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Es ist nicht alles Gold, was glänzt. (fm:Sonstige, 905 Wörter) [3/3] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Aug 23 2026 Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] Bewertung Teil: 0.00 (0 Stimmen)
Teil 3


Ersties, authentischer amateur Sex


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Jens

Das Gespräch mit Pia ist zwingend – aber wie sage ich es? Jens musste sich vorbereiten. Zunächst, wo findet es statt: Ein geschützter, vertrauter Ort, in ruhiger Atmosphäre, ohne Zeitdruck – am besten in ihrer Wohnung. Wie: Nachdem sie es weiß ist, braucht sie Zeit zum verarbeiten und Zeit für Fragen. Dazu muss er sich informieren: Über den medizinischen Stand, Behandlungsmöglichkeiten, Ansteckungsgefahr, Prognosen für die Zukunft, etc. etc. Und dann begann seine Recherche, zunächst im Netz. UND da gab es eine Unmenge Informationen. Nach ca. 2 Stunden musste er das Druckerfach wieder auffüllen. Die Unmenge an Informationen, die er in nur 2 Stunden gesammelt, verstanden und bewertet hatte bestätigten Punkt 1 seiner ersten Liste: Dein Leben ist nicht vorbei, es wird nur anders! Jetzt hoffte er inständig, dass Pia DAS genauso sieht… Und er setzte sein Gespräch mit Pia für Samstag in 2 Tagen an. Bleibt die Frage kündigt er sein problembehaftetes Gespräch an?

Er entschloss sich für ankündigen und so rief er Pia Donnerstagmorgen an. Nach kurzem Vorgeplänkel kam er zum Punkt: „Pia-Schatz wir müssen am Samstag einen schwierigen Sachverhalt besprechen. Das kann u.U. länger dauern. Ich komme zum Frühstücken und bringe Brötchen mit, dann haben wir den ganzen Samstag für das Gespräch.“ Nach sekundenlanger Stille fragte Pia erstaunt: „Es gibt zwischen uns ein Problem, für dessen Auflösung wir viele Stunden benötigen?“ Er hatte es befürchtet, aber da musste er jetzt durch. Seine knappe Antwort war: „Ja!“ „Jens sag sofort was passiert ist“, forderte sie nachdrücklich. „Nein, nicht am Telefon“, blieb Jens eisern. „Dann komme ich nach der Arbeit zu dir“, ließ Pia nicht locker. „Bitte, bitte Pia vertrau mir, wir bereden das Samstag“, bat Jens eindringlich. Wieder sekundenlange Stille, dann kam die Antwort: „Ok, ich warte bis Samstag.“ „Pfffffff…“, ließ Jens erleichtert Luft ab.

Jens

Ihm war klar Pia würde nicht warten, sie würde nach er Arbeit bei ihm vor der Haustür stehen. Deshalb hatte er eine Übernachtungstasche für 2 Tage im Wagen stehen. Er würde zu seinem besten Freund Jörg fahren und dort bis Samstag bleiben. Nachdem das Gespräch mit Pia beendet war, rief er Jörg an und machte mit ihm sein Kommen klar. Somit würde Jörg der Erste sein, dem er es sagen wird. Dann nahm er für Donnerstag und Freitag Urlaub.

Jörg und Ute kannte er seid dem Gymnasium, sie gehörten zu seinen engsten Vertrauten und er wusste sie würden immer zu ihm stehen, sie würden ihn stützen und vor allem sie würden versuchen ihm zu helfen. Am späten Nachmittag fuhr dann zu Ute und Jörg. Die 200km waren schnell gefahren und so saßen sie 3 Stunden später im Wohnzimmer und Jens erzählte. Dann begann ein Frage- und Antwortgespräch: Wann, wo, und wie, hat er sich infiziert. Allerdings ergab sich dabei auch die Möglichkeit, dass er sich bei Pia angesteckt hat. Er kannte Pia 4 Monate und zwischen den letzten beiden Blutspenden lagen 3 Monate. Die erste war noch negativ, die zweite dann positiv. Er hatte seit er Pia kannte nur mit ihr Sex. Am Ende stand dann allerdings: Sie konnten das wann/wo/wie nicht mit Sicherheit klären. Deshalb befassten sie sich mit der Zukunft: Wie geht es jetzt weiter? Jörg tat die gemeinsamen Gespräche gut. Der zusätzliche Besuch bei der Aids-Hilfe vor Ort und die dort stattfindende Beratung, festigten seine Zuversicht weiter. Er nahm sein Schicksal an - HIV verlor etwas den Schrecken. Und so konnte er Samstag für morgens fast gelassen zu Pia fahren.

Pia

Nachdem sie aufgelegt hatte, war sie nicht zufrieden. Im Gegenteil: Was ist passiert? Warum stundenlange Gespräche? Warum habe ich DAS nicht bemerkt? Sie haderte auch mit ihrer Zusage, das Gespräch erst Samstag zu führen. So hatte sie keinen produktiven Arbeitstag. Ihre Gedanken kreisten ständig um Jens und die unbekannte Bedrohung. Ihr wurde wieder deutlich bewusst: Sie liebt Jens und irgendetwas bedroht diese Liebe. Im Auto auf dem Weg nach Hause fasste sie den Entschluss: Ich werde erst telefonieren und wenn das zu keinem zufriedenstellen Ergebnis führt, fahre ich zu ihm. Zu Hause machte sie sich schnell eine Tasse Kaffee und wählte dann seine Festnetznummer. Sofort wurde ihr angezeigt: Rufumleitung – er ist also nicht zu Hause. Wieder ein Indiz, dass etwas Schwerwiegendes vor sich geht. Als Jens das Gespräch annahm war ihre erste Frage: „Wo bist du?“ „Bei Ute und Jörg.“ „Warum fährst du 200km?“ „Es sind meine besten Freunde und die brauchte ich jetzt,“ „Und wozu bin ich da?“ „Pia, wir haben verabredet wir reden Samstag.“ „Jens, so geht das nicht, was bin ich für dich?“ „Du bist die Frau die ich liebe, der ich vertraue und für die ich alles tun würde.“ „Und warum bist du dann bei Ute und Jörg?“ „Pia ich liebe dich und wenn wir am Samstag reden, möchte ich ein gefestigter Gesprächspartner sein. Einer der in der Lage ist, zielgerichtet zu agieren. Und dafür brauche Zeit. Dafür brauche ich Abstand. Dafür brauche ich Ute und Jörg.“ „Nochmal, du brauchst Ute und Jörg mehr als mich?“ „Nein ich brauche dich. Ich brauche dich mehr den je. Aber ich muss mich erst innerlich stabilisieren und das kann ich nicht wenn ich in deine Augen schaue. Bitte vertraue mir und warte bis Samstag.“ Pia hatte mit wachsender Unruhe zugehört. „Jens wie kann ich jetzt, nach diesen Worten, bis Samstag warten?“ „Pia ich weiß es nicht, aber es gibt keine andere Möglichkeit.“ „Ok Jens, es ist ja auch irgendwie meine Schuld, ich hätte warten müssen. Wir sehen uns Samstag.“ Dann legte sie einfach auf.



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