Wir suchen Geschichten! Hast du eine Geschichte geschrieben? Bitte hier einsenden! Danke schön!

Samira 19 - Heimkommen (fm:BDSM, 19425 Wörter) [19/19] alle Teile anzeigen

Autor:
Veröffentlicht: Sep 28 2026 Gesehen / Gelesen: 444 / 290 [65%] Bewertung Teil: 9.50 (4 Stimmen)
Samy kommt von ihrem Besuch in Linz heim

[ Werbung: ]
privatamateure
PrivatAmateure: Bilder, Videos, chatten, flirten, Leute treffen!


Breite der Text unten anpassen: (braucht 'cookies')
[ 10% ] [ 20% ] [ 30% ] [ 40% ] [ 50% ] [ 60% ] [ 70% ] [ 80% ] [ 90% ] [ 100% ]

© Fiktiv Dieser Text darf nur zum Eigengebrauch kopiert und nicht ohne die schriftliche Einwilligung des Autors anderweitig veröffentlicht werden. Zuwiderhandlungen ziehen strafrechtliche Verfolgung nach sich.

Klicken Sie hier für die ersten 75 Zeilen der Geschichte

wurde einfach so abgeschnitten, als wären es lästige Borsten auf Schweinehaut. Die Wut kocht wieder hoch, vermischt mit einer ohnmächtigen Trauer, die mir die Kehle zuschnürt. Wie konnte Claudia als Frau diese Schändung nur ausführen? Sind ihr die Heiligtümer eines Mädchens nicht bewusst, oder war es reiner Sadismus?

Leise seufze ich, woraufhin Yussof murmelt, ,,Wie geht´s Dir? Was ist überhaupt passiert?”

Ohne den Blick von der Außenwelt abzuwenden und und während ich weiter die herabfallenden Schneeflocken fixiere, erzähle ich ihm von den ganzen Geschehnissen, die sich im Keller zugetragen haben.

Während ich spreche, höre ich mich selbst reden, als säße ich in einem Auditorium und würde einem Referat über einen Teil meines eigenen Lebens zuhören. Das Endergebnis dieser Nacht hat dafür gesorgt, dass ich selbst die angenehmen Begebenheiten nur in gepressten Worten schildern kann. Zum Beispiel die – leider unbefriedigte – Überraschung, dass ich James' Schwanz beinahe genießen konnte. Oder die völlig neue, erquickende Erfahrung von Fußerotik und der krönende Überraschungsmoment von Willis Faible seiner perplexen Spielkameradin auf die Pupillen zu spritzen.

All dies kann ich nur mühsam, wie große Brocken, aus mir herauswürgen. Jedes Detail, das sich in mein Hirn eingebrannt hat, lässt von Anfang der Schilderung an mein Wissen um das bittere Ende der Geschichte immer wieder aufflackern – wie ein düsterer Schatten, von dem mein Riese noch nichts ahnt, liegt es erdrückend auf meiner Erzählung. Vielleicht erhoffe ich mir, dass das Aussprechen die Last erträglicher macht, doch stattdessen drückt es meine Stimmung noch mehr in einen Morast voller Schwermut.

Nachdem ich die Story beendet habe, herrscht neben dem sanft brummenden Motorengeräusch eine klamme Stille. Er muss das Gehörte wohl erst einmal sacken lassen. Nach einer gefühlten Ewigkeit murmelt er etwas unsicher, ,,Hoffe, Du nimmst mir das jetzt nicht krumm, aber bei offenen Haaren merkt man fast gar nichts, wenn Du nicht gerade die auf der Seite herabhängenden Strähnen nach hinten streifst.”

Männer! In mir steigt wieder diese Wut auf, dieses Gefühl des Nicht-Verstanden-Werdens. Er sieht nur die Oberfläche, das offenbar für ihn akzeptable Äußere. Er versteht nicht, dass es um so viel mehr geht, wie zum Beispiel das Gefühl der schweren Strähnen auf der nackten Haut, als auch um das Ritual des vollständigen Bürstens am Morgen und tausend andere gestohlene kleine Gesten, die nur mir gehören. Ich grummle etwas beleidigt, ,,Nur gut, dass Du kein Friseur geworden bist.”

Leise schnaufend lässt er sein Seitenfenster ein Stück herunter, woraufhin gleich die erfrischende Nachtluft herein strömt und hält mir fragend seine Zigarettenpackung entgegen, ,,Stört es Dich?”

Mit den Schultern zuckend meine ich nur gleichgültig, ,,Es ist Dein Auto und die Klamotten schmeiß ich daheim dann sowieso gleich zur Schmutzwäsche ...”, und sehe ihn etwas zynisch von der Seite an, ,, … Das Auto riecht relativ neu, warum willst Du es unbedingt verstinken?”

Ein Teil von mir genießt diese kleine Gemeinheit, diesen Nadelstich. Es ist die einzige Waffe, die mir gerade bleibt, um meine Ohnmacht zu überdecken. Aber tief in mir weiß ich, dass er es nur gut meint, dass er helfen will und dass ich unfair bin.

Ein abermaliges leises Seufzen seinerseits, ,,Du hast recht, dann bleibe ich kurz bei der nächsten Raststation stehen. Ich muss sowieso tanken und dann können wir uns auch noch etwas zu trinken organisieren, wenn Du möchtest?”

Gleichgültig zucke ich mit den Schultern, ,,Wenn Du meinst.”

YuYu scheint sich nicht ganz wohl in seiner Haut zu fühlen, ohne es wirklich zu artikulieren. Seine Schultern sind hochgezogen, seine Finger trommeln nervös auf dem Lenkrad. Langsam bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Schließlich wüsste ich wahrscheinlich auch nicht, wie ich jemandem beistehen soll, der oder dem es einen derartigen Einschnitt ins persönliche Wohlbefinden gab und auch eigentlich offensichtliche Grenzen überschritten wurden.

Der arme Tropf neben mir weiß es wohl auch nicht. Er versucht mir zu helfen, fährt mich hier mitten in der Nacht nach Hause, wobei er wahrscheinlich lieber im Bett seine Kräfte für den Dreh aufladen würde. Die eiskalte Wand, die ich um mich herum aufgebaut habe, beginnt zu bröckeln. Zum Schmerz kommt nun auch noch das schlechte Gewissen zum Vorschein.

Zerknirscht flüstere ich, ,,Tut mir leid. Ich wollte nicht so garstig sein. Danke, dass Du mich nach Hause fährst. Und ja, vielleicht können wir uns einen Kaffee gönnen, wenn wir sowieso stehen bleiben und dann kannst Du auch Deiner Nikotinsucht frönen.” Ich versuche, meinen frostigen Schutzmantel ein wenig abzutauen, und lege meine Hand auf seine, die auf dem Schaltknüppel liegt, ,,Aber Du verstehst, warum ich so sauer bin?”

Ich sehe, wie er den Blick auf der Straße belässt und schweigsam nickt. Seine Hand ist warm unter meiner, und diese kleine Geste der Verbundenheit lässt mich für einen Moment innehalten. Er versteht vielleicht nicht alles, aber er versucht es. Das ist mehr, als ich von jemand anderem erwarten kann.

Ein leises Räuspern seinerseits, ,,Bis auf dieses … Malheur … wie hat es Dir gefallen am Set, beziehungsweise generell der Besuch?”

Wieder zucke ich etwas unschlüssig die Schultern, ,,Nun, ich würde sagen … befriedigend. Also nicht nach dem Notensystem, sondern tatsächlich. Es war ein interessanter Einblick in solch eine Produktion." Meine Mundwinkel heben sich ein wenig zu einem widerwilligen Lächeln, während ich an die Momente der Ekstase zurückdenke und an das Vergessen meines Selbst im Rausch der Sinne. Gleichzeitig wandert meine Hand von seinem Handrücken auf seinen Oberschenkel, wo ich kurz bestätigend drücke. Dort am Set, in diesen Strudeln aus Lust und Schmerz, war alles andere für Augenblicke unwichtig.

Er murmelt ein leises, ,,Mmhmm, dann is´ ja gut.”

,,Wann geht es für Dich weiter, beim Dreh?”, will ich wissen.

Konzentriert hält er den Wagen in der Spur, ,,Tatsächlich heute. Zumindest habe ich Anwesenheitspflicht. Ich weiß noch gar nicht, was jetzt als nächstes auf dem Plan steht. Antonio hat nur eine grobe Richtlinie durchblicken lassen, aber ich denke, heute ist der letzte Drehtag im Haus der Barthollotis."

Neugierig frage ich, ,,Und wie gefällt es Dir bis jetzt? Du scheinst mit Deinen Kollegen gut auszukommen. Vor allem mit Nadine harmonierst Du wohl gut. Ihr passt gut zusammen”, stelle ich schon mehr fest, als dass ich frage.

Ein leichter Ruck, den ich nicht einordnen kann, durchfährt mich. Es ist keine Eifersucht, eher eine seltsame Genugtuung, dass ich trotz Versprechen etwas in richtige Bahnen lenken könnte. Ein Aufflammen von Ehrgeiz, die Herausforderung als Kupplerin anzunehmen, ohne es direkt anzusprechen.

Mein schweigsamer Riese, auch aus ihm ist es fast unmöglich, etwas heraus zu kitzeln, deshalb forsche ich etwas direkter, ,,Sag schon. Was hältst Du von Nadine?”

Er zieht einen Mundwinkel hoch, ,,Was soll ich schon von ihr halten? Sie ist gesellig, geht gut ab beim Dreh und es ist angenehm, mit ihr zu arbeiten.”

Meine Neugier ist unbefriedigt und ich kann´s nicht lassen, ,,Mhm, nicht mehr als eine Kollegin?” Der Wunsch, dass er mehr sieht, dass er das Potenzial erkennt, das ich zwischen ihnen zu spüren glaube, ist stärker als meine Zurückhaltung.

Yussof hebt eine Augenbraue, ,,Auf was willst Du hinaus, kleiner Floh?”

Wie erkläre ich ihm, dass ich in Nadine womöglich eine Art Spiegel sehe? Dass sie vielleicht das sein könnte, was er braucht, ohne es zu wissen? Aber die richtigen Worte wollen nicht heraus, das Unausgesprochene liegt mir auf der Zunge, ,,Mmh? Ach nichts, nur so.”

Jetzt geht der Mundwinkel von ihm nach unten, ,,Jetzt sag schon, Samy, Du fragst nicht umsonst, also tanz nicht um den heißen Brei herum. Was willst Du mir sagen?” Er blinkt und biegt auf die Ausfahrt zu einer Raststation ein. Er steuert zielstrebig eine Zapfsäule an und bleibt noch kurz sitzen, worauf ich ihm nur ein lapidares, ,,Nach dem Tanken” erwidere. Ich brauche diese kurze Verschnaufpause, um meine Gedanken zu sortieren.

Als er nach der Tankfüllung in der Nähe des Shops einparkt, wir aussteigen und ich mich dann bei ihm einhake, um mit den Stöckelabsätzen nicht auf dem doch etwas glatten Untergrund auszurutschen, lasse ich unbekümmert fallen, ,,Ich meinte nichts Konkretes. Vielleicht nimmst Du sie ja mal nach Salzburg mit, wenn es Eure Zeit erlaubt. Immerhin wird es wahrscheinlich zu keinem weiteren Set-Besuch kommen, schätze ich. Zumindest nicht, wenn Claudia anwesend ist.” Meine Stimme wird etwas rauer. Der bloße Name lässt die Wut wieder aufkochen, aber ich zwinge mich, ruhig zu bleiben. Das ist nicht der Ort, um auszurasten.

,,Du möchtest sie wieder sehen, also Nadine?”, fragt er neugierig.

Ich schmunzle, ,,Klar, warum nicht. Wie Du es sagst, sie ist sehr liebenswert. Vielleicht magst Du mir ihre Telefonnummer geben?” Ich erinnere ihn an die Weisung meiner neuen Freundin. Ein warmes Gefühl breitet sich in mir aus, als ich an Nadines offenes, ehrliches Gesicht denke. Sie war eine Verbündete in dieser Nacht des Schreckens, ein kleiner Lichtblick.

