Clara 2/3 Spuren von Gummi auf der Zunge (fm:Fetisch, 3147 Wörter) [2/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Misttueck | ||
| Veröffentlicht: Jul 21 2026 | Gesehen / Gelesen: 455 / 390 [86%] | Bewertung Teil: 9.67 (3 Stimmen) |
| Ich sitze an der dunklen Bar, mein halbvolles Weinglas perlt vor mir, als ich die Barkeeperin mit den spitzen Latexstiefeln auf mich zukommen sehe. Sie hat mein Starren auf die silberhaarige Frau und die Kniende in der Nische bemerkt, und ihre stumme Auff | ||
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bist.“
Ich schlucke. Meine Finger umklammern den Stiel des Weinglasses.
„Und was bin ich?“, frage ich. Meine Stimme bricht am Ende, ein hauchdünner Riss.
Sie zieht sich zurück, gerade so weit, dass ich ihr Gesicht sehe. Ein Lächeln, aber kein warmes. Ein diagnostisches. Wie jemand, der einen Schmerzpunkt gefunden hat und prüft, wie tief er geht.
„Das“, sagt sie, „solltest du herausfinden.“
Der Jazz spielt. Das Cello stottert. Die Frau mit dem silbernen Haar hat ihre Zigarette abgestellt, im Kristallaschenbecher, und beobachtet uns. Die Jüngere kniet noch immer, aber ihr Kopf hat sich gedreht, ihre Augen sind auf mich gerichtet. Und ich merke, dass nicht nur sie schauen — die ganze Bar hat sich verlangsamt, die Gespräche leiser, die Bewegungen weniger. Als hätte jemand die Lupe zugedreht und alles durch einen schmalen Spalt gepresst, durch den nur noch ich und die Barkeeperin passen.
Ich sollte aufstehen. Ich sollte meine Hände auf die Bartheke stützen und mich hochschieben und durch den Raum gehen, vorbei an den roten Ledersesseln, vorbei an den Frauen in Latex und Absätzen, bis ich vor der Nische stehe und sage, was ich bin. Devot. Unterwürfig. Eine, die Aufgaben mag, die Demütigung sucht, die es braucht, geprüft zu werden.
Aber meine Beine sind schwer. Mein rechter Fuß hat sich um den Stuhlbein meines Barhockers gehakt, als wüsste mein Körper etwas, das mein Kopf noch nicht zugeben will. Die Wärme zwischen meinen Beinen pulst, ein rhythmisches Ziehen, das sich mit dem Klacken der Stiefel synchronisiert, und ich spüre, wie mein Slip sich weiter befeuchtet, wie der Stoff sich an meine Schamlippen legt, kühl und nass zugleich.
Ich öffne den Mund. Schließe ihn wieder.
„Ich — ich weiß nicht, ob —“, beginne ich.
Mehr brauche ich nicht zu sagen. Die Barkeeperin sieht es. Sie sieht das Zögern, das Zittern in meiner Stimme, die Art, wie meine Finger das Weinglas loslassen und nach der Bartheke greifen, als bräuchten sie Halt. Und sie reagiert nicht mit Worten.
Ihre Hand greift in mein Haar.
Es ist ein fester Griff, kein grober. Ihre Finger gleiten unter meinen grauen Bürstenschnitt, finden den Hinterkopf, den Ansatz am Nacken, und ziehen. Nicht stark genug, um Schmerz zu verursachen — aber stark genug, um meinen Kopf nach hinten zu neigen, stark genug, um mir klar zu machen, dass sie es ist, die jetzt bestimmt, wo mein Gesicht hinguckt. Mein Nacken streckt sich, mein Kinn hebt sich, und ich starre in die Decke der Bar, die aus dunklem Holz besteht, mit Rissen, die wie Adern aussehen.
„Du zögerst“, sagt sie. Ihre Stimme ist jetzt nicht mehr leise. Sie trägt, nicht laut, aber mit einer Klarheit, die den ganzen Raum füllt. „Du zögerst, und das ist nicht, was wir hier tun.“
Ihre Hand dreht meinen Kopf, bis ich sie ansehe. Ihre dunklen Augen sind nah, sehr nah, und ich rieche den Latex ihres Korsetts, den warmen Gummi, der sich spannt und entspannt mit jedem ihrer Atemzüge.
„Auf die Knie“, sagt sie.
Die Worte treffen mich wie ein Schlag in den Bauch — nicht hart, aber genau. Mein Atem stockt, und ich spüre, wie sich meine Schenkel zusammenziehen, wie meine Muschi unter dem nassen Slip weiter pocht, ein Zustimmen, ein Ja, das mein Kopf noch nicht formuliert hat.
