Häutung- Time to Shine (fm:Romantisch, 13582 Wörter) | ||
| Autor: elonagrey | ||
| Veröffentlicht: Mar 28 2026 | Gesehen / Gelesen: 993 / 815 [82%] | Bewertung Geschichte: 9.57 (28 Stimmen) |
| Durch seine bedingungslose Liebe fand Clara den Mut, die zu werden, die sie ist. Anfangs soft und romantisch, aber dann, nun ja - von manchem Einiges! | ||
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Von diesem Abend an sahen sie sich fast jedes Mal, wenn Manuel kam. Manchmal half er beim Umsetzen der Bewohner, manchmal nur beim Schieben eines Rollstuhls. Es waren kleine Dinge. Zwischen zwei Zimmern, zwischen zwei Klingeln, entstanden kurze Gespräche. Über den Stress im Heim. Über ihre Nachtschichten. Über Manuels Mutter, die manchmal glaubte, wieder zwanzig zu sein oder dass sie nun losmüsse, um ihre Mutter zu besuchen.
Eines Abends saßen Clara und Manuel nach der letzten Runde kurz im Aufenthaltsraum. Die meisten Bewohner schliefen schon. Das Licht war gedimmt, draußen regnete es. Clara rieb sich die Augen.
„Ich glaube, ich habe heute hundert Kilometer auf diesem Flur zurückgelegt.“
„Mindestens“, sagte Manuel und grinste Clara an.
Eine kurze Stille entstand. Dann fragte er etwas zögernd: „Hast du eigentlich irgendwann Feierabend, der nicht hier endet?“
Clara sah ihn fragend an.
„Ich meine…“, sagte er leicht verlegen, „ob wir vielleicht einmal miteinander essen gehen könnten. Irgendwo außerhalb dieses Gebäudes.“
Sie sah ihn einen Moment lang an, als müsste sie prüfen, ob er es ernst meinte. Dann lächelte sie. „Das klingt nach einer sehr guten Idee.“
Im Flur klingelte wieder ein Zimmer. Clara seufzte leise.
Restaurant
Das Restaurant lag auf Wunsch von Clara etwas abseits, war dafür aber erfreulich schnuckelig und ruhig. Ein paar Kerzen auf den Tischen, gedämpftes Licht, das Klirren von Besteck aus der Küche. Es war einer dieser Orte, an denen man automatisch leiser sprach. Clara ließ sich erschöpft auf den Stuhl sinken und atmete hörbar aus.
„Ich glaube, meine Füße sind offiziell tot“, sagte sie und zog die Schuhe halb unter den Stuhl. „Zehn Stunden Schicht. Das ist zu lange. Man merkt irgendwann jeden einzelnen Meter.“
Manuel lächelte leicht. „Das glaube ich.“
Sie bewegte vorsichtig die Zehen.
„Die Schuhe sind eigentlich bequem“, sagte sie, „aber irgendwann hilft das auch nicht mehr.“
Manuel zögerte kurz, dann sagte er ruhig: „Wenn du möchtest, könnte ich sie ein bisschen massieren- bis das Essen kommt.“
Clara sah ihn überrascht an. „Das musst du nicht.“
„Stimmt. Ich muss nicht, aber wenn du möchtest…“, sagte er.
Sie lachte verlegen, blickte sich suchend um und schüttelte den Kopf. „Hier? Im Restaurant? Das wäre irgendwie… komisch.“ Sie kicherte unsicher.
„Vielleicht.“
Ein paar Sekunden vergingen. Clara sah auf ihre Hände, dann wieder zu ihm. Schließlich schob sie langsam einen Fuß aus dem Schuh hervor. „Nur kurz“, sagte sie.
Manuel nickte. Sie streckte vorsichtig ein Bein unter dem Tisch aus. Manuel nahm ihren Fuß behutsam in beide Hände, als wäre er etwas Zerbrechliches. Seine Finger begannen langsam über ihre Fußsohle zu wandern. Clara war erst ziemlich verkrampft und unsicher. Dann ließ sie die Schultern sinken.
„Oh“, murmelte sie leise. „Das tut… eindrucksvoll gut. Du machst das richtig schön“ Manuel massierte mit ruhigen Bewegungen ihre Fußballen, drückte sanft mit den Daumen, ließ sich Zeit. Clara lehnte sich zurück und schloss für einen Moment die Augen.
„Ich sollte dich im Heim anstellen“, sagte sie.
„Zu spät“, antwortete er. „Ich arbeite nur privat.“
Sie lachten leise.
Als das Essen kam, zog Clara ihr Bein zurück und schlüpfte wieder in den Schuh. Ihre Wangen waren ein wenig gerötet, vielleicht vom Wein, vielleicht von etwas anderem. Sie saßen lange und unterhielten sich angeregt über alles Mögliche, machten ihre Scherze und stellten fest, dass sie über dieselben Dinge herzhaft lachen konnten. Das Gespräch war ruhiger als im Pflegeheim. Ohne Klingeln, ohne hektische Schritte im Flur. Als sie schließlich vor dem Restaurant standen, war es bereits spät. Die Straße war fast leer. Clara zog ihre Jacke eng um sich.
„Ich bin total kaputt. Ich muss jetzt wirklich nach Hause“, sagte sie entschuldigend. Manuel verstand ohne viele Worte. Allein schon, dass sie nach so einem langen Tag zugesagt hatte, mit ihm was Essen zu gehen, war schon mehr als er erwarten konnte. Sie suchte einen imaginären Punkt am Horizont, überlegte, dann sah sie wieder zu ihm, fast überrascht, dass er noch da war, soweit waren Ihren Gedanken wo anders. Unsicherheit lag in ihrem Blick. „Es war schön“, sagte sie. „Aber… ich bin wahrscheinlich nicht die beste Gesellschaft.“
Manuel runzelte leicht die Stirn. „Ich verstehe nicht ganz. Warum?“
Sie zuckte mit den Schultern. „Naja.“ Sie lachte unsicher. „Du hast ja Augen im Kopf. Ich bin nicht gerade…“ Sie suchte nach einem Wort. „Leicht.“
Bei Manuel hatte so eine Idee, was sie damit andeuten wollte, sagte aber jetzt erst einmal nichts.
„Ich meine“, fuhr sie fort, „ihr Männer wollt doch andere Frauen. Und so jemand wie du könnte doch jede haben. Hübschere. Schlankere. Elegantere.“ Die Worte würgte sie gehässig heraus, als hätte sie sie schon so oft gedacht. „Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass mich jemand, dass du mich, wirklich mögen kann.“
Einen Moment lang war es still. Dann trat Manuel einen Schritt näher. Ohne etwas zu sagen, legte er vorsichtig die Arme um sie. Nicht fest, eher ruhig, als wollte er ihr einfach Halt geben. Clara erstarrte zuerst, taute dann etwas an und lehnte sie sich schließlich langsam gegen ihn.
„Warum sagst du das? Du denkst zu viel darüber nach, was andere sehen“, sagte er leise.
Was sollte sie auch schon darauf antworten. Es steckte so unendlich tief in ihr. Ein Leben lang, schon als kleines Kind, wurde sie als fette Bulette gehänselt.
Nach ein paar Sekunden löste er sich leicht und sah sie an. Dann beugte er sich vor und gab ihr einen sanften Kuss auf die Wange, was Clara komplett aus dem Konzept brachte. Ein verhuschtes, unsicheres und ungläubiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, versuchte mit Argwohn in Manuels Augen zu lesen, fand aber irgendwie nichts Hinterhältiges an ihm, denn damit hätte sie besser umgehen können. Darin hatte sie Routine.
„Gute Nacht, Clara“, sagte Manuel. Sie nickte wie betäubt.
„Gute Nacht, Manuel.“ murmelte sie abwesend. Dann ging sie ein paar Schritte die Straße hinunter. Nach wenigen Metern drehte sie sich noch einmal um. Manuel stand noch immer dort, winkte ihr zu, lächelte.
Herzklopfen
Clara hatte in den Tagen nach dem Restaurantbesuch kaum einen klaren Gedanken fassen können. Mal fühlte sie sich leicht und fast glücklich, dann wieder überkam sie eine nervöse Unsicherheit. Immer wieder erinnerte sie sich an den Abend. Das Gespräch. Die Massage unter dem Tisch. Der Kuss auf die Wange vor dem Restaurant. Vielleicht hatte sie sich alles nur eingebildet. Vielleicht war es für Manuel nur ein netter Abend gewesen. Warum nur konnte sie das alles nicht einfach annehmen. Sie war abgrundtief misstrauisch, suchte hinter allem das halbleere Glas und die Bestätigung, was auch nur im Geringsten sämtliches Misstrauen- in ihren Augen- bestätigen könnte. Verletzungen, Mobbing, Hänseleien, all das hat ihr Urvertrauen zutiefst erschüttert und ein gesundes Selbstwertgefühl erst gar nicht aufkommen lassen.
Während ihrer Schichten im Heim ertappte sie sich ständig dabei, zum Eingang zu sehen. Sie wusste inzwischen ziemlich genau, wann Manuel gewöhnlich kam. Seine Besuche bei seiner Mutter waren fast so regelmäßig wie ihre Dienstzeiten. An diesem Abend hörte sie Schritte im Flur, während sie gerade eine Medikamentenliste überprüfte. Als sie aufsah, kam Manuel um die Ecke. Mit einem breiten, fast spitzbübischen ehrlichen Grinsen.
„Hallo, Clara. Schönen Guten Abend“
Sie spürte sofort, wie ihr Herz schneller schlug. „Hallo“, antwortete sie und versuchte, möglichst ruhig zu klingen.
Er trat näher. „Ich hoffe, deine Füße haben sich von unserem Restaurantabend wieder erholt.“
Sie musste lachen. „Teilweise.“
„Nur teilweise?“ fragte er.
„Pflegeheim-Schichten sind nicht besonders gnädig.“
Manuel verschränkte leicht die Arme und musterte sie mit einem spielerischen Blick. „Dann stellt sich eigentlich nur eine wichtige Frage.“
„Welche?“ fragte sie misstrauisch.
„Soll ich dir heute Abend wieder die Füße massieren?“
Clara spürte sofort, wie ihr Gesicht warm wurde. „Du bist unmöglich“, murmelte sie und sah sich gehetzt um, ob es jemand gehört haben könnte.
Er schmunzelte nur. „Diesmal allerdings“, fügte er hinzu, „vielleicht dann doch nicht im Restaurant.“
Sie sah ihn fragend an. Er ergänzte: „Bei mir zu Hause. Deutlich bequemere Sitzgelegenheiten.“
Clara blinzelte überrascht. Für einen Moment wusste sie nicht, was sie sagen sollte. Ihr erster Impuls war sofortige Abwehr, eine alte Gewohnheit. „Ich weiß nicht…“, sagte sie und strich sich nervös eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Das ist vielleicht keine gute Idee.“
Manuel hob abwehrend die Hände. „ok, ok. War ja nur ein Vorschlag.“
Sie sah ihm prüfend in die Augen. In ihrem Inneren fühlte sie jedoch etwas ganz anderes. Ein warmes, aufgeregtes Kribbeln. Dass er sie wiedersehen wollte. Dass er sie nicht einfach nach dem Restaurant vergessen hatte. Der Gedanke machte sie gleichzeitig glücklich aber auch nervös.
„Du willst mich also nur einladen, damit ich deine private Fußmassage-Kundin werde?“ fragte sie schließlich mit einem schüchternen Lächeln.
„Exakt“, sagte Manuel. „Ein sehr exklusiver Service.“
Sie versuchte ernst zu bleiben, aber ihr Lächeln verriet sie. „Ich überlege es mir“, sagte sie leise.
