Ein Neuanfang (fm:Fetisch, 4841 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: TinaWelt | ||
| Veröffentlicht: Jan 28 2026 | Gesehen / Gelesen: 419 / 321 [77%] | Bewertung Teil: 9.67 (9 Stimmen) |
| Kapitel 8 & 9 | ||
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ihrem Kinn zu schweben schienen. Das Korsett reichte bis zu ihren Hüften, wo es in schmale, hochgeschnittene Latexshorts überging, die jeden Zentimeter ihrer Gesäßbacken formten und freiließen. An ihren Beinen trug sie seidig schwarze Strumpfhosen mit Naht, die in einem Strumpfhaltergürtel aus dem gleichen schwarzen Latex endeten. Ihre Füße steckten in Overknee-Stiefeln aus glänzendem schwarzem Lack mit hauchdünnen, zwölf Zentimeter hohen Stilettoabsätzen, die wie tödliche Dolche aussahen.
Ihr honigblondes Haar war zu einem strengen, hohen Dutt gebunden. Ihr Make-up war dramatisch: smokey Eyes in Schwarz und Silber, konturierte Wangenknochen, Lippen in einem tiefen, matten Weinrot. In ihren Ohrläppchen funkelten nicht die zarten Rosenquarz-Steine, sondern schwarze, stachelige Creolen. Um ihren Hals lag kein Halsband, sondern ein breites, schwarzes Lederband mit einer silbernen D-Ring vorne.
Und in ihren Händen hielt sie eine kurze, geflochtene Reitgerte aus schwarzem Leder.
Vor ihr, am Andreaskreuz festgeschnallt, war eine Shemale. Es war jene, die Sabine schon beim Dinner gesehen hatte - mit den weichen, femininen Gesichtszügen, den üppigen, kugelrunden Brüsten, dem schlanken Torso und den eindeutig männlichen Genitalien. Sie war nackt. Ihre Hand- und Fußgelenke waren in gepolsterte schwarze Lederfesseln gelegt, die mit Schnallen am Holz befestigt waren. Sie stand auf den Zehenspitzen, der Körper leicht nach vorne geneigt, die Brust vorgestreckt. Ihr Gesicht war einer Ekstase aus Schmerz und Hingabe ausgeliefert, die Augen geschlossen, der Mund zu einem stummen "O" geöffnet. Auf ihrer Haut, von den Schulterblättern bis zum Gesäß, zeichneten sich rote Striemen ab - einige nur rosa und oberflächlich, andere dunkler, leicht erhaben.
Lena bewegte sich mit der grazilen Präzision einer Raubkatze. Sie umkreiste die Gefesselte, ihre Stiefel klackten hart auf dem Linoleumboden. Dann blieb sie hinter ihr stehen, hob die Gerte langsam an.
"Swisch - KLATSCH!"
Der Schlag traf genau eine bereits gerötete Stelle auf dem Gesäß. Die Shemale zuckte heftig zusammen, ein gurgelndes Stöhnen entwich ihr. Ihre Brüste wackelten bei der Bewegung, die goldenen Ringe in den Brustwarzen glitzerten wild.
"Zähl", befahl Lena. Ihre Stimme war nicht die glockenhelle, melodische von gestern. Sie war tief, rau, von einer eisernen Autorität durchdrungen.
"Achtundzwanzig, Herrin", keuchte die Shemale, ihre Stimme war weich, fast feminin, aber gequält.
Lena strich mit der Spitze der Gerte langsam die Wirbelsäule der Gefesselten hinauf, von der Pofalte bis zum Nacken. Die Shemale zitterte unter der Berührung.
"Du nimmst deine Züchtigung so schön an, Sephira", sagte Lena, und in ihrer rauen Stimme schwang etwas wie Zärtlichkeit mit. "Du machst mich stolz."
Sie trat vor sie, legte die Gerte beiseite. Mit beiden Händen, die in enge schwarze Latexhandschuhe gekleidet waren, umfasste sie die vollen Brüste der Shemale, drückte sie zusammen, knetete sie. Ihre langen, lackierten Fingernägel gruben sich sanft in das weiche Fleisch. Dann beugte sie sich vor und leckte mit einer langsamen, breiten Zungenbewegung über eine der aufgerichteten, rosafarbenen Brustwarzen, die von dem goldenen Ring durchbohrt war.
