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Die einsame Highland Farm - März 2026 (fm:Romantisch, 9445 Wörter)

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Veröffentlicht: Mar 24 2026 Gesehen / Gelesen: 1991 / 1580 [79%] Bewertung Geschichte: 9.87 (75 Stimmen)
Die vergrößerte Community der Durran Farm erlebt das Leben in seiner prallen Breite.

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Die einsame Highland-Farm – März 2026

© JoeMo1619 – März 2026 ff.

Die vier schwangeren Frauen auf Durran Farm waren schnell eine spezielle Schicksalsgemeinschaft geworden. Der Grund war einfach: für das Riesengebiet von Sutherland gab es eine einzige professionelle Hebamme, ansonsten waren Schwangere auf die Betreuung durch die praktischen Arztpraxen des National Health Service und im Bedarfsfall auf die Krankenhäuser in Inverness, Wick und Golspie angewiesen. Die beiden nächsten Arztpraxen in Armadale an der Nordküste und Helmsdale an der Nordsee waren etwa gleich weit entfernt, sodass sich Mary und die anderen drei Frauen entschieden, sich gemeinsam von Dr. Duncan in Armadale betreuen zu lassen.

Als erste große Überraschung erbrachte die November-Vorsorgeuntersuchung, dass die vier Schwangeren von Durran Farm nicht vier, sondern fünf Kinder erwarteten. „Das sind mit Sicherheit Zwillinge”, stellte die Distriktshebamme bei ihrem Besuch auf der Farm fest, nachdem sie Ekatarina mit ihrem mobilen Ultraschallgerät untersucht hatte. „Ich bin mir absolut sicher. Herzlichen Glückwunsch.“ Sie erläuterte Ekatarina das Ultraschallbild, das in der Tat eindeutig war.

Unsere junge ukrainische Piebäckerin war zunächst tief geschockt und weinte herzergreifend. „Wie soll ich zwei Kinder auf einmal bekommen? Ich habe doch schon bei der Schwangerschaft mit Alexandra große Probleme gehabt, sie lang genug in meinem Bauch wachsen zu lassen.“

Was niemand von uns bis dahin wusste, ihre jetzt sechsjährige Tochter Alexandra war in der dreiunddreißigsten Schwangerschaftswoche eine Frühgeburt gewesen, und die Ärzte und Krankenschwestern im ukrainischen Mariupol hatten viel Arbeit leisten müssen, um dem Mädchen in den ersten zwei Wochen einen erfolgreichen Start ins Leben zu gewährleisten.

Mary und die beiden anderen Schwangeren nahmen sie in den Arm und trösteten Ekatarina, aber der eigentliche Stimmungsumschwung kam durch John. „Ich freue mich wie ein Verrückter“, bekannte er ohne Vorbehalte, als er die Nachricht vom Untersuchungsergebnis bekam. „Ekatarina schenkt uns gleich zwei Kinder.“ Dann nahm er seine Ehefrau in den Arm, herzte sie und überdeckte sie mit Küssen. „Meine kleinen Schwestern sind Zwillinge und meine Mutter hat das gut bewältigt. Während der Schwangerschaft und danach. Du wirst das genauso schaffen! Wir geben auf Dich acht. Dann kann nichts passieren.“

Das Thema ärztliche Betreuung und Schwangerschaftsvorsorge brachte aber noch ein neues und nicht geringzuschätzendes Problem nach Durran Farm. Marja und Ilja, unsere beiden Litauer, waren seit fast zwei Jahren nach gültigem Recht illegal in Großbritannien. Insofern war Marja auch nicht im NHS registriert, um offiziell in der Arztpraxis in Armadale und damit auch bei der District-Hebamme registriert zu sein.

„Wie bekommen wir denn das Problem gelöst?“ fragten Marja und Mary mich spätabends hörbar ratlos, nachdem die Hebamme sie beim ersten Besuch als „Touristin und Verwandte“ mit untersucht hatte.

Ich war ähnlich ratlos. „Das Einzige, was mir einfällt, wäre ein diskretes, persönliches Gespräch mit Dr. Duncan. Die Praxis hat die Gesundheitsverwaltung der Region unter Kontrolle, einschließlich der Registrierung von neuen Patienten. Vielleicht hat der eine Idee.“

Meine beiden Liebespartnerinnen überließen es mir, das Gespräch mit unserem praktischen Arzt zu führen. „Du hast doch ohnehin nächste Woche einen Termin bei ihm“, ergänzte Mary noch. „Dann rede mal vertraulich mit ihm.“

Dr. Edward Duncan, der mittlerweile die Verhältnisse auf Durran Farm recht gut kannte, hörte mir genau zu, als ich ihm zum Abschluss meines Arztbesuchs das Problem mit Marjas rechtlichem Status schilderte. „Hm“, sagte er schließlich nachdenklich, „spontan fällt mir nur eine Möglichkeit ein.“ Er nickte ein paarmal bedächtig und klickte dann auf eine besondere Internetinformationsseite auf seinem PC. „In Eurer Community leben mit Ludmilla MacKenzie und Ekatarina Jordan zwei ukrainische Flüchtlinge, die mittlerweile britische Ehemänner haben.

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