Die Bibliothekarin myst Kommentatorin,Eleonora 2/6 Spiegel der Unterwerfung (fm:Exhibitionismus, 3516 Wörter) [2/3] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Misttueck | ||
| Veröffentlicht: Jul 21 2026 | Gesehen / Gelesen: 217 / 146 [67%] | Bewertung Teil: 9.75 (4 Stimmen) |
| Als sie nach Hause kommt, findet sie ihre Partnerin im roten Kleid vor, das sie auf Miststücks Befehl geöffnet hat. Die Spannung zwischen ihnen ist greifbar, als sie die Knöpfe weiter öffnet und die Kontrolle abgibt. | ||
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Das Klicken der Tür kommt wie ein Messerschnitt durch die Stille. Ich ersticke den Impuls, mich zu drehen. Meine Hände bleiben, wo sie sind — auf dem Stoff des dunkelroten Kleides, die Fingerkuppen auf dem Rand des vierten offenen Knopfs, der Spiegel vor mir ein breites, schmales Bild aus gedämpftem Licht und der Farbe meines Gesichts, das wärmer ist als vor einer Minute. Der Flur hinter mir wirft einen langen Schatten vorwärts, und ich höre sie — nicht ihre Schritte, nicht zuerst, sondern das Geräusch ihrer Tasche, die auf die Kommode im Eingangsbereich gelegt wird, dieses vertraute, lederne Aufsetzen. Dann die Schuhe. Absätze auf dem Holzboden. Ein scharfes, rhythmisches Klopfen, das näher kommt.
Ich bewege mich nicht.
Der Spiegel zeigt mir, was hinter mir passiert, noch bevor es passiert. Sie erscheint im Türrahmen des Schlafzimmers, die Jacke noch an, die Haare etwas zerzaust vom Wind draußen, und ihr Blick — ich erkenne es im Spiegel, wie er über mich hinweggleitet, nicht flüchtig, nicht beiläufig, sondern wie eine Hand, die langsam über einen Stoff streicht und prüft, ob er reißt oder hält. Ihr Blick bleibt an dem offenen Knopf hängen. An dem kleinen Dreieck Haut, das dort sichtbar wird, wo der Stoff nicht mehr schließt. Ich sehe, wie sich ihr Kinn hebt. Wie ihre Lippen sich trennen, nur millimeterweit, und wie sie einatmet, als würde sie etwas kosten.
Sie sagt nichts. Nicht sofort.
Ich höre, wie sie aus den Schuhen schlüpft — nein, nicht schlüpft. Sie tritt aus ihnen, mit der Art von Selbstverständlichkeit, die mir sagt, dass sie nicht geht, sondern bleibt. Die Absätze bleiben stehen, wo sie aus ihnen gestiegen ist, zwei spitze schwarze Nadeln auf dem Holz, und sie geht auf Socken weiter, aber das ändert nichts an der Art, wie sie den Raum betritt. Der Raum gehört ihr. Der Raum gehört ihr immer, aber jetzt — jetzt spüre ich es wie eine Druckveränderung, wie wenn sich das Wetter dreht und die Luft schwerer wird, noch bevor der Regen kommt.
Sie tritt hinter mich. Im Spiegel sehe ich, wie sie ihre Hände hebt, die Finger gespreizt, und sie — nicht auf mich, nicht auf meine Schultern — sondern in den Ausschnitt des Kleides, von hinten, dort, wo der Stoff über meinen Nacken fällt. Ihre Fingerspitzen berühren zuerst nur den Stoff, dann schieben sie sich darunter, und die Berührung ist so leicht, dass ich sie fast nicht spüre, fast, aber nicht ganz, weil ihre Finger kühl sind und meine Haut heiß, und der Kontrast ist wie ein Aufschrei, den niemand hört.
„Du trägst es endlich so", sagt sie, und ihre Stimme ist leise, fast ein Atemzug, „wie es getragen werden will."
Ich schließe die Augen. Nicht lange. Nur einen Schlag lang, lange genug, um zu spüren, wie ihre Finger sich tiefer schieben, den Stoff spannen, ihn nicht wegziehen, sondern führen — meine Hand, die noch immer am vierten Knopf liegt, wird von ihren Fingern umschlossen, nicht fest, aber bestimmt, und sie drückt meine Hand nach unten, zum nächsten Knopf, dem fünften, der noch geschlossen ist.
„Mach auf", flüstert sie, und das Wort ist kein Befehl, nicht im herkömmlichen Sinn, es ist etwas anderes, etwas, das tiefer geht, das nicht fragt und nicht zwingt, sondern etwas freilegt, das schon da war.
Meine Finger finden den Knopf. Der Stoff ist gespannt zwischen ihrer Hand und meiner, und als ich den Knopf durch das Knopfloch schiebe, gibt er mit einem kleinen, nassen Klicken nach — nass, weil der Stoff feucht ist, vom Schweiß oder von etwas anderem, etwas, das tiefer sitzt — und die kühle Luft streift meine Haut, dort, wo das Kleid jetzt weiter offen steht, ein Streifen, der vom Schlüsselbein bis zum Ansatz meiner Brüste reicht, und die Luft ist wie eine Zunge, die über mich leckt.
Ihr Atem ist nah. Ich spüre ihn am Nacken, warm, gleichmäßig, während meiner alles andere als gleichmäßig ist. Ihre Hand liegt noch auf meiner, und sie drückt sie nicht weiter, aber sie nimmt sie auch nicht weg, und das Gewicht ihrer Hand auf meiner ist wie ein Anker, der mich daran erinnert, wo ich bin und wem dieser Moment gehört.
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