Manuel nickte, als wäre das völlig ausreichend. „Dann hoffe ich, dass deine Füße heute Abend besonders müde sind.“
Clara schüttelte leicht den Kopf und musste lachen, musste jetzt aber dringend weiter machen, sonst würde sie nie fertig werden. Während er weiter den Flur entlangging, um nach seiner Mutter zu sehen, blieb sie noch einen Moment stehen. Ihre Eingeweide hatten sich verknotet. Aber zum ersten Mal seit langer Zeit war diese Nervosität nicht unangenehm. Clara versuchte sich an diesem Abend besonders auf ihre Arbeit zu konzentrieren. Medikamente verteilen, Bewohner umlagern, Klingeln beantworten. Die vertrauten Abläufe halfen normalerweise, ihre Gedanken zu ordnen. Doch heute funktionierte das nicht. Immer wieder musste sie an Manuel denken. An sein breites Grinsen im Flur. An die Selbstverständlichkeit, mit der er sie wieder eingeladen hatte. Es fühlte sich gleichzeitig schön und doch irgendwie für sie gefährlich an. Sie traute dem Frieden einfach nicht.
Sie mochte ihn inzwischen sehr. Vielleicht sogar mehr, als sie sich selbst eingestehen wollte. Manuel war ruhig, aufmerksam und warmherzig auf eine komplett unaufdringliche Weise. Er behandelte sie nicht wie jemand, der nur zufällig vorbeikam. Er hörte zu. Er sah sie an, als würde er sie wirklich wahrnehmen. Und genau das machte ihr Angst. Während sie einen Bewohner vorsichtig ins Bett half, bemerkte sie ihr Spiegelbild kurz im Fenster. Die Neonbeleuchtung war hart und unbarmherzig. Ihr Blick blieb einen Moment auf ihrer eigenen Silhouette hängen. Clara kannte diesen Gedanken nur zu gut. Er war wie ein schwarzer Schatten überall die Jahre hinweg zu einem leisen und leider allzu zuverlässigen Begleiter geworden: du bist zu fett! Niemand kann so jemanden wirklich wollen und schon gar nicht lieben!
Sie wusste, dass es töricht war. Dass sie in dem Selbsthass und sich selber klein machen einfach nur daneben lag. Was für ein Teufelskreis. Rational war ihr absolut klar, dass sie sich damit selber zerfleischte und dass Menschen mehr waren als die Reduktion auf Äußerlichkeiten. Sie sagte das sogar manchmal Bewohnern oder Kolleginnen, wenn diese sich selbst kritisierten. Aber für sich selbst galt diese Freundlichkeit nie. Als sie später im Aufenthaltsraum kurz allein war, sank sie frustriert auf einen Stuhl und rieb sich die Stirn.
Warum sollte jemand wie Manuel sich wirklich für sie interessieren? Vielleicht fand er sie einfach nur nett, so wie man einen Hamster nett findet. Vielleicht tat er ihr nur einen Gefallen. Oder war sie für ihn lediglich ein Abenteuer, eine kurze Ablenkung? Mal zwischendurch was anderes. Mal ein bisschen neugierig an ihren Titten grabschen und sich dann mal eben billig an ihr abreagieren. Und wo blieb sie? War sie leichte Beute? Diese Gedanken ließ ihr Herz enger werden.
Und trotzdem musste sie lächeln, als sie sich daran erinnerte, wie selbstverständlich er sie umarmt hatte vor dem Restaurant. Wie vorsichtig der Kuss auf ihrer Wange gewesen war. Es hatte sich nicht gespielt angefühlt. Nicht höflich. Nicht mitleidig. Eher… ehrlich. Clara schüttelte leicht den Kopf, als wollte sie sich selbst wieder auf den Boden der Tatsachen holen. Sie durfte sich nicht zu sehr hineinsteigern. Nicht zu schnell hoffen. Doch tief in ihrem Inneren spürte sie etwas, das sie kaum noch kannte. Eine vorsichtige, kleine Vorfreude.
Bei Manuel zuhause
Clara war an diesem Abend deutlich zu früh vor Manuels Haustür. Sie hatte ihre Schicht pünktlich beendet, sich hastig umgezogen und war ohne groß nachzudenken einfach losgefahren. Jetzt stand sie vor der Tür und fragte sich, ob das vielleicht zu viel Eifer gewesen war. Als die Tür aufging, stand Manuel vor ihr, als hätte er genau in diesem Moment mit ihr gerechnet.
„Guten Abend. Schön, dass es geklappt hat. Du bist genau richtig“, sagte er mit einem warmen Lächeln. Clara hob leicht die Schultern. „Meine Schicht war… überraschend nachsichtig mit mir heute.“ Einen kurzen Moment standen sie sich einfach nur gegenüber. Dann trat Manuel einen Schritt näher und legte die Arme um sie. Clara erwiderte die Umarmung sofort. Es fühlte sich gleichzeitig vertraut und aufregend an. Als sie sich lösten, blieben sie einen Augenblick lang sehr nah beieinander stehen. Ihre Blicke trafen sich. Niemand sagte etwas. Es lag etwas in der Luft, ein leiser, unsicherer Moment, in dem ein Kuss möglich gewesen wäre. Vielleicht sogar erwartet. Doch keiner von beiden traute sich, die kleine Distanz ganz zu überwinden.
Clara lachte schließlich verlegen und löste sich ein Stück. „Wir stehen hier wie zwei Teenager“, sagte sie.
„Stimmt wahrscheinlich“, antwortete Manuel. Er trat zur Seite und ließ sie hinein.
In der Wohnung war es angenehm warm. Gedämpftes Licht erfüllte den Raum, mehrere Kerzen brannten auf dem Tisch. Leise unaufdringliche Musik lief im Hintergrund und es roch sehr lecker nach Essen.
Clara sah sich überrascht um. „Du hast ja richtig was vorbereitet. Und schön hast du es hier! Für einen Mann- ich bin angenehm überrascht.“
„Oh, man kultiviert heute Abend Vorurteile! Dann muss Frau nicht so viel nachdenken, stimmts oder habe ich Recht? Als ob ein Mann seine Wohnung nicht stilvoll herrichten könnte. Aber schön, wenn es dir gefällt.“ stichelte Manuel, dann verwies er sie schnell auf einen Stuhl im Wohnzimmer. Davor stand eine kleine Schüssel.
Clara blinzelte. „Was ist das?“
„Dein wohlverdientes Feierabendprogramm“, sagte er ruhig. „Ein warmes Fußbad.“
Sie sah ihn einen Moment lang sprachlos an. „Du… meinst das ernst.“
„Natürlich.“
„Du bist verrückt“, sagte sie, aber ihr Lächeln verriet, wie sehr sie sich darüber freute.
Etwas unsicher setzte sie sich auf den Stuhl. Manuel holte das vorbereitete warme Wasser, goss es in die Plastikwanne, kniete sich vor sie, als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt, prüfte nochmals die Temperatur und mischte dann eine wohlduftende Lavendelessenz versetzt mit etwas Salz und Honig. Behutsam löste er ihre Schuhe und stellte sie zur Seite. Clara beobachtete jede seiner Bewegungen mit einer Mischung aus Unruhe aber andererseits doch stiller Freude. Als er behutsam ihre Söckchen auszog und ihre Hosenbeine ein Stück nach oben krempelte, merkte sie, wie ihr Herz schneller schlug.
„Was machst du da? Du musst dich nicht so kümmern“, sagte sie leise. Täglich half sie mit tausenden von Handgriffen den alten Menschen, aber etwas mal selber an zu nehmen, war ihr unangenehm und fiel ihr entsetzlich schwer, doch Manuel war unglaublich entwaffnend sanft.
„Ich weiß, doch ich möchte dir was Gutes tun und ich freue mich, hier etwas gefunden zu haben.“, antwortete er ruhig. Dann hob er ihre Füße zärtlich in die Wanne.
Clara atmete hörbar aus. „Oh… das ist unglaublich.“
Sie lehnte sich im Stuhl zurück, während das wohlig warme Wasser langsam die Anspannung des Tages aus ihren Füßen löste. Er schöpfte sich immer wieder etwas von dem heißen Wasser in die hohle Hand und ließ es über ihre Waden rieseln. Als das Wasser kühler wurde nahm Manuel das bereits vorbereitete Handtuch, frottierte ihre Füße behutsam ab und begann diese mit einer Art Reflexzonenmassage zu behandeln. Seine Hände arbeiteten ruhig und gekonnt über ihre Fußsohlen, über die Fußballen, entlang der Fersen. Der Druck war genau richtig. Clara schloss irgendwann die Augen. Als seine Hände langsam bis zu ihren kräftigen Waden hinaufglitten und die müden Muskeln lockerten, ließ sie den Kopf leicht nach hinten sinken. Ein zufriedenes, kaum hörbares, wohliges Stöhnen entwich ihr.
„Wenn meine Kolleginnen das sehen könnten“, murmelte sie. Manuel lächelte leicht, ohne aufzuhören. Clara atmete tief durch und ließ die letzten Reste des langen Arbeitstages aus ihrem Körper weichen. „Ich schnurre gleich wie eine Katze“, sagte sie lachend.
„Sie haben ihr Ziel erreicht“, imitierte Manuel daraufhin ein Navi. Clara öffnete kurz die Augen und sah zu ihm hinunter.
Sie kann sich nicht erinnern, dass sich jemals jemand so liebevoll um sie gekümmert hatte ohne, dass sie sich dabei unwohl fühlte. In diesem Moment vergaß sie für eine Weile all die Zweifel, die sonst ständig in ihrem Kopf ihr Unwesen trieben. Clara hätte am liebsten noch lange so dagesessen. Die Wärme des Fußbads, die ruhigen Bewegungen seiner Hände und die leise Musik hatten etwas Beruhigendes, fast Einschläferndes. Doch irgendwann ließ Manuel ihre Füße langsam los. „Ich fürchte, ich muss kurz aufhören“, sagte er. „Sonst werden die Spaghetti zu einer wissenschaftlichen Studie über verkochte Pasta.“
Clara öffnete träge die Augen und lächelte matt. „Du hast gekocht? Es riecht sehr lecker.“
„Steht alles fertig da und wartet nur noch darauf, angerichtet zu werden.“
Sie nickte langsam und streckte sich vorsichtig. „Ich leg mich so lange kurz aufs Sofa, wenn ich darf“, murmelte sie. „Nur eine Minute.“ Clara ließ sich auf die Couch sinken, zog die Beine leicht an und lehnte den Kopf gegen das Kissen. Die Wärme der Wohnung, die Entspannung nach der Massage und die Erschöpfung der langen Schicht wirkten stärker als jeder Vorsatz, wach zu bleiben. Noch bevor Manuel in der Küche den Herd herunterdrehte, war sie bereits eingeschlafen. Als er ein paar Minuten später zurückkam, wunderte er sich, wie still es geworden war. Er beugte sich prüfend über das Sofa und sah sie dort liegen. Ein verständnisvolles Schmunzeln huschte über sein Gesicht. Sie war, wie narkotisiert, tief eingeschlafen und machte keinen Mux. Eine Hand lag locker neben ihrem Gesicht, ihre gelösten Haare waren ihr durcheinandergeraten.
Manuel ging kurz zurück in die Küche, nahm die Bolognese vom Herd und stellte alles beiseite. Die Spaghetti können warten, dachte er. Als er wieder ins Wohnzimmer kam, setzte er sich auf den Boden neben die Couch und lehnte sich leicht gegen das Sofa. Einen Moment machte er nichts. Er beobachtete einfach, wie sich ihre Brust im ruhigen Schlaf gleichmäßig hob und wieder senkte. Ihr Gesicht wirkte im Schlaf weicher, fast kindlich entspannt, ganz ohne die Anspannung, die sie sonst manchmal in ihren Augen trug. Manuel lächelte vor sich hin. Es war ein ruhiger, friedlicher Moment, den er nicht stören wollte. Wäre es nach Manuel gegangen, hätte er noch lange dort sitzen können. Der Raum war ruhig, nur die leise Musik und das gelegentliche Knacken der Kerzen waren zu hören. Clara schlief scheinbar tief und friedlich. Doch irgendwann wurde die Sehnsucht stärker als die Geduld.
