Gezeiten der Lust (fm:Dominanter Mann, 2524 Wörter) | ||
| Autor: Chronist | ||
| Veröffentlicht: Sep 04 2026 | Gesehen / Gelesen: 1112 / 1020 [92%] | Bewertung Geschichte: 9.20 (25 Stimmen) |
| Gefangen im goldenen Käfig ihrer Ehe, sehnt sie sich nach kompromissloser Männlichkeit. Als ihr arroganter Mann den rauen Skipper provoziert, bricht dieser jeden Widerstand – und fordert vor den Augen des Ehemanns ihren Körper als Tribut. | ||
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Ich hatte schon Hunderte von diesen Paaren auf meinem Boot. Wohlhabend, gelangweilt vom Luxus der Resorts und fest davon überzeugt, dass man sich mit Geld alles kaufen kann – auch den Respekt eines Mannes, der sein Leben auf dem Wasser verbringt. Sie reisen mit schwerem Designergepäck, aber einer inneren Leere, die man selbst im tiefsten Ozean nicht ertränken kann. Als die beiden am Steg anlegten, um meine Aeon, eine elegante, 14 Meter lange Hochsee-Yacht, für ihren dreitägigen Insel-Trip zu betreten, wusste ich sofort, woran ich war.
Er, Mitte 30, trug eine teure Designer-Sonnenbrille und warf mir die Leinen zu, als wäre ich sein persönlicher Laufbursche. Seine Stimme war laut und herrisch, als er mir erklärte, welche exklusiven Buchten ich anzusteuern hatte. Er wollte protzen. Vor allem vor ihr. Seine ganze Existenz war eine mühsam aufrechterhaltene Fassade aus Statussymbolen. Seine Frau hingegen war eine bildschöne, elegante Blondine in einem knappen, weißen Sommerkleid, das im Wind flatterte. Doch in ihren Augen lag eine tiefe, fast melancholische Müdigkeit – das unverkennbare Zeichen einer Frau, die in einem goldenen Käfig festsitzt. Während er damit beschäftigt war, den großen Boss zu markieren, fing ich ihren Blick ein. Sie starrte nicht auf die teure Ausrüstung des Decks. Ihre Augen blieben für einen langen Moment an meinen tätowierten Armen, meiner vom Salzwind gegerbten Haut und meiner breitschultrigen Statur hängen. Sie musterte mich unauffällig, aber gründlich, als würde sie nach etwas Echtem suchen, an dem sie sich festhalten konnte.
Ich schenkte ihr ein kurzes, gelassenes Nicken. Sie errötete leicht, eine plötzliche Welle von Lebendigkeit auf ihren Wangen, und sah weg.
***
Am zweiten Abend steuerte ich eine völlig abgelegene, von steilen Vulkanfelsen geschützte Bucht an. Die Felswände ragten wie schwarze Wächter aus dem Wasser und schnitten uns vollkommen von der restlichen Welt ab. Der Anker fraß sich in den Meeresgrund, und die Yacht lag ruhig im spiegelglatten, tiefblauen Wasser. Die Sonne versank gerade als glühender Ball am Horizont und tauchte das Deck in ein schweres, fast erdrückendes Purpurrot. Die Luft war warm und schwül, geschwängert vom Duft nach Salz und nahendem Abenteuer.
Nachdem ich den beiden das Abendessen an Deck serviert hatte – wobei er sich wieder lautstark über die Temperatur des Weins beschwert hatte, nur um seine vermeintliche Überlegenheit zu demonstrieren –, verzogen sie sich schweigend unter Deck in die luxuriöse Eignerkabine.
Ich blieb am Steuerstand, trank ein kaltes Bier und genoss die Ruhe, während die Nacht die Bucht verschlang. Doch die Stille hielt nicht lange an. Durch die halb geöffnete Dachluke der Kabine drangen die ersten Geräusche zu mir herauf. Erst ein leises Stöhnen, dann das rhythmische Quietschen der Matratze. Das Boot war groß, aber auf dem Wasser überträgt sich jeder Ton, jede Schwingung wird im Holz spürbar. Ich stand auf, trat leise an die Luke heran und blickte nach unten.
Die Kabine war hell erleuchtet, ein luxuriöser Kokon aus feinstem Mahagoni und Leder. Sie lag rittlings auf ihm, ihr weißes Kleid war hochgeschoben, und sie bewegte sich wild auf seinem Schoß. Doch ihre Bewegungen wirkten fast mechanisch, wie der verzweifelte Versuch, überhaupt etwas zu spüren. Ihr Mann hielt sie an den Hüften, den Kopf stolz nach oben gerichtet. Genau in diesem Moment wanderte sein Blick zur Luke. Er sah mich. Er sah ganz genau, dass ich von oben direkt auf seine nackte Frau blickte.
Anstatt aufzuhören oder das Licht zu löschen, stahl sich ein überhebliches, fast spöttisches Lächeln auf seine Lippen. Er genoss es. Er wollte dem rauen Skipper zeigen, was für eine Luxusfrau er besaß und wie er sie beherrschte. Sie war für ihn nur ein weiterer Besitz, mit dem man prahlen konnte. Er packte ihr Gesäß fester, stieß von unten härter gegen sie und flüsterte ihr etwas zu. Seine Augen blieben dabei fest in meine gebohrt – eine stumme, arrogante Provokation. Ein feuchtes, lautes Klatschen drang nach oben. Er forderte mich heraus, auf meinem eigenen Terrain.
Ein kaltes Lächeln legte sich auf mein Gesicht. Er dachte, er hätte die Kontrolle, nur weil ihm die Yacht für drei Tage gehörte. Er vergaß, dass hier draußen auf dem offenen Meer, abseits seiner Zivilisation, nur meine Regeln galten.
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