Jetzt zaubert sich auch auf YuYus Gesicht ein Schmunzeln, ,,Können wir gerne machen. Wäre vielleicht tatsächlich angenehm, einmal etwas abseits vom Set zu unternehmen.”

Ich zieh ihn scherzend auf, ,,Yussof als Fremdenführer in Salzburg, da würde ich mich glatt anschließen.” Die Idee hat etwas Tröstliches. Ein Treffen zu dritt, ohne Kameras und ohne Claudia. Ein normales Zusammensein, bei dem ich vielleicht einfach nur Beobachter sein kann. Es ist mir weniger wichtig, die Sehenswürdigkeiten zu sehen, die ich sowieso schon in und auswendig kenne, als bei den beiden einfach nur Mäuschen sein zu können.

Neugierig betrachte ich seine Gesichtsregungen, um irgendwelche Zeichen zu erkennen, wie es wohl innerlich in ihm aussieht. Er wirkt ein wenig, als ob er über irgendetwas nachdenkt, vielleicht über meine seltsamen Fragen. Im Tankstellenshop holen wir uns Kaffee zum Mitnehmen. Als wir nach dem Bezahlen wieder hinausgehen und uns dem Wagen nähern, erkenne ich auf dem metallicschwarzen Lack das Emblem eines Mustangs.

Während ich über den Lack streichle - eine seltsam befriedigende Geste der Ablenkung -, lehnt er sich an seinen Wagen, um sich eine Zigarette anzustecken. Dabei beobachtet er mich mit Argusaugen, ,,Ich werde nicht ganz schlau aus Dir. Irgendetwas führst Du im Schilde. Ich meine, Nadine wieder zu sehen ist ja schön und gut und es freut mich, dass ihr Euch wohl trotz des Fauxpas mit der Wette verstanden habt. Aber …”

,,Ssshht”, falle ich ihm ins Wort, ,,Nichts zerreden, bitte. Einfach auf uns zukommen lassen, okay? Ich denke, Du wirst in nächster Zeit von selbst draufkommen und es würde mich für Dich freuen, wenn es soweit ist.” Es ist ein leiser Wunsch, fast ein Gebet, dass er findet, was ich schon zu sehen glaube. Dass er glücklich wird, auch wenn es vielleicht eine kleine Wehmut in meiner Brust hinterlassen würde, weil ich dann noch weniger Zeit als eh schon mit ihm verbringen könnte.

Leise grummelt er etwas resigniert, ,,Frauen. Warum könnt ihr nicht einfach geradeheraus sagen, was Sache ist? Kann ja nicht so schwer sein. Immer Andeutungen machen, aber nie etwas Konkretes rauslassen.”

Mit einem Schalk im Nacken, einer kleinen Rückeroberung meines alten Selbst, lächle ich ihn an: ,,Ganz einfach, wo bliebe dann der Spaß?”

Leise schnauft er, ,,Spaß? Ihr verkompliziert einfach alles. Wenn unsereiner etwas will, dann sagt er es oder nimmt es sich einfach, überspitzt ausgedrückt.”

Ich will die Grenzen nicht weiter ausreizen und stecke zurück: ,,Schon gut, mein Großer. Lade Nadine einfach ein und wir machen uns eine schöne Zeit, okay?”

Ein Teil von mir ist ein wenig traurig, dass er so wenig von dem versteht, was ich ihm sagen will. Aber ein anderer Teil, der pragmatische, weiß, dass Taten mehr zählen als Worte. Er nickt, und ich sehe ihm direkt an, was er unter einer ‘schönen Zeit’ verstehen will. Wie einfach die meisten Männer wohl gestrickt sind. Ein flüchtiges Lächeln huscht über mein Gesicht. Es ist fast beruhigend, wie vorhersehbar sie manchmal sind.

Ohne das Thema weiter aufzubauschen, lege ich den Versuch, Yussof weiter auf Nadine aufmerksam zu machen, vorläufig ad acta und ignoriere das enttäuschende Ergebnis. Um Nägel mit Köpfen zu machen und dieser Gedankenschleife endgültig zu entfliehen, suche ich in meiner Handtasche nach meinem Handy. Kaum habe ich es in der Hand, lass' ich mir von meinem Riesen Nadines Nummer geben, damit ich sie gleich einspeichern kann.

Das Smartphone wieder verstaut, klammere ich mich danach förmlich an den händewärmenden Becher und nehme den ersten großen Schluck. Als verwöhnte Abhängige des schwarzen Goldes überrascht mich das Aroma mit einer fast perfekten Note. Langsam breitet sich die Wärme trostspendend in dieser kalten Nacht auch im restlichen Körper aus. Begleitet von zwei Glimmstängeln, die sich Yussof genüsslich hintereinander gönnt, plaudern wir entspannt über diverse Szenen vom Dreh.

Nachdem unsere Süchte genügend befriedigt sind, hilft mir mein Riese gentlemanlike noch ins Auto. Wieder hinterm Steuer spinnt er die Unterhaltung mit amüsanten Anekdoten und Plänen über zukünftige Aufnahmen weiter. Untermalt von einer Oldie-Sendung aus dem Autoradio, erzählt er von Drehorten wie einem Hafen irgendwo in Nordafrika und einem Schloss in Rumänien. Während ich den einen oder anderen Song etwas lauter drehe, überlege ich mit etwas besserer Stimmung, dass da eine weitere Anreise für mich wohl schon etwas aufwendiger wäre, nur um am Rande als Kiebitz beim Dreh zuzusehen.

Doch die Vorstellung, irgendwo in einer mir noch unbekannten Ferne zu sitzen und das Treiben zu beobachten, hat etwas Verlockendes. Ein Leben, das nicht meins ist, aber in das ich noch einmal für einen Moment eintauchen könnte – während ich bei Summer Wine von Nancy Sinatra & Lee Hazlewood in einen beginnenden Traum gleite. YuYu lässt mich jedoch nicht zu tief einsinken und ruckelt mich sanft mit seinen Worten, dass es vielleicht zu einem weiteren Gastauftritt kommen könnte, da Antonio wohl etwas in der Richtung angedeutet habe. Ein seltsamer Stolz durchflutet mich, der jedoch auch mit einer gewissen Skepsis vermischt ist.

Na bumm. Da schien ich doch Eindruck hinterlassen zu haben. Aber ich fühle mich nicht wohl bei der Vorstellung, Claudia noch einmal über den Weg zu laufen. Der bloße Gedanke an sie lässt meine Muskeln sich anspannen. Doch mein Großer beschwichtigt mich mit ruhiger Stimme, ,,Mach Dir keinen Kopf, kleiner Floh. Ich glaube kaum, dass sie an jedem Set anwesend sein wird, allein schon aufgrund der teils langen Anreisezeiten.” Um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen, umgreifen seine Finger sanft drückend meinen halben Oberschenkel.

Diese riesige, verdammt schwere Hand lässt ihre körperwarme Ruhe durch meinen Schenkel strömen. Von dort breitet sie sich wohlig zwischen meinen Beckenknochen aus, wandert durch den Bauch hinauf bis in die Brust und beschert mir einen heftigen, aber beruhigenden Schauer. Diese Gänsehaut stellt sich stachelig gegen die Erinnerung dieser Nacht und lässt tief in meinem Inneren bereits das Bildnis dieser Furie zu bluten beginnen.

Ich kann es einfach nicht lassen, immer und immer wieder, untermalt von weiteren 'Schnulzen' einer Zeit weit vor meiner, diverse Vorzüge von Nadine hervorzuheben, bis ich auch aus Yussof beipflichtende Kommentare herauskitzeln kann. Es ist wie eine Sucht, ein Bild von ihr vor seinem geistigen Auge formen zu wollen.

Langsam gelingt es mir mit Hilfe von Chicago, Billy Joel, Sweet und Konsorten, ihn sogar zum Mitbrummen und lautloser Lippensyncro zu animieren – wie auch nebenbei unterschwellig soweit zu beeinflussen, dass es ihm ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, wenn es um seine hexisexy Filmpartnerin geht. So vergehen die knapp zwei Stunden Fahrt wie im Flug, und schließlich parkt der Sportflitzer vor unserem Haus. Ein Gefühl der Erleichterung, aber auch Müdigkeit überkommt mich. Diese Nacht war zu lang, zu intensiv.

===== 02 =====

Yussof lässt es sich nicht nehmen, mir beim Aussteigen behilflich zu sein, und reicht mir mein Sackerl mit den Klamotten. Einladend schaue ich die Fassade hoch, ,,Noch einen Kaffee als Wegzehrung?”.

Er nickt und will sich noch einen Sargnagel anstecken, ,,Ich rauch erst noch eine, wenn es Dir nichts ausmacht. Ich denke, bei Dir ist Rauchverbot in der Wohnung, oder?"

Ich zucke mit den Schultern. ,,An und für sich ja, aber wir haben einen Balkon. Da kannst Du beides, Tschick und Kaffee, gleichzeitig genießen.”

Zufrieden nickt er, und gemeinsam steigen wir die Treppen zur Wohnung hoch. Leise sperr ich die Wohnung auf, immerhin will ich Sevil nicht um vier Uhr morgens wecken.

Kaum in der Wohnung, schlüpfe ich schon aus den Stiefeln. Auch YuYu will sich artig die Schuhe ausziehen, doch ich deute ihm gönnerhaft, sie anzulassen. Wir haben keine Hausschuhe für solch riesige Quadratlatschen - sicher Größe 47 oder 48 -, und mit Voraussicht auf den Balkon wäre es blöd, ihn in Socken im Schnee stehen zu lassen. Dabei bemerke ich ein Paar Herrenschuhe, die definitiv nicht zu unserem Haushalt gehören.

Mit einem an die Lippen angelegten Finger deute ich Yussof an, leise zu sein. Mein Herz klopft mir bis zum Hals, als würde ich gleich bei etwas Verbotenem erwischt werden. Dabei ist es doch meine eigene Wohnung. Aber diese fremden Schuhe gehören zu einem Mann, der offenbar neben Sevil schläft. In unserem Bett, auf unserem Spielplatz. Eine seltsame Mischung aus Neugier und Besitzanspruch durchfährt mich. ,,Ich seh eben mal was nach”, flüstere ich und schleiche mich barfüßig zur Schlafzimmertür.

Die Kühle des Fußbodens kriecht in meine Zehen und erdet mich ein wenig. Ganz leise drück ich die Klinke hinunter und linse ins Zimmer. Schemenhaft sehe ich zwei Personen in der Dunkelheit auf dem Bett liegen. Zaghaft nähere ich mich neugierig, um einen Blick auf Sevils Besucher zu erhaschen.

Wie ein Liebespaar hat Sevil ihren Kopf und den Oberkörper auf der behaarten Brust von Chris platziert, dessen Arm wiederum schützend an ihrer Seite liegt. Die Atemzüge von Chris lassen seinen Brustkorb auf und ab sinken. Ihr rechtes Knie liegt angewinkelt unter der Decke in seinem Schritt, genau wie auch sein rechtes wohl zwischen ihren Beinen ruht. Sein linkes Knie ist nackt und lugt leicht gebeugt unter der Bettdecke hervor. Schnuckis Kehrseite hingegen ist gänzlich unbedeckt und ihre Haut schimmert einer Dunkelelfe gleich im schwachen Licht, das vom kristallinen Schnee funkelnd hereingespielt wird.

Sie wirken richtig harmonisch, die beiden. Ich horche in mich hinein und suche nach einem Anflug von Eifersucht. Stattdessen spüre ich eher ein warmes Gefühl der Zufriedenheit, das mich für meine Kontes durchströmt. Lächelnd zieh ich mich wieder zurück.

Leiser als wahrscheinlich notwendig gebe ich YuYu Bescheid, ,,Sevil hat Chris zu Besuch.”

Schmunzelnd erwidert mein Großer, ,,Scheint, als bräuchte sie ebenfalls ständig jemanden um sich, wenn Du nicht daheim bist.” Ich kann nicht widerstehen, ihm für den frechen Ton einen leichten Stoß in die Seite zu versetzen.

In der Küche werfe ich trotz verschlossener Wohn- und Schlafzimmertür noch ein dickeres Geschirrtuch über die Kaffeemaschine, um das Geräusch vom Mahlen der Kaffeebohnen zu dämpfen. Mit zwei dampfenden Kaffeehäferln bemühen wir uns so leise wie möglich auf den Balkon zu kommen. Während sich mein Großer eine Zigarette ansteckt, spechtle ich durch das Schlafzimmerfenster hinein. Unsere Bemühungen scheinen auszureichen, denn die Position der beiden hat sich nicht merklich verändert.

