Freundschaft (fm:Sonstige, 1435 Wörter) | ||
| Autor: Ayse1985 | ||
| Veröffentlicht: Jun 16 2026 | Gesehen / Gelesen: 1044 / 849 [81%] | Bewertung Geschichte: 9.39 (28 Stimmen) |
| Zwei Männer, beim Fußball werden Freunden, zerbricht diese Freundschaft wegen einer Frau? | ||
![]() Rubber Empire. Das beste in Rubber und Latex fetish. |
| [ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ] |
Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte
lockerte seine Zunge und trübte seine Wachsamkeit. Manfred erkannte seine Chance und lenkte das Gespräch im Kreis der Spieler gezielt in eine bestimmte Richtung. Er stichelte Mario an – einen heißblütigen Italiener aus der Mannschaft, der gerne den unbezwingbaren Macho markierte.
Bald ging es am Tisch lautstark um Frauen und deren Treue. Mario klopfte sich auf die Brust: „Es gibt keine Frau auf dieser Welt, die mir widerstehen könnte, wenn ich es wirklich darauf anlege. Keine.“
Manfred lächelte perfide, sah flüchtig zu dem angetrunkenen Peter und brachte Marlies ins Spiel. „Ach komm, Mario, erzähl keinen Unsinn. Bei Marlies zum Beispiel hättest du nicht den Hauch einer Chance. Da würdest du dir die Zähne ausbeißen.“
Der ebenfalls unter Alkoholeinfluss stehende Italiener widersprach sofort lautstark, fühlte sich in seiner Ehre gekränkt und begann, sich in schmutzigen Fantasien darüber zu ergehen, wie er auch Marlies herumkriegen würde.
Plötzlich schlug Peter mit der flachen Hand auf den Tisch. Seine Stimme war laut, barsch und vom Alkohol schwer, aber absolut unmissverständlich: „Schluss jetzt! Ich untersage euch beiden, so respektlos über meine Frau zu reden! Hört auf mit diesem Mist!“
Mario, der im Grunde seines Herzens ein treuer Teamkollege war, erkannte sofort, dass er zu weit gegangen war. Er hob die Hände und entschuldigte sich ehrlich. „Tut mir leid, Peter. Das war der Alkohol, kein Respekt vor Marlies, echt nicht.“
Doch Manfred dachte gar nicht daran, einzulenken. Er bohrte die Nadel tiefer in Peters Wunde. Mit einem provokanten Lächeln fragte er: „Sag mal, Peter… vertraust du deiner eigenen Frau etwa nicht? Warum wirst du so laut?“
Peter spürte, wie ihm diese Situation vor den Mannschaftskameraden unendlich unangenehm wurde. Er blickte Manfred finster an. „Natürlich vertraue ich ihr. Aber ich verbitte mir solche Spielchen.“
„Wenn du dir ihrer Treue so sicher bist, warum bist du dann so dünnhäutig?“, ließ Manfred das Thema einfach nicht los. Er beugte sich vor, fixierte Peters glasige Augen und machte ihm ein ungeheuerliches Angebot, noch bevor Peter antworten konnte: „Weißt du was? Ich wette mit dir, dass ich keine Chance bei ihr habe. Lass es mich versuchen. Ich werde alles daran setzen, sie zu verführen – einfach nur, um dir zu beweisen, dass du dir absolut keine Sorgen machen musst, weil sie dich liebt und abblitzen lässt. Was sagst du?“
Peter schüttelte angewidert den Kopf, die Trunkenheit kämpfte gegen seinen gesunden Menschenverstand. „Du hast sowieso keine Chance, Manfred. Lass das Thema einfach gut sein.“ Doch Manfred bohrte weiter, wollte die Wette unbedingt besiegeln und das Thema weiter erörtern, bis die anderen Kameraden am Tisch die Situation erkannten und Manfred barsch zurückpfiffen: „Jetzt ist gut, Mann! Lass Peter in Ruhe mit dem Scheiß!“
Die Männerfreundschaft litt nach diesem Abend massiv. Peter hielt sich im Training und in der Kabine spürbar zurück. Er ging Manfred aus dem Weg, suchte keine privaten Treffen mehr und blockte tiefere Gespräche ab. In Peters Unterbewusstsein schrillten die Alarmglocken; etwas Stimmte mit diesem Mann ganz und gar nicht. Dieses obsessive Interesse an seiner Ehefrau ging weit über einen schlechten Scherz hinaus.
Zu Hause sprach Peter mit Marlies ganz offen und deutlich sein Missfallen über Manfred aus. Er erzählte ihr zwar nicht die schmutzigen Details des Herrenabends, aber er machte klar, dass er Manfreds Charakter anzweifelte. Marlies gab ihrem Mann ohne Zögern recht. „Ich bin froh, dass du das auch so siehst, Peter“, sagte sie und strich ihm beruhigend über den Arm. „Ich habe diesem Typen von Anfang an nicht über den Weg getraut. Er hat so einen lauernden Blick. Halte dich bloß fern von ihm.“
Manfred merkte schnell, dass er mit dem Kopf durch die Wand nicht an sein Ziel kam. Er spürte, dass er die wertvolle Quelle zu Marlies – die Freundschaft zu Peter – komplett zu zerstören drohte. Also erzwang er eine radikale Kehrtwende in seinem Verhalten. Er gab sich beim nächsten Training demonstrativ geläutert, entschuldigte sich bei Peter für seinen „alkoholisierten Blödsinn“ und gab den perfekten, einsichtigen Kumpel. Er passte sein Verhalten so geschickt an, dass er bald wieder scheinbar normal mit Peter klarkam. Doch hinter dieser Maske der Normalität fraß ihn die Realität innerlich auf.
Jedes Mal, wenn sie sich nach dem Training trennten und Peter gut gelaunt sagte: „Ich fahre heim zu Marlies“, zerriss es Manfred die Eingeweide vor Neid und schierem Hass. Er stellte sich vor, wie Peter sie berührte, wie sie zusammen lachten – und der Gedanke, dass sie jede Nacht in Peters Armen lag, trieb ihn fast in den Wahnsinn. Doch er hielt diese mörderischen Emotionen so eisern im Hintergrund verborgen, dass sein komisches Verhalten für Peter und die Mannschaft bald kein Thema mehr war. Manfred spielte das lange Spiel. Er wartete auf den einen, perfekten Moment, in dem Marlies schutzlos sein würde – und sein Gedankenkarussell drehte sich unaufhörlich weiter, tiefer hinein in die Dunkelheit.
|
Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat. |
|
Ayse1985 hat 28 Geschichte(n) auf diesen Seiten. Profil für Ayse1985, inkl. aller Geschichten Email: abacak799@gmail.com | |
|
Ihre Name: |
|