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Die Damenhandtasche (fm:Ehebruch, 2926 Wörter)

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Veröffentlicht: Aug 29 2026 Gesehen / Gelesen: 0 / 0 [0%] Bewertung Geschichte: 0.00 (0 Stimmen)
Eine zufällig geöffnete Damenhandtasche zerstört eine Ehe und zeigt die Verderbtheit der Ehefrau.

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© dergraue Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

ins Fernsehzimmer neben dem Wohnzimmer zurückgezogen und hörten uns die Diskussion meines Vaters mit einem der Schwiegerväter über das letzte Spiel unser Bundesligamannschaft an, als das Unglück seinen Lauf nahm.

Als Hausherr war ich gerade dabei, den Damen ein weiteres Glas Wein einzuschenken, als die beiden Mädchen meiner Schwester in ihren Schlafsachen angerannt kamen und sich um eine Damenhandtasche stritten und bei Zerren an der Tasche den Inhalt auf dem Tisch ausleerten.

Mit einem Mal war es totenstill. Auf dem Tisch lagen zwei fast identische Handys und zwei Packungen Kondome, wovon eine Packung zu mindestens angefangen aus sah. Meine Frau versuchte mit einem Griff den Inhalt vom Tisch zu wischen und stieß dabei nicht nur ihr Glas sondern auch das Glas meine Mutter um.

Für mich brach eine Welt zusammen. Ich starrte auf den Inhalt und konnte nur leise knurren.

„Scheiße“

In mir stieg eine Welle von Wut, Scham und Verzweiflung hoch. Ich ließ die Flasche, die ich in der Hand hatte, fallen, sah meine Frau an und bevor noch jemand etwas sagen konnte, drehte ich mich um, ging, nein, lief in den Flur, riss meine Jacke vom Hacken und stürmte aus der Haustür. Mit einem Schrei stürmte ich zu meinem Wagen und raste vom Grundstück.

Erst nach mehreren Kilometern kam ich etwas zu mir und fuhr auf eine kleinen Waldparkplatz und brach zusammen. Meine geliebte Frau betrog mich und das wahrscheinlich nicht nur einmal sondern wiederholt. Wozu braucht man sonst Kondompackungen und wozu dienten zwei Handys. Ich heulte wie ein kleiner Junge.

Keine einmalige Sache, kein einmaliges Ausrutschen, nein eine ausgewachsene Affäre. Geplant und gut vorbereitet und ich hatte kein Ahnung. Konnte mich nicht an auch noch so kleines Anzeichen erinnern. War ich wirklich so blöd, war ich so ein ahnungsloser Idiot. In mir tobte neben der Verzweiflung eine rasende Wut.

Meine Welt war zusammengebrochen, zerstört, in Trümmern gelegt.

Es dauerte wohl gut eine Stunde, bis ich mich etwas beruhigt hatte und zum Überlegen kam. Es gelang mir aber nicht, eine klaren Gedanken zu fassen und ich saß in meinem SUV und grübelte. Nach einer Weile stellte ich fest, dass ich nicht mal mein Handy eingesteckt hatte und in meiner Jacke nur die Brieftasche mit meinen Papieren und etwas Geld steckte.

In meiner Not fuhr ich weiter und nach eine kurzen Zeit kam ich bei der Wohnung meiner Eltern an. Meine Eltern bewohnen ein Reihenendhaus und ich wusste, dass sie eine Ersatzschlüssel an einer bestimmten Stelle versteckt haben. Und richtig, der Schlüssel war da. Ich schloss auf und ging ins Wohnzimmer, setzte mich in den Sessel meines Vaters und holte mir kurz darauf eine Flasche seines Rums und goss mir nach einem kräftigen Schluck aus der Flasche ein großes Glas ein. Langsam kam ich runter und konnte meine nächsten Schritte überlegen.

Meine Gedanken gingen hin und her. Erst einmal, und das war die einzige wirkliche klare Entscheidung würde ich mich von meiner untreuen Frau trennen. Wie genau war mir immer noch nicht wirklich klar. Zurück in unser Haus? Nein, auf keinen Fall. Höchstens um meine Sachen zu holen.

