Task'n'Money (fm:Exhibitionismus, 27003 Wörter) | ||
Autor: Arctic89 | ||
Veröffentlicht: Aug 29 2025 | Gesehen / Gelesen: 1215 / 1088 [90%] | Bewertung Geschichte: 9.38 (8 Stimmen) |
Zwei angehende Studentinnen stecken in finanziellen Nöten. Eine Foto-App scheint die Lösung. Einfache Aufgaben erfüllen - und dafür bezahlt werden. Wie weit werden die beiden gehen, als die Aufgaben erotischer werden? |
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"Ja, ich war zu aufgeregt, um noch weiter schlafen zu können. Ich weiß, eigentlich lassen das unsere Finanzen nicht zu, und die Croissants waren auch sehr teuer, aber..."
Anna unterbrach sie. "Ganz ruhig, Sandra. Mach' dir nicht so viele Gedanken über das Geld. Heute, am ersten Tag unserer Freiheit, gönnen wir uns ein paar Kleinigkeiten." Sie trank die halbe Tasse Kaffee auf einmal. "Wenn wir überhaupt keinen geeigneten Job finden, gehe ich halt auf den Strich. Das geht immer."
Sandra verschluckte sich am letzten Rest ihres Frühstücks. Sie hustete, und ihr Gesicht lief rot an. Doch Annas Hilfe, ihr auf den Rücken zu klopfen, lehnte sie mit einer Geste ab. Ungläubig starrte sie die Freundin an. "Spinnst du? Sag, dass das nicht dein Ernst ist!"
Anna sprang vom Stuhl auf und lehnte den Po an die Spüle. Mit einem verführerischen Lächeln begann sie, die Hände vom Hals über das Handtuch nach unten gleiten zu lassen. "Dem hier kann niemand widerstehen", hauchte sie und konnte das Lachen nur für wenige Sekunden unterdrücken.
Sie stieß sich von der Kante der Spüle ab. "Komm, lass uns rausgehen. Wir laufen und fahren kreuz und quer durch die Stadt. Ich will alles mal gesehen haben. Und um einen Job kümmern wir uns dann ab heute Abend. Versprochen."
Sandra blieb noch einen Moment sitzen und schaute der Freundin sprachlos nach, bis diese in ihrem Zimmer direkt neben der Küche verschwunden war. Obwohl sie Anna seit mehr als zehn Jahren kannte, wusste sie manchmal einfach nicht, ob diese es ernst meinte oder nicht.
Zuzutrauen wäre es ihr, dachte Sandra. Sie kümmert es einfach nicht, was andere Leute, die sie nicht zu ihren Freunden zählt, über sie denken.
Sandra bewunderte diese Haltung. Mit einem Zehntel dieser Selbstsicherheit wäre sie selbst schon zufrieden. Seufzend stand sie auf und ging in ihr eigenes Zimmer am Ende des schmalen Flurs. Ihr stand mit Sicherheit ein anstrengender Tag bevor. Das waren Stadterkundungen mit Anna immer.
Sandra schlüpfte aus ihrem roséfarbenen Schlafanzug, faltete ihn sorgfältig zusammen und legte ihn auf das ordentlich zurechtgemachte Bett. Aus dem Kleiderschrank, dessen Tür beim Öffnen quietschte, nahm sie einen einfachen, beigefarbenen BH, der zu ihrem Slip passte, und zog ihn an. Rasch wühlte sie durch die Kleider, die auf den Bügeln an der Stange hingen, und entschied sich für ein luftiges gelb-weißes Sommerkleid mit kurzen Ärmeln, das ihr bis knapp zum Knie ging. Die Frontknopfleiste schloss sie bis auf den obersten und untersten Knopf. Ihre langen, hellbraunen Haare, die ihr bis in die Mitte des Rückens reichten, band sie mit einer Schleife zu einem Pferdeschwanz zusammen.
Dann ging sie hinaus in den Flur, wo Anna, die sich für ein bauchfreies Top und knapp sitzende Hotpants entschieden hatte, schon wartete. Die Mädchen zogen rasch ihre Tennisschuhe an und verließen die Wohnung.
Auf der Straße herrschte nun reger Verkehr. Autos preschten in beide Richtungen, und über die schmalen Fußwege hasteten unzählige Menschen. Die Häuserfassaden reichten bis zum Bürgersteig. In manchen Hauseingängen lag Unrat, und der Straßenbelag wies nicht wenige Schlaglöcher oder Risse auf.
Ganz schön heruntergekommen, dieses Viertel, dachte Sandra.
Aber mehr ließen ihre Finanzen nunmal nicht zu. Und die Wohnung an sich war, wenn auch schon alt, vom Schnitt, der Anbindung an den Nahverkehr und der Ruhe zum Hof hin durchaus okay, fanden beide.
"Schau nur, die Berge!", rief Anna in diesem Moment und deutete nach links. "Da müssen wir unbedingt mal hinauf. Auf jeden einzelnen der Gipfel."
Sandra lächelte. "Sicher. Wir verschieben das Studium um ein Jahr und werden Bergführer."
"Du, vielleicht geht das ja wirklich, Wir bieten Touren in den Semesterferien an. Da kommt bestimmt einiges an Kohle rein."
"Klar, Anna. Und das Touristenbüro hat nur auf uns zwei aus Deutschland gewartet, in deren Heimatstadt es noch nicht einmal einen ordentlichen Hügel gibt."
Anna winkte lachend ab. "Unwichtiger Kleinkram."
Die beiden setzten ihren Bummel fort. Bald wurde die Gegend gepflegter, und die Dichte der Bebauung nahm ab, sodass zwischen den Häusern ein wenig Grün wuchs. Sie durchquerten einen Park mit einem Wasserspiel, hörten einem Straßenmusiker zu, der sich für das 50-Cent-Stück mit einem Akkord auf seiner Gitarre bedankte, und kamen schließlich in die Innenstadt.
"Du, lass uns zum Bahnhof fahren", schlug Anna vor und deutete auf eine Bushaltestelle am Ende der Straße. Ein paar Menschen standen dort und warteten auf die nächste Linie.
Sandra nickte ergeben, rollte aber innerlich mit den Augen. Auf diesen Wunsch hatte sie schon gewartet. Annas Spleen, sich in einer Stadt erst heimisch fühlen zu können, wenn sie den Bahnhof gesehen hatte und einmal hindurchgelaufen war, konnte sie einfach nicht verstehen.
"Los, ich glaube, da hinten kommt der nächste Bus!", rief Anna und zog die Freundin an der Hand mit sich.
Sandra stolperte, als sie unvermittelt nach vorne gerissen wurde, doch sie konnte sich abfangen. Wie erwartet wurde es anstrengend in Annas Gegenwart. Sandra rannte hinterher. "Ich kann nicht so schnell."
"Ich halte ihn auf!", erklärte Anna, ließ Sandras Hand los und sprintete weiter. An dem langen Bus angekommen, stellte sie sofort einen Fuß in den Eingangsbereich und verhinderte, dass sich die Türen schließen konnten. Die anderen Fahrgäste waren bereits eingestiegen.
Anna winkte heftig, und ein paar Sekunden später kam Sandra keuchend an. Die beiden stiegen in den Bus, und die Tür schloss sich leise hinter ihnen.
"Entschuldigen Sie bitte", wandte Sandra sich höflich an den grimmig dreinblickenden Busfahrer. Sie schulterte ihren kleinen Rucksack ab und suchte nach dem Geldbeutel mit ihrem Studentenausweis, der auch als Fahrschein für den Nahverkehr diente. Doch der Fahrer hatte dafür keine Zeit mehr. Er winkte die beiden Mädchen durch und fuhr sofort los.
"Da hinten ist noch was frei", sagte Anna und deutete zur Mittelplattform des Gelenkbusses. Die Sitzplätze waren belegt, aber in den Gängen stand niemand.
Anna ließ sich auf dem Einersitz nieder. Sandra stellte sich davor und hielt mit einer Hand die Halteschlaufe fest.
"Setz dich doch auch!", schlug Anna vor und griff nach Sandras freier Hand. Sie zog daran, und Sandra war so überrascht, dass sie die Halteschlaufe losließ. Anna griff sie an der Hüfte, drehte die Freundin und zog sie auf ihren Schoß.
Der Bus ruckelte, und Sandra fiel nach hinten. Ihr Rücken knallte an das Fenster. Als sie sich von ihrer Überraschung erholt hatte, blickte sie Anna verständnislos an. Leise sagte sie: "Was sollen die Leute von uns denken?"
Doch als sie sich umblickte, sah sie, dass niemand von ihnen Notiz nahm. Viele Fahrgäste schauten mit geneigtem Kopf nach unten, wohl auf ihr Smartphone. Ein paar Leute blickten aus dem Fenster. Nur wenige unterhielten sich mit dem Sitznachbarn.
Anna umgriff mit beiden Händen Sandras Hüfte. "Sicherheitsgurt", sagte sie und lachte wieder.
Sie ist total kindisch drauf heute, dachte Sandra. Doch irgendwie freute sie sich auch darüber. Anna genoss offensichtlich den Tag, und ein wenig begann diese Unbeschwertheit auch auf Sandra abzufärben.
Nach ein paar Minuten hielt der Bus am Bahnhof. Die Mädchen stiegen aus, und Anna machte sofort ein paar Fotos des Gebäudes mit ihrer teuren Digitalkamera, die sie von ihren Eltern zum letzten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Sie betraten die Bahnhofshalle, doch viel zu sehen gab es dort nicht. Dennoch machte Anna einen zufriedenen Eindruck und schrieb rasch ein paar Zeilen in ihr elektronisches Reisetagebuch. Die Bilder fügte sie an, und nun war auch sie in Salzburg angekommen. Danach gingen die beiden wieder hinaus auf den Vorplatz.
"Brr", meinte Anna und fuhr sich mit den Händen schnell über die Arme. "Ein wenig kühl da drin." Sie stellte den Rucksack für einen Moment ab und verstaute die Kamera wieder. Das verrutschte Top zog sie ein wenig nach unten.
"Du, ich habe Hunger", meinte sie dann. "Pizza und danach die Festung besichtigen?", schlug sie vor.
Sandra war einverstanden.
Kapitel 2 - Ein Ausweg?
Am späten Nachmittag kamen die Mädchen wieder in ihrer Wohnung an. Während Sandra im Bad verschwand, um zu duschen, warf sich Anna auf ihr Bett und surfte mit dem Tablet durchs Netz. Sie probierte verschiedene Suchanfragen für lokale Jobs in den Tools aus, wischte aber alles enttäuscht weg.
"Mist, blöder!", fluchte sie verärgert. "Immer derselbe Käse. Ich muss nach was Ungewöhnlichem suchen. Vielleicht liefert das etwas anderes."
Sie legte das Tablet zur Seite, rollte sich auf den Rücken und starrte gedankenverloren zur Decke.
Die Tür öffnete sich, und Sandra kam herein. Sie trug nun Shorts und ein ausgeleiertes T-Shirt. Die Haare fielen ihr offen über die Schultern. "Was machst du gerade?"
Anna schwang die Beine vom Bett und setzte sich auf. "Ich glaube, wir gehen die Jobsuche falsch an. Wir sollten nicht blind suchen, sondern etwas anbieten."
"Eine Bewerbung als Jobsuchende?"
Anna schüttelte den Kopf. "Nein, das meine ich nicht. Sondern die Frage: Mit welchen Dingen, die wir besitzen, können wir denn Geld verdienen? Also, technisches Equipment, besonderes Wissen oder so."
Sandra ließ sich im Schneidersitz auf dem Boden nieder, dessen kahle Holzdielen sich im Vergleich zur Hitze der Luft angenehm kühl anfühlten. "Wir haben kein Auto, können also schonmal nichts ausliefern."
"Hm", murmelte Anna. "Ich habe meine Kamera. Zur Not würde ich sie ins Pfandhaus bringen. Aber vielleicht können wir damit Geld verdienen?"
Sie tippte in die Suchmaske: "Wie kann eine Studentin mit einer Kamera in Salzburg Geld verdienen". Nur Sekunden später kam die generierte Antwort in Form einer Liste.
"Sportfotograph, Hochzeitsfotograph, Eventfotograph, Naturfotograph", las Anna vor, nur, um dann genervt den flachen Computer auf das Kopfkissen zu werfen. "Danke für die Antwort. Darauf wären wir auch selbst gekommen."
"Gib mal her", bat Sandra und streckte die Hand aus. Anna reichte ihr das Tablet, und die 19-jährige überflog die restlichen Einträge. "Du, was ist Task'n'Money?"
"Wie heißt das?"
"Task'n'Money", wiederholte Sandra und setzte sich neben ihre Freundin auf das Bett. "Da steht was von "Erledige Aufgaben, lade ein Foto hoch und erhalte Geld.""
Annas Stimme verriet nur wenig Interesse. "Was für Aufgaben?"
"Ich weiß noch nicht", antwortete Sandra und klickte auf den Link. Eine professionell gemachte, modern gestaltete Seite öffnete sich. Sandra überflog den Text. Dann lachte sie. "Du, wir können auf super einfache Art 10 Euro verdienen. Willst du?"
"Sicher. Was müssen wir machen?"
"Eis essen."
Anna rutschte näher zu ihrer Mitbewohnerin, damit sie besser auf das Display schauen konnte. Die nackten Oberschenkel der Freundinnen berührten sich. Anna stützte den rechten Arm auf der Bettdecke hinter Sandra ab, beugte sich nach rechts und legte das Kinn auf Sandras Schulter. Sie war noch total aufgeheizt von den Außentemperaturen und strahlte eine immense Wärme ab. Die Berührung ließ Sandra für einen Moment innehalten. Sie verspürte ein ganz leichtes Kribbeln im Bauch, das sie sich nicht erklären konnte.
Dann konzentrierte sich Sandra wieder auf die Internetseite. "Man soll ein Foto machen, während man ein Eis isst, und dieses dann hochladen. Die Community hat fünf Minuten Zeit, um darüber abzustimmen, ob das Foto dem Aufgabentext gerecht wird. Und falls ja, wird das Geld sofort angewiesen. - Komm, das machen wir!"
"Klingt easy. Also zweimal Eis essen und 20 Euro verdienen."
"Minus das, was das Eis kostet", schränkte Sandra ein. "Aber jedes gute Geschäft benötigt Investitionen." Sie scrollte nach unten und las weiter. "Ah - da ist der Haken bei der Sache. Man muss sich anmelden und Mitglied werden. Kostet 10 Euro pro Monat."
Anna wischte mit zwei Fingern über das Display und vergrößerte den Text ein wenig, um selbst weiterlesen zu können. "Aber jederzeit kündbar." Neugier hatte ihre Stimme erfasst. "Irgendwie reizt mich das jetzt. Viel zu verlieren haben wir nicht. Und hier steht, dass es einen Pool an Aufgaben gibt, aus denen man sich jederzeit welche aussuchen kann. Komm, wir melden uns beide gleich mal an. Wir machen die Aufgaben beide und kassieren so doppelt."
Die Accounts waren rasch angelegt. Email-Adresse eingeben, bestätigen, mit der Bezahl-App der Wahl verbinden, das war es auch schon.
Dann verließen sie die Wohnung ein zweites Mal an diesem Tag.
*
Eine Viertelstunde später standen Anna und Sandra vor dem Eiscafé am kleinen Marktplatz des Stadtviertels. Der Wochenmarkt war gut besucht. Unzählige Stände und Wagen boten die frischen Lebensmittel der Region an. Die Mädchen stiegen über ein paar dicke Stromkabel, die hier überall kreuz und quer herumlagen, und gingen die kleine Treppe zur Eisdiele hoch.
"Waffel zum Mitnehmen oder Eisbecher am Tisch?", fragte Sandra.
"Zuerst eine Eiswaffel. Wir machen ein Foto, laden es hoch und schauen mal, was passiert. Danach können wir ja reingehen und das nächste Bild machen. Zweimal dasselbe fände ich langweilig, selbst wenn es akzeptiert würde."
Sandra nickte und trat an den Straßenverkaufsschalter unter der kleinen Markise. Sie schaute sich rasch die Auslage an. "Eine Waffel mit einer Kugel Kiwi und einer Kugel Nuss, bitte."
Anna deutete auf eine kleine unbesetzte Parkbank, die etwas abseits am Rand des Marktplatzes im Schatten stand. "Da stört uns keiner."
Sandra setzte sich auf die hölzerne Bank, deren Farbe schon etwas abgeblättert war. Sie schlug die Beine übereinander und zupfte das Shirt, das weit über die kurze Hose hing, zurecht. Dann blickte sie Anna an, die auffordernd nickte und schon begann, Fotos mit der Digitalkamera zu schießen. Sandra kam sich ein wenig seltsam vor, wie sie hier saß und übertrieben langsam das Eis abschleckte.
"Küsse es mal!", forderte Anna, ohne den Blick vom Display der Kamera zu nehmen.
"Was soll ich?"
"Gib dem Kiwieis mal einen schmatzenden Kuss. Ich glaube, das könnte gut aussehen", präzisierte Anna ihre Anweisung.
Sandra gehorchte, wenn auch etwas zögerlich. Es musste doch total blöde aussehen, wenn sie ihre Lippen übertrieben geschürzt an die grüne Kugel presste. Aber sie vertraute Anna. Also küsste sie zuerst das grüne Eis, dann das Nussbällchen. Gelegentlich musste sie das Posieren kurz unterbrechen, um schlürfend das Eis, das bereits begann zu schmelzen, am Heruntertropfen zu hindern.
"Gut, das reicht", rief Anna und setzte sich auf die Bank. Sie beugte sich zur Seite und begann ebenfalls, das Eis zu genießen. "Kriege ich ein bisschen Kiwi?", fragte sie, und als Sandra nickte, drehte Anna die kegelförmige Waffel, um gleich darauf erneut genüsslich an dem kühlen Eis zu lecken.
Plötzlich spürte Sandra eine Berührung an der Zungenspitze. Ihr Körper versteifte.
War das Annas Zunge?, schoss es ihr durch den Kopf. Sie spürte, wie ihr aus unerklärlichen Gründen die Röte ins Gesicht schoss, und wieder war da dieses leichte Kribbeln im Bauch.
Anna biss von der Waffel ab, und das knackende Geräusch zog Sandra in die Realität zurück. Wie schon vorhin auf Annas Bett, schüttelte es sie auch hier. Aber diese Berührung der Zunge war nicht unangenehm gewesen, nur unerwartet.
Anna hob den Rucksack vom Boden auf, kramte das Verbindungskabel zum Tablet heraus und übertrug die sieben Dateien. "Welches nehmen wir?", fragte sie und wischte langsam durch die Bildergalerie.
"Das hier", meinte Sandra sofort, als sie das vorletzte Foto sah. Auf diesem saß sie leicht nach vorne geneigt, die Lippen geschürzt, was aber dennoch natürlich aussah, und presste diese fest auf das grüne, verlaufene Eisbällchen. Ihr Gesicht war total entspannt, und Sandra wunderte sich, dass das Foto ganz anders wirkte und nichts von der Anspannung und der Künstlichkeit der Situation zeigte, die sie verspürt hatte. Nur der grüne Fleck auf ihrem weißen Shirt störte sie etwas.
"Unsinn!", meinte Anna. "Das macht das Foto doch total real. So etwas passiert eben."
Sandra loggte sich in ihren Task'n'Money-Account ein. Die Startseite bestand nur aus drei riesigen quadratischen Kacheln, die mit wenigen Worten beschriftet waren: "kürzlich erledigte Aufgaben", "offene Aufgaben" sowie "blockierte Aufgaben".
Sandra tippte auf das mittlere Symbol und erhielt eine Liste mit einigen Einträgen. Sie wählte "Eisessen" aus, lud das Foto hoch und drückte auf "Einreichen". Eine Sanduhr, die den ganzen Screen ausfüllte, erschien, und virtueller Sand rieselte nach unten.
Gespannt warteten die Freundinnen.
"Schon irgendwie aufregend, nicht?", meinte Sandra.
Anna nickte. "Obwohl ja nichts dabei ist. Ähnliche Bilder haben wir auf unseren anderen Profilen im Dutzend."
Endlich war es soweit. Als das letzte Sandkorn nach fünf Minuten gefallen war, blendete der Bildschirm automatisch um, und ein grüner Daumen nach oben erschien. Darunter prangte die Meldung: "Gratulation, sandra2006! Dein Bild hat die Aufgabe erfüllt. 23 von 27 abstimmenden Nutzern von Task'n'Money votierten mit "Ja". Der Wert von 10 Euro wurde deinem Konto gutgeschrieben."
"Schau nach!", forderte Anna.
Sandra öffnete ihr Bezahltool und ließ sich die letzten Umsätze anzeigen. "Hier!", rief sie. "10 Euro Gutschrift für die Aufgabe "Eisessen - L1". Es hat geklappt!"
Voller Freude umarmten sich die beiden. Vielleicht löste diese Seite ihre finanziellen Sorgen, und sie konnten sich ganz auf das Studium konzentrieren und rasch zu einem Abschluss kommen. Zu einem guten Abschluss, sodass ihnen danach die ganze Welt offenstand.
Sandra strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und fuhr fort: "Okay, mit den 20 Euro Mitgliedsbeitrag für uns beide und den 4 Euro für das Eis, sind wir nun 14 Euro in den Miesen."
"Dann schnell rein und ein weiteres Foto machen!"
Sie betraten die Eisdiele, bestellten ein Spaghettieis und gingen nach hinten in den Innenhof, wo breite Sonnenschirme Schatten spendeten. Anna schob einen Sonnenschutz zur Seite, sodass sie besseres Licht für das Fotographieren erhielt. Sie hatten sich gerade an den Ecktisch, der von zwei Hecken begrenzt wurde, gesetzt, als auch schon die Bestellung kam. Sandra bezahlte sofort.
Anna belud den langen Löffel mit einer riesigen Portion Eis und Soße, führte ihn zu den Lippen, hielt aber kurz davor an. Sandra schoss ein Foto, dann schob sich Anna den Löffel in den Mund. Sie spitzte die Lippen, legte leicht den Kopf in den Nacken und schloss die Augen halb. Dann schmatzte sie laut vernehmlich, und die Wangen fielen ein.
Sandra musste lachen. "Was tust du da?"
"Ich genieße!", kam es von Anna, die erneut einen Löffel belud und ihre Show wiederholte. Noch übertriebener als zuvor sog sie die Wangen ein, und auch der Löffel verschwand viel tiefer in ihrem Mund als notwendig.
Als das Eis gegessen war, setzte sich Sandra auf den Stuhl neben Anna, und sie sichteten wieder gemeinsam die Fotos. Rasch war das beste gefunden.
"Das sieht aus, als würdest du gerade etwas ganz anderes tun", sagte Sandra leise und deutete auf das Bild, auf dem Anna mit verträumtem Gesichtsausdruck nach oben schaute und einen Löffel im Mund hatte. "Du weißt schon."
Anna öffnete den Mund, um zu antworten, aber Sandra legte ihr sofort einen Finger darauf. Anna schmunzelte, sagte aber nichts. Sie loggte sich in ihr Task'n'Money-Konto ein und navigierte zu den offenen Aufgaben.
"Eisessen" stand nicht mehr ganz oben, und so scrollte sie durch die ziemlich lange Liste. Doch so sehr sie auch suchte, sie konnte den Eintrag nirgends finden.
"Das war doch hier, oder?", vergewisserte sie sich.
Sandra nickte. "Geh mal zurück. Steht es in den anderen Listen?"
Anna klickte auf die Aufstellung der kürzlich erledigten Aufgaben. "Heh, da ist sie. Mit dem Vermerk: "wurde durchgeführt"."
"Klick mal drauf."
Doch der Text war grau unterlegt und nicht auswählbar. Aber das kleine Hilfesymbol daneben funktionierte.
"Du musst selbst eine Aufgabe erledigt haben, bevor du die Fotos anderer Mitglieder einsehen kannst", las Anna laut vor.
"Kann jede Aufgabe nur einmal gemacht werden?", spekulierte Sandra.
Anna hatte unterdessen den Reiter "Regeln" geöffnet und überflog die verschiedenen Punkte. "Wir sind so blöde! Das hätten wir uns besser vorher durchlesen sollen! Hier steht es: Wenn eine Aufgabe ausgeführt wurde, ist sie bis Mitternacht aus dem Rennen. Dann wird die Liste für den kommenden Tag aus dem riesigen Aufgabenpool ausgelost und eingestellt."
Ihre Augen huschten über die nächsten Absätze. "Das ist ja doof! Aufgaben können einem weggeschnappt werden! Wer zuerst hochlädt, hat das Vorrecht. Es sei denn, das Bild wird abgelehnt."
