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Mareike 4/4 Sand zwischen den Zehen, Rauch im Nacken (fm:Lesbisch, 4220 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 20 2026 Gesehen / Gelesen: 495 / 456 [92%] Bewertung Teil: 9.20 (10 Stimmen)
m abgelegenen Nordseestrand unter Sternenlicht steht Mareike nackt vor Claire, die ihr langsam Aufgaben stellt, die jede Scham und geheime Angst vor der eigenen Lust abbauen. Mit jeder entblößten Schicht ihrer Kleidung und jedem Befehl, den Mareike befolg

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© Misttueck Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

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„Nein", sage ich, und es ist eine Lüge, und wir beide wissen es.

Sie dreht den Kopf zu mir, und ein Lächeln spielt um ihren Mund, aber es ist kein warmes Lächeln. Es ist das Lächeln von jemandem, der gerade etwas bemerkt hat. „Doch", sagt sie. „Du starrst, und zwar schon eine ganze Weile, und zwar nicht nur auf die Zigarette."

Mein Puls beschleunigt. Ich setze mich auf, ziehe meine Knie an, und der weiße Baumwollrock rutscht über meine Schenkel. „Ich —"

„Halt." Sie sagt es leise, aber das Wort trifft mich wie eine Wand. „Ich habe dich nicht nach einer Erklärung gefragt. Ich habe nur festgestellt, was ist." Sie nimmt noch einen Zug, und der Rauch entweicht diesmal langsamer, in einem dünnen Strom, der sich über ihr Kinn legt und ihre Brust hinabgleitet. „Du musst dich nicht rechtfertigen. Vor mir nicht."

Ich nicke, aber mein Körper ist angespannt, und ich spüre, wie etwas in mir aufrecht sitzt und aufhorcht, als hätte Claire gerade eine Tür aufgestoßen, die ich nicht sehen konnte.

„Ich möchte dir etwas zeigen", sagt Claire, und ihre Stimme ist jetzt anders — tiefer, langsamer, mit einer Sorgfalt in jedem Wort, die mir sagt, dass sie genau weiß, was sie tut. „Aber dafür musst du etwas tun."

„Was?", frage ich, und meine Stimme ist leiser als ich will.

„Aufstehen."

Ich zögere. Dann stehe ich auf. Der Sand rieselt von meinem Rock, und die kühle Nachtluft streift meine nackten Waden, meine Arme, meinen Hals. Claire bleibt sitzen, schaut zu mir hoch, und plötzlich bin ich die, die größer ist, und trotzdem habe ich das Gefühl, unter ihr zu stehen.

„Gut", sagt sie. „Jetzt dreh dich um."

„Was?"

„Du hast mich gehört." Sie nimmt einen Zug, und die Glut flackert. „Dreh dich um. Langsam."

Ich drehe mich. Langsam, wie sie gesagt hat, und der Sand knirscht unter meinen bloßen Füßen, und ich spüre, wie ihre Augen über mich hinweggleiten — über meine Schultern, meinen Rücken, die schmale Taille, den Rock, der über meine Hüften fällt, meine Waden, meine Fersen. Ich kann sie nicht sehen, aber ich spüre es, wie man einen Blick spürt, der auf der Haut liegt, schwer und heiß wie eine Hand.

„Stopp", sagt sie, als ich halb herum bin, mit dem Rücken zu ihr. „So bleiben."

Ich bleibe stehen. Der Wind kommt vom Meer, drückt den leichten Stoff meines Tops gegen meine Wirbelsäule, und ich spüre jeden Wirbel, jeden Atemzug, der meine Rippen weitet. Hinter mir ist Claire still, und das einzige Geräusch ist das Rauschen des Meeres und das leise Knistern der Zigarette, die sie ab und zu bewegt.

„Weißt du, was ich gerade sehe?", fragt sie.

„Nein."

„Ich sehe ein Mädchen, das nicht weiß, wie schön sie ist." Die Worte treffen mich zwischen den Schulterblättern, und mein Atem stockt. „Und das ist schade, Mareike. Denn du bist —" eine Pause, in der sie ausatmet, und ich stelle mir vor, wie der Rauch sich in die Nacht löst, „— wirklich sehr hübsch."

Ich schließe die Augen. Mein Hals ist heiß, und ich weiß, dass sie es sieht, auch wenn sie hinter mir steht — die Rötung, die von meinen Ohren abwärts kriecht.