Zwanzig Jahre vergeudet, an eine falsche Schlange weg geworfen. Man glaubt gar nicht, was für schreckliche Gedanken einem in einer solchen Situation kommen. Sind die Kinder meiner oder hat meine Frau mir fremde Kinder untergeschoben? Wie lange betrügt sie mich schon und mit wem?

Langsam merkte ich die Wirkung des Rums und bei dem Gedanken an meine verpfuschte Ehe liefen mir die Tränen runter und ich muss wohl eingeschlafen sein.

So fanden mich meine Eltern und mein Vater brachte mich in mein altes Zimmer, ihr Gästezimmer und half mir ins Bett. Zu einem anständigen Gespräch war ich nicht mehr in der Lage.

Morgens weckte mich meine Mutter, strich mir liebevoll über den Kopf und holte mich zum Frühstück.

Nach einem kleinen Frühstück und mehreren Tassen Kaffee erzählte mir mein Vater, was nach meinem fluchtartigem Verlassen des Hauses los war. Judith bekam die volle Breitseite der Anwesenden ab und besonders ihre Mutter verpasste ihr mindestens ein zweites Arschloch. Am Schlimmsten war wohl meine große Tochter, die ihre Mutter mit vielen Schimpfwörtern bedachte und ankündigte, dass sie mit mir ziehen würde, wenn ich ausziehen würde. Mein Sohn schloss sich an.

Die Feier löste sich schnell auf und meine Eltern blieben nur etwas länger, weil sie hofften, dass ich zurück kommen würde. Als sie feststellten, dass ich nicht erreichbar war und Stunden später nicht nach Hause kam, fuhren sie los.

„Wir sind nur froh, dass wir dich hier fanden. Deine Geschwistern und den Kindern haben wir Bescheid gesagt, dass du hier bist und sie haben uns gebeten, dir zu sagen, dass sie dich lieben und auf deiner Seite stehen.“

Mutter sah mich lange an und fragte dann, was ich machen will.

„Sag mal ehrlich, was würdet ihr machen? Ich weis nur eins, ich werde sie verlassen. Es ist nur gut, dass die Kinder schon so groß sind und auch so verständig. Wenn sie wollen, können sie natürlich bei mir wohnen. Nur eine anständige Wohnung muss ich noch suchen.“

„Ja, das haben wir erwartet. Wir haben darüber gesprochen und würden sicher auch so entscheiden. Denke bitte daran, dass die Kinder noch zur Schule gehen und du eine Wohnung suchen musst, die so liegt, dass sie von dort aus schnell zu ihrer Schule kommen können.“

Mein Vater legte seinen Kopf leicht zur Seite, eine Angewohnheit, wenn er nachdachte und dann kam sein Einwand.

„Junge, eine Wohnung, die deinen Anforderungen entspricht, ist nicht einfach zu finden und außerdem recht teuer. Wir alle haben viel Zeit und Kraft in euer Haus gesteckt, viele Stunden dort geschuftet und es zu dem Haus gemacht, was es heute ist. Keiner von uns hat je nach einer Entlohnung gefragt. Wir haben das Alles mehr als gerne für euch und die Kinder gemacht. Soll deine Frau jetzt die Lorbeeren ernten und du musst für die Wohnung zahlen? Irgendwie finde ich das nicht richtig. Das Haus ist groß genug für zwei Parteien. Warum ziehst du nicht dort ein und trennst die Wohnräume so, dass du von deiner Frau getrennt lebst. Für die Kinder wäre das auch am besten.“

Wir haben darüber noch eine Weile gesprochen. Langsam wurde mir klar, dass ich diese Lösung anstreben werde, da es für meine Kinder und auch für meine Finanzen die beste Lösung ist. Kurz überlegte ich, was ich noch benötigte, damit ich die Wohnung so gestalten konnte, dass eine wirkliche Trennung erfolgt.

In meinem Kopf entstand eine Lösung und ich bereitete mich auf die Umsetzung vor. Noch am Sonntag rief ich meine Chef an und bat um eine Woche Urlaub. Den Grund nannte ich deutlich. Er war genau so erschüttert wie ich und bot seine Hilfe an, wenn ich sie benötigte.