Die Shemale stöhnte laut auf, diesmal in unverhohlener Lust. Ihr Körper bog sich im Kreuz, so weit die Fesseln es zuließen.
Sabine stand an der Tür wie angewurzelt. Sie konnte nicht wegsehen. Ein Wirbelsturm von Gefühlen tobte in ihr. Abscheu. Fassungslosigkeit. Aber auch eine brennende, schamlose Neugier. Und Erregung. Eine heiße, nasse Welle der Erregung, die von ihrem tiefsten Inneren aufstieg und ihr den Atem raubte. Der Anblick der Macht, der Hingabe, der völligen Kontrolle und des völligen Kontrollverlusts - er war entsetzlich. Und er war unerträglich erregend. Sie spürte, wie sich ihr eigenes Geschlecht unter dem Baumwollkleid erwärmte, wie sich die Muskeln in ihrem Unterleib zusammenkrampften.
Lena zog sich von der Shemale zurück, nahm wieder die Gerte. Sie führte noch drei Schläge aus, präzise und hart. "Swisch-Klatsch! Swisch-Klatsch! Swisch-Klatsch!" Sephira schrie jetzt, ein kurzer, scharfer Laut, dann brach sie in Schluchzen aus - nicht aus Schmerz, sondern aus überwältigender Emotion.
"Genug", sagte Lena. Ihre Stimme hatte wieder ihre normale Melodie, war aber immer noch fest. "Du hast es gut gemacht." Sie löste mit schnellen, effizienten Bewegungen die Schnallen. Die Shemale, ihre Beine zitterten so sehr, dass sie kaum stehen konnte, sackte in Lenas Arme. Lena hielt sie einen Moment, strich ihr über das zerzauste Haar, flüsterte ihr etwas ins Ohr. Dann half sie ihr, sich auf einen Hocker zu setzen, reichte ihr eine Wasserflasche. Die Intimität der Geste nach der eben noch ausgeübten Gewalt war fast noch schockierender als die Züchtigung selbst.
Erst jetzt schien Lena Sabine zu bemerken. Sie drehte sich langsam um. Ihr Blick traf Sabine, und in ihren grauen Augen war keine Überraschung, keine Verlegenheit. Nur diese tiefe, wissende Wärme, vermischt mit der nachklingenden Macht der Domina.
"Sabine", sagte sie. "Du bist gekommen."
Sabine konnte nur nicken. Ihre Kehle war wie zugeschnürt.
Lena winkte Sephira zu, die sich, immer noch zitternd, ein Handtuch umwarf und mit gesenktem Kopf den Raum verließ. Die Tür schloss sich leise hinter ihr.
Nun waren sie allein. Die Stille war dick, erfüllt vom Geruch von Leder und Schweiß und der elektrischen Spannung, die zwischen ihnen stand.
"Ich... ich wusste nicht, dass du... beschäftigt bist", brachte Sabine mühsam hervor.
"Alles hat seine Zeit", sagte Lena gelassen. Sie legte die Gerte auf einen kleinen Tisch, auf dem auch andere Instrumente lagen - ein Paddle, eine Federkielzange, Nippelklemmen. Dann trat sie auf Sabine zu. Der Klackern ihrer Stiefel war das einzige Geräusch. Sie blieb direkt vor ihr stehen, so nah, dass Sabine den Duft ihres Parfüms, vermischt mit einem Hauch von Leder und dem metallischen Geruch von Schweiß, riechen konnte. Ihre Brüste, in dem engsten Korsett eingezwängt, waren auf Augenhöhe. Sabines Blick wurde magisch von den prallen Rundungen angezogen, von der tiefen Kerbe dazwischen, von der Art, wie die Latex spannte.
"Du hast dich entschuldigt", sagte Lena. "Warum?"
Sabine rang nach Worten. "Weil... weil ich feige war. Weil ich gegangen bin, ohne... ohne zu verstehen. Es war schön. Bis... bis zu einem Punkt. Und ich habe es kaputt gemacht."
Lenas Lippen, in dem tiefen Weinrot, zogen sich zu einem sanften Lächeln. "Du hast nichts kaputt gemacht, meine Süße. Du hast eine Grenze gezogen. Das ist respektabel. Wichtig sogar." Sie hob eine Hand, zögerte einen Moment, dann strich sie mit einem Finger in seinem schwarzen Latexhandschuh sanft über Sabines Wange. Das Material war kühl und glatt. "Aber die Neugierde ist geblieben. Ich sehe es in deinen Augen. Du fragst dich, wie sich das anfühlt. Die Macht. Die Hingabe."