„Danke", sage ich, und es klingt albern, und ich hasse mich dafür.

„Sag nicht danke", sagt Claire. „Sag etwas Echtes."

Ich öffne den Mund. Schließe ihn. „Ich weiß nicht, was Echtes ist."

„Dann hör auf zu denken und sag, was da ist."

„Ich — ich mag es, wenn du mich ansiehst." Die Worte kommen heraus, bevor ich sie aufhalten kann, und sie landen in der Dunkelheit zwischen uns wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Mein Gesicht brennt.

Claire antwortet nicht sofort. Ich höre, wie sie sich bewegt, den Sand unter ihren Händen, und dann steht sie hinter mir, nah genug, dass ich die Wärme ihres Körpers spüre, aber ohne mich zu berühren. Ihr Atem streift meinen Nacken, und er riecht nach Rauch und Minze und etwas Erdigem, das nur sie ist.

„Ich weiß", flüstert sie. „Ich habe es gemerkt. Schon am Nachmittag, als ich deine Füße massiert habe. Du hast dich gebannt gefühlt, nicht wahr? Wie ein Tier, das nicht weglaufen kann, weil es nicht will."

Ich nicke, und die Bewegung bringt mein Ohr an ihre Lippen, und sie lacht leise, ein dunkles, kehliges Geräusch.

„Das ist nichts Schlimmes", sagt sie. „Es ist nur etwas, das du annehmen musst. Und ich kann dir helfen." Ihre Hände legen sich auf meine Schultern — nicht massierend, nicht streichelnd, nur liegend, warm und schwer. „Wenn du willst."

„Ja", sage ich, und das Wort kommt aus meinem Bauch, nicht aus meinem Kopf.

„Dann mach die Augen auf und hör mir zu." Ihre Finger drücken leicht in meine Schultern. „Ich werde dir Aufgaben geben. Du wirst sie ausführen. Und du wirst mir danach sagen, wie es sich angefühlt hat. Verstanden?"

„Verstanden."

„Gut." Sie lässt meine Schultern los, und das plötzliche Fehlen ihrer Hände ist wie ein Schnitt. „Erste Aufgabe. Zieh die Sandalen aus."

„Die habe ich schon —"

„Mareike." Mein Name in ihrem Mund, mit diesem Ton, dieser sanften Strenge. „Ich habe nicht gefragt, wo sie sind. Ich habe gesagt, zieh sie aus."

Ich finde die Sandalen im Sand, wo ich sie vorhin abgelegt habe, und ziehe sie aus. Meine Füße sind kühl und nackt, und der Sand zwischen meinen Zehen ist fein und trocken.

„Fertig", sage ich.

„Sag mir, wie es sich anfühlt."

Ich schaue an mir herab. Meine Füße im Sand, weiß und schmal, die Zehen leicht in den Sand gekrallt. „Kühl", sage ich. „Und — frei."

„Frei." Sie kaut auf dem Wort. „Gut. Zweite Aufgabe. Zieh das Top aus."

Mein Herz stoppt. Dann fängt es wieder an, schneller als vorher. „Hier?", frage ich, und meine Stimme ist ein Faden.

„Hier."

„Aber — jemand könnte —"

„Um drei Uhr morgens, an einem abgelegenen Strand, in den Dünen?" Claire klingt amüsiert. „Mareike. Niemand ist hier. Nur das Meer und ich. Und ich habe dich vorhin schon oben ohne gesehen. Das ist nichts Neues."

Sie hat recht. Sie hat mich vorhin gesehen, im Schein der untergehenden Sonne, und sie hat mich berührt und geküsst und zum Kommen gebracht, und das war intimer als ein bloßer oberer Körper. Und trotzdem — trotzdem zittert meine Hand, als sie zum Saum meines Tops geht.

„Ich warte", sagt Claire.

Ich ziehe das Top über den Kopf. Der Stoff gleitet über meine Haut, und die Nachtluft schlägt mir entgegen, kühl und feucht, und meine Brüste spannen sich, die Brustwarzen hart und aufgerichtet in der Kühle. Ich halte das Top in der Hand und weiß nicht, wohin damit.

„Leg es auf den Bademantel", sagt Claire. Ich gehe zu dem dunkelgrünen Haufen im Sand und lege es ab, und als ich mich umdrehe, steht Claire drei Schritte entfernt, die Zigarette in der Hand, und betrachtet mich. Nicht lächelnd. Nicht fordernd. Nur betrachtend, mit einer Ruhe, die mich splittern lässt.

