Tischler x 2 (fm:Das Erste Mal, 17164 Wörter) [4/4] alle Teile anzeigen | ||
| Autor: Corda54 | ||
| Veröffentlicht: Sep 06 2026 | Gesehen / Gelesen: 522 / 370 [71%] | Bewertung Teil: 9.80 (15 Stimmen) |
| Sie ist frigide – und was jetzt?, Wiedersehen mit alten Freunden / Freundinnen, eine Frau mit Besen als passendes Geschenk, eine Petze bei der Polizei | ||
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Dennis ist es Liebe.“
„Schatz, das hast Du wunderbar ausgedrückt!
Wir haben uns bald über eine gemeinsame Zukunft unterhalten. Dennis und Robert, dass wir und auch Eure Frauen miteinander befreundet sind ist ja allseits bekannt. Kathi sieht in Euch beiden auch so etwas wie Freunde. Da haben wir überlegt, ob wir uns nicht bei den Spielabenden beteiligen könnten. Was für Spiele macht Ihr denn da eigentlich?“
„Das ist total verschieden. Eigentlich wird immer spontan entschieden“ mischte ich mich ein. „Mal sind es Kartenspiele wie Skat, Romme´, Canasta, Mau Mau oder 17 + 4, mal Brettspiele wie Mensch-ärgere-dich-nicht, Malefiz oder ähnliches, aber auch – dann meist als Turnier – Zweierspiele wie Schach oder Backgammon. Was wir nicht machen: es wird nicht um Geld gespielt und Sex gibt es auch nicht. Manchmal machen wir aber auch etwas ganz anderes, spielen Tischtennis, machen ein Turnier am Kicker oder quatschen einfach nur ganz gemütlich miteinander.“
„Das hört sich super an. Wir würden da gern mitmachen. Geht das?“
Ich sah Dieter an, der nickte leicht. Ein Blick zu dem „jungen“ Paar. „Also, Dieter und ich haben nichts dagegen, ganz im Gegenteil. Wir sind auch beide der Meinung, dass Reiner das genauso sehen wird. Also o.k. Termine werden meist telefonisch vereinbart. Meistens macht das Helena, aber genauso kann auch jeder andere auf die Idee kommen. Ich werde Lydia und Reiner informieren. Die Rufnummer von Dennis haben wir ja und ich nehme an, dass die auch künftig deine sein wird. Und nun husch husch mit Euch nach oben, übt schon mal fürs Kindermachen.“
Katharina wurde knallrot! War da schon was geplant oder hatten die beiden sogar schon die Grundlage für eines gesetzt? Spannende Frage und ein guter Anlass mal ein wenig auf den Busch zu klopfen.
„Nanu, Kathi, Du machst ja einen auf Streichholz – schlanker Körper und tiefroter Kopf! Ist da etwa schon eines im Werden?“
Dennis nahm seinen Schatz in den Arm. „Nein, aber das Üben macht soviel Spaß und beim Nachwuchs haben wir Euch gegenüber ja noch etwas aufzuholen…“
Alle grinsten.
Ich nahm Anja an die Hand. „Ich habe vor ein paar Stunden etwas versprochen, bin aber immer wieder daran gehindert worden dieses Versprechen einzulösen, zuletzt durch unser jungverliebtes Paar.“
Katharina wurde schon wieder rot. Erstaunlich, dass ihr das passierte, denn mit der mehrjährigen Erfahrung in ihrem nunmehr früheren Job hätte ich ihr schon zugetraut in dieser Hinsicht etwas abgebrühter zu sein. Aber schön, wenn eine fast dreißigjährige Frau mit dieser Lebensgeschichte noch solch ein Verhalten zeigte!
„Anja und ich, wir werden uns jetzt zurückziehen. Wagt ja nicht uns von unserer gemütlichen Runde abzuhalten. Wer das tut, auf den lasse in Anja los! Ihr habt beim Tanzen gesehen was die für eine Kondition hat. Sie hat jeden kaputt gekriegt und sich dann den Nächsten geschnappt. Also wisst Ihr was dem Übeltäter blüht!“
Alle lachten, am lautesten Dieter. „Alle kaputt gekriegt? Dann wissen wir ja was mit Dir passiert. Aber wer ist dann der nächste? Dennis ist in den Klauen von Kathi. Die lässt den mit Sicherheit nicht laufen. Ich gehe nach oben, begebe mich in den Schutz von Cordula. Mit der legt sich auch eine Anja nicht an. Gäste sind keine mehr da. Es gibt also keinen „Nächsten“ für Anja. Somit musst Du alles, ich sagte ALLES!, ausbaden. Armer Kerl, ich bedauere Dich jetzt schon!
Allgemeines Grinsen, Anja und ich gingen nach hinten. Sie zog mir den Bademantel, ich ihr das Top und den Slip aus. Sofort danach ging es in die Sauna. Beide setzten wir uns auf die untere Ebene, Anja stand aber gleich wieder auf, schob mich ein wenig in die Mitte der Bank und – setzte sich auf meinen Schoß!
„Anja, das geht nicht! Ich habe kein Kondom drauf, es besteht die Gefahr, dass ich in Dich hinein rutsche und vögeln in der Sauna und das auch noch ohne Schutz ist weder gesund noch erlaubt!“
„Ich will ja gar nicht mit Dir ficken. Hier jedenfalls nicht. Da passe ich schon auf. Aber ich will Dich endlich küssen, richtig küssen!“ Sagte es und fing an. Ruckzuck wollte sich mein Kleiner aufrichten, stupste unten bei ihr an. Als die erste Runde im Zungenringkampf überstanden war fasste ich sie unter dem Hintern und unterhalb der Knie, hob sie an und setzte sie neben mich.
„Anja, so schön das eben auch war – wir müssen beide vernünftig bleiben. Das war eben zu gefährlich. Viel hätte nicht fehlt und ich wäre in Dir drin gewesen.“
„Nee, ich hatte alles unter Kontrolle. Du warst mit der Spitze noch weit weg vom Tor zur Hölle!“
„Tor zur Hölle?“
„Na, was meinst Du wie heiß es dort ist und was Du nachher erlebt. Die hatten vorhin schon Recht. Ich mache Dich so platt, dass Du fix und foxy bist!“
Ich lächelte nur, sagte nichts dazu und nahm sie in die Arme, fing das Knutschen an. Wir waren beide schon schön am schwitzen als meine Hände auf die Reise gingen, die eine den Rücken auf und nieder, die andere kümmerte sich um ihre Brüste. Anja öffnete die Beine, wünschte sich wohl auch Berührungen dort in ihrer Mitte, aber gerade die vermied ich. Nur erst die Ober-, dann auch die Innenseiten der Oberschenkel bekamen was ab.
„Robert, bitte!“
Ich hatte schon unauffällig einen Blick riskiert und es in ihrer Mitte schimmern gesehen, tat natürlich doof.
„Ja?“
„Mach dort auch, schick doch wieder den Finger in die Muschi.“
„Ich hatte eigentlich gedacht wir haben heute fürs erste genug geschwitzt, sollten unter die Dusche und dann in den Pool gehen.“
„Duuu Teufel! Aber gut. Pass nur auf, Rache kommt.“
Wir gingen unter die Dusche, nackt wie wir waren. Der Weg war ja nicht weit. Anschließend abgetrocknet, dann ab Richtung Pool. Plötzlich meinte Anja, ich solle schon vorgehen, sie käme gleich nach, drehte sich um und ging zu meinem Lieblingszimmer, verschwand kurz darin und kam grinsend wieder. Ich ahnte schon was auf mich zukam, sagte aber nichts.
Den Pool eingeschaltet, rein ins Wasser und die blubbernde Wärme genossen. Allerdings nicht allzu lange, denn Anja bat mich ihr meinen Spitzbuben mal zu zeigen. Ich tat unwissend, hob die Hüfte an, so dass er aus dem Wasser ragte. Zack, griff sie zu, öffnete ihre bis dahin verschlossene Hand und rollte mir das darin schon ohne Verpackung versteckte Kondom über mein Glied.
„So, jetzt gibt es keine Ausrede mehr!“
Ich hatte den Hintern immer noch angehoben. Anja stand auf, setzte sich auf mich und das gleich so, dass mein Großer in ihr verschwand. Mit ihrem Gewicht drückte sie mich runter bis ich normal saß.
Ich kam nur noch dazu darauf hinzuweisen, dass das wohl auch nicht o.k. sei, aber noch ginge. Nur: gefickt wird nicht. Leichtes Kopfnicken bei ihr und dann war der Mund von uns beiden beschäftigt, die Zungen auch. Beide entwickelten wir da eine wunderbare Ausdauer. Es war echt geil. Nach längerer Zeit bemerkte ich dass meine Erektion weniger wurde. Anja scheinbar auch. Jedenfalls fing sie an sich ganz vorsichtig zu bewegen – bis ich sie festhielt.
„Kleines, nicht hier! Ich glaube es ist besser wenn wir aufs Zimmer gehen. Wollen wir heute mal das Gartenzimmer nehmen?“ Das war der Raum, der früher wohl mal eine Tür zum Garten hatte, die aber kniehoch unten mit Mauerwerk verschlossen worden war. Ein Grund dafür war weder mir noch Dieter bekannt geworden. Jedenfalls konnte man das Fenster öffnen und hinaussteigen, hatte so direkten Zugang zum Garten. Besonderheit in diesem Zimmer waren die Spiegel an den Wänden gegenüber vom Kopf- und Fußteil des Betts sowie an der Decke.
Im Zimmer – wir waren ja schon nackt – standen wir uns zuerst nur gegenüber. Knutschen, streicheln und schon mal eine kleine Erkundungsmission der primären Ziele waren angesagt. Ebenso wie sie gleich richtig bei mir zufasste hielt ich mich nicht lange in ihren oberen Regionen auf, suchte und fand rasch ihre Vulva. Da gleich die Muschi verwöhnt, den Finger schon mal leicht auf Tauchstation geschickt und dann über den Klingelknopf tanzen lassen. Wir hatten uns ja schon in der Sauna und im Wasser ziemlich angeschärft. Durch diesen Überfall vergaß sie was sie mit mir vorhatte, ließ meinen Großen los und umklammerte mich. Ich hatte Mühe sie seitwärts zu mir zu halten, damit ich meine Hand weiter wie gewünscht bewegen konnte. Es dauerte nur wenige Minuten bis ihr leises Stöhnen lauter und hektischer wurde, sie sich fest an mich klammerte – und kam. Ich hatte sie nach ihrem Climax auch mit beiden Armen umarmt, sie mit ihrer Vorderfront an meine Brust gezogen. Was macht sie? Hält sie mit beiden Armen an meinem Hals fest, springt hoch und umklammert mich auch mit den Beinen! Schon wieder Alarmstufe 1!
Ich ging mit ihr zum Bett, legte sie vorsichtig ab, mich daneben. Beide lagen wir auf der Seite, sahen uns an, kuschelten, bis sie meinte „Du Aaaaas! Ich wollte doch Dich fertig machen und dann schickst Du mich so schnell über die Klippe. Das geht doch nicht!“
„Oh, sicher geht das und wenn ich etwas anderes vorhabe als Du ist das ganz einfach. Dann mache ich eben das was mir gerade einfällt und wenn Du dann plötzlich aus der Puste bist hat Dir Dein Körper eben einen Streich gespielt. Iiiich bin da völlig unschuldig“, lachte sie an und kuschelte sie in den Arm.
„Aber“ wollte sie entgegnen, wurde aber sofort unterbrochen weil ich sie küsste. Kleine Protestsekunde, dann machte sie mit. Als ich der Meinung war, dass sie sich genügend erholt hatte drehte ich mich um, nahm eines der Kondome aus dem auf dem Nachtschrank stehenden Körbchen, riss die Verpackung auf und rollte mir das Gummi über. Mein Einer stand nach wie vor wie eine Eins, wollte und sollte endlich auch zum Einsatz kommen. Ein tiefer feuchter Kuss, ein richtiges einander Abschlecken, einmal mit dem Mittelfinger auf Tauchstation. Sie war nicht feucht, sie war nicht nass, nein, bei ihr gab es eine Überschwemmung! Ich kniete mich zwischen ihre Beine, wollte mein Glied in die Hand nehmen und lenken. Sie war aber schneller. Die Eichel an der Scheide angesetzt, leicht gedrückt, mich am Hintern gefasst und gezogen, begonnen ihn ganz langsam einzuführen. Sie öffnete die Arme.
„Komm doch zu mir.“
Ihr Wunsch war mir Befehl. Ich beugte mich also über sie, küsste sie und wollte langsam anfangen zu stoßen. Aber auch da überraschte sie mich, fing ihrerseits an, aber mit richtig schnellen, festen Bewegungen. Obwohl ihr erster Orgasmus erst vor kurzer Zeit war fing sie wieder an zu hecheln, wurde lauter und kam sehr schnell. Allerdings wurde mein Glied in ihrer Scheide von den dortigen Muskeln auch derart durchgewalkt, dass ich das Gummi füllte. Jetzt waren wir beide aus der Puste, auch total verschwitzt. Ohne Worte aneinander gekuschelt verbrachten wir die nächsten Minuten bis sie fragte ob wir nicht erst unter die Dusche gehen und dann weiterkuscheln könnten.
Gerne!
Wir hatten ja die eigene Nasszelle am Zimmer. Da rein, die Dusche war für zwei ziemlich eng, aber es passte. Während das Wasser lief ging es mit schmusen, kuscheln und Küsschen weiter. Abgetrocknet und dann zum Fön gegriffen. Es war nur einer da. Ich durfte mir zuerst die Haare trocknen. Die hatten ja auch einiges an Wasser abbekommen. Als ich mit mir fertig war kümmerte ich mich um ihre Haare. Sie stand seitwärts zu mir und so hatte ich auch Gelegenheit, sie zu necken. Mal blies der warme Luftstrom auf ihre Haare, mal auf ihre Brüste oder den Bauchnabel, mal auch auf die Scheide. Bei dieser Gelegenheit kam mir ein guter Einfall: ich tat so als würde ich mich selbst nochmal nachfönen, richtete den Luftstrom aber an mir vorbei, schaltete den Fön kurz aus, stellte eine Gebläsestufe ohne Heizung ein und startete das Gerät bis nur noch kalte Luft kam. Ausgeschaltet, das Ding auf ihre Körpermitte gerichtet und eingeschaltet.
Ein Kreischen war zu hören! „Das war fies!“
Ich fand es lustig, sie, na ja, nicht ganz so. Aber Entschädigung war sowieso angedacht. Also Mädchen in den Arm genommen, wieder zum Bett geführt und sie gebeten sich auf den Rücken zu legen. Ich lag zwischen ihren Beinen und leckte, leckte, leckte. Bei ihr war wieder Überschwemmung. Sie war lange Zeit unmittelbar vor einem Orgasmus, ich lies sie aber nicht bis sie mich laut stöhnend und völlig aus der Puste bat „mach doch fertig.“ Na gerne doch. Mit der Zunge auf dem Kitzler Tango getanzt und dann war sie soweit, brüllte ihre Erleichterung förmlich hinaus.