Ich zögere. Noch immer. Noch einen Moment. Meine Hände liegen auf der Bartheke, die Finger gespreizt, als könnte ich mich festhalten, als könnte ich verhindern, was kommt. Aber ich will es nicht verhindern. Ich will es. Und genau das — dieses gleichzeitige Wollen und Nicht-Können, dieses Ziehen in zwei Richtungen — ist es, was mich lähmt.
Da ist ein Lächeln auf ihrem Gesicht. Nichts Freundliches. Ein Lächeln, das sagt: Ich kenne das. Ich habe das hundertmal gesehen. Und ich habe Zeit.
Ihr Griff in meinem Haar festigt sich. Sie zieht mich vom Barhocker, und meine Füße finden den Boden, die flachen Schuhe, die jetzt so falsch wirken, so blass und gewöhnlich zwischen all den Stiefeln und Absätzen, die auf dem schwarz lackierten Holz klacken. Sie führt mich, nicht grob, aber unerbittlich, vom Hocker weg, und ich gehe, mein Körper folgt ihrem Griff, meine Beine bewegen sich, als wären sie an Schnüren gezogen, und ich stolpere einen halben Schritt, als mein Fußgelenk sich nicht schnell genug dreht.
Dann hält sie an. Mitten im Raum. Zwischen der Bar und der Nische, in der die Frau mit dem silbernen Haar und die Kniende sitzen. Ich kann die Zigarette riechen, die im Aschenbecher liegt, und den süßlichen Tabak, der sich mit dem Latex und dem Parfüm mischt. Die Bar ist still geworden, bis auf das Cello, das noch immer stottert, und das Klacken der Absätze, das jetzt langsam ist, als würden die Frauen näherkommen, sich um uns sammeln, einen Kreis bilden.
„Auf die Knie“, sagt die Barkeeperin wieder. Und dieses Mal drückt ihre Hand nach unten, während sie meinen Kopf hält, und meine Knie geben nach, einer nach dem anderen, bis sie den Holzboden berühren. Der Lack ist kalt durch den Stoff meiner schwarzen Hose, und ich spüre jeden einzelnen Riss im Holz unter meinen Kniescheiben, jede Unebenheit, als würde der Boden mir sagen: Hier gehörst du hin. Hier, auf dem Boden, zwischen den Stiefeln.
Die Barkeeperin tritt einen Schritt zurück. Ihre Stiefel sind jetzt direkt vor meinem Gesicht — schwarz glänzender Latex, der über ihre Waden und Knie reicht, die Spitzen der Absätze wie Nadeln auf dem Holz, die Sohlen leicht abgenutzt, eine Spur von Staub am Spann. Der Latex glänzt im gedimmten Licht, und ich rieche ihn jetzt deutlich — Gummi, warm von ihrer Körperwärme, mit einem Hauch von Schuhcreme darunter.
„Lecke“, sagt sie.
Ein Wort. Nicht mehr. Aber es reicht, um meine Wangen brennen zu lassen, um mein Herz bis in die Kehle zu schlagen, um meine Hände, die jetzt auf meinen Oberschenkeln liegen, leicht zittern zu lassen.
Ich beuge mich vor. Langsam. Mein grauer Pullover spannt sich über meinen Schultern, und meine kurzen grauen Haare fallen über meine Stirn. Ich strecke die Zunge aus — zögerlich, wie jemand, der eine fremde Frucht probiert — und berühre den Latex.
Der Geschmack trifft mich zuerst. Gummi, bitter und chemisch, mit einem Salzigen darunter, das von ihrer Haut kommt, von dem Schweiß, der sich unter dem Latex sammelt, den ganzen Abend, in der Wärme der Bar. Ich lecke eine Linie von der Sohle nach oben, über den Spann, und der Latex ist glatt und warm unter meiner Zunge, und ich spüre, wie sich meine Muschi zusammenzieht, ein pulsierender Krampf, der mich nasser macht, als ich schon bin.
Ich lecke wieder. Länger diesmal, mit mehr Zunge, mit mehr Fläche, und der Latex quietscht leise unter meiner Spur. Ich schließe die Augen, und die Welt schrumpft zusammen auf diese Berührung — meine Zunge auf schwarzem Gummi, der Geruch von Latex und Schweiß, das Klacken der anderen Stiefel um mich her, das Raunen der Frauen, die zuschauen.
„Schaut euch das an.“ Die Stimme kommt von links, von einer Frau, die ich nicht gesehen habe, als ich hereinkam. Eine Altstimme, rauchig. „Die kleine graue Maus, die die Stiefel leckt.“
Gelächter. Nicht böses, aber spöttisches. Ein leises, amüsiertes Kichern, das durch den Raum wandert, von Frau zu Frau, wie eine Welle.