Nahezu schüchtern streifte Manuel mit den Fingerkuppen ihren Unterarm entlang, wollte fühlen, wie sich ihre makellose Haut anfühlte. Federleicht, als wollte er sicher gehen, sie nicht zu wecken strichen seine Finger langsam über ihre Härchen, ganz ruhig und ganz behutsam. Clara hatte etwas an sich, dass ihn magisch anzog. Ihre Art, ihre Ernsthaftigkeit, wie sie ihren Beruf ausübte, ihre angenehme Stimmfarbe, ihre so bemerkenswerten Gedanken und die betörenden Grübchen in ihren Backen, wenn er es schaffte, sie zum Lachen zu bringen. Sie hatte Augen, klar wie ein Bergsee, leicht bläulich mit einem Schimmer ins Grüne. Er hätte darin versinken wollen. Wie sehnte er sich danach, ihre langen dunklen Haare, die sie bei der Arbeit immer streng nach hinten gekämmt mit einem Gummi in Zaum hielt, mal zu berühren, genauso wie ihre samtene Haut. Sie hatte ein offenes, ebenmäßiges Gesicht, das er als wunderschön empfand. Und diese Lippen erst. Was für eine Verheißung. Keine dürren Striche, sondern aus eleganten weichen Schwüngen wie von Künstlerhand gemalt. An mehr brauchte er im Moment gar nicht denken oder gar sehen- allein schon das reichte, damit ihm seine Hose spannte. Er wollte es eigentlich nicht, aber an der Stelle war er gegen die Natur machtlos.
Clara war durch die Liebkosungen, und waren sie von Manuel noch so bemüht sanft und wie hingehaucht, wieder am Aufwachen, hing zwischen Schlaf und Traum. Sie hielt die Augen jedoch geschlossen, spürte sein Streicheln, wartete ab und ließ ihn erst einmal gewähren. Die Müdigkeit war noch da, aber sie war jetzt durchmischt mit etwas anderem – wieder mit diesem Kribbeln, das sich in ihrem ganzen Körper und vor allem zwischen ihren Schenkeln wie glühende Lava ausgebreitet hatte.
Seine Hand wanderte vorsichtig über ihren Arm, dann über ihre Beine, ganz langsam, fast zögerlich. Schließlich ruhte diese kurz auf ihrem Bauch. Clara spürte wie ein Seismograph jede noch so kleinste Bewegung von ihm. Es hatte nichts Hastiges, nichts Forderndes. Seine Berührungen waren unendlich zärtlich und tastend, als würde er sich jedes Mal neu fragen, ob es für sie in Ordnung war. Ihr Herz begann schneller zu schlagen. Sie wunderte sich selbst, wie das überhaupt passieren konnte. Vor wenigen Wochen war Manuel noch einfach nur ein Besucher, nur der, zugegebenermaßen sympathische, Sohn einer Bewohnerin gewesen. Jemand, den sie im Flur gerademal höflich grüßte. Und jetzt saß er neben ihr, streichelte über ihren Arm, während sie auf seiner Couch lag.
Ihr Trommler pochte hoch bis zum Hals. Ein Teil von ihr fragte sich aufgeregt, wohin das alles führen würde. Wie konnte jemand sie mögen. Ausgerechnet sie. Sie mit diesem Körper. `Du machst Dir doch nur was vor. Wer soll sich denn mit so jemandem einlassen. Und dann gerade dieser in ihren Augen so gut aussehende Manuel´. Der andere Teil in ihr hungerte danach, diesen Moment einfach nur zu genießen.
Ganz langsam öffnete sie schließlich die Augen. „Ich bin übrigens wach“, murmelte sie schläfrig. Manuel zog seine Hand, wie bei einem Diebstahl ertappt, sofort zurück. Doch als er in ihr Gesicht sah, blickte er in ein barmherziges Lächeln. Clara sah ihn einen Moment lang einfach nur an. Ihr Blick war weich. „Bitte lass deine Hände wo sie sind“, fügte sie leise hinzu. „Wie lange hat du mich denn schlafen gelassen?“
„So etwa ein Stunde!“
„Eine Stunde? Das ist mir jetzt aber mega peinlich. Ich komm hierher, schmeiß mich auf dein Sofa und ratze erst mal eine Runde.“
„Alles gut!! Dein Tag war lang und du hast dich offensichtlich sicher gefühlt. Und dich im Schlaf betrachten zu dürfen- das war wunderschön!“ Er streichelte sie, wie zur Bestätigung seiner Worte wieder über ihren ganzen Körper, zeichnete mit den Fingern ihre üppigen Formen nach, zog mit den Fingern wie ein Schlittschuhläufer verspielt Kreise über ihre Hüfte, ihre Schenkel, ihren weichen Bauch, umrundete voller Zartheit in weiten Schwüngen ihre mächtigen Brüste, jedoch ohne sie zu berühren.
Clara glühte. Am liebsten hätte sie sich die Kleider vom Leib gerissen, sich die Schenkel auseinander gerissen und ihn aufgefordert, dieses verdammte Bambistreicheln endlich zu lassen und ohne Erbarmen los zu legen. Sie traute sich nicht. Was, wenn sie alles nur fehlinterpretierte, wenn er zu ihr nur einfach nett sein wollte. Wäre sie doch nur schlanker gewesen, dann…, ja dann. Jetzt lag sie auf dem Sofa, fühlte sich wie eine unförmige, hässliche Qualle, traute sich nicht, sich zu bewegen.
„Weißt du eigentlich, dass du schön bist!“ Wie von einer Keule getroffen riss dieser Satz sie aus ihren selbstzerfleischenden Gedanken. „Was sagtest du eben?“ murrte sie irritiert.
Manuel sah ihr ernst in die Augen: „Du hast mich wohl verstanden! Du bist so schön!“ und strich mit dem Handrücken sachte über ihre Wange.
Clara wurde, als ob man einen Schalter umgelegt hätte, ärgerlich, setzte sich mit einem Ruck auf und blitzte ihn an: „Verarschen kann ich mich alleine! Ich und schön! Sag mal, wie bist du denn drauf!“
Manuel war wie vor den Kopf gestoßen, denn mit so einer Reaktion hatte er dann doch nicht gerechnet. Kleinlaut wehrte er sich: „Aber es ist doch wahr! Ich habe mich in dich…“ er zögerte komplett verunsichert „… in dich verliebt!“ stolperte es dann doch aus ihm raus.
Clara lachte nun erst recht bitter auf: „In mich verliebt? Wie bitte soll das gehen. Was haben sie denn dir in den Kaffee gekippt! Ich glaub, ich geh dann mal lieber“.
„Aber…“ stotterte Manuel, doch er musste erkennen, dass das heute nichts mehr wird. Was sich in den paar Momenten eben abspielte war einfach nur krass.
Bockig zog sie sich in Windeseile ihre Socken und Schuhe an, schnappte sich ihre Tasche, schaute ihm prüfend in die Augen, in Manuel keimte ein letztes Fünkchen Hoffnung, als er meinte, ein feuchtes Schimmern darin zu entdecken. „Ich bin dann mal weg! Du bist echt ein Spinner!“ Rumms! Schon flog die Wohnungstüre ins Schloss.
Manuel war, als ob er von einer Sekunde zur anderen schutzlos in einen Blizzard geraten wäre. Er verstand die Welt nicht mehr. Was hatte er falsch gemacht? Was war das auf einmal? Am Handy reagierte sie nicht. Er ging den ganzen Abend immer und immer wieder in Gedanken durch und verstand ihre hasche Reaktion nicht, die so überhaupt nicht mit ihrem bisherigen Verhalten zusammenpasste.
Er räumte wie fremdgesteuert das ungebrauchte Geschirr wieder in den Schrank, zog lustlos ein paar kaltgewordene Nudeln aus dem Sieb, doch legte sie dann appetitlos wieder zurück. Er nahm sich stattdessen ein Glas Rotwein, setze sich an den Tisch und beobachtete stumpfinnig die flackernde Kerze, starrte wie nicht mehr ganz recht im Kopf auf die Wachstropfen, die träge an dem Halter runterliefen. Irgendwann legte sich sein innerer Sturm wenigstens etwas, er stöpselte den Wein zu, stellte das Glas in die Spülmaschine und ließ sich nach einem kurzen Badaufenthalt, komplett zerschlagen, in sein Bett sinken. Traurig drückte er sein Kopfkissen fest zusammen, umarmte es, drücke es an sich, wünschte sich, dass es Clara wäre. Trotz der schweren Gedanke schlief er dann doch irgendwann ein.
Was geht da vor sich?
Manuel war erst sauer, dann traurig, dann ratlos, dann voller Sehnsucht und dann drehte sich das Gefühlskarussell wieder von vorne. So lag er auf derselben Couch, auf der Clara lag und seine Gedanken wanderten voller Sehnsucht zu ihr. Er schalt sich einen blöden Narren, dass er solche Gedanken hatte. Aber er mochte sie doch. Er mochte sie sogar sehr. Aber er trug dies Verliebtheit doch schon so lange mit sich herum, eigentlich bereits in dem Moment, wo sie zum ersten Mal ein paar ruhige Worte im Personalzimmer wechseln konnten. War er zu forsch, ihr zu gestehen, dass er sich in sie verliebt hatte? Wollte sie gar nichts von ihm? Könnte schon sein. Aber hatte sie sich nicht gut verstanden? Warum ist sie dann gekommen?
In den einsamen Momenten stellte sich vor, wie es gewesen wäre, wenn er sie weiter gestreichelt hätte, überlegte wie sie ohne Kleider wohl aussieht, träumte davon, sie an ihren sensiblen Bereichen zu streicheln, zu küssen oder gar in ihr zu versinken. Seinem Arbeitslosen freudlos die Hand zu schütteln schuf ihm erst recht keine Entspannung. Ganz im Gegenteil. Seine Trauer und seine Sehnsucht nach ihr wurde dadurch nur verstärkt.
Er besuchte natürlich seine demente Mutter weiter regelmäßig, aber Clara konnte er nirgendwo entdecken. Der Kontakt war wie abgeschnitten. Die letzte Nachricht von ihr war, dass sie Abstand bräuchte. Sie hatte ihm auch ihre Schichten nicht mehr mitgeteilt. Sie kannte seinen Rhythmus, so konnte sie ihm ausweichen. Doch das konnte nicht lange funktionieren. Irgendwann erhaschte Manuel doch einen Blick auf den Schichtplan und zudem war es für ihn nicht schwer, sich darauf einzustellen und zu anderen Zeiten zu kommen.
Clara war nervlich komplett am Ende, doch glaubte sie, nicht über ihren Schatten springen zu können. So jemand wie dieser Manuel konnte es doch nicht ehrlich meinen. Im Leben nicht! Doch nicht mit ihr. Ja, sie war in Therapie, kannte die ganzen Foren im Internet mit guten und gut gemeinten Ratschlägen. All das nütze ihr nur wenig im Alltag. Und dann kommt so jemand wie Manuel, diskutiert gar nicht lange, sondern macht ihr mal eben den Hof. Und sie läuft davon, weil sie glaubt, dass sie mit dieser Figur niemals liebenswert sein kann. Dass das ein Irrglauben war, das konnte sie, gefangen in ihrer Bubble, nicht erkennen. Es sind vielfach nicht die Menschen um sie herum, die sie auf ihre Figur reduzieren. Es war sie selber, die ständig Ihren, ihrer Meinung nach, viel zu großen Busen, ihren Bauch oder ihre dicken Schenkel als Maß aller Dinge ansah. Alles wird danach beurteilt. Und dann passiert es, dass sie so jemand wie Manuel vor den Kopf stieß. Er hatte noch nie auch ein Wort über ihre Figur verloren. Weiß der denn überhaupt, was er sich da mit ihr einhandelt?
Und dann quälten Clara die stilleren, sehnsüchtigeren Augenblicke, in denen sie sich zu Manuel hinträumte, sich vorstellte, mit ihm die verrücktesten Dinge auszuleben. Ihr Kopf war überbordend voll mit allen nur denkbaren Phantasien und Praktiken. Wie sollte, wie könnte sie das je ausleben? Mit dem Körper und mit schließlich mit wem könnte sie ihre ganzen Verrücktheiten ausleben? Mit Manuel? Ihre Hand wanderte dann wie von selbst zwischen ihre Schenkel, sie stellte sich Manuel vor und was sie mit ihm und er mit ihr alles machen würde.