Sabine schloss die Augen. Die Berührung des Latex auf ihrer Haut war unerwartet intensiv. "Dein Outfit...", flüsterte sie. "Du siehst... unglaublich aus."
"Macht ist ein Aphrodisiakum", sagte Lena leise. "Und Schönheit ist Macht. Dies hier", sie deutete mit einer Hand auf sich selbst, "ist meine Rüstung. Meine Zeremonialkleidung. Es definiert den Raum. Es sagt: Hier herrsche ich. Und du..." Ihre Hand glitt von Sabines Wange in ihren Nacken, eine besitzergreifende, doch zärtliche Geste. "... du stehst an der Schwelle. Willst du einen Schritt hinein machen? Nur einen kleinen? Um zu verstehen?"
Sabines Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb. Jede Faser ihres Verstandes schrie vor Gefahr. Aber ihr Körper, ihr verdammter, verräterischer Körper, sehnte sich. Er sehnte sich nach den Händen, die sie gestern gestreichelt hatten. Nach der Autorität in dieser rauen Stimme. Nach der Möglichkeit, für einen Moment alle Verantwortung, alle Entscheidungen abzugeben.
"Was... was müsste ich tun?", hauchte sie.
Lenas Augen leuchteten auf. "Nur stehen. Fühlen. Erfahren. Ich werde dich führen. Jeder Schritt ist deine Entscheidung. Das Safeword ist "Eldorado". Sag es, und alles hört sofort auf. Sofort. Versprochen."
Sabine öffnete die Augen. Sie sah in Lenas Gesicht, sah die Mischung aus Dominanz und tiefer, aufrichtiger Fürsorge. Sie vertraute ihr. Irrational, vollkommen, tief in ihrem Inneren vertraute sie dieser Frau.
Sie nickte. Ein winziges, fast unmerkliches Nicken.
Ein strahlendes, triumphierendes Lächeln breitete sich auf Lenas Lippen aus. "Gut. Sehr gut." Sie nahm Sabines Hand. Ihre Latexhand war fest und sicher. "Zieh dich aus. Alles. Leg deine Kleidung dort auf den Hocker."
Wie automatisiert gehorchte Sabine. Ihre Finger zitterten, als sie die Knöpfe ihres Kleides öffnete. Sie ließ den Stoff zu Boden gleiten, zog ihren Slip aus, ließ den Bikini, den sie immer noch trug, folgen. Schließlich stand sie nackt vor Lena, die Arme schüchtern vor ihrem Körper verschränkt. Die kühle Luft des Raumes ließ ihre Haut frösteln, ihre Brustwarzen wurden hart.
Lena musterte sie, ihr Blick war analytisch, bewundernd. "Du bist so natürlich. So echt. Das ist kostbar." Sie führte sie zum Andreaskreuz. "Stell dich davor. Die Füße schulterbreit auseinander."
Sabine gehorchte. Lena nahm die gepolsterten Lederfesseln. Sie waren innen mit weichem Wildleder gefüttert. Sanft, aber bestimmt legte Lena sie Sabine um die Handgelenke, zog die Schnallen fest, aber nicht zu fest. Es war ein enger, eindringlicher Druck, keine schmerzhafte Einschnürung. Dann befestigte sie die Handgelenke an den oberen Armen des Kreuzes. Sie wiederholte den Vorgang mit ihren Knöcheln, band sie an die unteren Arme. Sabine war nun ausgestreckt, ihr Körper bildete ein leichtes X. Sie konnte sich kaum bewegen. Ein Schauer der Hilflosigkeit, aber auch der seltsamen Befreiung durchlief sie.
"Noch ein letzter Schritt", sagte Lena. Sie nahm eine breite Augenbinde aus schwarzem Samt. "Damit du dich ganz auf die Gefühle konzentrieren kannst. Auf deinen Körper. Nicht auf mich. Nur auf das, was geschieht." Sie band sie Sabine um die Augen. Die Welt versank in weichem, undurchdringbarem Schwarz.
Die Dunkelheit verstärkte jede andere Wahrnehmung enorm. Sie hörte das eigene, rasende Schlagen ihres Herzens. Sie hörte das leise Knarren des Leders, als Lena sich bewegte. Sie roch sie - Leder, Parfüm, ihre eigene Erregung, die jetzt deutlich in der Luft lag.
