen ihrer Pferde noch Urlaub genommen und hatte somit etwas Zeit. Hier erlebte sie somit verhältnismäßig unbeschwert ein völlig neues Leben, aber sie erlebte auch Julius und Julius erlebte Vivian. Unbewusst hing sie sich bei ihm an und begleitete ihn auf Schritt und Tritt. Sie machten zusammen und redeten sehr viel. Sie versorgten die Tiere und kümmerten sich um die Patienten. Aber nebenbei entwickelten sie auch einige Gefühle.

Der kleine Wolf blieb in der Klinik, aber Elena, Vivian und Julius brachten ihre Expedition zu Ende. Vivian kam wieder nach Hause und arbeitete wieder ganz normal. Die Zwei verrückten hatten noch eine gute Woche, in der sie auch wieder Sabine und Frank trafen. Immer wieder kam Vivian ins Spiel, was auch nach Ende der Wolfstour weiter so blieb.

Schließlich kam der Tag, an dem sie versuchen wollten dieses Wolfs Baby wieder seiner Familie anzuvertrauen. Es war ein gewaltiges Risiko. Für Vivian war es nicht nur ein sehr komisches Gefühl, sondern auch ein gewaltiges Chaos in ihrem Kopf. Diese Killer hatten ihre Pferde, ihr Fohlen getötet. Sicher bekam sie eine finanzielle Entschädigung, nur wer entschädigte das Herz? Wer entschädigte den Schmerz? Und doch saß sie jetzt hier, in diesem Toyota Land Cruiser auf der Rückbank und streichelte den schlafenden kleinen Wolf neben ihr. Gott, was war das ein süßes Kerlchen. Gott, was war das ein schönes Gefühl diesen Killer zu streicheln.

Sie hasste es, aber immer mehr war sie zu der Überzeugung gekommen, dass sie nie hätte ihre Pferde, in der Nacht, so alleine und ungeschützt auf der Koppel lassen dürfen. Ihr innerer Schweinehund sagte ihr ständig, dass sie ihre eigene Aufsichtspflicht vernachlässigt hatte und somit selbst schuld war und sie hasste es. Was für ein übler Gedanke und der Kleine hier neben ihr war so dermaßen süß.

Ach Scheiße...

Aktuell machte sie sich beim Streicheln die Gedanken, die sie so im Leben nie erwartet hatte. Sie trafen sich wieder mit Sabine und Frank und alle zusammen bereiteten sich auf ein extrem gefährliches Experiment vor. So gefährlich, dass Vivian furchtbar erschrak, als sie Julius sah, wie er ein Gewehr aus dem Auto nahm. Ein Tierarzt mit einem Jagdgewehr? Irgendwie war das ein schockierendes Bild und Julius gab keine so richtigen Antworten auf ihre Fragen. Überhaupt waren alle so furchtbar still und verbissen. Richtig angespannt.

Als sie endlich erfahren und begriffen hatte, dass diese Aktion nur für den kleinen Mann lebensgefährlich sein konnte und sich alle einfach nur Sorgen machten, waren sie auch schon wieder auf dem Weg ins Unterholz. So näherten sich zwei Mann, Julius und Frank, mit dem kleinen Mann die letzten möglichen Meter an den aktuellen Aufenthaltsbereich des Rudels an und ließen sich von den drei Frauen nur noch aus sicherer Entfernung beobachten. Julius hatte sein Gewehr auf dem Rücken und zusammen mit Frank gab er dem Kleinen ein Gegenmittel zur aktuellen Betäubung.

Der Wind stand gut und so kam er aus der Richtung des Rudels. Hier, in sicherer Entfernung ließen sie den Kleinen nun zurück und zogen sich nun auch selbst wieder in eine sichere Beobachtungsposition zurück. Die Mädels beobachteten durch Ferngläser, wie Julius vorsichtig sein Gewehr aufnahm und fertig lud. Vivian war total erschrocken und sichtlich geschockt, nur erklärte es ihr aktuell keiner, weil man eben ganz leise sein musste. Frank nutzte nun auch sein Fernglas und so konnten nach einiger Zeit alle Fünf beobachten, wie der Kleine langsam aufwachte.

Der Zwerg meckerte und knurrte. Er versuchte sich aufzurichten und wackelte doch immer wieder sehr stark von links nach rechts. Als er bereits eine Zeit lang gemeckert hatte, ließ er sich sichtlich motzig auf seinen Hintern fallen und hielt nun endlich mal die Nase in den Wind. Das war der Moment, auf den alle gewartet hatten, denn jetzt hatte er sein Rudel gewittert. Jeder konnte genau den Moment sehen, in dem er seine Familie erkannte, denn ab jetzt veränderte er seine ganze Körpersprache.

Schlagartig sprang er auf, versteifte sich und machte mit lautem Heulen, und Meckern auf sich aufmerksam. Schlagartig versuchte er aufzustehen und zu laufen. Jetzt wollte er nur noch in die eine richtige Richtung. Virginia beobachtete dieses Schauspiel gebannt und konnte nicht ahnen, dass dieses Gewehr genau für diesen Moment bestimmt war. Der Kleine nahm Fahrt auf, seine Motivation trieb ihn Vorwärts und mit all seinem Krach wurde das Rudel nun auf ihn Aufmerksam.

