Jeder Topf findet seine Deckel oder auch nicht ... (fm:Romantisch, 1944 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jan 17 2026 | Gesehen / Gelesen: 1567 / 1337 [85%] | Bewertung Teil: 9.67 (76 Stimmen) |
| Frederike weiss nicht mit der Situation umzugehen ... | ||
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2.
Scherben, Schatten und ein neuer Morgen​
Die Stille nach dem Sturm ist oft ohrenbetäubender als der Donner selbst. Für Frederike Fischer war diese Stille eine klinische, nach Desinfektionsmitteln und künstlicher Frische riechende Leere. Als sie eine Woche nach dem Desaster in Kiel in den weißen Laken des Krankenhauses lag, fühlte sie sich wie eine Marionette, deren Fäden man mit einer rostigen Schere durchtrennt hatte.
Der Zusammenbruch in der Fördestadt​
Nachdem Johann und Nicole die Arena verlassen hatten, war Frederike in sich zusammengesackt. Der Boden unter ihren Füßen, den sie jahrelang für unerschütterlich gehalten hatte, war einfach weggebrochen. Thomas Schmid, der Mann, der gerade noch ihren Körper als Schlachtfeld für sein Ego benutzt hatte, stand unschlüssig neben ihr. Er versuchte, sie zu berühren, ihr hochzuhelfen, doch Frederike schlug nach ihm wie nach einem giftigen Insekt. Ihr Schrei war kein menschliches Geräusch gewesen; es war das Heulen einer Seele, die begriffen hatte, dass sie ihren Anker verloren hatte.
Die Sanitäter hatten sie schließlich auf einer Trage aus der Arena gebracht. Die Diagnose war schnell gestellt: Ein schwerer nervlicher Zusammenbruch, eine akute Belastungsreaktion. Im Rettungswagen hatte Thomas noch versucht, die Rolle des besorgten Begleiters zu spielen. Er redete auf die Sanitäter ein, behauptete, er sei ihr Partner.
"Ich will ihn nicht! Schafft ihn weg!", hatte Frederike gewimmert, bevor die erste Beruhigungsspritze ihre Wirkung entfaltete und die Welt in ein barmherziges Grau tauchte.
Thomas blieb im Foyer des Krankenhauses zurück, sein Gesicht eine Maske aus Frustration und verletztem Stolz. Er verstand es nicht. In seiner Welt war Sex ein Tauschgeschäft, eine Machtgeste. Er hatte Frederike gewollt, er hatte sie genommen, und in dem Moment, als er in ihr war, hatte er geglaubt, sie besiegt zu haben. Doch ihr lebloses Verhalten, ihr mechanisches Stöhnen, das eher wie ein Entschuldigung für ihre eigene Existenz klang, hatte ihm den Triumph vergällt. Dass sie ihn nun so radikal verstieß, kratzte an seinem Selbstbild als unwiderstehlicher Alpha-Mann. Er wusste, dass er zu weit gegangen war, dass er sie "überrollt" hatte, wie sie es später nennen würde - doch Reue war ein Gefühl, das Thomas nur oberflächlich kannte.
Drei Tage im Dämmerschlaf​
Drei Tage verbrachte Frederike in der Obhut der Ärzte. Die Medikamente hielten die Dämonen fern, doch sobald die Wirkung nachließ, fluteten die Erinnerungen ihr Gehirn. Sie sah Johann vor sich. Nicht den Johann vom Parkplatz, sondern den Johann aus der 11. Klasse, wie er ihr seine Jacke lieh, weil sie im Stadtpark gefroren hatte. Sie sah ihn im Tanzsaal, wie er sie hielt, als wäre sie das zerbrechlichste Gut der Erde.
Sie begriff nun, mit einer grausamen Deutlichkeit, warum sie ihn nie "gesehen" hatte. Sie hatte Angst gehabt. Angst davor, dass eine Liebe zu Johann sie verletzlich machen würde. Es war so viel einfacher gewesen, sich von Männern wie Thomas nehmen zu lassen, bei denen das Herz nie im Spiel war. Johann war ihr Lebensmittelpunkt gewesen, die Sonne, um die sie kreiste - und sie hatte geglaubt, diese Sonne würde ewig brennen, egal wie sehr sie sie ignorierte. Jetzt war die Sonne erloschen, und Frederike fror in einer Dunkelheit, die sie selbst erschaffen hatte.
Als sie am dritten Tag entlassen wurde, war ihr Handy voll mit Nachrichten. Ihre Eltern, Kollegen aus der Kanzlei, oberflächliche Bekannte. Alle wünschten "Gute Besserung". Doch die eine Nachricht, auf die sie gewartet hatte, fehlte. Kein Lebenszeichen von Johann Schwartz. Die Stille von seiner Seite war wie ein Todesurteil.
Der Rückzug in die Einsamkeit​
Zurück in Hamburg wirkte ihre luxuriöse Wohnung wie ein Museum ihrer eigenen Eitelkeit. Die teuren Möbel, die Urkunden an den Wänden - alles
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