"Und die blockierten Aufgaben?", wollte Sandra wissen.
Anna murmelte Unverständliches, als sie die nächsten Regeln durchlas. "Man darf eine Aufgabe für vier Stunden blockieren. Dann kann sonst niemand ein Foto hochladen. Aber das hat seinen Preis. 20% des Wertes, wenn das Bild von der Community akzeptiert wird, gehen an den Seitenbetreiber."
Sandra pfiff anerkennend. "Nicht schlecht. So machen die also ihren Schnitt. Und das Geld für die Aufgaben kommt sicherlich von den Mitgliedsbeiträgen."
Anna bestätigte. "Mit dem Spaghettieis sind wir nun satte 22 Euro im Minus. Ich muss also dringend Geld reinholen."
Sie wechselte wieder auf die Seite mit den offenen Aufgaben. Aufmerksam lasen die beiden die kurzen Beschreibungstexte durch. Nach ein paar Minuten hatten sie zwei Aufgaben gefunden, die sie heute noch im Freien durchführen konnten.
Anna packte die Sachen zusammen. "Ab nach Hause und umziehen."
*
Nach einem kurzen Aufenthalt in ihrer Wohnung gingen die beiden zum nächsten Park. Annas Blick wanderte prüfend umher. "Unter der Buche da oben, das ist ein guter Platz."
Die Freundinnen liefen über das verdorrte Gras die flache Anhöhe hinauf. Hinter ihnen lag der kleine See, auf dem Enten quakend umherschwammen. Ein paar Jogger bogen in der Ferne auf das gegenüberliegende Ufer ein. Doch an dem Platz, den Anna ausgesucht hatte, war weit und breit niemand zu sehen.
"Du zuerst", sagte Sandra und machte die Kamera betriebsbereit.
Anna setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, sodass ihr enger Minirock sofort weit nach oben rutschte. Sie zog den Saum ein wenig Richtung Knie, um ihren Slip zu verdecken. Dann stützte sie die Arme neben sich ab, hielt den Oberkörper gerade und legte den Kopf ein wenig zur Seite. Sie lächelte breit und blickte direkt in die Linse.
Sandra machte ein Foto, doch ihr gefiel die Pose nicht wirklich. "Du, dein Rock sieht aus wie ein zusammengerolltes Handtuch. Das ist irgendwie unschön. Ich glaube, im Schneidersitz würde ein luftiger Faltenrock besser aussehen. Ob die Community dieses Bild hier annimmt?" Ihre Stimme verriet Skepsis.
"Okay, dann vielleicht so?"`
Anna sprang auf und zog den Mini wieder nach unten, bis er etwa die Hälfte der Oberschenkel bedeckte. Sie klopfte ein paar Grashalme von ihrem Po und strich die hellblaue Bluse glatt, die sie sich von Sandra ausgeliehen hatte. Sie war ein wenig zu groß für Anna, aber die Farbe passte toll zu dem dunkelblau-schwarzen Karomuster des Rocks. Anna streckte sich bäuchlings auf dem Rasen aus, drehte den Kopf nach rechts und legte ihn auf die gefalteten Arme ab. Die Spitzen der Sportschuhe drückte sie in den Boden und die Beine fest aneinander.
Sandra schoss mehrere Fotos aus verschiedenen Perspektiven und lief dabei langsam um die Freundin herum. "Warte mal!", rief sie und ging zu Annas Füßen. Rasch löste sie die Knoten der Schnürsenkel und zog die Sneakers aus. Noch einmal machte sie zwei Fotos. "Ja, ich glaube, das sieht besser aus. Der flache Winkel. Deine ellenlangen Beine - das ist schon ziemlich sexy."
"Hm, aber die Aufgabe fordert doch, ein Foto mit Minirock auf einer Wiese zu machen. Nicht, lange Beine zu zeigen. Lass mich noch eine Pose ausprobieren."
Anna rollte sich auf die rechte Seite und zog die Beine an, die sie weiter fest aneinanderpresste. Oberkörper und Oberschenkel bildeten einen rechten Winkel, und auch am Knie knickte sie scharf ab. "Sind meine Füße parallel zu den Oberschenkeln?"
"Zieh sie noch ein wenig hoch. - Und die Zehenspitzen auch. - Ja, so stimmt es."
Sandra überlegte einen Moment, was die richtige Kameraposition wäre. Schließlich ließ sie sich in die Hocke nieder. Sie saß nun schräg hinter Annas Rücken und blickte direkt auf den Mini, der sich aufgrund des engen Schnitts straff über Annas Pobacken spannte. Annas Gesicht war gut zu erkennen, wie es die Aufgabe verlangte.
"Perfekt", sagte Sandra, nachdem sie drei Schnappschüsse gemacht hatte, und stand wieder auf. Sie reichte Anna die Hand, um ihr aufzuhelfen.
Auf dem Tablet scrollten sie durch die Fotos.
"Mann, seh ich scharf aus!", grinste Anna, als sie das letzte Bild sah. "Das ist mal ein knackiger Po. - Hast du gut gemacht." Sie gab der Freundin einen dicken Kuss auf die Wange.
Anna loggte sich in ihr Task'n'Money-Konto ein, und die beiden waren erleichtert, dass niemand ihnen auch noch diese Aufgabe weggeschnappt hatte. Anna lud die Datei hoch, und dann warteten sie wieder angespannt auf das Abstimmungsergebnis.
"Du, sollen wir die nächsten Aufgaben vielleicht besser blockieren, wenn wir uns welche ausgesucht haben? Was sagt die angehende Betriebswirtschaftlerin Sandra dazu?"
Die Angesprochene überlegte und wägte ab. Grundsätzlich niedrigere Einnahmen, dafür mit höherer Sicherheit, denn es hing dann im Wesentlichen von ihnen ab, ein wirklich tolles Foto zu machen. Oder lieber ein höheres Risiko eingehen, um größere Gewinne einstreichen zu können und so ihre finanzielle Sicherheit schneller zu erhöhen?
Sie entschied sich, auch bei den aktuell niedrigen Beträgen, für die Sicherheit.
"Wir sollten blockieren. Zumindest jetzt zu Beginn, wenn wir noch nicht viel Geld gemacht haben."
Die Abstimmung war noch nicht abgeschlossen, und so öffnete Anna den anderen Browser auf ihrem Betriebssystem, loggte sich als Sandra bei Task'n'Money ein und blockierte die Bikini-Aufgabe, die als nächstes im Park anstand.
Endlich war die Sanduhr abgelaufen. Es hatte geklappt! Wieder erschien der grüne Daumen. 34 von 36 Nutzern hatten mit "Ja" gestimmt.
"Die mögen alle deinen Po", lachte Sandra.
Anna schaute sofort in der Bezahl-App nach. "25 Euro für mich! Damit sind wir im Plus. Und das sogar ganze 3 Euro!" Sie prustete laut los.
"Bleiben wir gleich hier?", fragte Sandra.
Anna nickte. "Für's erste, ja."
"Was meinst du damit? Hast du noch eine Aufgabe ausgesucht, von der ich nichts weiß?"
"Das erkläre ich gleich. Zieh dich erst mal aus."
Während Anna die rote Picknickdecke aus dem Rucksack holte und ausbreitete, schlüpfte Sandra aus Schuhen, T-Shirt und den Shorts. Nun trug sie nur noch ihren Lieblingsbikini für das Sonnenbaden - knallweiß mit kleinen, roten Kirschen als Muster. Sandra zog die Dreiecke des Oberteils so weit auseinander, wie es ging, um ihre apfelgroßen Brüste vollständig zu bedecken. Nur ein kleines Dekolleté blieb übrig. Dann fuhr sie durch den Bund des Slips, der sich umgeschlagen hatte. Eine riesige Kirsche prangte auf Vorder- und Rückseite. Das Höschen war praktisch geschnitten, verbarg alles und saß ein wenig über Hüfthöhe.
"Niedlich", sagte Anna. "Du siehst richtig süß in diesem Teil aus."
"Dann passt es ja zur Aufgabe: Bikinifoto beim Sonnenbaden in einem öffentlichen Park", erwiderte Sandra, legte sich rücklings auf die Decke und schob die Sonnenbrille vom Haar herunter vor die Augen.
Anna stand zu ihren Füßen. "Spreiz mal die Beine ein wenig. Es soll ja aussehen, als ob du entspannt die Sonne genießt."
Sandra legte die Füße ein paar Zentimeter auseinander und wartete. Doch Sekunden später spürte sie Annas Hände an ihren Knöcheln. Die Freundin spreizte die Beine weiter, bis diese einen halben Meter Abstand zueinander hatten.
"So, jetzt passt es. Und nun die Arme drehen. So, dass die Handflächen nach oben zeigen. - Gut. Und nun lege den Kopf noch ein wenig nach hinten in den Nacken. - Entspanne dein Gesicht. - Nein, nicht lächeln, das wirkt in dieser Situation unnatürlich."
Rasch waren ein halbes Dutzend Fotos im Kasten.
"Bleib liegen!", bat Anna und kramte in ihrer Tasche. Sie nahm eine große Flasche heraus und schraubte sie auf.
Als Sandra das Geräusch hörte, schob sie die Brille hoch. "Gib mir auch was zu trinken."
"Später. Das Wasser ist für etwas anderes gedacht. Was hältst du davon, dem Bild ein wenig Pep zu verleihen? Stell dir vor, du bist gerade vom Schwimmen gekommen und sonnst dich jetzt mit nassem Bikini."
Sandra richtete sich auf den Ellenbogen auf. "Der Bikini ist weiß und eng. Nass könnten sich meine Brustwarzen durchdrücken. Bei kaltem Wasser richten sich die doch immer auf. Das weißt du doch."
Aber Annas Grinsen zeigte ihr, dass genau das die Absicht gewesen war.
"Komm schon!", drängte Anna. "Was ist schon dabei? Mit nassem Bikini läufst du im Urlaub auch am Strand rum."
"Ja, aber da habe ich einen dunklen an." Sie zögerte, gab sich dann aber einen Ruck. "Na gut. Aber nur für unser Privatalbum."
Sie nahm die Flasche, stellte sich neben die Decke und kippte einen Teil des Wassers über ihren Oberkörper. Die Tropfen rannen die Haut hinunter und würden aufgrund der Hitze rasch verdunsten. Dann legte sich Sandra wieder auf die Decke, und weitere Fotos wurden gemacht.
Als Sandra glaubte, dass es nun genug sei, und nach der Kamera greifen wollte, um das Übertragungskabel anzuschließen, schüttelte Anna den Kopf.
"Ein weiteres Foto müssen wir unbedingt noch machen. Für mich. Wir haben ja noch ein wenig Wasser."
Dann erklärte sie der verwunderten Sandra, was sie im Sinn hatte. Sandra fand, dass es zwar harmlos klang, aber auf versteckte Art auch irgendwie sexy. Die beiden liefen um das Gebüsch herum, an dessen Rand die Picknickdecke lag, bis zu dem kleinen Spielplatz auf der anderen Seite, der nur aus einer Sandfläche, zwei Schaukeln und einer Reckstange bestand. Sandra schüttete sich etwas Wasser in die hohle Hand und befeuchtete ihr Dekolleté und den Bauch, während Anna den Rücken gleichermaßen behandelte. Dann legte sich Sandra flach in den Sand. Die Dreiecke des Bikinioberteils schob sie ein wenig zusammen, sodass nun die seitlichen Ansätze ihrer Rundungen deutlich zu sehen waren. Sandras Herzschlag beschleunigte sich. Irgendwie fühlte sie sich völlig nackt. Aber die Fotos waren ja nur für Anna und sie bestimmt. Und es war niemand da, der sie gerade sehen konnte.
Dann rollte sie sich einmal um die Längsachse und blieb danach ruhig auf dem Rücken liegen. Sand hatte sich in größeren und kleineren Flecken auf ihrer Haut festgesetzt. Ein wenig war unter den Stoff des Bikinis geraten und kratzte auch im Liegen.
Anna schoss rasch ein paar Fotos, dann zog sie die Freundin hoch. "Geil!", sagte sie und strich ihr ein wenig Sand vom Bauch. "Ich mag es total, mir solche Bilder anzuschauen. Es ist zwar kein Schlamm-Catchen, aber es hat was. Und..." Sie senkte die Stimme zu einem Flüstern. "Stell dir mal vor, du wärst nackt gewesen."
Sandra wurde ganz warm im Gesicht. Alleine die Vorstellung war abenteuerlich. Aber ein ganz klein wenig gefiel ihr der Gedanke auch. Doch das schob sie rasch zur Seite. Das war etwas für nächtliche Träume, aber nichts für die Wirklichkeit. Rasch zog sie die Stoffdreiecke wieder auseinander. Das Rasen des Herzens ließ nach, und Sandra konnte sich wieder auf die Umgebung konzentrieren.
Zurück an ihrem Picknickplatz setzten sich beide auf die Decke, übertrugen die Fotos auf das Tablet und suchten das beste aus.
"Das hier", entschied Sandra. Das Bild zeigte sie aus der Vogelperspektive in ihrem trockenen weißen Bikini. Es war eins der ersten, die Anna gemacht hatte.
"Wirklich?", fragte Anna nach. Sie wählte ein anderes Foto aus, das Sandra vor der Schaukel im Sand zeigte. Die Posen waren identisch - auf dem Rücken liegend, die Beine gespreizt und die Sonnenbrille vor den Augen -, aber die Sandkörner waren gut zu sehen. Und wenn man reinzoomte, auch die Andeutung von Nippeln. "Was hältst du davon?"
"Nein", schüttelte Sandra sofort den Kopf. "Man sieht ja meine Brüste. Das Oberteil bedeckt ja fast gar nichts."
"Wirklich nicht? Aber wir wollten doch Abenteuer in Salzburg erleben. Du musst auch mal was riskieren. Und dir ist doch sicher klar, wohin die Aufgaben der Seite gehen werden, nicht?"
"Schon. Aber an diese Idee muss ich mich erst gewöhnen. Kann ich das mit dem weißen Bikini hochladen? Bitte?"
Anna wurde, als sie die letzten Worte hörte, schlagartig ernst. Sie nahm der Freundin das Tablet aus der Hand und legte es zur Seite. Dann griff sie Sandras Hände und presste die Stirn an ihre. "Sandra, ich habe dir doch nichts zu erlauben oder zu verbieten. Welches Bild du hochlädst, das entscheidest ganz alleine du und sonst niemand. Ich wollte dich auch nicht zu irgendetwas drängen."
Sie nahm Sandras Gesicht in beide Hände und küsste sie sanft auf die Stirn. "Beste Freundinnen für immer."
"Beste Freundinnen für immer", erwiderte Sandra leise. Sie räusperte sich, um den Kloß im Hals loszuwerden. Dann lud sie das von ihr ausgewählte Foto hoch. Auch dieses akzeptierte die Community. 20 der 25 Euro Aufgabenwert wurden ihrem Bankkonto gutgeschrieben.
"Wollen wir nach Hause und weitermachen? Ich find's schon toll", schlug sie vor, als alles wieder eingepackt war. "Es gibt bestimmt Aufgaben, die man in der Wohnung durchführen kann. Für Außenaufnahmen ist es bald ohnehin zu dunkel."
"Weitere Aufgaben, echt?", wunderte sich Anna. "Klar, wenn du willst."
*
Zuhause hatte sich Sandra für die nächste Aufgabe wieder umgezogen und die letzten Sandreste vom Körper gewaschen. Nun stand sie in der Küche an der Spüle. Die Deckenleuchte brannte, denn es war schon spät. Sandra hatte sich gelbe Spülhandschuhe übergezogen, die bis zum Ellenbogen reichten, hielt eine Geschirrbürste in der einen und einen Teller in der anderen Hand. Die rosafarbene Bluse, deren Ärmel hochgekrempelt waren, hatte sie nur am untersten Knopf geschlossen.
Anna zupfte am Kragen und zog die Bluse weit auseinander.
"Nicht so offen!", bat Sandra. "Man soll die Nippel nicht sehen."
"Wird man nicht", beruhigte Anna und drückte den dünnen Stoff ein wenig an Sandras Brüste. Dann trat sie einen Schritt zurück, schob den Küchenstuhl in Position und stieg hinauf. Die Kamera richtete sie schräg nach unten und schaute direkt in Sandras riesigen Ausschnitt. "Man sieht wirklich nichts. Nur schöne, große Dinger. Und darum geht es ja bei diesem Bild. - Also, dann spüle mal, aber bewege dich nicht so hastig. Ich nutze die Serienfunktion des Apparats."
Sandra begann, langsam die Bürste über den Teller zu reiben. Angestrengt und etwas verkrampft blickte sie nach unten in die Spüle. Wieder raste ihr Herz, und Aufregung hatte sie erfasst. Das eigentlich harmlose Bikinibild im Sand hatte sie noch als zu freizügig empfunden, um es hochzuladen, obwohl ihr der Gedanke, so etwas mal mit anderen zu teilen, schon irgendwie auf eine Art, die sie nicht ganz verstand, gefiel. Dieses Bild hier, das sie gerade so in Aufregung versetzte, war sogar noch harmloser, wie sie sich selbst sagte. Es zeigte einen großen Ausschnitt, und das sah man an jedem Strand, in jeder Bar oder sogar auf festlichen Partys mit Damen in Abendkleidern. Es war also überhaupt nichts Anstößiges dabei.
Sandra bemerkte gar nicht, wie die Zeit verging, oder wie Anna einmal vom Stuhl stieg, um dessen Position leicht zu verändern. Mechanisch schrubbte sie den Teller, sah aber nicht, was ihre Hände taten.
Immer wieder sagte sie in Gedanken zu sich selbst: "Ich bin nicht nackt, nur sexy gekleidet. Ich bin nicht nackt, nur sexy gekleidet."
"Fertig!", rief Anna nach drei Minuten und stieg vom Stuhl herunter. Sie legte die Kamera zur Seite und knöpfte sofort Sandras Bluse zu. "Entspann dich."
Am Küchentisch schauten sich die beiden Mädchen die zwei Dutzend Fotos an. Sandra wählte das finale Bild aus. "Du hast recht, Anna, man sieht wirklich nichts. Aber es ist schon toll, das Bild."
Sie zögerte. "Soll ich wirklich?"
Anna nickte. "Ja. Das wäre dein erstes Abenteuer."
Sandra atmete tief durch und lud rasch die Bilddatei hoch, bevor sie es sich anders überlegen konnte. Die fünf Minuten aber zogen sich diesmal wie Gummi. Nervös wippte Sandra mit einem Bein. Der Tisch wackelte.
Dann kam das Ergebnis.
"Wow!", rief Sandra begeistert und zeigte auf den grünen Daumen. "Alle abgegebenen Stimmen landeten bei "Ja". 47!"
"Du hast eine Menge Fans da draußen."
"Und Geld! 40 Euro! Aber..." Sie deutete auf den Schirm, auf dem eine große "2" prangte, um die lautlose Feuerwerksraketen in Farbwirbeln explodierten.
Eine Meldung erschien: "Gratulation, sandra2006! Du bist in Level 2 aufgestiegen. Neue spannende Aufgaben warten auf dich. Klicke hier!"
"Stimmt", sagte Anna und tippte rasch ein paar Mal auf das Display, bis sie in der Regelaufstellung landete. "Hier steht's: Ab 70 Euro netto durch Aufgaben in Level 1 steigt man automatisch auf." Sie wandte sich der Freundin zu. "Du, das will ich aber jetzt auch noch erreichen. Machen wir noch eine Aufgabe?"
Sandra stimmte zu, und so schauten sie sich die deutlich kürzer gewordene Liste in Level 1 noch einmal an.
"Die hier", sagte Anna und deutete auf eine Aufgabe, die 60 Euro einbrachte. Damit würde auch sie die Schwelle zur nächsten Stufe überschreiten.
Sandras Augen wurden groß, als sie den Text las. Ungläubig blickte sie die Freundin an. Anna wartete geduldig.
Schließlich nickte Sandra und lief aufgeregt in ihr Zimmer. Die Bluse hängte sie an die Tür des Schranks zum Lüften, zog ihren Sport-BH an und schlüpfte in eine lange Jeans, was wegen ihrer verschwitzten Haut ein wenig Ziehen und Zerren erforderte. Dann ging sie zu Annas Zimmer, wo diese noch die letzten Textilien zusammenraffte, die unordentlich auf dem Boden, dem Bett oder dem Stuhl vor dem kleinen Schreibtisch verstreut herumlagen. Anna warf alles in den Schrank, zog sich aus, und pfefferte Minirock und Bluse ebenfalls hinein. Den weißen, praktischen BH behielt sie an und schlüpfte ebenfalls in eine blaue Jeans, die aber knapp oberhalb der Knie abgeschnitten war und am Saum in vielen Fransen endete.
"Bereit?", fragte sie. Sandra gab ihr Okay.
Die Mädchen stellten sich auf Tuchfühlung in die Mitte des kleinen Raumes, direkt unter die Deckenlampe.
"Noch etwas enger", forderte Anna. "Wir sollen auf dem Bild doch ein Liebespaar darstellen."
Sie drückte ihr Becken an Sandras und ebenso den Oberkörper. Die Brüste der Mädchen berührten sich nicht nur, sondern pressten sich fest aufeinander. Sandra schlang die Arme um die Hüfte ihrer besten Freundin, während Anna einen Arm um Sandras Hals legte und mit dem ausgestreckten anderen die Kamera hielt. Sie drehte den Kopf zur Seite - und die Lippen der Mädchen berührten sich. Anna schoss ein Foto, und schaute sich das Ergebnis auf dem Kameradisplay an.
"Nein", sagte sie sofort, "das sieht nicht aus, als liebten wir uns innig. Da war der Kuss mit dem Eis ja erotischer."
"Was nun?", fragte Sandra.
Anna öffnete den Kleiderschrank und räumte eins der Seitenfächer aus. Sie stellte die Kamera hinein und trat einen Schritt zurück. Prüfend blickte sie auf den Apparat. "Die Höhe stimmt. Das sollte klappen." Sie wandte sich an Sandra. "Küssen und Fotographieren - das kann ich wohl nicht gleichzeitig. Zumindest nicht, wenn es anregend aussehen soll."
Sie wählte im Menü der Kamerasteuerung die Zeitverzögerung aus, gefolgt von einer fünfmaligen Serienauslösung, und ging zurück zur Zimmermitte.
Wieder umarmten sie sich. Anna schlang ihre Arme fest um Sandras Hals. Beide schlossen die Augen und drückten die Lippen fest aufeinander. Doch nach ein paar Sekunden bemerkte Sandra, wie die Freundin den vorgetäuschten Kuss löste, um kurz darauf ihre offensichtlich angefeuchteten Lippen wieder auf die ihren zu drücken. Allerdings sanfter als zuvor. Es war fast schon zärtlich. Erneut verspürte Sandra dieses Kribbeln im Bauch. Ihre Atmung beschleunigte sich ein wenig.
Dann ließ Anna plötzlich los und holte die Kamera aus dem Fach. Doch ihr Gesicht blieb unzufrieden, als sie durch die Galerie klickte. "Also, so richtig würde mich das nicht überzeugen. Die Aufgabe ist ja ein "lesbischer Kuss in Jeans und BH". Ich denke, wir müssen weg vom Filmkuss und uns richtig küssen."
"Was meinst du mit "richtig küssen"?"
Anna lachte. "Na, was wohl? Das, was du mit deinem Ex-Freund gemacht hast. Knutschen eben, mit Zunge und allem."
Zum wiederholten Male an diesem langen Tag wurde Sandra rot. "Zungenkuss? Wir beide, miteinander?"
"Sicher. Wenn du mit Kevin knutschst, dann kann es mit mir doch auch nicht langweiliger sein. Komm! Diesmal wird es klappen. Ich stelle zur Sicherheit eine 15er-Serie ein mit einer Sekunde Abstand dazwischen."
Sandras Herz klopfte noch schneller, als sich die Lippen wieder vereinigten. Ihre Stirn glänzte vor Schweiß. Sie hatte noch nie eine Frau geküsst, zumindest nicht mit Zunge, oder länger als eine flüchtige Berührung der Lippen. Und schon gar nicht, wenn es gewollt und erotisch aussehen sollte. Doch als sie Annas sanfte, nun wirklich zärtliche Berührung spürte, warf sie alle Bedenken für den Moment beiseite.
Und dann spürte sie die fremde Zunge. Zuerst nur an ihrer eigenen Lippe, dann schob auch Sandra ihre Zunge nach vorne. Langsam umspielten die Zungenspitzen einander, und der Kuss wurde echter. Sandra schaffte es sogar, wenn auch nur für ein paar Sekunden, die Situation auszublenden, und einfach nur die Nähe ihrer besten Freundin auf Lebenszeit zu genießen.