Schlagartig waren dort Alle bei der Sache und so dauerte es nur ein paar Wimpernschläge und alle Wölfe stürmten auf den kleinen Mann zu. Dieser winselte und jaulte und schien schon fast zu sprechen. Als sich die Meute getroffen hatte, ließ er sich auf den Rücken fallen und versuchte seine Begeisterung zu zeigen. Die Erwachsenen aber waren extrem misstrauisch und zeigten fast schon Ablehnung. Sie kannten diesen Kerl. Sie kannten sein Rufen. Sie kannten seine Optik, aber er roch ganz komisch. Der kleine Mann roch total falsch.

Es waren seine fünf Geschwister, die die Sache retteten und auf ihren kleinen Bruder zustürmten um ihn direkt in ein cooles Gefecht zu verwickeln. Es war seine Mama, die entschied, dass er eben irgendwo komisch unterwegs war und begann den Kleinen abzulecken. Die Mädels konnten sehen, wie vor ihnen zwei Männer sich gegenseitig abklatschten. Alle beobachten das Schauspiel noch einen Moment und erst dann zogen sich alle ganz vorsichtig zurück.

Vivian war noch unsicher. War es das jetzt? War es gut gegangen? Sie sah auch nur in vier übelst grinsende Gesichter. Reden taten sie alle noch nicht. Also ja, oder? Das war doch jetzt gut, oder nicht? Kaum in der Nähe der Busse blieb Julius schließlich stehen, sah seine Freunde grinsend an und stieß einen echten Jubelschrei aus, als er jubelnd abließ:

"Alter Walter... Habt ihr das gesehen? Das kann doch gar nicht wahr sein! Wie hoch waren die Chancen? Leute, wir haben echt gewonnen! Ich fasse es nicht!"

Jubelnd nahmen sich diese Tierschützer gegenseitig in die Arme und Virginia stand da, wie ein begossener Pudel. Blödes Gesicht, geknuddelt, ohne genau zu verstehen, warum? Mensch, was gingen die ihr gerade auf die Nerven, als sie meckerte:

"Ihr geht mir ganz schön auf die Nerven, ihr Vögel! Woher wisst ihr denn, dass dieses Rudel den Kleinen wieder aufgenommen hat und warum habt ihr ein Gewehr mit? Auf wen wolltet ihr den schießen? Warum haben Tierschützer ein Gewehr bei sich? Ist das überhaupt legal?"

Alle lachten sie nur aus, aber Elena nahm die Maus noch mal in den Arm, als sie sagte:

"Die Mama hat ihren Sohn wieder willkommen geheißen. Damit ist er im Rudel wieder sicher, denn die Mama ist die Alpha!"

Nicht viel Schlauer meckerte Vivian hinterher:

"Wie Alpha? Was heißt das? Und was ist mit diesem Gewehr hier? Das ist doch ein richtiges Jagdgewehr!"

Julius hatte sich gerade erst wieder gefangen und erklärte, immer noch strahlend:

"Bei Wölfen hat die Leitwölfin die Hosen an und die nennen wir Alpha. Das Gewehr hatte ich für den Notfall mit. Hätte das Rudel den Zwerg nicht wieder akzeptiert, was sehr wahrscheinlich war, hätte ich die Truppe mit einem, oder mehreren Warnschüssen vertrieben, um den Welpen zu retten.

Ich habe einen Jagdschein und somit auch den Waffenschein dazu. Beruhige dich, ist also alles legal!"

Das vernahm Vivian nun auch nicht gerade mit mehr Fassung und so fragte sie noch mal weiter:

"Wieso hast du als Tierarzt einen Jagdschein?"

"Na weil man um Greifvögel halten zu dürfen einen Jagdschein braucht und bei unseren Expeditionen eine Waffe immer mal wieder sinnvoll war! Den habe ich schon mit Achtzehn gemacht!"

Eindeutig zu viel Information, die statt zu klären für noch mehr Verwirrung gesorgt hatte. Egal. So ging das Leben weiter und das Leben nahm seinen Lauf. Vivian kam auch weiterhin und fast regelmäßig zu diesen Freaks und genoss diese Aufenthalte auch weiter sehr. Was sich nicht weiter entwickelte, war ihr persönliches Verhältnis zu Julius. Sie mochten sich unglaublich und genossen ihre gemeinsame Zeit. Nur sprang der Funke einfach nicht weiter und enge Gefühle, eventuell sogar Sex blieben aus.

Das kam dann anders und sowas glaubt einem keiner.

Ein ganzes Jahr war vergangen und Julius hatte in der Praxis schon eine richtige Fangemeinde aufgebaut. Vierbeinige Patienten liebten ihn. Besitzer mochten ihn und Elena genoss diese Zeit, als wären sie das frisch verliebte Paar. Je nach Auslastung betreuten sie zusammen, oder getrennt. Wenn Julius Patienten übernahm, war das überhaupt kein Problem, denn die Patienten und Kunden kannten ihn schon lange.

Wusste einer nicht weiter, berieten sie zusammen und unterstützten sich auch vor den Tierhaltern. So kam auch nie die Frage auf, wer denn nun welches Tier behandelte, denn das machten sie zusammen oder im Wechsel. Grad wie es kam.

So kam der nächste Sommer, auf den sie sich schon lange vorbereitet hatten und dieser wurde wieder spannender. Sie wurden gefragt und hatten zugesagt einer internationalen Gruppe auszuhelfen und hatten ein Ziel, dass auch ein aktueller US-Präsident auf seinem Schirm hatte.

