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An Sandras Seite (Teil 02): Entdeckungen (fm:Cuckold, 6318 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jan 18 2026 Gesehen / Gelesen: 944 / 838 [89%] Bewertung Teil: 9.40 (15 Stimmen)
Sandra und Andreas entdecken Neues an einander…

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Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

Sehnsucht, Unsicherheit. Ich wusste nicht, ob ich eifersüchtig war, verletzt, oder einfach nur überfordert von dieser neuen Offenheit, die sich gleichzeitig so verschloss.

Zwei Stunden später kam ich zurück, warf die Sporttasche in die Ecke und trat ins Wohnzimmer. Sandra lag auf der Couch, die Füße unter eine Decke geschoben, den Blick auf den Fernseher gerichtet. Ein Krimi lief, die übliche Mittwochabend-Routine.

"Na, hattest du einen schönen Abend?", fragte ich, während ich mir ein Glas Wasser einschenkte.

Sie sah mich an, ihre Augen blitzten kurz.

"Einen sehr schöner Abend", sagte sie nur. Dann wandte sie sich wieder dem Fernseher zu.

Ich ließ mich neben sie aufs Sofa sinken. Ihre Beine berührten meine, eine stille Nähe. Ich wollte mehr wissen, aber der Moment ließ es nicht zu.

Wir schauten gemeinsam die nächsten Szenen des Krimis. Auf dem Bildschirm wurde ein dunkles Geheimnis aufgedeckt. Und ich saß daneben, mit meinem eigenen kleinen Rätsel.

Ich spürte ihren warmen Körper an meinem, ihren gleichmäßigen Atem. Und ich fragte mich, was sie heute Abend erlebt hatte. Ob sie sich berührt hatte. Ob sie dabei an etwas gedacht hatte - oder an jemanden. An mich?

Oder an etwas Neues?

Ich wusste es nicht. Und sie würde es mir nicht sagen.

Noch nicht.

Aber vielleicht... irgendwann.

Wenn sie soweit war.