Das ist so viel besser als mit Kevin, dachte Sandra. Und in diesem Augenblick war ihr dieses Gefühl nicht peinlich, nichts, wofür sie sich schämen oder was sie überhaupt erklären musste. Sondern es war einfach nur schön.
Sandra schob die Arme ein wenig an Annas Rücken empor. Es dauerte ein paar Sekunden, bis sie realisierte, dass sie gerade angefangen hatte, Anna zu streicheln. Der Gedanke riss sie aus dem Genießen heraus. Sofort stoppte sie die Bewegung der Hände. Auch das Spiel mit Annas Zunge vergaß sie für einen Augenblick.
Hoffentlich hat sie das nicht bemerkt, ging Sandra durch den Kopf. Sie war zu verwirrt, um die Absurdität dieses Gedankens zu realisieren.
Anna zog den Kopf zurück. Sie atmete heftig. "Mann", sagte sie, und es klang erschöpft. "Das war vielleicht geil! Wenn man das auf dem Bild nicht sieht, weiß ich es auch nicht mehr. Sandra, du küsst echt phänomenal! Das hätten wir schon viel früher mal miteinander machen sollen."
Sandra zwang ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht. "Ja. Und du hast auch toll gespielt."
"Gespielt?", schnaubte Anna. "Ich habe nur am Anfang gespielt. Danach wollte ich einfach nur weiterküssen. Die Kamera hatte ich glatt vergessen. Und wir haben sogar über eine Minute geknutscht, und nicht nur die geplanten 15 Sekunden."
Die Mädchen setzten sich auf das Bett. Annas Finger huschten über das Tablet, und sie reichte das nächste Foto ein. Auch dieses wurde akzeptiert, und sie hatten die fünfte Aufgabe an diesem Tag erfolgreich gemeistert.
"48 Euro für uns, 12 für die Seitenbetreiber! Aber ich habe Level 2 erreicht", rief sie erfreut. "Wieviel Geld haben wir denn heute verdient?"
Sandra rechnete im Kopf schnell nach. Sie war froh, etwas tun zu können, das sie verstand. "111 Euro netto! Und das in ein paar Stunden!"
"Das jeden Tag in den nächsten zwei Monaten. Das wären ja über 6.000 Euro!"
Anna ließ sich erschöpft nach hinten auf die Matratze fallen. "Puh! War ganz schön anstrengend. Ich bin hundemüde und will nur noch schlafen. Können wir es gut sein lassen für heute? Und uns Level 2 dann morgen anschauen?"
Sandra nickte. "Klar. Ich gehe dann mal rüber in mein Zimmer und schaue noch ein paar Musikvideos. Ich bin noch zu aufgekratzt."
Doch Anna hielt sie zurück. Sie stand auf, schlüpfte aus sämtlichen Klamotten und zog ein langes T-Shirt über. Dann kroch sie unter die Bettdecke. "Bleibst du bei mir, bis ich eingeschlafen bin?", bat sie schläfrig und klopfte neben sich auf das Bett. "Ich höre noch ein bisschen zu."
Dann schloss Anna die Augen, und Sandra legte sich neben sie.
Kapitel 3 - Sandra wird mutiger
Am folgenden Morgen, nach einem raschen Frühstück, scrollten Anna und Sandra bereits wieder durch die Task'n'Money-Seite. Neugierig lasen sie die Beschreibungstexte der Aufgaben von Level 2 durch.
"Ganz schön gewagt", stellte Sandra schließlich fest. "Die Kleidung, die man tragen soll, wird sexier."
Anna nickte. "Oder oft auch schlicht weniger." Sie schaute die Freundin fragend und ein wenig besorgt an. "Soll ich alleine weitermachen? Vieles hier ist ja außerhalb deiner Komfortzone."
Sandra zögerte. Was Anna sagte, stimmte. Was hier gefordert wurde, waren Dinge, die sie bis gestern kategorisch abgelehnt hätte. Aber konnte sie die finanziellen Sorgen wirklich allesamt auf ihre beste Freundin abwälzen und dann von deren Geld leben? Und das alles nur, weil sie selbst zu zurückhaltend - zu feige? - war, ein wenig mehr Haut zu zeigen?
Sandra schüttelte innerlich den Kopf. Nein, das wäre total unfair.
Also, sei kein Feigling, sagte sie in Gedanken zu sich.
"Nein, ich mache weiter mit." Ihr helles Lachen, das folgte, klang gezwungen fröhlich. "Es muss ja nicht gleich eine Aufgabe sein, bei der ich meine Brüste pornomäßig in die Kamera halte und mit ihnen spiele."
Auch Anna grinste. "Sowas gibt es bestimmt. Wenn nicht hier, dann bestimmt in einem späteren Level."
Langsam scrollte sie die Aufgabenliste entlang. Obwohl es noch nicht einmal 9 Uhr war, gab es schon einige "gelöst"-Markierungen.
"Da sind wohl ein paar Leute noch geldgieriger als wir", meinte Anna.
"Oder in einer anderen Zeitzone."
Anna klickte auf einen Listeneintrag, der ihr Interesse geweckt hatte. "Wäre das nicht etwas für dich? "Mache ein Foto in erotischen Dessous in deiner Wohnung". Das klingt doch fast harmlos."
"Ja, das würde ich mich wohl trauen. Das wäre ja nicht viel anders als ein knapper Bikini. Nur - ich habe keine erotischen Dessous. Das Zeug in meinem Kleiderschrank ist rein funktional."
Anna wurde nachdenklich. "Hm, das stimmt. Und meine Sachen passen dir nicht wirklich. Es würde auf einem Foto alles andere als erotisch aussehen." Sie legte das Tablet zur Seite und griff Sandras Hände. "Du, was hältst du davon, wenn wir uns etwas Schönes kaufen? Es gibt einige Aufgaben in der Liste, die mit Dessous zu tun haben. Es wäre also eine Investition wie das Eis gestern."
Sandra zögerte erneut, obwohl ihr der Gedanke zu gefallen begann. Richtig sexy Dessous - das wäre schon etwas Tolles, fast schon ein Abenteuer. Aber solche Wäsche war doch bestimmt sündhaft teuer. Ob sich eine derartige Investition wirklich rechnete? Bis sie ein Geschäft gefunden, und sich etwas ausgesucht hatten, und wieder zurück waren, konnten einige der Dessous-Aufgaben bereits aus der Liste verschwunden sein. Andererseits rechneten sich Investitionen auch eher über einen längeren Zeitraum. Es ging daher nicht darum, aus dem heutigen Tag mit Gewinn herauszukommen.
"Komm schon!", bat Anna.
Da ertönte eine kurze Melodie aus dem Tabletlautsprecher. Die Mädchen blickten auf den Schirm. Ein kleines Fenster hatte sich geöffnet. Anna wollte das Werbe-Popup schon wegklicken, als ihr die Worte "Ihr Dessous-Fachgeschäft" ins Auge sprangen.
"Heh, das ist ja praktisch!", sagte sie und lachte verschmitzt. "Hier hast du eine zweite Methode, wie die Seitenbetreiber ihren Schnitt machen."
Sandra las die Adresse des Geschäfts. "Das ist hier ganz in der Nähe. Ich glaube, da sind wir gestern sogar vorbeigekommen."
Anna sprang vom Küchenstuhl auf. Sie zog die Freundin hoch und hielt sie weiter an den Händen. "Bist du einverstanden mit meinem Vorschlag?"
Sandra blockierte die Aufgabe für sich und nickte.
"Klasse!", freute sich Anna und gab Sandra einen dicken Kuss auf den Mund. Dabei strich sie ihrer Mitbewohnerin für einen Moment sanft über die Wange.
Sandra erschauderte, denn die Berührung erregte sie. Doch bevor sie reagieren und den Kuss erwidern oder ihrerseits eine kleine Zärtlichkeit starten konnte, war Anna schon aus der Küche gelaufen. Energiegeladen wie immer.
*
Eine halbe Stunde später betraten die Mädchen das Dessous-Geschäft. Leise Feel-good-Musik kam aus Deckenlautsprechern. Der Raum war hell ausgeleuchtet und machte aufgrund der dezenten Pastellfarben einen freundlichen Eindruck. Die Drehständer und Tische waren auf dem mattweißen Fliesenboden in großzügigem Abstand voneinander platziert, sodass man sich nicht beengt vorkam, wenn man zwischen der Ware herumschlenderte. Drei weitere Kunden waren im Laden - ein junges Pärchen, das sich für Strapsgürtel interessierte und eine ältere Dame, die seidige Morgenmäntel begutachtete.
"Weißt du schon, was du willst?", fragte Anna.
"Ja", antwortete Sandra schlicht. Auf dem Weg hierher hatte sie sich viele Gedanken über ein Outfit gemacht, das der Aufgabe gerecht wurde und nicht zuviel zeigte. Die Frage war jetzt nur: was kostete es? "Wollen wir getrennt stöbern und uns in 10 Minuten an der Umkleide treffen? Und uns dann gegenseitig überraschen in dem ausgesuchten Outfit?"
"Okay. Das klingt gut", stimmte Anna zu und ging davon.
Sandra schaute sich im Laden um und hatte den Drehständer für die Negligés rasch gefunden. Schnell ging sie die verschiedenen Formen und Farben durch und zog schließlich ein hauchdünnes, schwarzes Negligé heraus. Sie hielt es vor ihren Körper und blickte an sich herunter.
Ja, dachte sie. Es ist lang genug.
Das Dessous war in der Brustregion ein wenig verstärkt, sodass kein direkter Einblick möglich war. Abgesehen von diesem vielleicht fünf Zentimeter breiten Band war der Stoff transparent.
Genau das, was Sandra im Sinn gehabt hatte.
Dann suchte sie noch einen dazu passenden Slip und lief in den hinteren Bereich, wo sie nach links in den kleinen Gang einbog, in dem vier Umkleidekabinen auf Kunden warteten. Alle Vorhänge waren zur Seite gezogen.
"Da bin ich", hörte Sandra eine Stimme in ihrem Rücken und drehte sich um.
Anna stand vor ihr und hielt sich eine Hand vor die Augen. "Ich habe nichts gesehen", sagte sie und ging lachend, mit der rechten Hand tastend, an Sandra vorbei in die erste Kabine.
Sandra nahm die direkt daneben liegende. Sie schlüpfte aus den Turnschuhen, Jeans und dem roten T Shirt und legte alles auf den kleinen Hocker in der Ecke unter dem Spiegel. Sie zog den BH aus und glitt in das Negligé. Das zarte, ein wenig kühle Material fühlte sich herrlich auf der Haut an. Richtig edel. Sandra drehte sich frontal zum Spiegel und betrachtete sich darin.
Sexy!, dachte sie. Das sieht echt toll aus.
Sie ging ein wenig näher an den Spiegel, konnte aber immer noch nichts von ihren Brustwarzen sehen. In diesem Bereich war das Dessous also auch beim Tragen vollkommen blickdicht.
Ich will es haben!, dachte Sandra und schaute jetzt erst auf den Preis. Sie kannte sich schließlich genau und wusste, dass manchmal zuviel Ratio in ihr steckte. Nun aber war sie aufgeregt und genoss ihren eigenen Anblick. Das würde den Preis erträglicher machen.
29,95 Euro las sie. Puh, ziemlich viel Geld. Und der String noch einmal 15. Ein kleines Plus würde aber dennoch bleiben, denn die Aufgabe brachte ihr nach Abzug der Blockiergebühr immerhin 56 Euro ein.
Sandra entschied sich zum Kauf. Sie zog ihren Baumwollslip aus und schlüpfte in den knappen, schwarzen Tanga. Die Seitenbändchen zog sie so hoch, dass ein schöner Beinausschnitt entstand, und zupfte etwas am hinteren T. Das Gefühl, diesen dünnen Faden zwischen den Pobacken zu haben, war für sie sehr ungewohnt. Aber zu einem solch schicken Negligé gehörte diese Art Slip einfach dazu.
Aus der Nebenkabine kam Annas Stimme. "Heh, Sandra, bist du schon fertig?"
"Ja."
"Gut, dann raus auf den Gang."
Sandra schoss das Blut ins Gesicht. Raus auf den Gang? Sie hatte gedacht, dass Anna zu ihr in die Kabine kommen würde und sie sich dann gegenseitig das Ausgewählte vorführten. Aber raus? Was, wenn sie jemand in diesem Outfit sah? Wie sollte sie dann reagieren?
Weiter war sie mit ihren Gedanken nicht gekommen, als plötzlich Anna ihren Kopf am Vorhang vorbei in die Kabine steckte. "Wo bleibst du denn?" Sie hielt den Vorhang so vor ihren Körper, dass Sandra nicht sehen konnte, was die Freundin trug.
"Willst du nicht lieber reinkommen?"
"Quatsch. Hier draußen sind riesige, bodentiefe Spiegel. Da können wir uns von allen Seiten wunderbar betrachten." Sie streckte einen Arm zwischen Kabinenwand und Vorhang durch und griff nach Sandras Hand, zog aber nicht daran. "Komm! Was ist schon dabei? Jeder, der hierher kommt, will sexy Dessous kaufen. Also wird auch keiner überrascht sein, wenn jemand diese anprobiert. Außerdem ist im Moment niemand hier. Die anderen Kabinen sind frei, und..."
Ihr Kopf verschwand, und Sandra hörte leiser werdende Schritte, die kurz darauf wieder zurückkamen.
"...die anderen Kunden zahlen gerade und sind gleich weg. Wir sind völlig alleine. Und nun komm, ich will sehen, welch heißes Outfit du gewählt hast."
Sandras Herz drohte aus dem Hals zu springen. Ihr Gesicht war weiter feuerrot. Da schob sich Anna halb in die Kabine. Den Po an die Wand gelehnt, trennte der weiter zugezogene Vorhang ihren Körper optisch in zwei Hälften. Sandra sah, dass die Freundin so gut wie nichts anhatte. Zwei dünne Bändchen an der linken Körperseite und ein wenig Stoff an der Brust, das war es auch schon.
Sie steht fast nackt im Gang und redet ganz ruhig mit mir, dachte Sandra. Einfach so, als wäre es nichts.
Also gab sie sich einen Ruck und zog den Vorhang vollständig auf. Sie trat in den Gang hinaus und schaute direkt auf ihr Spiegelbild. Anna kam hinter sie und strich über den Stoff des Negligés am Rücken.
"Das fühlt sich toll an", schwärmte sie und fuhr mit den Zeigefingern die Schlitze an der Seite des Negligés nach oben, bis sie den Bund des Strings erreichte. Dann drehte sie Sandra an den Schultern einmal um die Längsachse. Annas Augen wurden immer größer. Es gefiel ihr offensichtlich sehr, was sie sah. "Mann, siehst du heiß aus!"
Noch einmal fuhr sie über den dünnen Stoff. "Seit wann trägst du Strings?"
"Erst seit fünf Minuten", lächelte Sandra. "Glaubst du, damit kann ich die Aufgabe lösen?"
Anna nickte. "Sowas von! Für diesen Anblick zahle ich dir selbst die 70 Euro. Egal was es kostet, diese Sachen kaufen wir. Und wenn ich dafür eine zusätzliche Aufgabe machen muss."
Freude überzog Sandras Gesicht. "Das ist nicht nötig. Negligé und Tanga sind durch meine Aufgabe bereits finanziert. - Aber jetzt lass mich mal dich genauer anschauen."
Für den Moment vergaß sie das für ihre Verhältnisse unglaublich gewagte Outfit, das sie quasi in der Öffentlichkeit trug, und konzentrierte sich auf das wenige, das Anna ausgewählt hatte. Die Freundin trug einen schwarzen, glänzenden Lederbikini. Die beiden Dreiecke des Oberteils bedeckten ihre kleinen, festen Brüste vollständig. Der Slip war vorne und hinten sehr knapp geschnitten, verbarg jedoch alles. Das besondere an diesem Outfit aber waren die silbernen Reißverschlüsse. Anna lächelte verführerisch, als sie die beiden Zipper an den Brustdreiecken langsam aufzog. Sandra starrte sprachlos auf ihre Freundin, die sich nun zur Seite drehte und in den großen Spiegel schaute. Spielerisch öffnete und schloss sie die Reißverschlüsse immer wieder ein Stück.
Dann aber zog sie diese mit einem Ruck komplett auf und den Stoff der Dreiecke auseinander, sodass die Nippel deutlich sichtbar wurden. Ihre Hände glitten an ihrem sportlichen Bauch hinab bis zum Reißverschluss, der ihre Scham bedeckte.
Sie wird doch nicht..., dachte Sandra ungläubig und hielt sich vor Aufregung die Hand vor den Mund.
Anna drehte den Kopf, lächelte Sandra wieder an, - und zog den vorderen Zipper des Slips nach unten. Sofort wanderten die Hände zum Po. Sie griff zwischen ihre Beine und zog den zweiten Zipper langsam nach oben.
"Besser als nackt, nicht?", sagte Anna leise. Ihre Stimme vibrierte ein wenig vor Aufregung.
Sandra konnte nur nicken. Aber es beruhigte sie irgendwie, dass Anna dies alles auch nicht kalt ließ.
Da ertönten plötzlich die klackernden Schritte hochhackiger Schuhe, und die Verkäuferin bog in den Gang der Umkleiden ein, blieb aber bereits am Anfang direkt bei dem großen Ständer mit der Ware, die zurückgeräumt werden sollte, stehen. Sie lächelte den beiden Kundinnen freundlich zu und begann dann, die Kleiderbügel abzuhängen.
Anna aber ließ sich, obwohl auch ihr ein wenig Blut ins Gesicht geschossen war, nicht beirren. Laut fragte sie: "Sandra, Süße, was kostet denn dieser Bikini?"
Mit zitternden Fingern griff Sandra nach dem Etikett an der Halsschnürung. "Fast 100 Euro."
Anna entfuhr ein enttäuschtes Seufzen. "Schade. Das können wir uns nicht leisten."
Die Verkäuferin, die das kurze Gespräch mithören musste, näherte sich den Mädchen. Sie hatte ein Bündel Kleidungsstücke über den Arm gelegt. Dass Anna ihr quasi nackt gegenüberstand und sämtliche Reize präsentierte, schien sie nicht zu stören. Sie ging mit keinem Wort und keiner Geste darauf ein.
"Sie könnten unser Spezialangebot für Dessous über 50 Euro in Anspruch nehmen."
Anna schloss nun die drei Zipper auf der Vorderseite. Den am Po ließ sie offen. Sandra bemerkte es, hatte aber gedanklich genügend mit ihrem eigenen Outfit zu tun. Im ersten Moment wäre sie am liebsten im Boden versunken. Doch dann erinnerte sie sich an Annas Worte und wurde ein wenig ruhiger. Die Verkäuferin hatte sicherlich schon Hunderte leicht bekleideter Frauen und Männer hier gesehen. Sandra atmete tief durch. Aber sie blieb so nahe bei ihrer Freundin, dass sich die Arme der beiden berührten. Es war, als suchte sie Schutz vor einer Gefahr.
"Das klingt interessant", erwiderte Anna. "Was für ein Angebot ist das?"
"Sie erlauben uns, ein paar Fotos von Ihnen in diesem Lederbikini zu machen. Diese verwenden wir hier im Laden als Werbung zufriedener Kundinnen. Und dafür erhalten Sie den Artikel für die Hälfte."
"Hey, das klingt klasse!", freute sich Anna. "Das mache ich."
Die Verkäuferin wandte sich an Sandra. "Wir haben auch sehr schöne Negligés, die noch erotischer sind. Auch im Brustbereich. So könnten Sie Ihre Liebste..." Die Augen der Frau sprangen kurz zu Anna und wieder zurück. "...noch mehr erfreuen. -Aber auch in diesem recht verhüllenden Dessous sehen Sie entzückend aus."
Noch bevor Sandra reagieren konnte, trat Anna hinter sie und schlang ihr die Arme um den Bauch. Das Kinn legte sie auf Sandras Schulter. "Ja, mein Schatz hier ist schon ein Hingucker." So schnell sie Sandra umarmt hatte, so schnell ließ sie wieder los, und trat zu der Verkäuferin. "Wo möchten Sie die Fotos machen? Hier oder vorne im Laden?"
"An der Seitenwand neben dem Schaufenster. Dort ist das Licht am besten."
Anna stimmte zu. Diesen Ort hätte sie auch gewählt. Sie griff Sandras Hand, schaute die Freundin fragend an, und als diese nickte, gingen die drei Frauen zurück in den Verkaufsraum. Weiter hielt sich kein Kunde darin auf.
In Sandras Kopf schwirrten die Gedanken und Gefühle chaotisch hin und her. Halbnackt lief sie barfuß neben ihrer besten Freundin, die keine Scheu kannte, in einem Dessousgeschäft herum. Wenn neue Kundinnen - oder vielleicht sogar Kunden, Männer! - hereinkamen, konnte jeder sie, Sandra, so freizügig gekleidet sehen. Sie wusste immer noch nicht, wie sie dann reagieren sollte.
Und dann hatte Anna sie auch noch "Schatz" genannt. Das war bestimmt nicht ernst gemeint gewesen, aber die Umarmung hatte sich einfach herrlich angefühlt. In dieser Sekunde war es Sandra egal gewesen, dass noch jemand dabeistand. Sie hatte einfach Annas sanfte Hände genossen.
Auf der einen Seite begann alles, etwas viel für sie zu werden, und sie wollte zurück in ihre Kabine und sich umziehen. Auf der anderen Seite wollte sie Anna, der dies alles einen Heidenspaß zu machen schien, nicht enttäuschen und ihr die Laune verderben. Anna hatte in den Jahren ihrer Freundschaft schon so viel für sie getan, schon so oft Rücksicht auf ihre Bedenken und Hemmungen genommen.
Also nahm Sandra allen Mut zusammen und schob sämtliche Zweifel beiseite. War sie zuerst nur passiv hinter den beiden anderen Frauen hergetrottet, die sich lebhaft über das kommende kleine Fotoshooting unterhielten, so schloss sie nun auf.
"Reißverschluss offen oder geschlossen?", fragte Anna.
Die Verkäuferin nahm einen Fotoapparat unter dem Tresen hervor. "Geschlossen", antwortete sie, und die drei gingen zum Schaufenster.
Anna lehnte sich mit der linken Schulter an ein kleines Stück Wand, das vielleicht genau für diesen Zweck frei geblieben war, verschränkte die Unterschenkel, legte zwei Finger an den Zipper eines der Dreiecke und schaute mit leicht nach hinten gelegtem Kopf schräg nach oben. Ihr Blick ging in die Ferne, und sie versuchte offensichtlich, Erotik hineinzulegen. Sandra fand, dass es ihr hervorragend gelang. Ihr eigener Herzschlag beschleunigte sich jedenfalls spürbar, als sie die Freundin in dieser Pose sah.
Sie ist definitiv auch ein Hingucker, dachte Sandra. Warum ist mir das früher nie aufgefallen? Ich fand sie schon immer hübsch. Aber jetzt ist da irgendwie... mehr.
Nach wenigen Minuten war die kleine Fotosession beendet, und die Freundinnen liefen zurück zu den Umkleiden.
Sandra seufzte erleichtert auf, als sie und Anna in der ersten Kabine angekommen waren und den Vorhang geschlossen hatten.
"Sandra? Hättest du Lust auf eine kleine Mutprobe?", fragte Anna und zog die Schnürung ihres Bikinis auf. Wenig später stand sie nackt in der Umkleide.
"Äh, was meinst du?"
Anna beugte sich nach vorne und flüsterte ihrer Mitbewohnerin ihre Idee ins Ohr.
Sandra sog überrascht die Luft ein. "Du spinnst!", sagte sie, aber sie merkte auch, wie der Vorschlag ihr Herz zum Rasen brachte. Das wäre mit Sicherheit ein Abenteuer! Und was für eines!
"Du musst nicht, wenn du nicht willst", sagte Anna leise. "Aber ich mache es."
Sie legte den Bikini auf den Hocker, öffnete den Vorhang ein Stück und schlüpfte hinaus, ohne nach links oder rechts zu schauen. Sandra hielt die Luft an und hörte die leisen Geräusche nackter Füße auf dem Teppichboden im Gang. Dann ertönte ein Ratschen, als Anna den Vorhang der hintersten Kabine zuzog.
Oh Gott!, dachte Sandra, deren Herz wieder wild pochte. Sie ist wirklich nackt den Gang hinuntergelaufen! Langsam, nicht gerannt! Und ich soll das jetzt auch tun!