Grönland! Die größte Insel der Erde und mal eben drei Mal so groß, wie die aktuelle Bundesrepublik Deutschland. Hier galt es, eine aktuelle Nachhilfe für die dort heimische Eisbär Population zu bewältigen. Aufgrund von Klimaerwärmung gab es nämlich im Kaiser Franz Josef Fjord eine erhebliche Überlastung und diese sollte mehr zur Qaanaaq Bucht im Nordosten der Insel umgesiedelt werden, wo noch etwas mehr Luft herrschte.

Das war wieder eine dieser Aktionen, die die beiden Tierärzte mal so richtig in wallende Gefühle versetzte, denn das war nun ein eventuell etwas gefährlicherer Auftrag. Zumal sie es hier mit dem größten Landraubtier der Erde zu tun bekommen würden und dieses nun mal nur Fleisch fraß und selbst einen Grizzly zahm aussehen ließ.

Entsprechend waren sie auch aufgeregt, als sie endlich auf der Insel ankamen. Sie wurden freundlich empfangen und fühlten sich sichtlich wohl. Wenn man überlegte, wo sie hier auf der Landkarte gelandet waren, war es sogar angenehm mild. Naja, das nördlichste Festland? Hallo?

Julius hatte aufgrund dieser Tour schon eine ganze Zeit lang die Debatten über des Präsidenten dummen Pläne verfolgt und jetzt fragte er sich noch mehr:

"Okay, die Insel lag näher an den USA, als an Dänemark, aber Dänemark musste jedes Jahr unglaublich viel Geld auf die Insel pumpen, denn hier gab es fast nichts, außer Fischfang. Hallo? Nebenbei war es trotzdem ein unabhängiges Inselvolk und das wollte schon ewig die Unabhängigkeit??? Ach ja... Egal, das war hier eh nicht wichtig! Welcher Eisbär interessierte sich schon für Politik?"

Wichtig war, dass die Truppe hier unglaublich klasse war. Man verständigte sich auf Englisch und war sich direkt sympathisch. Mit gut zwanzig Mann stiegen sie in einen anderen Flieger um und so ging die Reise nun weiter in den hohen Norden. Es war noch mal ein verdammt nerviger Flug. Laut, ruppig und viel länger, als erwartet.

Als sie ankamen, war es schon deutlich kälter. Ohne Jacke lief hier auch im Sommer nichts. Die Unterkünfte waren kleine und niedrige Häuser aus Stein, die mit Gasheizungen gut warmgehalten wurden. Es war nicht pompös, aber man konnte es hier gut aushalten und so ging es dann am nächsten Tag schon los. In der Nacht war Elena zu ihm unter die Decke gekrabbelt, weil ihr kalt war und sie nicht alleine schlafen wollte. Ihm war es recht und er dachte nur wieder:

"Scheiße. Die Mama ist schon eine Rakete!"

Sie verbrachten Tage mit Quads und Anhängern. Viel Laufen und auf Booten. Mit Drohnen und Hubschraubern wurde gesucht und die Standorte der Bären kartiert. Die Planung machten die Spezialisten und Julius fand sich auf einem umfunktionierten Fischerboot wieder, mit dem seine aktuelle Gruppe die Küste absuchte.

Sie ließen gerade ihr Boot in einer kleinen Bucht in den Wellen treiben, um mehrere Exemplare zu beobachten, als eine junge Kollegin ihn auf zwei Tiere hinter ihnen hinwies. Nicht mehr als ein Felsen ragte hier aus dem Wasser und darauf kletterte gerade eine Bärenmama mit ihrem Jungen. Das für sich wäre süß gewesen, wenn da nicht ein Orka auf seine Chance gelauert hätte.

So beobachteten sie, wie Mama den letzten Abschnitt durchschwimmen wollte, um von diesem Felsen auf das Festland zu kommen und jetzt kam Hektik auf. Alle wurden nun von diesem Schauspiel abgelenkt und sahen, wie Mama ihr Junges vor sich hertrieb und sich um Schutz vor dem Waal bemühte.

Mama selbst war ein Gegner, den sich auch ein Killerwahl noch mal überlegte, wenn auch Mama keine Chance gehabt hätte. Ihr Baby aber war ein feines Leckerchen und so beobachtete man nun ein echtes Drama, was man in unserer Welt nun mal viel zu oft sieht. Tierschützer haben dann immer ein Problem, denn sicher ist das Baby süß und man will sowas nicht sehen, doch auch ein Orka muss ja von irgendwas leben. Spektakulär wurde es, als die Mama bemerkte, dass es eng werden würde und sie es eventuell nicht schaffen würde und entschied, auf das vor ihr treibende Fischerboot zu zusteuern. Jetzt war es nämlich überhaupt nicht mehr passiv beobachtend.

Mama erreichte das Boot und versuchte verzweifelt, ihr Junges auf dieses Boot zu schieben. Im Wasser strampelte sie wie wild. Schrie die scheiß Menschen an und die guckten nur blöd. Ja klar, bis auf die Maus, die Julius auf dieses Schauspiel aufmerksam gemacht hatte, denn die schmiss sich spontan und ohne viel zu überlegen über die Reling und griff mit beiden Händen nach dem jungen Bären.