Warum war sie dann von der Couch aufgesprungen? Hatte Manuel nicht eine Beule, als er so neben ihr saß? Warum konnte sie nicht einfach annehmen, dass sie jemand mögen, ja vielleicht sogar lieben könnte. Hatte er es denn nicht gesagt? Wohl nur, um sie rumzukriegen, giftete sie in Richtung Manuel. Da nahm sie mal wieder eine kräftigen Schluck von der alles zerfressende Salzsäure: Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden.
Aber was wäre, wenn er es doch ehrlich gemeinte? Sie mochte ihn doch auch. Wie hatte sie die Fussmassage oder die Streicheleinheiten genossen. Warum hat sie nicht einfach nach seiner Hose getastet. Es lag doch in der Luft. Ist er groß oder klein, dick oder dünn, versteht er damit umzugehen? Schon tanzten die buntesten Springteufelchen vor ihren geschlossenen Augen. In dem Moment, wo sie sich vorstellte, dass er spritzt, sie hatte immer wieder neue Einfälle dazu wohin, bäumte sie sich auf, alles versteifte sich in ihr, entfuhren ihr sehnsüchtige Seuzfer und sie sank dann zwar befriedigt, aber letztlich doch frustriert und matt in ihr Bett.
Wie blöde war sie denn eigentlich. Sie verzehrte sich nach einem attraktiven und ihrem Wissen nach alleinstehenden Mann, der sagte, dass er sich in sie verliebt hätte und sie hatte diese einmalige Chance mit Bravour aber mal so richtig an die Wand gefahren. Auf seine Whatsapp hatte sie seit einer Woche nicht mehr reagiert. Was hätte sie denn schreiben sollen. In derartigen Dingen fühle sie sich komplett überfordert, war ein absolutes Greenhorn und tollpatschig wie ein einjähriges Kind, das erst Laufen lernen musste.
Im Heim
Manuel wusste, dass sie Dienst hatte. Das Bildertäfelchen von ihr hing im Eingangsbereich zudem an der Magnettafel. Aber wo war sie? Seine alte Mutter hatte er inzwischen schon wieder alleine versorgt. Normalerweise waren das die gemeinsamen Momente mit Clara gewesen. Alle kannten ihn, mochten ihn und wussten, dass man sich auf Manuel verlassen konnte, daher ließen sie ihn machen und waren über jeden Handgriff froh, der ihnen abgenommen wurde.
Clara war wie vom Erdboden verschluckt. Sie musste doch irgendwo sein. Da. Jetzt sah er sie kurz am Ende des Flurs. Sie sah ihn nicht oder wollte ihn nicht sehen. Zu viel los um diese Zeit. Er wusste es. Sie waren chronisch unterbesetzt, doch Clara versuchte gegenüber den Bewohnern immer freundlich zu sein. Sie jetzt ansprechen ging gar nicht. Um 21 Uhr war offizielle Übergabe. Dann war ihr Tag zu Ende und sie am Ende. Manuel wartete geduldig im sommerlichen Dämmerlicht des Resttages auf sie.
Sie kam aus dem Gebäude, schnatterte noch mit den anderen Kolleginnen. Er schieb ihr eine Nachricht. Sie zog das Handy raus, schaute drauf. Sah sich um. Überlegte. Verabschiedete sich von den anderen Frauen und machte sich auf den Weg zu ihrem Auto, setze sich rein. Die Innenbeleuchtung ging aus. Manuel sah aber das blau leuchtende Display ihres Mobiltelefons. Bing. Eine Nachricht von ihr.
„Bist du hier?“
„Ja“
Pause.
„Wollen wir sprechen?“ schob Manuel, schon wieder voller Sorge, bereits jetzt schon wieder zu viel geschrieben zu haben, eine Nachricht hinterher.
„Jetzt?“
„Würde mich freuen“ machte sich Manuel Hoffnungen.
„Wo bist du?“
„Hier auch am Parkplatz!“
„Du beobachtest mich?“
„Nein! Aber ich vermute, dass du noch da sein müsstest. Wo stehst du? Darf ich zu dir rüberkommen?“ fragte Manuel allen Mut zusammennehmend.
„Ja, komm!“ schrieb sie mit zittrigen Fingern.
Er klopfte vorsichtig an ihre Windschutzscheibe. Sie öffnete einen Spalt am Fenster und deutete ihm an, sich in ihr Auto auf ihren Beifahrersitz zu setzen. Als er saß und die Wagentüre hinter sich zugezogen hatte, sahen sie sich nur an. Kein Gruss, kein Garnichts.
Das Wagenlicht war längst ausgegangen, als Manuel seine Hand unter die ihre schob und sanft hielt. Wie der Herbstwind die Blätter aufwirbelt so tobten in ihrem Inneren alle erdenkliche Gefühle. Sie wollte es nicht, aber es ließ sich nicht aufhalten. Eine Träne perlte über ihre Backen und glitzerte im Dämmerlicht. Ganz Gentleman reicht er ihr ein Taschentuch.
„Darf ich?“ sie nickte nur und er nahm sie zärtlich in die Arme.
„Es ist so schwer, das anzunehmen. Du bist so gut zu mir und ich bin so schlimm zu Dir!“
„Pssst…!“ und streichelte über den Kopf, den Sie auf seine Schulter gelegt hatte und über ihre glatten, vollen und langen Haare, die er doch so liebte. Er drückte ihr Kinn nach oben. Der Kuss, der folgte, fühlte sich so unendlich gut und richtig an.
„Wollen wir zu mir fahren?“ fragte Clara. Die Botschaft war eindeutig.
Er holte sein Auto und folgte ihr. Im Treppenhaus knutschten sie in einem fort. Kaum in der Wohnung angekommen, ging es gerade so weiter.
„Möchtest du denn auch, dass…?“
„Untersteh Dich, es nicht zu machen!“ zischte sie gespielt verärgert.
Stück für Stück pellte er sie aus ihrer Hose und ihrem Niki und er befreite sich auch wie im Fluge von seiner Kleidung.
Bisher standen sie im Dunklen ihrer Wohnung. Er machte das Flurlicht an. Sie drückte wieder den Schalter. „Nicht!“
„Warum nicht? Darf ich dich nicht ansehen?“
„Nein! Du weißt doch warum! Ich bin dir doch sicher zu fett!“ wehrte sich Clara.
„Beim letzten Mal, als ich dir sagte, dass du nicht nur eine wunderbare Frau, sondern auch wunderschön bist, bist du davongelaufen. Denke daran, es ist deine Wohnung. Lass mich dich ansehen. Bitte. Ich mag dich so wie du bist. Als Gesamtpaket. Ohne wenn und aber. Ich habe Augen doch im Kopf. Keine Sorge. Du willst vermutlich nur vermeiden, dass mich deine Kurven schwindelig machen! Jetzt verstehe ich!“ versuchte er es auf diese Art.
Clara gab sich einen Ruck und machte das Flurlicht wieder an. „Besser?“
„Besser? Du machst Spaß! Du musst dich nicht verstecken. Und schon gar nicht vor mir. So wie du bist, so ist es gut, weil du es bist. Und ja, ich gebe unumwunden zu: dass du auch so kurvig bist liebe ich natürlich schon auch.“
„Kurvig? Oh was für ein köstliches Wort für meine Schwarten!“ und sie war knapp davor, wieder ihren Giftstachel auszufahren.
„Clara, ich mag deine Kurven- von mir aus auch Schwarten! Du möchtest doch selber, dass man dich als Mensch sieht und gerade du bist es doch, der sich ständig auf sein Äußeres reduziert. Merkst du denn nicht, wie bescheuert das ist! Nochmal: so wie du bist, bist du absolut in Ordnung. Für mich allemal. Das was ich bis jetzt von dir zu sehen bekam ist einfach nur großartig!“
„Das ist schon ganz schön cringe, was du da sagst“ wehrte sich Clara.
Manuel ließ sich dieses Mal nicht aus der Ruhe bringen. „Du hast einen großen Busen, zumindest das was ich bisher davon sehen dürfte, der ist doch wunderbar, du hast breite Hüften, die Engländer bezeichnen die nicht ohne Grund als love handles, dein Bäuchlein, ok, ok keine Euphemismen, dein Bauch ist so unübertrefflich weich. Ich glaube, sie in den rein zu kuscheln ist tausendmal besser als auf einem Sack knöchriger Hirschgeweihe zu liegen und sich dabei blaue Flecken zu holen.“ Manuel streichelte dabei sachte über ihren Speck. „Clara, ich könnte gerade so weiter machen, bis ich bei dir unten am großen Zehen ankomme. Und vorher gibt es noch ein paar sicher sehr, sehr interessante Haltestationen.“ Streichelte weiter und küsste sie auf ihren Bauch.
„Ich müsste mich erst duschen!“ meinte sie.
„Dafür ist nachher Zeit!“ Er griff um sie herum, schaute sie prüfend an, „darf ich?“ sie nickte leicht und er schnippte den Verschluss ihres BHs auf. Das schlichte Funktionsstoffteil hielt sie schützend vor sich, doch er drückte ihre Arme sanft nach unten, so dass sie nun mit freiem Oberkörper vor ihm stand. Sein stocksteifer Schwanz drückte gegen sie, als er die schweren Brüste mit aufgeregten Händen umfasste, diese nach oben hob und ihre brombeergroßen gekräuselten Spitzen zur Begrüßung küsste. „Hallo ihr Beiden!“
Er ließ die weichen Kugeln sinken und ging auf die Knie, schaute prüfend nach oben, ob es in Ordnung war, dass er ihr das unscheinbare Baumwollhöschen über ihr Becken nach unten zog. Manuel wollte sie gerade schon in ihr Zentrum küssen, da hielt sie seinen Kopf fest.
„Lass mich doch erst duschen!“
„Keine Sorge, ich mag es auch sauber, aber lass mich erst riechen wie du riechst und schmecken wie du schmeckst und nicht nach irgendeiner Seife oder Lotion- und mag sie noch so toll sein.“ Manuel ließ sich nicht länger aufhalten, hielt ihre Hände fest und versenkte sein Gesicht zwischen ihre Schenkel. Hatte sie nicht genau davon geträumt, dass er sie genau dort küsst. Jetzt sah sie an sich runter, hatte für ihn die Beine etwas weiter auseinandergestellt, sah nur noch seine lockigen Haare und spürte vor allem seine Lippen, seine Zähne und seine Zunge an ihren empfindlichsten Stellen. Manuel schlabbert wie ein Hündchen an seinem Futternapf.
„Wollen wir nicht ins Schlafzimmer gehen?!“ Clara, nun endlich auch mutiger geworden, zog ihn hoch, nahm Manuel an die Hand und sie torkelten schmusend und giggelnd ins Schlafzimmer. Bettdecke wegwischen und sich auf den Rücken fallen lassen, war für Clara eine fließende Bewegung. Manuel drückte ihre vollen Schenkel auseinander, kletterte dazwischen und tauchte mit dem ganzen Gesicht in die wonnigen Tiefen ihres Lustschlosses. Clara ging ab wie Schmidt´s Katze. Ihre diesbezüglichen Erfahrungen waren eh etwas dürftig und die, die sie gemacht hatte, waren selten von der schönen Sorte. Umso mehr wurde sie deshalb durch Manuels Zungenschläge wie mit einem Katapult in allerkürzester Zeit ins Weltall geschleudert. Sie hatte nun die Beine weit auseinandergestellt, und er trällerte lediglich mit der Zungenspitze am Bug ihres Schiffchens. Das Keuchen ging in ein Schnaufen und das Schnaufen in Kiekser und die Kiekser in ein wollüstig ekstatisches Japsen über. Mit Urgewalt wurde sich durchgeschüttelt und wie aus einem geplatzten Gartenschlauch schoss ihm unvermittelt ein dicker Schwall in den Mund. Clara sah erst einmal nur noch Sterne.
