Im Cafe II (fm:Lesbisch, 3810 Wörter) [2/2] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Burgunder2017 | ||
| Veröffentlicht: Aug 09 2026 | Gesehen / Gelesen: 416 / 284 [68%] | Bewertung Teil: 9.00 (14 Stimmen) |
| Das Wiedersehen von Jule und Tom. Leider ohne Tom.... | ||
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Tom teilte meine Zweifel an einem Wiedersehen und trug somit auch zu keiner schnellen Lösung bei. Unsere Telefonate ließen weiterhin jede Routine missen, sofern wir von zu erklimmenden Höhepunkten absahen, und waren süße Fluchten aus dem Alltag. Kleine Reisen, mal sehr literarisch, dann fast poetisch verspielt und gelegentlich auch Monologe, flankiert vom lustvollen Schnurren, Stöhnen oder finalen Lust-Schreien des Angesprochenen.
Nun aber saß ich in meinem alten Golf auf der Autobahn gen Süden. Spontan hatte Tom mich heute Morgen ins Auto gesetzt. Ziel: Süddeutschland zu Marie. Er wusste, dass ich zwei Wochen frei hatte, und war es wohl selber leid, sich zu martern. Alle Zweifel hatte er energisch vom Tisch gewischt und eine Entscheidung eingefordert, nur um im nächsten Satz mir eine weitere Hintertür zu öffnen, um doch wieder zukneifen.
Da ich die Adresse von Marie bereits hatte, schlug ich die Hintertür schwungvoll zu, hauchte ihm ein „Bis später“ in den Hörer und legte auf. Das war heute Morgen. Ich hatte nur das Nötigste in einen Rucksack geschmissen und diesen dann ins Gepäckabteil meines Autos und bin los…
Auch wenn Norddeutschland noch flach daherkam, waren die ersten Stunden doch eine reine Achterbahnfahrt der Emotionen. Zweifel und Vorfreude wechselten sich ab. Wer war Marie? Warum trafen wir uns bei ihr? Eine seiner Verflossenen? Eine Komplizin für Ungeahntes?
Die Zweifel wichen meiner Neugier und meine Fantasie malte lustvolle Filme zwischen meine Ohren. Leider zu bildlich, zu real. Ich rutschte nervös auf dem Fahrersitz hin und her, spürte, wie sich die angenehme Wärme zur Hitze staute, und Lippen sich befeuchten. Ich stöhnte leise auf und fast augenblicklich rissen mich die grellen Bremsleuchten des vorausfahrenden LKWs aus den Tagträumen. Mit quietschenden Reifen kam ich auf dem Standstreifen zum Stehen.
Mein Herz hämmerte in meiner Brust. „Das hätte schiefgehen können“, versuchte ich wieder, klare Gedanken zu fassen. Ich blickte mich um, nichts war passiert und der LKW fuhr langsam wieder an. Ich muss runter von der Autobahn, war der nächste Gedanke. Ich kroch langsam hinter dem LKW hinterher.
Die Bilder im Kopf drängten sich erneut in den Vordergrund, fast körperlich spürte ich Hände auf meiner Haut, die zu meinen Brüsten strebten, mich lustvoll packten und Genuss versprachen. Ich schüttelte den Kopf und wollte sie fortwischen, mir meiner wieder gewahr werden, doch die Hitze zwischen meinen Schenkeln vereitelte jeden Versuch eines klaren Gedankens. Ich musste zügig von der Autobahn, drängte es in mir. Mein Slip war längst durchnässt und um mein Leinenkleid vor verdächtigen Flecken zu bewahren, blieb mir nichts anderes übrig, als den Rock nach oben um die Taille zu raffen. Herausfordernd beim Fahren, aber auch Ablenkung von dem Kribbeln und Beben in meinem Unterleib.
Zum Glück erreichte ich wenige Kilometer weiter eine Ausfahrt. Ich nahm die Kurve viel zu zügig, die Reifen quietschten leicht in der Enge der Kurve und bog am Ende wahllos ab. Ich rauschte über die Landstraße, fand einen vielversprechenden Abzweig ins Nirgendwo. Von Büschen verdeckt endete diese kurze Sandpiste an einem Acker und bot die gesuchte Abgeschiedenheit.
Ich riss den Schlüssel aus der Zündung, warf den Sitz nach hinten und ließ mich in den Film fallen, den meine Lust so drängend erzählte. Unter dem gerafften Rock kochte meine Gier und zwei Finger blieben nur zwei Finger, gaben aber ihr Bestes, zu stimulieren, fordernd einzudringen und mir glauben machen wollend, sein Phallus wäre es an ihrer statt, und so jagte ich dem Gipfel der Lust entgegen und ließ mich von dem Orgasmus davon tragen.
Ich schnappte nach Luft und ließ die Wogen durch mein Becken ziehen, wollte sie fangen, auf dass sie nicht verebben. Zaghaft ließ ich meine Fingerkuppen meine Clit umkreisen, tauchte nochmals ein zwischen nasse Lippen, genossen die Dehnung, meine kreisenden Finger, aber es war nur ein Nachhall der Lust, kein neuer Aufstieg. Noch nicht bereit, den Gipfel abschließend zu verlassen, wanderten meine nun nassen Finger an meinen Mund, spielten mit meinen Lippen, benetzten sie mit meinen Säften. Langsam und genießerisch leckte ich meine Finger ab, um auch dem letzten Tropfen Lust nachzuspüren.
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