Julius hatte keine Zeit zum Denken und wusste nicht im Ansatz, wie er zu seinen Handlungen gekommen war. Er hatte nicht die geringste Ahnung, was diese Zicke erwartete, wie sie sich mit ihrer Aktion halten wollte, oder wie sie an Bord bleiben wollte. Was er wusste war nur, dass er ihre Beine erwischte und zusah, wie das Gesicht der Maus nur einen Hauch vor Mama Bär schwebte und sie das Baby mit beiden Händen in ihre Arme zog. Hätten nicht zwei Beobachter geschaltet und mit angepackt, hätte Julius sie nie alleine an Deck zurückziehen können.

Und was sie mitbrachte war so aufregend und unglaublich, dass keiner auch nur ein Wort gefunden hatte. Julius nahm ihr das Baby ab und staunte nur, wie schwer der Kleine schon war. Elena und ein Kollege übernahmen und Julius zerrte die Dame mit unter Deck um sie schnellstens aus den Klamotten zu bekommen. Die Dame war mit halbem Oberkörper vollkommen nass und eingetaucht, im arktischen Meer!

Entsprechend hektisch wurde es jetzt auch hier. Der Baby Bär war in Sicherheit und wurde versorgt, wobei das mehr auf Eindämmen begrenzt war, denn der wollte zurück zu Mama. Mama wurde beobachtet, wie sie sich nun auf den Orka konzentrierte und ganz offensichtlich in den Krieg ziehen wollte. Der sah jetzt kein Häppchen mehr, sondern eine blöde Verwalterin mit schlechter Laune, einem komischen Boot daneben und so entschied er cleverer Weise, dass es leichtere Beute gab.

Als Elena zu den Beiden unter Deck kam, um Julius zu helfen und die junge Frau zu unterstützen, war oben schon wieder mehr Ordnung im Geschehen. Mama wollte auch auf das Boot und zu ihrem Kleinen. Das fanden Menschen nicht so toll und so steuerte das Boot ganz sachte die Küste an. Zwei Mann sicherten den Zwerg, denn der wollte türmen und Mama schwamm motzig dem Boot hinterher.

In dieser Zeit sah Julius eine Zähneklappernde Mischlingsmaus und unglaublich schöne und braune Titten. Ja, Julius war etwas aus dem Tritt. Elena gab der Kleinen trockene Klamotten und feixte mit der Maus:

"War das von dir geplant? Wolltest du meinem Sohn deine Argumente zeigen um ihn für dich einzufangen? Sieht so aus, als hätte er angebissen!"

Die lachte jetzt wieder, als sie endlich wieder wärmer wurde und antwortete:

"Der ist schon süß dein Kleiner da, aber wenn ich geplant hätte, dann hätte ich mir den Kälteschock doch lieber verkniffen!"

Das war ein wirklich verrücktes Abenteuer und als die Drei endlich wieder an Deck kamen, waren die dramatischen Ereignisse schon wieder im Endspurt. Das Fischerboot war auf den letzten Metern in langsamer Fahrt auf die Küste zu. Mama strampelte immer noch schön nebenher. Kurz vor dem Ufer, bei gerade noch sicherer Tiefe bildeten die Menschen auf der abgewandten Seite zu Mama Bär eine Kette zum Wasser hin und ließen das Baby wieder zurück ins Meer.

Mama hörte die Rufe des Kleinen und das Boot setzte langsam zurück, womit nur Augenblicke später die Familie wieder vereint war. Einer der Forscher schmiss noch ein paar Fische ans nächste Ufer und so konnten alle nur noch beobachten, wie die zwei Weißen am Festland ankamen.

Es war ein traumhaftes Bild, als man beobachten konnte, wie die Beiden wieder festes Land unter die Füße bekamen. Nach nur kurzem Verschnaufen halfen die verschenkten Fische auch gut beim Aufbau neuer Kräfte, aber auf dem Boot war jetzt die Stimmung hinüber.

Alle sahen zu und sicher war jeder erleichtert. Es gab keinen, der nicht froh über diesen Ausgang war, aber das konnte so nicht gut ausgehen. Anouk, die kleine Maus, hatte es übertrieben und jetzt war sie fällig. Das Fischerboot nahm Kurs auf den Heimathafen und Anouk war gefeuert. Sie wurde vom Expeditionsleiter noch auf dieser Fahrt entlassen und Julius sah nur ihre dicken Tränen.

Tja, sie hatte sich und ihre Retter in größte Gefahr gebracht. Zwar war das Baby gerettet, doch selbst dieses hätte an Bord noch jemanden verletzen können. So nickte sie nur und akzeptierte es, aber sicher war sie maßlos enttäuscht. Elena und Julius sahen sich nur an und unter sich sagte Elena nur leise zu ihm:

"Ich wäre sicher auch so blöd gewesen. Das war einfach auch eine zu blöde Situation, aber hast du gesehen, wie nah sie der Mama gekommen war? Die hatten sich sogar mal kurz berührt. Das war schon echt mehr als gefährlich!"

Julius nickte nur zustimmend, als er antwortete:

"Wenn man mal ehrlich ist, hätte ziemlich jeder hier so reagiert. In dem Moment denkst du doch auch nicht nach. Nur hat sie alleine schon wegen dem kalten Wasser richtig Glück gehabt. Ich hoffe nur, sie wird nicht auch noch krank. Was meinst du zu dieser Aktion hier? Macht das auf dich einen professionellen Eindruck? Glaubst du, die wissen was sie tun?"