Als sie nach einer Weile den Kopf hob und sie sah, dass selbst seine Haare tropften lamentierte sie. „Oh Nein. Wie ist das peinlich. Entschuldige! Das ging so schnell. Das wollte ich nicht. Ich hätte dich warnen sollen. Wenn es mir heftig kommt, dann kann es ganz schön nass werden.“ jammerte sie.
„Es war phantastisch. Ich liebe schon jetzt Deinen Saft!“ streifte sich dabei über das Gesicht und leckte genüsslich seine nasse Hand ab.
„Echt? Ist das nicht eklig?“
„Warum das denn? Ich finde es grandios, wenn Du so spritzt. Dir muss bei mir echt nichts peinlich sein.“ Sie wollte zwar noch etwas sagen, doch da sie so fertig war, legte er sich einfach nur an ihre Seite und sie kuschelten aneinander, damit sich Clara von ihrem Ausflug in die andere Galaxie erholen konnte. Allmählich erwachten wieder ihre Lebensgeister. Verspielt kraulte sie in seinen Brusthaaren, dann über seinen Bauch und tastete sich vorsichtig zu seinem zum Bersten harten Schwanz vor.
„Darf ich?“
„Clara! Bitte frage nicht ständig. Mach! Natürlich darfst du. Ich finde es schön, wenn du ihn in die Hand nimmst und dich ihm widmest. Oh ja- so ist es schön! Puh, so halte ich das aber nicht lange durch.“ Einen Schwanz hatte sie schon das ein oder andere Mal angefasst. Mehr schlecht als recht, da sie viel zu oft dazu mehr genötigt wurde als es aus eigenem Antrieb zu machen. Sie liebte alles, was mit Körperlichkeit und Sex zu tun hatte und wollte das auch erleben. So viele behaupteten, dass es schön sei und Spaß machen würde. Das wollte sie auch erleben. Sie fühlte sich bis zum Überlaufen randvoll angefüllt nach der Sehnsucht auf Lust und Liebe. Leider war sie dummerweise genau deshalb immer wieder auf so Ärsche reingefallen, die nur auf einen schnellen, lieblosen und kostenlosen Fick aus waren. Und ihr blieb danach immer wieder nur die wüstentrockene Ernüchterung.
Einen Männerschwanz in den Mund nehmen verband sie immer mit viel Unangenehmen. Erst recht, wenn ihr der Kopf auf die Nille gedrückt wurde, sobald es den geilen Böcken kam, sie würgen musste und schlucken sollte. Eigentlich mochte sie grundsätzlich Männer und sie träumte auch von hemmungslosem, verrücktem und wildem Sex, aber sie hatte dermaßen grottige Beziehungen, die zumeist nur aus dem Einen bestanden- und nicht mal das gut war.
Gemeinsam unter Leute gehen- das war oft schon zu viel. Man könnte sie ja zusammen sehen. Wie peinlich. Sie schüttelte es heute noch, was für Typen darunter waren. Aber was hatte sie mit ihrer Figur denn schon für eine Auswahl- davon war sie felsenfest überzeugt. Sie fühlte sich wie ein vergessener, stinkender Fisch von gestern, den man auf der Resterampe des Lebens vergessen hatte, weg zu werfen. Mit ihren Anfang Dreißig war sie auch schon das, was so mancher despektierlich als „altledig“ bezeichnete.
Manuel kam ihr wie vom anderen Stern vor. Alles war so anders an ihm. Selbst ihre ruppige Zurückweisung hatte ihn nicht abgeschreckt. Jeder andere wäre unter Garantie davongelaufen. Vielmehr beschlich sie das Empfinden, dass er sie möglicherweise doch so nehmen könnte wie sie war. Oder war sie lediglich dabei, einfach doch nur auf den nächsten Gauner rein zu fallen? Stellte es Manuel einfach nur geschickter an? Aber hatte er ihr nicht bereits zu einen wunderbaren Orgasmus verholfen? Nicht eine Sekunde hatte er sie bedrängt und auf so etwas wie auf „sein Recht“ gepocht oder dieses sich gar genommen. Was hatte sie da schon für Mistkerle erlebt, die wie ein Bulldozer rücksichtslos über sie weggetrampelt sind. Sie schalt sich einen Dummkopf. Wie lange hatte sie keinen Mann mehr und jetzt liegt einer bei ihr im Bett, trägt ein beachtliches Zepter vor sich her und sie quälte mit sich solch bescheuerten Gedanken.
Während sie in Gedanken so abschweifte hatte sie weiter verspielt an seinem Schaft getändelt. Manuel bekam nicht mit, was für Orkan in Clara tobte. Sie richtete die Wurzel, die sie mit ihrer Hand gerademal so umspannen konnte, in die Senkrechte und zog die Haut nach unten, so dass die leicht spitz zulaufende Eichel stramm gespannt war und der Schlitz wie ein schmales Mäulchen offenstand. Den glitzernden Tropfen, der sich an seiner Spitze gebildet hatte betrachtete sie dabei verträumt. Sollte sie ihn wirklich ablecken? Wie Manuel wohl schmeckt? Sollte sie wirklich? Sie musste diesbezüglich bisher schon einiges aushalten. Bei Biertrinkern und Rauchern empfand sie es am Schlimmsten, da alles so säuerlich roch und bitter schmeckte. Wenigstens das hatte sie für sich verstanden, dass sie mit so jemand definitiv nie mehr…
Von Manuel wusste sie, dass er nicht rauchte. Und Bier? Sie konnte sich nicht erinnern, dass er das je erwähnte. Eigentlich nicht die schlechtesten Voraussetzungen, überlegte sie. Hatte er nicht ihren Saft gefeiert? Er hatte sogar den Mund weit aufgerissen, um von ihrem Squirt zu kosten. Was ist Manuel nur für ein seltsamer Mensch. So sehr kann man sich doch eigentlich nicht verstellen. Sanft fuhr sie an seinem seidenweichen Schaft hoch und runter, dass Manuel wohlig grunzte, wie gut sie wäre. Der Tropfen war verteilt. Das ganze Köpfchen glänzte nun feucht.
„Wenn du so weitermachst, dann…!“ japste Manuel.
„Was ist dann? Ist es nicht schön? Soll ich aufhören?“ so viel Erfahrung hatte sie dann doch und nach den vielen Pornoclips wusste sie sehr wohl, was dann passieren würde. Sie fand Gefallen daran, ihn zu necken.
„Es ist irre schön! Bitte höre nicht auf! Deine - Hand - zu - spüren…“ keuchte er im Stakkato ihrer süß quälend langsamen Bewegungen. Er lag da wie ein Seestern, war unfähig sich zu bewegen, schwankte zwischen dankbar annehmen und einem „auch was tun“. Seine Hände streichelten über ihre großen runden Pobacken und kneteten voller Lust die weichen Rundungen ihrer Hüfte, während Clara mit einer offensichtlich intuitiven Könnerschaft ihn stetig weiter die Eiger Nordwand hochhetzte.
Sie schaute zu ihm hoch. Mit hochrotem Kopf lächelte er sie verliebt an. „Du bist aus purem Gold.“ Er bemerkte überdeutlich, dass es Clara, warum auch immer, schwer fiel das Kompliment anzunehmen. „Bitte! Sag jetzt nichts! Bitte nehme es so an, wie ich es sage und lass es so stehen! Ach ja, und noch eins: wenn du so weitermachst, kann ich für nichts mehr garantieren!“
Clara glühten die Wangen. So etwas sagt man doch nicht einfach so. Oder sagt das ein Mann, wenn dem bei so einem Handjob das Hirn blutleer gelaufen ist? Verdammte Axt! Warum tat sie sich nur so schwer, ein Kompliment anzunehmen. Dann soll es halt eine Lüge sein. Ist dann wenigstens eine sehr schöne, schmeichelhafte Lüge. Ach ja, stimmt. Da war ja noch was! Für was kann er dann nicht mehr garantieren? Sie grinste ihn an: „Ich würde mich freuen, wenn du für nichts mehr garantieren könntest. Lass mich jetzt deinen Dynamo hochdrehen, bis dir die Sicherung fliegt - du musst jetzt für nichts mehr garantieren!“ Mit weiteren Auf- und Abbewegungen, nicht zu lommelig und nicht zu grob, genau richtig, unterstich sie ihre Absicht nun allzu deutlich. Mit der anderen Hand kraulte sie voller Hingabe seine Kronjuwelen. Gespannt wie eine englischer Langbogen presste er sein Becken nach oben.
Clara hielt es nicht länger aus. Sie strich sein Hartholz zwar immer noch langsam, doch nun konnte sie nicht mehr anders, als sich vornüber zu beugen, seine feuchte Spitze abzulecken und an ihm zu kosten.
„Clara…!“ krächzte er wie ein heißerer Rotmilan halb im Abdrehen begriffen halb warnend. Sie verstand sofort. Sie musste sich nun in Bruchteilen einer Sekunde entscheiden. Kopf hoch und nur schauen oder runter. Es war wie ein Reflex. Ihr Schalter prang auf volles Programm. So tief sie es nur ohne Würgen schaffte schob sie sich seinen Spuckteufel in den Rachen. In Manuels Kopf knallte ein Jahrhundertfeuerwerk, als er realisierte, was sich in seiner unteren Etage abspielte. Sie hielt den pulsenden Schaft fest, spürte unter ihrer Hand was sich jetzt Bahn brach. Schub um Schub sprudelte es aus ihm raus. Clara verschluckte sich, musste den feuerspuckenden Drachen freigeben, der ihr dadurch aber mit weiteren Salven auch noch das ganze Gesicht verkleistere.
Ihr erster Gedanke war: was für Mengen und wow- er schmeckt mild und leicht nussig. Andere Männer zwangen sie nur allzu oft, deren widerlichen Glibber schlucken, daher vermied sie es wo sie nur konnte. Und heute tat sie etwas, was sie noch nie getan hatte und überzeugt war, dass sie das niemals machen würde- bis heute. Sie streifte sich den Eierlikör aus den verklebten Augen und von den Wangen, schob ihn sich vor den staunenden Augen Manuels in den Mund, leckte sich die Lippen und schluckte alles genüsslich hinunter.
„Echt jetzt? Du bist der Wahnsinn!“ Manuel kam gar nicht aus dem Staunen raus. Clara presste ihn leer und zuzelte ihm selbst den letzten Tropfen noch von seiner Spitze. Sie wollte Manuel küssen. Erschreckt stellte sie fest, dass sie sicherlich nach seinem Sperma schmecken würde, wollte aufstehen.
„Wo gehst du hin?“
„Möchte dir einen Kuss geben, aber ich schmecke ja nach dir und wollte mir den Mund kurz ausspülen!“
„Wegen mir oder weil du willst!“
„Wegen dir natürlich. Mich stört er nicht. Das hätte ich mir sonst früher überlegen müssen!“
„Bleib da! Lass uns kuscheln- und schmusen!“ Jetzt war es Clara, die baff war, schmiegte sich aber sogleich an ihn, angelte nach der Decke und zog sie über sie Beide. So blieben sie eine Weile liegen, um ihre Zweisamkeit zu genießen.
„So was wie mit dir heute Abend habe ich noch nie erlebt- noch nie erleben dürfen!“ meinte Clara.
„Wie das? Wir haben doch nicht einmal miteinander so richtig- du weißt schon!“
„Da geht das Besondere gerade so weiter! Meine ganzen Männer die ich hatte, nein die hatten mich, für die war ich nur- entschuldige den Ausdruck- ein Bück- und Fickstück und wollten vermutlich alle nur mal aus Neugier oder aus Langeweile mit mir bumsen. Und ich lasse mich vielleicht nicht immer, aber doch immer wieder, auf solche Idioten ein. Ich lebe ständig in der Vorstellung, dass ich sonst keinen abbekommen würde. Du kannst dir denken, dass ich zumeist auf der Strecke bleibe. Wenn die Typen dann weg waren habe ich mir noch schnell selber… Es war frustrierend und nahezu regelmäßig ein Elend. Schön war das höchst selten.