Dann - die erste Berührung.
Es war nur eine leichte, streichelnde Bewegung von Lenas Fingern, die über ihre Schulter, den Hals hinauf bis zum Kinn glitten. Eine Gänsehaut breitete sich über Sabines gesamten Körper aus. Jeder Nerv schien auf einmal wach, hyperaware.
Die Finger zogen wieder hinab, folgten ihrer Wirbelsäule, malten imaginäre Linien auf ihren Rücken. Langsam, unendlich langsam. Sabines Atem ging schneller. Sie spürte, wie sich ihre Muskeln unter der sanften Berührung entspannten und gleichzeitig anspannten.
Dann wurden die Berührungen härter. Nicht schmerzhaft, aber bestimmter. Lenas Handflächen drückten gegen ihre Schulterblätter, kneteten die verspannten Muskeln. Sie arbeitete sich den Rücken hinab, drückte tief in das Fleisch ihres Gesäßes. Sabine stöhnte leise. Es war eine wohltuende, fordernde Massage.
Plötzlich waren die Hände weg. Sabine zuckte zusammen, ein Gefühl des Verlustes durchfuhr sie. Dann spürte sie etwas Kühles, Glattes, das über ihre nackte Haut glitt - die Spitze der Ledergerte. Sie zog damit einen Kreis um ihren Bauchnabel, strich über ihre Hüftknochen, malte eine Linie die Innenseite ihres Oberschenkels hinab. Die Bedrohung, die in der Geste lag, war eindeutig, aber sie blieb nur Andeutung. Die Erregung in Sabine kochte höher.
Dann waren die Hände wieder da. Warme, weiche Hände - Lena hatte die Handschuhe ausgezogen. Sie umfassten Sabines Brüste von hinten, drückten sie sanft zusammen. Die Daumen strichen über die Seiten, dann nach vorn, umfuhren langsam, ehrfürchtig die empfindlichen Brustwarzen.
"So schön", hörte sie Lena flüstern, ganz nah an ihrem Ohr. "So natürlich und reaktionsfreudig."
Die Daumen begannen, in kleinen, kreisenden Bewegungen über die Brustwarzen zu reiben. Erst sanft, dann mit mehr Druck. Ein Strom elektrischer Lust schoss von den empfindlichen Spitzen direkt in Sabines Unterleib. Sie stieß einen keuchenden Laut aus, bog sich im Kreuz, so weit die Fesseln es zuließen. Sie war völlig ausgeliefert, und diese Auslieferung war der intensivste Aphrodisiakum, das sie je erfahren hatte.
Dann spürte sie etwas Kaltes, Metallisches an jeder Brustwarze. Ein leises Klick-Klack. Ein Druck, der sich langsam zuzog, ein beißendes, stechendes Gefühl, das sofort in eine tiefe, pulsierende Wärme umschlug. Nippelklemmen. Der Schmerz war scharf und klar, aber er vermischte sich sofort, untrennbar, mit der Lust. Sabine schrie auf, ein kurzer, erschrockener Laut, der in einem langen, zitternden Stöhnen endete.
Lena ließ sie einen Moment damit allein, ließ den neuartigen, überwältigenden Sinneseindruck wirken. Dann spürte Sabine eine warme, feuchte Zunge, die langsam, eine breite Bahn vom unteren Ende ihres Brustbeins über ihren Bauchnabel hinab zog. Die Zunge kreiste um ihren Nabel, dann ging sie weiter, über die nun völlig glatte Scham, hinunter zu den äußeren Schamlippen.
Sabine zuckte heftig. "Lena...", keuchte sie.
"Shhh. Nur fühlen." Die Stimme war direkt vor ihrem Geschlecht, warm und dunkel.
Dann war die Zunge wieder da, diesmal forschender, direkter. Sie strich über die empfindlichen Falten, umkreiste die Klitoris, drang nicht ein, sondern spielte nur, probierte, erregte. Sabine stöhnte unkontrolliert, ihre Hände ballten sich zu Fäusten in den Fesseln. Sie hatte noch nie so etwas Intensives, so Konzentriertes erfahren. Es war, als ob jede Nervenbahn in ihrem Körper direkt zu diesem einen Punkt führte, den Lenas Zunge nun besetzte.
