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Das verlorene Herz Teil II (fm:Romantisch, 3677 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Jul 28 2026 Gesehen / Gelesen: 115 / 86 [75%] Bewertung Teil: 8.50 (2 Stimmen)
Janet verabredet sich mit Lisa zum Abendessen.

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Das verlorene Herz

Teil II

Ich war gerade dabei die Einkäufe zu verstauen, als sich die Gegensprechanlage meldete. "Hallo Janet, hier ist Lisa. Ich würde gerne meine Kette abholen." "Hallo Lisa, komm rauf."

Ich öffnete und Lisa lächelte mich verhalten an. "Komm rein, oder musst du gleich weiter?" "Nein, ich denke, ich habe ein paar Minuten Zeit." "Komm mit, ich habe sie hier im Schrank." Lisa folgte mir durch den Flur. Ich öffnete einen der Schränke, in dem sich meine Stethoskop Sammlung befand. "Brauchst du die alle für deine Arbeit?" Fragte sie von der Tür aus. "Nein, nicht direkt. Das ist eine Leidenschaft, oder besser, ein Tick von mir. Komm ruhig rein, du musst nicht in der Tür stehen bleiben." "Funktionieren die alle?" "Fast alle, bei einigen besonders alten oder besonders seltenen Stücken, bin ich noch auf der Suche nach Ersatzteilen."

"Wie hört sich ein Herz an?" Fragte Lisa. "Das ist schwer zu beschreiben, möchtest du es hören?" "Gern." Sie zögerte kurz, sprach dann weiter. "Geht das auch durchs Shirt? Ausziehen ist immernoch ziemlich schmerzhaft, wegen der Prellung." "Es geht, klingt aber verfälscht oder du hörst gar nichts. Wenn du möchtest, darfst du meins hören."

"Sehr gern." Sagte sie und machte mich damit ein bisschen nervös. Ich nahm ein relativ modernes Stethoskop aus dem Schrank und gab es Lisa. "Wie das funktioniert, weisst du ja sicher." "Ich denke schon." Ich zog mein Shirt über den Kopf, darunter trug ich noch einen rosanen BH. Sie setzte sich das Stethoskop auf und nahm das Bruststück in die Hand.

"Darf ich?" Fragte ich und deutete auf ihre Hand. "Ja natürlich." Ich nahm sie und führte sie zu meinem Herzen. Lisa schloss die Augen und lauschte, ich genoss das geliebte Gefühl belauscht zu werden. Ich zog meine Hand zurück, aber Lisa blieb mit ihrer Hand wo sie war, dann sah sie mich an.

"Das klingt schön." Sagte sie. "Ich mag das auch sehr, bin ein bisschen verrückt danach." Sie zog ihre Hand zurück und nahm das Stethoskop ab. "Deshalb diese Sammlung?" "Könnte man so sagen, Briefmarken waren mir zu gewöhnlich." Sagte ich und lächelte.

"Deine Kette!" Ich nahm eine kleine Schmuckdose aus dem Schrank und öffnete sie. "Sie ist bei deinem Unfall leider beschädigt worden. Lisa nahm ihre Kette an sich. "Dankeschön! Die Kette bedeutet mir sehr viel." "Ich denke, daß du das in einem Schmuckgeschäft in Ordnung bringen lassen kannst." "Die Kette war schon vor meinem Unfall so."

Lisa öffnete ein herzförmiges Medaillon, welches sie an einer Panzerkette um ihren Hals trug, legte die Kette mit dem Herz hinein und verschloss es wieder, dann schloss sie kurz ihre Augen. Als sie sie wieder öffnete, mied sie meinen Blick.

"Eine traurige Erinnerung?" Fragte ich vorsichtig. "Eine traurige Erinnerung an einen geliebten Menschen." Durch meinen Beruf wusste ich, daß es viel mehr einsame Menschen um uns herum gab, als wir gemeinhin annahmen. Viele davon wussten selbst nicht mal, das sie einsam waren. Ich selbst war ja ein gutes Beispiel dafür.

"Darf ich dich auf einen Kaffee einladen?" "Danke, aber ich möchte dir keine Umstände machen, du hast schon so viel für mich getan." "Das macht mir keine Umstände, ich hätte mir jetzt sowieso einen Kaffee gemacht und ich könnte dir nicht mal etwas dazu anbieten."

"Dankeschön. Du bist sehr nett." Wir gingen in die Küche, Lisa setzte sich an meinen Küchentisch und ich kümmerte mich um den Kaffee. Dann stellte ich eine Schüssel mit Haferkeksen auf den Tisch, bevor ich mich ebenfalls dazu setzte.

"Sagtest du nicht, du könntest mir nichts dazu anbieten?" "Die Zählen nicht, das ist meine Nervennahrung und immer vorrätig." Ich wechselte das Thema. "Haben deine Kollegen den Unfallverursacher gefunden?" "Ja, dank eurer Geistesgegenwärtigkeit das Kennzeichen zu notieren und dank eurer Zeugenaussagen kann er sich da nicht rausreden.

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