Nachdem ich das erledigt hatte, rief ich meine große Tochter an und bat sie, meiner Frau zu sagen, dass ich in etwa 2 Stunden da sein würde und kurz mit ihr sprechen will. Auf ihre Frage, was ich vorhabe, meinte ich nur, dass das wesentlich von ihrer Mutter abhängt.

Je näher ich dem Haus kam, das mal mein Heim gewesen ist, um so wütender und trauriger wurde ich.

In der Tür wurde ich von den Kindern mit einer warmen Umarmung begrüßt und beide wollten wissen, wie es weiter gehen wird.

„Kinder, was meint ihr denn, wie es weiter geht. Ich werde mich von eurer Mutter trennen. Wie die Trennung im Einzelnen verläuft, hängt davon ab, was eure Mutter will und wie weit wir uns verständigen können. Ich werde jetzt erst einmal mit eurer Mutter sprechen und danach können wir uns ja noch mal unterhalten. Wo ist eure Mutter?“

„Sie wartet im Fernsehzimmer.“

„Ok, lasst uns bitte erst einmal alleine. Ich hab euch sehr lieb und werde euch nicht alleine lassen.“

Judith saß in einem der Fernsehsessel und sah nicht gerade gut aus. Na, ich nehme an, mir ging es nicht besser.

„Hallo Judith, sag erst mal nichts. Ich will Nichts über deine Liebschaft wissen. Für mich ist unsere Ehe Geschichte und ich werde die Scheidung einreichen. Da heutzutage die Frage des Verschuldens keine Rolle mehr spielt, müssen wir die Sache nicht dramatisieren.

Auch wenn ich noch nicht genau weis, was du willst, müssen wir die Sache mit dem Getrenntleben heute klären. Ich sehe nicht ein, dass ich mir eine Wohnung suche, dafür viel Geld ausgebe und du hier das Haus, das wir, meine Verwandten und Freunde hergerichtet haben, allein bewohnst und die Kinder zwischen meiner Wohnung und deinem Haus hin und her pendeln.

Da das Haus groß genug ist und wir doch, so nehme ich doch an, erwachsen sind, werden wir doch eine Lösung finden, die es mir erlaubt, hier weiter zu wohnen und trotzdem von dir getrennt zu sein.

Daher mache ich folgenden Vorschlag. Ich ziehe in die hintere kleine Wohnung, die wir eigentlich für unsere Tochter vorgesehen haben. Sie zieht in das große Gästezimmer und damit können wir zu mindestens bis die Kinder aus dem Haus sind und unsere Scheidung offiziell ist, hier leben und unsere Trennung ist abgeschlossen.

Über die Einzelheiten müssen wir uns noch verständigen, aber ich hoffe, dass das auch klappt.

Im Rahmen der Scheidung müssen wir auch das Finanzielle regeln und dabei spielt auch der von mir und meinen Verwandten und Freunden erbrachte Wertzuwachs des Hauses eine Rolle.

Insgesamt, wie siehst du die Sache? Was willst du, was hast du für die Zukunft geplant?“

Judith sah mich lange an, räusperte sich und fing langsam an.

„Was macht dich eigentlich so sicher, dass ich eine Scheidung will? Willst du nicht einmal wissen, was passiert ist und willst du nicht einmal in Erwägung ziehen, dass wir zusammenbleiben.“

In mir stiegen Wellen der Wut hoch und ich musste mich sehr zusammen reißen, um nicht los zu brüllen.

„Sag mir, warum sollte ich das? Was sagt mir der Inhalt deiner Handtasche? Zwei Handys und Packungen mit Kondomen, davon eine schon nicht mehr voll. Für mich und auch für alle Anderen doch nur eins, meine Frau hat eine Affäre, schläft mit einem anderen Mann, betrügt mich und das nicht erst seit gestern. Aber noch mal, ich will darüber nichts wissen.

Es sei denn, du willst deine Liebhaber hier einziehen lassen, dann muss ich mir eine andere Wohnmöglichkeit suchen und da die Kinder mit mir ziehen wollen, wird das nicht so schnell gehen.