Plötzlich hörte die Zunge auf. Sabine protestierte mit einem unartikulierten Laut. Dann spürte sie etwas anderes - etwas Glattes, Kühles, Festes, das mit sanftem, aber unaufhaltsamem Druck in sie eindrang. Ein Dildo. Nicht riesig, aber füllend. Lena führte ihn langsam ein, zog ihn wieder heraus, etablierte einen rhythmischen, tiefen Stoß. Jeder Stoß rieb gegen innere Stellen, die Sabine kaum kannte, und trieb sie höher, immer höher.
Die Kombination war überwältigend: der beißende, warme Schmerz der Nippelklemmen, das tiefe Füllen des Dildos, die völlige Hilflosigkeit, die Dunkelheit. Sabine war außer sich. Sie schrie, fluchte, bettelte - sie wusste nicht mehr, was. Sie war reines Gefühl, ein Bündel explodierender Nerven, das kurz davor stand, zu zerspringen.
In diesem Moment, auf dem absoluten Gipfel, hörte alles auf. Der Dildo blieb regungslos in ihr. Die Berührungen verschwanden.
Sabine keuchte, schwitzte, zitterte am ganzen Kreuz. "Bitte...", winselte sie. "Bitte, Lena..."
Sie spürte Lenas Körper, der sich ganz nah an sie presste. Ihre Brüste, hart vom Korsett, drückten gegen Sabines Rücken. Lenas Lippen fanden ihr Ohr.
"Sabine", flüsterte Lena, und ihre Stimme war voller etwas, das wie Ehrfurcht klang. "Du bist so wunderschön in deiner Ekstase. So wahr. Vertraust du mir? Völlig? Absolut?"
In dem Übermaß an Lust, in der völligen Auflösung ihres Willens, gab es nur eine Antwort. "Ja!", schrie Sabine. "Ja, ich vertraue dir! Bitte!"
"Gut", flüsterte Lena.
Kapitel 9: Der Spiegel
Die Welt war schwarz. Ein weicher, undurchdringlicher Samt verschluckte jedes Licht, jede visuelle Orientierung. Sabines Atem kam in kurzen, heißen Stößen, die in der Stille des Raumes viel zu laut klangen. Ihr Körper, nackt und am Andreaskreuz ausgestreckt, war eine einzige, pulsierende Landschaft aus überreizten Nervenenden. Die Lederfesseln um ihre Hand- und Fußgelenke waren nicht schmerzhaft, aber ihr Druck war unerbittlich, eindringlich. Er erinnerte sie bei jedem minimalen Versuch, sich zu bewegen, an ihre völlige Hilflosigkeit. Diese Hilflosigkeit war beängstigend. Sie war ein Abgrund, in den sie starrte. Aber an seinem Grund, tief in ihrem Inneren, glühte etwas anderes: eine befreite, fast schamlose Erregung. Alle Verantwortung, alle Entscheidungen waren von ihr genommen. Sie musste nichts tun. Nur sein. Nur fühlen. Was auch immer Lena mit ihr vorhatte - sie hatte ja gesagt. Sie hatte ihr vertraut. Und dieses Vertrauen war, in dieser Dunkelheit und dieser Fesselung, das einzige, was sie noch hielt. Es war ihr Anker in einem Meer aus fremden Sensationen.
Nach ihrem leidenschaftlichen Ausruf des Vertrauens hörte sie Lenas Schritte, die sich von ihr entfernten. Das Tacken der Stiefelabsätze auf dem Linoleum wurde leiser. Dann war Stille. Nur ihr eigener Herzschlag, ein rasendes Pochen in ihren Ohren. Die Minuten zogen sich hin. Zuerst war da nur die Nachwirkung der intensiven Stimulation, ein Nachbeben in ihren Muskeln, ein Pulsieren zwischen ihren Beinen. Doch langsam, als nichts weiter geschah, begann diese intensive Erregung zu verblassen und machte Platz für... Unsicherheit. War das Teil des Spiels? Sollte sie einfach so hängen, ihrem eigenen überreizten Zustand ausgeliefert? Eine leichte Ungeduld kroch in ihr hoch. War Lena noch im Raum? Hatte sie sie vergessen? Die Dunkelheit unter der Augenbinde wurde bedrückend, die Fesseln begannen sich unangenehm, einschnürend anzufühlen. Sie spürte die kühle Luft auf ihrer schweißnassen Haut und fröstelte leicht. Die Scham, so ausgestellt und verlassen zu sein, mischte sich mit der nagenden Frage: Was kam als Nächstes? Wurde sie getäuscht?