Doch irgendwie lief sie in diesen Sekunden auf Autopilot. Noch bevor sie vernünftig darüber nachdenken konnte, hatte ein anderer Teil von ihr bereits den Vorhang geöffnet und ihre Beine in den Gang geführt. Sandra schaute sich rasch um, aber da war niemand. Mit großen Schritten und sicherlich viel schneller als ihre Freundin, lief sie hinunter bis zur letzten Kabine. Anna zog den Vorhang schon zur Seite, als sie die näherkommenden Schritte hörte. Sandra verschwand in der kleinen Umkleide. Sie war schweißgebadet, und sie atmete heftig. Ihre Knie zitterten jetzt, da die Situation überstanden war, und sie musste sich an der Wand abstützen.
Anna schaute sie mit vor Freude glänzenden Augen an. "Hammergeil, nicht? Wie war es für dich?"
Sandras Stimme klang piepsig, als sie antwortete: "Ungewohnt. Verängstigend. Aber auch irgendwie... aufregend im positiven Sinne."
"Das glaube ich", erwiderte Anna und blickte demonstrativ auf Sandras Scham. Die schwarzen Haare glänzten. "Sandra, du bist ja ganz feucht. Ich wusste gar nicht, dass du auf so was stehst. Nackt in der Öffentlichkeit rumrennen!"
"Ich auch nicht", sagte Sandra leise. "Und ich weiß auch nicht, warum es mir... gefällt."
Anna winkte ab. "Warum? Das ist doch völlig egal. Hauptsache, es macht dir Spaß. - Komm, lass uns zurück in unsere Kabinen gehen, wo die Kleider liegen."
Den Rückweg legten sie zusammen auf Zehenspitzen rennend zurück.
Sandra war froh, als sie endlich wieder Jeans und T-Shirt trug. Die kurze, sich irgendwie verboten anfühlende Nacktheit war schön gewesen, aber jetzt brauchte sie ein Stück Normalität. Zumindest bis sie zuhause waren. Denn dann mussten sie ja noch das Foto für die Aufgabe schießen.
Die Mädchen bezahlten und verließen das Geschäft.
"Das waren doch zwei erfolgreiche, tolle Stunden, nicht?", meinte Anna, als sie auf dem Bürgersteig standen. Vereinzelt kamen ihnen Passanten entgegen, aber der große Run auf die Geschäfte schien an diesem Tag erst später zu beginnen.
"Auf jeden Fall", bestätigte Sandra. Sie fühlte sich gut, und das erstaunte sie selbst nicht wenig. Die Mutprobe schien einen Damm geöffnet zu haben, und dahinter schien Mut zu liegen. Sandra glaubte, dass sie nun wirklich bereit für Abenteuer war. "Also, gehen wir nach Hause und machen ein tolles Foto von mir."
"Klar, Liebste", lachte Anna. "Die Verkäuferin hat doch glatt geglaubt, wir wären ein Paar."
"War dir das unangenehm?", fragte Sandra spontan und ohne nachzudenken. Sie fürchtete sich im selben Moment ein wenig vor der Antwort.
"Nö, nicht im mindesten", erwiderte Anna und legte Sandra den Arm um die Hüfte. "Außerdem steht ja immer noch eine Wiederholung unseres Kusses für das letzte Bild aus. Und darauf bestehe ich."
"Die Wiederholung kriegst du", lachte Sandra und legte ihrerseits den Arm um Annas Schultern.
*
Zu Hause angekommen, schlüpfte Sandra sofort wieder in Tanga und Negligé. Anna nahm den Fotoapparat, und die beiden gingen auf den kleinen Balkon zum Innenhof hinaus. Sandra lehnte den Po an die Balkonbrüstung und stützte die Hände links und rechts neben der Hüfte auf der Mauer ab. Anna strich ihr die Haare nach hinten und zupfte den Saum des Negligés nach unten.
"Kreuze mal die Beine, so wie ich es im Laden gemacht habe."
Sandra folgte der Anweisung. Dann legte auch sie den Kopf ein wenig in den Nacken und genoss die Sonnenstrahlen des Sommertages auf dem verschwitzten Körper. Eine Gänsehaut bildete sich, als eine sich kühl anfühlende Brise wehte. Anna lachte leise und wartete, bis Sandras Körper diese Reaktion zurückgebildet hatte. Dann schoss sie ein paar Fotos.
"Und jetzt noch welche im Schneidersitz", schlug sie vor.
Sandra setzte sich wie befohlen auf den kalten Steinboden, überkreuzte die Beine und griff den Saum des Negligés. Die Hände legte sie in den Schoß. Den Kopf ein wenig zur Seite gedreht, schaute sie in die Ferne und versuchte, ihrem Gesicht einen möglichst entrückten Ausdruck zu verleihen. Rasch waren genügend Fotos geschossen, und die beiden Mädchen schauten sie durch. Sandra wählte eines der Fotos im Schneidersitz aus und lud es hoch. Die fünf Minuten Wartezeit waren schnell vorüber, und ihnen wurden 56 Euro gutgeschrieben.
Dennoch war Sandra enttäuscht. "24 von 46 votierten mit "Ja". Das war äußerst knapp. Warum so wenige?"
Anna hatte unterdessen die Kommentare geöffnet und überflog diese. "Viele Nutzer sind enttäuscht, dass du deine Brüste nicht zeigst. In Level 2 geht es doch genau darum, meinen einige. Das Verstecken unter blickdichtem Stoff wäre was für Level 1."
"Aber", verteidigte sich Sandra, "das stand doch gar nicht in der Aufgabe. Es ging doch nur um erotische Dessous im Haushalt."
"Hm, hätte ich auch gesagt. Aber es gibt wohl so etwas wie ein Grundthema für diesen Level. Und das lautet den Kommentaren nach: Titten zeigen! Das musst du also gleich bei deiner nächsten Aufgabe berücksichtigen. Hoffentlich gibt's die noch." Sie schaute schnell nach, fand sie unerledigt und blockierte sie sofort für Sandra.
Dann liefen sie ins Badezimmer. Sandra ließ die Wanne volllaufen und verwendete viel Schaum. Sie schlüpfte aus den Dessous und glitt langsam ins Wasser. Anna stand mit der Kamera in der hintersten Ecke, so weit entfernt, wie es der kleine Raum erlaubte, und schaute auf das Display.
"Mach mal deine Haare nass!"
Sandra holte tief Luft und tauchte unter. Sekunden später kam sie prustend wieder hoch und schob die triefenden, nun glänzenden Haare in den Nacken. Absolut glatt lagen sie dicht am Kopf an.
"Ein etwas ernsteres Gesicht, bitte", schlug Anna vor und drückte ein paar Mal den Auslöser, während die Freundin etwas tiefer rutschte, den Kopf auf den Badewannenrand legte und die Augen schloss.
"Gut, das war zum Aufwärmen. Jetzt aber zur Action!", lachte Anna, legte die Kamera auf den Spülkasten und beugte sich zur Wasseroberfläche hinunter. Vorsichtig schob sie den voluminösen, weißen Schaum, der Sandras Körper bis zum Hals verdeckte, zur Seite. Ab und an planschte sie mit der flachen Hand ins Wasser, wenn ihr das Ergebnis zu gestellt erschien. Schließlich aber war sie zufrieden. Die Schaummenge um Sandras Oberkörper hatte sich merklich reduziert und erlaubte an einigen Stellen einen direkten Blick auf ihre nackte Haut. Auch auf die Brustwarzen, denn darauf hatte Anna besonderen Wert gelegt. Sandra öffnete die Augen und schaute nach unten. Sie sah, was sie vermutet hatte, und wieder fing ihr Herz an, schnell zu schlagen. Es war schon aufregend zu wissen, dass bald Dutzende von Menschen sie so sehen würden.
Soll ich es wirklich tun?, fragte sich Sandra.
Anna stand vor ihr, die Kamera wieder in der Hand, und wartete schweigend auf das Okay.
Schließlich nickte Sandra, und schnell waren ein paar Schnappschüsse im Kasten. Anna beugte sich zur Freundin herunter und gab ihr einen Kuss auf die nasse Stirn. "Ich bin stolz auf dich! - Aber was hältst du davon, wenn wir dem Bild noch ein wenig mehr Pep geben? Sozusagen etwas mehr als das, was in der Aufgabe gefordert wird, um die Community wieder auf unsere Seite zu ziehen?"
Sandra rutschte ein wenig höher, bis sie die Beine ausstrecken konnte. Auf Dauer war es, fast den gesamten Oberkörper unter Wasser, doch unbequem geworden. "Soll ich meine Scheide auch noch zeigen?"
Anna schüttelte den Kopf. "Nein, ich glaube, das wird in Level 2 nicht gefordert. Zumindest habe ich keine solche Aufgabe gefunden. Aber vermutlich gibt es sowas in höheren Leveln. - Nein, ich meine etwas anderes."
Sie schlüpfte aus ihren Klamotten und ließ sie zu Boden fallen. Vorsichtig stieg sie ebenfalls in die Badewanne und tastete mit dem Fuß, ob nicht gerade Sandras Beine im Weg lagen. Sandra öffnete die Schenkel ein wenig, sodass die Freundin schließlich mit beiden Füßen in der Badewanne stand, sich mit einer Hand an der Wand abstützte und langsam ins Wasser hinabließ. Anna öffnete ihre Beine weit und schob sie an Sandras Hüfte vorbei. Dann rutschte sie ein Stück nach vorne und stemmte die Füße neben Sandras Oberkörper an die Rückenlehne. Ihre Knie ragten aus dem Wasser. Sandra, einem Impuls folgend, griff unter Wasser nach Annas Unterschenkeln und hielt sie fest.
Die beiden lächelten sich an und schauten sich für einen Augenblick tief in die Augen. Erotische Spannung lag in der Luft, und Sandra begann unwillkürlich, die Finger langsam über Annas Unterschenkel gleiten zu lassen. Wie bei dem schönen Kuss in Level 1, wurde ihr erst nach ein paar Sekunden bewusst, dass sie dabei war, ihre beste Freundin zu streicheln. Doch diesmal stoppte sie nicht. Trotz der Wärme des Wassers bekam Anna eine Gänsehaut.
Es gefällt ihr, dachte Sandra, und freute sich riesig.
Doch nach außen taten beide so, als passierte gerade nichts zwischen ihnen.
Anna räusperte sich und erklärte ihre Idee. "Ich dachte, ich schieße ein Foto aus dieser Perspektive. Man sieht dich, deine Brüste unter Wasser - und meine aufgestellten Knie. Jeder, der das Bild betrachtet, erkennt, dass du mit jemandem in der Badewanne sitzt. Erotik pur! Was hältst du davon? Oder ist dir das zu gewagt?"
Sandra schüttelte den Kopf. Dieser zusätzliche Aspekt störte sie nicht. Anna schoss eine Reihe von Fotos, und legte danach den Apparat zur Seite. Dann zog sie die Beine an, und schaffte es mit viel Mühe und auch Lachen, sich umzudrehen. Langsam ließ sie ihren Rücken an Sandras Brust sinken. Den Kopf legte sie nach hinten und schloss die Augen. Sandra umschlang die Hüfte der Freundin und gab ihr einen Kuss auf den Hals.
"Können wir ein paar Minuten einfach nur so hier im Wasser sitzen?", fragte Anna ganz leise. Ihr beschleunigter Atem verriet, dass sie die Situation genoss. "Es ist so schön, dich zu spüren."
Sandra antwortete nicht, sondern verstärkte die Umarmung und presste ihre Wange an Annas Kopf. Auch ihr gefiel diese Situation ungemein. Und als Anna unter Wasser ihre Hände auf Sandras legte und sich einige Finger verschränkten, war sie mehr als glücklich.
Schließlich aber wurde das Wasser kalt, und die beiden stiegen aus der Wanne. Sie trockneten sich ab, zogen sich bequeme Shorts und weite T-Shirts an und luden eins der Fotos mit Pep hoch, wie Anna sie nannte. Es wurde akzeptiert. 95% der Nutzer stimmten mit "Ja", und es gab auch ein paar Kommentare, dass man gerne wüsste, wer die andere Person im Wasser sei. Anna grinste, als sie das las.
"Deine Idee war genau richtig!", freute sich Sandra. "Nochmal 64 Euro für uns."
Da ploppte ein kleines Fenster auf und verkündete: "Gratulation, sandra2006! Du bist in Level 3 aufgestiegen."
Sandra war verblüfft. "So schnell? Gerade einmal zwei Aufgaben musste ich machen."
Anna zuckte die Achseln. "Die werden schon wissen, was sie tun. Aber jetzt bin ich dran. Ich muss nachziehen."
Kapitel 4 - Böse Überraschungen
Anna las konzentriert die noch übrig gebliebenen Aufgaben. Rasch hatte sie zwei herausgesucht, die ihr Spaß machen würden, und die auch ausreichten, um in den nächsten Level aufzusteigen.
"Wow!", lobte Sandra. "Das willst du tun?"
Anna nickte. "Bist du dabei?"
"Bei der zweiten muss ich ja nur fotographieren, da auf jeden Fall. Aber die erste? Das ist schon sehr explizit." Sie zögerte einen Moment, stimmte dann aber zu.
Anna sprang vom Boden ihres Zimmers auf und schlüpfte wieder aus allen Kleidern. Dann trat sie zu ihrer Unterwäscheschublade und kramte darin herum. "Welche Farbe soll ich nehmen?"
"Den blauen mit den Doppelbändern an der Seite. Das sieht im Profilfoto bestimmt sehr schön aus."
Anna zog die Schublade heraus und kippte den Inhalt auf den Boden. Nackt wie sie war, ging sie in die Hocke und stöberte durch den Haufen an Slips und Strings, bis sie den blauen Tanga gefunden hatte. Sandra wandte rasch den Blick ab, denn so wie Anna hockte, konnte man direkt auf ihre Scham schauen, die kurzen Haare und mehr als nur einen Teil der Schamlippen. Doch Anna schien das nicht zu stören. Sie stand auf und schlüpfte in den String. Die doppelten Seitenbänder schob sie ein wenig über Hüfthöhe. Sandra zog T-Shirt und BH aus, behielt aber ihre Shorts an. Anna schob den Unterwäscheberg mit dem Fuß achtlos zur Seite, bis er nicht mehr die Aufnahme stören würde, und stellte den Fotoapparat wieder in den geöffneten Kleiderschrank. Die Serienfunktion lief bereits. Dann ging sie in die Mitte des Zimmers, und Sandra kniete sich vor ihre Freundin auf den Boden. Ganz leicht drückte sie ihre Lippen auf Annas Schamgegend, die nur durch ein knappes Stoffdreieck bedeckt wurde.
Anna legte ihr die Hände auf den Kopf und zog diesen ein ganz klein wenig näher. Sandra spürte, wie sie nun nicht nur den String berührte, als dieser die Form von Annas Schamgegend nachbildete. Nach ein paar Sekunden schob Anna die Beine ein wenig weiter auseinander und blieb wieder für ein paar Sekunden ruhig stehen. Sandra kniete bewegungslos und presste, von Annas Druck gesteuert, mal mehr, mal weniger stark auf die bedeckte Intimgegend.
Wie würde sich das wohl anfühlen, wenn kein Stoff dazwischen ist?, fragte sich Sandra. Und wie, wenn wir das nicht für ein Foto, sondern einfach so machen würden?
Nach ein paar Minuten waren genügend Fotos im Seitenanblick geschossen, und Anna half der Freundin auf. Sie holte die Kamera und setzte sich auf ihr Bett. Beide schauten durch die Galerie - und waren begeistert.
Anna schloss die Augen und tippte blind auf eins der Fotos. Sie lachte, als sie es hochlud. "Das war easy. Alle Bilder sind top. Gleich kriegen wir nochmal einen Batzen Geld."
Doch dann kam eine böse Überraschung. Noch bevor die fünf Minuten Abstimmungszeit starteten, sprang ein großes Fenster auf.
"Unsere Software entdeckte einen möglichen Betrugsversuch mittels KI-generierter Bilder. anna2006, dein Konto ist bis auf Weiteres gesperrt. Bitte lies dir hier durch, wie die Sperrung aufgehoben werden kann."
Die Mädchen blickten sich sprachlos an.
"Betrug?", flüsterte Sandra. "Wieso denn das?"
Anna folgte dem Link, und ein Textdokument öffnete sich.
Jedes hochgeladene Bild wird mittels Software auf Anzeichen für eine nachträgliche Bildbearbeitung, die über Kontrast oder Helligkeit hinausgeht, untersucht. Bei deinem letzten Bild, anna2006, deuten mehrere Indikatoren diese Möglichkeit an. Betrugsversuche werden strikt geahndet, und entsprechende Konten dauerhaft gesperrt. Gesperrte Nutzer dürfen zudem auch nicht in Bildern anderer, noch aktiver Nutzer, auftauchen.
Um dein Konto zu entsperren und den Vorwurf des Betrugs zu entkräften, musst du das fragliche Foto unter Anwesenheit eines von Task'n'Money gestellten Zeugen erneut produzieren. Sobald der Zeuge das neue Bild freigibt, ist dein Konto wieder aktiviert.
Da dieser Service für uns aufwändig ist, wird dafür eine Gebühr von 50% des Bildwertes berechnet.
Wir bitten um Verständnis für diese harten Maßnahmen, aber die Task'n'Money-Community muss sich darauf verlassen können, dass nur reale Bilder hochgeladen werden.
Wenn du einen Zeugen buchen möchtest, so klicke bitte hier.
Anna legte das Tablet zur Seite. Ungläubig starrte sie Sandra an. "Spinnen die?" Dann sprang sie vom Bett auf. Wut überzog ihr Gesicht. Sie trat gegen eine Jeanshose, die unter dem Bett hervorlugte. "Das kann doch nicht wahr sein! Betrug! KI! So ein Schwachsinn. Das würde ich nie machen. Wie kommen die dazu, mir so etwas zu unterstellen?!"
Aufgebracht lief sie im Zimmer auf und ab. Sie konnte sich kaum beruhigen. Die Worte sprudelten nur so aus ihr heraus. "Und dann das ach so generöse Angebot! Nur 50% des Bildwertes! Was soll das? Woher soll ich wissen, dass die nicht dauernd solche Warnungen vortäuschen, um uns abzuzocken? Vielleicht leben die davon? Das ist doch alles Schmu! Wenn hier einer betrügt, dann doch wohl die Seitenbetreiber. Du, denen werde ich was erzählen. So können die..."
Sandra legte ihr beruhigend die Hände auf die Schultern. "Psst, Anna! Ganz ruhig! Atme erst einmal tief durch."
Annas Augen blitzten vor Wut. Sie schnaubte verärgert, hielt aber in ihrer Wanderung inne.
"Und, sieh es mal von der anderen Seite. Stell dir vor, wir würden Fotos bewerten. Und dann käme raus, das waren alles Fakes. Das würde uns doch maßlos ärgern."
"Stimmt schon. Aber welche Indikatoren sollen denn bei unserem Foto eine red flag hochziehen? Noch realer geht es doch nicht!"
"Ich weiß nicht. Aber vielleicht sollten wir einfach mit dieser Seite aufhören. Wir haben ja ein wenig Geld verdient."
Anna schaute sie entgeistert an. "Aufhören? Spinnst du? So höre ich doch nicht auf. Da liegen sexy Fotos von mir auf einer Internetseite - und darunter prangt jetzt virtuell "Betrügerin"! Denn jetzt glaubt doch bestimmt jeder, auch die anderen Bilder seien fake. Nee, so geht das nicht. Ich will, dass das gelöscht wird. Und danach nehme ich die Seite aus und führe so viele Aufgaben durch, dass die gar nicht mehr nachkommen mit dem Einziehen der dafür nötigen monatlichen Beiträge."
Sandra musste trotz der ernsten Situation lachen. "Du willst also deinen nackten Körper und was weiß ich sonst noch alles zeigen. Nicht, um damit Geld zu verdienen, oder weil es dich geil macht, dass andere dich so sehen. Nein, meine Anna will die Inhaber von Task'n'Money damit in den Ruin treiben. Und das alles in zwei Monaten, denn dann beginnt ja unser Studium."
Anna blickte sie für einen Moment verwundert an, lachte dann aber ebenfalls los. Ihre Wut verrauchte nun zusehends. "Hast schon recht. Das wäre vielleicht übertrieben. - Aber was hältst du von der Sache mit dem Zeugen? Sollen wir das machen?"
"Müssen wir wohl. Wie läuft das genau ab?"
Anna klickte auf die nächste Seite des Dokuments und überflog die Zeilen. Dann fasste sie zusammen: "Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder einen virtuellen Zeugen. Wir müssen dann das Tablet so aufstellen, dass wir die ganze Zeit im Bild sind und es live streamen. Oder wir nehmen einen realen Zeugen, der hier in die Wohnung kommt."
"Den virtuellen", sagte Sandra sofort.
Anna wiegte zweifelnd den Kopf. Man sah ihr an, dass sie die andere Option vorzog. "Das müssten wir dann aber für die nächsten fünf Bilder machen. Und jeweils 50% des Wertes abgeben. Hier steht etwas davon, dies sei so strikt, da nicht absolut sichergestellt werden kann, dass der Kamerafeed unverändert am Ziel ankommt."
Sandra schaute unglücklich. "Das würde, zusammen mit den Gebühren fürs Blockieren, eine Menge Geld kosten. Wir würden dann kaum etwas verdienen. - Du wärst also dafür, dass uns jemand Fremdes zuschaut, wie ich dich in der Intimgegend küsse?" Ihr Gesichtsausdruck zeigte, dass ihr der Gedanke unangenehm war.
Anna nickte. "Ja. Außerdem: Das Foto sehen doch auch viele Leute."
"Ich weiß. Aber das ist anonym, die stehen nicht zwei Meter vor mir."
Sandra dachte einen Moment nach. Wie so oft in den letzten Tagen hatte sie Bedenken. Doch schließlich gab den Ausschlag, dass auch sie nicht wollte, dass Anna als potenzielle Betrügerin abgestempelt wurde. Also stimmte sie zu. "Gut. Wie läuft das nun weiter ab?"
Anna klickte auf den Link "Zeugen in deiner Nähe auswählen". Eine neue Seite öffnete sich. Vier kleine Portraitfotos prangten am linken Rand. Daneben standen der Name und der erste Satz von drei Bewertungen von Personen, die die Dienste des Zeugen ebenfalls in Anspruch genommen hatten.
"Heh", rief Sandra und deutete auf das unterste Bild. "Die Frau kennen wir doch."
Anna tippte auf das Portrait, das sich daraufhin vergrößerte. "Stimmt, das ist die Verkäuferin aus dem Dessous-Laden. - Hm, komischer Zufall, nicht?"
"Nein, wieso? Wir haben den Laden doch auch angezeigt bekommen, weil er in unserer Nähe ist. Und derjenige, dem das Geschäft gehört, muss ja mit Task'n'Money irgendwie verbunden sein. Ein Werbekunde wahrscheinlich. Und diese Frau... Miriam Krüger... ah, es ist die Eigentümerin, nicht die Verkäuferin, Nun, diese Frau Krüger arbeitet eben auch als Zeugin. Vielleicht ein Nebenerwerb, weil ihr Laden nicht gut läuft?"
"Sollen wir sie buchen? Sie wäre ja nicht ganz fremd für uns und kennt uns schon in sexy Kleidung. Hier steht, sie sei heute von 17:30 bis 20:00 Uhr verfügbar", fragte Anna.
Sandra war einverstanden, und so buchten sie die Zeugin.
Die Mädchen waren gespannt, wie dieses Verfahren nun in der Praxis ablaufen würde.
*
Pünktlich um 17:30 Uhr klingelte es an der Tür. Anna öffnete. Sie trug nur ein langes Sommerkleid und darunter bereits den String für das Foto.
"Hallo, Frau Krüger, kommen Sie bitte herein!"
Miriam Krüger lächelte freundlich, erwiderte den Gruß und folgte Anna in die Küche. Die Besucherin war ebenfalls sommerlich gekleidet - ausgefranste Jeans-Shorts, ein grellweißes Spaghettiträgertop, das einen Fingerbreit Bauch freiließ und offene, silberne High-heels.
"Guten Abend, Frau Krüger", grüßte Sandra und stand vom Küchentisch auf. Auch sie hatte bereits Jeans und ein dunkles T-Shirt ohne BH darunter an. Die Mädchen hatten sich darauf geeinigt, die ganze Sache möglichst schnell hinter sich zu bringen, und hatten vorbereitet, was nur eben ging.
"Hallo", sagte die gebuchte Zeugin. "Und bitte, nennt mich Miriam. Wir können uns duzen. Wir gehören ja derselben Community an."