„Komm her", sagt sie.

Ich gehe zu ihr. Mit jedem Schritt spüre ich den Sand unter meinen Füßen, die Bewegung meiner Brüste, die Kühle der Luft auf meinem Bauch, und ihre Augen, die mich festhalten.

„Steh still."

Ich stehe still. Sie hebt die Hand — die freie, ohne Zigarette — und legt sie auf meinen Bauch, direkt über dem Nabel. Ihre Hand ist warm und trocken, und ihre Finger spannen sich leicht, als würde sie mich messen.

„Du bist angespannt", sagt sie.

„Ja."

„Lass los."

Ich versuche es. Mein Bauch ist ein Knoten, und ihre Hand liegt darauf, und ich atme aus, langsam, und versuche, die Muskeln zu lösen, die sich unter ihrer Berührung zusammenziehen.

„Besser", murmelt sie. Ihre Hand bewegt sich — nicht tiefer, nicht höher, nur seitwärts, über meine Rippen, und ich spüre, wie sich meine Haut unter ihrem Daumen anspannt. „Du hast einen schönen Körper, Mareike. Schlanke Taille. Weiche Haut. Und du schämst dich dafür."

„Ich schäme mich nicht —"

„Doch." Sie nimmt einen Zug, und die Glut beleuchtet ihre Augen, und für einen Moment sehe ich etwas darin, das nicht nur Sanftheit ist. „Du schämst dich, weil du nicht weißt, was du mit ihm anfangen sollst. Weil niemand dir gesagt hat, dass er dir gehört. Dass du ihn zeigen darfst. Dass du ihn benutzen darfst." Sie bläst den Rauch aus, und er weht über meine nackte Brust, warm und beißend, und meine Brustwarzen ziehen sich zusammen. „Und deswegen bin ich hier."

Ich schlucke. „Was — was soll ich tun?"

Claire lächelt, und diesmal ist es ein echtes Lächeln, aber es hat Kanten. „Du sollst mir zuhören", sagt sie. „Und du sollst tun, was ich sage. Und du sollst aufhören, dich zu fragen, ob es richtig ist."

„Okay."

„Dritte Aufgabe." Sie lässt die Zigarette fallen und tritt sie mit dem bloßen Fuß aus. Die Bewegung ist schnell und präzise, und als sie wieder steht, ist sie näher als zuvor, und ihre Hände legen sich an meine Hüften, über den Stoff des Rocks. „Zieh den Rock aus."

Ich schaue an mir herab. Der weiße Baumwollrock, der bis zu meinen Knöcheln fällt, der letzte Stoff zwischen mir und der Nacht. Meine Finger gehen zum Bund, und ich zögere, und Claire wartet, und das Warten ist schlimmer als das Tun.

Ich ziehe den Rock aus. Er fällt, ein weißer Fleck im Sand, und ich stehe in meinem Slip — weiß, einfach, baumwollen — und sonst nichts. Der Wind kommt vom Meer, und er streift meine Schenkel, meinen Bauch, das kleine Stück Stoff zwischen meinen Beinen, und ich fröstle, aber nicht vor Kälte.

Claire bückt sich, hebt den Rock auf, legt ihn zum Top. Dann richtet sie sich auf und steht vor mir, und sie ist immer noch bekleidet — der dunkelblaue Badeanzug, der ihre Figur umschließt — und ich bin fast nackt, und der Unterschied trifft mich wie ein Schlag. Sie ist angezogen und ich nicht, und das ist nicht fair, und gleichzeitig macht es etwas in mir, das ich nicht benennen kann, das aber heiß und schwer in meinem Bauch liegt.

„Schau mich an", sagt Claire.

Ich schaue sie an.

„Wie fühlst du dich?"

„Offen", sage ich. „Und — klein."

„Klein ist gut", sagt sie. „Klein bedeutet, dass du etwas spürst. Und etwas spüren ist besser als nichts spüren." Sie tritt einen Schritt zurück, und die Distanz zwischen uns wächst, und ich spüre sie wie einen Riss. „Jetzt möchte ich, dass du dich drehst. Langsam. Und dass du mir sagst, was du spürst, während du dich drehst."

