Wie eine Entscheidung das Leben lenkt (fm:Romantisch, 1825 Wörter) [6/7] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 07 2026 | Gesehen / Gelesen: 1982 / 1688 [85%] | Bewertung Teil: 9.48 (69 Stimmen) |
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in der Oberstufe. Sie erzählte von der Nacht auf dem Parkplatz, von dem "Dienst", den sie ihm erwiesen hatte, und wie sehr sie sich danach geschämt hatte. Sie verschwieg nicht die Größe seines Glieds, vor der sie damals erschrocken war, und sie verschwieg nicht, wie Ralf sie danach erniedrigt hatte.
"Ich habe es dir nie erzählt, Peter, weil es mir peinlich war. Weil ich wollte, dass du nur die starke, kluge Monika siehst. Ich wollte nicht das unsichere Mädchen sein, das sich von einem Angeber wie Ralf benutzen ließ."
Dann erzählte sie vom Schwimmbad. Von der Begegnung, von seinem Blick, von der Angst, dass er ihre Ehe zerstören könnte. Sie erklärte die Lüge über Ursula als einen verzweifelten Versuch, die beiden Welten getrennt zu halten. Sie erzählte vom Treffen im Weinkeller, von Ralfs Manipulationen und seinem Versuch, sie durch Schuldgefühle wieder klein zu machen.
Und schließlich kam sie zu Alfredo.
Ihre Stimme wurde leiser, als sie von seinen Übergriffen erzählte. Von den Berührungen auf der Weihnachtsfeier, von seinen anzüglichen Bemerkungen und seinem Verhalten vor dem Taxi. "Ich hatte solche Angst um dich, Peter. Ich habe gehört, womit er zu tun hat. Ich dachte, wenn ich es dir sage, würdest du ihn angreifen und dich in Gefahr bringen. Ich dachte, ich müsste dich beschützen." Sie sah ihn bittend an, ihre Augen suchten seine. "Ich weiß jetzt, dass das der größte Fehler meines Lebens war. Ich habe dich nicht als meinen Partner behandelt, sondern als jemanden, dem ich die Wahrheit nicht zutraue. Bitte verzeih mir das."
Peters Urteil: Das Echo der Enttäuschung
Peter hörte zu. Er unterbrach sie kein einziges Mal. Seine Mimik war wie in Stein gemeißelt, nur ein Muskel an seinem Kiefer zuckte rhythmisch. Als Monika endete, herrschte eine Stille in der Küche, die so dicht war, dass man das Ticken der Uhr im Flur wie Hammerschläge hörte.
Dann fing Peter an zu reden. Er stellte keine Fragen. Er analysierte. "Zuerst zu Alfredo", sagte er, und seine Stimme war so tief und kontrolliert, dass Monika eine Gänsehaut bekam. "Du brauchst dir keine Sorgen mehr zu machen. Er wird sich dir gegenüber nie wieder übergriffig verhalten. Das werde ich regeln. Aber Monika... wenn du auf diese Art von Behandlung stehen solltest, wenn dir dieser Schmutz gefällt, dann hättest du es mir direkt sagen sollen. Ich bin dein Mann, kein Fremder."
Monika wollte protestieren, doch er hob die Hand.
"Und nun zu Ralf", fuhr er fort. Seine Augen wurden schmal. "Es interessiert mich nicht, mit wem du vor 25 Jahren auf einem Parkplatz warst. Aber was mich trifft, ist, wie du über ihn redest. Du sagst, du hast Angst vor ihm, aber du gehst zu ihm. Du sagst, du schämst dich, aber du ziehst dieses Kleid an, das er gestern Abend gesehen hat."
Er hielt inne, und Monika sah, wie seine Augen feucht wurden. Ein Anblick, der ihr fast das Herz brach. Peter, ihr Fels, kämpfte mit den Tränen.
"Ich habe die ganze Nacht nachgedacht, Monika. Und ich bin zu einem Schluss gekommen. Du hast mir gesagt, wie dominant er war, wie sehr er dich damals beeindruckt hat. Und offensichtlich hat er heute noch eine Macht über dich, die ich nicht habe. Vielleicht ist es das, was dir fehlt? Vielleicht ist unsere Ehe nach 25 Jahren zu sicher, zu... langweilig für dich?"
"Nein, Peter! Niemals!", rief sie verzweifelt.
