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Der Opel Manni (fm:Romantisch, 16266 Wörter)

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Veröffentlicht: Jun 11 2026 Gesehen / Gelesen: 234 / 177 [76%] Bewertung Geschichte: 9.60 (5 Stimmen)
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Der Opel Manni

Frank war alleinerziehender Vater. Ein einfacher und ruhiger Bursche, der recht anständig aussah, aber nichts Besonderes war. Einen Meter achtundsiebzig groß, normal gebaut und in allem einfach Durchschnitt. Mit nur Hauptschulabschluss und normalem Leben sicher nicht wert, über ihn zu schreiben, was ich hier aber offensichtlich trotzdem mache.

Er ging bis zum Abschluss auf eine ländliche Hauptschule, hatte danach KFZ-Mechaniker bei Mercedes gelernt und war dann schließlich in den Betrieb vom Papa eingestiegen. Eine kleine Autowerkstatt auf dem Lande. Handel mit Gebrauchtwagen und EU-Importen war das eine, die Werkstatt, also Reparatur aller Marken das andere Standbein.

Zu Opas Zeiten war es mal eine Opel Vertragswerkstatt. Mit den Jahren hatte sich das aber nicht nur immer weniger gelohnt, sondern zudem waren die Vorgaben so hoch geworden, dass man schweren Herzens die Werksbindung aufgegeben hatte. Was sich nie geändert hatte, war aber die Ausrichtung in Richtung Opel, was Frank dann in der Schule den Spitznamen „Manni“ eingebracht hatte. Manni Manta, aus eben dem deutschen Kultfilm, mit Til Schweiger im Jahr 1991 erschienen war die Vorlage, was Frank immer schon hasste, schließlich aber einfach so hinnahm.

Heute weiß eigentlich keiner mehr, dass er nicht wirklich Manni heißt und inzwischen war es ihm auch vollkommen egal. Er hatte seinen Meister drangehängt, die Werkstatt übernommen und im alten Gebäude die Wohnung vom verstorbenen Opa frisch gemacht. Schön renoviert und gemütlich eingerichtet lebt er hier mit seiner Tochter Lili. Ja und Lili ist jetzt eine Maus, über die du ganze Bücher schreiben willst.

Junge, was für ein Feger!

Manni hatte damals, noch in der Schule, einen Unfall gebaut. Einen richtig schweren Unfall, mit ordentlich heftigen Folgen. Er war mit der Schulklasse auf Abschlussfahrt und hatte hier das erste und glücklichste Mal in seinem Leben, endlich eine echte heiße Schnitte zum Vögeln. Gut, sie waren alle ziemlich betrunken und keiner konnte mehr gerade laufen, aber Andrea hatte er an diesem einen Abend einfach nur mal vögeln dürfen.

Wenn man genau überlegte, durfte er sie nicht wirklich vögeln. Denn eigentlich waren sie beide viel zu blau, zu betrunken um irgendeine Entscheidung zu treffen. Die Zwei waren halt eben nur gerade frei und hatten Lust. Alle anderen hatten es irgendwo mit irgend jemandem getrieben, oder lagen schon im Delirium um den Schlaf der Besoffenen zu schlafen. Zudem war das Licht schlecht, aber immerhin. Wie lief bei euch die Abschlussfahrt? Könnt ihr euch noch an alles erinnern? Manni hatte die absolute weibliche Klassenprominenz vernascht und träumt davon auch noch heute. Sie waren jung und wild. Beide dachten nicht groß nach und waren ausschließlich geil.

Es war auch eine unglaubliche Nacht, in der sie so ziemlich alles durchgespielt hatten, was du mit Riemen in einer Grotte so spielen konntest. So viel, dass beiden am Morgen nicht nur der Kopf platzte, sondern auch die beiden Genitalien brannten wie Feuer. Das Aufwachen war dann aber auch schon richtiger Mist, denn als sie ihn sah, schrie sie die ganze Bude zusammen.

Ein Umstand, der für sich schon ein böses Erwachen garantierte und auch bei ihm den Morgen versaute. Ihr Prügel Dauerfeuer erledigte den Rest und so war klar, dass es wohl leider eher eine einmalige Sache bleiben würde. Daran konnte er sich zumindest noch so lange erinnern, bis sein blaues Auge endlich verschwunden war und so ein Veilchen brauchte schon verdammt lange um endlich zu verschwinden.

Einmalig war auch Mannis Gesicht, als neun Monate später ein neugeborenes Baby in seinen Armen lag. Zu der Zeit, so kurz nach der Schule, war er im ersten Lehrjahr bei einem Mercedes Händler und hatte gerade Frei. Mit offenem Mund und riesigen Augen sah er seine damalige Spielgefährtin aus dem Auto ihrer Mutter aussteigen. Sie kam auf ihn zu, hatte ein Baby und eine Tasche dabei und warf die Kleine schon fast in seine Arme. Tasche ließ sie einfach fallen und ihr Kommentar:

„Das ist dein Kind. Ich habe sie als Lili eintragen lassen. Du hast mich

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