Ich drehe mich. Langsam, wie sie es gesagt hat. Der Sand unter meinen Füßen, die Nachtluft auf meiner Haut, und ich spüre, wie jeder Teil von mir freigelegt wird — erst mein Rücken, dann meine Seite, dann mein Bauch, dann die andere Seite — und Claire steht da und schaut zu, und ihre Augen sind auf mir, und ich spüre sie wie eine Berührung, die über meine Wirbelsäule, über meine Rippen, über meine Hüften gleitet.

„Ich fühle mich — beobachtet", sage ich.

„Und das gefällt dir."

Es ist keine Frage. Ich nicke.

„Sag es."

„Es gefällt mir."

„Lauter."

„Es gefällt mir", sage ich, und diesmal zittert meine Stimme, und der Wind trägt die Worte über den Sand, und das Meer rauscht, und ich stehe hier, fast nackt, und habe gerade zugegeben, dass ich es mag, wenn Claire mich ansieht, wenn Claire mich betrachtet, wenn Claire mich — vorführt.

Sie kommt näher, und ihre Hand hebt sich, und ihre Fingerspitzen berühren mein Christina-Piercing — das kleine Metallstück über meinem Schambein, kalt und glatt, und ihre Fingerspitzen sind warm, und der Kontrast lässt mich zusammenzucken.

„Das hier", sagt sie, und ihre Stimme ist leise, fast intim. „Hast du dir machen lassen."

„Ja."

„Warum?"

„Weil ich — es wollte."

„Du wolltest es." Sie lässt das Piercing los, und ihre Finger gleiten über meinen Bauch, über die Stelle, wo die Haut weich ist, und ich atme schneller. „Du hast dir ein Stück Metall in deinen Körper stechen lassen, weil du es wolltest. Und jetzt stehst du hier und schämst dich, weil eine Frau dir sagt, dass du schön bist."

Das trifft mich. Nicht wie eine Ohrfeige, sondern wie eine Erkenntnis, die jemand anderes ausspricht, und die man selbst nicht finden konnte. Mein Mund öffnet sich, aber nichts kommt.

„Du bist inkonsequent, Mareike", sagt Claire, und es klingt nicht verurteilend, sondern feststellend, wie ein Arzt, der eine Diagnose stellt. „Du machst Dinge, aber du traust dich nicht, sie zu besitzen. Du lässt dir ein Piercing stechen, aber du errötest, wenn jemand es sieht. Du kommst am Strand, aber du schämst dich für deinen Körper. Du hast mich geküsst, aber du kannst nicht sagen, was du willst."

„Ich —"

„Sag es."

„Ich will —" Mein Atem stockt. Der Wind weht mir eine Strähne meines kurzen Haares ins Gesicht, und ich blase sie weg, und Claire steht vor mir, und ihre Augen sind dunkel und ruhig, und ich spüre, wie die Worte in mir hochkommen, heiß und ehrlich und schwer. „Ich will, dass du mich ansiehst. Ich will, dass du — mich berührst. Ich will —"

„Lauter", sagt sie, und ihre Stimme ist jetzt nicht mehr sanft, sondern hart, ein Befehl, der keine Wiederholung duldet.

„Ich will, dass du mich berührst!", sage ich, und es ist fast ein Schrei, und das Meer schluckt den Ton, und Claire steht da, und etwas in ihrem Gesicht verändert sich — nicht viel, nur ein Schatten, der über ihre Züge gleitet, ein Nachgeben, ein Aufrichten.

„Gut", sagt sie. „Das war echt." Sie legt ihre Hand an meine Wange, und ihre Handfläche ist warm und rau, und ich lehne mich in die Berührung, ohne nachzudenken. „Und jetzt die vierte Aufgabe."

„Ja."

„Zieh den Slip aus."

Ich schaue an mir herab. Der weiße Slip, der letzte Stück Stoff, und darunter bin ich — ich ganz, und die Nacht, und Claire, und das Meer. Meine Hände zittern, als ich die Daumen unter den Bund hake.

„Langsam", sagt Claire.

Ich ziehe den Slip langsam hinab, über meine Hüften, über meine Schenkel, und der Stoff gleitet über meine Haut, und die kühle Luft schlägt mir entgegen, dort, wo ich zuvor bedeckt war, und ich spüre den Wind auf meinem Schambein, auf den weichen Haaren, auf der Feuchtigkeit, die sich seit Minuten zwischen meinen Schenkeln sammelt. Ich trete aus dem Slip, hebe ihn auf, lege ihn zu den anderen Sachen, und als ich mich umdrehe, steht Claire drei Schritte entfernt, und ich bin nackt, und sie ist nicht, und der Unterschied ist jetzt ein Abgrund.