,,Ihr habt eine schöne, große Wohnung, nach dem zu urteilen, was ich bisher gesehen habe”, bemerkt YuYu mit einem Nicken in Richtung Balkontür.

Ich nicke zustimmend. ,,Danke. Ja, Mama wohnt jetzt in Kärnten und Julia bei meinem Papa. So haben wir ausreichend Platz und es ist relativ günstig.”

Er nimmt einen tiefen Zug von seiner Zigarette, ,,Und das mit … wie heißt er gleich nochmal? Gerald? Wie läuft es mit dem? Habt ihr nur ihn oder auch noch andere Kunden?”, schwenkt er plötzlich das Thema um.

Die Frage kommt wie ein Überfall und lässt mich unwohl in den Schneefall blicken. Selten haben wir das Thema in unseren Chats gestreift. Er hat wohl eins und eins aus diversen Bemerkungen zusammengezählt die Sevil und ich - wohl unbedacht oder unvorsichtig - haben fallen gelassen, und sich so seine eigene Vermutung gebildet. Als er mich einmal direkt gefragt hat, ob er richtig liege, habe ich es nie abgestritten - so etwas gehört meiner Meinung nach einfach nicht unter Kumpels beredet.

Ich schaue über die Balkonbrüstung in die bewölkte Nacht hinaus, in der immer noch hartnäckig dickere Schneeflocken den Weg zur Erde suchen, ,,Was soll mit Gerhard sein?”, ignoriere ich seine Verwechslung des Namens und folge der Eingebung, reinen Tisch zu machen ,,Und ja, bis auf Linz ist er derweil unser einziger Gönner.”

Ich sage bewusst ‘unser’, nicht ‘mein’. Sevil ist Teil davon, immer, auch wenn YuYu das vielleicht anders sieht. Die Worte schmecken bitter in meinem Mund. ‘Gönner’. Ein so harmloses Wort für das, was wirklich passiert. Aber es ist die Wahrheit, und ich habe mich dafür entschieden. Dennoch gibt ihm das nicht das Recht, mich danach zu fragen, als wäre es ein ganz normales Thema bei einem nächtlichen Kaffee.

Abermals füllt er seine Lungen mit Rauch, ,,Es geht mich nichts an, entschuldige bitte.” Seine Stimme klingt aufrichtig reumütig. Das mildert meine Abwehrhaltung ein wenig. Ein Teil von mir will ihm verzeihen, will die Wogen glätten. Aber ein anderer, größerer Teil genießt sein Unbehagen. Gut so. Vielleicht lernt er daraus.

Ein kleines Lächeln umspielt meine Mundwinkel: ,,Eifersüchtig? Da gibt es keinen Grund dafür. Es gefällt mir einfach nur, dass er sich geradeheraus benimmt. Genau wie es auch Sevil gefällt.” Die Worte sind eine bewusste Provokation, ein kleiner Test, wie er reagiert.

Er sieht mich eindringlich an: ,,Vielleicht hab ich nur ein wenig Sorge, dass Du auf der Schiene hängen bleiben könntest. Da draußen treiben sich schließlich genug Verrückte herum.” und zeigt, un seinen Worten Nachdruck zu verleihen, auf meine Haare.

Seine Geste trifft mich wie eine verdiente, zurechtweisende Ohrfeige. Ich zucke bei seiner Bewegung zusammen, als hätte er tatsächlich die Hand gegen mich erhoben und ducke mich unwillkürlich weg, um dem eingebildeten Schlag zu entgehen. Mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken. Ich spüre, wie sich die Stoppeln an den Sidecuts ungut sträuben und die nicht vorhandenen Härchen an Armen und Beinen sich um einen Stehplatz streiten. Wie einem plötzlichen Eisregen ausgeliefert, werden meine Hirnwindungen schockgefroren, um gleich darauf von einer glühenden Welle aus Wut und Scham verdampft zu werden.

Er hat recht. Da draußen warten die Claudias dieser Welt, die nur darauf lauern, meine Schwächen auszunutzen. Claudia, dieses Biest. Ihr Name allein lässt meinen Magen sich zusammenziehen. Ich freu mich schon auf die Rache, die ich irgendwann nehmen werde. Sie wird bezahlen. Das schwöre ich mir in diesem Moment bei allem, was mir heilig ist. Aber ich will nicht daran erinnert werden. Nicht jetzt. Nicht hier.

YuYu hebt entschuldigend die Hand, als er meinen starren Blick wahrnimmt. Er braucht nichts zu sagen und trotzdem schleudere ich ihm einen eisigen Blick entgegen. Ich weiß, es ist unfair. Auch wenn er nichts dafür kann, er hat die Vermittlung angestoßen, und ich Trotteline, naive Funzn, habe auch noch zugestimmt - geblendet vom Geld, von der Illusion der Kontrolle. Wie dumm war ich? Wie naiv?

Erinnert an dieses ‘Malheur’, wie er es im Auto bezeichnet hatte, fahr ich mir unbewusst über die rasierten Stellen, und mir schießen die Tränen in die Augen. Es ist der Schmerz des Verrats, der Demütigung, der Verlust eines Stücks von mir selbst, das ich für eine lange Zeit nicht wiederbekommen werde. Das wird mir kein weiteres Mal passieren. Ich werde wachsamer, misstrauischer sein und meine Regeln mit eiserner Faust durchsetzen.

Auch wenn auf der Yacht womöglich Ähnliches passieren könnte, vertraue ich Gerhard doch so weit, dass er sich an unsere Abmachungen hält. Das ist der Unterschied zwischen einem Geschäftsmann und einer sadistischen Schlampe. Er ist zwar zeitweise richtig brutal, aber zumindest versteht er es meistens, seine Handlungen so dosiert zu steigern, dass auch ich Lust daran empfinde. Er nimmt sich, was ich zulasse, und akzeptiert meine Grenzen. Er respektiert mein ‘Nein’. Bei Claudia war alles eine einzige, große Hinterfotzigkeit.

Leise schlucke ich den Hass, die Demütigung, die Wut und die Tränen hinunter. Yussof hat mein Gejammer nicht verdient. Er ist nur ein gutmütiger Riese, der nicht versteht, welchen Sumpf er mir schmackhaft gemacht hat. Ich muss jetzt damit leben und einen Weg finden, um das Beste daraus zu machen. Es irgendwie zu verarbeiten, ohne meine Umwelt in Schutt und Asche zu legen - ohne Unbeteiligte mit meinem Kummer zu vergiften und im ärgsten Fall zu vertreiben. Ich muss den Kopf heben und ein feineres Gespür bekommen, ohne meinen Stolz zu verlieren und mich selbst herabzuwürdigen. Aber die Wut ist wie ein lebendiges Ding in mir, das nach außen drängt.

Dann entfährt mir doch ein unbeabsichtigt lautes, sarkastisches Lachen. Es klingt fremd in meinen Ohren, schrill und ungesund, und steht im krassen Gegensatz zu meinen fünf Sekunden alten Gedanken. ,,Genau, so Typen wie Ali oder Samir oder die anderen Kumpels von Dir?”, halte ich ihm den Spiegel vor, da er damals im Volksgarten immerhin dabei war. Die Worte sind ein unbedachtes Ausweichmanöver, ein Versuch, den Schmerz in blinde Aggression umzuleiten. Aus rein instinktivem Selbstschutz nutze ich lieber ihn als Blitzableiter, statt weiter über meine eigenen Wunden nachdenken zu müssen.

Er zuckt mit den Schultern: ,,Wir hatten das richtige Gespür dafür, was Euch gefällt. Sicher auch zu einem großen Teil dem Raki geschuldet, aber Ali hätte sich sicher nicht dazu hinreißen lassen, wenn Du bei seiner ersten Behandlung nicht dermaßen feucht geworden wärst.” Er hebt um Entschuldigung heischend die Hand und zieht, den Mund zum Schmollen verzogen, den Kopf zwischen die Schultern. Es wirkt aber mehr nach ‘Ist halt so’.

,,Und weil Du Samir erwähnt hast …”, fährt er erklärend fort. ,,Es war nicht das erste Mal für Sevil. Sie hat eine Vorliebe für Scat, - frag sie einfach, wie oft sie ihre Gspusis dazu verführt hat, wie sehr sie sich danach sehnt. Wie sie diesen Kappelständer regelrecht dazu animiert und auch Dich dazu bringen will, es gerne zu machen.” Er verschluckt sich kurz und räuspert sich: ,,Shit, sorry, das Letzte ist mir jetzt rausgerutscht.”

Kurz bin ich baff. Meine Gedanken wirbeln chaotisch durcheinander. Sevil und ein Fetisch für Scat? Das kann nicht sein. Oder doch? Ich erinnere mich an ihre Blicke, ihre Andeutungen, die ich immer als bloße Spiele abgetan habe. Ja, Sevil hat früher schon Tendenzen in diese Richtung gezeigt, aber es nie offensichtlich erwähnt. Und die morgendliche Aktion bei Chris nach seiner ersten Übernachtung tat ich bisher immer als reine Laune ab. War das etwa kein Zufall? War es mehr als ein Test? Vielleicht eine Manipulation?

Nachdenklich nippe ich an meiner Tasse. Der Kaffee ist längst kalt, aber ich brauche die Beschäftigung, den tröstlichen Rhythmus des Trinkens. ,,Du meinst, Chris hat in ihr eine Verführerin gefunden, die seine konservative Haltung aufweicht und bemüht ist, ihm die schmutzigsten Fantasien einzupflanzen?” Die Frage ist naiv, das weiß ich selbst. Es geht nicht um Chris. Es geht um mich. Um das, was Sevil wirklich von unserer Beziehung erhofft.

Er lacht leise. ,,‘Die schmutzigsten Fantasien’. Oh oh, unterschätze Sevil in dieser Hinsicht nicht. Die hat es faustdick hinter den Ohren. Sie manipuliert jeden so weit, dass es ihr recht gemacht wird - egal, wie sie es gerade gern hätte. Ob zärtlich oder brutal, ob Streicheleinheit oder NS mit Scat. Sie bekommt, was sie will, und nicht nur da.”

Skeptisch sehe ich ihn an. Seine Worte säen Zweifel in mir. Zweifel an der einen Person, der ich blind vertraue. Nein, Sevil ist nicht so hinterhältig, zumindest nicht mir gegenüber. Oder bilde ich mir das nur ein? Ein kalter Schauder läuft mir über den Rücken. Unsicher, fast flehend, frage ich: ,,Könnte es sein, dass Du eine andere Sevil meinst?”. Ich wünsche mir, dass er Ja sagt. Ich will, dass es nur ein schlechter Scherz war.

Er lächelt wissend, und dieses Lächeln macht mich grantig. Es ist die Mimik eines Menschen, der ein Geheimnis kennt, das ich nicht sehen kann.

Sanft schüttelt er verneinend den Kopf. ,,Vielleicht nicht Dir gegenüber, vielleicht sind bei Dir wahre, aufrichtige Gefühle da. Aber frag ihren Großvater oder ihren gemäßigten Vater. Mit ihren bald neunzehn Jahren hat sie mehr Respekt in der muslimischen Gemeinschaft als so mancher Imam. Sie ist jung, ja, aber sie liest die Menschen, lernt aus deren Erfahrungen und pickt sich das Vorteilhafteste heraus.”

Seine Stimmfarbe nimmt einen leicht verschwörerischen Unterton an. ,,Ihr Wissen und ihre Menschenkenntnis hat sie vielen anderen voraus. Und ihre Intelligenz macht vieles an Erfahrung der Älteren wett. Ihr großer Vorteil ist, dass sie keine blinde Fanatikerin ist wie so manche, sondern eiskalt berechnend. Jederzeit bereit, Bauernopfer zu finden oder für ihren Vorteil sogar verhasste Individuen zu umgarnen.”