„Ich legte mich neben sie, kuschelte sie. Sie sah wirklich fertig aus. War ja auch verständlich, denn drei Orgasmen innerhalb kurzer Zeit können eine Frau schon fertig machen. Ich war noch gut im Saft. Mein Krieger hatte sich schmollend in sich zurückgezogen als ich sie leckte, aber ich war mir sicher: wenn er nochmal gefordert werden würde wäre sofort volle Leistungsbereitschaft da.
Ich war der Meinung wir wären allein im Untergeschoss, denn die anderen Gäste waren schon alle gegangen, Kathi, Dennis und Dieter nach oben verschwunden. Aber unerwartet klopfte es an der Tür, erst ganz leise, dann nach kurzer Zeit nochmal lauter.
„Ja bitte?“
„Ich bins, Christina. Dieter hat erzählt, dass Ihr hier unten seid. Darf ich mitmachen?“
„Moment, ich muss erst noch etwas klären.“ Ich wandte mich Anja zu.
„Anja, hast Du mich fertig gemacht?“
„Nein.“
„Habe ich Dich fertig gemacht?“
Sie lachte. „Ja.“
„Möchtest Du noch eine Runde?“
„Nein, ich kann nicht mehr. Nun hole Christina schon rein. Das willst Du doch, oder?“
Ich sagte nichts, ging zur Tür, schloss auf, öffnete und hatte sie sofort am Hals hängen, bekam gleich mal einen heftigen Kuss verpasst. Die Tür hinter uns geschlossen, gingen wir Richtung Bett als Chrissie zu ihrer Schwester sah.
„Mädchen, bist Du fertig! Hat wohl nicht geklappt mit Robert fertig machen?“ Sie grinste übers ganze Gesicht.
„Nein, Schwesterchen, hat nicht geklappt. Er hat es sicher gewusst und mich so rangenommen, dass ich drei herrliche Orgasmen hatte, aber jetzt völlig erledigt bin. Schön, dass Du gekommen bist. Ich kann nicht mehr. Vielleicht schaffst Du es, dass er auf allen Fünfen aus dem Zimmer kriecht!“
Innerlich lachte ich, nahm mir vor auch bei Christina für totale Ermattung zu sorgen. Allerdings war ich mir nicht sicher, dass ich das auch hinbekommen würde. Ich wollte noch kurz unter die Dusche, aber sie lehnte ab.
„Du warst sicher vorher unter der Dusche, ich vorhin auch. Wie Du schmeckst weiß ich und wie Anja auch. Also bekommst Du keine Erholungspause!
Irgendwie hatte sie mich durchschaut, denn duschen hatte ich gedanklich auch mit etwas Kraft für eine ausgeruhte Bettgenossin tanken verknüpft, nur für den Fall, dass ihrerseits nicht nur eine Wiederholung beabsichtigt war. Nun, dann eben nicht.
„Komm, Christina,“ sprach ich sie an, öffnete die Arme. „Und Anja, wenn Du nicht möchtest, dass ich aus Versehen bei Dir einstöpsele – könntest Du Dich vorsichtshalber auf die Couch setzen?“
Anja war blitzschnell vom Bett runter. Ich nahm derweil Chrissie in den Arm, küsste sie heftig und begann mit Streicheleinheiten. In dem Moment als meine Hand auf ihrer Vulva lag und der Mittelfinger abtauchte fiel mir auf, dass das ja fast genauso wie mit Anja ablief. Egal – mir war es zwar aufgefallen, aber Christina wusste es nicht und Anja träumte vor sich hin, achtete nicht darauf. Im Unterschied zu der Runde mit Anja brachte ich sie bis kurz vor ihren Orgasmus, hörte auf und bekam ein enttäuschtes „oooh“ zu hören. Ein wenig Richtung Bett gestupst und sie wusste Bescheid, legte sich drauf. Ich kniete mich zwischen ihre geöffneten Beine, leckte sie und suchte gleichzeitig mit zwei Fingern in ihr nach der berühmten rauen Stelle. Die gefunden, mit den Fingern erst gedrückt, dann gerieben und das wars.
Im Gegensatz zu sonst war Chrissie aber diesmal relativ leise. Anja bekam es dennoch mit, sah sie an.
„Hat er es Dir so schnell besorgt?“
Meine Bettgenossin nickte nur kurz, kuschelte sich dann wortlos an mich. Mein Schwanz war natürlich längst wieder einsatzfähig. Ich zog mir einen Pariser über, aber als ich mich über sie schieben wollte bat sie um einen Moment Aufschub. Ein paar Minuten später hörte ich „komm, jetzt geht’s wieder.“
Ich drang in sie ein, fing an sie langsam und mit langen Hüben zu ficken, wurde dann immer schneller. Zu Anfang reagierte sie kaum merklich, aber nach ein paar Minuten merkte ich, dass sie da was aufbaute. Das ging überraschend schnell, kam mir aber entgegen. Ich wollte sie so bald wie möglich zu ihrem zweiten Orgasmus bringen. Nicht bedacht hatte ich, dass ich ja selbst auch in vollem Saft stand und die Nummer mit Anja vorhin die erste Entladung nach längerer Zeit war. Folgerichtig bekam ich dann auch Probleme den eigenen Höhepunkt lange genug zurück zu halten. Es klappte aber. Ich machte zwar zuerst das Gummi voll, aber nur Sekunden später merkte ich wie sich die Muschimuskeln um mein Glied zusammenzogen. Beide waren wir total außer Atem, lagen nebeneinander und hielten uns im Arm. Schmusen, kuscheln, küssen war angesagt.
Nachdem wir uns beide erholt hatten drehte ich sie in Rückenlage. Sie bekam große Augen, fragte sich wohl was ich vorhatte. Als ich mich dann wieder zwischen ihre Beine kniete ahnte sie Böses!
„Robert, bitte nicht. Zwei so schnell hintereinander hatte ich schon lange nicht mehr. Ich kann nicht mehr, habe für heute genug! Bitte nicht!“
Genau darauf hatte ich gehofft, deshalb hatte ich versucht ihr den zweiten Höhepunkt so schnell nach dem ersten zu besorgen. Ich war nämlich nunmehr doch so ziemlich am Ende meiner Kraft und musste ja noch etwa eine Stunde mit dem Auto fahren.
Dass die beiden mich – fast! – geschafft hatten würde ich natürlich nie zugeben. Also beide angesprochen: „na, wie war das mit dem Fertigmachen? Wer hat hier wen geschafft?“
Nach dem gemeinsamen Besuch der Herrendusche – die war groß genug für sogar noch mehr Personen – ließen die beiden mich durch den Hinterausgang raus, öffneten das Tor zum Parkplatz und schlossen es hinter mir wieder. Gegen halb zwei Uhr morgens kam ich zuhause an. Helena und Udo schliefen natürlich. Ausgezogen und hinein ins Bett, mich an meine Frau angekuschelt und sofort eingeschlafen. War ja auch ein anstrengender Tag gewesen.
Am darauffolgenden Tag – einem Samstag – stellte ich mich erst mal dem „Verhör“ durch Helena, wollte danach den Besuch am Grab meines Bruders nachholen. Da allerdings nahm ich einen Firmenwagen. Der hatte immerhin ein eingebautes Navi und eine Freisprechanlage. Was ich Helena nicht verriet war, dass ich mir auch ein Beiprogramm überlegt hatte. Also die Tour gestartet, nach ein paar Stunden am Friedhof angekommen und zum Grab meines Bruders gegangen. Als ich davor stand ging mir alles noch einmal durch den Kopf, wie wir drei Jungs miteinander aufgewachsen waren, welche unterschiedlichen, aber auch welche gemeinsamen Interessen wir hatten. Es war eine schöne Kindheit und Jugend. Die ersten Anzeichen dafür, dass diese Gemeinsamkeiten ein Ende finden würden, gab es als unser ältester seine spätere Frau kennen lernte und für seine Brüder naturgemäß weniger Zeit hatte. Ich wohnte ja während des Studiums und nach dessen Abbruch weiter zuhause, hatte auch meinen Wohnsitz dort während der Zeit als ich die Meisterschule absolvierte, beibehalten, aber der endgültige Schnitt kam als mein jüngerer Bruder seine Ausbildungsstelle in Hamburg antrat. Er hatte ein möbliertes Zimmer gemietet. Ich besuchte ihn zusammen mit unseren Eltern zwei- oder dreimal. Komisch wurde es als er zweimal nacheinander keine Zeit hatte als wir einen Besuchstermin vereinbaren wollten. Da muss er schon abhängig gewesen sein. Als eines Tages Polizeibeamte bei uns vor der Tür standen und die Nachricht von seinem Tod überbrachten stürzte für uns, insbesondere für meine Mutter, die Welt ein. Die Ausbildungsstelle war ihm schon zwei Wochen zuvor wegen wiederholtem unentschuldigten Fehlens gekündigt worden. Wir hatten nichts, aber auch gar nichts davon geahnt, dass er von diesem chemischen Zeugs abhängig geworden war.
Ich sah mir natürlich auch das Grab genauer an, denn die Grabpflege hatten wir an eine Firma vergeben. Zufrieden mit der damaligen Entscheidung ging ich zu einer nahegelegenen Bank, setzte mich und ließ die Gedanken wandern. Erinnerungen an unsere Kindheit und Jugend, was wir zusammen und auch mal gegeneinander erlebt hatte, denn Streit gab es, wenn auch selten, auch manchmal. Die Streiche, die wir den Eltern und dem einen oder anderen Lehrer spielten, den Spaß daran was Verbotenes zu tun, die erste – und für mich letzte – Zigarette, das erste Bier und, ganz verboten, mit etwa 16 oder 17 Jahren der erste Pornofilm! Ein Mädchen in unserer Klasse hatte die von ihren Eltern entdeckt und als die an einem Wochenende auf Verwandtenbesuch waren ein paar Jungs und Mädels eingeladen, den Superachtprojektor aufgebaut, den Film eingefädelt und gestartet. Die wusste ganz genau wie das zu machen war! Die anderen Mädchen waren eher abgeschreckt oder taten zumindest so, aber uns fesselte das Geschehen auf der Leinwand, obwohl es nach heutigen Maßstäben ein ausgesprochen harmloses Filmchen war. Natürlich kam das heraus. Wir erhielten alle zuhause einen Einlauf, der sich gewaschen hatte. Machte nichts, denn die Erinnerung konnte uns der auch nicht nehmen!
So etwa 10 oder 15 Minuten mag ich da gesessen haben bis ich wieder in die Realität zurückkehrte, aufstand, zum Auto ging und zum zweiten Teil des Ausflugs startete. In der Nähe der Reeperbahn suchte ich mir einen Parkplatz, fand sogar rasch einen gar nicht allzu weit entfernt. Einen Bummel über die sündigste Meile der Welt wollte ich schon immer mal machen. Ich verhielt mich wohl so wie 90 % der anderen Touristen dort: einmal auf der einen Seite der Straße vom Anfang bis zum Ende gelaufen, mir die Leute – Koberer nannte man die, glaube ich – angesehen, die mit mehr oder weniger flotten Sprüchen die Besucher zum Eintritt in ihre Lokale verleiten wollten. Ich ging auch mal in das eine oder andere Haus – Striplokale, Nachtclubs, Kneipen, Bordelle - hinein und sah mich dort um.
Die Prostituierten kannten es offenbar zur Genüge, dass mehr Gaffer als Gäste kamen. Einige der Frauen fand ich verflixt hübsch. Am Ende der Straße die Straßenseite gewechselt und dann dasselbe wieder zurück. Zum Schluss suchte und fand ich die Herbertstraße als berühmteste Ecke dieses Sündenbabels, lief dort einmal auf der einen Seite bis zum Ende und auf der anderen wieder zurück. Wieder zurück im Auto hielt ich ein paar Minuten Ruhe und trat dann die Heimfahrt an. Nach der Ankunft war ich ziemlich kaputt; die vielen Stunden auf der Autobahn schlauchten einen doch ziemlich.
Helena war schon im Bett, ich nach einer Dusche auch. Erst war unsere abendliche Kuschelrunde gefragt, dann aber kam ihre Neugier durch. Gewünscht war ein ausführlicher Bericht. Den bekam sie. Geheimnisse voreinander kannten wir nicht – außer solchen, die man geheim halten musste wie zum Beispiel vor Weihnachten, dem Geburtstag – oder denen über die man besser nicht spricht. Letzteres galt jedenfalls für mich und bescherte mir dann auch regelmäßig ein schlechtes Gewissen.
Die Schilderung der Koberer fand sie noch lustig, aber als dann zur Sprache kam, dass ich auch einen Blick in Bordelle und die Herbertstraße riskiert hatte wurde mir bewusst, dass das wohl ein Fehler war, denn Helena verspannte sich leicht, fing dann an zu weinen. Es war nur daran zu bemerken, dass ihr Körper manchmal leicht zuckte.
„Schatz, was hast Du denn?“
„Jetzt siehst Du Dir sogar schon die Frauen in Hamburg an. Ich habe so Angst, dass Dir die im Club nicht mehr ausreichen und ich kann doch nicht mit Dir schlafen. Ich habe Angst, dass Du mich verlässt!“
„Schatz, schlafen ist doch nicht alles. Ich war nur neugierig, hatte schon soviel über die Reeperbahn gelesen und im Fernsehen gesehen, da wollte ich mir das einfach mal ansehen. Das ist da ein einziger Touristenrummel. Ich würde nie auf die Idee kommen da etwas zu machen. Schmusen, kuscheln, küssen – das kann ich mit Dir auch jetzt und das mit dem Sex – ich habe mich im Internet umgesehen. Es geht vielen Frauen so, dass sie nach einer Entbindung keine Lust auf Sex haben. Meistens sind das Zeiträume von bis zu sechs Monaten, mitunter aber auch bis zu einem Jahr oder noch länger. Ich glaube fest daran, dass die nach wie vor wunderschöne Mama unseres Sohnes irgendwann merkt, dass ihr was fehlt und darauf freue ich mich!“
„Aber das geht jetzt schon fast ein Jahr! Udo hat ja bald Geburtstag.“
„Helena, wie gesagt: bei manchen Frauen dauert es auch länger als ein Jahr. Dann warten wir eben bis Du soweit bist. Liebe verträgt das und Du kannst Dir nicht vorstellen wie sehr ich Dich liebe. Und außerdem, wenn es wirklich bei mir drängt, habe ich doch die Möglichkeit in den Club zu gehen.“
„Ja, das habe ich ja sogar selbst vorgeschlagen. Aber da sind doch so viele schöne Frauen und ich weiß, die wollen alle oder fast alle mit Dir ins Zimmer, das sogar als private Nummer, weil Du da einen Ruf wie Donnerhall hast. Nachher willst Du die immer um Dich haben und ich verliere Dich!“
Sie weinte jetzt richtig heftig.
