Wie eine Entscheidung das Leben lenkt (fm:Romantisch, 2159 Wörter) [7/7] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 08 2026 | Gesehen / Gelesen: 2009 / 1694 [84%] | Bewertung Teil: 9.64 (91 Stimmen) |
| Schafft es Monika oder ... | ||
Ersties, authentischer amateur Sex
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Peter wandte sich wieder an die Kollegen. "Ich sage euch das hier vor versammelter Mannschaft: Passt auf eure Frauen und Töchter auf. Solange dieser Abschaum hier arbeitet, ist keine von ihnen sicher. Er ist ein Raubtier, das sich an der Loyalität von uns allen vergeht."
Die Stille, die nun folgte, war vernichtend. Die Kollegen sahen Alfredo nicht mehr mit der üblichen, leicht genervten Toleranz an. In ihren Augen spiegelte sich nun nackte Verachtung. In einer männerdominierten Welt wie dem Taxigeschäft war der Verrat an einem Kollegen das ultimative Tabu. Alfredo war in diesem Moment sozial gestorben. Sein "Mafia"-Image, seine Coolness - alles war weggeblasen durch die ehrliche Wut eines Mannes, den sie alle respektierten.
Alfredo öffnete den Mund, um etwas zu erwidern, doch als er in die harten, entschlossenen Gesichter um sich herum sah, erkannte er, dass er diesen Kampf verloren hatte. Er konnte die Wahrheit nicht widerlegen, weil Peters Integrität gegen seine eigene Lügenhaftigkeit stand. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, griff er nach seiner Jacke, stieß sich vom Tresen ab und bahnte sich den Weg durch die Menge, die sich wie vor einem Aussätzigen vor ihm teilte. Drei Tage später kündigte er offiziell und suchte sich ein anderes Taxiunternehmen am anderen Ende der Stadt. Doch Peter wusste: Der Ruf würde ihm voraueilen. Alfredo war erledigt.
Die Prüfung der Staranwältin: Monika und Ralf
Peter hatte Alfredo erledigt, aber Ralf war Monikas Aufgabe. "Ich könnte ihn in seine Schranken weisen", hatte Peter zu ihr gesagt, als sie abends auf der Terrasse saßen. "Aber das würde das Problem in deinem Kopf nicht lösen. Du musst wissen, dass du die Macht über ihn hast, nicht er über dich. Du musst diejenige sein, die die Tür zuschlägt."
Monika hatte Angst gehabt. Eine tiefe, instinktive Angst vor Ralfs manipulativem Wesen. Doch Peters Vertrauen in sie gab ihr eine Stärke, die sie allein nicht gefunden hätte.
Das Treffen fand bei einem kleinen Bäcker in einer belebten Seitenstraße statt. Kein Wein, keine Kerzen, kein schummriges Licht. Nur der Geruch von Mehl, das Klappern von Kaffeetassen und das grelle Licht der Neonröhren. Ein banaler Ort für ein finales Urteil.
Ralf saß bereits an einem kleinen Tisch am Fenster. Er sah aus wie immer: perfekt gekleidet, die Haare akkurat, ein Ausdruck von gönnerhafter Überlegenheit im Gesicht. Als Monika eintrat, hellten sich seine Augen auf. Er glaubte immer noch, dass er das Spiel kontrollierte.
"Monika, pünktlich wie immer", sagte er und wollte aufstehen, um sie zu begrüßen. Doch Monika setzte sich sofort, ohne ihm die Hand zu geben oder seinen Blick zu suchen.
"Setz dich, Ralf", sagte sie kurz angebunden.
Ralf lächelte dünn. Er winkte die Bedienung herbei, bevor Monika ein Wort sagen konnte. "Wir hätten gerne einen Espresso für die Dame und einen Cappuccino für mich", bestellte er mit dieser selbstverständlichen Dominanz, die Monika früher immer so beeindruckt - und eingeschüchtert - hatte.
"Nein", sagte Monika laut. Die Bedienung hielt inne. Monika sah sie direkt an. "Ich möchte gar nichts trinken. Vielen Dank."