Dann, völlig unerwartet, traf es sie: ein jäher, bissiger Schock der Kälte, direkt auf der empfindlichen, durch die Nippelklemmen bereits hypersensibilisierten Spitze ihrer rechten Brustwarze. Sie zuckte heftig zusammen, ein erstickter Schrei entfuhr ihr. Es war, als hätte man ihr eine glühende Nadel in die Brust gerammt, nur dass es eisig war. Der Schmerz war scharf, grell und absolut. Im selben Moment, während ihr Geist noch mit dieser brutalen Kälte kämpfte, spürte sie etwas anderes, Weicheres, Feuchtwarmes zwischen ihren Beinen. Eine Zunge. Nicht forschend oder spielerisch wie zuvor, sondern zielgerichtet, direkt. Sie glitt mit flacher, breiter Bewegung über ihre äußeren Schamlippen, dann, mit einer leichten, knabbernden Bewegung, erfasste sie eine der Lippen zwischen sanften Zähnen und zog sie ganz leicht. Es war kein Beißen, es war ein zärtliches In-Besitz-Nehmen, ein Markieren.
Der Kontrast war überwältigend. Der stechende, klare Schmerz der Kälte auf ihrer Brustwarze und die warme, feuchte, intime Zärtlichkeit an ihrem intimsten Punkt vermischten sich in ihrem Nervensystem zu einer einzigen, unentwirrbaren Welle sinnlicher Information. Der anfängliche Schock der Kälte verwandelte sich rasch. Der stechende Schmerz wich einem tiefen, brennenden Gefühl, das sich in ihrer Brust ausbreitete und die Brustwarze zu einem steinharten, empfindlichen Punkt werden ließ. Und dieses Brennen schien einen direkten Draht zu der Stelle zu haben, an der die Zunge sie jetzt liebkoste. Jeder Kälteschmerz pulsierte nach unten und steigerte die Empfindsamkeit dort um ein Vielfaches. Die Zunge wiederum, die nun langsam und gründlich jede Falte erkundete, schickte Wellen wohliger Wärme nach oben, die den brennenden Schmerz in etwas Verwandelten, das beides war: Qual und Lust, Schärfe und Süße.
Sie begann, unkontrolliert zu stöhnen, ein tiefes, kehliges Geräusch, das aus ihrer Brust aufstieg. Die Ungeduld und Unsicherheit von vorhin waren wie weggeblasen, ersetzt durch eine reine, animalische Reaktion. Sie war geil. Tief, schamlos, unglaublich geil. Ihr ganzer Körper schien sich auf diesen einen Punkt zwischen ihren Beinen zu konzentrieren, angeheizt von dem brennenden Signal ihrer Brustwarze. Sie drängte ihre Hüfte nach vorne, den Fesseln trotzend, suchte mehr Kontakt, mehr von dieser Zunge.
Plötzlich, ohne Vorwarnung, war die Dunkelheit weg. Die Augenbinde löste sich, wurde sanft von ihrem Kopf gezogen. Sabine blinzelte, die plötzliche Helligkeit der Raumbeleuchtung schmerzte in ihren Augen. Als sich ihre Pupillen anpassten, sah sie, was Lena für sie vorbereitet hatte.
Direkt vor ihr, so aufgestellt, dass sie es nicht übersehen konnte, stand ein großer, freistehender Spiegel in einem schweren Goldrahmen. Und darin sah sie sich selbst.
Das Bild raubte ihr den Atem. Da hing sie, nackt und gefesselt, ihr Körper glänzte feucht von Schweiß und Speichel. Ihr Gesicht war gerötet, die Augen weit aufgerissen, die Lippen geöffnet, aus denen flache, heiße Atemzüge drangen. Ihre Haare klebten in Strähnen an ihrer Schläfe und ihrem Hals. Und dann ihr Körper: ihre Brüste, die normalerweise so schlicht und natürlich waren, standen hoch und stolz ab, die Brustwarzen dunkelrot und steinhart geschwollen von der Kälte und der Erregung. Um jede war eine zierliche, silberne Nippelklemme gelegt, die sie noch betonte.