Also, was willst du?“

„Ich werde dir nicht im Wege stehen. Mach es so, wie du vorgeschlagen hast. Ralf wird nicht jetzt hier einziehen. Es tut mir leid, dass ich so ein Feigling war und bin. Ich hätte vorher klare Verhältnisse schaffen müssen, zu mindestens als Gefühle ins Spiel kamen. Morgen werde ich eine Anwalt suchen und die Scheidung einreichen lassen. Über die Einzelheiten können wir uns später unterhalten.

Eigentlich bin ich froh, dass die Heimlichkeiten vorbei sind. Es tut mir leid, aber ich habe mich in Ralf verliebt und dabei übersehen, verdrängt, dass ich meine Familie zerstört habe. Lass uns die Sache vernünftig erledigen und in der Zukunft eine Lösung für unsere Kinder und uns finden.“

Jetzt liefen ihr doch Tränen aus den Augen und sie stand plötzlich auf und rannte in ihr Schlafzimmer, unser altes Eheschlafzimmer.

Ich war doch ein wenig erschüttert, wie sich meine Frau entwickelt hat. Sicher kannte ich Ralf, den Oberarzt in der Chirurgie. Nie hätte ich erwartet, dass er mir meine Frau stahl, nie hätte ich gedacht, dass er einer verheirateten Frau hinterher steigt.

Kurz überlegte ich, ihn zu besuchen und ihn richtig zu verprügeln, dann aber fragte ich mich, was das ändern würde und ging in die Küche und rief meine Kinder.

Das alles ist jetzt fünf Jahre her. Meine Kinder habe mir noch am gleichen Tag geholfen, umzuziehen und am Ende der Woche, die ich frei hatte, war der Umzug erledigt und ich ging meiner Arbeit nach.

Die Scheidung war nicht so einfach, da Ralf sich immer stärker einmischte bzw meine Frau beeinflusste. Der größte Streitpunkt war der Wertzuwachs des Hauses und ich bin ehrlich, ich habe aufgegeben. Nur die Scheidung und 70zig Prozent unseres Ersparten war das, was ich wollte und auch erhielt.

Nach drei Jahren bin ich ausgezogen und habe eine kleine Wohnung gemietet. Meine Kinder wohnen nun in der kleinen Wohnung, die ich damals bezog und haben sich vollständig von ihrer Mutter getrennt. Auch räumlich. Die Wohnung ist nicht mehr von der Wohnung meiner Ex zu betreten. Und ich weis, dass meine Kinder nach Abschluss ihrer Ausbildung bzw ihres Studiums auch ganz ausziehen werden.

Auch wenn ich nicht nachtragend bin, hat Ralf und auch meine Frau ihre Strafe bekommen und sie beide haben sehr gelitten.

Ralf ist eben ein Verführer und meine Tochter ist eine sehr hübsche junge Frau. Mein Sohn ist ein großer starker Mann und war schon immer wütend auf den Liebhaber seiner Mutter. Ich weis zwar nicht in allen Einzelheiten, was geschehen ist, aber ich weis, dass mein Sohn seine Schwester verteidigt und beschützt hat und dass Ralf danach längere Zeit nicht arbeiten konnte. Und sich eine neue Wohnung suchen musste. Ja, er wohnte bei seiner Geliebten, aber geheiratet haben die Beiden nie, war auch besser so. Judith war am Boden zerstört, da sie den Übergriff ihres Liebhabers im Wesentlichen miterleben musste.

Mein Sohn wurde nie wegen der Prügel belangt. Die Sache wurde ziemlich unter den Teppich gekehrt. Ein einflussreicher Arzt und so ein Verhalten. Nein, das kann nicht sein. Trotzdem war sein Ruf völlig im Arsch und auch meine Ex war nicht mehr die gut angesehene OP-Schwester.

Ich habe derzeit ein sehr enges Verhältnis zu einer jungen Dame mit einem kleinen Mädchen. Und ich bin wirklich drauf und dran, sie zu fragen, ob sie meine Frau werden will und das, obwohl sie fast acht Jahre jünger ist und mir gesagt hat, dass sie noch Kinder will. Meine beiden Großen mögen sie und auch ihre Kleine sehr und drängeln schon immer sehr, dass ich mir diese liebe Frau nicht entgehen lassen soll.

Mache ich schon nicht.



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