Elena sah sich nachdenklich um. Die Zwei hatten sich flüsternd auf eine Tau-Kiste zurückgezogen und so sagte sie nur leise zu ihm:

"Ich hatte mir mehr erwartet und erhofft. Ich glaube, dass die Aktion hier ein Flop wird. Du hast sicher recht, denn ich sehen hier auch keinen richtigen Plan!"

Wie recht die Zwei haben würden, wussten sie aktuell noch nicht, aber Elena ging zum Team und wollte dort mitreden und hören, was nun geplant sein sollte. Julius war aber die Lust vergangen und so ging er nach Achtern und setzte sich neben den kleinen Inuit- Mischling.

Anouk war ein wirklich süßes Gemisch aus einer Inuit Mama und einem holländischen Papa, der auf der Insel einen kleinen Laden führte. Sie hatte sich für dieses Projekt beworben und war mit recht guten Noten, Ausbildung als Krankenschwester und guten Ortskenntnissen aufgenommen worden. Jetzt saß sie da. Hatte ihren Urlaub vom Krankenhaus geopfert und bekam einen Rauswurf, weil sie ein Bärenbaby gerettet hatte. Klar war sie am Weinen und auch sauer. Klar sah sie das anders, denn das Risiko war es wert. Sie zog die Nase hoch und sah ihn leicht lächelnd an, als er sich neben sie setzte. Sie sagte nur leise:

"Alles gut. Die haben ja recht, aber ich würde es sofort wieder so machen. Danke, dass du mich gefangen hast. Ich wäre wohl sonst jetzt Fischfutter!"

Julius lachte und antwortete grinsend:

"Ein ziemlich hübsches Fischfutter. Wäre schade gewesen!"

Sehr damenhaft zog sie wieder die Nase hoch, wischte sich diese und die Tränen mit dem Ärmel ab und lächelte ihn an:

"Danke schön. Ist lieb von dir!"

Es war nicht nur lieb von ihm, sondern schlicht die Warheit und so war dieses Abenteuer einerseits das Blödeste, dass die beiden Deutschen bisher erlebt hatten, aber auch das Schönste. Es bestätigten sich nämlich die misstrauischen Vermutungen und Julius klinkte sich schnell aus. Er hatte keinen Bock mehr auf diese komische Aktion und entschied lieber mit Anouk auf Tour zu gehen. Sie organisierten sich zwei Cross Motorräder, mit denen sie tolle Ziele anfuhren, die sie ihm zeigen konnte. Endlich mal wieder Fotos und Filme, mit seinen Lieblings Motiven und das in Lieblings Gesellschaft.

Elena beteiligte sich noch an der Aktion, doch ihre Laune sank mit jedem Tag.

Selbst einer ihrer Versuche, als sie sich einen der Kerle mal in der Kombüse gönnen wollte ging in die Hose und war eine echte Platzpatrone. Der noch ansehnlichste Typ hier sah die Maus, fasste sie an und mit nur ihrer Hand in der Hose sprang der auf und rannte aufs Klo.

Ob eine Frau nun gut, oder schlecht aussieht. Wenn man ihren Blick in so einem Moment sieht, kann man nur noch laut auflachen. Elena war es nicht zum lachen und war stink sauer.

Schon vier Tage später schimpfte sie, mit den Beiden in einer Sauna schwitzend:

"Unsere Befürchtungen waren doch richtig. Die wissen nicht nur nicht, was sie tun und ich habe heimlich beobachtet, dass diese Bären von ganz alleine die Gebiete wechseln. Die sortieren sich ganz ohne unsere Hilfe in neue Gebiete um und reagieren von ganz alleine auf die Klima Änderungen. Ich frage mich, was diese Möchtegern Forscher da eigentlich erforscht haben. Steuergelder verprassen. Leute beschäftigen! Mehr ist das nicht!"

Julius lachte und eine nackte Anouk, die nur mit einem weißen Handtuch neben ihnen saß feixte, als er antwortete:

"Also meine Beschäftigung gefällt mir schon verdammt gut!"

"Das glaube ich dir gerne. Für mich ist hier nichts Brauchbares dabei. Die haben eine miese Stimmung hier und mein einziger Versuch ging übel in die Hose. Genieß es, aber habt ihr denn noch ein Moped übrig, oder würde ich euch stören?"

"Elena, dein Sohn wird das eventuell nicht mögen, wenn du mitkommst. Ich bin mir inzwischen sicher, dass er mich bei nächster Gelegenheit anfallen will. Ich glaube, der will mich vernaschen!"

Elena und Julius brachte diese Aussage richtig zum Lachen und Elena sagte mit Blick in das dreckig grinsende Gesicht ihres Sohnes:

"Mädchen, ich dachte der hätte dich schon längst erlegt, so freizügig, wie ihr hier nebeneinandersitzt. Lasst euch von mir bitte nicht stören. Dann sehe ich wenigstens was Schönes, wenn ich hier schon nichts erlebe!"

Julius hörte das alles noch mit der größten Belustigung, als er endlich die kleine Eskimo Braut beim Schopf packte und sie in einen richtig innigen Kuss verwickelte. Elena lachte hell auf und streichelte sich grinsend, während sie zusah, wie die zwei Küken mit ihren Händen auf Wanderschaft gingen.