Und ich auch.

~~~~~~~~~~

Ertappt

In den folgenden Tagen kehrte langsam wieder der gewohnte Alltag bei uns ein. Wir standen morgens auf, tranken gemeinsam Kaffee, verließen das Haus zu unseren gewohnten Zeiten, und doch lag eine feine, neue Spannung in der Luft. Etwas war anders geworden, spürbar, aber nicht greifbar.

Was in dem kleinen Paket gewesen war, das Sandra vor ein paar Tagen mit sich die Treppe hinaufgetragen hatte, blieb ihr Geheimnis. Sie hatte es seither mit keinem Wort erwähnt. Und ich hatte es nicht gewagt, danach zu fragen.

Was mir jedoch auffiel: Sandra verließ morgens häufiger als sonst das Haus vor mir. Etwas, das früher eher die Ausnahme war. Und sie war oft früher zurück. Als hätte sich ihr Tagesablauf leicht verschoben, ohne dass sie dafür eine Erklärung bot. Ich schob es auf ein neues Projekt, Stress im Büro oder vielleicht einfach eine kleine Veränderung in ihrem Arbeitsrhythmus.

Doch eines Nachmittags, als ich das Auto in unsere Einfahrt lenkte, bemerkte ich etwas, das mich stutzig machte. Ich war gerade dabei, die Tür zu öffnen, als ich sah, wie Sandra aus dem Haus nebenan trat: Aus Marias Tür. Ihre Bewegungen waren gelöst, fast beschwingt. In der Hand hielt sie eine halbvolle Kaffeetasse. Als sie mich sah, winkte sie kurz und kam zügig zu mir herüber.

"Ich war kurz bei Maria. Wir haben einen Kaffee zusammen getrunken", sagte sie beiläufig.

Ich nickte nur, versuchte, nichts zu überinterpretieren. Vielleicht war es harmlos. Vielleicht.

Aber in meinem Kopf begann etwas zu arbeiten. Wie viele dieser Nachmittage hatte ich nicht mitbekommen? Und was wurde dort besprochen?

Gute Kontakte zu den Nachbarn sind sicherlich eine gute Sache. Ein Kaffee-Klatsch unter Frauen ist ebenso sicherlich nichts, was Grund zum Argwohn gab. War es nur der geänderte Rhythmus? Oder war es das offene Geheimnis, das Sandra vor sich her trug? Dies in Verbindung mit der Lebenslustigen Maria? Oder wurde ich allmählich seltsam und entwickelte eine Paranoia?

Einige Tage später dann, ein Abend wie jeder andere, so schien es, trat Sandra nach dem Abendessen überraschend zu mir heran. Ihr Blick war wach, ihre Haltung aufrecht, selbstbewusst. Etwas an ihrer Körpersprache ließ mich sofort aufmerken.

"Ich will, dass du mir heute etwas zeigst", sagte sie ruhig, aber bestimmt.

"Was denn?" fragte ich, leicht überrumpelt.

"Deine Pornosammlung."

Ich verschluckte mich beinahe an meinem Tee.

"Was bitte?"

"Du hast mich schon verstanden."

Ihr Blick war direkt. Kein Ausweichen. Kein Lächeln.

Ich versuchte mich herauszuwinden. "Ich... also, das ist nicht... ich hab eigentlich gar keine richtige Sammlung."

Sie lachte trocken. "Komm schon. Maria sagt, alle Männer haben sowas. Also tu nicht so."

Maria. Natürlich.

Ich wusste nicht, ob ich besser ruhig oder wütend sein sollte. Doch Sandras Gesichtsausdruck ließ keinen Raum für Ausflüchte. Es war, als hätte sie sich etwas vorgenommen - und ich war der Nächste Punkt auf ihrer Liste.

"Na gut", sagte ich schließlich. Es war mir peinlich, mein Nacken wurde heiß. Aber ein Teil von mir wusste auch: Vielleicht war das der Schritt, der längst überfällig war. Wenn wir beide ehrlich sein wollten, miteinander und mit dem, was uns bewegt, dann musste ich mich jetzt darauf einlassen.

Schweigend gingen wir in die erste Etage. Mein Arbeitszimmer war sonst mein Rückzugsort, ein Ort der Kontrolle. Heute fühlte er sich wie ein Verhörraum an.

Ich setzte mich an den Schreibtisch, sie stellte sich hinter mich. Meine Finger zitterten leicht, als ich den Ordner öffnete.

Da lag sie: Meine Sammlung. Strukturiert, benannt, sortiert. Jahre hatten sich darin verdichtet, in Clips, Bildern, Geschichten. Und ich wurde mir schlagartig bewusst, wie viel es war. Und wie deutlich die inhaltliche Linie war, die sich durchzog.

Sandra sagte zunächst nichts. Ich spürte nur ihre Anwesenheit hinter mir. Dann trat sie neben mich, blickte auf den Bildschirm, ließ ihre Augen über die Dateinamen gleiten.

Ich hatte Lust, etwas zu erklären, zu relativieren.

"Das... das ist nicht alles so, wie es aussieht", begann ich.

Sie hob die Hand. "Lass gut sein."

Ihre Stimme war ruhig, aber fest. Sie wirkte nicht wütend, aber auch nicht belustigt. Sie war einfach ernst. Vielleicht nachdenklich. Vielleicht analytisch.

"Danke, dass du's mir gezeigt hast", sagte sie schließlich.

Dann wandte sie sich zur Tür.

"Und jetzt: Lass mich bitte alleine."

"Wieso?"

"Ich will einfach wissen, was dich wirklich beschäftigt. Was dich anmacht. Und das geht besser, wenn du nicht daneben sitzt."

Ich wusste, dass ich keine Wahl hatte. Es wäre jetzt falsch, zu diskutieren, sie aufzuhalten. Also nickte ich, stand auf und ging.

Unten im Wohnzimmer ließ ich mich in meinen Sessel sinken. Mein Kopf war voll. Übervoll.

Ich hatte keine Ahnung, was sie gerade tat. Ob sie nur schaute. Ob sie sich ein einzelnes Video herausgriff. Ob sie las. Ob sie lachte. Ob sie sich...

Ich schob den Gedanken beiseite.

Was würde sie denken? Über mich? Über diese Welt, die ich ihr gerade geöffnet hatte?

Die Sammlung hatte einen eindeutigen Fokus.

Fremdgehen. Cuckolding. Szenen, in denen der Mann zum Zuschauer degradiert wurde. Oder zur Randfigur. Oder zum Spielball einer dynamischen Frau, die sich einem anderen hingab, oft einem fremden Mann, mitunter ein Schwarzer, groß, kräftig, dominant.

Ich konnte nicht genau sagen, warum mich diese Szenarien faszinierten. War es ein verborgenes Verlangen nach Machtabgabe? Nach Spannung? Nach dem Tabubruch?

Oder war es nur die Flucht aus der Routine, aus der berechenbaren Struktur unserer Ehe?

Ich fragte mich, was Sandra jetzt über mich dachte.

Ob sie enttäuscht war.

Ob sie sich abgestoßen fühlte.

Oder ob sie... neugierig war?

Dann hörte ich Geräusche. Leise Schritte. Eine Tür schloss sich. Es hörte sich an, als hätte sie etwas aus dem Schlafzimmer geholt und sich wieder ins Arbeitszimmer zurückgezogen.

Ich blieb sitzen. Bewegte mich nicht.

Wartete.

Die Minuten verstrichen. Keine Nachricht. Kein Rufen. Kein Geräusch.

Nur das Surren der Kühlschranklüftung und mein pochendes Herz.

Ich hatte Angst. Wirklich Angst.

Dass sie in dem Moment, in dem sie sich wirklich mit meinen Sehnsüchten auseinandersetzte, mich nicht mehr wollte. Dass ich zu fremd für sie war. Zu schräg. Zu weit weg von ihrem eigenen inneren Kompass.

Oder schlimmer noch: Dass sie neugierig werden würde. Auf eine Art, die mich überfordern könnte.

Denn so sehr ich mich nach Abwechslung und neuen Impulsen gesehnt hatte, so war unsere Ehe doch auch mein sicherer Hafen. Sandra war meine Konstante. Meine Liebe. Meine beste Freundin.

Und nun hatte ich sie in einen inneren Raum geführt, von dem ich selbst nicht wusste, wie tief er war.

Ich saß da, starrte auf den Fernseher, ohne ihn wirklich wahrzunehmen. In meinem Kopf liefen tausend Szenarien ab.

Wie sie mich später ansehen würde.

Ob sie mich noch begehrte.

Ob sie sich heute Abend neben mich legen und kuscheln würde - oder lieber auf Abstand ging.

Und ob ich mit dem geöffneten Vorhang leben konnte, wenn sie am Ende durch ihn hindurchging: Auf die andere Seite.

Irgendwann in der Nacht schlich ich mich ins Schlafzimmer, müde und zermürbt von meinen eigenen Gedanken. Die Tür zum Arbeitszimmer war geschlossen, unter der Tür-Ritze hindurch schimmerte noch Licht. Die Straßenlaterne leuchtete durch den Vorhang im Schlafzimmer und tauchte es in sanftes, gedämpftes Licht. Ich lag wach, wälzte mich hin und her, aber der Schlaf kam nicht. Gedanken kreisten. Bilder, Szenen, Phantasien. Und immer wieder dieselbe Frage: Was hatte ich in Gang gesetzt?

Ich muss irgendwann doch weggedämmert sein, denn ich bemerkte nicht, wann Sandra schließlich kam. Erst als sie sich dicht an meinen Rücken schmiegte, spürte ich ihre warme Nähe. Sie atmete ruhig, fast zärtlich. Ihr Arm legte sich sacht um meine Taille. Diese einfache, vertraute und beruhigende Geste löste in mir eine Welle von Erleichterung aus. In der Löffelchen-Stellung, Haut an Haut, kam ich endlich zur Ruhe. Vielleicht, so dachte ich, war doch nicht alles aus dem Gleichgewicht geraten.

Als der Wecker am nächsten Morgen piepte, lag sie noch da. Eingekuschelt in ihre Decke, mit einem Hauch eines Lächelns im Gesicht, wirkte sie friedlich, fast wie ein schlafendes Mädchen. Ich blieb noch einen Moment stehen und betrachtete sie, bevor ich leise in die Küche ging und mir mein Frühstück machte. Die Kaffeemaschine summte, das Toastbrot sprang mit einem leisen Klick hoch - Alltagsgeräusche, die mich sonst beruhigten, wirkten heute fremd.

Gerade als ich meine Jacke anzog und zur Haustür wollte, hörte ich ihre Schritte auf der Treppe. Barfuß, das Haar noch zerzaust, trat sie zu mir, umarmte mich und zog mich kurz an sich. Ihr Kuss war warm und schmeckte nach Schlaf und Vertrautheit.

"Wir müssen reden. Heute Abend", sagte sie mit ruhiger, aber fester Stimme. Dann drehte sie sich um und verschwand wieder nach oben.

Auf dem Weg zur Arbeit begleiteten mich ihre Worte wie ein Echo. "Wir müssen reden." Was wollte sie mir sagen? Würde sie mir Vorwürfe machen? Grenzen setzen? Oder... mir etwas beichten? Ich war abgelenkt und zerstreut. Der ganze Arbeitstag fühlte sich an wie ein Nebel, durch den ich tastend meinen Weg suchte.

Und immer wieder kreisten meine Gedanken um den bevorstehenden Abend.

/ / / / /

<<Ping>>

17:55

>>Ich genieße jede Sekunde mit deiner Frau. Sie ist sehr attraktiv. Du solltest stolz auf sie sein. Und auf dich, dass du sie teilst.<<

<<Ping>>

17:55

>>Sie lacht viel und hat eine schöne Stimme.<<

<<Ping>>

17:56

>>Freue mich schon, sie zu hören, wenn sie in Ekstase ist!<<

Fuck!

Ja. Genau. Darauf freut er sich. Auf den Fuck.

/ / / / /