Doch das war nicht alles. Unter ihr, zwischen ihren gespreizten, an das Kreuz gefesselten Beinen, kniete Sephira, die Shemale. Ihr feminines, androgynes Gesicht war konzentriert zwischen Sabines Schenkeln vergraben. Sabine sah im Spiegel, wie Sephiras Zunge, geschickt und ausdauernd, ihre Schamlippen auseinanderdrückte, wie sie mit der flachen Zunge über die nun vollkommen enthüllte, pochende Klitoris strich und dann, mit einem fokussierten Druck, in sie eindrang. Es war ein Anblick von intimster, schamlosester Hingabe. Sabine starrte auf ihr eigenes Spiegelbild, auf die Frau, die an ihr leckte, und eine Welle überwältigender Scham und noch größerer Erregung überflutete sie. Sie sah, wie geil sie war. Sie sah die völlige Aufgabe in ihrer eigenen Haltung, die glasigen Augen, den zuckenden Körper. Es war, als ob sie sich selbst von außen bei etwas Ungeheuerlichem, Verbotenem zusah - und es unfassbar erregend fand.
Und über ihr, hinter ihr, im Spiegel sichtbar, stand Lena. Sie hatte ihr dramatisches Domina-Outfit noch an, aber ihre Haltung war nicht mehr nur herrisch. Sie war konzentriert, fast zärtlich besitzergreifend. Ihr Blick traf Sabines im Spiegel, ein intensiver, wissender Blick, der Sabines tiefste Scham und tiefste Lust sah und beides annahm. Während Sephiras Zunge unten ihr Werk tat, beugte sich Lena über Sabines Schulter. Sabine sah im Spiegel, wie Lenas gespitzte, weinroten Lippen sich einer ihrer steinharten Brustwarzen näherten. Sie spürte den warmen Hauch, dann die sanfte Berührung der Lippen, und schließlich - ein leichtes Knabbern. Lena nahm die empfindliche Spitze, immer noch von der Kälte empfindlich und von der Klammer betont, zwischen ihre Zähne und übte einen sanften, rhythmischen Druck aus. Gleichzeitig griff ihre andere Hand zur linken Brust, umfasste die Klammer und zwirbelte sie ganz leicht, justierte den Druck.
Der Effekt war vernichtend. Der gezielte, schmerzhaft-lustvolle Biss auf der einen Seite, das drehende, beißende Gefühl der Klammer auf der anderen, und dazu der unablässige, tiefe Rhythmus von Sephiras Zunge in ihr - es war zu viel. Sabines Blick im Spiegel wurde glasig, ihre Augen rollten für einen Moment nach oben. Sie schrie, ein langer, heiserer Laut, der nichts von Worten mehr hatte. Ihr ganzer Körper spannte sich an, zuckte in den Fesseln, als wäre er von einem Stromschlag getroffen. Sie sah sich selbst im Spiegel dabei zu, wie sie sich auflöste, wie alle Kontrolle, alle Zurückhaltung aus ihr herausgebrochen wurde. Es war entsetzlich. Es war ekstatisch.
Lena hob den Kopf von ihrer Brust. Ihr Gesicht erschien wieder neben Sabines im Spiegel, die Lippen glänzten feucht. Ihre Augen, in dem dramatischen Make-up, brannten mit einer intensiven, geilen Zärtlichkeit. Sie beugte sich vor, und bevor Sabine es realisieren konnte, küsste Lena sie. Es war kein sanfter Kuss. Es war ein fordernder, tiefgehender, unverschämter Kuss, bei dem Sabine den Geschmack ihrer eigenen Haut auf Lenas Lippen schmeckte. Lena drang mit ihrer Zunge in Sabines Mund ein, beanspruchte sie, während ihre Hände weiterhin Sabines Brüste bearbeiteten, die Klammern drehten, die empfindlichen Spitzen zwischen ihren Fingern reizten. Es war ein Überfall auf alle Sinne, eine totale Besitzergreifung. Sabine küsste zurück, verzweifelt, hingebungsvoll, völlig verloren in diesem Strudel aus Gefühlen.
Sie war an der äußersten Grenze. Jeder Nerv schrie. Die Kombination aus den schmerzhaft-lustvollen Reizen an ihren Brustwarzen, dem unablässigen, geschickten Mund zwischen ihren Beinen und dem fordernden Kuss trieb sie unaufhaltsam höher, auf einen Gipfel zu, der alles bisher Erfahrene in den Schatten stellen würde. Sie stöhnte in den Kuss hinein, ihr Körper zuckte in wilden, unkontrollierten Stößen. Lena brach den Kuss ab, presste ihre Stirn gegen Sabines, ihre Atemzüge vermischten sich. Ihre Finger zwirbelten die Klammern ein letztes Mal, hart.