„Wirklich devot, oder?“, sagt eine andere Stimme, jünger, mit einem Akzent, den ich nicht einordnen kann. „Schau, wie sie leckt. Als wäre es ein Eis.“
Mehr Gelächter. Meine Wangen brennen, und ich spüre die Hitze in meinem Gesicht, die sich nach unten ausbreitet, über meinen Hals, in meine Brust, und meine Brustwarzen spannen sich gegen den Stoff meines BHs, hart und empfindlich, und ich lecke weiter, über das Knie der Stiefel, wo der Latex dicker ist und der Geschmack intensiver, bitterer, mehr Gummi, mehr Schweiß.
„Nicht so hastig“, sagt die Barkeeperin, und ihre Hand legt sich in meinen Nacken, hält mich fest. „Nimm dir Zeit. Zeig uns, dass du es ernst meinst.“
Ich verlangsame. Meine Zunge gleitet nun in breiten, weiten Strichen über den Latex, von der Sohle bis zur Wade, und ich schmecke jeden Zentimeter — den Staub der Bar, den Gummi, die Spur ihres Fußpuders, das sich mit dem Latex vermischt hat. Meine Hände liegen jetzt auf dem Boden, auf beiden Seiten ihrer Stiefel, und ich spüre das Holz unter meinen Handflächen, kühl und rau, und meine Knie drücken in den Lack, und mein Rücken ist gekrümmt, mein Po in die Höhe gestreckt, und ich weiß, dass die Frauen hinter mir meine Form sehen, die weiche Rundung unter der schwarzen Hose, und ich spüre ihre Blicke wie Finger, die über mich gleiten.
„Sie hat eine schöne Haltung“, sagt die Frau mit dem silbernen Haar. Ich erkenne ihre Stimme jetzt — tief, mit einer Autorität, die nicht laut sein muss. „Gebückt, demütig. So gehört es sich.“
„Aber sie hat noch immer die flachen Schuhe an“, sagt die Jüngere aus der Nische. „Schau ihre Füße an. Flache Schuhe. In dieser Bar.“
Ein Raunen geht durch den Raum. Abscheu. Amüsiertes Entsetzen. Als hätte jemand ein falsches Kleidungsstück in einen Tempel getragen. Ich schaue auf meine eigenen Füße — die flachen, schwarzen Schuhe, die so gewöhnlich aussehen, so blass und nichtig neben den Stiefeln der Barkeeperin — und mir wird klar, was ich bin: ein Fremdkörper. Eine, die nicht hierher gehört, nicht in diesen Schuhen, nicht in diesen Kleidern, nicht mit diesem Zögern.
Die Barkeeperin zieht mich an den Haaren hoch, bis mein Gesicht vor ihrem Knie ist, und ich sehe von unten in ihr Gesicht — die dunkle Haut, die im roten Licht glänzt, die strengen Augen, den Mund, der nicht lächelt.
„Du leckst gut“, sagt sie. „Aber lecken allein reicht nicht. Sag mir, was du bist.“
Ich öffne den Mund. Meine Zunge ist noch nass von Latex und Schweiß, und die Worte stecken in meiner Kehle, fest und schwer, wie ein Klumpen, der nicht hinunter will.
„Ich — ich bin —“, stottere ich, und meine Stimme bricht, und ich spüre, wie mir heiß in den Augen wird, und ich blinzle, und eine Träne löst sich, rollt über meine Wange, und ich schäme mich, und ich bin erregt, und ich will mehr, und ich will fliehen, und ich bleibe.
„Sprich“, sagt die Barkeeperin. Ihr Griff in meinem Haar festigt sich, ein kurzer Zug, der meinen Kopf nach hinten reißt, bis mein Hals gestreckt ist und ich die Decke sehe, die Adern im Holz, die Risse, die wie Linien einer Hand lesen.
„Ich bin devot“, sage ich. Die Worte kommen leise, fast tonlos, aber sie sind da, und sie hängen in der Luft wie Rauch.
„Lauter“, sagt die Barkeeperin.
„Ich bin devot.“ Lauter diesmal, und meine Stimme zittert, aber sie trägt, und ich spüre, wie die Worte durch den Raum gehen, wie die Frauen sie hören, wie sie nickend, lächelnd, spöttisch reagieren.
„Und was machen devote Frauen in meiner Bar?“, fragt die Barkeeperin.