Ihr Sohn hatte hier nicht vor, sich zu blamieren und zeigte feinste Manieren. Er schnappte die Süße und grinste seiner Mama zu, als er sie von ihrem Handtuch befreite. Die lachte hell auf und zeigte keine Lust auf Gegenwehr. Die Mädels grinsten sich gegenseitig zu und Anouk hatte schon einen blöden Deutschen zwischen den Beinen. Es war sau heiß hier in der Sauna. Total egal. Sie schwitzten alle Drei und als Julius seinen traumhaften Schwanz in die süße Indigene versteckte war Elena so geil, dass sie mit spitzem Schrei und entrücktem Gesicht ihren ersten gescheiten Höhepunkt hatte und das seit verdammt langer Zeit.

Sie kam nur langsam wieder runter. Strahlte und zitterte, wobei sie ihre Blicke nicht von diesem Pärchen lassen konnte. Sie sah zu, wie ihr Sohn die Maus jetzt nagelte und seine Gier von einer unglaublich stürmischen Maus erwidert wurde. Ja, sie passte sehr gut zu den zwei Deutschen und ja, sie fühlte sich richtig gut, als sie endlich wieder von ihrer Wolke gestiegen war.

Das gemeinsame Duschen lief noch mal genau so schön ab. Julius seifte bei beiden Mädels die Rückseiten ein, wobei beide ihren Hintern massiert bekamen. Während Julius dann diese Anouk fertig einseifte, übernahm die diese Mutti. Julius bekam seine Pflege dann von beiden Miezen gleichzeitig. Mama hinten, die Kleine vorne und so war es ein richtig geiler Sauna Abend. Und das im kalendarischen Hochsommer, jedoch bei nur einstelligen Temperaturen.

Was dieser Trump mit so einem Fleck Erde wollte, war Julius ein Rätzel. Was der aber mit der hier heimischen Braut wollte, dass wusste er genau!

Am nächsten Tag verlief der Aufenthalt dann endlich so, dass es Sinn und Spaß machte. Sie hatten drei Mopeds zusammen bekommen und brummten nun zu dritt über die doch eher karge Landschaft. Fast anthrazit Graue Felsen prägten das Bild. Es gab keine Bäume, dafür aber Gras und hier sehr viel Blumen, die die Landschaft sehr ordentlich schmückten. Sie mussten in dieser Ecke der Insel immer gut aufpassen, wohin sie fuhren, denn Felsen und Locher, kleine Bachläufe säumten das Bild.

Trotzdem hatten sie Spaß und Anouk war ein hervorragender Führer. Sie brachte sie in Nähe der Küste und von hier aus gingen sie zu Fuß weiter. Julius war wieder der Einzige mit Waffe, aber hatte wieder nicht vor, sie zu benutzen. Das nicht, aber ihr Ziel waren die Bären und das war eben nicht immer sicher. Sicher war, dass sie das Bärenbaby mit seiner Mama gefunden hatten, denn der Kleine hatte einen Sender am Hals. Diese jetzt zu sehen war eine Freude, wenn auch beide sehr blutverschmiert am Essen waren. Mama hatte wohl eine Robbe erwischt und so gab es zumindest keinen Hunger.

Ansonsten war hier Frieden und Ruhe. Mit Ablecken der Mama von Babys Fell machten die Zwei ein Nickerchen und die Drei Beobachter gingen auf Wanderung. Julius hatte Motive, noch und nöcher. Von Blumen und auffälligen Formationen bis hin zu Tieren der verschiedensten Arten. Sicher waren sie wegen Bären hier, aber auch Füchse, Robben und Waale waren tolle Motive. Die tollsten Motive waren die beiden Miezen und Elena fotografierte sogar heimlich ihren Sohn, der gerade wieder die Kleine bestieg.

An diesem Abend waren sie bei Anouks Eltern zum Essen eingeladen und das war ein überraschend geselliges und herzliches Erlebnis. Jeder hatte reichlich zu trinken und einen kleinen Teller vor sich. So nahmen alle Fleisch und Brot, sogar Kartoffeln von der Mitte, wo eine riesige Pfanne stand. Mama und Papa waren nicht doof und hatten längst gesehen, was hier abging. Sie hatten gerade an ihrer Tochter gemerkt, dass sie glücklich war und machten sich ordentliche Sorgen über das danach. So fragte Anouks Mama in schön klarem Englisch:

"Habt ihr schon mal darüber geredet, was sein wird, wenn ihr in zwei Wochen wieder nach Deutschland fahren müsst? Ist dann alles vorbei?"

Anouk hörte, dachte nach und wartete, was die Gäste sagen würden. Elena sagte dazu:

"Natürlich haben wir darüber schon mal geredet. Wie ihr ja gut sehen könnt, hat eure Tochter meinen Sohn ganz böse am Haken. Wir haben das noch nicht zu Ende besprochen, aber wir hatten mal überlegt, ob sie einfach mal mit zu uns kommt und dann bei uns mal Urlaub macht. Was dann wäre müsste man eben dann weitersehen, nur muss Anouk wissen, was kommen würde, bevor sie entscheiden kann!"

Auch diese Eltern waren wirklich nicht verkehrt und Mama fragte nur noch mal nach:

"Anouk, hast du regelmäßig deine Pille genommen? Wenn du ihn behalten willst, musst du diesen Versuch mal mitmachen. Für ihn gibt es hier nichts und ihr würdet arm leben. Lerne doch ruhig mal dieses andere Leben kennen. Vielleicht gefällt es dir ja sogar!"