„Das ganz sicher nicht! Schon, ich kenne die meisten Frauen im Club recht gut, verstehe mich mit einigen auch im Bett besser als wie es bei einer Prostituierten vielleicht normal wäre, aber dennoch – mit ihnen ist es nur Sex. Macht auch Spaß, aber dieses tiefe Gefühl, das ich bei Dir sogar auch dann habe wenn ich Dich nur im Arm halte, wenn ich Dich mit Udo sehe oder ihn kuschle – das ist Liebe, da kommt keine andere Frau ran!
Helena, auch wenn ich die Mädels im Club mag, die eine oder andere auch als Mensch schätzen gelernt habe – meine Liebe seid nur Ihr, Du und Udo. Da brauchst Du keine Sorge zu haben!“
Sie beruhigte sich.
„Noch etwas ganz Anderes: Du weißt, dass ich Werner, den Bruder meiner ersten Ex, im Club getroffen habe. Er hat mich eingeladen und meinte dazu, auch Du wärst dort gern gesehen. Es könne aber passieren, dass uns Heidi über den Weg läuft. Was meinst Du? Magst Du mitkommen? Gedacht hatte ich an morgen.“
„Nein, fahre Du mal alleine. Ich wüsste nicht worüber ich mich mit ihm unterhalten könnte. Und eine Ex von Dir möchte ich nun auch nicht gerade kennen lernen.“
Am nächsten Tag angerufen, Zeitpunkt vereinbart und hingefahren. Obwohl etliche Jahre vergangen waren war meine Erinnerung doch noch ausreichend genau: gleich am Ortseingang zweimal links, kurz vorm Ende der Stichstraße Einfamilienhaus aus den fünfziger Jahren, einflügelige Eingangstür etwas seitlich von der Mitte rechts, Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachboden, der zumindest damals nicht ausgebaut war. Es war schon etwas eigenartig Heidis damaligen Nachnamen zu sehen. Werner öffnete sofort. Kaffee war vorbereitet, auch Kuchen lag bereit. Der war, wie ich kurz darauf feststellte, noch nicht ganz ausgekühlt, also am Vormittag erst gebacken worden und das, wie ich richtig vermutete, von Heidi. Werner rief nach ihr, sie kam auch zusammen mit ihrem Sohn rasch herunter. Nach dem obligatorischen Lob für die Köchin kümmerten wir uns zunächst um Kaffee und Kuchen. Der Sohnemann verschwand anschließend nach oben, hatte sich ziemlich wortkarg gezeigt. Nunja, verständlich. Schließlich war ich ein Fremder für ihn.
Ich wusste ja schon von Werner einigermaßen Bescheid was Heidi in den Jahren nach unserer Trennung erlebt und getrieben hatte, stellte mich aber unwissend und war gespannt wie offen sie erzählen würde. Tatsächlich verschwieg sie nichts Wesentliches. Werner war anzusehen, dass er froh über meine angebliche Unwissenheit war. Ich schilderte dann auch, dass nach Heidi eine weitere Beziehung nach längerer Zeit gescheitert war, erzählte auch wie Nicole mich reinlegen und ausplündern wollte, wie ich sie dann aber abserviert hatte. Wie ich Helena kennen lernte verschwieg ich, ebenso, dass wir schon seit langer Zeit nicht mehr miteinander geschlafen hatten. Erstaunen löste aus als ihre Zustimmung zu meinen Clubbesuchen zur Sprache kam, Neugier, als das Thema auf Oldtimer kam. Das allerdings wurde Heidi bald zu langweilig. Sie verließ uns. Werner berichtete stolz, dass es mit der Bewerbung im Grünflächenamt geklappt hatte. Arbeitsbeginn sei am nächsten Ersten. Nächstes Thema waren die Mädels im Club. Er wollte unbedingt wissen welche der Frauen ich anderen aus welchem Grund vorziehen würde, ob denn mit der einen oder anderen im Zimmer mehr als nur der Clubstandard möglich sei. Da allerdings mauerte ich nicht nur, sondern wies darauf hin, dass – wenn etwas mehr wie zum Beispiel küssen, ein gemeinsamer Besuch im Whirlpool oder in der Sauna möglich sei – dies immer auf persönlicher Sympathie beruhe und nicht übertragbar sei. Eine solche Frage würde ich für eine Zumutung, eine offene Antwort darauf für Verrat an der betreffenden Frau halten. Er bohrte immer weiter, wollte nicht kapieren, dass ihn so etwas nichts anging. Ich war schnell richtig angefressen, verabschiedete mich dann auch bald.
Irgendwie war ich enttäuscht. Von dem Nachmittag hatte ich mehr erwartet. Zuhause angekommen war Helena zufrieden als sie hörte, dass sie nichts Interessantes versäumt habe und ich sogar zum Schluss verärgert war.
Am Montag lag je eine Einladung – keine Vorladung! – der Kripo aus dem Nachbarkreis für Karin und mich im Briefkasten. Wir wurden um telefonische Vereinbarung eines Gesprächstermins gebeten, sollten zu neuen Erkenntnissen vernommen werden. Es wurde darauf hingewiesen, dass das aber auf Wunsch auch durch die in unserem Landkreis bestehende Kripodienststelle erfolgen könne.
Das Zusammenleben mit Karin hatte sich gut eingespielt. Sie war sowohl im Haushalt als auch in der Firma angekommen, hatte sich gut eingelebt. Besonders wenn sie sich um Udo kümmerte war aber deutlich erkennbar wo ihre Wünsche lagen. Ich hatte schon vor Wochen Kontakt mit dem Kindergarten – angeschlossen war da auch eine Kinderkrippe - in Reiners Dorf aufgenommen. Die suchten dringend Kräfte. Mit Helena hatte ich diese Möglichkeit schon besprochen, mit Karin noch nicht. Meine Frau und ich waren uns einig, dass Helena psychisch noch nicht weit genug gefestigt war um selbstständig leben zu können. Sie hatte zwar eine gute Psychotherapeutin, die auch schon einiges bewirkt hatte, aber immer noch Angst vor dem Alleinsein und vor Männern. Da gab es nur zwei Ausnahmen – Dieter und ich. Wir hatten sie zu den Spielabenden mitgenommen und sie hatte keinerlei Probleme sich mit Dieter zu unterhalten, zeigte sogar keine Angstreaktion als der sie unwillkürlich mal tröstend in die Arme nahm. Auch zu meinen Jungs im Betrieb hatte sie inzwischen etwas Vertrauen gefasst, blieb aber immer noch auf Distanz. Ihre Freizeit verbrachte sie fast ausschließlich im Haus, war erst vor ein paar Tagen erstmals in die Stadt gefahren um dort einzukaufen. Vorher mussten immer Helena oder ich dabei sein. Als sie zurück kam zitterte sie vor Aufregung, erzählte wie sie diese Angst während der ganzen Zeit bekämpfen musste, war aber stolz wie Oskar darauf, dass sie es geschafft und sogar alles gekauft hatte was auf dem Zettel stand.
Auf Nachfrage meinte sie, es wäre gut wenn sie mal etwas länger unterwegs sei, außerdem wäre ich ja dabei. Also auf der dortigen Wache angerufen, Termin für 10 Uhr einige Tage später vereinbart und darauf hingewiesen, dass die Vernehmung von Karin auf jeden Fall durch eine Beamtin erfolgen müsse weil sie mit Ausnahme meiner Person keinen Mann im Zimmer ertragen könne. Es wurde zugesichert.
Am betreffenden Tag traute sie sich sogar aus der Deckung, fragte ob wir nicht mit dem Espada fahren könnten. Die Freude machte ich ihr gern, zumal ich das sowieso vorhatte – der Mann am Telefon fragte ganz beiläufig, er hätte erfahren, dass ich einen schönen Oldtimer hätte. Ob wir nicht mit diesem kommen könnten…..
Ich wurde nur gefragt ob mir bekannt sei wer von den Helfern den Verbrecher, der den Taser eingesetzt hatte, – der Polizist nannte den zwar nicht so, sondern „Tatverdächtigen“ - so heftig lädiert hatte, dass der sich zeitlebens an das Ereignis erinnern würde. Der hätte Strafanzeige gegen Unbekannt wegen schwerer Körperverletzung erstattet. Nun, gesehen wie der Typ verlascht wurde, hatte ich tatsächlich nicht. Das Ereignis selbst war aber von beiden Videokameras gefilmt worden. Auf den Aufnahmen sah man diesen Sportfreund nur von hinten. Anhand der Figur und der Kleidung lag zwar eine Vermutung nahe, aber: ich wusste es nicht. Gefragt worden war ich ob ich es wüsste und das konnte ich also ruhigen Gewissens verneinen. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass der Polizeibeamte sich den Wortlaut seiner Frage vorher ganz genau überlegt hatte. Jedenfalls nahm er meine Aussage lächelnd zur Kenntnis, fertigte das Protokoll und ließ es mich unterschreiben.
Er hatte sich wohl mit der Kollegin, die Karin vernahm, abgesprochen. Jedenfalls ging er zur Verbindungstür zum Nachbarraum, klopfte, öffnete sie auf das „ja bitte“ und trat ein, sprach direkt Karin an.
„Wir sind fertig. Brauchen Sie Unterstützung durch Herrn Sierau? Es könnte gut sein, denn ich gehe davon aus, dass im weiteren Verlauf Ihrer Vernehmung Fakten zur Sprache kommen die Sie belasten und da könnte es doch sein, dass Sie einen Vertrauten an Ihrer Seite haben möchten.“
Karin war erleichtert. „Das was bis jetzt besprochen wurde war schon schwer für mich. Es wäre wirklich schön wenn Robert neben mir sitzen würde.“
Ich setzte mich neben sie, die ersten Fragen kamen. Es stellte sich heraus, dass noch zwei weitere Leichen gefunden worden waren, eine der beiden männlich. Karin hatte aber außer den fünf Kerlen, die vor dem Club aufgefahren waren, und dem sechsten, der in der Halle angetroffen und festgenommen wurde, keine weiteren Männer als zu der Bande gehörend identifizieren können. Jemand hatte es geschafft dem männlichen Toten ein Gesicht zu geben wie er zu Lebzeiten ausgesehen haben könne. Karin erkannte ihn obwohl er tatsächlich etwas anders aussah. Es war einer, der sich eine Zeitlang an den Vergewaltigungen beteiligt hatte, dann aber nicht mehr kam. Bei den Durchsuchungen – es waren nach der ersten noch zwei weitere erfolgt - waren auch teils in Verstecken Videoaufnahmen gefunden worden. Aus diesen waren Einzelbilder mit Gesichtern herauskopiert und vergrößert worden. Karin erkannte alle Männer, wusste zu einigen sogar noch Namen oder andere Details. Die Beamtin atmete tief durch.
„Mit diesen Hinweisen kriegen wir auch raus wer die sind und können sie aus dem Verkehr ziehen.“
„Ich mischte mich kurz ein. „Frau Schulz möchte die Videos, auf denen sie zu sehen ist, überlassen bekommen sobald sie nicht mehr von der Justiz benötigt werden. Vorab möchte sie im Hinblick auf Schadenersatz- und Schmerzensgeldprozesse gegen die Männer Kopien dieser Aufnahmen haben. Weiterhin wünscht sie, dass über sämtliches Eigentum aller Verdächtigen ein Veräußerungs- und Verwertungsverbot verhängt wird um ihre Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen zu sichern. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ich diese Forderung mit dem heutigen Datum und der Uhrzeit im Protokoll festzuhalten bitte um ihr den Vorrang vor vergleichbaren Forderungen anderer Geschädigter sowie von Finanzämtern und Krankenkassen oder anderen in Betracht kommenden Berechtigten zu sichern.“
Karin sah mich an. „Danke, Robert. Daran hätte ich nie gedacht und selbst wenn, das nicht so formulieren können.“
In der weiteren Vernehmung erfuhren wir dann auch, dass es sich bei den Videos um Rohaufnahmen handelte, sie also noch nicht geschnitten und für die Vermarktung vorbereitet waren. Karin atmete auf. Außerdem wurde kurz erwähnt, dass auf den beschlagnahmten Rechnern und Handys ein Nachrichtenaustausch mit einer Person, die wohl Gleiches wie die sechs U-Häftlinge betrieb, vorgefunden wurde. Geplant war nach den bisherigen Erkenntnissen Frauen und Filme untereinander zu tauschen. Die Kontaktperson konnte ermittelt und ein ähnlich wie hier strukturierter und tätiger Ring ausgehoben werden. Karin wurde gefragt ob in ihrer Gegenwart Äußerungen gefallen seien, die auf derartige Kontakte schließen ließen. Karin verneinte. Als abschließende Information bekamen wir dann noch zu hören, dass auch dort – einige hundert Kilometer von uns entfernt – mehrere stark traumatisierte Frauen befreit werden konnten, im Gegensatz zum Fall hier aber – soweit bislang bekannt – niemand umgebracht worden war. Der Ort des Geschehens wurde allerdings nicht genannt. Wir bekamen beide ein dickes Dankeschön zu hören, dass wir den Weg nicht gescheut und die Ermittlungen ein gutes Stück vorangebracht haben. Unter der Hand, also offiziell nie gesagt, bekam sie dann noch ein paar Tipps. Sie könne sich als Nebenklägerin einen Anwalt, natürlich egal ob Mann oder Frau, nehmen, den der Staat, letztlich aber die Verurteilten, zu bezahlen hätten, müsse als Nebenklägerin nicht wie andere Zeugen den Gerichtssaal vor ihrer Vernehmung verlassen, könne über ihren Rechtsbeistand auch selbst fragen, eigene Anträge stellen. Ich hatte das zwar schon vorher mit ihr besprochen und ihr – obwohl es ein Mann war – den Anwalt empfohlen, der Helena damals so gut geholfen hatte. Aber hier hörte sie dasselbe aus dem Mund von Leuten, die häufiger damit zu tun hatten. Sehr beruhigend für sie.
Wir verabschiedeten uns von den Leuten, wunderten uns gleich darauf, dass die mit uns nach draußen gingen. Um eine Hausecke herumgegangen sahen wir warum und erkannten auch weshalb wir gebeten worden waren hierher zu kommen. Eine Menge Polizisten standen um mein Auto herum. Es wiederholte sich das was wir nach der Vernehmung bei Frau Berndt erlebt hatten, nur eben mit nur einem Auto. Hatte die gepetzt? Ich wollte sie bei Gelegenheit fragen. Später erfuhr ich, dass es auch hier etliche Oldtimerfreunde gab und die nebenbei angefangen hatten das von Frau Berndt angeregte Treffen auf dem ehemaligen Flugplatz zu organisieren. Der Tipp von ihr war als Motivation für das Orgateam gedacht, hatte die gewünschte Wirkung und bewegte zusätzlich noch weiteres Personal sich der Gruppe anzuschließen.