~~~~~~~~~~

Aussprache

Als wir beide fast zeitgleich nach Hause kamen, war es, als läge eine seltsame Spannung in der Luft. Ich hatte unterwegs mehrfach überlegt, wie ich mich verhalten sollte. Locker tun? Irgendwas sagen, um es hinauszuzögern? Einfach so tun, als wäre alles wie immer? Doch Sandra nahm mir die Entscheidung ab.

"Lass uns reden", sagte sie ruhig, aber bestimmt, kaum dass wir die Jacken abgelegt hatten. Kein Vorwurf in der Stimme, keine Schärfe, nur diese Klarheit, die ich von ihr kannte. Sie ging mit einem Glas Wasser in der Hand direkt in die Küche, stellte es ab und deutete auf den Esstisch. Ich folgte ihr mechanisch. Die Nervosität saß mir im Nacken.

Wir setzten uns. Ich wich ihrem Blick aus. Sandra hatte die Arme locker auf dem Tisch verschränkt, schaute mich offen an. Ich versuchte zu lächeln. Vergeblich.

"Ich habe nachgedacht", begann sie, leise. "Über dich. Über mich. Über uns. Und auch über das, was Maria erzählt. Über Männer. Über Frauen."

Ich schluckte.

"Ich liebe dich, Andreas", sagte sie dann, mit Nachdruck. "Und deshalb ist mir das alles so wichtig. Ich will dir nichts wegnehmen. Aber ich will, dass wir ehrlich sind. Auch - oder gerade - wenn's schwierig wird."

Ich nickte. "Ich weiß", murmelte ich.

"Ich habe mir deine Sammlung angesehen", sagte sie. Kein Vorwurf. Nur die Aussage. Klar. Nackt. Wahr.

Ich konnte ihren Blick nicht erwidern. Hitze stieg in mir auf. Ich sah auf meine Hände. Die zitterten leicht.

"Es war nicht die Tatsache an sich", fuhr sie fort. "Dass du Pornos schaust - hey, das überrascht mich nicht. Maria sagt, dass das bei Männern normal ist. Dass das mit Fantasien zu tun hat, mit Trieben, mit inneren Bildern. Ich war, ehrlich gesagt, sogar neugierig."

Ich hob kurz den Kopf. In mir kämpften Scham, Erleichterung und Angst um die Oberhand.

"Aber es hat mich getroffen, wie viel da war. Und was für Themen. Es geht nicht nur um Pornos, Andreas", fuhr sie fort. "Es geht darum, was du dir da ansiehst, wieder und wieder. Das ist ein Muster. Und das Muster heißt: Frauen mit anderen Männern. Männer, die ihre Frauen teilen. Männer, die zuschauen, wie ihre Frau es mit jemand anderem treibt. Cuckolding." Sie sprach das Wort so klar aus, dass es wie ein Urteil im Raum stand.