"Lass mich ausreden!", herrschte er sie an, und zum ersten Mal blitzte der Zorn des Si Hing durch. "Ich gebe dir hiermit alle Freiheiten, die du brauchst. Wenn du deine "Ralf-Phase" ausleben willst, wenn du sehen willst, ob er wirklich der Mann ist, an den du dich erinnerst - bitte. Ich werde heute in ein Hotel ziehen. Ich werde mir die gleichen Freiheiten nehmen. Ich werde andere Frauen treffen, werde sehen, was das Leben mir noch zu bieten hat, wenn meine Frau mich für zu schwach hält, um die Wahrheit zu erfahren."
Er machte eine Pause, die Tränen in seinen Augen glänzten nun offen. "Wenn du mit deinem Ralf fertig bist, wenn du merkst, was du willst... dann können wir uns zusammensetzen. Und dann werden wir sehen, ob von uns noch genug übrig ist, um weiterzumachen. Aber im Moment... im Moment erkenne ich uns nicht mehr." Der Zusammenbruch der Mauern
Monika war fassungslos. Sie hatte mit Zorn gerechnet, mit Geschrei, vielleicht sogar mit einem Ultimatum. Aber dieser kühle, logische Vorschlag, der ihre Ehe faktisch für beendet erklärte, war schlimmer als alles, was sie sich ausgemalt hatte. Sie sah den Schmerz in seinem Gesicht, die tiefe Enttäuschung eines Mannes, dessen Stolz und Vertrauen mit Füßen getreten worden waren. Ihre Lügen hatten ihn nicht geschützt - sie hatten ihn entmannt.
Sie erkannte, dass er nicht aus Bosheit so redete. Er versuchte, sich selbst zu schützen. Er wollte den Schmerz nicht mehr spüren, also stieß er sie weg, bevor sie ihn noch tiefer verletzen konnte.
Sie sagte kein Wort mehr. Es gab keine Argumente mehr, keine Ausflüchte. Sie stand auf, ihre Bewegungen waren langsam und zittrig. Das Negligé, das eben noch als Zeichen der Offenheit gedacht war, fühlte sich nun an wie eine lächerliche Verkleidung.
Sie ging um den Tisch herum und setzte sich auf seinen Schoß. Peter versteifte sich, sein ganzer Körper war eine Mauer aus Ablehnung. Er versuchte, sie wegzuschieben, doch diesmal ließ Monika es nicht zu. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals, presste ihr Gesicht an seine Schulter und hielt ihn mit einer Kraft fest, die aus purer Verzweiflung geboren war.
"Nein", flüsterte sie in seinen Pullover. "Ich lasse dich nicht gehen. Ich lasse uns nicht gehen."
Sie fing an zu weinen. Es war kein kontrolliertes Weinen mehr; es war ein Ausbruch aus Reue, Liebe und Angst. Sie weinte seinen Pullover nass, ihre Tränen drangen durch den Stoff bis auf seine Haut. Sie klammerte sich an ihn, als wäre er der einzige feste Punkt in einem tobenden Ozean.
"Es gibt keine Ralf-Phase, Peter", schluchzte sie. "Es gibt nur dich. Ich war dumm, ich war feige, ich war eine Versagerin. Aber ich liebe dich mehr als mein Leben. Bitte... zieh nicht in ein Hotel. Schlag mich, schrei mich an, bestraf mich... aber verlass mich nicht."
Peter saß unbeweglich da. Er spürte das Beben ihres Körpers, fühlte die Nässe ihrer Tränen auf seiner Schulter. Er hatte die Arme noch immer an den Seiten, seine Hände waren zu Fäusten geballt. Er kämpfte einen inneren Kampf, den man ihm an jedem Atemzug ansah. Sein Stolz schrie danach, aufzustehen und zu gehen. Doch sein Herz - dieses Herz, das seit 25 Jahren nur für diese Frau schlug - begann unter der Last ihrer Verzweiflung nachzugeben.
Er schloss die Augen, und zwei Tränen rollten über seine Wangen und verloren sich in Monikas Haar. Er hob langsam seine Hände und legte sie auf ihren Rücken, doch er drückte sie noch nicht fest an sich. Es war ein vorsichtiges Berühren, ein erstes Tasten über die Trümmer ihres gemeinsamen Lebens.
Die Stille in der Küche war nun nicht mehr feindselig. Sie war schwer von der Trauer um das verlorene Vertrauen, aber sie barg auch den Keim einer schmerzhaften, neuen Wahrheit. Beide wussten, dass der Weg zurück lang sein würde. Dass die Schatten von Ralf und Alfredo noch lange über ihnen hängen würden.
Aber während Monika auf seinem Schoß weinte und Peter schweigend die Tränen zuließ, wurde klar, dass das "unschlagbare Duo" zwar schwer verwundet, aber noch nicht besiegt war.
*** Fortsetzung folgt ***
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