Auf mich kamen jetzt jede Menge Fragen zu, es gab ebenso viele Antworten. Auch hier dauerte es etwas bis die erste – tatsächlich war eine Frau mutiger als alle Kerle – fragte ob sie sich mal reinsetzen dürfe. Sie durfte natürlich. Karin hatte mich an der Hand gefasst, sah mich an und fragte „unsere beiden?“ Ich nickte. Sie zog mich daraufhin zu den Beamten die uns vernommen hatten. „Wenn sie wollen können Sie auch mal rein.“
„Beide freuten sich sichtlich, wurden auf Wunsch auch von etlichen anderen fotografiert. Ebenso erging es zwei, drei weiteren Polizisten, bis ich darauf hinwies, dass wir doch bitte nicht bis zum Abend hier bleiben wollten. Grinsen, Kopfnicken bei den einen, die schon ihre Fotos hatten, Verständnis bei denen, die das nicht so sehr interessierte und enttäuschtes Stöhnen bei jenen, die den Spaß auch gern gehabt hätten.
Inzwischen war es Mittagszeit. Mit Helena hatte ich abgesprochen unterwegs zum Mittagessen irgendwo einzukehren und dann, wenn Zeit dafür blieb und Karin Interesse hatte, ein wenig durch die Gegend zu gondeln. Im Ort kannte ich ein Restaurant, das deutsche und internationale Küche anbot, dazu einen hinter dem Gebäude gelegenen Parkplatz hatte, der von außen nicht so ohne weiteres einsehbar war. Ich wollte mich bei der Weiterfahrt nicht wieder durch eine Menschenmeute schlängeln müssen. Der Parkplatz war nur wenig belegt, wohl weil das Monatsende nahe war. Gut für uns, dann würden wir sicher auch ohne Reservierung einen schön gelegenen Tisch bekommen.
Karin war überrascht. „Essen gehen? War ich schon lange nicht mehr. Eine wunderschöne Idee! Danke!“
„Du weißt doch noch gar nicht ob es Dir hier schmeckt und vielleicht bin ich ja nur deshalb hier weil ich jemand zum bezahlen dabei habe.“
Wir stiegen aus, sie lachte laut, fasste mich an beiden Ohren, zog meinen Kopf zu sich runter und drückte mir ein schnelles Küsschen auf beide Wangen. Allerdings schreckte sie sofort danach zurück, bekam einen roten Kopf und man konnte sehen, dass Tränen im Anmarsch waren.
Ich warf alle Bedenken über Bord, nahm sie in die Arme und drückte sie an mich. „Karin“ sagte ich zu ihr, „Du kannst Dir gar nicht vorstellen wie sehr ich mich über das eben gefreut habe! Zum Weinen gibt es keinen Grund. Ich sehe das als Zeichen, dass Du wieder ins Leben zurück findest. Glaube mir, die Zeit kommt und Du bist wieder die liebe junge Frau, die ich damals im Club kennen gelernt habe. Auch wenn nicht alles so sein wird wie früher – wir alle machen mit den Jahren Erfahrungen, die einen mehr, die anderen weniger, die einen gute, die anderen nicht so gute, und alle verändern uns. Du wärst auch dann eine etwas andere wenn Du diese schlimmen Erfahrungen nicht gemacht hättest. Also probieren wir weiter was wir für Dich tun können, aber erst mal ob es Dir hier gefällt. Und nach dem Essen habe ich vor, wenn Du magst, mit Dir noch einen kleinen Ausflug zu machen. Und jetzt (ich nahm sie an die Hand und zog etwas) gehen wir erst einmal hinein.“
Wir gingen ins Lokal, konnten uns einen Tisch aussuchen und nahmen den, der etwas abseits von den anderen stand. Nachdem wir bestellten sah ich ihr in die Augen, wollte gerade zu erzählen anfangen als sie mir zuvor kam.
„Ausflug? Wohin?“
Typisch Frau. Gar nicht neugierig, möchte aber doch alles wissen. Schon mal ein gutes Zeichen. Das wollte ich noch ein wenig provozieren. Lächelnd antwortete ich „wird nicht verraten. Einfach ein wenig spazieren fahren, dann ein kleiner Bummel an urigen Geschäften vorbei, da vielleicht das eine oder andere Stück kaufen – alles nur Kleinigkeiten dort -, anschließend Kaffee trinken und zum Schluss noch eine kleine Fahrt der anderen Art.“
„Ja, aber wo und was für eine andere Art? Verrate es mir doch. Bitte! Und warum?“
„Wird nicht verraten. Und warum? Das ist ganz einfach. Helena und mir ist aufgefallen, dass Du fast nur im Haus bist, allenfalls mal rausgehst wenn Du einkaufen willst. Wir haben mit Deiner Psychologin gesprochen weil wir meinen, es tut Dir gut wenn Du mal wieder etwas anderes siehst als nur das Haus und ein paar Geschäfte. Die Therapeutin ist derselben Meinung. Nur vorher fragen sollten wir Dich nicht. Du hättest vermutlich abgelehnt.“
Karin nickte. „Ich hätte sicher nein gesagt.“
„Genau. Und heute war eine gute Gelegenheit. Wir sind sowieso unterwegs, haben ein erfreuliches Erlebnis gehabt, einfach weil wir gesehen haben, dass die Kripo Ergebnisse erzielt und sogar noch mehr Verbrecher aus dem Verkehr gezogen hat. Außerdem hast Du die Vernehmung besser überstanden als ich gedacht hatte.“
Sie sah mich fragend an.
„Ich habe, auch wenn Du von einer Frau vernommen wurdest, die Befürchtung gehabt die schlimmen Erlebnisse könnten sich in Deinen Gedanken wieder in den Vordergrund drängen, Dich erneut aus der Bahn werfen. Aber das hast Du gut gemeistert. Und was mich noch mehr beeindruckt hat: als meine Vernehmung abgeschlossen war hat doch der Beamte geklopft, dann die Zwischentür geöffnet. Ich habe mich zu Dir gesetzt. Der Mann hat wohl nicht mehr an die vorherige Absprache – keine fremden Männer im Raum – gedacht, ist zunächst stehen geblieben und hat sich dann neben seine Kollegin gesetzt. Du hast nicht einmal gezuckt, warst weiter voll konzentriert und hast zwar mal zu ihm geschaut, aber in keiner Weise ablehnend reagiert. Das war das Eine. Noch mehr war hinterher ich erstaunt, überrascht, erfreut.“
Wieder große fragende Augen.
„Na, hier und hier“, zeigte auf meine Wangen. Davon hätte ich gerne noch mehr!“
Sie wurde doch tatsächlich rot! Wir saßen einander nicht gegenüber, sondern über Eck nebeneinander. Ich wurde erneut an den Ohren gezogen, kussgerecht platziert und – bekam einen auf den Mund!
„Gibt es jetzt die Nachspeise schon vorher? Der war lecker!“
Danach unterhielten wir uns über unseren Alltag in der Firma und zuhause. Versehentlich deutete sie an, dass Helena sich bei ihr Trost geholt habe weil sie noch nicht wieder mit mir schlafen konnte. Im Gegenzug hatte Karin ihr gestanden, dass für sie die Zimmeraufenthalte im Club – abgesehen vom ersten Mal, als sie mich noch nicht kannte – vom Gefühl her nie Sex gegen Geld waren, sie immer den Eindruck von Freundschaft plus hatte. Sie war richtig traurig als Helena und ich dann ein Paar wurden, dass es mit dem Sex mit mir vorbei war. Ich hielt mich bedeckt, wollte dazu weiter nichts sagen, vor Allem ihr keine Hoffnungen machen, dass es wieder dazu käme, denn Sex mit Männern – das sah ich für sie in weiter Ferne.
Nach dem Essen fuhren wir in Richtung Autobahn, auf dieser wieder – ohne neugierige Fahrer anderer Autos im Schlepptau – bis zur Abfahrt Seesen und von dort über Osterode in das Mittelgebirge hinein. Waldsterben war da noch kein Thema und so konnten wir die Fahrt genießen. In Clausthal-Zellerfeld war der erste Halt. Ich interessierte mich für die Mineraliensammlung der Hochschule, hatte Karin ein wenig ausgehorcht und den Eindruck, dass auch sie sich die gerne anschauen würde. Also ausgestiegen, im Gebäude nach der Sammlung gefragt und dann dort über eine Stunde geblieben. Erstaunlich, was es so alles gab und erstaunlich auch, was davon alles aus dem Harz stammte.
Primäres Ziel war auch diesmal Thale, genauer der Hexentanzplatz und die Fahrt mit der Seilbahn dort hinauf. Als wir auf dem Parkplatz ankamen ahnte sie noch nichts. Allerdings kam kurz nach Beginn des Fußwegs zur Talstation ein entsprechender Verdacht bei ihr auf.
„Seilbahn?“
Ich nickte. Die Karten gelöst und Glück gehabt: schon die nächste Kabine war eine mit Glasboden. Auch sie konnte ich erfolgreich von einem Blick auf den Fußboden ablenken bis wir aus der Station heraus waren und frei in der Luft hingen. Ich machte sie auf verschiedene Sachen aufmerksam, zuletzt auf eine steil vor uns aufragende Felswand, vor der die Kabine den größten Abstand zum Erdboden erreichte. Dann zeigte ich auf den Fußboden, meinte nur „schau mal nach unten. Das sieht alles so klein aus von hier oben. Sie sah nach unten, erschrak etwas und klammerte sich an mich, löste sich aber sofort wieder.
„Soll ich jetzt Angst haben? Da bist Du aber auf dem Holzweg. Ich finde es toll hier oben!“
Ganz locker kam das von ihr herüber. Sie grinste mich an und als mir die Gesichtszüge entgleisten weil ich eher eine Kleinmädchenreaktion erwartete – ich muss wirklich ziemlich doof aus der Wäsche geguckt haben – bog sie sich vor Lachen. Kurz vor erreichen der Bergstation kam das was sie scheinbar zu einem Ritual machen wollte oder einfach nur riesigen Nachholbedarf hatte: meine Ohren mussten wieder dran glauben und ich bekam den nächsten Kuss. Zwar waren die allesamt ohne Zungeneinsatz, aber dennoch – ich erkannte in ihnen ein Stückchen weit die „alte“ Karin und freute mich.
Oben schauten wir uns die Verkaufsbuden an – auch meine heutige Begleiterin bekam ihre auf einem Besen reitende Verwandte – und gönnten uns Kaffee und Kuchen. Angemessen gesättigt gingen wir anschließend zur Sommerrodelbahn. Auch da war von Angst oder Respekt vor dem Unbekannten nichts zu spüren. Im Gegenteil: sie zeigte sich begeistert! Ich weiß nicht mehr wie oft wir gefahren sind, aber sie wollte einfach kein Ende finden bis der Mann im Kassenhäuschen dezent darauf hinwies, dass er eigentlich schon Feierabend habe. Einmal dürften wir noch, aber dann müsse er abschließen. Ich zahlte die Karten, legte noch ein deutliches Trinkgeld dazu.
„Danke, dass ich es endlich schaffe meine Freundin hier loszueisen. Ohne Ihren Feierabend würde sie morgen Abend immer noch fahren.“ Sowohl er als auch Karin lachten.
Auf dem Waldweg zur Bergstation hakte Karin sich bei mir ein. Ihr Mundwerk stand nicht still. Mir ging richtig das Herz auf. Vor ein paar Wochen war sie noch eine im Wesen völlig zerstörte Person und jetzt? Ich freute mich. Als erstes kam natürlich gleich eine Frage. „Hast Du mich eben als Freundin bezeichnet?“
„Ja, habe ich und es genauso gemeint wie es sich angehört hat. Du bist für mich und übrigens inzwischen auch für Helena zwar nicht DIE Freundin, aber doch eine Frau mit der wir befreundet sind. Ich hatte diese Meinung zu Dir schon nachdem wir uns im Club das erste Mal miteinander vergnügten. Da war es für mich sogar Freundschaft plus!“
„Robert, weißt Du, was Du mir eben gesagt hast?“
„Natürlich. Dass Du unsere Freundin bist.“
„Nein, viel, viel mehr! Du, Ihr, Ihr mögt mich als Mensch, als Freundin, und nicht als Nutte, die für einen leeren Sack sorgt und Euch ansonsten egal ist. Ich weiß nicht wie lange es her ist, dass ich das letzte Mal so sehr das Gefühl hatte angekommen zu sein, mich in einem Kreis von Freunden geborgen fühlen zu können. Verstehst Du, was das für mich bedeutet?“
Wir waren gerade im Wald auf einem relativ steilen Wegstück. Karin blieb stehen, ich reagierte nicht sofort und stoppte einen halben Meter später als sie, drehte mich zu ihr um und sah Tränen in ihren Augen. Dadurch, dass ich etwas tiefer als sie stand, war ihr Gesicht auf fast gleicher Höhe wie meins als ich sie in den Arm nahm. Andere Passanten sahen uns zum Teil schon schief an, aber mir war das sowas von egal und Karin registrierte es nicht.
Es waren schon einige Minuten, die wir so standen, gingen dann aber weiter die paar Meter zur Bergstation. Die Fahrt nachhause verlief ohne Besonderheiten. Daheim mussten wir uns beide Helenas Neugier stellen. Ich ließ Karin reden. Ihr Tonfall war, solange es um die Zeit bei der Polizei ging, ernst, sachlich, aber spätestens bei der Schilderung der Wangenküsse änderte sich das. Die Erlebnisse auf dem Hexentanzplatz und dort natürlich die Sommerrodelbahn wurden dermaßen plastisch, derart lebendig geschildert, dass einem richtig das Herz aufgehen konnte. Das Beste aber war ihr Schlusssatz: „Das war so ein herrlicher Tag, ich könnte Euch beide umarmen!“
„Dann tu es doch!“ war mein Schatz zu hören. Karin, überrascht, drehte sich erst zu ihr, dann zu mir, zog mich anschließend an den Ohren und drückte mir erneut einen dicken Kuss auf die Lippen. Danach drehte sie sich zu Helena, beugte sich zu ihr rüber. „Du bist nicht so weit weg, Deine Ohren kann ich in Ruhe lassen. Dann bekam sie einen ebenso schönen Kuss aufgedrückt wie ich. Sofort danach zuckte Karin aber weg.
„Ups, das wollte ich eigentlich gar nicht.“
Helena reagierte sofort. „Ich auch nicht, war sehr überrascht. Es war mein erster Kuss mit einer Frau, aber viel zu kurz, als dass ich ihn genießen konnte.“ Sie beugte sich zu Karin hinüber, gab ihr ihrerseits einen Kuss und der dauerte, dauerte, dauerte! Soweit ich erkennen konnte spielten dabei bald sogar die Zungen mit. Als sie aufhörten fing ich an zu grinsen.
„Ein bisschen bi schadet nie?“ war mein einziger Kommentar.