Bedächtig schüttle ich den Kopf. Seine Worte hallen in mir nach, aber ich will sie nicht wahrhaben. Sie weichen die Leinwand auf, die das Bild von Schnucki trägt. Was verbirgt sich hinter ihrer zur Schau getragenen Fassade? Dass sie knallhart und berechnend sein kann, habe ich ja bereits mitbekommen, aber so eiskalt, wie Yussof es mich glauben machen will?

Meine Stimme ist nur noch ein Flüstern, und ich kämpfe gegen das aufsteigende Misstrauen. ,,Das kann nicht sein, ich glaube, Du flunkerst mich an. Sevil lässt nie ihren Glauben - außer zum Ramadan - in den Vordergrund treten. Keine religiösen Bräuche, die sie zur Schau stellt oder in meiner Gegenwart praktiziert. Sogar das Kopftuch trägt sie nicht mehr.”

YuYu lächelt mich an. ,,Religion ist nicht alles. Für viele ist sie nur eine Richtung, ein Vorschlag. Nur in muslimischen Kreisen setzen sie sich die konservative, strenggläubige Maske auf. Sie täuschen etwas vor, um ja gläubig zu wirken und nicht von der Masse geächtet zu werden, die meistens ebenso fadenscheinig ein Doppelleben führt. Klar gibt es die Hardliner, bei denen Du besser keinen Witz darüber machst, aber der Großteil pickt sich auf beiden Seiten das Angenehme heraus.”

Nach einem Zug von seiner Zigarette fährt er fort, ,,Sie führen für andere scheinbar willig ihre religiösen Pflichten und Aufgaben aus. Andererseits wissen sie die westlichen Annehmlichkeiten ebenso zu schätzen. Es ist mehr Schein als Sein und eine Fassade nach außen – sofern sie keine Idealisten oder gar radikale Fanatiker sind und sich aufführen wie die Christen im elften bis dreizehnten Jahrhundert mit ihren Kreuzzügen.” Sein Blick wird neugierig, ,,Wie stehst Du zum Beispiel zu Weihnachten oder Ostern?”

Verstehend nicke ich. Da ich christliche Feste feiere, die meist von heidnischen Bräuchen stammen und für die Religion abgewandelt wurden, ist der Vergleich klug und nimmt mir den Wind aus den Segeln. Ich fühle mich trotz der christlichen Erziehung meiner Mama den verschiedenen Natur-, Liebes-, Schutz- und auch Unterwelt-Gottheiten einfach näher - egal ob nordisch, asiatisch, griechisch, römisch oder afrikanisch. Was Claudia betrifft, huldige ich gerade insgeheim den Kriegsgöttern. Kurz wirbeln meine Gedanken durcheinander, schwer wie der Schnee, der nun dichter fällt. Möge meine Rache hart und schmerzhaft sein. Dieser Gedanke gibt mir Zuversicht.

Auch wenn mir die Schilderung über Schnucki einige Fragen aufgibt, die ich mit ihr in einem ruhigen Moment klären will, könnte doch etwas Wahres in der Ansicht meines Riesen liegen. Insgeheim packt mich die Neugierde und der Ehrgeiz, ein mögliches Doppelleben meiner Liebsten auszuleuchten. Denn dass sie mir etwas Böses will, schließ ich kategorisch aus – aber dieser Hauch von religiösem Agententum hat schon seinen Reiz. Die Schneeflocken fallen jetzt dichter, und die Nacht scheint kein Ende nehmen zu wollen. Genau wie diese Gedanken, die sich immer schneller drehen.

Yussof bläst den letzten Rauch aus seinen Lungen und schnippt den Zigarettenstummel über die Brüstung des Balkons: ,,Langsam wird’s frisch. Wollen wir wieder reingehen?”

Nickend stimme ich zu und lasse ihn zuerst eintreten. Er streift mich kurz beim Vorbeigehen, ehe ich so leise wie möglich die Balkontür schließe. Ein Prickeln huscht mir den Rücken hinunter – ganz so, als wüsste mein Körper mehr, als ich tatsächlich wahrnehmen möchte.

===== 03 =====

Wieder in der Küche angekommen, mache ich mich daran, erneut die Tassen zu füllen, nachdem Yussof meine Einladung erfreut angenommen hat. Während kribbelnde Ameisenvölker schmerzhaft meine Füße erwärmen, hantiere ich an der Kaffeemaschine. Das Gefühl ist gleichzeitig unangenehm und belebend, wie ein Weckruf an meine müden Glieder. Meine Finger sind noch etwas taub von der Kälte. Es sind bloß mechanische Muskelerinnerungen, die mich gewohnte Handgriffe an der Maschine ausführen lassen, was meinen Händen genug Bewegung ermöglicht, um von selbst wieder aufzuwachen.

Yussof schlüpft doch noch aus seinen Schuhen, stellt sie im Vorzimmer ab und setzt sich an den Esstisch, den Sessel in meine Richtung gedreht. Ich ertappe mich dabei, wie ich seinen breiten Rücken betrachte und danach die Art, wie er sich seiner Größe angemessen auf den Sessel fallen lässt, ganz so als gehöre er hierher. Seine Anwesenheit füllt den Raum auf eine seltsame, beruhigende Weise aus – wie ein großer, warmer Fels in der Brandung. Ein flüchtiger Gedanke huscht durch meinen Kopf: Wie wäre es wohl, wenn ich mehr für ihn empfinden würde?

Eine abwegige Eingebung, und sie ist schneller wieder verscheucht, als sie aus dem Nichts aufgetaucht ist. Wohingegen ein häufigerer Besuch zu einem Kaffeeplausch absolut keine Einwände finden würde. Ein kaum wahrnehmbar warmes Gefühl in meinem Becken straft mich jedoch sogleich Lügen. Kaffeeplausch, ja ne, eh klar.

Während ich an der mechanischen Dealerin meines Vertrauens hantiere, fällt mir dann doch eine Frage ein, ,,Apropos Volksgarten, hast Du eigentlich noch die Fotos und Videos? Die würde ich mir doch gerne einmal ansehen.”

Er beginnt verlegen zu haspeln, ,,Ja, hab ich sogar mit.”, und zieht sein Handy aus seiner Gesäßtasche. ,,Aber es ist nicht viel, nur kurze Sequenzen. Wir waren doch gut beschäftigt mit Euch beiden.”

Ein spöttisches Grinsen kann ich mir nicht verkneifen. ,,Oh ja, das war richtig böse. Die Spuren waren noch ein paar Tage danach zu sehen.” Sofort beginnt es in meinem Schoß unterschwellig zu rumoren. Die Erinnerung ist wie ein Echo der Vergangenheit, das durch die Gegenwart hallt. Es ist, als würde mein Körper schneller als mein Hirn die Erinnerung parat haben und gleich mit einem Kribbeln zu erzählen beginnen. Auf jedes Flüstern meines Unterleibs schießen mir zugehörige Bilder in den Kopf.

Er ruft die Dateien auf seinem Display auf und zeigt sie mir. Ich beuge mich näher, mein Haar fällt nach vorne und verdeckt fast mein Gesicht. Der Geruch seines Aftershaves steigt mir in die Nase, vermischt mit dem leichten Duft von Zigarettenrauch, der noch an seiner Kleidung haftet. Eine seltsam vertraute Mischung. Der kleine Bildschirm zeigt zwar scharfe und detaillierte Bilder, für meinen Geschmack jedoch viel zu wenig.

,,Ich kann sie Dir auch per WhatsApp schicken. Dann kannst Du es Dir, vielleicht auch mit Sevil zusammen, jederzeit in Ruhe, oder auch über Euer WLAN auf Eurem Fernseher ansehen. Der Flachbildschirm, den ich im Wohnzimmer gesehen habe, ist sicher fit genug dafür”, zwinkert er mir dabei wissend zu.

Zustimmend nicke ich und höre kurz darauf mein Handy mit dem Gentleman-Pfiff um Aufmerksamkeit heischen. Ein bisschen Eitelkeit zu füttern, tut keinem weh. Es ist ein kleines, persönliches Detail, das mich von anderen unterscheidet – eine kleine Rebellion gegen die Anonymität der Masse und den Mainstream. Es freut mich, dass es ihm auffällt. Ich schmunzle, als ich Yussofs erstaunten Blick bemerke. Er sieht meine belustigte Reaktion, grinst mich wiederum an und gibt mir einen leichten Klaps auf den Hintern. Mit einem ,,Frechdachs” unterstreicht er seine spielerische Zurechtweisung.

Mein Gesicht verzieht sich zu einem Schmollen, doch ich kann das Kichern nicht unterdrücken. Es ist ein kindisches Spiel, ich weiß, aber es fühlt sich gut an – diese Leichtigkeit, dieser Austausch von Neckereien. So, als wäre die Welt für einen Moment in Ordnung. ,,Da redet der Richtige”, erwidere ich provokativ und halte ihm die andere Pobacke hin. Ein kleiner Test, eine Einladung weiterzumachen. Diesmal trifft seine Handfläche mit einem festeren Schlag meinen Arsch. Mit ,,Aaaautsch!” spiele ich das Spiel mit. Der Schmerz ist nur oberflächlich, aber die Wellen, die er damit in meinem Unterleib auf Reisen schickt, sind es ganz ung gar nicht. Mein Körper reagiert, noch bevor mein Verstand eingreifen kann.

Sein Blick fixiert meinen. ,,Du bettelst ja förmlich darum, dass ich Dich übers Knie lege.” Meine Augen wandern tiefer zu seiner Hose, wo ich die unvermeidbare Rundung seines – von ihm so betitelten – ‘Kleinen’ erhasche. Verflixt, wieso macht mich dieser Prügel immer wieder wuschig? Es ist nicht nur die Größe, nicht nur die Form. Er repräsentiert die Gefahr, die Lust, die absolute Hingabe, die gleichzeitig die vollkommene Machtlosigkeit bedeutet. Ein Paradox, das meinen Verstand verwirrt und meinen Körper in Brand setzt. Ich sollte wegsehen, aber ich kann nicht. Mein Blick klebt an dieser Stelle, als wäre sie der Mittelpunkt meines Universums.

,,Wehe, Du traust Dich. Dann kannst Du Dir alles abschminken und es Dir von Nadine holen”, will ich ihn mit aufgesetzt kindischer Trotzigkeit provozieren. Die Worte sind eine bewusste Herausforderung und ein Pokern mit hohem Einsatz. Ich will sehen, wie weit er gehen wird. Ein Teil von mir – ein dunkler, verborgener Teil – will genau das, was er angedroht hat.

Wie ein Schlangenkopf schnellt seine Hand zu meinem Arm und zieht mich zu sich. Der Griff ist fest, fast schon grob, aber genau richtig. Er zeigt mir, wer hier die Kontrolle beansprucht, und positioniert meinen Oberkörper mit kräftigem Zug in gebeugter Haltung über seinen Oberschenkel. Mein Gesicht ist zur Seite gedreht; ich sehe nur den Boden, die Tischbeine und seine Füße. Eine Perspektive, die mich klein und verletzlich wirken lässt. Aber gleichzeitig fühle ich mich geborgen – gefangen und beschützt zugleich.

Nach einem weiteren Klaps rutschen seine Finger an den unteren Saum meines Minirocks und ziehen ihn mir über die vier Buchstaben. Die plötzliche Nacktheit ist eine freudige Überraschung, ein elektrisierender Kontrast zu der Wärme seines Körpers unter mir. Ein weiterer Zähmungsversuch landet mit einem lauten Klatschen auf nackter Haut. Sofort spüre ich ein Ziehen und die ausgelöste Wärme in Richtung meines Uterus strömen. Es ist eine direkte Verbindung zwischen seiner Hand und dem Zentrum meiner Lust – ganz wie ein Kabel, das Funken sprüht.

Kaum zuckt mein Unterleib in einem erschreckten, aber einladenden Hüpfer der Hand entgegen, wird die andere Pobacke zur Begrüßung abgeklatscht. Mit einem Biss auf meine Unterlippe kann ich mir einen Schmerzenslaut verkneifen. Es ist eine unbewusste Handlung, ein instinktiver Versuch, die Kontrolle zu behalten, während mein Körper sie längst verloren hat. Meine Katze hingegen zuckt fordernd um Fütterung – sie ist einfach unersättlich, diese hungrige Spalte zwischen meinen Beinen. Ein lebendiges Wesen mit eigenem Willen, das sich nicht länger von meinem Verstand bevormunden lässt.