Was ihr gefiel, war der Rest dieser Expedition. Sie lieferten zu dritt sehr gute Daten an das Forschungsteam. Mit bester Technik meldeten sie, welche Tiere sie wo gesehen hatten und in welcher Verfassung. Sie hatten eine Drohne, die Bilder vom Himmel aus lieferte. Sie hatten eine Drohne, die sagenhafte Unterwasseraufnahmen und Filme lieferte und sogar Orkas mit ihrem Kalb ablichtete. Julius machte sagenhafte Aufnahmen aus unglaublicher Entfernung und zwischen all dem hatte er zwei Frauen, die ihn mit Liebe und Spaß überschütteten.

Logisch kam es so, wie es kommen musste. Logisch reisten sie dann, wie geplant wieder ab. Nur eben jetzt zu dritt und mit reichlich Hummeln im Bauch. Anouk war noch nie von Zuhause weg und kaute an den Fingernägeln. Einer hatte sie aber immer bei sich. War es nicht Julius, dann war es eben Elena. So flogen sie über Stunden mit zwei Mal umsteigen und endlich waren sie in Deutschland angekommen. Ein Indianer im Flugzeug, das erste Mal? Ja, es war gut, als es endlich vorbei war und die Kleine bekam die riesigen Mandelaugen schlicht nicht mehr zu.

Angekommen auf diesem Hof, an dieser Praxis, war es nämlich mal so richtig aufregend. Mit allem hatte die Maus gerechnet, nur nicht hiermit. Es empfing sie ein halber Zoo. Die Leute hier waren unglaublich nett und herzlich. Die Landschaft war so ungewohnt und so furchtbar fremd. Diese vielen Bäume sahen nicht nur toll aus, sondern fassten sich auch noch super an. Die Tiere hier aber zeigten ihr, wie groß und wild doch diese Welt war.

Natürlich war es nach nur kurzem Aufenthalt erst mal ein ordentliches Ausschlafen im Arm von Julius. Natürlich sahen die Zwei der Mama nur lachend zu, wie sie ihr Brötchen verschlang und dann direkt abhaute. Mit ihrem Fluchen:

"Ich halt das nicht aus. Ich brauche das jetzt!"

Schnappte sie sich den Autoschlüssel und rannte schon fast vom Hof. Mit durchdrehenden Reifen jagte sie den Toyota jetzt vorwärts, direkt zu Sabine und Frank. Die hatten nur eine kurze WhatsApp bekommen und wussten Bescheid. Wie sehr aber der Frank das bereuen würde, wusste er erst später. Elena ließ jedenfalls nur noch Reste zurück, als sie endlich mit ihm fertig war. Sabine nahm es locker und ließ sich wenigstens von Elenas Mund verwöhnen.

Während die Erwachsenen sich austobten, nahm Julius seine Maus mit auf große Tour. Sie versorgten Tiere, Fütterten und Misteten Gehege. Sie streichelten Wölfe und verwöhnten Bernd, den Bär. Anouk hatte eine Wirkung auf Tiere, die man nur sehr schwer beschreiben konnte. Man hatte den Eindruck, die Tiere erkannten Natur in ihr.

Das war eines der größten Probleme, dass die Drei zu bewältigen hatten. Anouk sprach mit den vierbeinigen Wesen, als wären sie ganz normale Menschen. Sie nahm sie für voll. Sie sprach in ihrer Muttersprache mit teilweise merkwürdigen Klick Lauten. Jeder erkannte sie direkt als Teil dieser unglaublichen Natur. Wenn sie bei Bernd, oder den Wölfen, eben den Dauergästen saß und mit ihnen sprach, sie pflegte, oder ihnen Futter reichte, als wären sie kleine Schmusehunde, machte sie Dinge, die nicht mal Julius sich traute.

Demgegenüber waren es bei Ihr die Menschen, die Probleme machten. Sie hatte null Ahnung, wie man sich in einer zivilisierten deutschen Welt verhalten sollte. Das musste sie von den Gastgebern erst umständlich lernen. In einem Restaurant, auf einer großen Feier musste sie sich an die Tischmanieren erinnern und versagte kläglich. Es war eine richtige Gala, die von einer Universität ausgetragen wurde. Hier traf sich alles, was Rang und Namen hatte und sie war ja jetzt erst seit kurzem Frau Heinemann.

Julius hatte es nicht gesagt, aber fast befürchtet. Die Prominenz verspottete sie und zog über sie her, weil sie weniger anständig essen könne, wie ein Kind. Elena sollte an diesem Abend ausgezeichnet werden und einen ordentlichen Scheck für ihre Wildarbeit bekommen, somit konnten sie sich nicht drücken, Aber Julius hatte einen Plan. Kurz vor den Ansprachen, direkt nach dem feudalen Essen nahm er seine Maus mit sanftem Lächeln und zog sie hinter sich her. Sie waren herzliche Leute und hatten es nicht schwer, mit einer Tasche, die Julius aus dem Kofferraum holte, einen kleinen Raum zu bekommen, in dem sie sich umziehen durfte.

Bis dahin wusste sie noch nichts von seinen Plänen, aber Julius hatte ihr unglaublich geschmücktes Hochzeitskleid eingepackt. So, in einer wirklich schönen Tracht ihrer Tradition sah sie aus, wie Pokahontas aus dem Disney Film, nur kleiner und süßer. Roland, einer der ehrenamtlichen Helfer hatte Bernd gebracht und so brachte er Anouk an seiner Hand, die wiederum Bernd an einer Rollleine hatte, hinter sich her auf die vorbereitete Bühne.