Am nächsten Morgen gab mir Helena einen Brief. In diesem stellte sich eine mir bekannte kleinere Hotelkette vor, bezog sich auf einen zurzeit im Bau befindlichen und kurz vor der Fertigstellung stehenden Hotelneubau in der Kreisstadt. Es wäre ein Viersternehaus mit rund 160 Zimmern auf vier Etagen, dazu im obersten Geschoss einige Suiten, im Erdgeschoss die Lobby, der Frühstückssaal, ein Barbereich, zwei Tagungsräume unterschiedlicher Größe und Büros, im Keller Pool, Sauna, Spa-Bereich, Lagerräume. Es würde bewusst keine Ausschreibung gestartet, sondern aufgrund eingeholter Empfehlungen einige wenige Betriebe angeschrieben werden. Angefragt wurden die Lieferfähigkeit und der Preis für die nachstehend gelistete Ausstattung der Gästezimmer mit Vollholzmöbeln und der Funktionsräume mit üblichen Gebrauchsmöbeln, wobei für die Gästezimmer etagenweise unterschiedliche Holzarten – Eiche, Buche, Kiefer, Kirsche – angedacht seien, dies aber noch nicht verbindlich sei. Beratungsbedarf dazu bestünde. Es folgte eine ellenlange Liste mit den jeweils vorgesehenen Möbelstücken, präzise bemaßt und für jeden Typ mit Grundriss und Schnittzeichnung versehen, anschließend folgte eine Zusammenstellung wie viel Exemplare von welchem Möbeltyp benötigt werden würden. Da hatte sich wohl ein Innenarchitekt ausgetobt und, wie ich meinte, eine sehr gute Arbeit geliefert.
Der Auftrag sollte nach Möglichkeit sofort nach Auftragserteilung in Angriff genommen werden und vor der geplanten Eröffnung in rund sieben Monaten abgeschlossen sein.
Ich sah sofort, dass das für meinen Betrieb eine Nummer zu groß war. Nicht nur, dass wir aktuell eine recht gute Auslastung bei den Restaurierungen hatten und daher für Gebrauchsmöbel kaum Kapazität frei war, würde mich auch der Vorfinanzierungsbedarf überfordern. Für die Standardsachen hatte ich reichliche Vorräte im Lager. Zudem war diese Ware schnell und preisgünstig zu bekommen. Für den Möbelbau geeignetes Vollholz war dagegen deutlich teurer, Kirschbaumholz nicht in beliebigen Mengen zu bekommen. Die insgesamt riesige Menge würde auch Lagerplatz beanspruchen, den ich nicht hatte. Aber da war ja noch Reiner mit seinem Betrieb. Wenn der die Hälfte übernehmen und wir das Material gemeinsam bestellen könnten, eine gemeinsame Kalkulation erstellen und uns sowohl die Kosten als auch die Erträge hälftig teilen würden – das könnte klappen. Bei mir müssten dann die Restaurationen, bei ihm die Maßanfertigungen ein wenig zurückstehen – obwohl das nach den vorgegeben Abmessungen und Einteilungen ja sogar selbst Maßanfertigungen waren. Vorher musste aber geklärt werden ob die Kette überhaupt die Übernahme des Auftrags durch zwei Betriebe akzeptieren würde und ob es unbedingt vier unterschiedliche Holzsorten sein mussten. Einerseits wären die Kosten für die Materialbeschaffung pro Stück desto niedriger je mehr Menge derselben Art geordert werden würde, was sich andererseits natürlich auch auf den Einzelpreis auswirken würden.
Ein Anruf bei Reiner. Der hatte eine Anfrage gleichen Inhalts bekommen und dieselbe Idee wie ich gehabt. Wir waren uns rasch einig. Wenn, dann würden wir den Auftrag gemeinsam übernehmen. Vorher war aber noch zu klären was die dortige Chefetage letztlich wollte. Die Zentrale der Kette war fast 100 km von uns entfernt. Mit einem spontanen Besuch oder einem kurzfristigen Termin war es also nichts, denn für die Fahrerei und das Gespräch musste mehr als ein halber Tag eingeplant werden und wenn es dann um noch offene Details ginge wäre auch der Rest des Arbeitstages futsch.
Ich rief an, hatte eine nette weibliche Stimme am Apparat und wurde zu meiner Überraschung sofort durchverbunden als ich mich mit „Tischlerei Sierau“ meldete. Der Gesprächsteilnehmer stellte sich mit Namen vor. Er sei der CEO. Das war die nächste Überraschung. So hoch aufgehängt hätte ich ein solches Projekt nicht erwartet. Es ging schließlich nicht um den Bau des Gebäudes, sondern nur noch um dessen Ausstattung mit Möbeln! Vereinbart wurde ein Termin beim Auftragnehmer rund eine Woche später.
Der nächste Montag war der, an dem Heiner und auch die anderen Helfer endlich zu ihrer wohlverdienten Belohnung kommen sollten. Die Frau des einen Sportfreundes war wohl eine Nymphomanin. Ich hatte bislang gedacht solche weiblichen Wesen gäbe es nur in den Erzählungen notgeiler Kerle. Sie war aber sogar schon vor Ort gewesen, hatte sich alles angesehen und auch mit Dieter besprochen auf was sie achten müsse, was erwartet würde, was darüber hinaus erlaubt sei und was verboten sei. Die wollte tatsächlich mitmischen, nicht mal Geld dafür haben. Allerdings hätte Dieter ihrer Beteiligung an diesem Abend dann aber auch nicht zugestimmt. Der hatte ein paar Tage später auch kein Problem damit Freiwillige unter den Damen zu finden. Schließlich hatten alle mitbekommen wie wir uns für ihren Schutz eingesetzt hatten und einer von uns sogar nach einem Tasertreffer zu Boden gegangen war. Außerdem hatten sie gesehen in welchem Zustand Karin bei ihnen ankam und waren uns von Herzen dankbar. Als Dieter darauf hinwies, dass eine zusätzliche Frau dabei wäre, fingen die ersten an zu maulen, hatten Sorge, dass sich das auf ihre Vergütung für diesen Einsatz auswirken würde. Der Hinweis, dass es für die Beteiligten eine pauschale Vergütung gäbe weil ja keine Einnahmen erzielt würden und die Zahl, die genannt wurde, sorgten dann für Ruhe. Protest gab es erst wieder als die Zahl der Teilnehmerinnen aus dem Club auf vier beschränkt wurde. Mit der Externen wären es dann fünf Damen bei acht Herren. Dieter provozierte dann.
„Es sei denn die Damen würden auf einen entsprechenden Anteil ihrer eigenen Vergütung verzichten. Dann könnte ich mir vorstellen bis auf insgesamt acht Ladies aufzustocken. Mehr geht aber wirklich nicht.“
In der Erwartung, nun sei die Luft aus dem Thema raus, lehnte er sich zurück bis Ilona das Wort ergriff. „Also, Mädels, eigentlich haben die Männer ja uns allen den Arsch gerettet, denn wer weiß was mit uns passiert wäre wenn die Verbrecher sich durchgesetzt hätten. Die hätten vermutlich nicht nur Karin mitgenommen, sondern auch noch mehrere von uns. Ich habe Fernsehberichte von zwei Pressekonferenzen zu dieser Sache gesehen: Die Kerle haben Frauen entführt und umgebracht wenn sie ihnen nicht mehr genug einbrachten. Ich bin deshalb dafür, dass die, die ausgewählt werden würden, auf einen Teil des Geldes verzichten, anderen damit die Teilnahme ermöglichen und die so auch ihren Teil zum Dankesagen beitragen können. Außerdem ist ja noch gar keine Entscheidung gefallen wer die vier Glücklichen wären. Also kann dann Jede sagen ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Und noch etwas: ich küsse normalerweise im Job nicht. Aber wenn ich dabei bin und den in die Finger kriege, der von diesem Elektroschocker getroffen wurde, den knutsche ich nieder bis er keine Luft mehr kriegt. Und wenn ein anderer einen netten Eindruck auf mich macht blüht ihm das Gleiche! Mädels, was meint Ihr: wollen wir das so machen?“
Es waren alle aktuell im Haus arbeitenden Frauen im Zimmer. Sie sahen sich kurz an, eine fing an: „ich bin dafür.“ Alle anderen schlossen sich an, einige mit derselben Äußerung, zwei nur mit „also gut“. Ein paar meinten auch nur „mir egal“. Das waren dann wohl die die schon was vorhatten. Eine von denen, die dafür waren, sah zu Dieter, staunte über dessen fassungsloses Gesicht. Sie tippte eine andere Frau an, zeigte auf Dieter, beide begannen zu lachen. Nun drehten sich auch die anderen um. Es dauerte bis wieder Ruhe eingekehrt war.
Ilona übernahm erneut Verantwortung, hatte an diesem Tag offenkundig die richtigen Ideen. „Also, Platz ist dann für sieben von uns. Jetzt wollen wir doch mal sehen wie viel überhaupt Zeit hätten und nichts anderes vorhaben bzw. sowieso nicht dabei sein wollen. Die, die nicht dabei sein wollen oder können, bitte ich zur Seite zu treten. Tatsächlich gingen erst eine, dann noch weitere zur Seite. Die erste wollte sich mit einem Arzttermin entschuldigen, wurde aber von der eine Führungsrolle übernehmenden Rädelsführerin ausgebremst. „Leute, es ist egal weshalb Ihr nicht dabei seid. Es ist Eure Entscheidung und die steht Euch zu! Dafür braucht sich niemand zu entschuldigen. Aber seht doch mal: auf der anderes Seite stehen jetzt noch sieben Frauen, also sind wir mit der Externen acht. Das passt doch genau. Es sind doch auch acht Männer. Dieter hatte für 4 jeweils 200 € zugesagt. Macht 800 insgesamt. Das durch 7 macht knapp 115 für jede von uns.“
„Nein, Ilona, da hast Du mal nicht Recht!“
„Wieso, Dieter? Stimmt doch alles und Deinen Vorgaben genügt es auch. Was soll daran falsch sein?“ Eben war sie noch total selbstsicher, hatte alle auf Anhieb überzeugt, jetzt zeigte sie sich total verwirrt.
„Weil die Rechnung nicht stimmt. Aber erst eine ganz dicke Anmerkung, ein ganz großes Lob für Euch alle. Ich finde die Solidarität unter Euch klasse! Es gibt immer wenn Bedarf dafür da ist eine – und das ist nicht immer dieselbe! – die die richtigen Ideen hat und das Heft des Handelns in die Hand nimmt. Wirklich toll und mir macht Ihr so auch Vieles einfacher. Deine Rechnung, Ilona, stimmt aus einem ganz einfachen Grund nicht: ich mag mich bei der Abrechnung nicht mit Centbeträgen herumschlagen, mache es mir selbst auch einfach und runde auf 150 für jede auf!“
Verblüffung bei den Frauen, dann fingen alle nach und nach zu grinsen an. Wieder ließ sich Ilona vernehmen: „Dieter, schon als ich hier für die Illustrierte spioniert hab fiel mir auf wie Du die Frauen behandelst. Nicht wie der große Chef, der ansagt und alle haben zu gehorchen, nein, als einer der sich um sie sorgt, sie zufrieden sehen möchte. Ich fühle mich einfach sauwohl hier. Das musste auch mal gesagt werden!“
„Da kann man auch anderer Auffassung sein. Im Griff habt Ihr mich, sieht man mal wieder daran, dass Ihr mich zu einer leichtsinnigen Äußerung verleitet habt und ich prompt darauf hereingefallen bin! Und (er grinste breit) das schlimmste ist – oben habe ich noch zwei von Eurer Sorte. Cordula hat den ganzen Tag Zeit wenn ich nicht oben bin, unserer Tochter zu zeigen wie man den Papa um den Finger wickeln kann – und die hat das schon drauf obwohl sie noch nicht einmal ein Jahr alt ist. Genau das hat sich aber auch unser Sohn schon abgeschaut, kann es auch und so stehe ich oben allein gegen drei, hier unten allein gegen Euch alle.“ Pantomimisch machte er einen auf leidend, erntete noch einmal ein allgemeines Grinsen, und ging nach oben.
Am Tag x verabschiedete ich mich zuhause von meinen Lieben, drückte auch Karin noch einmal, und fuhr gemütlich los. Als hätten wir uns abgesprochen – hatten wir ja auch – kamen alle innerhalb weniger Minuten auf dem Grundstück an. Wir stiegen aus als auch schon die Tür zum Club geöffnet wurde. Dieter bat uns herein, gab jedem einen Spindschlüssel und lud nach dem Umkleiden erst zu einem kleinen Umtrunk ein.
Als alle ihr Sektglas hatten bedankte er sich noch einmal bei seinen Helfern, aber auch bei den Frauen, dass sie die doch erhebliche Gefahr für Karin, aber auch für den Club als Ganzes, so entschlossen angegangen seien, bei letzteren dazu auch noch für die Solidarität untereinander und bei Heike, der Frau meines Sportfreundes, dafür, dass sie sich beteiligen will. Die hakte gleich ein: sie habe so etwas schon immer mal erleben wollen und nur die Gelegenheit genutzt, freue sich schon sehr auf die kommenden Stunden. Einen besonderen Dank richtete sie auch an ihren Göttergatten dafür, dass er ihr von diesem Abend erzählt habe. Eigentlich führten sie ja eine – sehr – offene Ehe, aber mit der Absprache aushäusige Erlebnisse für sich zu behalten. Dass er ihr dennoch hiervon erzählt habe wisse sie sehr zu schätzen.
Karin hatte mir aufgetragen ein Dankeschön an alle auszurichten, die bei ihrer Rettung geholfen hatten und an die, die sich am heutigen Event beteiligen, insbesondere aber auch an Dieter, dass er das alles überhaupt angeschoben habe. Von mir aus erzählte ich dann noch, dass sie noch nicht soweit sei, dass sie heute hätte dabei sein können, aber auf einem guten Weg sei. Nur – als Prostituierte zu arbeiten – das würde für sie wohl nicht mehr möglich sein.
Ich wurde gebeten Karin liebe Grüße von allen auszurichten. Sie sei im Haus nicht nur als Begleitung der Familie bei den Spielabenden gern gesehen, sondern auch wenn sie die Mädels mal besuchen wolle.
Dieter hatte sich nicht lumpen und ein kaltes Buffet liefern lassen, das nun freigegeben wurde. Schon während Dieters Ansprache hatten sich als Vorbereitung für die ersten Zimmergänge drei Paare gebildet: Heike war zunächst auf dem Weg zu Heiner, musste aber erkennen, dass Ilona schneller war. Anja und Christina hatten auch ihre Favoriten gefunden. Vielleicht war es aber auch umgekehrt. Egal. Auf mich kamen gleich drei Grazien zu. An einem Dreier oder gar Vierer hatte ich heute eigentlich kein Interesse. Ich war gespannt ob sie mich gemeinsam vernaschen wollten oder sich als Konkurrentinnen zeigen würden. Da kam plötzlich aus dem Hintergrund Andrea hervorgerannt. Die rannte wirklich! Die Kleine sprang mir in die Arme, so dass ich gar nicht anders konnte als sie aufzufangen. Der triumphierende Ruf „meiner!!!!“ war nicht zu überhören. Sie strahlte, nahm mich an der Hand und zog mich aus dem Raum. Als wir draußen waren fragte sie nur in welcher Reihenfolge ich zumindest die nächste Stunde mit ihr verbringen wolle. Ihr kam gar nicht in den Sinn, dass der Tag ja als Belohnung für uns Jungs gedacht war, demzufolge wir eigentlich die Wahl hatten mit welchem Mädel wir abschieben wollten. Aber so löste sie schon ein Problem: ich konnte mich bis dahin nicht entscheiden ob ich mit Andrea oder einer der anderen Frauen beginnen wollte; Anja und Christina wussten, ich würde sie heute eher nicht ansprechen. Wir waren schon oft zusammen gewesen, würden es bei der einen oder anderen Gelegenheit sicher wieder sein und ich würde meinen Freunden doch gerne das Vergnügen gönnen mit zwei besonders lieben Frauen zusammen sein zu können.