Ein Teil von mir wollte protestieren - sagen, dass es eben nur Fantasie sei, nichts weiter. Aber da war auch dieser andere Teil, der wusste, dass sie recht hatte, dass es mehr war als beiläufiges Interesse.

"Ich...", setzte ich an. Aber ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich hatte keine Worte. Nur ein dumpfes Gefühl im Bauch, das sich anfühlte wie Schuld.

"Weißt du, was mich wirklich verletzt hat?", fragte sie ruhig.

Ich schüttelte den Kopf.

"Dass du nie etwas davon erwähnt hast. Dass du... das alles in dir trägst und ich nichts davon wusste. Ich dachte immer, Sex ist für dich nicht so wichtig. Weil du dich nie groß darum bemüht hast. Weil du nie wirklich... aktiv warst. "

Ich sah sie endlich an. Ihre Augen waren ernst, warm, fest. Nicht anklagend, aber fordernd.

"Aber ich muss auch zugeben: Für mich war Sex bisher auch nie das große Ding. Zu Anfang muss ich mich immer erst auf Dich einstellen. Es geht besser, wenn ich da die Kontrolle habe. Und wenn es anfängt, sich schön anzufühlen, wenn Du in mir bist, ist es oft leider schon vorbei. Ich komme da nicht immer auf meine Kosten."

Ich versuchte, Sandras Worte zu verdauen.

"Bestimmt liegt es auch daran, dass wir beide keine großen Erfahrungen gesammelt haben, bevor wir uns gefunden haben. Du weißt, Du warst mein Erster, und bist mein Einziger. Und Du hast vor mir auch nur eine erfahrenere Frau gehabt, und mit der warst Du auch nicht lange zusammen. Das ist sehr schön, auf der einen Seite, denn wir haben uns für uns aufgehoben. Aber woher soll da die Erfahrung kommen? Du, zumindest, konntest Dir was aus Deinem Pornos abgucken. Aber Du hast mir nichts gezeigt."

"Ich wollte dich nie bedrängen...", flüsterte ich. "Ich wollte dich behüten. Ich dachte, du... bist anständig. Und unschuldig. Ich wollte dich nicht mit meinen... Dingen belasten."

Sie lächelte traurig. "Ich weiß. Und das ist einerseits wunderschön, Andreas. Ich liebe, wie du mich behandelst. Wie du mich beschützt. Wie du rücksichtsvoll bist. Aber... vielleicht warst du mir manchmal zu rücksichtsvoll. Und hast dich selbst dabei vergessen."

Ich wusste nicht, wohin mit meinen Gedanken. In meinem Kopf wirbelten Bilder meiner Kindheit, der dominante Vater mit seinen Affairen - das, was ich niemals werden wollte -, die Erniedrigung meiner Mutter, meine Scham als Jugendlicher, meine eigenen ersten unbeholfenen sexuellen Versuche.

Sandra beugte sich leicht nach vorn. "Aber, sag mir, Andreas... ist das deine Fantasie? Dass ich mit einem anderen Mann Sex habe? Dass ich dich... zum Cuckold mache?"

Das Blut rauschte mir in den Ohren. Ich wich ihrem Blick aus, starrte auf den Tisch, suchte nach einer Lücke, durch die ich entkommen konnte. Aber es gab keine. Schließlich zwang ich mich zu einer Antwort, die kaum mehr als ein Flüstern war: "Ja. Manchmal. Es ist... Ich glaube auch, dass uns Erfahrung fehlt, Erfahrungen, die Andere haben, weil sie sich als Teenies oder in ihren "wilden Zwanzigern" ausprobiert haben. Und ich frage mich, ob wir uns auf diese Weise auch ausprobieren könnten. Ob Du Dich ausprobieren kannst. Ob Du etwas entdecken kannst, was ich Dir nicht zeigen kann. Es ist vielleicht eine Möglichkeit, wie wir Erfahrungen in unsere Beziehung bringen könnten."

Sie hob eine Augenbraue, ihr Gesicht zeigte keine Empörung, nur ein leises, ungläubiges Interesse. "Erfahrungen? Wir?"

Ihre Augen wurden schmal, als wolle sie prüfen, ob ich mir gerade selbst etwas vormachte.

Sandra schwieg lange, musterte mich, als würde sie mich ganz neu kennenlernen. Schließlich legte sie den Kopf leicht schräg. "Und du?"

"Was meinst du?"

"Was ist mit dir? Willst du auch mit einer anderen Frau schlafen? Willst du dir auch diese Erfahrungen holen?" Ihre Stimme war ruhig, beinahe sanft, als wolle sie mir nicht die Flucht erleichtern, sondern die Wahrheit erzwingen.

Ich schüttelte sofort den Kopf. "Nein. Nie. Ich will nur dich. Ich begehre nur dich. Ich habe keine Sehnsucht nach anderen Frauen. Alles, was ich will, ist mehr mit dir. Mehr Leidenschaft, mehr Nähe. Ich werde Dich niemals gegen eine andere Frau eintauschen. Ich werde Dich niemals hintergehen." Das Bild meines Vaters stand mir vor Augen. Niemals würde ich so werden wie er. "Aber vielleicht..." - ich suchte nach Worten - "...vielleicht kannst du den Weg dahin erst über Erfahrungen finden, die Du mit mir nicht machen kannst."