Die beiden Freundinnen standen eng beieinander. Sandra griff nach Annas Hand. Irgendwie fühlten sich beide, als säßen sie auf der Anklagebank einer Gerichtsverhandlung. Dabei ging es doch rein faktisch nur um ein simples Foto - und ein Fehlurteil einer Software. Aber mittelbar ging es eben auch um ihre finanziellen Sorgen. Und das Geldverdienen mit Task'n'Money machte beiden Spaß, war einfach, und schien eine ideale Sache für Studentinnen zu sein.
Anna ergriff das Wort. "Also, Miriam, ich muss sagen, dass mich die Behauptung, ich sei eine Betrügerin, schon ziemlich verärgert hat."
"Das kann ich gut verstehen. Die Software, die verwendet wird, hat ihre Tücken. Sie ist so eingestellt, dass sie möglichst keinen Betrugsversuch übersieht. Das Problem ist dann aber, dass sie leider gelegentlich auch echte Fotos als verdächtig markiert. Ich habe mir euer Bild angeschaut. Für mich ist es eindeutig kein Fake."
Anna seufzte erleichtert auf. Diese Frau Krüger schien ja ganz nett zu sein.
"Wollen wir dann?", fragte Miriam und zog ihr Smartphone aus der kleinen Handtasche, die über ihrer Schulter hing. "Das Bild ist ja nicht hier entstanden. In welches Zimmer müssen wir?"
Anna deutete auf die Tür zu ihrem Zimmer und ging voran. Miriam schaute sich aufmerksam in dem Raum um und blickte immer wieder auf das Display ihres Telefons. Sie wischte mit dem Finger darüber, nutzte einen elektronischen Pen zum Schnellschreiben und schoss ein paar Fotos. Dann startete sie eine Vergleichs-App und erklärte nach wenigen Sekunden: "Die Fotos, die ich mache, werden nachher sofort wieder gelöscht. Es geht nur darum, dass ich sicherstellen muss, dass der Raum auf dem Foto dem hier entspricht. Damit wäre klar, dass ihr nicht einfach ein Bild aus dem Netz verwendet habt und vortäuscht, das wäre euer Zimmer."
Wieder blickte sie auf ihr Smartphone und nickte dann. "Alles in Ordnung. - Ist es euch recht, wenn ich euch Anweisungen gebe? Dann können wir, meiner Erfahrung nach, das Foto am schnellsten reproduzieren. Okay? Dann zieht euch bitte aus."
Die Mädchen waren einverstanden. Das kam ihrem Wunsch entgegen. Sandra schlüpfte aus ihrem Shirt und Anna aus dem Kleid.
"Anna", sagte Miriam und richtete das Handy auf die Angesprochene. "Würdest du dich bitte einmal langsam um die eigene Achse drehen? Ich muss ein Modell deines Körpers erstellen, das ich dann mit dem verdächtigen Foto abgleiche."
Sandra schluckte. Das war ja fast wie bei einer polizeilichen Festnahme, wie man sie in Filmen sah. Doch Anna hatte schon begonnen, sich langsam auf der Stelle zu drehen. Miriam zeichnete alles auf und startete wieder ein Vergleichsprogramm. Auch diese Analyse endete mit einem positiven Ergebnis.
"Die Brüste des hochgeladenen Fotos stimmen mit deinen überein, Anna. Sehr schön."
Dann trat sie neben den Kleiderschrank, in dem Annas Kamera betriebsbereit lag. "Sandra, küsse jetzt bitte die Intimgegend von Anna."
Sandra kniete sich wieder auf den Boden und presste ihren Mund an Annas String. Technisch war alles wie vorhin, aber gefühlsmäßig fehlte alles. Keine erotische Spannung, kein Wunsch, diese Situation zu verlängern und auszukosten. Sandra war verkrampft, und sie spürte, dass auch Anna im Moment wenig entspannt war und genießen konnte.
Miriam startete die Serienfunktion auf Annas Kamera und schoss auch mit ihrem Smartphone einige Bilder. "Entspannt euch bitte ein wenig, sonst stimmt die Körperhaltung nicht. Und, Sandra, deine Lippen müssen etwas fester auf Annas Slip pressen. In dem hochgeladenen Foto sieht man, wie der Stoff sich ein wenig eindrückt."
Sandra gehorchte, und auch Anna erhöhte den Druck auf den Hinterkopf der knienden Freundin. Obwohl Sandra die Situation nicht genoss, schien ihr Körper anders darüber zu denken, denn ihre Nippel richteten sich steil auf. Fast schämte sich Sandra dafür.
"Anna, deine linke Brust glänzt vor Schweiß. Das entspricht nicht dem ursprünglichen Foto. Wenn ihr erlaubt, gehe ich kurz in euer Bad und hole ein Handtuch zum Abtrocknen. Ihr beide bleibt bitte in dieser Position. Da stimmt alles."
"Den Gang runter", erwiderte Anna, und die Zeugin verschwand für einen Moment, um wenig später mit einem kleinen Handtuch zurückzukehren.
"Darf ich?", fragte Miriam, und Anna nickte. Die Mädchen verharrten weiter in ihrer Pose, als die ungefähr doppelt so alte Frau begann, Annas Brüste mit dem Tuch zu trocknen. Fest rieb sie über die nackte Haut, und Annas aufgerichtete Nippel wurden durch die Berührung noch härter. Miriam wischte über Annas Arme, über ihren Hals und schließlich über das Gesicht. Dann ging sie zurück zum Kleiderschrank. "Ja, so passt es."
Nach fünf weiteren Minuten und mehreren Aufforderungen Miriams, sich zu entspannen, war das Shooting schließlich beendet.
Sofort zogen sich Sandra und Anna wieder an. Dann übertrug Anna die Fotos ihrer Kamera auf das Tablet und wählte dasjenige aus, das ihrer Meinung nach dem ersten hochgeladenen am ähnlichsten war. Miriam stimmte zu. Anna loggte sich in ihren Account ein, wischte die Meldung über "temporär gesperrtes Konto" weg und lud das Bild hoch. Anschließend reichte sie das Gerät an Miriam weiter. Diese legte das Tablet auf den Schreibtisch neben ihr Smartphone und übertrug manuell die lange Buchstaben-Ziffern-Kombination von ihrem Handy in das Feld "Zeugen-TAN" neben Annas hochgeladenem Foto und drückte auf "zertifizieren".
Eine kleine, sich drehende Uhr erschien, und wurde nach einer halben Minute von einer Meldung abgelöst. "anna2006, vielen Dank für deine Kooperationsbereitschaft. Dein Konto ist nun wieder freigeschaltet. Für Nutzer von Task'n'Money war zu keinem Zeitpunkt ersichtlich, dass deine Ehrlichkeit überprüft und nun bestätigt wurde."
"Das war es auch schon von meiner Seite", sagte Frau Krüger und schob ihr Phone in die Handtasche zurück. "Es war nett, euch kennengelernt zu haben. Vielleicht kommt ihr mal wieder in mein Geschäft. Ihr erhaltet immer eine Vorzugsberatung. Und..." Ein Lächeln umspielte ihre Lippen. "...wenn ihr euch beeilt mit Level 3, dann könntet ihr es noch zur nächsten TnM-Party schaffen."
"TnM-Party?", fragte Anna nach. Sie klang interessiert.
"Am übernächsten Wochenende treffen sich ein paar L4-Nutzer für eine Party. Gewagte Aufgaben - und immer sehr lukrativ."
Miriam gab beiden Mädchen die Hand und verließ die Wohnung.
"Puh", machte Anna ihrer Erleichterung Luft. "Das war ja ganz human. Und schnell. Diese Miriam ist ja professionell mit der Sache umgegangen."
"Stimmt. Trotzdem war ich froh, als wir mit dem Bild durch waren."
Anna seufzte erneut. "Ich auch. Die erste Version war viel schöner gewesen. Aber..." Sie nahm das Tablet wieder zur Hand. "...wenigstens ist mein Konto freigeschaltet. Und auch unser Bild wurde akzeptiert. Hier, sieh! 98% Zustimmung." Dann prustete sie los. "Einer hat mit Daumen-runter gevotet, weil ihn der Slip stört. Aber er hat ein Smiley in seinen Post gesetzt."
"Wieviel hat es uns denn eingebracht?", fragte Sandra.
Nach einem raschen Blick in die Konto-App antwortete Anna mit Enttäuschung in der Stimme: "Läppische 24 Euro. Und dafür ziehe ich mich fast ganz aus!" Sie drehte sich zu Sandra. "Ich will heute noch in Level 3. Machen wir noch eine Aufgabe?"
Sandra nickte langsam. Große Lust hatte sie nach diesem Stress zwar keine mehr, aber sie konnte Anna verstehen, dass diese nicht mit einem solchen Foto, das sich irgendwie wie ein Fehlschlag anfühlte, den Tag beschließen wollte.
"Das hier", sagte Anna und deutete auf den untersten Eintrag der Liste. "Und ohne zu blockieren. Ich riskiere es. Dann schaffe ich die 120 Euro-Schwelle zum Aufstieg auch noch."
"Nicht das Räkelbild, das du heute Morgen ausgewählt hast?", wunderte sich Sandra.
"Zu geringer Bildwert."
Anna lief in ihr Zimmer, wühlte sich durch den Klamottenberg am Boden ihres Kleiderschranks und fand schließlich den langen, schwarzen Winterschal. Aus der Schreibtischschublade nahm sie noch die dünne Paketschnur und lief zurück in die Küche. Sandra hatte unterdessen den Tisch so verschoben, dass das Licht optimal für ein Foto war und sie keine künstliche Deckenbeleuchtung benötigten.
Anna setzte sich auf einen der Stühle, und Sandra begann, ihr die Knöchel mit einigen Windungen Schnur links und rechts an die Stuhlbeine zu fesseln. Als Anna nach unten blickte und sah, dass Sandra schöne Schlaufen wie beim Schuhebinden machte, prustete sie schallend los.
"Sandra, du hast wohl noch nie jemanden gefesselt, oder? Mach mal richtige Knoten,.Es soll doch echt aussehen."
"Sorry!", murmelte Sandra und dröselte den Knoten auf. Der zweite Versuch klappte besser.
Anna zog die Träger ihres Kleides von den Schultern und schlüpfte heraus. Sie schob den Stoff so weit nach unten, bis ihre Brüste vollständig freilagen. Dann ließ sie sich die Hände hinter der Rückenlehne ebenfalls mit Schnur fesseln. Zum Schluss wickelte Sandra ihr noch den Schal um die Augen.
"Bereit?", fragte Sandra, als sie auf die andere Seite des Tisches gegangen war. Sie stand schräg zu Anna, sodass Stuhl und gefesselte Knöchel sowie die nackten Brüste gut zu sehen waren. Rasch war der erste Teil der Aufgabe erledigt und die Fotos abgespeichert.
Dann stellte Sandra die Kamera für die kommenden Frontalaufnahmen auf ein paar Töpfe, die sie auf dem Küchentisch stapelte, startete erneut die Serienfunktion und ging hinter Annas Stuhl. Sandra ließ sich in die Hocke nieder, sodass sie im Foto nicht zu sehen war, und streckte die Arme an Annas Oberkörper vorbei nach vorne. Die Handflächen legte sie auf die Brüste der Gefesselten. Sie spürte Annas Nippel, die sich nun zu härten begannen, und ein Schauer rann durch Sandras Körper. In dieser Position verharrte sie für eine Minute. Im Raum war bis auf das Atmen der beiden Mädchen nichts zu hören.
"Du, Sandra, spreize mal deine Finger und nimm meine Nippel dazwischen. Quetsche sie ruhig ein wenig. Das sieht im Foto bestimmt total erotisch aus."
Langsam tat Sandra, was von ihr verlangt wurde. Behutsam öffnete sie immer wieder ihre Finger wie eine Schere und klemmte Annas Brustwarzen sacht zwischen ihnen ein.
Nach einer Minute sagte Anna: "Klasse! Danke, Sandra. Das macht die Community bestimmt an"
Damit war sogar noch mehr als der zweite Teil der Aufgabe im Kasten. Sandra griff nach der Papierschere und befreite die Freundin. Anna riss sich den Schal von den Augen, zog ihr Kleid wieder über die Schultern und nahm sich sofort die Kamera.
"Echt heiß", sagte sie, als sie die übertragenen Bilder sortiert und zwei ausgewählt hatte. Wie gefordert zeigte eins sie, ihre Fesseln und die Brüste von der Seite, das andere zwei fremde Hände, welche die gefesselte Frau berührten. Für den zweiten Teil der kleinen Serie nahm sie ein Bild mit geöffneten Fingern.
"Fast schon ein kleines Rollenspiel. Das war lustig", sagte Anna. "Also das Fesseln, meine ich. Deine Berührungen waren sehr schön." Sie lächelte Sandra an. Dann lud sie die beiden Bilder hoch.
Sandra lächelte zurück und griff nach Annas Hand. Gespannt warteten die beiden auf das Ergebnis des Votings.
"Na also. Von wegen Betrug und so. Alles echt!", triumphierte sie und deutete auf die Zahlen auf dem Schirm. 87 - alle! - abstimmende Nutzer fanden das Doppelfoto toll. Auch Miriam war darunter, wie ein kleiner Kommentar, der nur aus einem lachenden Smiley bestand, verriet. "100 Euro für uns!"
Da ploppte ein neues Fenster auf und verkündete das, worauf Anna hingearbeitet hatte. Denn genau das war dieses Bild für sie gewesen: Arbeit. "Gratulation, anna2006! Du bist in Level 3 aufgestiegen."
Anna ballte die Faust. "So, und jetzt will ich feiern. Komm, wir gehen in die Disco!"
Nun musste Sandra seufzen. Es würde wieder anstrengend werden. Aber ein wenig Tanzen, das würde auch ihr guttun.
*
Kurz vor Mitternacht kehrten die Mädchen, leicht beschwipst, guter Laune und andauernd kichernd, zurück. Sie machten ziemlich viel Lärm im Treppenhaus, aber die gegenseitigen Ermahnungen, leiser zu sein, wurden nur mit albernem Gekicher gekontert. Endlich konnten sie die Wohnungstür hinter sich schließen.
"Ganz schön anstrengend, das Leben mit dir, meine liebe Nicht-Betrügerin", alberte Sandra weiter.
Anna, sonst immer schlagfertig, fiel nach diesem Tag keine passende Erwiderung ein, und so schwieg sie. Sie war müde. Im Flur zog sie die Schuhe aus, die sie einfach liegen ließ, und schlurfte in die Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen. Sandra folgte ihr. Sie war nicht weniger erschöpft, checkte aber noch rasch ihre und Annas Nachrichten auf dem Tablet.
Anna stellte das leere Glas in die Spüle. "Irgendwas Wichtiges?"
"Deine Bank meldet ungewöhnlich hohe Umsätze auf deinem Konto."
"Bitte?", fragte Anna und kam zum Küchentisch. Sie schaute sich die Nachricht genauer an. "Hm, könnte eine Phishing-Message sein." Sie löschte die Nachricht, schloss den Messenger-Dienst, öffnete manuell die Bank-App und loggte sich ein.
Doch als sie die letzten Umsätze überflog, wurde ihr Gesicht fahl.
"Sandra, da hat jemand 800 Euro von meinem Konto abgebucht. Eine Firma im Ausland, die ich nicht kenne."
"Jemand hat dein Konto gehackt?"
Anna nickte. Mit zitternden Fingern wählte sie die Notfallnummer der Bank und sperrte ihr Konto.
*
Am nächsten Morgen, kurz nach 9 Uhr, verließen Anna und Sandra die Polizeistation. Anna hatte Anzeige wegen Diebstahls erstattet. Die Polizei konnte ihr allerdings nur wenig Hoffnung machen, dass die Übeltäter gefasst würden. Aber sie hatten ihr geraten, den Bankbetreiber zu verklagen. In der letzten Zeit war es verstärkt zu solch ominösen Buchungen bei genau diesem einen Zahlungsanbieter gekommen. Die Polizei vermutete ein Datenleck, konnte aber noch nichts beweisen.
"Ich hatte für einen Moment die Krüger in Verdacht", sagte Anna, als die Freundinnen die Straße hinabschlenderten. Der Schreck der Nacht war verflogen, jetzt war Anna nur noch wütend.
"Wirklich?"
"Ein paar Stunden, nachdem sie unsere Wohnung verlassen hat, knackt jemand mein Konto. Schon ein komischer Zufall, oder? Aber jetzt, mit den Infos der Polizei, ist wohl klar: Es liegt an der Bank, bei der ich bin. Ein Glück, dass du einen anderen Anbieter nutzt. Sonst wäre da vielleicht auch etwas passiert."
"Was machen wir jetzt? Soll ich meine Eltern anrufen, damit sie uns etwas Geld leihen?", schlug Sandra vor.
Doch Anna lehnte ab. Die beiden bogen in einen kleinen Park ein, der zu dieser Zeit verlassen vor ihnen lag. Anna setzte sich auf eine Parkbank, und Sandra ging ein paar Schritte weiter, um der Freundin ein wenig Privatsphäre zu geben.
Obwohl es Anna schwerfiel, rief sie ihren Vater an. Aber Stolz und die Haltung "Ich mache alles alleine" konnte sie sich jetzt nicht mehr leisten. 800 Euro - das war noch mehr als die Summe, die sie monatlich für die Fixkosten beisteuerte. Sandra beobachtete aus der Ferne, hörte aber nicht, was die Freundin am Telefon sagte. Das Gespräch schien jedoch in ruhigem Tonfall zu verlaufen. Nach ein paar Minuten beendete Anna das Telefonat und kam zurück.
"Papa überweist mir die 800 Euro. Erst wollte er sie mir schenken. Aber das habe ich abgelehnt. Meine Eltern unterstützen mich ja ohnehin schon monatlich. Wir haben uns dann geeinigt, dass ich sie ihm innerhalb von 10 Jahren zurückzahle."
"Das ist doch schön."
Anna trat gegen einen Kieselstein. "Schon. Aber wo ist meine Selbstständigkeit, wenn ich beim kleinsten Problem zu Mami und Papi renne? So hab' ich mir das nicht vorgestellt."
"Du siehst das falsch", beschwichtigte Sandra. "Es ist eine Anschubfinanzierung. Wenn jemand ein Haus baut, hat er selten den gesamten Betrag zur Verfügung. Man nimmt einen Kredit auf - und zahlt später mit Zinsen zurück. Mache es doch genauso. Du zahlst deinem Vater einfach Zinsen, ob er sie will oder nicht. Und falls du wirklich Klage gegen die Bank einreichst, bekommst du das Geld vielleicht viel schneller zurück."
Anna strich ihr flüchtig über die Wange. "Es ist schon gut, wenn man eine angehende Betriebswirtin zur Freundin hat. Aber das mit den Zinsen ist eine gute Idee. Und außerdem werde ich mehr Geld mit Task'n'Money verdienen. Die Bildwerte steigen ja in Level 3 noch einmal."
"Blöd nur, dass man immer automatisch hochgestuft wird und nicht so viele Aufgaben in einem Level machen kann, wie man will", schränkte Sandra ein.
"Egal. Ich suche mir die Aufgaben jetzt nach Wert aus, unabhängig davon, was es ist. Hauptsache ich komme damit so weit wie möglich über die Aufstiegsschwelle. Darauf konzentriere ich mich jetzt. - Also, lass uns gehen! Wo ist nochmal der Drogerie-Markt? Ich setze meinen Körper jetzt voll ein."
Kapitel 5 - Eine neue Freundin
Vorsichtig trug Anna die große, ein wenig zu weit gefüllte Schüssel mit dem warmen Wasser auf den Balkon hinaus und stellte sie auf den kleinen Tisch. Sie schlüpfte aus sämtlichen Klamotten und stellte einen Fuß auf den Plastikstuhl.
Sandra stand an die Brüstung gelehnt und betätigte den Auslöser der Kamera. "Passt. Die beiden "Davor"-Bilder haben wir. Es ist alles zu sehen."
"Übersichtsbild mit meinem Gesicht und ein Zoombild auf meine Pussy?", vergewisserte sich Anna. Schließlich würden sie keinen zweiten Versuch zur Durchführung der Aufgabe haben. Zumindest nicht die nächsten Wochen.
"Wie es die Aufgabe gefordert hat, ja. Du kannst loslegen."
Anna wrang einen Waschlappen mehrmals in der Schüssel und wusch sich danach ausgiebig die Intimgegend. Ihre kurzen Schamhaare glänzten feucht. Sie schraubte die Tube mit der Enthaarungscreme auf und strich diese vorsichtig auf ihre Schamgegend.
"Ein paar Minuten dauert es jetzt", sagte sie und streckte eine Hand aus. "Komm zu mir! Ich will den Kuss, den du mir versprochen hast."
Sandras Herz schlug einen Purzelbaum. Sie legte die Kamera auf den Balkontisch und ging zu ihrer Mitbewohnerin. Anna schien es zu langsam zu gehen, und so riss sie die Freundin förmlich an sich, presste sofort ihre Lippen auf Sandras. Verlangend begehrte die Zunge Einlass, und Sandra gab gerne nach. Die Zungenspitzen tanzten wild umeinander. Sandra legte die Hände auf den Po ihrer Freundin und streichelte ihn. Nach ein paar Minuten beendete Anna keuchend den Kuss. Sie warf Sandra einen liebevollen Blick zu.
"Wir müssen weitermachen mit der Aufgabe. Sonst kann ich für nichts garantieren."
Sandra schoss erneut zwei Fotos aus identischer Perspektive wie zuvor. Dann begann Anna langsam und vorsichtig, die Creme mit dem nassen Waschlappen zu entfernen. Sie blickte an sich herunter. Glattrasiert - das war auch für sie neu. Sandra machte die beiden Fotos zum Endzustand, und dann luden die Mädchen die Bilderserie bei Task'n'Money hoch.
"120 Euro", freute sich Anna, nachdem die Community ihre Bilder akzeptiert hatte. Sie legte das Tablet zur Seite und zog Sandra in die Wohnung und ins Bad.
Dort begann sie, Sandra das T-Shirt über den Kopf zu streifen, zog ihr den BH aus und streifte ihr den Slip herunter. Sandra ließ alles geschehen. Sie stand nur still da und zitterte leicht.
"Ich will dich!", flüsterte Anna ihr ins Ohr. "Komm mit unter die Dusche."
Sie öffnete die Schiebetür, stieg in die Eckkabine ein und streckte der Freundin eine Hand entgegen. Sandra griff zu. Aber es war kein zärtlicher Griff, eher, als suchte sie Schutz. Auch sie stieg in die Dusche, und Anna schloss die Tür. Sie stellte die Brause an. Warmes Wasser tröpfelte auf das nackte Paar.
"Ich weiß gar nicht, wie... was ich tun soll", sagte Sandra leise. "Du bist... meine erste... Frau."
Anna drückte die Freundin sanft mit dem Rücken an die Wand. Dann fing sie an, Sandras Oberkörper mit Duschgel einzureiben. "Streichle mich, wie du es schon öfters gemacht hast. Küsse mich überall am Körper. Und wenn dir etwas nicht gefällt, was ich mache, dann sage es einfach. Es gibt hier kein richtig oder falsch. Nur eins ist wichtig - der Partnerin Lust zu bereiten."
Sanft glitten ihre Hände über Sandras Oberkörper. Sachte rieben die Handflächen das Duschgel über die Brüste und besonders intensiv über die Nippel. Gleichzeitig begann sie, Sandras Hals zu küssen, an dem das Wasser herunterperlte. Langsam wanderte Annas Mund höher, knabberte zärtlich an den Ohrläppchen, küsste die Stirn, die Nasenspitze, die Wangen, und hauchte immer wieder einen überaus zarten Kuss auf Sandras Lippen.
Sandras Körper zitterte weiter. Es war ein wenig die Kühle, ein wenig die ungewohnte Situation, aber insbesondere die Erregung, die sie immer stärker überflutete. Sie hatte nicht gewusst, dass sie so stark auf Annas Berührungen reagieren würde. Ihr Ex-Freund, Kevin, hatte sie auch scharf gemacht. Aber mit ihm war es irgendwie... härter, direkter gewesen. Nicht unangenehm, denn sie hatte alles genossen. Aber jetzt und hier mit Anna... Die Freundin berührte sie so unglaublich zärtlich, und das löste ein Gefühl des Wohlbehagens in Sandra aus, von dem sie nicht gewusst hatte, dass es so etwas überhaupt gab.