"Jetzt", befahl Lena, ihre raue Stimme ein direktes Flüstern in Sabines Ohr. "Lass los. Für mich."
Es war, als ob diese Worte den letzten Widerstand in ihr brachen. Ein orgastisches Beben, gewaltiger als alles, was sie je erlebt hatte, schoss aus ihrem tiefsten Inneren empor und explodierte in jeder Zelle ihres Körpers. Es war keine Welle, es war ein Tsunami. Sie schrie, ein langgezogener, heiserer Laut, der aus der Tiefe ihrer Seele zu kommen schien. Ihr Körper verkrampfte sich, bog sich im Kreuz, als wollte er sich aus den Fesseln reißen, um dann in sich zusammenzusacken, völlig erschlafft, nur noch gehalten von den Lederriemen. Weiße Blitze zuckten hinter ihren geschlossenen Lidern. Es fühlte sich an wie Sterben und Wiedergeboren werden in einem einzigen, endlosen Moment.
Als das Beben langsam abebbte, in sanften, nachzitternden Wellen, war sie nur noch ein leeres, zufriedenes Gefäß. Sie spürte, wie Sephira sich von ihr zurückzog, wie Lenas Hände die Klammern von ihren empfindlichen, wunden Brustwarzen entfernten - ein letzter, beißender Schmerz, der sofort in eine wohlige, wärmende Durchblutung überging. Dann hörte sie das leise Öffnen von Schnallen. Die Druckstellen an ihren Hand- und Fußgelenken verschwanden. Ihre Arme und Beine, schwach und zittrig, konnten sie nicht mehr halten. Sie wäre zu Boden gesackt, wenn Lena sie nicht aufgefangen hätte.
Starke Arme, noch in dem schwarzen Latexkorsett, umfingen sie. Lena trug sie nicht, aber sie stützte sie vollständig, führte sie mit kleinen, geduldigen Schritten weg vom Kreuz zu der gepolsterten Liege an der Wand. Sabines Beine waren wie Wackelpudding, ihr Kopf ruhte schwer an Lenas Schulter. Sie roch Leder, Schweiß, ihr eigenes Parfüm und unter allem den beruhigenden, vertrauten Duft der Frau, die sie hielt.
Sanft ließ Lena sie auf die weichen Kissen der Liege gleiten. Sie sank in sie ein, ein Seufzen der völligen Erschöpfung entwich ihr. Dann legte Lena sich neben sie, auf die Seite, und zog Sabine in eine enge, schützende Umarmung. Sabines Rücken presste sich an Lenas vordere Seite, sie spürte die festen Rundungen der Brüste durch das Latex, die schmale Taille, die warme, stabile Länge ihres Körpers. Lenas Arm legte sich beschützend über sie, eine Hand streichelte sanft, fast mütterlich, ihr zerzaustes Haar von der schweißnassen Stirn.
In diesem Moment, zitternd, völlig entblößt und erschöpft, fühlte Sabine sich seltsam... geborgen. Sicher. Gut. Der Sturm war vorbei. Die intensiven, überwältigenden, beängstigenden Gefühle waren einer tiefen, körperlichen und seelischen Ruhe gewichen. Es gab keine Scham mehr. Keine Angst. Nur eine wohlige Leere und die warme, feste Präsenz der Frau hinter ihr, die sie gehalten, geführt und schließlich aufgefangen hatte. Sie hatte sich fallen lassen, tiefer und weiter, als sie es je für möglich gehalten hätte. Und sie war aufgefangen worden. Nicht verurteilt. Nicht verlassen. Sondern gehalten. Gestreichelt. Es war, als ob ein jahrelanger, eiserner Panzer um ihr Herz, den sie nicht einmal bemerkt hatte, geschmolzen war. Sie fühlte sich weich. Verletzlich. Und unglaublich, unendlich gut.
Sie schloss die Augen und presste sich noch ein wenig fester in die Umarmung. Kein Wort wurde gesprochen. Keines war nötig. Das leise, regelmäßige Streicheln über ihr Haar, der gleichmäßige Herzschlag in ihrem Rücken, die schützende Wärme - das war die einzige Sprache, die sie in diesem Moment verstand und brauchte. Es war vorbei. Und es war unglaublich gewesen.
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