Die Sauna hatten Andrea und ich allein für uns. Die anderen wollten sich wohl erst stärken bevor sie Energie verbrauchten. Uns war es andersrum lieber. Zunächst saßen wir ganz brav nebeneinander auf der Bank. Küsschen gab es aber gleich zu Anfang reichlich, bald auch Streicheleinheiten. Ungeachtet des zärtlichen Umgangs miteinander zeigte sich Andrea aber ganz als Frau. Mitgefühl und Neugier hielten sich da wohl die Waage. Jedenfalls fragte sie wie es denn Karin ginge und was mir bislang zu den Verbrechern bekannt geworden sei. In Bezug auf Karin hielt ich mich bedeckt, erzählte ihr nur, dass es ihr besser ginge, sie auf einem guten Weg sei, wir sogar kürzlich einen Ausflug mit meinem Oldtimer machten. Weiteres ginge mir zu sehr in ihre Privatsphäre. Davon zu erzählen, das stünde mir nicht zu. Andrea zeigte sofort Verständnis, entschuldigte sich sogar für die Frage. Ich neckte sie ein wenig, natürlich begleitet von Küssen, Streicheln, mittlerweile auch an den Beinen und dazwischen, und gab ihr einen groben Überblick über das was ich zwischenzeitlich zum Ermittlungsstand erfahren hatte. Sie zeigte sich sehr erschrocken darüber, was da inzwischen noch alles aufgedeckt worden war. Dann aber kam sie auf ein anderes Thema, das sie schon bei einem unserer letzten Zimmeraufenthalte angesprochen hatte:
„Wenn ich Dich sehe bin ich auch immer ein wenig traurig. Immer fährst Du mit anderen Frauen und lässt Dich dann von ihnen vernaschen. Ich hatte nie eine Chance mal mitzukommen. Das ist so ein schönes Auto und die Frauen erzählen immer so begeistert von dem was Du Dir ausgedacht hast. Und dann, wenn Ihr zurück seid – egal ob Du nur mit einer, mit zweien oder sogar mit drei unterwegs warst – Ihr verschwindet dann immer im Zimmer und bald wird es so laut, dass man draußen weiß was drinnen los ist.“
Tatsächlich hatte ich mir schon überlegt mal anstelle der fast üblichen Teilnehmerinnen andere mitzunehmen. Möglich waren da nur entweder eine oder drei, denn wenn eine allein im Fond saß würde es ihr schnell langweilig werden. Gesetzt war dabei – nur wusste sie das nicht – Andrea. Als ich erfuhr wie Ilona die Besetzung für heute gemanagt hatte ging mir durch den Kopf, dass ein solcher Ausflug auch eine schöne Anerkennung für sie wäre. Außerdem hatte sie ja, wenn auch nur in Bezug auf Heiner allgemein, ansonsten wohl nur auf heute beschränkt, auch gesagt, dass sie im Ausnahmefall auch küsst. Da könnte also auch eine Vorliebe von mir machbar sein. Außerdem könnte ich sie anspitzen Fotos zu machen und für die anderen im Club eine schöne Powerpointpräsentation zu basteln. Wer aber wäre im Fall eines Falles die dritte? Iris? Besser nicht, denn dann wäre Iris mit Ilona gleichgestellt. Das würde auch gelten wenn ich eine der anderen Frauen auswählen würde. Oder vielleicht den Platz verlosen? Das dürfte die richtige Idee sein. Aber bis zum nächsten Ausflug dauert es ja noch länger. Mal sehen.
Andrea sah mich gespannt an. „Habe ich eine Chance?“
„Kleine, ich möchte nichts versprechen. Aber ich denke schon, dass Du wahrscheinlich beim nächsten Mal dabei bist.“
Schwupp, hatte ich sie am Hals hängen, wurde abgeknutscht wie verrückt.
Beide waren wir inzwischen fleißig am Schwitzen. Es reichte. Ich wollte Andrea gerade fragen ob wir nicht in den Pool wechseln wollten als die Tür aufging. Herein kamen Heiner und Ilona, zeigten sich kurz überrascht als sie uns sahen, setzten sich uns gegenüber hin. Kleiner Smalltalk über das Buffet. Dabei fiel mir auf, dass sich die beiden trotz des unerotischen Themas an der Hand hielten und Heiner sich ganz anders verhielt als wie ich es von ihm kannte – nicht so großspurig auftretend wie sonst, kein Imponiergehabe, keine große Klappe, sondern zurückhaltend, kleine Zärtlichkeiten spendierend. Auch Ilona meinte ich inzwischen ganz gut einschätzen zu können. Bei ihr vermisste ich die im Gespräch manchmal durchscheinende Dominanz. Die war wohl nicht allzu stark ausgeprägt, aber eben doch fühlbar. Auch aus ihrer Richtung kamen Signale an Heiner, die dem glichen was ich mit einigen wenigen Frauen hier erlebt hatte, möglicherweise noch darüber hinausgingen. Oh, oh, sollte da vielleicht was geschnackelt haben? Aber wenn, dann war es mit einer Einladung für Ilona nichts, dann mussten eben beide freie Plätze verlost werden oder ich mit Andrea alleine fahren. Vielleicht wäre das sogar besser. Hinterher drei gegen einen im Zimmer war doch immer ziemlich anstrengend und artete zum Schluss irgendwie in Arbeit aus. Mit einem weiblichen Wesen im Arm konnte ich doch eher genießen, auch wenn wir mehrere Runden miteinander schoben.
Andrea konnte offenbar Gedanken lesen. Jedenfalls fragte sie mich ob wir nicht in den Pool wechseln wollen. Gerne! Raus aus der Sauna, ab unter die Dusche und dann zum Pool. Als wir auf dem Rückweg von der Dusche an der Sauna vorbei gingen trieb mich die Neugier. Ein etwas schlechtes Gewissen hatte ich schon dabei als ich die Tür leise öffnete. Die beiden waren am Schnäbeln, hatten jeweils eine Hand im Strafraum des Anderen und bekamen zunächst gar nicht mit, dass sie wieder Gesellschaft bekommen hatten. Erst als ich mich meldete „sorry, wenn ich störe, aber ihr könnt gern in den Pool nachkommen“ fuhren sie auseinander, bekamen beide einen roten Kopf.
Ehe Heiner was sagen konnte stimmte Ilona zu. Wir waren dann vielleicht gute 10 Minuten im Wasser als die beiden zu uns kamen. Heiner fühlte sich sichtbar unwohl. Nackt zeitgleich mit anderen Männern in der Dusche kannte er vom Training. Ein großer Saunagänger war er nicht und jetzt außerhalb dieses engen Raums in einem Pool, in dem andere Leute trotz der Luftblasen im Wasser alles sehen konnten – das war ihm sichtbar ungewohnt. Bald aber entspannte er sich. Auch Ilona und Heiner interessierten sich für den neuesten Sachstand im Ermittlungsverfahren. Anschließend entwickelte sich eine nette Unterhaltung, bis Andrea mir ins Ohr flüsterte „Zimmer?“
Wir gingen zu meinem Lieblingszimmer. Ich hatte vor mit ihr in die dortige enge Dusche zu gehen. Leider war der Raum besetzt. Also unter die Gemeinschaftsdusche. Zweite Wahl war das Gartenzimmer. Dieses war frei. Mit den Spiegeln an den beiden Wänden und der Decke war es ja auch recht reizvoll.
Wir stellten uns seitlich zwischen dem Fußende des Betts und der Wand auf, konnten rechts und links von uns in den Spiegeln eine sich fast unendlich wiederholende Abbildung von uns sehen. Sah schon klasse aus und wurde noch schöner als wir uns selbst beim Küssen und Streicheln sehen konnten. Bald fasste sie mich am Glied, vermied aber allzu heftige Bewegungen – sie wollte mich ja nicht vorzeitig entschärfen. Scharf war ich wirklich! Ich hatte kurz einen Mittelfinger auf Tauchstation geschickt, dort die erwartete Überschwemmung festgestellt und war nun dabei ihre Vulva zu streicheln und dabei den Mittelfinger auf ihrem Klingelknopf tanzen zu lassen. Der wurde fühlbar rasch größer, ihr Atem hörbar hastiger, bis sie meine Hand festhielt, um eine kleine Pause und darum bat auf dem Bett weiter zu machen.
Dort waren erst mal kuscheln, küssen und harmloses streicheln angesagt bis wir beide nicht mehr Gefahr liefen zu schnell über die Klippe zu kommen. Mein Penis hatte sich etwas beruhigt, ein wenig von seiner Härte verloren. Die war aber sofort wieder da als Andrea fragte „doggy“? Sofort kniete ich mich hin, sie aber war noch schneller und kniete schon vor mir, zog mir ein Kondom über, drehte sich um und meinte nur „los, steck ihn rein“. Dabei sah sie interessiert in den Spiegel, ich auch. Wir konnten sehen wie ich anfing sie zu ficken, schneller wurde, sie anfing gegen zu halten. Zunächst hatte ich sie an den Hüften gefasst, dann – das war einfach weil sie ja recht klein war – ihre Brüste vorsichtig gestreichelt und als sie meine eine Hand fester drauf drückte, dann auch gewalkt. Nach kurzer Zeit war ich am Stöhnen, musste Tempo rausnehmen, wäre sonst gekommen.
Protest von meiner Bettgenossin: „mach weiter, schneller, ich komme gleich!“ Also kurz wieder schneller und als ihr Stöhnen immer lauter wurde wieder langsamer gemacht, dann aber die Hand Richtung Muschi geschickt, den Kitzler gesucht, gefunden, zwei Mal gestreichelt und sie wurde laut! Ich fasste sie wieder mit beiden Händen an den Hüften, ein paar rasend schnelle Bewegungen und schon schoss die Ladung ins Kondom. Die letzte Minute hatte ich nur noch auf ihren Rücken, nach der Erlösung aber wieder in den Spiegel geschaut und sah in zwei Gesichter, die nur eines ausdrückten: glückliche Zufriedenheit.
Sie streckte sich, lag jetzt lang auf dem Bett. „Bleib noch etwas in mir“ bat sie. Nach einigen Minuten wurde ich ihr aber zu schwer, sollte von ihr runter. Wir lagen uns zugewandt auf der Seite, sagten erst mal gar nichts, streichelten und kuschelten uns. Schnell war auch wieder das Spiel mit den Zungen gefragt. Zwischendurch hatte ich das Kondom abgezogen, verknotet und in den Abfalleimer geworfen, wegen meiner Zielgenauigkeit noch einen Kommentar von ihr kassiert: Du triffst ja besser als ich!“
Ich war richtig heftig gekommen, aber bald wieder einsatzbereit. Meine, wie ich sie gern bezeichne, Freundin auf Zeit bekam das mit und fragte eingedenk meiner ihr bekannten Vorlieben „69?“ Bitte noch einmal bevor ich Dich abgeben muss!“
„Wieso musst Du mich abgeben? Was ist damit gemeint?“
„Dieter sagte gestern Abend, dass wir Frauen nicht den ganzen Abend mit immer demselben Mann zusammen bleiben sollen, denn auch andere Frauen möchten vielleicht den Kerl, den wir uns gerade gesichert hatten, auch näher kennen lernen. Ich fürchte, er hat das mit einem besonderen Augenmerk auf Dich gesagt, denn er weiß genauso gut wie wir Frauen, dass alle Dich als Einzigen kennen und wissen was Du mit Katharina, Anja und Christina angestellt hast, sie daher alle oder fast alle hinter Dir her sind wie der Teufel hinter der Seele.“
„Oh, da ist aber das letzte Wort noch nicht gesprochen. Das Event hier ist ja das Dankeschön für uns Männer. Also haben wir im Zweifel das Sagen mit wem wir zusammen sein wollen. Ich weiß beispielsweise jetzt schon, dass ich auf keinen Fall mit Heike gehen werde. Nicht, dass sie mir unsympathisch ist, ganz im Gegenteil. Ich halte sie für eine sehr nette und, obwohl sie um einiges älter ist als ich, attraktive Frau. Ich will nur nicht in die Verlegenheit kommen mit der Frau eines Sportfreundes zu vögeln und von dieser dann vielleicht auch außerhalb des Clubs angebaggert werden. Mit den Kumpels treffe ich mich ja manchmal auch außerhalb des Trainings. Da gäbe es also viele Möglichkeiten.
Auch wenn es schade ist Dich heute Abend aufzugeben – wenn wir eine Tour zusammen machen hast Du mich ja entweder den Tag allein oder zusammen mit lediglich zwei anderen Frauen. Den Trost hast Du also. Auch möchte ich nicht die anderen Frauen enttäuschen wenn sie sich Hoffnung darauf machen mich in ihr Bettchen zu bekommen. Es werden zwar wohl nur eine oder zwei sein, je nachdem wie heftig sie mich beanspruchen, aber ich bin eben auch kein Satyr und kann den ganzen Tag alles vögeln was mir vor die Flinte kommt. Aber jetzt haben erst mal nur wir Zwei Spaß miteinander.“
Erst bekam sie einen dicken Schmatz auf den Mund, dann küsste ich ihren Hals ab, kümmerte mich um die Brustwarzen und lotete mit der Zunge die Tiefe ihres Bauchnabels aus. Da war sie wohl ziemlich kitzlig. „Hör auf, hör auf“ war zu hören. Brav wie ich nun mal – manchmal – bin tat ich das auch, wurde auf den Rücken gedreht und von Andrea mit ihrem Körper zugedeckt – natürlich gleich in der richtigen Position. Ohne weitere Umstände schnappte sie sich den schon wieder voll ausgefahrenen Schwanz, küsste zwei-, dreimal die Eichel und nahm ihn in den Mund. Ich war überrascht. Kondom vergessen! Der Versuch sich von ihr zu lösen scheiterte zum Teil. Sie gab mich zwar frei, aber stieg nicht ab.