Es ist ein Wechselbad zwischen ‘Aaaaua’ und ‘Mehr, vieeeel meeeehr, biiiiitteee’, das von meinem Becken fordernd mit mehreren Hochrecken kommuniziert wird. Mein Körper spricht eine Sprache, die keinerlei Übersetzung braucht. Mein Riese liest jede Regung meines Körpers und zeichnet meinen Hintern spürbar mit roten, heißen Flecken. Diese Hitze entzündet meinen Schritt derart, dass ich mir das Lasern der Behaarung glatt sparen könnte.

Schön wär’s, aber das spielt’s leider nicht. Der Gedanke an die geplante Haarentfernung fährt mir durch den Kopf – eine merkwürdige, querschießende Ablenkung inmitten all dieser Empfindungen. Mein Körper ist eine fleischgewordene Leinwand, eine Bühne der nackten Tatsachen, eine erhitzte Arena für ein sinnliches Duell der Begierden. Doch im Moment fühlt er sich einfach nur lebendig an.

Mein Atem wird keuchend, die Wangen glühen spürbar. Ich kann mein Gesicht nicht sehen, aber ich spüre die ziehende Wärme, die sich darauf ausbreitet. Bei jeder Züchtigung dreht sich mein Schritt instinktiv zu seiner Hand - eine stumme Bitte, ein unbewusstes Angebot. Meine Perle flammt bei jedem Hautkontakt flackernd auf, und die Katze sucht hungrig und knapp vorm Sabbern den Kontakt zu seinen Fingern, die sich immer öfter erbarmen und meiner Muschi einen Streichler vergönnen. Jeder noch so kurze Kontakt ist wie ein kleiner Stromschlag, der meine Nervenenden zum Tanzen bringt.

Zuerst bemerke ich es selber gar nicht, doch meine Sauerstoffversorgung besteht nur mehr aus jauchzendem Ein- und abgehacktem Stöhnen beim Ausatmen. Die Disziplinierung wird seltener, dafür spielt mein Riese immer mehr mit meinen Piercings – ein Spiel, das mich wahnsinnig macht, weil es so unberechenbar ist. Er dreht sie herum, zieht an ihnen, als wären es Fäden an einem Wollpullover, schlingt die goldenen Kettchen um seine Fingerkuppen und schnippt gegen die Spalte.

Das Metall ist kühler im Vergleich zu seiner und meiner Haut – wie kleine Eisperlen auf einer erhitzten Herdplatte, die meine Sinne schärfen. Auch mein kleines, durch das Magic Cross geschmücktes und dadurch herausragendes Knöpfchen wird massiert, gedrückt, gerubbelt und gezogen. Begleitet von hörbarer Klimperei taucht erst ein Finger, dann zwei, immer wieder und bei jedem Erkunden tiefer in die nasse Liebesgrotte. Unüberhörbar gleiten die beiden Pfadfinder an den feuchten, schmatzenden Wänden vorbei. Das Geräusch füllt den Raum, dringt in meine Ohren und vermischt sich mit meinem kehligen Grunzen.

Seine andere Hand liegt erst schwer zwischen meinen Schulterblättern. Es ist ein warmes, beruhigendes Gewicht, das mich daran erinnert, wo ich bin. Dann wandert sie an meiner Flanke hinunter und versucht, sich unter das von Nadine geliehene weite Shirt zu schieben. Meine Lust hat mein Handeln bereits übernommen. Leicht zitternd hebt sich mein Bauch und lässt ihn hineinschlüpfen. Eine unausgesprochene Einladung, die selbst ein Verstand mit nur drei Gehirnzellen, getrieben von reinem Instinkt, unmissverständlich begreifen würde.

Ohne wirklich zu suchen, streichelt er sich hoch zwischen meine Brüste. Mit einem genussvollen ,,Mmmmhhh” unterstreicht er das Walken, Abgreifen und Massieren meiner Oberweite. Scharf zischt er, während er an meinen immer steifer werdenden Nippeln und dem durchgestochenen Schmuck zupft, dreht und kneift. Der Schmerz unterstreicht die Welle der Lust auf die ‘süße’ Art, die ich so oft wie möglich spüren will, wenn sie mir denn jemand schenken mag.

Diese zeitgleiche Bearbeitung meiner Titten, die einzeln ohne Weiteres von seiner klodeckelgroßen Hand umschlossen werden, wie auch die stückchenweise verabreichten Leckerbissen für mein schnurrendes, immer lauter schmatzendes Kätzchen, kippen mich immer weiter in einen triebgesteuerten Zustand. Ich bin nicht mehr fähig, rational zu denken, oder mich von irgendwelchen Plänen beeinflussen zu lassen. Ich bin nur mehr reine Empfindung, reines Verlangen nach einem – nein, ‘dem’ Kick. Diktatorisch übernimmt die imaginäre Nachfahrin der ägyptischen Katzen-Gottheiten das Kommando. Sie ist unerbittlich, fordernd, und ich gehorche, ohne zu zögern.

Als pflichtbewusste und hörige Untertanin winde ich mich aus den Armen von Yussof und rutsche zwischen seine Beine. Die Bewegung ist fließend, vielleicht für einen Außenstehenden elegant wirkend – ein Bemühen um Anmut in diesem Taumel der Sinne. Gehorsam, dem Trieb folgend, knie ich mich hin und beginne ungeduldig, das mächtige Szepter auszupacken. Es gebührt jetzt allein meiner Herrscherin, die lautstark auf ihr Recht pocht.

Meine Finger sind ungeschickt und ein wenig zittrig vor Eile, aber es gelingt mir, die Verschlüsse zu öffnen und ihm mit seiner Hilfe die Jeans von den Beinen zu streifen. Kaum habe ich das fleischige Schmuckstück ausgepackt und seinen Unterkörper freigelegt, überhäufe ich meinen Herrn begeistert zur Begrüßung mit Küssen und lecke an seinen strammen Venen entlang. Der Geschmack ist salzig, männlich und so vertraut – wie eine Droge, nach der mein Körper wie besessen verlangt, ohne dass mein Verstand irgendetwas dagegen tun kann.

Mein Meister quittiert es erfreut mit Zucken und Aufbäumen und degradiert meine klatschnasse Hoheit zu einer sehnsüchtig lechzenden Bittstellerin. Der Status der Machtverhältnisse wird fließend umgekehrt. Die Herrscherin wird zur Sklavin, die um die Aufmerksamkeit meines Herrn fleht, und jede Sekunde davon fühlt sich unbeschreiblich geil an.

Die Zeit scheint sich zu dehnen. Jeder Moment wird zu einer kleinen Ewigkeit, in der nur unsere Zweisamkeit und dieses eine Gefühl zählen. Der salzige, männliche Geschmack seiner Haut breitet sich wie ein Versprechen auf meiner Zunge aus. Meine Sinne sind geschärft, und ich spüre jede noch so kleine Regung seines Körpers.

Ein leichtes Zucken seiner Muskeln hier, ein verstohlenes Heben seiner Hüfte da. Alles dreht sich um diesen einen Punkt, um ein einziges Ziel: ihn so weit zu bringen, dass er zu einem Sklaven seiner eigenen Lust wird und – dadurch angetrieben – wiederum mich seiner Kontrolle unterwirft. Ein seltsames Paradox, das mich ausgesprochen erregt.

Meine Kiefermuskeln protestieren leise, aber ich ignoriere sie. Der leicht ziehende Impuls ist Teil des Spiels, Teil des Rituals. Er erinnert mich daran, dass ich lebe, dass ich fühle, dass ich genau hier sein will – an diesem Ort, zu dieser Zeit, mit diesem Mann, der mir so willig meinen Meister überlässt. Ein lautes Seufzen über mir gibt mir Bestätigung, dass ich meinen Herrn gebührend verwöhne. Dieses Seufzen ist mein Lohn, mein Antrieb. Es ist das Echo seiner Lust, das in mir widerhallt und meinen Ehrgeiz noch mehr anspornt.

Das nasse, schmatzende Geräusch meiner Bemühungen mischt sich mit seinem leisen Stöhnen und meinem eigenen, keuchenden Atem. Eine Symphonie der Begierde, die ich auf dieser Klarinette für die Leidenschaft an sich komponiere. Jeder Laut ist eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin, dass ich ihn abhole und dorthin bringe, wo er sein möchte - am Rande der Kontrolle, kurz vor dem Verlust seiner selbst.

Unterstützend wichse ich ihn beidhändig, zwischendurch werden natürlich auch seine schweren, prallen Hoden geknetet und lasse sie verspielt in ihrem Hautbeutel wandern. Das Gewicht seiner Männlichkeit in meinen Handflächen fühlt sich lebendig an, während ich mit Lippen und Zunge mein Bestes gebe. Es ist ein Spiel zwischen zärtlich und fordernd, sanft und grob, liebevoll und besitzergreifend. Ich will ihn schmecken, jeden Millimeter, jede Pore und jeden einzelnen Schlag seines Pulses spüren, der durch diese Adern pocht.

Gierig sauge ich seine Eier tief in meinen Mund und lasse meine rosigen Geschmacksknospen darum herumtanzen, bis ich mich luftholend löse und stattdessen die gewaltige, violett durchblutete Eichel bis zu meinem Rachen aufnehme. Der Moment des Einsaugens, die Dehnung meiner Lippen, die Wärme und Fülle fühlen sich wie ein Pulsieren der Seele an.

Ein gepresstes ,,Schatz” lässt mich aufschrecken und meinen Lieblingstürken sprachlos anstarren. Das Wort durchfährt mich wie ein elektrisch zischender Peitschenhieb eines Wookiee-Treibers. Es hört sich für mich trotz seiner brummenden Stimme zu schrill an – wie Fingernägel, die über eine grüne Schultafel kratzen. Aber auch zu intim, zu nah, zu... liebevoll. Mir stellen sich die Haare auf. Mein Kopf wird für einen Moment leer, alle Lust verfliegt, ersetzt durch eine kalte, klare Wachheit. Was hat er gesagt?

Meine Hände halten inne, mein Mund wird trotz der Fülle trocken und ich höre seine Worte nur noch wie durch Watte. ,,Du solltest … um auf Deine Kosten zu kommen … nie … mit Deinem Mund … an einem Schwanz anfangen. Du bist … zu gut und … verleitest sicher … jeden dazu, ausschließlich … Dein Gebläse bis zum … Abspritzen auszunutzen”, keucht mein Großer, nach Luft ringend.

Ich lasse den sicher gut gemeinten Tipp außen vor und erwidere mit einem irritierten ,,Schatz?" Ich sehe ihn skeptisch an und ergänze, ,,Dein Ernst jetzt?" In meinem Kopf überschlagen sich die Gedanken.

Ist das ein Ausrutscher, oder meint er es ernst? Habe ich ihm unbewusst Signale gesendet, die er falsch interpretiert hat? Eine leichte Panik steigt in mir auf, vermischt mit einem seltsamen, warmen Gefühl, das ich nicht einordnen kann. Da ist etwas in seiner Stimme, etwas Verletzliches, das mich berührt, obwohl ich es nicht zulassen will.

Yussof läuft rot an und haspelt, ,,Sorry, ist mir ...", er sucht nach dem richtigen Wort, ,,... rausgerutscht"

Langsam lecke ich um seinen Eichelkranz herum, ohne den Blick von seinem Gesicht zu lösen. Ich will sehen, wie er reagiert, will die Wahrheit in seinen Augen lesen. ,,Ist gut, ich mag Dich ja auch ..." Ich stopfe mir kurz die ganze Eichel bis zum Rachen hinein - eine bewusst gesetzte Geste. Ich will ihm signalisieren, dass ich kein Problem mit ihm habe, und mit einer Rückkehr zum Vertrauten seine offensichtliche Scham beruhigen.

Dennoch erwidere ich, ,,... aber ich glaube, für mehr als Freundschaft plus wird es ..." Ich lecke mit zunehmender Nässe von der Spitze bis zur Wurzel hinunter und wieder zurück. Die Bewegung ist mechanisch, fast schon reflexartig, während mein Verstand auf Hochtouren läuft, um die richtigen Worte zu finden, ,,...nie reichen, mein Großer." Die Worte sind sanft, aber klar. Eine Grenze, die ich neu und hoffentlich unmissverständlich ziehe, obwohl sie eigentlich schon immer da war. Ich wünsche mir, dass er es versteht und ihn meine Erklärung nicht zu sehr schmerzt.