Ich stehe im Sternenlicht, auf dem trockenen Sand, mit dem Rauschen des Meeres hinter mir, und eine Frau in einem Badeanzug betrachtet meinen Körper, und ich zittere, und es ist nicht vor Kälte.

„Komm her", sagt sie, und ich gehe, und mit jedem Schritt spüre ich die Bewegung meiner Brüste, die Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln, die Kühle der Nachtluft auf meiner Haut, und wenn ich vor ihr stehe, legt sie ihre Hand auf meinen Hals — nicht fest, nur liegend, und mein Puls pocht gegen ihre Handfläche.

„Ich spüre deinen Herzschlag", sagt sie. „Er ist schnell."

„Ja."

„Das ist gut. Das bedeutet, du lebst. Das bedeutet, du fühlst." Ihr Daumen streicht über meinen Kehlkopf, und ich schlucke, und die Bewegung drückt meinen Hals gegen ihre Hand. „Jetzt schließe die Augen."

Ich schließe die Augen. Und die Dunkelheit ist plötzlich anders — nicht die Dunkelheit der Nacht, die ich sehen konnte, sondern eine innere Dunkelheit, in der ich nur noch spüre: ihre Hand auf meinem Hals, den Sand unter meinen Füßen, den Wind auf meiner nackten Haut, die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen, die sich jetzt warm und schwer anfühlt, und das Rauschen des Meeres, das in meinen Ohren pulsiert.

„Ich möchte, dass du etwas sagst", flüstert Claire, und ihre Stimme ist jetzt ganz nah, an meinem Ohr. „Ich möchte, dass du sagst: Ich gehöre dir."

Mein Atem stockt.

„Sag es."

„Ich — ich gehöre dir."

Die Worte kommen heraus, und sie sind nicht leise, und sie sind nicht laut, und sie sind genau richtig, und als sie in der Nachtluft hängen, spüre ich, wie etwas in mir nachgibt — eine Spannung, die ich seit Wochen, seit Monaten, seit Jahren mit mir herumgetragen habe, und die jetzt zerbricht, und ich stehe da, nackt und offen, und Claire hält meinen Hals, und ich bin frei.

„Noch einmal", sagt sie.

„Ich gehöre dir."

„Gut." Ihre Hand löst sich von meinem Hals, und ich wackle, als der Halt verschwindet, aber dann spüre ich ihre Hände auf meinen Schultern, und sie dreht mich, und ich stehe mit dem Rücken zu ihr, und ihre Hände liegen auf meinen Hüften, und sie zieht mich einen Schritt zurück, bis mein Rücken gegen ihren Bauch liegt, und ihre Arme legen sich um mich, und ich spüre den Stoff ihres Badeanzugs gegen meine nackte Haut, und der Kontrast — Stoff gegen Fleisch, bekleidet gegen nackt — lässt mich zittern.

„Du zitterst wieder", murmelt sie in mein Haar.

„Ich weiß."

„Weißt du, warum?"

„Nein."

„Weil du aufgeregt bist. Weil du nackt stehst, und ich nicht, und das dir Macht gibt — nein, nicht mir. Dir." Ihre Hände gleiten über meinen Bauch, und ich atme schneller, und ihre Fingerspitzen berühren das Piercing, und ich zucke. „Weil du dich entschieden hast, hier zu stehen. Weil du dich entschieden hast, mir zu folgen. Weil du dich entschieden hast, mir zu gehören. Und das macht dich frei, nicht gefangen."

Ich schließe die Augen, und eine Träne rollt über meine Wange, und ich weiß nicht, woher sie kommt, aber sie ist heiß und salzig, und Claire wischt sie nicht weg, sondern lässt sie laufen, und ihre Hände liegen auf meinem Bauch, und ich spüre, wie sich mein Körper unter ihren Händen öffnet, wie die Muskeln weichen, wie die Anspannung zerfließt.

„Jetzt öffne die Augen", sagt sie, und ich öffne sie, und ich sehe das Meer, dunkel und breit, und die Sterne darüber, und Claires Hände auf meinem Bauch, und ich stehe hier, nackt und frei, und es ist das Schönste, was ich je gefühlt habe.

„Mareike", sagt sie, und mein Name in ihrem Mund klingt wie ein Geschenk. „Ich werde dich jetzt berühren. Nicht wie vorhin. Langsamer. Und du wirst still sein. Du wirst nichts sagen, außer ich frage dich etwas. Verstanden?"