Und wir heute: Manuel, so viel Zärtlichkeit und Vertrautheit wie mit dir- ich kann mich nicht erinnern und wenn, dann ist es zu lange her. Und ja dann eben: wir haben noch nicht einmal so „richtig“, wie du sagst. War das andere denn das „Falsche“? Aber wenn ich Deinen Kameraden an meinem Bein korrekt deute, könnte ich mir vorstellen, dass er durchaus an dem „Richtigen“ interessiert ist.“
Sie grinsten sich an, denn ohne viele Worte waren beide sehr wohl bereit, jetzt das „Richtige“ zu tun. Clara setzte sich auf, schwang sich in stillem Einvernehmen, als ob sie schon seit Jahren ein Paar wären, auf Manuels Becken, er half ihr etwas und schon rasteten die Beiden ineinander ein.
„Magst du das so? Bin ich dir nicht zu schwer?“ wollte Clara wissen.
„Nein, überhaupt nicht. Ich genieße es, dich endlich zu spüren. Endlich, endlich, endlich! Die letzte Woche, als wir keinen Kontakt hatten war gefühlt die Schlimmste meines Lebens. Nun sind wir zusammen, du sitzt auf mir, wir sind ineinander- ich dreh gleich durch vor Glück!“
Sanft rollte Clara ihr breites Becken vor und zurück. Auch sie empfand die ganze Situation surreal. „Ich bin dir so dankbar, dass du nicht lockergelassen hast. Aber da reden wir jetzt nicht drüber. Du fühlst dich so gut an. Schön, dass es die Natur mit dir sehr gut gemeint hat. Ich bin da unten doch etwas geräumiger und eine Pikkoloflöte könnte man dann in dem große Saal schon mal überhören!“
Clara stützte sich seitlich von ihm ab und beschleunigte in einen gestreckten Galopp. Manuel wusste gar nicht wo er zuerst hinlangen sollte. Alles war so neu, so anders, so üppig und so weich. Alleine schon ihre großen schaukelnden Brüste mit den riesigen Brustwarzen die vor ihm baumelten waren ein opulenter Augenschmaus, dann die festen Schenkel, die weiche Wölbung ihres Bauches und ihr mächtiger Hintern, den er im Moment beherzt hob und wieder nach unten drückte, um Clara bei ihrem stürmischen Ritt zu unterstützen war alles der reine Wahnsinn. Er strich erst sanft über ihre Bauchwülste, dann packte er fester zu.
„Du magst ´das` wirklich?“ und deutete auf seine Hände, mit denen er Clara lustvoll durchknetete.
„Mit dir ist alles so atemberaubend schön! Dass du hier so auf mir sitzt! Du bist meine Königin. Und ja, ich muss gestehen. Ich liebe alles an dir- und wenn ich sage alles, dann meine ich das auch so.“ wie um seine Worte zu bestätigen, griff er, soweit er mit seinen Händen nur kam, noch beherzter zu, knetete ihren Busen, die weichen Ringe an ihrem Bauch, den hochstehenden Hüftspeck, ihre kräftigen Schenkel. Er kniff sie in die Seiten, er wusste inzwischen, dass sie furchtbar kitzelig war, streichelte ihre samtenen Schultern. Er wusste gar nicht wo er anfangen und wo weiter machen sollte. Seine Hände waren überall und sie hatte das Gefühl, er hatte einen Elektrohandschuh an. Alles kribbelt an ihr. Wieviel Hände hatte er denn nur? Ihr so verhasster Körper wurde von ihm geliebt, geehrt, gefeiert. Vielleicht gelang es ihr ja auch, Frieden mit sich selber zu schließen. Sie legte den Kopf neben den seinen, damit er ihren Schmerz nicht sah. Als sie sich wieder gefangen hatte, richtete sie sich wieder auf, blickte ihm kämpferisch in die Augen, sie hielt sich an seinen Händen fest und beiden war klar, dass sie nun die Partitur umgeblättert hatten und die fulminanten Schlussakkorde mit einem stretto al fine das in einem forte fortissimo enden sollte auf dem Programm stand. Clara wirbelte wild durcheinander, sie war komplett nass geschwitzt.
„Könnte ich in dir…?“ keuchte er.
„Ja! Ich müsste demnächst meine Tage bekommen. Ich denke es geht. Jetzt raus? Das geht jetzt definitiv nicht mehr. Das ist einfach zu gut mit dir!“ keuchte sie zurück.
Sie ritt, als ob der Teufel hinter ihr her wäre. Alles flog an ihr, ihr Dekolletee war feuerrot entflammt, ihre Haut schimmerte feucht. Manuel kam sich vor, als ob er unter einen Vibrationsstampfer liegen würde. Er war im Himmel. Sie waren vollkommen im Flow und er presste so gut es ging seine Lenden gegen ihren wunderbaren, wogenden, schmatzenden und verschwitzten Leib. Alles an ihr war in rhythmischer Bewegung.
„Mehr! Mehr! Ja! Jetzt!“ mit einem markerschütternden Schrei löste sich ihr Pfeil von der Sehne. Mit letzter Kraft hatte er sich zurückhalten können und so konnten sie in einem vollendet harmonischen Rausch ihr Gipfelfest gleichzeitig feiern.
Sie wollte, dass es nie mehr aufhört. Nie mehr! Immer und immer wieder pushte sie sich hoch, rieb sich an ihm, so dass es sie immer wieder aufs Neue davonriss. Einzig der Erschöpfung gehorchend musste sie langsamer machen, bis sie irgendwann entkräftet still auf ihm saß. Ihr Unterleib war nur noch ein einziger Wattebausch. Dann sackte sie mit einem zufriedenen Seufzer zu ihm runter, lag erschöpft über ihm, hielten sich glücklich in den Armen. Jeder lauschte des andern Atem.
Wie lange sie so dalagen und den Nachhall genossen konnte keiner von ihnen sagen. Zeit war in dem Moment relativ. „Boah ist mir heiß. Luft. Wasser. Hunger. Pipi!“ lachte sie irgendwann und löste sie sich von ihm, torkelte mit schweren Beinen aus dem Bett, welches zerwühlt war wie ein von Wildschweinen verwüsteter Acker. Manuel folgte ihr in die Küche. Jeder mit ein Glas kühlen Wasser und einem belegten Brot in der Hand lehnten sie am Tresen.
„Wir haben halb Eins. Fast drei Stunden. Das versaut mir meine Statistik ordentlich“ grinste sie ihn schelmisch an. „Das ist mehr als in den letzten Jahren alles zusammengenommen! Mal was anderes: willst Du dablieben?“
„Würdest du es denn wollen?“
„Aber ja doch! Sonst würde ich dir jetzt die Klamotten vor die Tür schmeißen und dir ein gutes Leben wünschen! Jetzt mal ernsthaft: ich würde mich sehr freuen, wenn Du bleiben würdest. Dusche?“
„Dusche!“
„Wer zuerst?“
„Gemeinsam?“
„Ok. Gemeinsam! Muss aber vorher noch mal!“ zögerte sie.
„Kein Problem. Mach doch in der Dusche“.
„Und du?“
„Was und ich?“ er grinste sie an. „Gemeinsam?“
Clara drehte die Augen nach oben, grinste jetzt aber auch: „Gemeinsam!“
Unter dem erfrischenden warmen Wasser seiften sie sich gegenseitig ein und duschten sich ab. „Musst du nicht mehr? Was ist jetzt?“ feixte er.
„Du willst wirklich, dass ich…?“
„Klar! Komm! Lass laufen!“ ermutigte Manuel sie, hielt eine Hand demonstrativ zwischen ihre Schenkel und wartete. Erst ein paar Tropfen, doch dann zischte ein kräftiger heißer Strahl über ihn. Manuel ging in die Hocke, hielt seine Zunge in den Strahl, ging noch näher, küsste ihre weiche Vulva und ließ sich dann ihren Sekt in den Mund laufen. Clara sah staunend aber auch interessiert auf ihn runter. Hatte sie nicht auch schon insgeheim davon geträumt und sich bei so manch einer ihrer Handarbeitsstunden vorgestellt wie es wäre, wenn… Und jetzt war es mit einem Schlag so einfach, so unkompliziert. Er zeigte ihr den vollen Mund, schluckte und präsentierte ihr dann stolz, wie er leer war. Die paar letzte Strahlen ließ er sich übers Gesicht laufen, dann stand er wieder auf.
„Du bist mir ja ein ganz schönes Ferkel. Aber ich muss dir gestehen, dass mich das auch ganz gewaltig angeturnt hat.“
„Soll ich auch mal? Möchtest du?“ sie nickte stumm und schaute gebannt auf seinen voll ausgefahrenen Schwanz.
„Könntest du denn schon wieder? Du bist ja unersättlich. Aber ich könnte auch gerade so weiter machen. Dann zeig es mir- lass schon laufen. Willst du auf mich pinkeln? Dann mach!“
Mit seinem Schwanz zielte er zwischen die Schenkel. Clara spreizte diese, soweit es die Dusche zuließ. Sie hob ihren Bauch an, hakte ihre Finger auf beiden Seiten in ihrer Spalte ein, zog ihre Filetstreifen soweit es ging auseinander und präsentierte ihm ihr rosa Futteral. Mit Hochdruck presste er und zielte auf ihren nun frei vorstehenden Klit. Clara stöhnte auf. „Wie geil ist das denn!“ jauchzte sie und rubbelte ihn zusammen mit dem harten Pissstahl. Sie riss die Augen erstaunt auf, ein stummer Schrei entwich ihr und ihre Knie wurden weich.
„Oh Gott! Halt mich! Ich klappe gleich zusammen!“ Ein kurzer heftiger Orgasmus hatte sie komplett überrascht und sie klammerte sich nun an Manuel. Wie nicht von dieser Welt schaute sie ihn entgeistert an. „Willst du mich eigentlich heute Nacht noch umbringen! Was war das denn!“ Sie versanken in einen nicht enden wollenden Kuss.
Am Morgen
Frühschicht. Vier Stunden Schlaf. Der Wecker riss die Beiden gnadenlos aus dem Tiefschlaf. Clara war noch ganz rammdösig und realisierte erst allmählich, dass ein Mann in ihrem Bett lag. Manuel. Er war noch da! War nicht geflohen. Wie lange war es her, dass ein Mann am nächsten Morgen noch da war- und wenn, dann eher nur, weil er zu viel getrunken hatte, um noch Auto zu fahren. Sie sah zu ihm rüber. Sah er nicht süß aus mit seinen verstrubbelten Haaren und den Bartstoppeln. Ihm einen Kuss geben, auch wenn ihr so danach gewesen wäre. Sie traute sich nicht. Das war gestern sicher nur ein Ausrutscher. Warum sollte so ein Mann, der ganz sicher an jedem Finger zehn haben könnte, sich mit ihr abgeben. Mürrisch, verkatert und komplett übernächtig warf sie die Decke zurück und stand auf.
„Guten Morgen mein Sonnenschein!“
Sie drehte sich entgeistert um. Hatte er das gerade wirklich gesagt? Hitzewallungen vor Scham bemächtigten sich ihrer. Sie lief dunkelrot an. Was hatte sie nur immer für ranzige Gedanken- wie aus dem Mülleimer!
„Guten Morgen!“ mühte sie sich ein Lächeln ab. „Ich muss jetzt erst mal ins Bad. Um 6°° Uhr beginnt mein Dienst!“ schon war sie verschwunden.
Manuel lag noch einen Moment dösend im Bett, versuchte wach zu werden und seine Gedanken zu sortieren. Dann stand er auf und schlürfte Richtung Bad.
Sie hatte die Badtüre hinter sich geschlossen. „Darf ich die Kaffeemaschine benutzen? Wäre das für dich in Ordnung? Soll ich dir einen Kaffee machen? Kann ich mir auch einen rauslassen?“ hörte sie ihn durch die geschlossene Türe rufen. Sie bekam lediglich ein: „Ja klar. Mach nur!“ heraus musste sich auf dem Waschtisch abstützen, sah gerade mal so eben verschwommen im Spiegel, wie sie zum wievielten Male mit den Tränen kämpfen musste. Was machte Manuel nur mit ihr. Er floh nicht, sondern machte ihr vielmehr einen Kaffee. Ihre Gefühle fuhren gerade nur so mit ihr Achterbahn.