YuYu seufzt und stöhnt leise vor sich hin, während ich diesen Prügel genieße. Seine Reaktion ist ein Gemisch aus Lust und Wehmut. Ich spüre seine Enttäuschung, aber auch seine Hingabe an das, was gerade passiert. Es ist, als würde er den Moment noch intensiver erleben wollen, um den Schmerz der Ablehnung zu übertönen. ,,Ich ... weiß ... leider … aber der Gedanke ... die Fantasie ... hat eine große Kraft ... und ich kämpfe ... jeden Tag damit."

Seine Worte treffen mich mehr, als ich zeigen will. Da ist ein echter Schmerz in seiner Stimme, eine Sehnsucht, die ich nicht zu stillen vermag. Zumindest nicht so, wie er es sich offensichtlich erhofft. Ein Gefühl der Schuld mischt sich in meine Lust, macht sie komplizierter und vielschichtiger, aber ich kann nicht anders. Ich bin nicht die Richtige für ihn, auf jeden Fall nicht auf diese Art.

Mit einem sanften, beruhigenden Lächeln ergänze ich. ,,Vielleicht ... verwechselst Du bei mir ... den für mich fantastischen Sex mit Dir ... mit Liebe?" Ich nuckle wieder an der Schwanzspitze, in der Hoffnung, dass die Worte nicht zu hart klingen. Sie sind die Wahrheit, aber die Wahrheit kann wehtun. Meine Stimme ist ruhig, fast sachlich, während meine Lippen und meine Zunge ihn wollüstig liebkosen, verwöhnen und versprechen, ,,Wenn sich Dein Monster ... in meine Pussy verliebt hat ... Ja, das kann ich verstehen, denn ... sie liebt ihn auch. Aber für ... Treue, Partnerschaft ... reicht das nicht."

Ein Widerspruch, der mich selbst ein wenig irritiert. Wie kann ich so klar denken und gleichzeitig so sehr in der körperlichen Hingabe aufgehen? Ich lecke seinen Geschmack nach Salz, Erregung und dieses verführerische, unterschwellige Schwanz-Aroma von seinem Schaft ab, während meine Gedanken in eine mögliche Zukunft schweifen, in der Yussof vielleicht mit jemand anderem glücklich ist. Womöglich mit Nadine? Geistesabwesend verpasse ich mir selbst einen kräftigen Schlag mit seiner prallen Eichel auf die Wange, der mich zurück in die Gegenwart und zu meinem brennenden Verlangen katapultiert.

Ein lauteres Stöhnen entfährt ihm, ich belächle ihn, und keuchend gibt er mir zu verstehen, ,,Nicht … nur Deine … Pussy …” Sein Becken kommt mir immer mehr entgegen. ,,… Dein tiefer Mund …”

Ein kurzes Jauchzen entfährt ihm, als ich ihn gegen meinen Rachen presse, ,,… Dein herrlich… enger… heißer Hintern… und…” Ein tiefes Stöhnen grummelt direkt aus seinem Brustkorb, ,,… Deine festen… Titten.” Kaum ausgesprochen, greift er über mich hinweg, zieht mir das T-Shirt in einem Zug über den Kopf und streift es auch an den Armen ab.

Seine Hände werden fordernder, knüllen das T-Shirt zusammen, streichen über meine Wangen und legen sich auf mein Genick sowie auf die Schultern. Es ist, als würde er versuchen, meinen Worten mit Taten zu widersprechen – als begehre er mehr als nur einzelne Körperteile. Dass er mich als Ganzes will. Der Griff ist zugleich verzweifelt und erregend; es wirkt wie ein letzter Versuch, mich umzustimmen, bevor er aufgibt.

Und ich? Ich lasse es geschehen. Vielleicht, weil ich ihm diesen kleinen Sieg gönne. Vielleicht, weil ein Teil von mir die Bestätigung braucht, dass ich als Ganzes begehrenswert und nicht nur eine Ansammlung von Löchern und Kurven bin. Das Leiberl landet irgendwo hinter mir, und als würde er seine Aussage bekräftigen wollen, packt er mich an den Oberarmen und zieht mich so weit zu sich, dass diese dicke, elendslange, wohlschmeckende Fleischpeitsche mit ihrem unteren Drittel zwischen meinen Brüsten eingebettet wird und die dicke Eichel an meiner Oberlippe anklopft.

Mit sanftem Druck presst er meine Oberarme zusammen, die dadurch wiederum meine Brüste zusammenquetschen und ihm so einen Spalt als Reibfläche bieten. Sein Schaft glüht regelrecht, während seine Adern spürbar pulsieren.

Die Geste ist besitzergreifend, fast schon trotzig und energisch. Er will mich spüren – will, dass ich spüre, wie sehr er mich begehrt. Die Wärme seines Schwanzes auf meiner Haut, das leichte Pochen seines Pulses. Es ist ein Dialog zwischen zwei Körpern, der keine Worte braucht. Mein Körper reagiert, obwohl mein Kopf wegen dem eben tatsächlich Gesagten noch ganz benebelt ist .

Die Brüste werden gegen seinen Schaft gepresst, die Nippel kitzeln neben seiner Wurzel an seinem rasierten Schritt. Ein unwillkürliches Stöhnen entweicht mir. Ich will ihn -- trotz der ausgesprochenen Grenzen und klaren Worte --, und er weiß es. Ein leiser Triumph schwingt in seiner Geste mit, aber auch eine Spur von Verzweiflung. Eine Kombination, die mich noch mehr erregt, als mir lieb ist.

===== 04 =====

Es ist so weit. Es wird Zeit, dass die Gefühlsduselei verdrängt wird und für die kommenden Momente Sendepause hat. Konzentriert reibe ich meine Brüste an seinem Schaft auf und ab und lecke mit der Zunge über sein Schlangenauge. Der Geschmack ist salzig und intensiv nach Männlichkeit. Meine Hoheit schreit förmlich um Beteiligung - dieses gierige, sabbernde Loch zwischen meinen Beinen, das niemals genug bekommen kann. Es pulsiert im Takt meines Herzschlags wie ein eigenständiges Wesen mit eigenem Willen, ein Symbiont, der aufbegehrt.

Meine warmen Titten scheinen dem Meister gut zu gefallen. Immer wieder bäumt er sich auf, sein Puls nimmt zu, und samtig feucht glänzt seine Eichel im fahlen Licht. Mein Riese hat genussvoll die Augen geschlossen und harrt der Dinge, die noch kommen mögen. Er überlässt mir ganz die Führung, was mich noch mehr erregt.

Mein Dekolleté, feucht von seinem Vorsekret und meinem Speichel, bildet bereits eine richtige Rutschbahn für ihn, auf der ich das Tempo mühelos steigern kann. Jede Bewegung gleitet weich, flüssig, wie ein Tanz. Sanft streife ich seine Hände von meinem Genick und den Schultern ab, um vom Gewicht seiner Pranken befreit kurz meine Oberschenkel durchzustrecken.

Nur so weit, dass ich den engen Bund des Minirocks packen und über meine Hüften nach unten gleiten lassen kann. Mit dem zusammengerafften Stoff in meinen Kniekehlen sauge ich unablässig die gewaltige Eichel mit meinen eng anliegenden Lippen in ein gieriges Vakuum.

Etwas stürmischer als beabsichtigt, erhebe ich mich, wichse beidhändig seinen strammen Schaft, nutze ihn gar als Aufstiegshilfe. Stoff raschelt leise, als er zu Boden fällt – ein leises Geräusch, das in der Stille der Küche fast zu laut wirkt und kaum steige ich mit einem Fuß aus dem Rock, schwinge ich meinen Oberschenkel schon über den seinen.

Kurz stütze ich mich an seinen Schultern ab, ziehe das zweite Bein nach und lasse mich mit angespannten Adduktoren an den Außenseiten seiner Schenkel hinuntergleiten. Mit festem Griff führe ich meinen Meister und spüre sogleich die enorme Dehnung meiner Labien.

Dieses Gefühl, wenn er sich seinen Weg bahnt, wenn mein Körper sich diesem Koloss anpasst, ist jedes Mal aufs Neue überwältigend. Ein Seufzen aus der Tiefe meines Brustkorbs entkommt mir, als ich die gewaltige Eichel als Ganzes in mir spüre.

Auch YuYu entkommt ein beinahe schmerzvolles Stöhnen: ,,Du ... bist so … verflucht eng.” Er umgreift meine Taille komplett. Seine Hände sind riesig auf meiner Haut, warm und fordernd zugleich. Sie umschließen mich, als wäre ich ein zerbrechliches Gefäß, und doch spüre ich die Energie, die in ihnen schlummert. Eine rohe und doch sensible Kraft, die mich zu halten versteht, mich aber genauso jederzeit zerquetschen könnte.

Meine Finger verschränken sich hinter seinem Genick, suchen Halt, damit ich mich nicht gleich mit voller Wucht selbst aufspieße. Es kribbelt in meinen Fingerspitzen – ganz so, als würde ich den Bildschirm eines alten Röhrenfernsehers berühren –, und dieses Gefühl kriecht meine Arme hinauf bis in den Nacken, wo sich die Härchen aufstellen.

Behutsam steuere ich mit meinen Oberschenkelmuskeln den Takt, lasse meinen Herrn mit jedem Absinken tiefer gleiten und nehme immer mehr von seinem Schaft auf. Jeder Zentimeter ist eine Eroberung, ein kleiner Sieg über meine eigene Enge. Seine Ausmaße sind so gewaltig, dass ich förmlich spüre, wie sich meine geschmückten Lippen bei jedem Abwärtswippen nach innen falten.

Meine klatschnasse Muschi schmatzt genießerisch bei ihrem Mahl und saugt ihn immer tiefer in ihren Schlund. An meinen Scheidenwänden spüre ich seine Hitze, seine pulsierenden Adern, während sich sein Becken zwischen meinen Schenkeln immer mehr an mich drängt. Prickelnd streifen meine Haarspitzen mein Steißbein und kitzeln in meiner Pofalte. Hastig knöpfe ich sein Hemd auf, streife es ihm so gut es geht ab und unterstützend schlüpft er mit einer windenden Bewegung heraus.

Yussofs Lippen suchen meinen Hals, und meine Handflächen drücken ihn fordernd dagegen, sodass er der Versuchung nicht widerstehen kann, sich festzusaugen und mich seine Zähne spüren zu lassen. Der liebkosende Schmerz ist wie ein glühender Sog, in dessen Mitte ein feiner, stetiger Glutstachel pulsiert. Je fester und länger er saugt, desto unbarmherziger schürt er dieses innere Schmiedefeuer, bis der spitze Reiz zur absoluten Weißglut befeuert wird. Er trifft mich direkt im Kern und lässt mich aufstöhnen, noch bevor ich den Laut kontrollieren kann.

Der Schmerz tut so gut, er ist nicht genug und doch fast schon zu viel. ,,Jaaaaah … fester … beiß mich!”, keuche ich, und ein wohltuender Schauer jagt meine Wirbelsäule hinauf und hinunter. Meine Finger verkrallen sich in seinem Haar, drücken ihn noch fester an die Seite meines Halses und beflügeln meine Begierde in rasendem Tempo.

In meinem tiefsten Inneren will ich, dass er Spuren hinterlässt – dass etwas von diesem Moment bleibt, wenn alles vorbei ist. Eine sicht- und spürbare Erinnerung, die sich tief unter die Haut brennt und in den kommenden Tagen die Markierung als Zeugnis unseres Verlangens sichtbar in den verschiedensten Farben aufblühen lassen wird. Dieser Knutschfleck, der mich als willige Geliebte ausweist, die im Rausch der Ekstase bereitwillig lustvollen Schmerz genießen kann -- dieses Zeichen werde ich insgeheim mit wissendem Stolz zur Schau tragen.