Etwas in ihrem Blick wurde weicher, fast unmerklich. Doch sie ließ nicht locker. "Du willst mehr Sex. Du willst aufregendere Ideen. Du willst, dass ich mich verändere."

"Ich will, dass du dich wohlfühlst. Dass du dich öffnest. Dass du Lust empfindest, so wie ich es tue. Ich weiß, dass du dich oft anstrengst, mir entgegenzukommen, aber ich frage mich: Vielleicht liegt es nicht an dir, vielleicht nicht an uns. Vielleicht liegt es einfach daran, dass wir beide nichts anderes kennen."

"Und das willst du ändern? Indem du mich... wegschickst? Mit einem anderen?"

"Nein." Ich hob die Hände abwehrend, fast flehend. "Nicht wegschicken. Aber vielleicht... vielleicht fragst du dich ja auch manchmal, wie es wäre. Mit einem anderen Mann. Vielleicht würdest du dann Dinge fühlen, die dir mit mir verschlossen bleiben. Vielleicht würdest du auf den Geschmack kommen. Und vielleicht..." Meine Stimme zitterte, doch ich zwang die letzten Worte hervor. "Vielleicht würde das auch uns beiden helfen."

Sandra lehnte sich zurück, atmete tief durch, als müsse sie all das sacken lassen. Sie sah nicht wütend aus, nicht verletzt - eher nachdenklich, fast überrascht von sich selbst. "Du willst also, dass ich Erfahrungen sammle. Mit anderen Männern. Und du schaust dabei zu?"

Ich rang nach Worten, suchte nach einer Formulierung, die die Scham in mir nicht völlig entblößte. "Es ist eine Fantasie. Ja. Und ja, sie erregt mich. Aber vor allem denke ich... vielleicht könnte es etwas in dir wecken. Etwas, das uns fehlt."

Sie schwieg wieder, und in dieser Stille lag eine seltsame Intimität. Zum ersten Mal sprach ich laut aus, was ich so lange in mir bewahrt hatte, und sie hörte zu - ohne mich abzuwerten, ohne zu fliehen. Es fühlte sich an, als hätten wir eine Tür geöffnet, und ich war erleichtert, endlich frei durchatmen zu können.

Nach einer Weile beugte sie sich wieder vor, ihre Hände flach auf den Tisch gelegt. "Andreas, das ist... größer, als ich erwartet habe. Ich weiß nicht, ob ich das kann. Aber ich weiß, dass du mir gerade etwas gezeigt hast, das tief in dir sitzt. Und das werde ich nicht vergessen."

Ich nickte, die Kehle trocken, das Herz hämmernd. "Ich weiß."

Und genau in diesem Moment wusste ich: Wir hatten etwas ausgesprochen, das nicht zurückgenommen werden konnte.

Sandra verschränkte die Arme vor der Brust, doch nicht in einer wirklich abwehrenden Haltung. Eher nachdenklich, fast forschend. Ihre Augen hafteten an mir, bohrend und doch weich, wie nur sie es konnte, wenn sie eine ernsthafte Frage stellte.

"Also," begann sie nach einer längeren Stille, "ist das wirklich deine Phantasie! Dass ich mit einem anderen Mann schlafe. Und du zusiehst? Oder es dir zumindest vorstellst?"

Ihre Stimme klang nicht anklagend, aber mit einer feinen Mischung aus Verwunderung und Staunen.

Ich spürte, wie mein Mund wieder trocken wurde. Worte sammelten sich, lösten sich wieder auf. Endlich nickte ich langsam. "Ja. Es ist eine Phantasie. Eine Möglichkeit, wie wir etwas Neues in unsere Beziehung bringen könnten. Manchmal frage ich mich, ob dir... ob du nicht auch neugierig bist."

Ein Schatten huschte über ihr Gesicht, dann dieses typische leichte Lächeln, das sie immer zeigte, wenn sie einen Gedanken innerlich hin- und herwog. "Neugierig?" Sie neigte den Kopf, ließ ihr Haar auf eine Schulter fallen. "Du meinst... neugierig auf andere Männer?"

Sie sprach es aus, und ich nickte. "Vielleicht. Ich frage mich, ob du nicht wissen willst, wie es wäre, mit jemand anderem. Jemand, der anders ist als ich - älter, erfahrener, dominanter... was auch immer dich reizt."

Sandra schwieg einen Moment, die Lippen leicht geöffnet. Dann fuhr sie sich mit der Hand durchs Haar. "Und das... erregt dich? Der Gedanke, dass ich mit einem anderen Mann schlafe?"

"Ja," sagte ich heiser. "Es erregt mich. Nicht, weil ich dich teilen will, sondern weil ich mir vorstelle, dass du dich neu entdeckst. Dass du loslässt. Dass du dich hingibst, wie du es vielleicht mit mir nie ganz konntest, weil ich dein Erster und Einziger war und ich auch nicht weiß, wie ich Dir Dinge und Gefühle zeigen kann, die Dich auf neue Art befriedigen können, die Dir Lust auf mehr machen."

Sie legte die Hand an ihren Mund, als müsse sie den Gedanken erst in sich aufnehmen. Dann flüsterte sie: "Ich weiß nicht, ob ich das jemals könnte. Aber eins muss ich dir sagen: Es berührt mich, dass du so denkst. Dass du so... frei sein kannst. Vielleicht... vielleicht hast du recht. Vielleicht fehlt mir wirklich etwas."

In diesem Moment spürte ich, dass sich etwas zwischen uns verschoben hatte. Ein Tabu war gebrochen, ein neuer Raum geöffnet. Noch wusste ich nicht, wohin er uns führen würde. Aber Sandra hatte meine Phantasie nicht abgelehnt. Sie hatte sie aufgenommen, in sich bewegt - und das war der Anfang von allem.