„Ja."

„Ja, was?"

Ich zögere. Dann: „Ja, Claire."

„Gut." Ihre rechte Hand gleitet von meinem Bauch abwärts, und ich spüre, wie ihre Fingerspitzen über das Piercing streichen, über die weichen Haare, und dann tiefer, und ich halte den Atem an, und ihre Finger erreichen die Stelle, wo ich feucht bin — nicht leicht feucht, sondern nass, triefend, und als ihre Fingerspitzen über mein Eingang gleiten, stöhne ich auf, und der Ton ist laut in der Nachtluft, und Claire drückt mich fester an sich.

„Still", flüstert sie. „Ich habe gesagt, still."

Ich beiße mir auf die Lippe. Ihre Finger gleiten weiter, langsam, und sie teilt mich — nicht grob, sondern behutsam, und ihre Fingerspitzen finden meine Klitoris, und sie ist hart und pochend, und als sie mich berührt, zuckt meine Hüfte vor, und Claire hält mich fest, ihre linke Hand auf meinem Bauch, ihre rechte Hand zwischen meinen Beinen.

„Du bist nass", sagt sie. Feststellung. Diagnose.

„Ja."

„Seit wann?"

„Seit — seit du mich gesagt hast, ich soll mich drehen."

Ich spüre, wie sie lächelt, auch ohne es zu sehen. „Seit der Aufgabe", sagt sie. „Nicht seit der Berührung. Das bedeutet, du magst das Zeigen. Du magst es, wenn ich dich ansehe."

Sie hat recht. Und das Wissen, dass sie recht hat, lässt mich noch feuchter werden, und ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht, und Claire beginnt, ihre Finger zu bewegen — langsam, kreisend, und jeder Kreis zieht einen Ton aus mir, den ich schlucke, und mein Körper zittert unter ihren Händen.

„Du hältst dich zurück", sagt sie. „Ich spüre es. Deine Oberschenkel sind angespannt, dein Bauch ist hart. Lass los, Mareike."

Ich versuche es. Ich atme aus, und die Luft kommt zittrig, und ihre Finger bewegen sich, und ich spüre, wie sich etwas in mir aufbaut — nicht schnell, sondern langsam, wie eine Welle, die sich weit draußen im Meer sammelt.

„Wenn du kommst", flüstert Claire, „dann komm leise. Und sag meinen Namen."

Ich nicke. Ihre Finger bewegen sich schneller, und ihre linke Hand drückt meinen Bauch, und ich spüre, wie die Welle näher kommt, und ich beiße mir auf die Lippe, und das Stöhnen in meinem Hals ist ein Tier, das ich am Zügel halte, und Claire — Claire bewegt ihre Finger, und ich spüre, wie sich alles in mir zusammenzieht, und dann —

„Claire", flüstere ich, und die Welle bricht, und ich komme, und es ist leise, wie sie gesagt hat, aber mein Körper zittert, und ich beuge mich nach vorn, und Claire hält mich fest, und ihre Finger sind noch in mir, und ich pulsiere um sie, und die Tränen laufen über meine Wangen, und es ist — es ist —

Ich weiß nicht, was es ist. Es ist zu viel und zu wenig und alles dazwischen, und Claire hält mich, und das Meer rauscht, und ich stehe hier, nackt und bebend, in den Armen einer Frau, die mir gesagt hat, dass ich ihr gehöre, und die recht hat.

Nach einer Weile löst sie ihre Hände, und sie dreht mich zu ihr, und sie sieht die Tränen, und sie wischt sie mit dem Daumen ab, und dann küsst sie mich — sanft, fast zärtlich, und ich schmecke Rauch und Minze und Salzwasser, und ich küsse sie zurück, und meine Hände greifen nach ihren Schultern, und der Stoff ihres Badeanzugs ist rau unter meinen Fingern.

„Du warst brav", sagt sie, als sie sich löst. „Sehr brav."

Und das Wort — brav — trifft mich tiefer als alles andere, tiefer als die Berührung, tiefer als den Orgasmus, und ich spüre, wie etwas in mir aufblüht, das nicht sexuell ist, sondern etwas anderes, etwas Größeres, und ich lehne meinen Kopf gegen ihre Schulter, und sie hält mich, und das Meer rauscht, und die Sterne drehen sich über uns, und ich gehöre ihr, und es ist gut.



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