Der Ritt wird immer schneller, mal vor und zurück wippend, dann im wilden Galopp auf und ab. Ein unbändiger Sinnesrausch hat meinen Körper fest im Griff, meine Knie klammern sich fest an seinen Flanken und meine Unterschenkel spannen sich bis in die Zehenspitzen. Jeder Muskel brennt, jede Faser ist angespannt, und doch fühle ich mich leichter als Luft.

Das Gefühl, ihn in mir zu haben, diese vollkommene Füllung, lässt mich alles andere vergessen. Die Sorgen um meine Frisur, die Wut auf Claudia, die Zweifel an Sevil – all das ist weg, ausgelöscht durch die pure Präsenz dieses Moments. Mein Puls rast immer schneller, die Hitze hat mittlerweile meinen ganzen Körper im Griff, und ich spüre, wie mein Schweiß am Rücken und zwischen meinen Brüsten der Schwerkraft folgt. Die kleinen Rinnsale kitzeln auf meiner Haut – ein flüchtiges, fast zärtliches Gefühl inmitten all dieser Rohheit.

Längst bin ich abgedriftet, meine Fingernägel kratzen tiefe Furchen in die Schultern meines Riesen. Sie geben mir Halt, um bei diesem wilden Ritt meinen Meisters nicht aus Versehen zu verlieren. Der Schmerz, den ich ihm verursache, lässt meinen Großen tapfer die Augen zukneifen.

Jeder Stoß lässt meinen Unterbauch sich kurz wölben. Lautes Stöhnen bricht aus mir heraus, wird aber jedesmal jäh von einem abermaligen Versenken abgeschnitten. Wie ein Cowgirl sitze ich auf einem Sattel, dessen pulsierender Sattelknauf aus einem unterarmstarken Ast eines Wehrholzbaums besteht, während dieser Gaul unter mir im Schweinsgalopp seine Raserei einverleibt. Er zwingt mir seinen Takt auf . Meine Chance ihn zuzureiten, verschwindet mit jedem ladyhaften Rülps-Grunzer im Stakatofeuer gegen Null und lässt mich sicher wie eine willenlose Strohpuppe auf einem wilden Mustang in der Prärie wirken.

Immer kurz vor knapp klopft mein Herr an meinem Muttermund an und lässt weiße Blitze in meinem Hirn explodieren, die jegliche Gedanken im Keim ersticken und elektrisierend, von der Schädeldecke beginnend, hinunter ins Genick und bis in jede Haarspitze knisternd ihren Weg suchen. Jeder dieser Blitze schleudert mich in eine schwindelerregende Höhe, droht mich immer wieder aufs Neue zu verbrennen, wo ich mit jeder neuen Ebene intensiveren Empfindungen folge. Ich will nicht, dass es aufhört, sondern mich immer weiter katapultieren lassen, hinauf in eine andere Sphäre.

Stöhnend vergrabe ich mein Gesicht an seinem Schlüsselbein, meine Nasenspitze wird feucht, und ich atme seinen frischen Schweiß ein – animalisch-herb, voller Testosteron. Der Duft bremst für einen kurzen Moment meinen beginnenden, kräftezehrenden inneren Zerfall und macht mich gleichzeitig noch wuschiger. Es ist der Geruch eines Mannes, der sich verausgabt und sich mir völlig hingibt, ohne etwas zurückzuhalten.

Meine Nägel suchen immer wieder Halt auf seinem Rücken und im Genick, während seine Finger meine Taille noch fester umklammern und bestimmender den Takt angeben. Er übernimmt jetzt die Kontrolle, und ich bin froh darüber. Meine Kräfte schwinden, der schwindelerregende Taumel saugt mich immer mehr aus.

Als wäre ich eine Puppe, hebt er mich mit zunehmendem Tempo so hoch an, dass ich ihn fast verliere. Im Absinken beschleunigt er die Bewegung, zieht mich auf sein stoßendes Becken hinunter, und mein Herr erobert die tiefste Tiefe meines Körpers. Dieses Gefühl der Beinahe-Ohnmacht und des Ausgeliefertseins ist schlicht befreiend. Ich muss nicht denken und nichts entscheiden – einfach nur da sein und empfinden.

Keuchend, mehr grunzend feuere ich ihn an. ,,Gnnnngh … jaaaah … schn … eller … fes …aaah jaaa … fick … mich … ggngghä … rt … aaaah!” Dann stößt er so tief zu, dass sich in diesem einen Moment in meinem Unterleib ein Feuerwerk entzündet, das durch meinen ganzen Körper Leuchtspuren zieht und in meinem Kopf eine bunte Symphonie an Explosionen auslöst.

Der Schmerz ist süß und doch fast unerträglich, aber genau das, was ich brauche. Es ist, als würde mein Innerstes zerspringen, sodass jeder Nerv in mir gleichzeitig als kurze Lunte eine Treibladung zündet. Jede abgefeuerte Kaskade lässt meinen Körper beben; meine Wirbelsäule biegt und wölbt sich beim Aufbäumen von Schultern, Brust und Becken. Die Töne, die aus mir herausbrechen, gleichen Urlauten aus einer weit entfernten Zeit, bevor es Sprachen gab.

Mein ganzer Körper sackt zitternd zusammen, meine Hände rutschen nach vorne auf seinen Brustkorb und bibbernd zucken meine Lippen, während sich mein Kopf ebenfalls an seiner haarigen Brust anschmiegt. Die Erschöpfung ist wie ein schwerer, warmer Mantel, der sich sanft um mich legt und eine tiefe Zufriedenheit durchflutet jede einzelne Faser meines Körpers.

===== 05 =====

Die Welt um mich herum verschwimmt, wird weich und unwirklich. Nur sein Herzschlag an meiner Wange ist real – dieser gleichmäßige, starke Puls, der das Geschehene pochend unterstreicht. Mit kraftlosen Beinen hocke ich aufgespießt auf seinem Schoß, während mich - ausgehend von meinem Becken als Epizentrum -- mehrere schwere Nachbeben unerbittlich erzittern lassen. Jedes einzelne ist eine kleine Erinnerung an das, was gerade passiert ist – Echos der Explosionen, die mich zerlegt haben. Ich will nicht, dass sie aufhören. Ich will für immer in diesem Zustand der vollkommenen Auflösung verharren.

Nur langsam komme ich von diesem Trip runter, wobei YuYu es mir nicht unbedingt leicht macht. Er ist immer noch steif wie ein Pflock, bewegt sich langsam, fast liebevoll in mir und forciert immer wieder die nachfolgenden Spätzünder. Jede seiner sanften Bewegungen ist wie das zischende Entflammen eines Streichholzes in meinem pulsierenden Inneren, das die fast erloschenen Glutnester augenblicklich gleißend hell aufflackern lässt. Diese lodernden, zuckenden Brandherde sind wie ein Geheimnis, das nur wir beide teilen – jedes ein letztes, kleines Aufflackern vor der endgültigen Erschöpfung.

,,Heilige … Scheiße … war das … geil”, finde ich doch noch Luft und erzittere gleich wieder, als ich meinen Herrn ganz tief in mir sich aufbäumen spüre. ,,Böser Yussof!”. Meine Stimme klingt heiser, rau und fremd in meinen Ohren. Als hätte ich andauernd geschrien. Vielleicht habe ich das ja. Ich kann mich nicht mehr erinnern.

,,Ich doch nicht", säuselt er mir leise ins Ohr und hebt noch einmal sein Becken.

Ein lautes Stöhnen entkommt mir: ,,Shiiiiiiit … oh … doch!” Ich schlage sanft mit der einen Handfläche auf seine verschwitzte Brust und versuche mich irgendwie aufzurichten. ,,Ich brauch unbedingt etwas zu trinken. Möchte mein Großer auch etwas?” Die Bewegung fällt schwer, jeder Muskel protestiert, aber der Durst ist übermächtig. Mein Mund ist staubtrocken, die Zunge fühlt sich wie Sandpapier an, und meine Kehle fleht heiser nach einem wohltuenden Getränk. Fast habe ich es geschafft, mich von meinem Meister zu lösen, da stößt er noch einmal zu und grinst frech. ,,Gerne doch.”

Die Versuchung ist groß, mich gleich wieder auf ihn zu setzen, doch mein Körper verlangt nach einem herkömmlichen Durstlöscher, und mein kraftloser, dehydrierter Zustand setzt sich schließlich durch. ,,Gleich, mein Großer, gleich geht es weiter. Nur eine kleine Trinkpause, Du Hengst”, lächle ich schelmisch in seine Richtung, während ich mich gänzlich von ihm löse und mich Richtung Kühlschrank drehe. ,,Wasser, Cola, Energy?”, frage ich und öffne die Tür, aus der mir angenehme Kühle entgegenweht. Die kalte Erfrischung auf meiner heißen Haut ist eine Erlösung, ein beinahe schon atemraubender Kontrast zu der Glut, die noch immer in mir brennt. Sie lässt mich für einen Moment innehalten, durchatmen.

,,Wenn Du Eis hast, nehme ich gerne eine Coke”, sucht er sich das für ihn richtige Angebot aus. Seine Stimme ist ruhig, fast schon gelassen, als hätte er nicht gerade mein Innerstes stürmisch aufgewühlt. Diese Mischung aus Selbstbeherrschung und versteckter Wildheit macht mich auf eine gute Art wahnsinnig.

Ich muss mich strecken, um zwei Gläser von einem Hängeschrank zu nehmen, und bücke mich gleich darauf zum Tiefkühler hinunter, der sich unter dem Kühlschrank befindet, um uns beiden die gewürfelte Kälte in die Gläser zu schöpfen.Mein nackter Hintern zeigt in seine Richtung, die Spalte ist noch feucht und offen von unserem Spiel. Ein flüchtiger Gedanke schießt mir durch den Kopf: 'Sieht er genauer hin? Genießt er den Anblick?’ Die Vorstellung lässt mein Blut wieder heißer strömen, obwohl ich mich gerade erst beruhigt habe.

Im selben Moment, in dem ich mich aufrichten will, um nach der Flasche in der Kühlschranktür zu greifen, spüre ich etwas Warmes und Dickes durch meinen Schritt gleiten. Mein Körper reagiert, noch bevor mein Gehirn registriert, was da passiert. Ein Zucken, ein einladendes Aufbäumen. ,,Du ausgefuchster Hund, Du!”, flachse ich über meine Schulter und presse gleich meine Oberschenkel zusammen. ,,Wirst Du wohl kurz Ruhe geben?! Lass mich wenigstens die Gläser füllen!”

Zwei Hände streichen sanft von meinen Achseln zu meiner Hüfte hinunter, und leise brummt mein Riese: ,,Mach nur, lass Dich bloß nicht stören von mir.”

Seine Stimme direkt an meinem Ohr, sein warmer Atem auf meiner Haut – und ich spüre, wie mein Widerstand schmilzt. Es ist, als hätte er mich in seinem Bann, der mir hypnotisierend den Willen entzieht. Meine nach wie vor klatschnasse Spalte sendet sofort erfreute Signale an den restlichen Körper und zwingt mich laut seufzend, ihre Begeisterung kundzutun.

Gerade noch kann ich das Glasgeschirr und die Flasche abstellen und mich am Rand der Arbeitsfläche festhalten. Meine Finger krallen sich schwach an der Kante fest, und meine Knie sind weich wie Gummi. Es ist ein Kampf, der Schwäche nicht nachzugeben und nicht einfach zusammenzusacken.

Yussof muss in die Hocke gegangen sein, da ich seine Knie neben meinen spüre. Er nutzt erneut meine vor Nässe glänzende Spalte als willige, samtige Schleifbahn für sein Schwert, indem er mit kreisendem Hüftschwung sein Becken gegen meine Pobacken presst. Jede Bewegung ist wie eine kleine Folter, ein verheißungsvolles Versprechen, was gleich kommen wird. Mein Atem wird flacher, mein Herzschlag schneller.

Die Gläser auf der Arbeitsplatte starren mich anklagend an, was mich an mein eigentliches Vorhaben erinnert. Ferngesteuert greife ich nach ihnen, und ein kleines, klirrend besinnliches Konzert schwebt durch die Stille der Küche. Die Verräterin zwischen meinen Beinen hat längst beschlossen, wem sie gehören will, und vibriert zustimmend zum Klang der Eiswürfel.