Ein langes Schweigen entstand. Sie studierte mich, fast so, als würde sie eine neue Seite in einem Buch aufschlagen, die sie bisher nicht kannte. Dann sagte sie leise: "Das ist verrückt. Du sagst mir im Grunde: Ich soll etwas mit einem anderen Mann erleben, damit ich... bei dir mehr Lust habe."

Ich nickte langsam. "Ja. Verrückt vielleicht. Aber ehrlich. Wir haben sogar die Vasektomie gemacht, damit du nicht mehr die Pille nehmen musst. Wir dachten, das würde deine Lust zurückbringen. Aber es hat sich nichts verändert."

Sandra schloss die Augen und atmete hörbar aus. "Stimmt," murmelte sie. "Es hat sich nichts verändert."

Ich spürte, wie mein Herz hämmerte. Ich wusste, ich riskierte alles, indem ich so offen sprach. Doch ich konnte nicht mehr zurück. "Vielleicht liegt es wirklich an unserer Unerfahrenheit. Vielleicht brauchst du mehr - eine andere Art von Berührung, von Verführung. Und vielleicht kann ich das nicht allein geben, weil ich es selbst nie gelernt habe."

Sie öffnete die Augen wieder und sah mich an, diesmal mit einer Mischung aus Ernst und Wärme. "Andreas... du bist mein Mann. Ich habe dich gewählt, weil ich dich liebe. Du gibst mir Sicherheit, Geborgenheit. Und jetzt sagst du mir, du willst, dass ich..." - sie stockte, als wäre es schwer, die Worte zu formen - "...dass ich mir von einem anderen Mann hole, was ich mit dir nicht habe?"

Ihre Stimme zitterte kaum merklich, und ich wusste: Das war der entscheidende Punkt.

"Nicht, weil ich es für mich will," sagte ich hastig. "Sondern weil ich dir alles wünsche. Alles. Auch die Lust, die vielleicht irgendwo in dir schlummert. Ich weiß, dass du mich liebst. Aber ich frage mich, ob du nicht erst wirklich frei wirst, wenn du auch diese Seite lebst."

Ein Lächeln zuckte über ihr Gesicht, halb ungläubig, halb bewegt. "Du bist verrückt," flüsterte sie. "Weißt du das?"

Ich nickte und lachte bitter auf. "Ja. Aber es ist die Wahrheit. Ich will, dass du glücklich bist - auch wenn das bedeutet, dass ich dich mit einem Anderen teilen muss. Ich will dich stärker, sinnlicher, lebendiger erleben. Mit mir."

Sandra legte den Kopf schief, und ich sah, wie ihre Augen feucht wurden. "Und du... du würdest wirklich ertragen, dass ich mit einem anderen Mann schlafe?"

Ich atmete tief durch. "Ertragen - ja. Ehrlich gesagt: Ich glaube, es würde mich sogar erregen. Weil ich weiß, dass du dann zu mir zurückkommst, voller Energie, voller Lust. Dass ich dich so erleben darf, wie ich es mir immer gewünscht habe."

Sie beugte sich vor, nahm meine Hand.

"Ich glaube, wir haben uns beide lange was vorgemacht. Ich dir, indem ich dachte, mir würde das alles nicht fehlen. Und du mir, indem du mir die dunkleren Seiten von dir verheimlicht hast. Aber das ist jetzt anders. Unser Sex nach der Dildo-Party war grandios. Ich habe einen Gipfel meiner Gefühle erklommen, wie nie zuvor. Das tat so gut. Ich will das wieder. "

"Ich will dich nicht verlieren", brachte ich mühsam hervor.

"Du verlierst mich nicht, Andreas", sagte sie und drückte meine Hand. "Aber ich glaube, wir stehen an einem Wendepunkt. Und wir müssen entscheiden, wie offen wir miteinander sein wollen. Und wie tief wir in unsere Bedürfnisse eintauchen wollen."

Ich schluckte.

"Das wird nicht leicht. Für keinen von uns", flüsterte ich.

"Ehrlich ist selten leicht", erwiderte sie sanft. "Aber ich glaube auch, es wird sich lohnen."

Sie ließ meine Hand los, lehnte sich zurück, sah mich an.

"Ich möchte dir auch mehr erzählen.Was sich bei mir in letzter Zeit verändert hat. Und was ich brauche. Was ich mir wünsche."

Ich nickte stumm. Ich war bereit, ihr zuzuhören. Auch wenn ich Angst hatte vor dem, was kommen würde.

Sandra war eine Weile still, als wolle sie mir Zeit geben, das Gesagte zu verarbeiten. Dann holte sie tief Luft.

"Maria hat mir geholfen, ein paar Dinge klarer zu sehen. Vor allem: Dass ich mich jahrelang zurückgehalten habe. Nicht nur aus Rücksicht, sondern weil ich dachte, das gehört sich so. Dass Frau eben nicht zu fordernd ist. Nicht zu laut. Nicht zu direkt. Schon gar nicht sexuell."

Ich runzelte leicht die Stirn, hörte aber aufmerksam zu.

"Und gleichzeitig... habe ich doch gespürt, dass da mehr ist. In mir. Dass ich Dinge will. Spüre. Mich ausprobieren will. Und das ist nicht nur ein sexuelles Ding, Andreas. Das betrifft alles. Unsere Beziehung, unsere Rollen, mein Selbstbild."

