Brave Ehefrau auf Abwegen (fm:Ehebruch, 7874 Wörter) | ||
| Autor: Romjul2 | ||
| Veröffentlicht: Jul 27 2026 | Gesehen / Gelesen: 236 / 189 [80%] | Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen) |
| Kathrin, brave und frustrierte Ehefrau, wird durch den neuen Kassenwart verführt und hat den Sex Ihres Lebens | ||
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Kathrin war 46.
Von außen sah das Leben ordentlich aus. Ein Reihenhaus am Stadtrand, zwei Teenager – die Tochter 15, der Sohn 13 –, ein Mann, der ordentlich verdiente und viel arbeitete. Die Küche war sauber, die Wäsche erledigt, die Termine im Familienkalender akribisch eingetragen. Niemand hätte gesagt, dass in diesem Haus etwas fehlte. Am wenigsten sie selbst, zumindest nach außen.
In Wahrheit war sie seit Jahren müde.
Nicht die Art Müdigkeit, die sich mit einer Nacht Schlaf beheben ließ. Es war eine tiefe, leise Erschöpfung, die sich in den Alltag gefressen hatte. Sie stand morgens auf, machte Frühstück, fuhr die Kinder zur Schule oder ließ sie den Bus nehmen, erledigte Einkäufe, putzte, kochte, wusch, organisierte. Abends saß der Mann manchmal noch eine Stunde mit ihr auf dem Sofa, bevor er einschlief. Die Gespräche waren praktisch: Wer fährt morgen wen, wann ist der nächste Elternabend, ob der Rasen gemäht werden muss. Sex gab es selten. Wenn die Kinder bei Freunden oder auf Klassenfahrt waren, passierte manchmal etwas. Schnell, im Dunkeln, mit dem vertrauten Geräusch seines Atems an ihrem Ohr. Er kam. Sie nicht. Danach lag sie wach und starrte an die Decke, während er schon schlief. Die Leere zwischen ihren Beinen war irgendwann normal geworden. Genauso wie die Langeweile, die sich über alles legte wie eine dünne, graue Schicht.
In den Jahren der Ehe hatte sie zugenommen. Nicht dramatisch, aber spürbar. Irgendwann hatte sie angefangen, wieder darauf zu achten. Langsam, ohne großen Aufwand. Inzwischen wog sie 74 Kilo bei 1,77. Es war nicht so, dass sie sich deswegen besonders fühlte. Es war einfach ein Fakt, den sie zur Kenntnis nahm, so wie sie auch den Rest ihres Alltags zur Kenntnis nahm.
Sie suchte nach etwas, das sie aus dem Trott holte. Nicht bewusst. Es war eher ein dumpfes Bedürfnis nach Bewegung, nach einem Grund, das Haus zu verlassen, ohne dass es um die Kinder oder den Haushalt ging.
Als die bisherige Vorsitzende des Fördervereins der Schule ankündigte, dass sie aufhören würde, meldete sich Kathrin. Fast aus einer Laune heraus. „Ich könnte das machen“, sagte sie auf der letzten Mitgliederversammlung, und niemand widersprach. Es gab ohnehin nicht viele, die sich meldeten. So wurde sie Vorsitzende.
Der Kassenwart hieß Markus.
Sie hatte ihn vorher nur flüchtig gesehen. Ein Mann Mitte vierzig, schlank, mit langen blonden Haaren, die er meist zu einem unauffälligen Zopf gebunden trug. Nicht wild, nicht auffällig – einfach etwas länger als üblich. Er wirkte ruhig, fast zurückhaltend. Bei den ersten gemeinsamen Terminen mit dem alten Vorstand war er höflich, präzise und wenig gesprächig. Sie wechselten ein paar Sätze über Konten, Spendenbescheinigungen und den Stand der Rücklagen. Mehr nicht.
Die Übergabe zog sich. Es gab mehrere Sitzungen im Konferenzraum der Schule – Neonlicht, ungemütliche Stühle, der Geruch von altem Kaffee und Kreide. Der alte Vorstand erklärte, Markus ergänzte Zahlen, Kathrin machte Notizen. Irgendwann waren die großen Runden vorbei. Was übrig blieb, waren die praktischen Dinge: Wer unterschreibt was, wie werden die Kontozugänge geregelt, welche Termine stehen an.
Markus schlug vor, die nächsten Absprachen außerhalb der Schule zu machen. „Hier ist immer jemand, der reinkommt. Und die Tür quietscht.“ Er lächelte dabei nur kurz. „Café am Marktplatz? Da ist es ruhiger.“
Sie willigte ein.
Das erste Treffen außerhalb fand an einem Dienstagnachmittag statt. Das Café war halb voll, sie saßen an einem Tisch in der Nähe des Fensters. Zwischen ihnen lagen Ordner und ein Laptop. Markus erklärte ihr die Struktur der Konten, die laufenden Verpflichtungen, die Rücklagen für das nächste Sommerfest. Er sprach klar, ohne Umschweife, und hörte zu, wenn sie nachfragte. Einmal, als sie den Stift fallen ließ, hob er ihn auf und legte ihn neben ihre Hand. Nichts Dramatisches. Nur eine beiläufige Geste.
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