Anna goss sich weiteres Duschgel auf die Handfläche und ging vorsichtig in die Hocke. Sandra hatte die Augen geschlossen und bemerkte erst durch die kühle Berührung am Bauchnabel, dass die Freundin dabei war, sich ihrer intimsten Zone zu nähern. Im ersten Moment schloss Sandra die Beine ein wenig fester zusammen, und Anna stoppte sofort die Wanderung ihrer Hände am Bauch. Stattdessen sprang sie zu den Oberschenkeln und seifte Sandras Beine ein. Sanft strich sie über den Fußrücken und an den Außenseiten der Beine wieder nach oben, bis sie an der Hüfte angekommen war. Sie stand wieder auf und bedeutete Sandra, sich umzudrehen. Doch anstatt wieder Duschgel zu nehmen, begann Anna zuerst, Sandras Rücken mit Küssen zu überhäufen, während ihre Hände um die Hüfte griffen und nach oben zu den Brüsten glitten. Mit je einer Hand umschloss sie eine Brust und massierte mit festem, aber liebevollem Griff.
Sandra stöhnte laut auf und schob die Füße ein wenig von der Wand weg, damit Anna besseren Zugang zu ihren empfindlichen Brüsten hatte. Anna gehorchte dem stummen Zeichen und ließ die Hände weiter nach oben gleiten, fuhr an den Außenseiten der Brüste entlang, sprang überraschend zu den Nippeln und drückte diese leicht zusammen. Wieder stöhnte Sandra auf. Das Zittern ihres Körpers hatte sich noch verstärkt, und Anna drehte den Wasserstrahl und die -temperatur etwas höher.
Dann seifte sie Sandras Rücken ein und streichelte schließlich deren Po. Symmetrisch fuhr sie mit den Handflächen die Pobacken nach unten, an den Oberschenkeln wieder hinauf, um dann das Fleisch mit sanftem Druck zu kneten. Dabei kam sie einmal mit den Daumen in die Nähe von Sandras Rosette. Sandra quiekte auf und zog ihren Po von den Händen weg.
Anna stand auf. "Entschuldige", wisperte sie leise in Sandras Ohr.
Sandra drehte sich um. Sie nahm Annas Gesicht in beide Hände und küsste die Freundin wieder so leidenschaftlich wie zuvor auf dem Balkon. Dann wanderten die Hände der Mädchen über den Körper der anderen, streichelten und liebkosten. Anna stellte sich mit dem Rücken vor die Freundin, nahm deren Hände und legte sie auf ihre Scham. Sie führte Sandras Hände und drückte immer fester auf ihre Intimgegend. Anna spreizte ein wenig die Beine, und Sandras Zeigefinger glitt automatisch durch die leicht geöffnete Spalte.
Doch als Sandras Körper verkrampfte, ließ Anna die Hände der Freundin los. Sandra schlang ihr von hinten die Arme um die Hüfte und legte den Kopf auf Annas Schulter, während weiter das Wasser auf sie herabprasselte und leise Geräusche machte.
"Können wir es dabei belassen?", fragte Sandra. "Ich möchte, wenn es für dich in Ordnung ist und man es auch so machen kann, also nur ein wenig streicheln, ohne Orgasmus, also nicht jetzt schon... penetrieren... Da..."
Anna legte ihr einen Finger auf die Lippen. "Natürlich."
Sie drehte sich um, drückte ihren Oberkörper an Sandras, und für viele weitere Minuten küssten sich die Mädchen. Die Brüste rieben aneinander, und die Oberschenkel stimulierten wechselseitig ein wenig die Klitoris.
Schließlich verließen sie die Dusche und trockneten sich gegenseitig ab. Hand in Hand liefen sie danach nackt in Annas Zimmer und warfen sich auf das Bett. Für einige Zeit lagen sie eng umschlungen nebeneinander.
"Du, Anna, sind wir nun ein... Paar?", fragte Sandra schließlich. Dieser Gedanke war ihr schon länger durch den Kopf gegangen. Vielleicht war es nur der Reiz des Neuen, der sie aktuell beherrschte und die Zärtlichkeiten mit Anna so schön machte. Doch sie vermutete eher etwas anderes.
"Müssen wir uns da jetzt schon festlegen?", kam eine Gegenfrage. "Schau, wir haben noch ein paar Wochen, bis die Uni losgeht. Können wir das eben nicht einfach genießen und schauen, was aus uns wird? Ich meine, dass wir uns gerne gegenseitig berühren, das sollte ja wohl klar sein."
Sandra nickte. "Ist es. Und, ja, genießen wir."
Sie rutschte ein Stück nach unten und widmete sich küssend Annas Brüsten.
*
Um 16 Uhr betraten Anna und Sandra den großen Hörsaal an der Uni. Etwa drei Viertel der Klappsitze waren bereits belegt, aber sie fanden noch eine freie Sitzgruppe im vorderen Drittel. Sie setzten sich an den Rand und schoben ihre Rucksäcke unter die heruntergeklappten kleinen Tische. Hinter dem Rednerpult an der Stirnseite, das fast die gesamte Breite des Raums ausfüllte, liefen ein paar ältere Studenten herum, die diese allgemeine, nicht fachspezifische Einführung in das Unileben abhalten wollten.
Anna legte das Tablet auf den Tisch, Sandra ein Notizheft und einen Kugelschreiber. Dann schaute Anna sich im Saal um. Ihr Blick blieb auf einer jungen Frau mit silberblonden, leicht gelockten Haaren hängen, die ihr weit über die Schultern reichten. Sie stutzte, dann drehte sie sich zu Sandra um und flüsterte: "Du, die Blondine da hinten. Die, die alleine sitzt. Ist das nicht..."
Sie wischte über das Tablet und rief die Task'n'Money-Seite auf. Sie überflog die gelösten Aufgaben der letzten Tage und holte dann das Profil einer Nutzerin mit dem Namen "susi04" auf den Schirm. Anna schaute wieder zu der Blonden hinüber. Dann war sie sich sicher.
"Cool! Das hätte ich nicht erwartet", sagte sie leise und schaute sich die Daten an. "Du, Sandra, die ist schon in Level 6. Hat insgesamt über 20 Aufgaben gemacht. Und..." Anna stutzte, denn dass möglich war, was im Text folgte, war ihr neu. "Sie hat 5 Aufgaben kreiert und eingereicht."
"Echt?", kam es von Sandra überrascht zurück. Sie legte Anna den rechten Arm um die Schulter, um den Kopf näher an das Display bringen zu können. "Das klingt echt interessant. Können wir das auch machen? Ich glaube, das würde mir Spaß machen."
"Keine Ahnung. Aber, weißt du was? Ich frage mal, ob sie sich zu uns setzt." Anna stand auf und schob sich durch die enge Reihe. Zum Glück saß hier niemand, sodass es halbwegs hindernisfrei klappte.
"Hi, ich bin Anna", grüßte sie und setzte sich neben die Blondine, die ihr Handy zur Seite legte, aufblickte und freundlich lächelte.
"Hi, mein Name ist Susi."
"Willst du dich zu uns setzen? Wir sind neu in Salzburg und kennen hier niemanden. Also, nur, wenn du nicht noch auf jemanden wartest." Sie beugte sich ein wenig vor und setzte leiser hinzu: "Wir haben dich auf der TnM-Seite gesehen."
Susis Lächeln wurde breiter. Dass Anna sie erkannt hatte, war ihr offensichtlich nicht peinlich, denn sie antwortete in normaler Lautstärke: "Seid ihr da auch aktiv? Und, ja, gerne. Ich packe rasch meinen Kram zusammen, dann komme ich rüber."
Anna nickte und stand auf. Sie schob sich zurück zu Sandra. "Sie kommt gleich."
Die beiden blickten Susi entgegen. Die junge Frau hatte einen kleinen Rucksack geschultert und ging seitwärts durch die Reihe.
"Wow!", entfuhr es Anna. "Die sieht ja klasse aus."
Sandra konnte nur zustimmen. Susi war noch ein wenig größer als sie beide, und ihre langen, schlanken und leicht gebräunten Beine wurden durch die silbernen High-heels noch länger. Susi trug rote Shorts, die um die Oberschenkel sehr locker geschnitten waren. Lockere Falten schlug auch die langärmelige, azurblaue Bluse, die Susi über dem Bauchnabel verknotet hatte. Bei jedem Schritt klaffte das Dekolleté weit im Wiegen des Körpers auf. Die Mädchen konnten mehr als nur die Seiten der sehr großen Brüste sehen.
Doch Susi schien dies nicht zu stören. Lächelnd kam sie näher und setzte sich neben Anna.
Sandra streckte ihr die Hand zur Begrüßung hin. "Hi, ich bin Sandra."
Susi beugte sich über Annas Tisch nach links, griff Sandras Hand, küsste sie aber gleichzeitig auf beide Wangen. Sandra bemühte sich, nicht in Susis Ausschnitt zu schauen, denn nun sah sie die Brüste der Neuen in Gänze. Einen BH trug diese nicht.
Anna aber hatte keine solchen Hemmungen. Als Susi sich gesetzt hatte, begrüßte auch Anna die Neue mit Wangenküsschen und sagte dann ganz ungeniert: "Deine Brüste sind klasse."
Susi zog für einen Moment die Blusenhälften ein wenig weiter auseinander und präsentierte ihre beachtliche Oberweite. "Danke. Ich mag sie auch sehr. Sie sind aber nicht echt. Ich habe chirurgisch nachhelfen lassen."
Anna winkte ab. "Na und? Ist doch egal. Dir muss es gefallen, das ist das einzige, das zählt. Ich finde sie geil. Und..." Sie drehte den Kopf zu Sandra und strich ihr sanft über die Wange. "Meiner Süßen hier gefallen sie auch. Also..."
Das Knacken eines Lautsprechers unterbrach sie. Einer der Studenten am Rednerpult klopfte auf das Mikro. Sofort erstarben die Gespräche im Hörsaal, und alle Köpfe wandten sich nach vorne.
"Willkommen an der PLUS", drang eine männliche Stimme aus den Lautsprechern.
Sandra schlug ihr Heft auf und nahm den Stift. Anna rückte ein Stück nach links, sodass sich die Oberschenkel der beiden fest berührten. Außerdem schlang sie den linken Arm unter Sandras rechtem durch. Sandra lächelte. Zwar würde diese Haltung das Schreiben erschweren, aber am heutigen Tag war das wohl nicht so wichtig. Und Annas Berührungen, die in den letzten Tagen immer häufiger geworden waren, mochte sie sehr.
Die Einführungsstunde verging wie im Fluge, da alles neu für die Mädchen war. Zwar gab es sämtliche Informationen auch im Internet. Aber es war gelebte Tradition, dass die Universität die Erstsemester persönlich begrüßte. Sandra gefiel dies. Modern und fortschrittlich zu sein war wichtig. Aber es musste ja nicht alles kalt hinter Bildschirmen stattfinden.
Nach der allgemeinen Einführung gingen die drei hinaus in die Aula, wo die verschiedenen Fachschaften kleine Stehtische aufgebaut hatten und man sich zwanglos mit älteren Studenten unterhalten konnte. Sandra, Anna und Susi blieben zusammen und schauten und hörten sich Vieles an. Die drei verstanden sich auf Anhieb gut.
Schließlich, gegen 19 Uhr, ging die Veranstaltung so langsam zu Ende.
"Hast du etwas dagegen, wenn ich Susi zu uns einlade?", fragte Anna ihre Mitbewohnerin. "Es gibt da eine TnM-Aufgabe, die ich gerne heute noch machen würde."
Sandra grinste. "Du nimmst deinen Ich-schädige-Task'n'Money-Plan aber sehr ernst. Aber klar kann Susi mitkommen."
*
Eine Stunde später lagen die drei Mädchen nackt auf dem großen roten Badetuch auf dem Balkon. Anna hatte sich rücklings ausgestreckt und hielt Sandra im rechten und Susi im linken Arm. Die beiden kuschelten sich an Anna und hatten je eine Hand auf deren Brust gelegt. Die Kamera stand auf dem Balkontisch und war auf Videoaufnahme geschaltet.
"Dann fangt mal an", sagte Anna leise. Ihre Stimme zitterte ein wenig vor Erwartung. Sofort begannen Sandra und Susi mit einer Hand sanft über Annas Brüste zu streicheln. Langsam und symmetrisch glitten die Finger über die Rundungen nach unten, strichen über den Bauch, dann die Oberschenkel bis zu den Knien. Zeitgleich wechselten sie auf die Innenseiten der Beine und fuhren nach oben. Annas Atem beschleunigte sich, als die Liebkosungen sich ihrer Intimgegend näherten, diese aber zuerst nur ganz sanft berührten. Dennoch zuckte sie mit einem Stöhnen zusammen. Sie hob ihr Becken ein wenig hoch, den Fingern entgegen, doch diese wanderten weiter und fuhren mit sanftem Druck die Form der Brüste nach. Sandras und Susis Fingerspitzen ertasteten sich gelegentlich, damit sie ein gleichmäßiges Tempo vorlegen konnten, wie es die Aufgabe erforderte.
Schließlich, als die Hände wieder am Ausgangspunkt angekommen waren, rutschten Sandra und Susi ein wenig hoch und hoben den Oberkörper an. Sie beugten sich über Annas Brust, und jedes der Mädchen küsste nun die Rundung sanft. Anna hatte die Hände auf die Köpfe der sie verwöhnenden Mädchen gelegt und drückte diese leicht nach unten. Die Küsse wurden intensiver, und dann begannen beide auf ein Zeichen von Anna, dieser die Nippel zu lecken. Anna keuchte wild, ihr Oberkörper drehte sich mal nach links, mal nach rechts. Diese Berührungen machten sie unglaublich an.
Sandra winkelte ihr rechtes Bein an und legte es auf Annas Schoß. Diese hob wieder das Becken und rieb ihre Schamgegend an Sandras Bein. Immer wilder stieß sie dagegen. Auch Susi winkelte ein Bein an, fuhr aber mit dem Fuß sanft über Sandras Unterschenkel. Dieser lief nun ebenfalls ein Schauer des Wohlbehagens über den Rücken.
Ein Piepen erklang von der Kamera und zeigte an, dass weit mehr als genug Bildmaterial für das geforderte 30-Sekunden-Video vorlag. Dennoch setzten die Mädchen ihr erotisches Spiel fort.
"Küss mich!", forderte Anna ihre Mitbewohnerin auf, und Sandra robbte ein wenig nach oben. Sofort fanden sich die Zungen und spielten wild miteinander, so wie sie es am Vormittag bereits mehrfach getan hatten. Doch selbst in diesem heißen Moment nahm Sandra Rücksicht auf ihre Besucherin. Damit Susi sich nicht ausgeschlossen vorkam, strich Sandra mit der rechten Hand sanft über Susis Gesicht, fuhr an ihrem Hals herunter und massierte ihre linke Brust. Auch Susi stöhnte nun. Sie küsste Annas Hals und legte eine Hand auf Sandras Knie, um es noch fester auf die immer noch sich kraftvoll nach oben bewegende Intimgegend von Anna zu drücken und so deren Stimulation zu erhöhen.
Annas Bewegungen wurden heftiger, ihr Atem in den Kuss hinein ebenfalls. Ihre Hände verkrampften, und schließlich zuckte sie so stark, dass sie Sandras Bein von sich warf. Sofort glitt Sandras Hand zu Annas Kitzler und rieb in schnellen, kleinen Bewegungen darüber. Anna wimmerte vor Lust. Langsam beruhigte sie sich, als der kleine Höhepunkt abebbte.
"Danke!", sagte sie zu Sandra, drehte sich zur anderen Seite und gab Susi einen Kuss auf die Stirn. "Danke!"
Nach ein paar Minuten hatte sich ihr Atem beruhigt, und sie setzte sich langsam auf. Ein wenig zittrig war ihr noch zumute. "Sollen wir den Orgasmus drinlassen?",
Susi schüttelte den Kopf. "Das wird in manchen L4-Aufgaben explizit gefordert. Aber ansonsten würde ich es weglassen. Macht nicht zuviel, was nicht verlangt wird."
Dann gingen die drei daran, das Video zu einem Clip zusammenzuschneiden. Sie achteten darauf, dass alle Handbewegungen möglichst spiegelbildlich über Annas Körper liefen. Sie luden das fertige Video hoch, und fünf Minuten später kam die erhoffte Erfolgsmeldung. Weitere 200 Euro waren auf Annas Konto eingegangen!
"Das muss gefeiert werden!", freute sich Anna und lief kurz in die Wohnung zurück, wo sie die Tequila-Flasche, Zitrone, Salz und drei Gläser holte.
Sandra mochte die Shots eigentlich nicht, aber sie wollte keine Spielverderberin sein, und so tat sie, was auch die anderen beiden taten: das Zeug herunterwürgen. Doch alle lachten und wiederholten es gleich noch einmal.
"Was ist denn das Thema von L3?", fragte Sandra und goss eine weitere Runde ein.
"Angedeuteter Sex", antwortete Susi. "Die Hand an der Pussy einer Partnerin, Beißen in die Nippel. Lecken über die Pospalte. Solche Dinge, die eindeutig in eine bestimmte Richtung weisen."
"Puh", meinte Sandra. Ihr Gesicht war gerötet. Sie schwitzte stark als Folge des Alkohols. "Da sind wir ja weit gekommen vom Bikinibild im Sand."
Anna kicherte. "Stimmt. Und dazu musste ich dich ja auch erst überreden. Und schau mal, was du dich heute traust. Ein lesbischer Dreier!" Sie prustete laut los. "Ich wette, Kevin hätte seinen Spaß daran gehabt."
Sandra erklärte Susi rasch, wer Kevin war. "Ja, er hat mehr als einmal einen Dreier mit einer anderen Frau ins Spiel gebracht." Sie trank den nächsten Shot. "Na, irgendwie kann ich ihn jetzt ja verstehen. Es war schon heiß."
Susi schlang die Arme um ihren nackten Oberkörper. Sie fror. "Ich sollte so langsam nach Hause, solange ich noch halbwegs laufen kann."
"Ach Quatsch!", wehrte Anna ab und stand auf. Sie streckte der neuen Freundin die Hand hin und half ihr auf. "Du kannst bei mir schlafen." Mit diesen Worten schob sie Susi in die Wohnung zurück. Sie musste die Blondine stützen, war diese doch schon recht wackelig auf den Beinen.
Sandra blieb auf dem Balkon zurück. Sie wusste nicht genau, was sie nun tun sollte. Doch als Anna auch nach zwei Minuten noch nicht zurückgekommen war, stand auch sie auf, schloss die Balkontür und ging in ihr Zimmer.
Sie zog ihren Pyjama an, legte sich aufs Bett und setzte die Ohrhörer ein. Sekunden später dröhnte laute Metal-Musik. Sandra wollte ihre Gedanken übertönen. Sie glaubte zu wissen, was nun im Nachbarzimmer vor sich ging. Anna hatte ihren Orgasmus schon genossen. Mit Sicherheit würde sie Susi jetzt ebenfalls zu einem Höhepunkt bringen.
Sandra war eifersüchtig.
Ja, sie und Anna waren kein Paar. Aber Anna hätte ihr wenigstens "Gute Nacht" mit einem langen Kuss wünschen können. So, wie sie es die letzten Tage immer gemacht hatte.
Sandra drehte die Musik noch lauter, nahm diese aber gar nicht bewusst wahr. Sie schloss die Augen, und eine kleine Träne rann ihr die Wange herunter. Aber sie wollte stark bleiben. Anna verdiente es, Spaß zu haben. Und wenn das mit Susi war - warum nicht? Diese war wirklich heiß. Außerdem war es auch unfair von ihrer, Sandras, Seite aus. Immerhin war sie mit Kevin zusammen gewesen. Und das hatte Anna auch nicht gestört.
Und Anna hatte ebenfalls feste Freunde gehabt. Aber etwas war nun anders. Zumindest für Sandra.
Und mit einem Mal gestand sie es sich in aller Klarheit ein: Sie hatte sich in Anna verknallt. Und zwar so richtig.
Sandra stierte an die Decke. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie sich plötzlich die Tür öffnete und ein wenig Licht vom Flur hereinfiel. Anna kam in das Zimmer. Sie war weiter nackt und schlüpfte sofort neben Sandra ins Bett. Eng kuschelte sie sich an die Freundin, die daraufhin die Musik ausschaltete und den Ohrhörer weglegte. Ein wenig dröhnte der letzte Song noch nach.
"Ich dachte, du wolltest mit Susi... schlafen."
"Was?", kam es verschlafen von Anna zurück.
"Na, du und Susi, in deinem Bett."
Anna öffnete die Augen. "Wie kommst du auf so etwas? Ich hab Susi nur ins Bett gebracht. Die konnte ja kaum selbstständig laufen. Ich meine, sie ist unser Gast. Da können wir sie ja nicht auf dem Boden schlafen lassen, oder?"
Sandra schniefte leise. Sie wusste auch nicht, warum sie ausgerechnet jetzt anfing zu weinen.
"Heh, was ist, Süße?", fragte Anna besorgt. Dann verstand sie. "Ach nee! Du hast geglaubt, Susi und ich ficken jetzt."
Sie stupste Sandra an die Nasenspitze. "Ich finde sie schon supergeil. Und mit ihren Titten will ich auch mal ausgiebig spielen. Aber das machen wir dann zu dritt. Ich gehe doch nicht alleine mit ihr ins Bett! Nicht jetzt, wo wir beide uns auf eine neue Art kennenlernen. Und außerdem..." Sie nahm Sandras Hand und schob sie unter die Decke auf ihren Bauch. "Nur wenn du mich streichelst, kriege ich hier im Bauch so ein Flattergefühl. Das ist wunderschön."
Sie küsste Sandra zärtlich auf den Mund, schloss dann die Augen und umarmte die Freundin fest. Wenig später war sie eingeschlafen.
Sandra wischte sich die Tränen mit dem Ärmel ihres Schlafanzuges weg. Ein anderes Gefühl als Eifersucht durchströmte sie. Sie war glücklich.
*
Am nächsten Morgen schliefen die Mädchen sehr lange und standen erst nach zehn Uhr auf. Susi hatte die Wohnung bereits verlassen, aber eine Nachricht auf dem Küchentisch hinterlassen.
Anna las laut vor: "Hi, ihr beiden! Danke für den tollen Abend. Es hat superviel Spaß gemacht. Ich habe zwei Aufgaben von Level 3 für euch herausgesucht. Gebt einfach SUSI04_23 in die Suchmaske ein. Ihr könnt sie diesmal für zwei volle Tage blockieren, wenn ihr wollt. Bis 14 Uhr sind sie für die anderen TnM-Nutzer unsichtbar. Ciao, Susi."
Anna schob sich die verstrubbelten Haare aus der Stirn. "Unsichtbare Aufgaben? Suchmaske? Weißt du, wovon sie spricht?"
Sandra schaltete das Tablet ein, meldete sich bei TnM an und gab das Codewort ein. "Die hübsche Susi ist ja Level 6. Wahrscheinlich kann sie einiges mehr machen, als nur Aufgaben ausführen oder einreichen. Hier schau! Diese beiden Aufgaben meinte sie."
Die Mädchen lasen sich die kurzen Texte durch.
"Also, das mit dem Paketboten mache ich sicherlich nicht", stellte Sandra sofort klar.
"Dips! Das klingt doch lustig. Aber die zweite machst du dann? Komm schon, Sandra! Sonst bin ich bald einsam und alleine in Level 4. Ich will zu dieser Party. Aber mit dir!"
Sandra zögerte, sagte dann aber zu. Sie wollte nicht zu genau über die Aufgabe nachdenken. Vor einiger Zeit hatte sie noch nicht einmal einen Nippel unter Wasser zeigen wollen, und nun das! Sie musste verrückt sein, das auch nur in Erwägung zu ziehen. Aber sie tat es. Ernsthaft. Und irgendwie freute sie das auch. Sie war definitiv mutiger geworden in der letzten Zeit.
"Gut, ich mache es. Lass uns Susi anrufen, wir brauchen ja drei Leute. Ich bin das Model, du fotographierst, und Susi arrangiert mich. Aber zuerst bestellen wir ein kleines Paket für morgen 10 Uhr per Eilboten."
*
Gegen Mittag trafen sich Anna und Sandra mit Susi vor dem kleinen Outdoor-Theater im Stadtpark. In einem Halbkreis verliefen Steinstufen, auf denen man sitzen und die Veranstaltungen im Rund verfolgen konnte, etwa sechs Meter in die Höhe. Aktuell war der Bereich ohne Besucher. Eine Vorführung gab es an diesem Tag nicht. Der Himmel war mit Wolken verhangen. Es sah nach Regen aus. Doch das kümmerte die Mädchen nicht.