Die Bedienung sah verwirrt zu Ralf, der kurz die Augenbrauen hob, dann aber abwinkte. "Na gut, dann nur den Cappuccino für mich."
Er wandte sich Monika zu, ein falsches Lob auf den Lippen. "Ich sehe, du hast gelernt, deinen eigenen Willen durchzusetzen. Gefällt mir. Es steht dir gut, diese... neue Härte."
Monika verzog ihr Gesicht zu einer Grimasse des Ekelns. In diesem Moment wurde ihr klar, wie lächerlich dieser Mann eigentlich war. Sein ganzes Gehabe, seine Versuche, sie durch "Komplimente" zu steuern, wirkten auf sie plötzlich wie das klägliche Theaterstück eines Mannes, der nichts anderes besaß als seine Arroganz.
"Spar dir deine Analysen, Ralf", sagte sie, und ihre Stimme war die der kühlen, unnahbaren Staranwältin, die im Gerichtssaal Zeugen zerlegte. "Ich bin nicht hier, um mit dir über meine Entwicklung zu sprechen. Ich bin hier, um dir etwas sehr Deutlich zu sagen."
Ralf lehnte sich zurück, verschränkte die Arme und versuchte, gelassen zu wirken, doch Monika bemerkte das leichte Zucken in seinem Mundwinkel. "Ich will absolut nichts mehr mit dir zu tun haben", fuhr sie fort. "Keine Anrufe, keine zufälligen Begegnungen, keine Nachrichten. Nichts. Du bist ein Teil meiner Vergangenheit, für den ich mich schäme, aber du hast keinen Platz in meiner Gegenwart. Und erst recht nicht in meiner Zukunft."
Ralf wurde blass. Er hatte mit vielem gerechnet - mit Tränen, mit Vorwürfen, vielleicht sogar mit einer leidenschaftlichen Szene -, aber diese sachliche, eiskalte Ablehnung traf ihn unvorbereitet. Er war es gewohnt, dass Frauen auf ihn reagierten, dass sie um ihn kreisten, selbst wenn sie ihn hassten. Aber diese absolute Gleichgültigkeit, gepaart mit einer klaren Grenze, war für sein Ego unerträglich.
"Monika, jetzt sei doch nicht so...", begann er, und sein Tonfall kippte ins Bittstellerische. "Wir haben doch eine Geschichte. Was wir hatten, war besonders. Das kannst du nicht einfach auslöschen, nur weil dein Taxifahrer-Ehemann ein bisschen Stress macht."
"Mein Mann", sagte Monika, und sie betonte jedes Wort, "ist der Grund, warum ich heute hier stehe. Er ist der Grund, warum ich erkenne, wie armselig deine Manipulationsversuche eigentlich sind. Er hat mir etwas gegeben, das du niemals besitzen wirst: echtes Vertrauen und Respekt."
Ralf überlegte fieberhaft. In seinem Kopf rasten die Gedanken. Er suchte nach einer Schwachstelle, nach einem Grund, warum sie bleiben musste. "Und was ist mit damals?", zischte er leise. "Die Geschichte auf dem Parkplatz? Willst du wirklich, dass das jeder erfährt? Ich könnte es herumerzählen..."
Monika lachte. Es war ein kurzes, befreites Lachen, das Ralf mehr verunsicherte als jeder Schrei.
"Erzähl es wem du willst, Ralf. Peter weiß alles. Jedes Detail. Es hat keine Macht mehr über uns. Du hast keine Munition mehr, mit der du schießen kannst." Sie stand auf. Sie fühlte sich leicht, fast so, als würde sie schweben. Die Last, die sie zwei Wochen lang fast erstickt hatte, war von ihren Schultern abgefallen. "Komm mir nie wieder unter die Augen. Wenn du mich noch einmal kontaktierst, werde ich meine juristischen und privaten Möglichkeiten ausschöpfen, um dein Leben sehr ungemütlich zu machen. Und glaub mir, ich bin verdammt gut in meinem Job."