Sie zieht meinen Kopf wieder nach unten, bis mein Gesicht vor ihren Stiefeln ist, und ich verstehe. Ich beuge mich vor, meine Zunge findet den Latex, und ich lecke — langsam, gründlich, von der Sohle über den Spann bis zur Wade — und während ich lecke, sage ich es, die Worte nass und verschwommen gegen den Gummi:
„Sie gehorchen.“
Gelächter. Aber auch ein Murmeln, ein Anerkennen. Die Frau mit dem silbernen Haar hat ihre Zigarette wieder angezündet, und ich rieche den Rauch, der über mich hinwegzieht, und ich huste leise, und die Barkeeperin hält mich fest, und ich lecke weiter, über das Knie, bis zum Oberschenkel, wo der Latex enger anliegt und wärmer ist, und ich spüre die Wärme ihrer Haut darunter, und mein Mund ist voll von Geschmack — Gummi, Schweiß, Tabak aus der Luft — und meine Muschi pocht, nass und heiß, und ich presse meine Schenkel zusammen, aber es hilft nicht, es macht es schlimmer, das Reiben des nassen Slips gegen meine Schamlippen, und ich keuche leise, ein Laut, der nicht laut ist, aber die Frauen um mich herum hören ihn.
„Sie ist nass“, sagt jemand hinter mir. Eine Feststellung, kein Spott. „Schaut ihre Haltung. Sie presst die Beine zusammen.“
„Natürlich ist sie nass“, sagt die Barkeeperin. „Sie leckt meine Stiefel vor aller Augen. Was soll sie sonst sein?“
Ihre Hand löst sich aus meinem Haar. Sie streicht mir stattdessen über den Kopf, eine kurze, fast zärtliche Geste, und ich bebe, und eine weitere Träne löst sich, und ich lecke weiter, in langsamen, breiten Strichen, und der Latex glänzt jetzt, wo meine Zunge ihn benetzt hat, eine Spur von Speichel, die im Licht schimmert.
„Gut“, sagt die Barkeeperin. „Genug.“
Ich halte inne. Meine Zunge liegt noch am Latex, aber ich bewege sie nicht mehr. Ich warte. Mein Atem geht flach und schnell, und ich spüre, wie sich mein Brustkorb hebt und senkt, und meine Knie schmerzen auf dem Holzboden, und mein Gesicht ist nass — von Tränen, von Speichel, von Schweiß — und ich weiß nicht, was ich tun soll, wo ich hingucken soll, wie ich aufstehen soll.
Die Barkeeperin tritt einen Schritt zurück. Ihre Stiefel verlassen mein Gesichtsfeld, und ich bleibe knien, auf dem Boden, zwischen den Frauen, die mich umringen, und ich sehe ihre Beine — Latex, Nylon, nackte Haut, Stiefel, Pumps, Sandalen mit Riemen — und ich bin klein, hier unten, auf dem Boden, und die Welt ist groß und warm und riecht nach Gummi und Tabak und Wein.
„Du darfst aufstehen“, sagt die Barkeeperin.
Ich stütze mich auf die Bartheke, ziehe mich hoch. Meine Knie zittern, und ich muss mich festhalten, bis ich stehe, und mein Pullover ist verschoben, hat sich aus meiner Hose gelöst, und meine Haare stehen in alle Richtungen, und ich wische mir über das Gesicht, aber es bringt nichts, die Tränen und der Speichel verschmieren sich nur, und ich fühle mich — ich fühle mich — ich fühle.
Die Frau mit dem silbernen Haar lächelt mich an. Hebt ihr Glas, ein stummes Anstoßen, und die Jüngere neben ihr, die noch immer kniet, nickt mir zu, und in ihrem Blick ist etwas, das ich kenne, etwas, das sagt: Ich war, wo du bist. Es geht vorbei. Und es geht nicht vorbei.
Ich setze mich zurück auf meinen Barhocker. Das Weinglas steht noch da, halbvoll, warm geworden. Ich nehme einen Schluck. Der Wein schmeckt nach nichts, nach Wasser mit Farbe, und ich stelle das Glas ab und greife nach dem Wasserglas, und das Wasser ist kalt und klar, und ich trinke es in einem Zug, und es rinnt meine Kehle hinab und kühlt, was brennt.
Die Barkeeperin steht hinter der Bar, poliert ein Glas, als wäre nichts gewesen. Aber als ich aufsehe, fängt sie meinen Blick, und für einen Moment — einen einzigen, schmalen Moment — ist da etwas in ihren Augen, das nicht diagnostisch ist, nicht streng, nicht prüfend. Etwas, das aussieht wie Anerkennen. Wie ein stummes: Gut gemacht.
Dann wendet sie sich ab, und ich sitze auf meinem Barhocker, in meinem grauen Pullover und meinen flachen Schuhen, und der Jazz spielt, und das Cello stottert, und die Frau mit dem silbernen Haar bläst Rauch über die Kniende, und ich schmecke noch immer Latex auf meiner Zunge — bitter, chemisch, salzig — und ich weiß, dass ich wiederkommen werde. Dass ich wiederkommen muss. Dass dieser Abend nicht endet, sondern beginnt.
Der Wein ist warm. Ich trinke ihn trotzdem.
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