"Heh, Susi!", rief Anna und winkte der neuen Freundin zu.
Susi kam rasch näher, und die drei begrüßten sich mit einer Gruppenumarmung.
"Ich bin total underdressed", konstatierte Anna und blickte erst an sich, dann an ihren beiden Begleiterinnen herunter. Anna trug ausgefranste Jeansshorts, Tennisschuhe und ein simples, gelbes T-Shirt, das ihr zwei Nummern zu groß war.
"Ach, Blödsinn", erwiderte Sandra. "Du siehst toll aus. Ich musste mich ja so anziehen." Sie zupfte den weißen Faltenminirock, der etwas tiefer als bis zur Mitte der Oberschenkel ging, ein wenig nach unten und schob den rosafarbenen Sweater, den sie sich von Anna geliehen hatte, an der Schulter hoch.
"Susi hier ist aber definitiv die Gewinnerin", stellte Sandra fest. "Ein trägerloses, hautenges, weißes, ultrakurzes Minikleid. Die tollen, blauen Edelsteinohrringe, deine Heels. Ich würde mich glatt nach dir umdrehen." Seit Sandra wusste, dass zwischen Anna und Susi nichts gelaufen war und auch ohne ihre Einwilligung nichts laufen würde, hatte sie jegliche Reserviertheit der Blondine gegenüber abgelegt. Sie mochte Susi.
Diese lächelte verlegen. "Danke. Ich habe mich nicht immer so gekleidet. Früher habe ich mich das nicht getraut." Sie schaute Anna an. "Heh, Anna, du stierst wieder auf meine Brüste. Willst du sie in Natura sehen?"
Anna grinste breit. "Schon. Aber deswegen sind wir ja nicht hier."
"Wir haben Zeit", warf Sandra ein und blickte sich um. "Es ist ja gerade niemand da." Ihr war es ganz recht, wenn es noch ein klein wenig dauerte, bis sie die Aufgabe in Angriff nahmen. Auffordernd blickte sie Susi an.
Diese kam einen halben Schritt näher und zog ihr Kleid über die Brüste nach unten. Anna legte beide Hände auf die rechte Brust. Doch sie konnte sie nicht umschließen, so groß war sie. Sandra tat es ihr nach.
Und da bemerkten die beiden, dass Susi die Augen geschlossen hatte, den Kopf leicht in den Nacken legte, und leise stöhnte. Ohne weitere Worte setzten die Mädchen ihre Berührungen fort und ließen die Hände über Susis Oberweite kreisen. Sie kneteten das Fleisch und die Silikonkissen und strichen über Susis steinharte Nippel in den überaus großen Vorhöfen.
Anna beugte sich nach vorne und flüsterte in Susis Ohr: "Stehst du darauf, in der Öffentlichkeit befummelt zu werden?"
Susi hauchte ein "Ja".
Plötzlich ertönte eine laute Frauenstimme. "Fritz, wir gehen nicht da entlang."
"Warum nicht?", brummte ein älterer Mann. "Wir gehen immer rechts in den Park rein."
"Heute nicht. Du schaust dir die drei jungen Mädchen schon viel zu lange an."
Anna grinste, doch als Susi sich umdrehte und so dem älteren Paar ganz offen ihre nackten Brüste präsentierte, verschlug es ihr die Sprache. Susi schob das Kleid ganz langsam hoch und bedeckte gerade so die Nippel. Fast die gesamte obere Hälfte ihrer Brüste war noch zu sehen. Dann beugte sich Susi ein wenig nach vorne, sodass jeder in den Spalt zwischen ihren durch den engen Schnitt des Stoffs leicht gequetschten Brüste schauen konnte. Sie zupfte das Minikleid ein wenig zurecht.
Als sie sich wieder aufrichtete, winkte sie dem Mann in etwa zehn Metern Entfernung sogar noch zu. Dieser stutzte einen Moment, lächelte dann aber und winkte zurück. Die Frau, die ihn am Arm wegziehen wollte, ignorierte er und blieb stehen, bis Susi sich wieder zu Anna und Sandra gedreht hatte.
"Du stehst wirklich auf so was", entfuhr es Anna anerkennend. "Ich dachte, Level 6, da machst du ganz andere Dinge."
"Was für Dinge denn?", fragte Susi. Ihr Atem ging etwas schneller, und eine Hand lag außen am Kleid an ihrer Schamgegend und fuhr in kleinen Kreisen über den Stoff.
"Na, ich dachte, vielleicht Gruppensex zu neunt, Dreifachpenetration oder anderes extremes Zeugs."
"Ja, ich habe viel gemacht, um in Stufe 6 zu kommen. Aber das allermeiste nur des Geldes wegen. Meine Brüste mussten ja bezahlt werden. Aber..." Sie legte den Mädchen die Arme um die Schultern und zog deren Köpfe etwas näher heran. "...richtig gefallen haben mir nur Aufgaben, die etwas mit Nacktheit in der Öffentlichkeit zu tun haben."
"Also auch das, was ich jetzt gleich machen werde?", fragte Sandra.
"Zu Beginn, ja."
"Aber jetzt gibt es dir zu wenig Kick?", wollte Anna wissen.
Susi nickte.
"Mir reicht es schon", sagte Sandra. Ihre Stimme verriet Nervosität. "Wollen wir?"
Anna lief die Treppenstufen hinab ins Rund und postierte sich im Zenit des Halbkreises. Sandra setzte sich seitlich auf die dritte Steinstufe von unten, stützte die Hände hinter dem Rücken ab, behielt das rechte Bein auf dem Boden und stellte das linke angewinkelt auf die Stufe, auf der sie saß. Susi holte ihr Smartphone heraus, um Annas Anweisungen entgegenzunehmen. Sie schob Sandras Rock hoch, bis deren Schambehaarung gut zu sehen war.
Susi trat einen Schritt zurück und schaute auf das Handy. "Nach rechts drehen", meldete Anna von unten.
Susi griff nach Sandras Schulter und bedeutete ihr, sich ein wenig zur Kamera zu drehen. Sandras Herzschlag beschleunigte weiter. Zwar befand sich niemand in Sichtweite, aber das konnte sich sekündlich ändern. Doch genau darum ging es bei dieser Aufgabe. Sie sollte ihre intime Zone in der Öffentlichkeit zeigen. Diese sollte auf dem Foto natürlich zu sehen sein. Aber es ging eigentlich mehr um ihren Gesichtsausdruck und wie sie sich bei dieser Präsentation fühlte.
Als Susi die nächste Anweisung las, musste sie schmunzeln. "Schiebe das Schamhaar mal auseinander". Sie flüsterte Sandra die Aufforderung ins Ohr und wartete auf deren Einverständnis.
Sandra nickte. Sprechen konnte sie nicht. Annas Wunsch hatte sie total überrumpelt. Andererseits hatte ihre Freundin auch recht. Ihr Geschlecht war unter Haaren verborgen, und diese wirkten fast wie ein Slip. Das würde der Aufgabe nicht gerecht werden.
Sanft legte Susi Daumen und Zeigefinger auf Sandras Scham und zog die äußeren Lippen ein Stück weit auseinander. Jetzt erst dachte Sandra daran, dass sie ziemlich feucht im Schritt war, und das würde Susi sicherlich bemerken. Erschrocken öffnete sie die Augen und blickte die Frau an. Diese lächelte beruhigend und flüsterte: "Alles gut. Genieße es, wenn es dir gefällt."
Während Susi Sandras Spalte leicht geöffnet hielt, strich sie mit der anderen Hand über die äußeren Bereiche der Intimgegend, um die Durchblutung anzuregen. Sandras Schamlippen wurden fast augenblicklich dicker. Dann ließ Susi los und trat wieder einen Schritt zur Seite.
Anna schoss einige Fotos und sandte dann die nächste Anweisung: "Mach sie ein wenig feuchter. Dann kann ich es auf dem Foto erkennen."
Susi erklärte Sandra die nächste Position. Sandra stand auf, schob mit wild klopfendem Herzen, Schweiß auf der Stirn, einem Gefühlschaos im Innern, wobei Erregung überwog, den Rock über die Hüfte und setzte sich mit nacktem Po auf die Kante der Steinstufe. Weit spreizte sie ihre Beine, und Susi strich wieder und wieder mit den Fingern am äußeren Rand der Schamlippen vorbei und fuhr auch mehrmals ganz sanft durch die Spalte. Sandras Erregung schoss nach oben. Sie vergaß immer häufiger, wo sie sich befand, und was jederzeit geschehen konnte. Sie merkte auch gar nicht, wie Susi für einen Moment wieder zur Seite trat, und danach Anna mit großen Sprüngen hinaufgerannt kam.
Keuchend setzte sie sich neben die Freundin und nahm sie in die Arme. Susi schob Sandras Rock nach unten und verdeckte alles.
"Tut mir leid, Schatz", entschuldigte sich Anna, die Sandras fehlende Reaktion falsch deutete. "Ich hätte dich nicht drängeln dürfen." Sie drückte ihre Stirn an Sandras und streichelte ihr die Wange.
"Das ist es nicht", kam es stockend von Sandra. "Es hat mir unglaublich Spaß gemacht. Nur - können wir jetzt schnell weg hier?"
Die drei standen auf und verließen den Park. Sandra ging in der Mitte und hatte sowohl Annas als auch Susis Hand gegriffen. Sie brauchte jetzt Halt. Ein paar Minuten liefen sie schweigend nebeneinander her. Dann endlich ergriff Sandra das Wort.
"Oh Mann. Das war... unbeschreiblich! Und das machst du", sie drehte sich zu Susi, "sogar absichtlich, wenn dich jemand beobachtet."
"Wirst du auch bald, glaube mir."
"Ist doch klasse", freute sich Anna. "Ihr beide zieht euch im Park aus, weil es euch geil macht. Ich, weil es mir Geld bringt. Das sind doch tolle Aussichten. Auch für die Zuschauer!"
Auf der anderen Straßenseite setzten sie sich auf eine kleine Grünfläche und suchten fünf Bilder aus, die Sandra in verschiedenen Posen und Aufnahmewinkeln zeigten: das Gesicht, mal mit den geschlossenen, mal mit weit geöffneten Augen, der verzückte Ausdruck, die Scham, die leicht geöffnet war. Jeder würde erkennen, dass es Sandra gefallen hatte, was sie für diese Aufgabe tun musste.
Und so war es kein Wunder, dass die Bilderserie akzeptiert wurde. 160 Euro für Sandra wurden gutgeschrieben.
Danach gingen die drei ein Eis essen, schauten sich einen Kinofilm an und schwammen eine Runde im Freibad. Der Tag verging wie im Fluge, und alle hatten Spaß.
*
Am folgenden Morgen verließen Sandra und Anna um 9:45 das Haus durch den rückwärtigen Ausgang zum Hinterhof. Sandra setzte sich auf die kleine, verschlissene Holzbank unter der alten Eiche. Anna ging zu dem kleinen Grünbereich, auf dem Blumen wuchsen. Ein Wasserhahn ragte aus der Hauswand. An ihn war ein grüner Schlauch ohne Düse angeschlossen. Anna freute sich auf die Aufgabe. Sie verspürte sogar ein wenig Erregung. Sie trug nur ein dünnes, sehr kurzes weißes T-Shirt, das gerade ihren Bauchnabel bedeckte. Ansonsten war sie vollkommen nackt: keine Unterwäsche, keinen Rock oder Shorts, keine Schuhe.
Anna ging in die Hocke. Wer nun durch die kleine Torbogeneinfahrt in den Hinterhof kam, würde eine junge Frau im T-Shirt bei der Gartenarbeit sehen, sich aber nichts weiter dabei denken. Allenfalls, dass der Slip oder das Bikinihöschen doch sehr knapp geschnitten war.
Anna wühlte ein wenig in der Erde, schob sie von links nach rechts und wieder zurück. Sie wartete auf Sandras Startzeichen.
Wenig später kam dies. Der Eilbote hatte angekündigt, in wenigen Minuten das Paket zu liefern. Sandra pfiff leise und startete die Videofunktion. Anna stand auf. Sie nahm den Schlauch, stellte das Wasser an und ließ es auf das Blumenbeet tropfen.
Dann hörte sie Schritte. Sofort stellte sie das linke Bein auf die Steinumrandung des Beets und drehte sich ein wenig zur Einfahrt. Da sah sie den Boten - es war ein Mann mittleren Alters mit leichtem Bauchansatz -, der eilig auf sie zuschritt. Doch plötzlich blieb er stehen, als wäre er gegen eine Wand gelaufen. Sein Blick wanderte nach unten. Er hatte freie Sicht auf Annas glattrasierte Scham. Anna blickte an sich nach unten und sprühte gerade ihren Fuß mit Wasser ab. Sie tat, als habe sie den Boten noch nicht bemerkt. Sie wippte rhythmisch mit dem Kopf, als liefe in ihrem Verstand ein Lied, dem sie lauschte.
Der Bote kam nun langsam näher. Erst, als er sich räusperte, schaute Anna auf. Sie tat überrascht, lächelte dann freundlich, stellte den erhobenen Fuß auf den Boden und drehte sich frontal zu dem Paketboten.
"Sind Sie Frau Anna Maiberg?", fragte er.
Anna nickte. Sie ging noch einmal kurz in die Hocke und hob den Ausweis auf, der auf dem Beet lag. Das T-Shirt rutschte wie erhofft ein Stück höher. Der Paketbote warf kaum einen Blick auf den Personalausweis.
"Oh, klasse!", rief Anna erfreut. "Mein neuer Vibrator. Auf den habe ich mich schon total gefreut."
Sie musste ein Grinsen unterdrücken, als sie sah, wie der Adamsapfel des Mannes hüpfte, er wohl überrascht schluckte. Anna nahm das Paket entgegen, drehte sich um 180 Grad und beugte sich mit fast durchgestreckten Beinen zur Seite, um es auf dem Blumenbeet abzustellen. Ob auf dem Video, das Sandra machte, die Reaktion des Mannes auf ihren so ungeniert präsentierten nackten Po zu sehen war?
Lächelnd kam sie wieder hoch und fragte mit zuckersüßer, naiver Stimme: "Ich muss doch bestimmt den Erhalt quittieren, nicht wahr?"
Der Bote nickte und hielt ihr das übliche elektronische Display entgegen.
Sie wischte sich die erdbeschmutzten Hände an ihrem weißen Shirt ab und fuhr dabei mehrfach fest über ihre Brüste. Dann klopfte sie die Hände gegeneinander. Doch die Finger waren immer noch schwarz. "Einen Moment, bitte."
Anna nahm den Schlauch, aus dem immer noch das Wasser tröpfelte, und wusch sich die Hände. Diese trocknete sie am Saum des Shirts ab, das nun gerade noch ihre Brüste bedeckte. Die erigierten Brustwarzen waren gut zu sehen.
Der Bote stand reglos vor ihr. Seine Augen huschten zwischen ihrem Gesicht, dem Shirt und ihren Beinen hin und her. Anna nahm das Display und schrieb mit dem Zeigefinger ihren Namen. Dann gab sie es mit einem "Danke" zurück.
Jetzt erst sah sie, dass der Mann noch eine zweite Sendung trug, ein flaches, etwa postkartengroßes dünnes Päckchen.
"Soll ich das ebenfalls annehmen?", fragte sie.
"Nein. Das passt in den Briefkasten", erwiderte der Bote, von mehrmaligem Räuspern unterbrochen. Annas Anblick hatte ihn eindeutig aus der Ruhe gebracht.
"Oh, kein Problem. Sie können hier den Hintereingang nehmen. Die Briefkästen sind ja im Treppenhaus."
Sie ging an dem Boten vorbei und lief mit großen Schritten zur Tür. Der Mann folgte ihr nach zwei Sekunden. Anna grinste. Er hat etwas Abstand gelassen, damit er meinen Arsch besser sehen kann, dachte sie.
Sie hielt dem Postboten die Tür auf. Dieser bedankte sich, als er vorbeiging.
Dann liefen die Mädchen hoch in ihre Wohnung und schnitten das Video. Eine Minute, die Anna in immer größerer Nacktheit zeigte, Erde auf ihrem T-Shirt, die Scham exponiert. Mit einer App legten sie einen breiten schwarzen Balken über das Gesicht des Paketboten, sodass dieser nicht mehr zu identifizieren war. Auch seine Stimme verfälschten sie. Dann luden sie den Clip hoch und waren wenig später um weitere 160 Euro reicher.
"Herzlichen Glückwunsch, anna2006! Du bist in Level 4 aufgestiegen", meldete die TnM-Seite noch zusätzlich.
"Klasse!", freute sich Anna. Und sogar 80 Euro über der Grenze. Hah - den ersten Schaden habe ich den Betreibern jetzt zugefügt. Fühlt sich gut an!"
"Das war schon ein wenig hinterhältig von uns dem Boten gegenüber", meinte Sandra.
"Ach, Quatsch. Der hat doch was Tolles zum Gaffen gehabt. Und das hat er doch auch genossen", wehrte Anna ab und spulte das Roh-Video ein Stück zurück. "Schau mal, wie er hier meinem wippenden Arsch hinterherglotzt. Das gefällt ihm doch. Also, alles gut."
"Hat's dir auch gefallen?"
"Hm... Ich fand's lustig. Ein schönes Spiel. Angemacht hat's mich nur wenig. Da bin ich wohl doch anders als du und Susi."
"Ich hätte es mich nicht getraut. Obwohl mir der Gedanke mehr als nur gefällt", erwiderte Sandra. Ihre Hand glitt demonstrativ ihren Bauch hinunter. "Aber Susi hätte es vermutlich ganz nackt durchgezogen."
"Und den Kerl noch gebeten, ihr zu helfen, die Brüste zu waschen, nachdem sie minutenlang versucht hätte, die schmutzigen Hände daran zu reinigen. Ich hatte ja wenigstens noch das Shirt an", lachte Anna.
Ein Pling aus dem Tabletlautsprecher ertönte. Anna las die Nachricht durch. "Heh, das ist von Miriam. Sie lädt mich für übermorgen, Samstag, zu dieser Task'n'Money-Party ein, von der sie erzählt hat. Da freu' ich mich richtig drauf. Komm, schau mal bei dir nach. Vielleicht hast du auch eine Einladung."
Sandra war skeptisch. "Ich habe ja noch nicht genügend L3-Aufgaben gelöst." Dennoch loggte sie sich in ihren Account ein.
"Heh, du hast auch eine Nachricht", sagte Anna und deutete auf das Glockensymbol mit der danebenstehenden "1".
Sandra klickte auf das Icon. "Miriam lädt mich auch ein. Allerdings unter einer Bedingung. Ich muss..." Sie las den Text zweimal durch. Dann schaute sie Anna ungläubig an.
"Sandra, so was ist doch mittlerweile gar nichts Aufregendes mehr für dich. Du hast doch alles schon öffentlich gezeigt."
"Ja, aber da war nie jemand in der Nähe, der mich gesehen hat."
Anna blickte starr geradeaus und sagte nichts.
Sandra merkte sofort die Veränderung an ihrer Freundin. "Anna", sagte sie streng. "Was ist? Was weißt du, das ich nicht weiß?"
"Ähm, also im Park, im Amphitheater, da... nun, da war eine Gruppe von fünf Kerlen, wahrscheinlich Studenten, die standen so hinter einem Gebüsch, dass ich sie erst gesehen habe, als unsere Fotosession schon gelaufen war."
"Du meinst... wir... ich hatte fünf Zuschauer, die mich minutenlang unten ohne gesehen haben?"
Anna nickte. "Ich glaube schon. Ich hab jedenfalls nicht gehört, wie die Typen sich dem Theater genähert haben."
Sandra wurde abwechselnd bleich und rot im Gesicht. "Oh Gott! Wenn ich das gewusst hätte, ich wäre gestorben vor Scham."
"Nee, wärst du nicht. Es hätte dich nach einem Schreckmoment total angemacht."
Kapitel 6 - Die Party
Die drei Mädchen öffneten die schwere Gartenpforte, die fast schon ein Tor war, und betraten das riesige Grundstück. Ein Kiesweg führte in leichtem Bogen zu der großen, weißen Villa, zweistöckig mit schrägem Dach.
"Hammer!", entfuhr es Anna beeindruckt. "Und hier wohnt Miriam?"
Susi lachte. "Nein, das ist das Anwesen von Robert Hardorn. Er ist einer der... nun sagen wir mal, besten Kunden von Task'n'Money. Er stellt seine Villa nicht selten für Events zur Verfügung."
"Wahrscheinlich kriegt er Anteile von den Aufgaben, die hier gelöst werden", vermutete Sandra.
Susi lachte wieder. "Nein, er... nun, er vergibt eher Aufträge. Aber das werdet ihr demnächst von Miri erfahren."
"Miri?", fragte Anna. "Du kennst sie also gut?"
Susi nickte. "Gut, und... intim. Ich habe ein paar Aufgaben mit ihr zusammen gemacht. Das könnt ihr übrigens auch. Sie ist für vieles zu haben. Und sie ist unglaublich erfahren in solchen Dingen. Aber jetzt kommt! Sandra darf nicht zu spät kommen."
Sie klingelte, und nur wenig später wurde geöffnet. Miriam Krüger hieß die drei willkommen. Sie trug ein orangefarbenes, asymmetrisch geschnittenes Kleid, das die rechte Schulter freiließ. Es reichte links bis zum Knie, rechts aber nur bis zum Becken. Der Bund eines Slips war nirgends zu sehen.
Miriam umarmte Susi und drückte sie fest an sich. "Hi, Süße", sagte sie, und es klang sehr vertraut, wie Anna fand. Miriam ließ die Hände an Susis Rücken heruntergleiten, denn der Lederbody, den Susi trug und der vorne geschnürt war, wies am Rücken nur eine Art Schnur auf, die durch die Poritze bis zum Hals ging. Ein Sling, hatte Susi den beiden Freundinnen erklärt, als sie sich getroffen hatten. Sandra blieb jetzt noch beinahe das Herz stehen, wenn sie sich vorstellte, dass Susi so leicht bekleidet im Taxi hierhergefahren war. Sie sah noch die sich weitenden Augen des Taxifahrers vor sich, als sich drei aufreizend gekleidete junge Frauen im Fond nebeneinanderquetschten und keinerlei Berührungsängste untereinander zu kennen schienen.
Dann begrüßte Miriam Anna. Auch diese wurde umarmt, aber nicht ganz so lange. "Supersexy Outfit", lobte sie. Anna freute sich, hatte sie sich doch ein paar Kleidungsstücke aus Susis riesigem Fundus geliehen. Sie trug wadenhohe, schwarze Stiefel mit 10 Zentimeter-Absätzen, einen schwarzen Lederminirock, der bei jedem Schritt hochrutschte und den sie immer wieder justieren musste, sowie eine knallrote Lederjacke, bei der sie nur den mittleren Knopf geschlossen hatte. Miriam strich einmal über Annas Porundungen, die durch das hautenge Material betont wurden.
"Und die liebe Sandra", grüßte Miriam. Sie nahm die Angesprochene an der Hand, hob diese hoch und drehte Sandra einmal um die Achse. Sandra war ein wenig verlegen, denn auf sie wartete ja Arbeit. Dennoch hatte auch sie sich hübsch gemacht, wenn sie ihr himmelblaues Kleid auch nicht lange tragen würde. Es war weit geschnitten und eine Nummer zu groß. Es fiel bis fast zu den Knien, war aber an beiden Seiten bis zur Hüfte geschlitzt. Aufgrund der zu langen Spaghettiträger waren ihre Brüste zwar bedeckt, aber nur, wenn sie das Kleid richtig hochzog und ruhig dastand. Ansonsten bot es tiefe Einblicke, und nicht nur Anna hatte das auf der Herfahrt weidlich ausgenutzt.
"Susi, Anna, ihr könnt euch schonmal unter die Gäste mischen. Macht euch bekannt. Es geht hier alles sehr ungezwungen zu. Wir duzen uns alle. Und Sex ist ein völlig normales Thema." Sie deutete auf die Tür hinter sich.
"Wir beide, Sandra, gehen hier lang", fuhr sie fort und öffnete die Tür nach links.
Miriam und Sandra betraten ein großes Zimmer mit einem riesigen Bett und einem noch riesigeren Kleiderschrank. Zwei weitere Frauen waren gerade dabei, sich ihrer Kleider zu entledigen.
"Zieh dich aus!", forderte Miriam. Sie blieb am Türrahmen stehen und beobachtete die drei.
Wenig später standen Sandra und die beiden anderen nackt vor der Gastgeberin. Diese reichte ihnen je eine kurze Schürze, die, um die Hüfte befestigt, kaum die Schamlippen erreichte und den Po völlig freiließ. Sie war weiß und schien aus Spitze gefertigt zu sein.