Natürlich war im Saal augenblicklich die Hölle los, denn so ein Braunbär ist ja nun auch kein alltäglicher Anblick. Elena wusste natürlich Bescheid und kam mit dazu. Sie übernahm als heutiger Ehrengast das Reden und so verpackte sie in einer wirklich schönen Rede die Sätze:

"Diese heutige Auszeichnung und die uns gewährte Unterstützung machen solche Besonderheiten, wie hier überhaupt erst möglich. Mir ist aber heute aufgefallen, dass wir alle noch sehr viel an unserer Achtung und Toleranz arbeiten müssen. Sie haben ja heute meine Schwiegertochter Anouk kennen gelernt. Sie hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern ist eine Inuit von Grönland. Wie sie heute Abend, beim Essen gesehen haben, muss sich sicher noch viel lernen, was unsere Gepflogenheiten oder Etikette angeht, aber hier können sie sehen, was sie kann, wie kein Anderer. Sie ist Natur und spricht mit der Natur. Sie beherrscht den Umgang mit jedem Lebewesen auf dieser Erde.

Anouk, könntest du bitte Hallo zu unseren Freunden hier sagen?"

Mit knall rotem Gesicht, aber doch mit sichtlichem Stolz trat sie neben Elena und sagte in ihrer Muttersprache ein paar Worte, die sie dann in gebrochenes Deutsch übersetzte:

"Guten Abend. Mein Name ist Anouk und ich entschuldige mich, dass ich noch so viele Fehler mache, aber ich lerne und bin froh, dass ich hier sein darf. Beim nächsten Mal kann ich das sicher schon besser!"

Ein bisschen süßer und weiblicher Charm hat wohl noch nie geschadet. Sie stellten dann noch Bernd vor, der auf dem Hintern sitzend auch mal brav winkte, weil er sonst den Apfel eventuell nicht bekommen hätte. Klar war es nebenbei eine super Spendenaktion, die so einige Euros für die Auffangstation locker machte, aber die anfangs noch hetzenden Besserleute waren nun leise, weil sie nun ein sichtlich peinliches Gefühl verdauen mussten.

Danach besuchten und versorgten sie weiter ihre Patienten und kümmerten sich um die Pferde und Anouk würde nicht mehr gehen.

Sie schickte Bilder und Videos nach Hause. Sogar mit dem Unfall, dass sie aus Versehen ein Bild mitschickte, dass Elena von ihr, zusammen mit Julius gemacht hatte, als sie sich von ihm im Wald besteigen ließ. Keine Sorge, man sah nicht viel, nur man sah genau, was sie da machten, was heftig für Gelächter sorgte. Sie telefonierten regelmäßig und dass immer sehr lange. Auf Grönland wusste man schon, dass die Tochter jetzt nur noch selten im Urlaub mal kommen würde.

Die Tochter freundete sich sogar mit Vivian bald an und so war es logisch, dass sich das Leben geändert hatte. Julius heiratete seine Indianer Maus übrigens auf Grönland. Sie feierten in einer spannend gemischten Zeremonie, mit sehr vielen Freunden, die ebenfalls auch aus Deutschland angereist waren. Hier bekam Anouk auch ihren Sohn, in dem Krankenhaus, in dem sie selbst mal gearbeitet hatte. Sie zogen auch weiterhin jeden Sommer in der Welt umher und Anouk sah mit ihrem Floh, wie unglaublich diese Welt doch war.

Sie schwamm sogar mal neben einem echten Tigerhai im Meer. Sie blieb Arzthelferin, nur jetzt für die vielfältigen Vierbeiner. Was sehr besonders war, war die Tatsache, dass sie mit einem Braunbären an der Leine bald über Wiesen und durch den Wald spazieren gehen konnte. Der war von der Kleinen nämlich sichtlich begeistert. Natürlich war er aus seiner Lebenserfahrung absolut zahm und verträglich, weshalb man ihn ja auch nicht mehr auswildern konnte. Er war dabei nicht das Problem, sondern die Menschen. Er wäre an der ersten Ecke einfach erschossen worden.

Bis heute blieb es spannend und aufregend. Julius hat bis heute keinen einzigen Schuss auf ein Tier abgegeben. Elena vernascht Männer, wie sie Lust hat und jagt sie weg, wenn sie keine mehr hat. Anouk ist in ihrer neuen Heimat eine echte Attraktion, denn sie fällt hier natürlich sofort auf. Sie hat diese riesigen und mandelförmigen Augen. Diese süße kleine Stupsnase in diesem leicht rundlichen Gesicht. Sie ist so klein und doch so sehr Frau. Ihre Haut, die vollen Lippen, ihr unglaublich schwarzes Haar. Klar fällt sie auf aber klar fasziniert sie nicht nur Tiere.

Dass sie ein klein bisschen Bekloppt ist, hat nur Julius mal gesehen, wenn er damit auch seinen letzten Porno gedreht hatte. Er fotografierte, wie seine Maus sich in einer Pferdebox versteckt hatte und auf einem Strohballen sitzend ihrem Baby die Brust gab. Das war nicht das Problem, aber dass sie einem kleinen Babyfuchs an ihrer anderen Brust hatte, war schon echt schräg. Sein Sohn kraulte durch dessen Fell und beide saugten gemeinsam mit unglaublicher Begeisterung.

Man muss wohl befürchten, dass auch die nächste Generation einen echten Schlag weg haben würde!



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