Was will der von ihr? Er kann doch unmöglich mich meinen! Die Uhr raste. Es blieb ihr keine Zeit, darüber jetzt weiter nachzugrübeln. Tapfer schlug sich nochmals kaltes Wasser ins Gesicht, rubbelte sich trocken, warf sich in ihre Arbeitskleidung und verließ halbwegs hergerichtet das Bad. Es roch nach Kaffee. Sie musste ein Kloß im Hals runter drücken, als sie die dampfende Kaffeetasse auf dem Tisch sah.
„Wusste nicht, ob mit Milch oder Zucker oder Beidem! Beim nächsten Mal weiß ich es!“ grinste er sie fröhlich an. Beim nächsten Mal vögeln ergänzte sie in Gedanken gallig, ärgerte sich im gleichen Augenblick, dass sie schon wieder so negativ dachte. Ihr hatte, ihrer Erinnerung nach, noch nie ein Typ einen Kaffee gemacht. Und erst recht nicht- danach! Wettlauf gegen die Uhr! Jetzt aber zackig! Im Hurra noch ein paar Sachen in die Tasche. Manuel hat sich inzwischen auch notdürftig angezogen, Maschine wieder ausgemacht, die Tassen gespült, abgetrocknet und in den Schrank zurückgestellt. Aus den Augenwinkeln heraus registrierte sie das ungläubig.
„Wollen wir uns wieder treffen?“ fragte er beim Abschied vorsichtig, als sie an den Autos standen.
„Ich hab ja deine Nummer!“ Das saß. Als ob man Manuel ein nasses Handtuch links und rechts um den Kopf geschlagen hätte. Was war denn nun schon wieder mit Clara los. Wollte sie ihn nur mal ausprobieren? Mit einem Kuss auf die Wange, das hatte sie gerade noch zustande gebracht, war sie schon im Auto und dann weg. So ließ sie ihn stehen.
Er schob es auf die Morgenhektik. Es war doch eine so schöne Nacht, dass er sich einfach nicht vorstellen konnte und wollte, dass Clara ihn einfach kalt abservierte. Irgendwas stimmte doch nicht. Er hoffte, dass er die Gelegenheit bekam, mit ihr darüber zu sprechen. Wenn es ein nächstes Mal überhaupt gab. Nach dem Auseinandergehen eben! Blick auf die Uhr. Er war zwar noch gut in der Zeit, aber er wollte sich auch noch frisch machen und schabte mit der Hand gedankenverloren über sein raspelraues Kinn.
Manuel war noch nicht richtig im Auto, kam eine neue Nachricht. <<Während des Fahrens zu schreiben geht schlecht. Melde mich! Tut mir leid!>> Was tat ihr leid? Dass sie die Nacht zusammen verbracht hatten? Er hielt sich an dem dürren Strohhalm fest, dass sie sich gemeldet hatte und sich wieder melden wollte. Wenigstens etwas, versuchte er sich einzureden.
Bling!
<<Die Alten sind fürs Erste versorgt. Habe kurz Pause und sitze jetzt im Pausenraum, den du ja auch kennst. Im Moment ist zum Glück niemand da. Es tut mir so unendlich leid, dass ich heute Früh schon wieder so ruppig war. Ich glaube, ich bin mit der ganzen Situation komplett überfordert. Dann der wenige Schlaf! Der Kaffee von dir hat mir übrigens das Leben gerettet. Danke! Danke! Danke! Du bist so gut zu mir und ich so hässlich. Manuel, wir haben gerade 10°° Uhr und ich habe so Sehnsucht nach dir. Willst du mich denn überhaupt wiedersehen?>>
<< Schön von dir zu lesen. Was für eine Frage??? Natürlich will ich Dich wiedersehen! Wann?>> schrieb er unter dem Tisch mitten in einem Meeting.
<<Heute habe ich um 14°° Uhr Schluss, wenn alles glatt läuft! Wie sieht es bei dir aus? Darf ich dich zu mir zum Essen einladen? >>
Manuel hüpfte das Herz und bestätigte ihr auf sechs Uhr abends.
Das Gespräch
Im Flur roch es schon gut. Pünktlich läutete er. Als ob sie gewartet hätte öffnete sich die Türe von innen. Wie ein Schuljunge am ersten Schultag stand er mit seinen Blumen da, die er nahezu schützend vor sich hielt.
„Hier! Für dich!“ er streckte ihr den zauberhaft gesteckten Strauß hin. Sie schaute auf die Blumen, dann ihm in die Augen.
„Wahnsinn! Für mich? Die sind so wunderschön! Manuel, du reißt mir echt die Füße unter dem Boden weg. Danke!“ sie verschluckte sich fast. „Komm jetzt erst mal rein! Ich muss nach dem Essen schauen und sollte die Blumen versorgen!“
Kein Kuss zur Begrüßung, stutzte er. Nun gut, dann eben friendzone, redete er sich die Situation schön. „Setz dich doch schon mal. Ich bin gleich soweit!“
Der Tisch war liebevoll und sorgfältigst gedeckt mit Kerzen und allerlei Deko. Alles wie aus dem Bilderbuch sensibel aufeinander abgestimmt.
Auf seinem Teller lag ein Brief:
Lieber Manuel,
ich muss dir das wohl schreiben, weil es zu sagen mir schwerfällt. Ich bin dir gegenüber manchmal ruppig oder wirke vielleicht unnahbar. Dafür möchte ich mich aus tiefstem Herzen entschuldigen. Es liegt nicht daran, dass ich dich auf Abstand halten möchte oder dass du mir gleichgültig bist. Die Wahrheit ist eher das Gegenteil. Die Situation ist für mich neu, und der Gedanke, dass ein Mann mich so offen und ehrlich möchte, überfordert mich mehr, als ich erwartet hätte. Ich merke, dass es mir schwerfällt, das zuzulassen und es einfach nur anzunehmen. Manchmal reagiere ich dann distanzierter oder härter, als ich es eigentlich fühle. Ich arbeite daran, damit besser umzugehen, und ich hoffe, du kannst ein wenig Geduld mit mir haben. Du bedeutest mir mehr, als mein Verhalten manchmal vermuten lässt.
Umso mehr freue ich mich auf unseren Abend. Ich wünsche mir, dass wir ihn einfach zusammen genießen können – mit Ruhe, Lachen, guten Gesprächen und schönen Momenten.
Deine Clara
Und was stand auf der Karte? Manuel nahm sie zur Hand: Ich freue mich, dass Du da bist! Ich habe uns eine Kleinigkeit vorbereitet!
Vorneweg ein Cocktail Cosmopolitan
Croustini Varianten
Saté Spieße von Huhn und Garnelen mit Butternusskürbis und Basmati
Feigen an heißer Orangensauce
Pinot Gris, Wasser, Espresso nach Wahl
Das machte ihn sprachlos und er musste sich erst einmal sortieren. Dieses Wechselbad der Gefühle machte ihn ganz kirre. Von wegen friendzone! Ihn hielt es nicht mehr auf dem Stuhl, trat hinter sie, bewunderte sie, wie sie die ganzen Speisen einem Jongleur nicht unähnlich perfekt am Rollieren hielt, umarmte sie, schob die Haare zur Seite, roch trotz des Essens ihr betörendes Parfum und küsste ihr auf den Hals. „Du machst mich sprachlos! Der Brief und das Essen! Unglaublich! Ganz, ganz große Kino!“ Sie drehte sich zu ihm, ihre Lippen fanden sich- endlich!
Sie nahmen das Essen auf den Tisch und stießen an. Ein Gang war leckerer als der andere. Manuel kam gar nicht mehr aus den Staunen und den Lobeshymnen raus.
„Lass stehen!“ bat Manuel sie, als sie schon wieder meinte, nach dem Essen alles abräumen zu müssen. „Wir haben doch so viel Zeit. Das muss doch jetzt nicht sein! Wir machen das nachher gemeinsam, wenn du möchtest. Dann geht es schnell.“
„Stimmt! Du hast Recht. Dumme Angewohnheit.“ Sie beugte sich zu ihm rüber und gab ihm eine Art Entschuldigungskuss. Manuel, streichelte über ihre Schenkel.
„Nachher gibt es noch den Nachtisch!“
„Nachher?“ grinste er. „Ja nachher! Feigen mit heißer Orangensauce! Aber jetzt komm!“ sie fasste ihn bei der Hand und schleppte ihn ins Schlafzimmer.
„Lust?“
„Und wie! Vor allem auf Dich! Auf deine heiße Feige…“ bestätigte Manuel. Er liebkoste sie von oben bis unten, fuhr mit den Händen überall lang, konnte sich an dem üppigen weichen Körper gar nicht satt streicheln, fuhr unter ihre Bluse, schob sich unter den BH, knetete ihre Brüste wie der Bäcker den Teig. Er war ganz verrückt nach ihr. Dann drückte er den Rock nach unten, der geschickterweise nur einen Gummizug hatte, streichelte, küsste und walgte ihren Bauch, kniff ihre Röllchen, dass sie quickte, fuhr mit den Fingern ihre tiefen Falten lang, zog ihr dann das dünne schwarze, mit Spitzen besetzte, Höschen aus, drehte sie, küsste ihren Hintern, biss sie sanft, dass sie lauft aufstöhnte. Er gab ihr einen Schubs und sie plumpste kniend aufs Bett, so dass ihr Hintern einladend in die Höhe stand. Was er da zu sehen bekam ließ ihn sein Auge platzen. Mit ungebremster Lust zog er ihre Pobacken auseinander, stürzte sich in den Canyon, kostete erst von ihrer salzigen Auster, leckte dann eine Etage höher und schmeckte diese ganz spezielle fein herbe Note von ihr. Unsicherheit und unbeschreibliche Lust rangen bei ihr miteinander. Sie wollte ihn. Sie wollte alles, sie hatte das Gefühl, dass er ihr alles geben könnte. War er der Prinz auf dem weißen Pferd, der Mr. Right, der one-and-only wie ihn Adele besungen hatte? War sie seine Prinzessin? Oder war es einfach nur dumm von ihr, sich in den Mann wirklich verlieben, nur um dann- wie so oft- wieder und wieder sitzen gelassen zu werden? Sie hatte sich schon längst in diesen Mann verliebt, ohne es sich wirklich eingestehen zu können.
Clara genieße es endlich, schärfte sie sich ein! Nimm es endlich an! Eine Sicherheit gibt es eh nie. Nimm das mit. Fahr´s nicht wieder an die Wand. Jetzt in der Sekunde fühlt es sich gut an. Er hat mich inzwischen einige Male nackt gesehen und es lässt bei ihm nicht nach. Ganz im Gegenteil. Ich habe das Gefühl, dass es bei ihm, bei uns, erst der Anfang sein könnte. Meine Ängste haben jetzt einfach mal Pause befahl sie sich selber.
So kniete sie auf allen Vieren, lag mit dem Gesicht auf dem Bett und hielt den Hintern wie eine rollige Katze in der Höhe gestreckt.
Was macht er denn da auch mit mir! Seine Zunge, wo die auch nur überall rumschlawindert! In meiner Muschi ok, aber was macht er sich auch noch an meinem Hintern zu schaffen. Fühlt sich aber gut an. Ich lass ihn mal machen. Was bin ich nass. Und jetzt noch seine Hand. Ich dreh gleich durch!
Während er voller Hingabe ihren dunklen Stern küsste und seine Zunge so weit er kam in sie bohrte, ließ er ihre Perle unter seinen Fingern erst einmal etwas hin und her schnippen, dann schob er einen Finger in ihre Orchidee. Neugierig geworden setzte er einen weiteren und dann einen dritten Finger an und drückte diese in sie. Es ging so leicht. Vielleicht passt noch der kleine Finger mit rein? Was ist mit dem Daumen? Diesen klappte er schließlich auch auf seine Handfläche und drückte. Dann etwas zurück, dann wieder vor. Immer und immer wieder.