"Ihr kennt eure Aufgaben. Reicht Häppchen und Champagner herum. Seid aktiv, geht auf die Leute zu. Ihr dürft euch gerne auch mit den Gästen unterhalten. Die 250 Euro für die vier Stunden bis Mitternacht werden euch noch heute gutgeschrieben." Sie wurde ernst. "Ich möchte noch einmal betonen: Nur, weil ihr nackt seid, darf euch niemand berühren, wenn ihr es nicht wollt. Falls diesbezüglich etwas vorfällt, sagt mir sofort Bescheid, ja?"
Die drei Frauen nickten. Dann begannen sie mit ihrer Arbeit.
Sandra wunderte sich über sich selbst. Sie war viel weniger aufgeregt, als sie erwartet hatte. Vielleicht war es die Zeit, die sie gehabt hatte, um sich auf die Situation einzustellen. Sie ging in die angrenzende Küche und nahm sich ein Tablett mit Gläsern, die teilweise mit Champagner pur, teilweise mit Champagner-Orange gefüllt waren, und betrat den Festsaal. Es gab eine kleine Bühne an einem Ende, daneben ein großer Flachbildschirm an der Wand. Bestimmt zwei Dutzend Menschen wuselten in dem Raum herum. Alle waren aufreizend gekleidet. Es gab knappste Bikinis, durchsichtige Catsuits, Dessous im Ouvert-Stil. Männer trugen Chaps, wie sie Stripper bevorzugten, manche aber auch elegante Anzüge. Sandra fand, dass dies hier fast schon deplatziert wirkte.
"Möchten Sie etwas zu trinken?", fragte sie einen einzeln neben dem Kamin stehenden Mann.
Dieser lächelte. "Sie? Du bist wohl das erste Mal hier, nicht?" Er nahm sich ein Orange-Glas und nippte daran.
Sandra nickte. "Entschuldigung. Ich muss mich erst an alles gewöhnen."
"Aber deinem Körper scheint es zu gefallen", erwiderte der Mann und deutete auf Sandras Brustwarzen.
Das Mädchen schaute an sich herunter und musste zur eigenen Verblüffung feststellen, dass ihre Nippel unglaublich hart waren und weit vorstanden. Das war ihr selbst gar nicht aufgefallen, doch nun, da man sie darauf aufmerksam machte, spürte sie das Ziehen an der Brust. Sie lächelte verlegen, wandte sich ab und ging zu einer Gruppe von drei älteren Frauen, um auch diesen etwas zu trinken anzubieten.
Rasch war ihr Tablett mit leeren Gläsern gefüllt, und Sandra ging zurück in die Küche. In dem schmalen Gang zwischen Herdreihe und Anrichte kam ihr eine der anderen Bedienungen entgegen. Sie war vollkommen nackt. Sandra fragte sich, wo ihre Schürze hingekommen war. Sie schaute verdutzt auf die Frau. Diese lachte, als sie Sandras Blick bemerkte.
"Glaubst du, ich laufe hier fast nackt herum und reiche Getränke? Nein, ich will neben dem Geld auch meinen Spaß haben. Jeder kann mich überall berühren. Und das wird ausgiebig angenommen. Das solltest du auch probieren. - Lass mich bitte mal durch."
Sandra presste sich an die Anrichte. Die Frau lachte, hob ihr Tablett über den Kopf und schob sich an Sandra vorbei. Der Gang war jedoch so eng, dass sich die Oberkörper der beiden zwangsläufig berührten.
"Ich dachte zwar eher daran, dass du zurückgehst, aber so ist es mir auch recht." Mit einem hellen Auflachen war sie vorbei und im Gastraum verschwunden.
Die lässt sich wirklich von allen befummeln?, dachte Sandra und konnte es nicht glauben. Sie lauschte in sich hinein. Erregte sie dieser Gedanke etwa auch? Doch nach ein paar Sekunden war sie sicher, dass die Antwort darauf "Nein" lautete. Zeigen - ja, das war toll. Aber mehr nicht.
Sandra blickte sich um. Gerade war niemand in der Nähe. Ihre Hand glitt unter die Schürze und strich vorsichtig über ihre Scham. Feucht! Das hatte sie erwartet. Und nun, da die ersten Minuten vorüber waren und sie sich an die Umgebung gewöhnt hatte, glaubte Sandra, dass ihr die Sache wirklich Spaß machen würde. Irgendwie gab es ihr einen besonderen Kick, dass sie nackt war, die anderen Gäste aber bekleidet. Es machte die Situation prickelnd.
Ich steh' schon auf komische Dinge, dachte sie. Doch als stünde Anna neben ihr, hörte Sandra im Kopf die Stimme ihrer Freundin: "Ist doch egal. Hauptsache, es gefällt dir."
Als sie wieder im Festsaal bediente, klopfte Miriam an ihr Glas. Die Gespräche stoppten.
"Wir ziehen jetzt die Protagonisten für die erste Aufgabe." Sie griff in eine große Schüssel, in der gefaltete Zettel lagen, und rührte mit der Hand darin herum. Es raschelte. Miriam zog zwei Namenszettel heraus und las vor: "Susi und Anna. Auf dem Monitor seht ihr die Aufgabe. Überlegt euch bitte, ob ihr dies machen wollt, und sagt mir in fünf Minuten Bescheid. Falls ihr ablehnt, ist die Aufgabe freigegeben für alle."
Susi und Anna steckten die Köpfe zusammen und begannen sofort, miteinander zu tuscheln. Sandra sah es aus der Ferne. Sie hatte, seit die Party begonnen hatte, nur wenig mit ihren Freundinnen sprechen können. Doch diese liefen nun in großen Schritten auf Sandra zu.
"Schatz", sagte Anna und griff Sandras Hand. "Susi und ich würden das Spiel machen. 200 Piepen für jeden. Aber nur, wenn es okay für dich ist."
Sandra freute sich riesig über diese Rücksichtnahme. Sie küsste die Freundin zärtlich auf den Mund, zog dann Susi näher, und gab ihr einen Kuss auf die Wange. "Alles gut. Spielt ihr nur miteinander auf der Bühne. Und habt Spaß. Ich genieße es von hier aus." Sie strich Anna angedeutet über den Bauch.
Diese verstand das Signal sofort und hauchte: "Nur bei dir."
Susi und Anna liefen zur Gastgeberin und gaben ihr Einverständnis. Sie zogen ihre Schuhe aus und gingen auf die Bühne. Das Licht im Saal wurde gedimmt, und ein Spotstrahler beleuchtete die beiden Frauen, die auf Tuchfühlung zueinander gegangen waren.
Anna hakte die Rückenschnur von Susis Body an deren Halsband aus und zog sie zwischen den Beinen nach vorn. Sofort entspannte das Material über Susis Brüsten. Dann öffnete Anna den Druckknopf am Hals. Susi schlüpfte aus dem Body und stand nackt im Bühnenlicht. Der Stein in ihrem Bauchnabelpiercing funkelte. Anna nahm eine große Erdbeere von dem Früchtetisch, biss hinein, hielt sie mit den Lippen fest und näherte ihren Mund dem Susis. Diese biss ebenfalls in die Frucht, und langsam näherten sich die Lippen der Frauen einander an. Sie berührten sich ganz leicht, doch Anna trat nun einen Schritt zurück. Susi öffnete den Knopf an Annas Lederjacke, zog sie ihr aus und ließ sie zu Boden fallen. Anna war nackt darunter, die Nippel der kleinen Brüste aufgerichtet. Sanft strich Susi darüber, und Anna entfuhr ein leises Zischen. Susi ging in die Hocke und zog den Mini mit langsamen Bewegungen herunter. Anna stieg heraus. Langsam näherte sich Susis Gesicht Annas blanker Scham. Ihr warmer Atem strich darüber. Susi nahm einen Sahnespender vom Tisch und sprühte ein wenig des weißen Schaums auf die Intimzone ihrer nackten Gespielin. Susis Zunge fuhr durch die Sahne und dabei auch über Annas Körper. Diese stöhnte nun lauter auf, griff nach Susis Kopf und hielt diesen fest an sich gepresst. Susis Zunge spielte weiter.
Schließlich stand sie auf, der Mund sahneverschmiert, und nahm ein Apfelstück vom Tisch. Sie fuhr damit durch Annas Spalte, über den Bauch und zwischen den Brüsten nach oben, biss hinein und schmeckte die Freundin auf ungewöhnliche Weise. Die zweite Hälfte hielt sie an Annas Lippen, die willig den Mund öffnete. Nun griff auch Anna nach einem Obststück. Sie nahm ein Orangenachtel und presste es an Susis Intimgegend. Die Orange platzte, und der Saft vermischte sich mit Susis Liebessekret. Anna ging in die Hocke und saugte alles vernehmbar auf.
Dann legte sich die Blondine auf den Rücken. Anna nahm den Honigtopf und träufelte Löffel um Löffel auf Susis Körper. Von den Schultern über die Brüste bis zu den Füßen. Anschließend nahm sie den Sahnespender und sprühte großzügig auf Scham, Nippel und Bauch. Den Rest der Flasche ergoss sie in ihren Mund. Dann setzte sie sich auf Susis Bauch und beugte sich nach vorne. Annas Mund war ebenfalls verschmiert, Sahne hing ihr an der Wange, als sie begann, Susi zu küssen. Langsam ließ sie sich auf die Frau unter ihr sinken. Die Körper klebten aneinander, der Honig tat seine Wirkung. Anna rutschte ein Stück zur Seite, sodass ihre Scham nun auf Susis linken Oberschenkel lag. Susi schob ihre Hand dazwischen und übte Druck aus. Anna legte eine Hand auf Susis Pussy, spielte mit dem Handballen am Kitzler, mit den Fingern an der Öffnung.
Sandra stand staunend direkt vor der Bühne. Sie wusste, da es eine Aufgabe aus Level 4 war, dass es um Sex ging. Aber so anregend hatte sie es sich nicht vorgestellt. Nicht nur sie spürte die erotische Spannung, die hier in der Luft lag. Unwillkürlich glitt ihre Hand unter die Schürze, und sie rieb sanft über ihre Klitoris. Verstohlen blickte Sandra sich um, sah aber, dass nicht wenige Hände unter Kleidern, Röcken oder in Hosen verschwunden waren. Jeden schien diese Vorstellung anzuturnen. Sandra schaute gebannt weiter ihren Freundinnen beim Sex zu.
Anna krümmte einen Finger und drang in Susis Pussy ein. Susi war so feucht, dass auch ein zweiter und sogar ein dritter Finger kein Problem darstellten. Rhythmisch fingerte Anna die Frau, die sie erst seit ein paar Tagen kannte. Susi schrie leise auf. Auch sie hatte einen Finger in Annas Spalte gesteckt und rotierte mit dem Daumen über den Kitzler.
Den Kuss unterbrachen die beiden nackten, durch Honig, Fruchtsaft und Sahne verschmierten Frauen nur selten für einen raschen Atemzug. Sie gaben sich ganz ihrer Lust hin. Anna nahm zwar die Hitze der Strahler wahr, hatte aber völlig vergessen, dass mehrere Dutzend Augenpaare ihr zuschauten. Sie genoss das Sexspiel. Susis Körper, besonders deren feste Brüste, die sich an sie pressten, erregte sie immens.
Schließlich zuckten die beiden fast zeitgleich zusammen. Sie rollten sich zur Seite, und Annas Scham knallte wieder und wieder auf Susis Bein, während Susis Oberkörper die Freundin fast herunterwarf. Sekret spritzte an den Fingern vorbei, die weiter ihre Stimulation vollführten.
Doch schließlich blieben die beiden erschöpft, keuchend und verschwitzt ruhig im Scheinwerferlicht liegen, das nun langsam dunkler wurde und schließlich erlosch.
Tosender Applaus brandete auf.
Miriam kam auf die Bühne, half den beiden auf und brachte sie zum großen Badezimmer, wo Susi und Anna sich frischmachten.
Zwanzig Minuten später kamen sie wieder in den Festsaal zurück. Suchend glitten ihre Blicke umher, bis sie Sandra gefunden hatten, die sich gerade mit einem jungen Mann unterhielt. Sie lachte viel. Anna und Susi warteten, bis die Freundin von sich aus Kontakt suchte.
"Das war... mir fehlen die Worte", sagte Sandra. "Geil. Einfach nur geil. Ihr seid abgegangen, das war unglaublich."
Susi und Anna lächelten. Sie trugen beide schwarze Bikinis, die Miriam ihnen geliehen hatte. Anna hatte sich nicht mehr in den engen Ledermini quetschen wollen. Auch Susi wollte sich für den Moment etwas dezenter kleiden.
Anna umarmte Sandra. Dicht an ihrem Ohr flüsterte sie: "Danke, Süße. Das will ich mit dir unbedingt auch einmal machen. Darauf musst du dich jetzt einstellen."
"Gerne", freute sich Sandra.
Den Rest des Abends verbrachten Anna und Susi mit Zuschauen. Beide hatten keine Energie mehr, eine weitere Aufgabe durchzuführen. Zumal diese auch für Annas Geschmack nun schon sehr explizit wurden. Dildos und Vibratoren wurden benutzt, Penisringe, und sogar einen Peniskäfig zog jemand für eine Vorstellung an. Aber Anna wusste auch, wenn sie erst eine Nacht geschlafen hatte, würde sie sich auch hier Aufgaben aussuchen. Denn das Geld lockte sie nach wie vor.
Als Sandras Schicht zu Ende war, beschlossen die drei, die Party zu verlassen. Miriam verabschiedete sie wieder.
"Sandra, ich bin sehr zufrieden mit dir. Die Gäste haben dich überschwänglich gelobt. Nach anfänglicher Zurückhaltung seist du eine exzellente Gesprächspartnerin gewesen. Und auch wenn dies hier eine Erotik-Party ist, jeder wusste zu schätzen, dass man sich auch über andere Dinge mit dir gut unterhalten konnte. Du bist jetzt ebenfalls in Level 4. Beim nächsten Mal gehörst du zu den Gästen."
Sie wandte sich an Susi. "Es bleibt doch bei unserem Date am Mittwoch?"
Susi nickte, fasste Miriam an der Hüfte und küsste sie liebevoll auf den Mund. "Ich kann es kaum erwarten, Miri."
Dann umarmte Miriam Anna zum Abschied. "Klasse Show. Das fand auch Robert, dem ich sie gezeigt habe. Du wirst morgen früh eine besondere Nachricht in deinem TnM-Account haben. Ich denke, sie wird dir gefallen."
Annas Gesicht zeigte Unverständnis, aber sie fragte nicht nach.
Die drei verließen die Villa.
"Date?", fragte Sandra.
"Ja, Miri und ich gehen ins Kino. Ganz normal. Keine extravagante Kleidung. Wir gehen im Partnerlook - Jeans und T-Shirt. Ich freue mich riesig darauf. Ich mag sie furchtbar gerne, obwohl sie doppelt so alt ist wie ich."
"Na, ich finde sie manchmal schon ein wenig furchteinflößend", meinte Anna, als sie sich an Miriam als Zeugin für die Echtheit eines geschossenen Fotos erinnerte.
"Sie kann schon sehr bestimmend sein", stimmte Susi lachend zu.
Dann fuhren sie zu Sandras und Annas Wohnung. Susi würde wieder bei ihnen übernachten. Doch diesmal hatten sie Annas Matratze in Sandras Zimmer geräumt, sodass alle wie bei einem Sleep-over in einem Raum schlafen konnten.
Kapitel 7 - Private Aufgaben
Anna erwachte früh am nächsten Morgen. Leise kletterte sie aus dem Bett und zog die Decke über Sandra. Dann schlich sie ins Bad und nahm zuerst einmal eine lange, heiße Dusche. Doch das weckte ihre Lebensgeister nur wenig. Anna nahm eine Kopfschmerztablette und brühte einen starken Kaffee auf. Sie startete gedankenverloren das Tablet und loggte sich automatisch, wie sie es jeden Morgen tat, in ihren Account ein. Doch irgendwie hatte sie heute noch keine Lust auf Aufgaben. Ihr war mehr nach einem chilligen Tag. Abhängen mit Susi und Sandra, Kuscheln, vielleicht Dinner in einem Restaurant.
Das Glockensymbol zeigte an, dass sie eine private Nachricht hatte.
Stimmt, erinnerte sie sich nun. Miriam hat etwas davon gesagt. Bin mal gespannt.
Anna öffnete die Nachricht. Sie war von Miriam Krüger.
Hallo Anna,
du kennst ja schon durch Susi unsichtbare Aufgaben. Bei TnM gibt es für die höheren Level diese regelmäßig. Ich habe nun eine Anfrage für ein Szenario, das nicht öffentlich gestellt wird, bekommen, das dir gefallen könnte. Falls du es durchführen möchtest, sage mir bitte bis heute, 14 Uhr Bescheid. Dann leite ich alles für morgen in die Wege. Ach ja, es gibt 350 Euro.
Küsse,
Miriam
Anna öffnete den Anhang und las den Text gleich zweimal.
Klar mache ich das!
*
"Maiberg", sagte Anna zu dem Mann im Frack, der hinter dem Tresen des Edelrestaurants Dienst tat. Der Empfangschef schaute in seinem Reservierungsbuch nach und nickte dann.
"Ein Tisch für eine Person", bestätigte er, öffnete die Tür zum eigentlichen Restaurant und ging voran.
Anna folgte ihm. Ihr hochgeschlossenes, langärmeliges, rotes Minikleid fiel locker auf die Oberschenkel. Leise klackerten die roten High-heels. Auch der Lippenstift, den sie trug, war knallrot, ebenso die Steine in den Ohrsteckern und die Haarspangen, mit denen sie ihre Haare zu einer kunstvollen Frisur hochgesteckt hatte. Auch der Tanga, das einzige weitere Kleidungsstück, war rot, aus edler Spitze gefertigt und halbtransparent.
Schuhe, Kleidung und Schmuck waren am Vortag per Boten gekommen. Sie waren eine Leihgabe für die heutige Aufgabe, die eher einem kleinen Rollenspiel glich. Es war eine Privatvorstellung, wenn auch in der Öffentlichkeit, denn was Anna tun würde, war speziell für zwei Zuschauer gedacht. Von wem all diese Dinge kamen, wusste Anna nicht. Ein besonders guter Kunde, hatte Miriam nur gesagt. Und das hatte Anna als Information genügt.
Der Ober schob ihr den Stuhl zurecht, und Anna setzte sich mit dem Rücken zur Wand. Sie hatte einen Großteil der Lokalität im Blick. Etwa zwanzig Personen saßen an diversen Tischen, meist zu zweit. Und eins der Pärchen würde ihre, Annas, Vorstellung gleich genießen.
Der Kellner brachte einen Aperitif. Anna nippte daran und studierte die Karte. Von der Hälfte der Gerichte hatte sie noch nie etwas gehört. Aber sie war auch nicht zum Essen hier. Und der Kellner schien das zu wissen, denn er tauchte nicht wieder auf.
Das Tablet, das Anna neben den Teller gelegt hatte, leuchtete kurz auf. Anna las die Nachricht: "Richtung Treppenaufgang. Bitte fange an!"
Anna stand für einen Moment auf, drehte ihren Stuhl eine Viertelumdrehung nach rechts und schob ihn neben den Tisch. Dann setzte sie sich breitbeinig hin und zog das Kleid ein Stück hoch. Noch sah sie, wenn auch nur knapp, bekleidet aus. Anna schaute sich um. Doch außer dem Pärchen direkt in Blickrichtung, von dem die Nachricht gekommen sein musste, achtete niemand auf sie. Anna schob ihre Hände unter den Stoff des Kleides und zog an ihrem Tanga. Sie rutschte ein wenig auf dem Stuhl hin und her, verlagerte das Gewicht nach links, dann wieder nach rechts, ließ den Slip an den Beinen herunterfallen, bückte sich und hob ihn schließlich auf.
Wieder schaute sie sich um, doch die Situation hatte sich nicht verändert. Anna zog das Kleid für einen Moment über die Hüfte, spreizte die Beine weit und präsentierte so ihre nackte Scham. Das Pärchen schaute sie gebannt an. Nervös fuhr sich der Mann, den Anna auf etwa 60 Jahre schätzte, über das Kinn. Die Frau, die etwas jünger schien, sog tief die Luft ein.
Es macht sie an, mich so zu sehen, dachte Anna.
Sie zog das Kleid zu den Knien, knüllte den Slip zusammen und stand auf. Langsam, mit einem verführerischen Lächeln auf den Lippen, ging sie zu dem Pärchen hin.
"Ich möchte Ihnen etwas schenken. Ich hoffe, es bereitet Ihnen Vergnügen", sagte sie mit leiser Stimme. Sie nahm die Hand der Frau, die auf dem Tisch lag, und drückte ihr den Slip hinein. Die Frau, die Kundin von TnM, antwortete mit zitternder Stimme: "Das wird es. Oh, das wird es."
Dann ging Anna zurück zu ihrem Platz. Die Frau schob nun ihren Stuhl ein wenig zurück, stieg in den Slip und zog ihn eilig hoch. Auch sie rutschte auf dem Stuhl umher, bis sie den Tanga richtig justiert hatte. Ihre Hände kamen unter dem Kleid hervor, doch sie legte eine demonstrativ auf ihren Unterleib und rotierte sanft.
Die masturbiert wirklich in meinem getragenen Slip, schoss es Anna durch den Kopf. Zwar hatte sie gewusst, dass dies passieren würde, denn die Aufgabe war absolut transparent gestellt gewesen, aber es war dennoch etwas anderes, dies mit eigenen Augen live zu sehen.
Zwei Minuten später stand das Pärchen auf und verließ rasch das Restaurant. Anna vermutete stark, dass die beiden nun nach diesem ungewöhnlichen Vorspiel miteinander schlafen würden.
Anna stand auf. Sie hatte keine Rechnung zu bezahlen, das war bereits geregelt. Auf der Straße wandte sie sich nach rechts. Zweihundert Meter weiter lag ein kleiner Park. Schon von Weitem sah sie Sandra. Anna rief laut und winkte heftig. Die Freundin sprang vom Rasen auf und rannte ihr entgegen.
"Wie war's?", fragte sie aufgeregt.
"Easy", erwiderte Anna bemüht cool. "Das Ausziehen vom Slip war aufregend. Aber irgendwie schon komisch zu wissen, dass da draußen jetzt jemand mit meinem getragenen Tanga rumläuft."
Sie setzten sich auf eine Parkbank, die gerade frei wurde.
"Du, Sandra, was hältst du davon, wenn wir unsere Wohnung anders einrichten?"
"Nun, wir haben weit über 1000 Euro verdient. Da können wir uns für unsere Zimmer schon das ein oder andere leisten. Was schwebt dir denn vor?"
"Ein Doppelbett", grinste Anna zurück.
"Bitte?"
"Na, ich dachte, dass ich mit in dein Zimmer ziehe. Das ist ja größer. Dann wäre es unser gemeinsames Schlafzimmer. Und das andere wird dann das Wohnzimmer. Ich will mehr Zeit mit dir verbringen."
Sandra schaute verwirrt. "Mehr Zeit? Wir sind doch eh den ganzen Tag zusammen."
"Stimmt. Aber ich will auch die Nächte. Das tut man doch, wenn man zusammen ist. Also so richtig, als Liebespaar."
Sandra legte ihr den Kopf auf die Schulter. "Das klingt herrlich."
Epilog
Sandra fokussierte sich in der Folgezeit auf ihr Studium. Sie führte nur noch gelegentlich Aufgaben durch, bis sie Level 5 erreicht hatte. Dann konzentrierte sie sich darauf, als Zeugin zu arbeiten oder Szenarien für neue Aufgaben zu entwickeln, was nicht schlecht vergütet wurde. Anna aber verschob den Beginn ihres Studiums um ein Jahr. Sie wurde ein gefragtes Soft-Erotik-Model für private Aufgaben. Ihr gefielen diese kleinen Rollenspiele sehr, und sie brachten oft einen deutlich vierstelligen Betrag im Monat ein. Anfragen für härtere Dinge lehnte sie konsequent ab, obwohl die noch höheren Geldbeträge sie nicht wenig reizten. Das Paar zog nach dem Wintersemester in eine größere Wohnung in einem guten Stadtviertel. Die Freundschaft zu Susi intensivierte sich. Die drei verbrachten viel Zeit zusammen. Erotische Abenteuer fanden aber nur im Rahmen von Task'n'Money-Aufgaben statt, entweder weil sie welche lösten, oder eins von Sandras Szenarien ausprobieren wollten.
Ende
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