Sie drehte sich um und ging. Sie hörte Ralf nicht mehr rufen, sie sah nicht, wie er fassungslos an seinem Cappuccino nippte, während sein Gesicht eine Mischung aus Zorn und tiefster Erniedrigung zeigte. Ralf wusste in diesem Moment, dass er Monika endgültig verloren hatte - nicht an einen anderen Mann, sondern an sie selbst. Sein Starrsinn, seine Fixierung auf sie, die fast schon zwanghaft war, wurde in diesem Moment zu einer leeren Hülle. Er hatte keine Beute mehr. Der Weg zurück ins Licht
Als Monika den Bäcker verließ, atmete sie die kühle Stadtluft so tief ein, dass es in ihrer Lunge fast brannte. Die Sonne brach durch die Wolken und spiegelte sich in den Pfützen auf dem Asphalt. Sie fühlte sich neugeboren. Die Angst, die sie so lange begleitet hatte - die Angst vor Ralfs Überlegenheit, die Angst vor Alfredos Schmutz -, war wie weggewaschen.
Sie stieg in ihren Wagen und fuhr nach Hause. Ihre Gedanken waren nur bei Peter. Sie konnte es kaum erwarten, ihm in die Augen zu sehen und zu sagen: "Es ist vorbei. Ich habe es geschafft."
Zu Hause angekommen, fand sie Peter im Garten. Er schnitt die Hecke, eine monotone, beruhigende Arbeit. Als er den Wagen hörte, hielt er inne und sah zur Einfahrt.
Monika stürmte auf ihn zu. Sie wartete nicht, bis er etwas sagen konnte. Sie warf sich in seine Arme, so wie sie es vor zwei Wochen getan hatte, aber diesmal war es kein verzweifeltes Klammern. Es war eine Umarmung voller Triumph und Liebe.
"Er ist weg, Peter", sprudelte es aus ihr heraus. "Er ist Geschichte. Ich habe ihm die rote Karte gezeigt, und er ist ganz blass geworden. Er hat nichts mehr gegen mich in der Hand."
Peter hielt sie fest. Er spürte die Erleichterung in ihrem ganzen Körper, die neue Festigkeit in ihrem Tonfall. Er gab ihr einen langen Kuss auf die Stirn. "Ich wusste, dass du das kannst, Monika", sagte er leise. "Du bist die stärkste Frau, die ich kenne."
Sie erzählte ihm alles - das Gespräch beim Bäcker, die versuchte Bestellung, Ralfs klägliche Erpressungsversuche und ihren Abgang. Sie erzählte es mit einer Euphorie, die Peter zum Lächeln brachte. Er sah, dass sie wieder die Monika war, in die er sich vor 25 Jahren verliebt hatte - nur reifer, ehrlicher und unendlich wertvoller.
"Und Alfredo?", fragte sie schließlich.
Peter erzählte ihr von der Szene in der Zentrale. Er erzählte ihr, wie die Kollegen reagiert hatten und dass Alfredo bereits verschwunden war. "Er wird uns nicht mehr belästigen. Sein Ruf ist ruiniert. Er ist jetzt derjenige, der im Schatten stehen muss."
An diesem Abend saßen sie lange zusammen. Sie tranken keinen Wein, sie brauchten keinen künstlichen Rausch. Sie brauchten nur die Gegenwart des anderen. Die Wunden waren noch da, und sie würden Narben hinterlassen. Das Vertrauen musste jeden Tag neu verdient werden, aber die Basis war nun fester als je zuvor.
Monika legte ihren Kopf auf Peters Schoß. Das "unschlagbare Duo" war durch das Feuer gegangen und als Einheit wieder herausgekommen. Die Lügen waren verbrannt, die Schatten vertrieben. Und während sie so zusammen saßen, wussten sie, dass sie keine Angst mehr vor der Vergangenheit haben mussten, denn sie hatten die Zukunft - gemeinsam.
"Ich liebe dich, Peter", flüsterte sie, während sie langsam einschlief. "Ich liebe dich auch, Monika", antwortete er und strich ihr sanft durch das Haar. "Mehr als alles andere."
Draußen war es nun vollkommen dunkel, doch im Haus der Meyers brannte ein Licht, das so schnell niemand mehr löschen würde.
*** Ende ***
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