„Was ist denn?“
„Kondom vergessen!“
„Gib mir mal Dein Patschhändchen. Ich reichte ihr eine Hand, sie nahm die und führte sie an mein Glied und was erfühlte ich dort? Ein Gummi! Ich hatte nicht bemerkt wie sie es aufgezogen hatte, vermutlich mit dem Mund zwischen Küsschen und einsaugen. Von daher wäre schon auch mit ihr eigentlich als Ausflugsziel der Hexentanzplatz angemessen – sie war wohl selbst eine kleine Hexe! Als Ziel hatte ich da aber etwas ganz anderes im Hinterkopf! Immer dasselbe wäre ja langweilig geworden, jedenfalls für mich. Für die Frauen allerdings sah das wohl anders aus, zumindest die meisten waren insbesondere neugierig auf die Sommerrodelbahn…
Andrea legte los, verwöhnte mich nach allen Regeln der Kunst. Ich war aber auch nicht faul, revanchierte mich auf dieselbe Weise. Gut war, dass ich schon einen Orgasmus hinter mir hatte und so zwar genießen konnte, aber ohne dass die Gefahr bestand, dass ich allzu schnell kommen würde. Die Kleine wollte ich aber noch über die Klippe bringen. Recht bald bemerkte ich auch wie sie noch nasser wurde als sie eh schon war. Ein besonderer Genuss war dabei auch der Blick zur Zimmerdecke und dort im Spiegel die beiden Figuren im Bett zu beobachten. Bald schien sie mir unmittelbar vor dem berühmten „kleinen Tod“ zu stehen. Ich wollte gerade zum Endspurt ansetzen als sie meinen rausließ und fragte „darf ich mal nach unten? Ich möchte uns auch oben im Spiegel sehen können.“
„Na klar!“
Aber erst mal wieder Zungenringkampf Kopf an Kopf, dann schob ich mich über sie, küsste erst mal auf ihre Scham während sie meinen Freudenspender einsaugte und versuchte mich zum Abschuss zu bringen. Besonders geil wurde es als sie vermehrt ihre Zunge einsetzte. Was sie nicht wusste – ich genoss diese geilen Spielchen, lief aber nicht Gefahr zum Orgasmus zu kommen. Außerdem ahnte sie auch nicht, dass ich es jetzt darauf anlegen würde sie in den Himmel zu schießen. Also die Zunge wieder eingesetzt, ihre Muschi an den Seiten hoch und runter geleckt, dabei zusätzlich zwei Finger versenkt, die noch ruhig gehalten, dann herausgezogen. Anschließend einen Zungenwirbel auf den Kitzler spendiert und siehe da – sie war wohl unmittelbar vor einem Climax! Wieder ein wenig langsamer, auch mal ein Päuschen zwischendurch, mal nur ein paar Sekunden, mal eine Minute, und sie zappelte immer heftiger, ließ meinen aus dem Mund, stöhnte, stöhnte. Das war sicher auch außerhalb des Zimmers zu hören! Dann konnte sie wohl nicht mehr.
„Du Ekelpaket! LASS MICH ENDLICH KOMMEN!“ So laut reden hatte ich sie noch nie gehört. Aber den Wunsch sollte sie erfüllt bekommen. Erst einen, unmittelbar danach einen zweiten Finger in der Scheide versenkt, den G-Punkt gesucht, gefunden und vorsichtig massiert, gleichzeitig ein Zungenwirbel auf ihrer allerweiblichsten Stelle und sie kam! Ein Schrei mit einer Lautstärke, dass ich froh war, dass mir ihre Oberschenkel die Ohren zuhielten. Ihr Körper krümmte sich im Orgasmus, blieb dann schlaff unter mir liegen bis sie mich bat abzusteigen. Ich wurde ihr zu schwer.
Sie blieb auf dem Rücken liegen, ich lag auf der Seite, nahm sie in den Arm. Bisschen Streicheln außerhalb der empfindlichen Bereiche, Küsse ohne Zungeneinsatz, aber Ruhe im Zimmer. Keiner sagte etwas.
Ich wusste nicht wie lange wir schon zusammen waren. Mit Sauna, Pool und Zimmer war es sicher mehr als eine Stunde, wahrscheinlich so etwa eineinhalb. Es war also an der Zeit sich mal wieder von den anderen sehen zu lassen. Sie hatte scheinbar denselben Gedanken, jedenfalls bekam ich dann noch einen leidenschaftlichen Zungenkuss und wurde gefragt ob wir das Zimmer verlassen wollten. Gesagt, getan, nur als sie aufstand war sie etwas wacklig auf den Beinen, musste sich an mir festhalten und brauchte etwas Zeit bevor sie sicher stand. Natürlich wurde auch diese Zeit zum Knutschen genutzt, aber dann war es vorbei.
Sie ging zum Frauenzimmer, ich in die Männerdusche, anschließend in den Partyraum. Dort wurde ich grinsend empfangen und als ein paar Minuten später auch Andrea kam und sich sofort an meine Seite begab wurde daraus ein Lachen.
„Ihr habt wohl vorhin eine vorgezogene Hochzeitsnacht gehabt, so hat sich das angehört“ spottete Dieter, der übrigens von Cordula die ausdrückliche Erlaubnis erhalten hatte sich ebenfalls verwöhnen zu lassen. Schließlich hatte er mit seiner Bereitschaft Karin zu helfen, nicht unwesentlichen Anteil an ihrer Rettung. Er vermied es aber tunlichst, wie ich später von ihm erfuhr, mit einer der Prostituierten zu gehen, kümmerte sich vielmehr um Heike, die sich nach dem vergeblichen Weg in meine Richtung gerade nach einem neuen „Opfer“ umsah. Beide waren kurz nach uns nach hinten gegangen und nahmen das Zimmer mit der Couch in Anspruch. Jetzt wussten wir auch, wer uns da ausgebremst hatte. Beide waren mal gerade eine Dreiviertelstunde auf dem Zimmer. Heike hatte sich als unersättlich gezeigt, eben so wie man es von einer Nymphomanin erwartete. Dieter war fertig!
Andrea bekam auch ein wenig Spott ab. „So wie Du aussiehst bist Du richtig durchgeorgelt worden. Zu hören war auch wie Du die Tonleiter hoch und runtergesungen hast.“
„Iris“ kam sofort der Konter, „pass nur auf! Ich möchte sehen wie Du aus dem Zimmer kommst wenn Robert Dich als Gespielin wählt!“
Ich überlegte. Soll ich oder soll ich nicht?
Heike hatte sich von Andrea abschrecken lassen, die sich noch immer an mich drückte, und inzwischen ein anderes Opfer gefunden, verabschiedete sich mit ihm für die nächste Stunde vom Rest der Gruppe. Bei Heiner und Ilona hatte es, wie ich vorhin schon vermutet hatte, irgendwie geschnackelt. Jedenfalls baten die beiden um Verständnis, dass sie den ganzen Abend zusammenbleiben wollten. Andrea sah mich neidisch an, zeigte aber Verständnis als ich sie an den beabsichtigten Ausflug erinnerte. Ich hatte dann aber Eile, nicht, dass jemand sie vor mir ansprach, ging zu Iris. „Wollen wir beide nach hinten? Ich möchte allerdings vorher noch was futtern bevor das Buffet komplett abgeräumt ist.“
Andrea und ich waren tatsächlich länger als eineinhalb Stunden zusammen gewesen. In dieser Zeit waren alle anderen Paare längst mit ihrer ersten Runde durch und hatten sich ausgiebig darum gekümmert uns Nachzüglern möglichst wenig übrig zu lassen. Geschafft hatten sie es aber nicht soweit, dass wir hungern mussten. Andrea stand neben Iris und mir als ich mir den ersten Teller füllte, tat dasselbe. Ebenso wie ich ging sie dann nochmals an den Tisch, nahm sich eine zweite Portion und es waren immer noch genug von den richtig leckeren Sachen da um noch ein paar Leute satt zu kriegen. Auch Iris aß noch etwas obwohl sie offenbar schon vor unserer Rückkehr kräftig zugelangt hatte. Danach saßen wir noch gemütlich zusammen, tranken noch was. Ich alkoholfrei, weil ich noch fahren musste, Iris ebenfalls alkoholfrei aus, wie sie später schilderte, Notwendigkeit. Sie war seit Jahren trockene Alkoholikerin, ging im Bekanntenkreis mit dem Thema auch recht offen um. Ich war überrascht. Auf der Tauffeier war mir nicht aufgefallen, dass sie Sachen mit Umdrehungen mied. Wir hatten uns nur gefreut, dass sie und Ilona absolut gelungene Fotos von der Feier präsentierten.
Wir einigten uns darauf die Sauna aufzusuchen und dort weiter zu reden. Dort angekommen durfte ich ihr ihre Wäsche ausziehen. Sie ließ das in stoischer Ruhe über sich ergehen, ich war irgendwie desillusioniert. Als ich die Tür zur Sauna öffnete schreckte ich zurück. Die Hütte war voll! Ein Paar stand aber auf, verließ sie. Wir hatten also Platz, setzten uns Haut an Haut hin, betrieben aber zunächst Smalltalk bis kurz nacheinander auch die beiden anderen Paare das Weite suchten.
Iris sah mich ernst an, der vorher eher nichtssagende Ausdruck in ihrem Gesicht war verschwunden. „Du hast hier einen gewissen Ruf und den, wie ich wiederholt hören konnte, offenbar zu Recht. Wenn Du mit mir zusammen bist wirst Du Reaktionen bemerken, die Du nicht oder anders erwartet hast. Das hängt mit meiner Vergangenheit zusammen. Weißt Du, meine Lebensgeschichte möchte ich nicht vor Jedem ausbreiten. Daher habe ich mich zurückgehalten. Ich hoffe, dass war o.k. für Dich?“
„Klar, ich habe mir schon so was gedacht. Aber nun erzahle doch mal.“
„Also, Ilona und ich sind schon lange befreundet. Wir haben beide in verschiedenen Betrieben eine Fotografenlehre gemacht und uns in der Berufsschule kennen gelernt, schlossen auch die Ausbildung mit recht guten Noten ab. Schon während der Lehre zogen wir als Wohngemeinschaft zusammen in eine Dreizimmerwohnung. Ein Schlafzimmer für Jede, ein gemeinsames Wohnzimmer. Die Ausgaben teilten wir uns, hatten ja beide dasselbe Einkommen und so gab es nie Probleme wer nun weniger oder mehr zu tragen hatte. Das funktionierte auch prächtig und ging dann sogar soweit, dass wir öfter mal nur ein Schlafzimmer brauchten, wenn Du verstehst was ich meine.“
„Sicher verstehe ich das.“
Beide Arbeitgeber konnten uns nach der Lehre nicht weiterbeschäftigen, das gaben die Erträge der Geschäfte einfach nicht her. Eine andere Arbeitsstelle im Beruf fanden wir auch nicht und selbst wenn wir sie gefunden hätten – als Fotografin verdient man, wenn man sich noch keinen Namen gemacht hat, nicht viel. Es hätte für uns zum Leben gereicht, aber so mussten wir uns nach einer anderen Einkommensquelle umsehen. Für das was wir gerne gehabt hätten fehlte uns die Ausbildung, waren wir nicht ausreichend qualifiziert, und das was vom Arbeitsamt angeboten wurde war vom möglichen Verdienst her noch schlechter als der Fotografenjob. Ich kam dann auf die Idee es als Nutte zu versuchen. Ein Kind von Traurigkeit waren wir in Bezug auf Sex beide nicht, wohnten im Dunstkreis von Bremen und wussten daher auch von der Helenenstraße. Im Ordnungsamt wurde uns vieles erklärt und für das was die dort nicht wussten oder sagen durften – weiß ich nicht – gab es auch Hinweise auf externe Unterstützung, die wohl insbesondere auf Ausstieg aus dem Milieu orientiert war, aber auch uns wertvolle Hinweise geben konnte. Das haben wir dann reichlich in Anspruch genommen, uns richtig ausführlich informiert und sogar eine Liste von Vermietern einzelner Gebäude dort erhalten. Letztlich kamen wir zusammen in einer Wohnung unter. Ilona hatte mit ihrem ersten Freier Glück, es war ein netter junger Mann. Mein erster war ein Widerling, alt, dicker Bauch, roch nicht gut und vor Allem – für den war ich nur eine Fickmaschine. An dem Tag hatte ich dann noch mehr Gäste, aber der miese Eindruck vom ersten blieb. Das setzte sich in den Monaten danach fort bis ich tagsüber immer eine Weinflasche bei mir hatte, dann waren es zwei, bevor ich zu härteren Sachen griff und zuletzt von morgens bis abends unter Strom stand, manchmal sogar so betrunken war, dass ich nicht arbeiten konnte. Ilona hatte natürlich auch schlechte Erlebnisse, steckte die aber wesentlich besser weg als ich.
Das ging eine Zeitlang gut. Meine Freundin – die mich inzwischen auch nicht mehr in ihrem Bett haben wollte – sprach mich mehrfach auf meine Alkoholabhängigkeit an und forderte von mir ich solle die Finger von dem Zeug lassen. Ich ließ das alles an mir abprallen, machte einfach weiter. Auch als sie mir drohte sie würde ausziehen und in einer anderen Stadt arbeiten wollen, damit ich sie nicht finde, kapierte ich nicht, dass es für mich fünf vor zwölf war. Eines Tages sah ich ihr zufällig über die Schulter als sie am Computer zugange war und erkannte, sie sah sich einschlägige Wohnungsangebote und Stellenangebote von Clubs an. Ich war an dem Tag im Kopf noch soweit klar, dass ich verstand – wenn ich jetzt nicht zurück in die Spur kam war meine Freundin, der letzte Halt, den ich im Leben hatte, weg! Es war ein Schlüsselerlebnis. Ich ging in mein Zimmer, schnappte mir nach und nach alle Flaschen in denen noch was drin war, brachte sie in die Küche und leerte sie aus. Selbst mir fiel auf, es stank dann dort als wenn gerade ein Karton Flaschen mit irgendwelchem Fusel zu Bruch gegangen war. Für die leeren Flaschen brauchte ich mehrere Taschen um sie alle zu verstauen. Am nächsten Tag landeten alle im Altglasbehälter.
Die folgenden Tage litt ich unter Entzugserscheinungen, hielt aber durch. Nur – ohne die liebevolle Unterstützung von Ilona hätte ich das nicht geschafft. Nach zwei Wochen meinte ich es sei geschafft, ging wieder arbeiten und war fest entschlossen nie wieder Alkohol anzurühren. Mit der Arbeit ging das in Bremen noch ein paar Monate weiter. Eines Tages entdeckte ich in einer Sexzeitschrift ein Inserat, es würden zwei Fotografinnen gesucht, die für diese Illustrierte heimlich Sexclubs unter die Lupe nehmen. Ilona sah die Anzeige, nahm mich in die Arme. „Das ist genau das was wir brauchen. Als gelernte Fotografinnen und zugleich erfahrene Nutten müssten wir eigentlich die besten Karten von allen Bewerberinnen haben. Vielleicht werden wir sogar langfristig engagiert um dasselbe in verschiedenen Clubs zu machen und können uns so aus der Helenenstraße lösen. Wir bewarben uns. Im Vorstellungsgespräch erklärte man, wir sollten die Clubs innen und außen fotografieren sowie nach Möglichkeit den Eigentümer oder Geschäftsführer interviewen nachdem wir uns zu erkennen gegeben hatten. Beide Frauen sollten möglichst zu zweit als Prostituierte auftreten, also auch im Zweifel bereit sein Freier zu bedienen.