Sie machte eine kurze Pause, dann sah sie mich mit einem vorsichtigen, aber festen Blick an.

"Ich bin nicht mehr das brave Mädchen von früher. Vielleicht war ich das auch nie ganz. Ich habe es nur gespielt. Und ich merke jetzt, dass ich das nicht mehr will."

Ich schluckte. "Was heißt das? Für uns?"

"Ich weiß es nicht ganz genau", sagte sie ehrlich. "Aber ich will es rausfinden. Und es passt vielleicht sogar zu Deinen Phantasien. Ich will dich dabeihaben. Wenn du bereit bist."

"Du machst mir Angst", murmelte ich.

"Ich weiß. Habe ich auch ein bisschen." Sie lächelte. "Aber ich bin neugierig. Und das ist stärker als die Angst."

Dann, nach einem kurzen Schweigen, fuhr sie fort:

"Als ich bei dieser Dildo-Party war - ich wollte sehen, wie die anderen Frauen über ihre Lust sprechen. Über ihre Erfahrungen, ihre Wünsche. Und ich war überrascht, wie offen sie waren. Wie selbstverständlich sie über Dinge sprachen, die ich mir bisher kaum zu denken erlaubt habe."

Ich hob eine Braue. "Und? Hat es dich abgeschreckt?"

"Nein. Im Gegenteil. Es hat mich ermutigt. Ich habe mir auch was bestellt - ja. Nicht weil ich dich ersetzen will. Sondern weil ich mich selbst besser verstehen will."

Ich nickte langsam. "Ich hab mir sowas schon gedacht. Naja, es ist ja offensichtlich."

"Und ich wollte ehrlich mit dir sein. Aber ich wollte nicht, dass du dich bedroht fühlst. Oder übergangen. Deshalb habe ich erstmal geschwiegen. Aber das fühlt sich falsch an. Ich will keine Geheimnisse mehr. Und ich will, dass auch du keine mehr hast."

Ich fühlte mich wie entlarvt. Und gleichzeitig erleichtert.

"Ich hab mich geschämt für das, was ich manchmal will", gab ich zu. "Ich hab gedacht, wenn du wüsstest, was mich erregt, würdest du mich für krank halten. Oder schwach."

Sandra schüttelte den Kopf. "Ich halte dich nicht für schwach, Andreas. Aber ich glaube, dass du dein Bild von dir selbst hinterfragen musst. Und ich mein eigenes auch."

Ich runzelte die Stirn. "Was meinst du damit?"

"Du siehst dich als Beschützer. Als den, der stark sein muss. Der mich nicht überfordern darf. Das ist rührend - aber es ist auch einschränkend. Für dich. Und für mich."

Ich saß still auf meinem Stuhl, während Sandras Worte in mir nachhallten. Es fühlte sich an, als würde sich eine neue Welt auftun, voller Fragen, Unsicherheit, aber auch voller Möglichkeiten.

Sandra beugte sich ein wenig vor und legte ihre Hand auf meine. Ihre Berührung war warm, vertraut. Und zugleich neu. Entschlossener.

"Andreas... ich weiß, das ist alles viel auf einmal. Aber es ist mir wichtig, dass wir reden. Dass wir aufhören, aneinander vorbei zu leben."

Ich schluckte und nickte. "Du hast recht. Ich hab in letzter Zeit auch gemerkt, dass sich was verändert. Zwischen uns. In dir. Und in mir vielleicht auch."

Sie lächelte sanft. "Dann lass uns genau da ansetzen."

Ich holte tief Luft. "Als du mir vor ein paar Tagen gesagt hast, dass du einen schönen Abend hattest... ich wollte fragen, was genau du erlebt hast. Aber ich hab mich nicht getraut. Vielleicht weil ich Angst vor der Antwort hatte. Oder weil ich mir selbst nicht eingestehen wollte, wie neugierig ich war."

Sandra zog leicht die Brauen hoch, überrascht von meinem Geständnis. "Und jetzt?"

"Jetzt denke ich, dass wir einfach mutiger sein müssen. Und dass ich lernen muss, mehr Vertrauen in Dich zu haben, auch in wirklich intimen Sachen. Auch wenn's mir schwerfällt."

"Das ist ein schöner Satz", sagte sie leise. "Und ein ehrlicher."

Ich spürte, wie meine Schultern sich ein Stück entspannten. "Ich muss nichts vor Dir verbergen. Ich kann das Vertrauen haben, dass Du mich so annimmst, wie ich bin. Und Du bist eine erwachsene Frau, die mich auch aushalten kann. "

Sandra zog meine Hand näher zu sich, strich mit dem Daumen über meinen Handrücken.

"Weißt du, was ich an dir liebe, Andreas?" Ihre Stimme war weich, ruhig. "Deine Fürsorglichkeit. Dein Mitgefühl. Deine Wärme. Ich will nicht, dass du dich verbiegst. Ich will, dass du Duselbst bist. Ohne Masken. Ohne Angst, verurteilt zu werden."

Ich blickte sie lange an. Dann flüsterte ich: "Ich weiß manchmal gar nicht, wer ich ohne diese Masken bin."

"Dann finden wir es gemeinsam heraus."

In diesem Moment schien die Spannung zwischen uns zu weichen. Kein Druck, keine Forderung. Nur zwei Menschen, die sich ehrlich in die Augen sahen. Die ihre Ängste ausgesprochen hatten und ein kleines Stück innerer Freiheit zurückgewonnen hatten.

"Ich hatte übrigens das Päckchen, das du bekommen hast, erkannt", sagte ich vorsichtig. "Und auch wenn ich neugierig war, will ich Dich nicht bedrängen. Ich hoffe nur, dass du mir irgendwann zeigen wirst, was Dir daran gefällt."