„Ja mach! Trau dich! Das ist so gut! Wow. Wie fühlt sich das toll an“ hörte er sie dumpf zwischen den Kissen.
Dadurch angespornt drückte er erneut noch intensiver. Clara hielt dagegen. Mit einem Mal war alles leicht und seine ganze Hand steckte mit einem Ruck auf einmal vollständig in ihr. Erst einmal wieder sachte raus und dann wieder rein. Das wiederholte er mehrere Male, bis er kaum noch ein Widerstand spürte. Mit seiner freien Hand griff er um sie herum, massierte ihren Bauch, kniff in ihre mollige Vulva und übernahm dann die Aufgabe des Perlentauchens. Clara war im siebten Himmel, wie Manuel mit seinem Arm, den er wie eine Pleuelstange hin und her schob, sie vollkommen fertig machte. Es schmatzte, es lief, es spritzte, sie schwitzten beide am ganzen Körper und Clara brüllte ihre nicht enden wollende Ekstase und ihr Glücksgefühl in das dämpfende Kissen. Am Ende wäre sonst möglicherweise noch die Polizei dagestanden. Als sie sich erschöpft aufs Bett sinken ließ, löste sich auch Manuel ganz vorsichtig von ihr. Komplett erledigt und ausgezählt lag sie da, unfähig auch nur einen Finger zu rühren. Er liebte es auf eine ganz eigenwillige Art, wenn es ihm gelungen war, dass es ihr so intensiv kam und er sie so glücklich machen konnte. Nach einer Weile holte er die Weingläser vom Tisch. Sie drehte sich zu ihm, setzte sich auf und nahm ihr Glas dankend an. Die Gläser klirrten leise als sich miteinander anstießen. Blicke waren in dem Moment zu wenig. Sie tranken einen Schluck, stellten die Gläser wieder zur Seite. Manuel hatte jedoch den Traubensaft im Mund behalten und suchte nun Claras Lippen, sie öffnete diese, spürte wie er seinen Rebensaft in ihren Mund laufen ließ. Sie hatte doch gerade den Orgasmus des Jahres und schon prickelte es wieder auf ihrer ganzen Haut. Was war nur mit ihr los!
„Ich mach nur schnell die Orangensauce warm. Alles andere habe ich bereits vorbereitet“, streife sich ein longshirt über und huschte in die Küche.
„Warum hast du dir was übergezogen?“ fragte Manuel sie.
„Weiß auch nicht! Vielleicht weil ich mich unwohl fühle, wenn du mich „so“ siehst.“
„Du meinst, wenn ich dich nackig sehen würde. Stimmt eigentlich: im Bett leide ich immer unter einer Spontanerblindung, die aber jetzt interessanterweise wieder nachgelassen hat. Ich durfte dir doch inzwischen schon etwas- sagen wir mal- näherkommen, also warum deine Scheu? Sollte es wirklich an mir liegen?“
„Nein, es liegt nicht an dir speziell. Es ist nur so, dass es mir unangenehm ist, vor dir so blank rum zu laufen.“ wehrte sich Clara.
Manuel spürte, dass das jetzt dünnes, ganz, ganz dünnes Eis war. Er stand auf, nahm sie in den Arm. „Und wenn ich es schön fände, dich „so“ sehen zu dürfen?“ Er streichelte ich sanft über den Rücken. Sie sagte nichts. „Darf ich?“ und schob das Shirt nach oben.
„Dir macht das nichts aus, dass ich so eine Hummel bin?“ wurde Clara deutlich.
„Einfache Frage- einfache Antwort, meine liebe Clara: nein, es macht mir nichts aus!“
„Versteckt sich da nicht ein: aber?“ bohrte Clara unsicher nach obwohl sie es eigentich in zwischen längst besser wissen müsste.
„Nein. Kein aber! Mir war klar, dass wir darauf zu sprechen kommen würden. Jetzt pass mal auf: Ich mag dich so, wie du bist, weil du die bist die du bist. Und ob du mehr oder weniger auf den Rippen hast- das ist mir vollkommen egal. Deine Kurven mag ich natürlich schon, aber vor allem deshalb, weil es deine sind. In dem Fall würde ich gerne das Gesamtpaket wählen. Was würde ich denn machen, wenn du abnimmt oder zunimmst oder sonst irgendetwas anderes wäre? Es gibt Menschen, die einen Raum betreten und alles wird lauter. Gespräche, Erwartungen, Rollen. Und es gibt Menschen wie dich, bei denen etwas anderes passiert: Die Welt wird ruhiger. Ich merke mit dir, was mir wirklich wichtig ist. Ich liebe deine Art zu denken. Wie du Dinge siehst, die andere übersehen. Wie du lachst, wenn etwas wirklich lustig ist, und nicht, weil man es von dir erwartet. Wie du zuhörst, aufmerksam und ehrlich, als wäre jedes Wort wertvoll. Bei dir fühle ich mich nicht bewertet, sondern verstanden. Du bist für mich nicht irgendein Mensch in der Menge. Du bist jemand, den ich bewundere, dem ich vertraue und bei dem ich bleiben möchte. Ich liebe deine Stärke, deine Wärme und deine Art, die Welt ein kleines Stück besser zu machen, nur indem du da bist. Und wenn ich an meine Zukunft denke, dann hoffe ich, dass du ein Teil davon bist. Nicht wegen irgendeiner Erwartung, sondern weil mein Leben mit dir darin einfach richtiger wirkt. Und ich fände es schön, wenn ich dir das Gefühl vermitteln könnte, dass du bei mir einfach du sein darfst- nicht bewertet, sondern verstanden.“
Clara schaute Manuel mit schimmernden Augen staunend an, sah ihn durch den Schleier nur verschwommen. Hatte er das jetzt wirklich alles gesagt? Gleichzeit spürte er seine kräftigen Arme, wie er sie hielt. „So etwas Schönes hat mir noch nie jemand gesagt! Danke!“ und gab ihm einen dicken Kuss. „Weißt du was? Lass mich bitte mal los!“ Clara nahm ihr Hemd in die Hand und zog sich das Shirt mit einem Ruck über den Kopf. Sie grinste breit: „Besser?“
„Musst du nicht! Aber wenn du mich schon fragst: viel besser! Clara! Du bist so sexy, so erotisch, wie man nur als Frau sein kann!“ bestärkte er sie, als sie so vor ihm stand.
„Oh! Ich seh´s!“ und deutete lächelnd auf seinen Kameraden, der gerade dabei war, schon wieder Haltung anzunehmen. „Du kannst mir viel erzählen, aber dieser Busche überzeugt mich mit Taten!“ umfasste ihn beherzt, zog ihn stramm, küsste ihn kurz, als er so hart abstand.
„Was machen wir mit dem Dessert?“ fragte sie.
„Eigentlich müsste ich jetzt sagen, dass du mein Dessert bist, aber auf deine Feigen, ich meine die zum Essen, würde ich mich schon auch freuen!“
Wie Adam und Eva im Paradies setzten sie sich an den Tisch und genossen die frischen, filetierten Feigen nappiert mit der, mit Gewürznelken, Zimt, Zucker und Gran Marnier abgeschmeckten, Orangensauce. Verliebt fütterten sie sich gegenseitig wobei er aus Versehen oder absichtlich- wer will das schon sagen können- etwas auf ihren Busen kleckern ließ. Sie bemerkten es, Manuel beugte sich zu ihr und schleckte ihr den süßen Spritzer von der Haut. Dann nahm er seinen Löffel, tauchte ihn in die Sauce und ließ ihn, nun allerdings voller Absicht, auf ihre Brustwarzen und ihren Bauch tropfen.
„Du hast gekleckert! Schau nur! Da ist ja noch was! Da hätte ich doch glatt beinahe was übersehen!“ und schon schmatzte er über ihre hart gekräuselten Krönchen und schleckte die klebrig süße Sauce genüsslich auch aus ihren Bauchfalten, in die der Saft inzwischen gesickert war.
„Magst du dich mal zurücklehnen“ bat Clara. Sie nahm nun ihren Löffel nahm etwas von der Dessertsauce auf und träufelte diese auf seinen Schwanz. „Du kannst aber auch nicht aufpassen. Hast dich überall eingesaut. Schau nur!“ spielte sie die Entrüstete.
„Stimmt! Meinst du, du könntest mich da sauber machen?“ spielte er mit.
„Ich will´s versuchen“ und schon beugte sie sich zu ihm runter und leckte ihn wie die Katze ihre Jungen.
Manuel schälte die Haut von einem Feigenschnitz, nahm diesen zwischen die Zähne und wollte damit Clara küssen. In einer stillen Zwiesprache zerdrücken sie die Frucht gemeinsam zwischen ihren Zungen. Diese tanzten miteinander, schlängelten sich und umspielten sich, bis alles verteilt war. Ihr Gesicht, ihr Mund- alles war dadurch klebrig und matschig, wie sie diesen intensiven Zungenkuss genossen. Nebenher hatte Manuel seine Fingerkuppen, warum braucht es überhaupt Löffel, in den Nachtischteller getaucht und griff nach Claras Busen, der jetzt über und über mit dem klebrigen Dip überzogen wurde. Clara zog nach, tauchte ihre Fingerkuppen in ihren Teller und glitschte damit über seine glänzende Zuckerstange.
Clara grinste verschmitzt. „Warte! Ich habe eine Idee!“ stand auf und ging an den Küchenschrank. Sie kam mit einem Döschen bunter Zuckerperlen zurück.
„Wenn schon, denn schon! Dann lass dir mal deinen Schniedel schön verzieren!“ und schüttelte die Nonpareilles auf seinen klebrigen Schwanz. „Der sieht jetzt richtig lecker aus!“ und schleckte ihn von oben bis unten ab.
„Na warte!“ lachte er, legt die flache Hand in den Teller, nahm die letzten Reste der Orangensauce auf und verteilte diese auf Busen, Bauch und auf ihre Vulva. Sodann entwand er Clara die Dose mit den bunten Streusel und garnierte sie von oben bis unten mit den Sprinkles. Doch Clara nicht faul nahm ihn in den Arm, drückte und rieb sich an ihm, so dass er auch reichlich davon abkam. Sie genossen es, sich auf diese Art gegenseitig einzusudeln, knabberten sich wie Goldfische an der Aquariumwand die Perlen vom Leib. Überall hatten sich die süßen Dinger breit gemacht. Die salzige Muschi in Kombination mit dem süßen Streusel auszulecken gefiel Manuel besonders, so wie es Clara extrem gefiel, die letzten Reste seines würzigen Saftes, welchen Clara ihm rausgemolken hatte, gepaart mit dem süßen Geschmack seines Lollys sich auf der Zunge genüsslich zergehen zu lassen.
„Alles gut bei Dir?“ wollte Manuel wissen.
„Und wie alles gut ist! Was für ein Dessert!“
„Was hätten wir jetzt nur mit dem Shirt gemacht, wenn du es anbehalten hättest…“ zog er sie auf. Sie waren fröhlich und vergnügt, als sie erst einmal duschen gingen und dann gemeinsam Küche, Tisch und ihre Sauerei aufräumten. Clara hatte sogar vergessen, ihre ganzen finsteren Gedanken zu denken. Sie war nur da, konnte es ohne Vorbehalt genießen, mit Manuel zusammen zu sein. Es hatte so etwas Befreiendes für sie.
„Es war ein grandioser Abend mit Dir. Und danke auch für das leckere Essen! Vor allem die Orangensauce war ein einziges Gedicht.“ verabschiedete sich Manuel zu später Stunde wehmütig. Sie küssten sich nochmals und wünschten sich eine Gute Nacht.
Für Beide ging eine aufregende Woche zu Ende. Freitag! Letzte Frühschicht! Dann das ganze Wochenende frei. Sie hatte eigentlich ein chilliges Abhängen geplant. Ob daraus was wird? Manuel würde kommen und sie wollten was unternehmen, doch Manuel verriet nichts, hatte aber was angedeutet, da das Wetter hochsommerlich heiß werden sollte.
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