Wir wurden genommen und eingewiesen auf was wir besonders achten sollten. Dann kam unser erster Auftrag. Er führte uns hierher. Den Rest kennst Du.“
„Eine spannende und teils erschütternde Lebensgeschichte. Habt Ihr denn in Eurer Zeit in Bremen versucht einen bürgerlichen Job zu bekommen?“
„Ja, aber immer vergeblich. Das hat auch zu einem großen Teil zu meiner Verzweiflung beigetragen. Aber als wir hier gesehen haben wie harmonisch es in einem solchen Club zugehen kann – gehört hatten wir vorher aus allen möglichen Richtungen immer das Gegenteil – waren wir aus dem Häuschen und als dann Euer Auftrag kam die Tauffeier zu fotografieren – das war der erste Auftrag als freiberufliche Fotografin ohne Verbindung zum Sexgewerbe für uns! – war das eine Initialzündung. Beide wollten wir weg aus Bremen, hier im Club arbeiten und vielleicht parallel eine Existenz als Fotografinnen aufbauen. Letzteres hat zwar bislang nicht geklappt, aber die Arbeit als Nutte hier ist doch wesentlich angenehmer als die früher. Wenn sich hier ein Mann daneben benimmt und Dieter das erfährt, wird der konsequent an die Luft gesetzt und hat Hausverbot. Hin und wieder kommt so etwas vor. Andere Gäste bekommen das dann natürlich mit. Wir haben von denen schon oft gehört, dass viele auch deshalb bei uns sind weil auf ein Mindestmaß an Anstand geachtet und dieses durchgesetzt wird. Mit dem Alkohol ist das übrigens so eine Sache. Es ist schon ein paar Mal passiert, dass ich versehentlich damit in Berührung gekommen bin, teils als Bestandteil von Kuchen oder Soßen, zwei Mal aber auch direkt. Da bekam ich ein Glas Wein bzw. Sekt in die Hand gedrückt und habe es aus Gewohnheit nach und nach ausgetrunken, erst später an die Abhängigkeit gedacht. Einmal davon war übrigens auf der Tauffeier. Ich bin nicht abgestürzt, hatte kein Verlangen mehr davon zu trinken. Vielleicht ist es mit meiner Abhängigkeit also doch nicht ganz so schlimm, aber dennoch will ich das Zeug meiden wo es mir möglich ist.
Aber jetzt was anderes: wir sind ja nicht zum Quatschen hier, schwitzen inzwischen auch anständig. Sauna haben wir also genug. Was möchtest Du denn jetzt?“
„Richtig, Iris. Ich weiß aber noch nicht ob Du auch den Whirlpool besuchen magst oder wir lieber gleich ins Zimmer gehen. Und fragen möchte ich Dich auch ob Du küssen würdest. Ich mag das sehr gerne, respektiere es aber wenn das nicht toleriert wird. Ansonsten gehe ich davon aus, dass der hier übliche Standardservice auch für Dich normal ist.“
„Küssen ist möglich, aber nur Körperküsse. Den Standardservice, also Missionarsstellung, reiten, doggy und 69, biete ich auch. Finger in der Pussy ist aber tabu. In den Pool können wir gehen, aber nur weil ich heute nicht geschminkt bin. Sonst geht das nicht. Und falls Du es drauf anlegst – ich habe ja vorhin ebenso wie einige andere hier Andrea durch die geschlossene Zimmertür gehört – mich zum Orgasmus zu bringen, das klappt nicht. Es haben schon viele versucht, geschafft hat es kein Mann, auch nicht in der Zeit bevor ich zur Nutte wurde. Nur Ilona hat es ein einziges Mal geschafft, aber das war als wir mit einer Wahnsinnsstimmung aus einer Disco nachhause kamen und dann einfach im Bett weitergeschmust haben. Geht das so für Dich in Ordnung?“
„Ja klar. Komm, jetzt erst mal zur Dusche und dann rein ins Blubberwasser.“
Im Wasser waren dann andere Themen wichtig. Sie war sicher gespannt darauf was ich mit ihr anstellen wollte, ich wie sie auf mich reagiert. Wie auch bei anderen Frauen begann ich sie zu streicheln, auf den Mund küssen war ja nicht und ihr Körper war weitgehend unter Wasser. Sie nahm mein Glied in die Hand, wichste es langsam. Offenbar war sie nicht darauf aus mich schnell fertig zu machen. Sehr gut! Ich war derweil mit der Hand an ihrer Brust angelangt, streichelte die, rieb über die Brustwarze, zwirbelte die leicht – keine erkennbare Reaktion. Nächste Stufe der Eskalation: die Beine, dann insbesondere die Oberschenkel, die Vulva mit der Hand gestreichelt, keine Reaktion. Nach einiger Zeit mit dem Finger gefühlt ob da vielleicht auch eine andere Art der Nässe zu spüren sei – Fehlanzeige, nur versteifte sie sich sehr und entspannte sich erst wieder als sie merkte, der Finger war nicht als Tiefenerkundung unterwegs. Hier war also weitere Liebesmüh aussichtslos.
Mein Vorschlag, nun aufs Zimmer zu gehen, stieß auf Gegenliebe. Ihr war es im Pool wohl auch zu dumm geworden. Ich wählte wieder das Zimmer mit der Couch. Es war glücklicherweise frei. Dort noch einmal die Dusche benutzt, aber auf ihren Wunsch abwechselnd. Als sie ans Bett kam – heißmachen im Stehen versuchte ich erst gar nicht – nahm sie eine kleine Tube aus einer Tasche ihres Höschens, legte die auf den Nachtschrank am Bett. Es handelte sich wohl um Gleitgel. Anschließend legte sie sich zu mir, wir lagen nebeneinander, sie auf ihrer rechten, ich auf meiner linken Seite. Ich nahm sie in den Arm, hatte plötzlich den Eindruck als ob sie weinen würde.
„Weinst Du“ Was ist denn?“
„Nichts, mach ruhig weiter.“
„Mädchen, da ist was. Hör mal, Du kannst mir alles sagen. Wenn Du abbrechen möchtest können wir das durchaus machen. Du hättest keine Nachteile dadurch.“
„Nein, das ist es nicht. Weißt Du, ich sehe wie viel Mühe Du Dir gibst um mich anzuheizen und ich merke, dass ich dabei kalt wie ein Fisch bleibe. Ich möchte doch sooo gern auch beim Sex das fühlen, was anderen Menschen soviel Freude macht. Aber das konnte ich schon als junge Frau und jetzt nach all diesen Erfahrungen erst Recht nicht. Aber mach ruhig weiter. Wir können gern das machen was wir vorhin besprochen haben und wenn Du mich ficken willst – Gleitgel habe ich mitgebracht, mich nur noch nicht damit eingeschmiert weil Du mich vermutlich lecken willst.“
„Ist schon gut, Iris. Ich werde Dich sicher weder zwingen noch zu überreden versuchen etwas zu tun was Du nicht willst. Aber etwas, das Dir sicher gefallen wird, können wir dennoch machen und das ganz ohne Sex. Dreh Dich schon mal auf den Bauch. Ich hole nur was.“
Ich hatte in einem Schränkchen unter dem Waschbecken nebenan schon vor längerer Zeit ein Fläschchen mit Massageöl versteckt. Gebraucht hatte ich es bisher nur ein oder zwei Mal. Der Schrank war zwar verschlossen, aber ich wusste wo der Schlüssel liegt. Das Fläschchen herausgeholt. Es hatte Zimmertemperatur. Sehr gut! Zurück zu Iris.
„Nicht erschrecken. Auf dem Rücken wird es gleich etwas kühl.“
Als sie die ersten Tropfen trafen zuckte sie zusammen, entspannte sich dann wieder.
„Massage?“ kam es von ihr. Eine schöne Idee. Das hat noch niemand für mich gemacht!“
Ich antwortete nicht, dachte nur „ja, aber eine nach meinen Regeln. Mal sehen ob Du Dich nicht doch fallen lassen kannst…“
Ich begann das Öl auf ihrem Rücken auszustreichen und danach zu suchen, wo ich vielleicht was bewirken konnte. Ich war kein Fachmann, hütete mich also davor in Bereichen, die ich als problematisch vermutete, mehr als streicheln mit leichtem Druck auszuüben. In den anderen Bereichen aber – ich hatte selbst schon viele Massagen sowohl aus medizinischen Gründen als auch nur zur Entspannung und Lockerung von Muskeln erhalten und mir davon einiges gemerkt – setzte ich soviel Kraft und Druck ein wie ich es bei mir erhalten hatte und stellte schnell fest, dass der ganze Rücken verspannt war. Also da beigegangen wo ich es mir zutraute und mich über ihre nach kurzer Zeit geäußerten Kommentare gefreut. Sie war dann auch schon merklich lockerer. Zum vorläufigen Schluss bekam sie eine Reihe Küsschen vom Nacken abwärt bis zur Lende. Der Hintern bekam auch Öl, wurde gewalkt, erhielt nach kurzer Zeit auch ein Küsschen auf jede Backe. Iris kicherte. Dann ging es mit der Rückseite der Beine weiter, danach kamen von beiden die Außenseiten dran. Für den Schluss hatte ich mir die Innenseiten beider Beine aufgehoben, insbesondere die Oberschenkel. Die etwas drückend, etwas streichelnd bearbeitet, dabei etwas auseinander gedrückt. Iris öffnete widerstandslos die Beine. Ein verstohlener Blick auf die Pussy – da war ein leichtes Schimmern zu erkennen! Wunderbar.
„Iris, wie gefällt Dir das?“
„Das ist richtig schön. Mach bitte weiter. So etwas habe ich noch nie gehabt. Ich könnte Dich dafür k… Ups, jetzt habe ich was gesagt was ich gar nicht sagen wollte.“
„Was denn?“
„Wird nicht verraten! Bitte mach weiter. Biiiitte!“
„Na gut. Dann will ich mich nochmal um den Rücken kümmern.“
Ein paar Tropfen Öl links und rechts auf die Seite, etwas verrieben und dabei immer weiter in Richtung der Brustansätze massiert, mich dann nur noch dort bewegt und versucht immer weiter in die Nähe der Brustwarzen zu kommen. Tatsächlich reagierte Iris auch darauf, hob den Oberkörper etwas an, ohne dass ich allerdings die Brüste richtig umfassen konnte. Aber gefallen tat ihr das offensichtlich schon. Anschließend setzte ich meine nächste Absicht um.
„Jetzt nochmal die Beine.“ Die waren noch etwas geöffnet, wurden auf der Rückseite der Oberschenkel mit etwas Öl versorgt und dieses dann verteilt – immer mehr auf die Innenseite und immer weiter nach oben bis ich mit der massierenden Hand immer näher an ihre etwas aus der Scheide herausschauenden Schamlippen kam, diese schließlich regelrecht streichelte. Ein kurzer Blick offenbarte ihren Irrtum: von wegen sie braucht Flutschi – da glitzerte es, dass es eine Freude war!
„Was machst Du mit mir?“ Die Frage kam ziemlich leise, ließ die Überraschung erkennen.
„Ganz einfach, eine Massage. Aber die Rückseite hat jetzt genug, die ist fertig. Bitte umdrehen!“
Sie legte sich auf den Rücken, ihr Gesicht war ein einziges Fragezeichen. Ich sagte weiter nichts, nahm das Fläschchen mit Öl, träufelte etwas auf Brüste, Bauch und Oberschenkel, verteilte es mehr streichelnd als massierend. Kurz kümmerte ich mich um die Unterschenkel, dann um ihre Oberschenkel. Da war aber Schluss als ich in die Nähe der Scheide kam und meine Bemühungen oberhalb dieser fortsetzte. Dort noch etwas fester zugefasst, aber je weiter ich nach oben kam desto mehr wandelte sich das in streicheln. Endlich erreichte ich ihre Brüste. Deren Form und Festigkeit konnte ich schon in der Sauna und im Pool bewundern. Da reagierten sie aber überhaupt nicht auf mich, jetzt schon! Die Brustwarzen standen wie eine Eins! Die Zwillinge etwas fester angefasst, ein wenig geknetet und Iris´ kürzer werdenden Atem mit Freude zur Kenntnis genommen. Wie war das vorhin? Körperküsse gibt es? Dann dürfte das auch in umgekehrter Richtung gelten. Also erst der linken Brustwarze einen kurzen Kuss aufgedrückt, dann noch einige weitere, die immer länger dauerten und letztlich darin mündeten, dass meine Zunge Arbeit bekam. Ihr Atem wurde heftiger, sie sagte aber nichts. Kurze Pause, dann dasselbe Spiel auf der anderen Seite. Gleichzeitig schickte ich eine Hand nach unten, den Flüssigkeitsspiegel prüfen. Dort herrschte Überschwemmung. Als sie anfing zu hecheln, erneute Pause und Zeit für den Großangriff. Ihr enttäuschtes „Oooooh“ nahm ich erfreut zur Kenntnis, kroch zwischen ihre Beine, zog mir rasch ein bereitgelegtes Kondom über – könnte ja sein dass es gleich anders weiterginge - küsste auf ihre Vulva, dann auf die Schamlippen. Der Klit wich ich aus. Iris fing an laut zu stöhnen, bewegte ihren Unterleib mehr und mehr so, dass ich ihre weiblichste Stelle verwöhnen sollte. Ich wollte aber nicht, jedenfalls nicht jetzt. Nach wenigen Minuten meinte ich es wäre Zeit doch ihrem Lustzentrum ein paar Zungenschläge zu spendieren, machte das, bis wieder nur die Stellen drumrum verwöhnt wurden. Iris wimmerte inzwischen richtig, holte tief Luft und dann brach es aus ihr raus:
„Fick mich endlich! Mach das fertig was Du angefangen hast, Du Teufel!“
Rasch über sie gebeugt wollte ich nach meinem Glied greifen um es in sie einzuführen, war aber zu langsam. Sie fasste mich an den Hüften und zog mich mit unheimlicher Kraft in ihre Richtung. Irgendwie hatte die Scheide Magnetwirkung. Jedenfalls traf mein Freudenspender präzise ins Ziel, rutschte gleich ganz hinein obwohl er nicht gerade zu den Kleinsten zählte. Sie hielt mich dermaßen fest, dass ich Mühe hatte mich zu bewegen. Bisschen ging es aber. Ein paar Mal hoch und runter und ich fühlte mich als wäre ich in einem Schraubstock gelandet, so eng wurde es in ihr. Gleich danach änderte sich das, in ihr pulsierte alles. Gleichzeitig schrie sie ihren Orgasmus in einer Lautstärke hinaus, dass mir das Trommelfell zu platzen drohte. Luftholen war da wohl gerade nicht möglich. Erst nachdem ihr die Puste ausgegangen war und sie Luft geholt hatte konnte sie sprechen.
„Robert, das war das Schönste, was ich jemals erlebt habe! Ich wusste gar nicht wie toll sich ein Orgasmus anfühlt. Das Erlebnis damals mit Ilona, das weiß ich jetzt, war gar keiner. Es waren zwar auch schöne Gefühle, aber kein Vergleich mit dem was Du mir eben geschenkt hast.“ Plötzlich fing sie an zu weinen, wurde dabei auch laut.
„Iris, was ist denn? Habe ich Dir wehgetan?“
Fortsetzung folgt
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