Sie lächelte verschmitzt. "Vielleicht irgendwann. Wenn du lieb bist. Aber Bruno ist erstmal nur für mich da. Ich will mich erstmal selbst damit entdecken, und das mache ich besser allein."

"Bruno?"

"Ja, so nenne ich meinen kleinen Freudenspender. Obwohl - wenn ich da so an Dich denke, ist klein vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck. Und länger durchhalten kann er auch."

Ich sah sie verblüfft an.

"Ist so: Bruno lässt mich erahnen, was ein ausdauernder Ficker aus mir herausholen könnte."

Sie starrte mich an. Dann fing sie an, zu lachen. Ein echtes, befreites Lachen. Und ich stimmte ein.

"Weißt du", sagte sie dann, "ich glaube, wir stehen gerade an einem Punkt, wo vieles möglich ist. Aber wir müssen nichts überstürzen."

Ich nickte. "Und wir müssen nichts verstecken."

Sandra stand auf, kam zu mir rüber, setzte sich auf meinen Schoß. Ihre Stirn lehnte sich gegen meine. "Danke, dass du mit mir sprichst. Dass du dich öffnest."

"Danke, dass du nicht weggelaufen bist", antwortete ich.

Wir saßen eine Weile so da. Umarmt, still. Und doch war alles gesagt. Vielleicht nicht im Detail, aber im Herzen. Und dort zählte es am meisten.

Die Minuten verstrichen, während wir einfach nur bei Einander saßen. Es war einer dieser seltenen Momente, in denen alles stillzustehen schien. Kein Alltag, keine Sorgen, kein innerer Druck. Nur ihr Atem an meinem Hals, meine Hand auf ihrem Rücken, das gleichmäßige Pochen unserer Herzen.

Ich spürte, wie ein Knoten in mir sich langsam löste. Die Unsicherheit war nicht verschwunden, aber sie war weniger lähmend. Ich hatte mich gezeigt und sie hatte es akzeptiert und mich angenommen.

Sandra richtete sich ein wenig auf, strich mir sanft übers Haar und musterte mein Gesicht. "Du denkst viel", sagte sie.

Ich lächelte schwach. "Du kennst mich."

"Ich mag das an dir. Auch wenn es manchmal schwer ist, an dich ranzukommen." Sie beugte sich vor und küsste mich kurz auf die Stirn.

Ich wollte etwas erwidern, doch meine Gedanken kamen mir wieder zuvor. Ein leises Schuldgefühl nagte an mir. "Ich hätte dir früher mehr zeigen sollen, was in mir vorgeht", sagte ich. "Nicht nur beim Sex. Generell. Ich hab oft so getan, als wär alles gut. Vielleicht, weil ich Angst hatte, dich zu verlieren, wenn du die dunkleren Ecken meiner Gedanken kennst."

Sie zog die Stirn kraus, aber nicht unfreundlich. "Dunkle Ecken haben wir doch alle. Ich auch. Aber die musst du mir zeigen dürfen - sonst kann ich sie nicht lieben lernen."

Ich senkte den Blick. Ihre Worte waren wohltuend.

"Ich will dich auch glücklich machen. In jeder Hinsicht. Und offen sein. Auch wenn es mir manchmal schwerfällt."

"Weißt du", sagte sie dann, fast nachdenklich. "ich frage mich, ob wir jemals richtig gelernt haben, miteinander über Sex zu reden. Ich meine, ohne Scham, ohne Angst, den anderen zu verletzen."

Ich dachte einen Moment nach. "Wahrscheinlich nicht. Ich habe mich oft gefragt, was du wirklich fühlst, aber nie getraut zu fragen. Oder ich wollte dich nicht unter Druck setzen."

"Dabei war ich selbst oft unsicher. Und ich dachte, du willst gar nicht so viel. Weil du so zurückhaltend warst." Sie lächelte traurig. "Und dann habe ich halt auch nicht mehr viel gewollt. Es ist wie ein Kreis gewesen."

"Aber vielleicht können wir ihn jetzt durchbrechen", sagte ich vorsichtig.

Sie nickte. "Das hoffe ich. Und ich glaube, wir sind auf einem guten Weg."

Wir schwiegen eine Weile, hörten das leise Ticken der Uhr über der Küchenzeile. Draußen war es inzwischen dunkel geworden. Die Fenster spiegelten unser Bild: Zwei Menschen an einem Esstisch, beide etwas erschöpft, aber eng miteinander verbunden.

Sandra stand schließlich auf, reichte mir die Hand. "Komm, lass uns einfach früh schlafen gehen. Kein Sex, keine Erwartungen. Nur... Nähe."

Ich nahm ihre Hand. Sie war warm, fest und ruhig.

Oben im Schlafzimmer zog sie sich langsam aus, drehte sich dann zu mir und sah mich offen an. "Ich will, dass du dich bei mir sicher fühlst. Nicht nur als Mann, sondern auch als mein Lebensgefährte. Als der Mann, mit dem ich alt werden möchte."

Ich nickte. "Und ich will, dass du dich begehrt fühlst. Und frei. So frei, wie du es brauchst."

Sie kam zu mir, schlang die Arme um meinen Hals, lehnte sich an meine Brust. "Dann haben wir ja ein gemeinsames Ziel."

Wir legten uns nebeneinander ins Bett. Kein Drängen, kein Spiel. Nur Körperwärme, Atem, das sichere Gefühl: Es darf wachsen. Es darf werden.

Und es darf dauern.



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