Leise keuchend positioniert er seine Wange neben meiner, ,,Willst Du Deinen Gast verdursten lassen? Lass Dich ja nicht stören von mir und mach einfach weiter.” Seine Worte sind eine Herausforderung, ein Spiel, das er eröffnet. Er will herausfinden, wie weit er gehen und wie sehr er mich aus der Fassung bringen kann, bevor ich aufgebe.

Und ich? Ich will ihm beweisen, dass ich stärker bin. Dass ich funktionieren kann, auch wenn mein Körper längst nach mehr schreit. Also greife ich nach der Cola-Flasche, öffne sie mit zitternden Fingern und fange an, die Gläser zu füllen. Das Eis klirrt leise, das Getränk zischt, und zwischen meinen Beinen gleitet er immer weiter, bemüht, mich langsam und genüsslich zu quälen.

Um meine unruhigen Hände halbwegs zu stabilisieren, stütze ich mich auf den Ellbogen ab und schenke die schwappende, dunkle Flüssigkeit ein. Die Anstrengung, die Konzentration -- alles wird von seinem Körper überschrieben, der sich unablässig an mich presst und mich in einen seltsamen Schwebezustand hebt, der mich schwindlig macht.

Es ist eine aussichtsloses Unterfangen, die Flasche mit verkrampften Fingern ruhig zu halten, ohne etwas zu verschütten, während der Meister meine Katze streichelt und das Knöpfchen krault. Mein Becken bleibt in ständiger Bewegung, gleitet mit jedem Hüftschwung auf Yussofs Stange, und seine Hände wandern unaufhörlich über meinen Körper.

Sie streicheln mal zu meinen Brüsten, wo sie meine Nippelpiercings ziehen und drehen, gleiten dann zeitgleich über meinen Bauch und Hals, ziehen sanft an meinen Haaren und wandern über den bemalten Rücken hinunter. Er zieht regelrecht zärtlich die Konturen mit einem Finger nach und streichelt mit den Fingerrücken über die großflächigeren Stellen des Drachen. Eine Weile bleibt er wohl gedankenverloren, ohne ein Wort über die Airbrushkunst zu verlieren.

Mit einem unterbewussten, sanften Bocken hol' ich ihn wieder ab, worauf er dann ein, zwei Finger durch meine Arschritze fahren lässt und zärtlich meinen Schließmuskel massiert. Seine Berührungen spielen auf mir, als wäre ich ein Instrument in diesem Orchester der Lust. Mal laut, mal leise, mal fordernd, mal sanft. Ich weiß nie, was als Nächstes kommt, und das macht mich noch hibbeliger. Jeder neue Hautkontakt ist eine kleine Überraschung, die mich tiefer in diesen Strudel zieht.

Leise knacken die Eiswürfel, und es gelingt mir tatsächlich, beide Gläser zu füllen, wenn auch nebenbei kleinere Pfützen entstanden sind. Mit leicht zittrigen Händen umgreifen meine Finger die Trinkgefäße, ich richte mich auf und drehe meine Schultern, um meinem Großen das seine zu reichen.

Yussof nimmt es mir ab und küsst mich gleichzeitig auf den Hals. Eine Gänsehaut läuft mir über die Arme, und ich hebe mein Glas in seine Richtung, ,,Prost, Du nimmersatter Schuft.”

Er erwidert das Ganze, indem er klirrend mit mir anstößt und seufzt, ,,Da redet genau die Richtige ...“ Er trinkt einen großen Schluck, stellt sein Glas auf der Küchenplatte ab und geht so weit in die Hocke, dass er seine gewaltige Eichel direkt in meine lechzende Pussy einschieben kann. Durch diese Überrumpelung ohne Vorwarnung und Zögern – er ist einfach nur da und nimmt sich, was er will – verschlucke ich mich fast. Erschrocken strecke ich meine Beine wie auch meine gespannten Sohlen noch mehr durch und lege meine Arme schnell auf der Arbeitsfläche ab, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Mein Herz rast, mein Atem stockt. Die plötzliche Fülle ist überwältigend, grenzt an Schmerz, aber es ist dieser eigenartige Schmerz, nach dem ich förmlich lechze. Dabei kippt meine Cola beinahe um und rutscht von der heftigen Bewegung gegen die Abschlussleiste an der gefliesten Wand. Das Klirren des Glases, das leise Aufkommen auf der Kante – all diese Geräusche nehme ich nur am Rande wie aus weiter Ferne wahr. Meine ganze Aufmerksamkeit gehört dem Gefühl zwischen meinen Beinen, dieser vollkommenen Ausfüllung, die mich atemlos macht.

Drängend bohrt sich dieser Lustprügel abermals in meine Muschi, lässt mich stöhnen, und ergeben senke ich meine Stirn zwischen meine Arme, wo ich meinen eigenen, heißen Atem reflektiert bekomme. Die Wärme, die von der Arbeitsfläche zurückkommt, unterstreicht meine schnaufende Kapitulation. Überwältigt von diesem Überfall stürze ich in die Rolle der Hingebenden, die jeden tiefen Stoß in sich aufsaugt. Es ist eine Erleichterung, die Kontrolle abzugeben – nicht denken müssen, nur fühlen zu dürfen.

Mit jeder Faser nehme ich seine massive Präsenz in meiner Liebeshöhle wahr, spüre förmlich, wie sich bei jedem Eindringen mein Unterbauch wölbt und beim Herausgleiten mein Fotzensaft sich an meinen Herrn schmiegt. Immer öfter nimmt mein Großer die Nässe mit nach draußen und verteilt sie an meinem Hintereingang. Er stimuliert mich erst mit einem, dann mit zwei Fingern, die sich sanft in meinen Schließmuskel bohren. Die Doppelbelegung – vorne er, hinten seine Finger – ist eine verführerische Dimension der Lust. Eine, die mich an meine Grenzen bringt, die mich nach mehr schreien lässt, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was dieses ‘mehr’ sein könnte.

Der Meister vorne, die Finger hinten – und mein Stöhnen wird immer lauter. Ich bin knapp vor der Explosion, aber mir fehlt der letzte Funke, um die Lust vollends zu entfachen. Dieses Gefühl des ‘Fast da, aber doch nicht’ ist quälend. Wie ein Puzzle -- bei dem das letzte Teil fehlt. Ab und an spüre ich einen dritten Finger, der sich an meinem Anus anlegt, jedoch nicht eindringt. Die Andeutung, das Versprechen, das nicht eingelöst wird, macht mich kirre. Ich will diese Füllung. Ich will dieses Gefühl der vollkommenen Ausdehnung, der völligen Eroberung. Das ist es, was ich jetzt brauche.

Laut ächze ich auf die Platte, ,,Ich will … Dich ganz … spüren, alles … von Dir.”

Kurz friert Yussof in seiner Handlung ein. Kein Hüftstoß mehr, und die Finger gleiten auch nicht mehr. ,,Lieber nicht … Scha … Samy … nicht, dass Du dann einen Prolaps … kassierst.”

Mein Kopf schnellt hoch: ,,Einen was?!” Ich spüre, wie sich etwas in mir zusammenzieht.

Sanft streichelt er meine Schulterblätter. ,,Hast Du in Pornos schon mal gesehen, dass sich bei manchen der Darm extrem nach außen stülpt? Das ist ein Prolaps. Und da wir gestern schon … ist es besser, wenn sich bei Dir erst mal alles beruhigt. Zu oft und so kurz hintereinander ist es nicht wirklich gut.” Seine Fürsorge ist rührend, fast schon zärtlich. Es ist seltsam, diesen sanften Ton von ihm zu hören, nach all der Rohheit, die wir gerade geteilt haben. Es zeigt mir eine andere Seite von ihm.

Enttäuscht schlägt meine Stirn auf der Arbeitsfläche auf. ,,SHIT …” Warum gibt es so etwas? Die Frage ist rhetorisch, aber sie nagt in mir. Warum muss ausgerechnet jetzt, wo ich so nah bin, so ein Schuss vor den Bug dazwischenkommen und mir einen solchen Dämpfer verpassen? In der Hinsicht vertraue ich meinem Großen – warum sollte er mir auch Unsinn erzählen? Er hat mich nie belogen. Er hat immer auf mich aufgepasst, auch wenn ich manchmal dachte, er würde zu weit gehen.

Meine Muschi klagt über die Unterbrechung und melkt instinktiv mit kontrahierenden Muskeln weiter ihren Besucher. Mein Herr und meine Hoheit führen ein eigenes Gespräch, das sich in Zupacken und Aufbäumen ausdrückt. Eine Sprache, die keine Worte braucht, die älter ist als jede Zivilisation.

In deren Dialog mischen sich jetzt YuYus Becken und meine Hüften ein. Es entsteht eine Diskussion, die nach ein paar ruhigen Wortwechseln in einen heftigen Streit ausartet und andere Körperpartien mit hineinzieht. Es ist ein seltsamer Tanz, dieses Hin und Her zwischen Lust und Schmerz, zwischen Geben und Nehmen. Mein Körper spricht eine Sprache, die ich nicht mehr kontrollieren kann; jedes Heben meiner Hüften ist ein Locken, jedes Stoßen seines Beckens eine Forderung.

Wir verhandeln ohne Worte, ohne Kompromisse, und doch sind wir uns einig in dem, was wir wollen. Vor allem meine Stimmbänder und Lungen geben ihre Meinung kund, während Yussofs Finger sich wieder rege mit meinem Darm beschäftigen. Nach einer kurzen Aufwärmphase ist es wieder so weit, dass ich selbstvergessen meinen Schoß fordernd gegen den Unterleib meines Riesen schiebe.

Diese Verzweiflung und unersättliche Gier kann ich nicht mehr leugnen. Ich will ihn spüren – ganz, vollständig, ohne jede Zurückhaltung wegen einer möglichen Verletzung. Mein Körper zittert vor Anstrengung, aber ich kann nicht aufhören. Ich will nicht aufhören.

Die Laute, die aus mir herausbrechen, sind keine Artikulationen mehr. Es sind reine Emotionen, Urlaute einer Kreatur, die nur noch aus Instinkten besteht. Und diese Finger in mir sind eine Erinnerung daran, was noch kommen soll – eine sanfte Vorbereitung auf das, was ich gleich fordern werde.

Doch trotz der zunehmenden Drehzahl sehe ich zwar die Ziellinie, aber sie bleibt konstant unerreichbar. Meine Frustration wächst, vermischt sich mit der Begierde und wird zu einem Cocktail, der mich langsam vergiftet. Auch als mein Großer mir den Hintern versohlt und – erst zaghaft, dann doch heftiger – an meinen Zügeln zieht, verstärkt es nur wieder den unbändigen Wunsch, ihn ganz in mir zu spüren. Jeder Schlag ist eine kleine Explosion, die durch meinen Körper zuckt. Der Schmerz ist willkommen, aber er ist nicht genug. Nichts ist im Moment genug. Ich brauche so viel mehr.

===== 06 =====

Mein Blick fällt auf die dunkelgrüne Olivenölflasche und meine Verzweiflung weicht einer sturen Entschlossenheit, die auch die gut gemeinte Warnung meines Spielgefährten vom Tisch wischt. Diese Flasche ist der Schlüssel zu dem, was ich will – was ich brauche. Ich habe keine Zweifel mehr, die Warnungen meines Riesen sind von meinem Dickkopf ins Nirvana gekickt. Ich werde bekommen, was ich will.

Ein wenig muss ich mich strecken, dann kann ich sie packen. Forsch richte ich mich auf und unterstreiche meinen Willen mit einem leicht knurrenden Unterton: ,,Ich … will es … Hier, nimm, das muss reichen. … Scheiß auf Prolaps!” Ich drücke ihm die Flasche in die Hand und lege im Hohlkreuz meine Stirn auf die auf der Küchenplatte gefalteten Hände.

Meine Stimme gleitet von einem Knurren, das keinen Widerspruch duldet, in einen vor Vorfreude weichen, aufgeregt vibrierenden Ton: ,,Schieb ihn mir rein, ganz tief, ich will Dich bis zum Anschlag spüren, Deine Eier an meiner hungrigen Pussy klatschen hören.” Der Gedanke an das, was gleich passieren wird, lässt mein Herz schneller schlagen.

,,Samy …”, und seine Stimme stockt. Dieser Moment des Zögerns – er will mich beschützen, selbst jetzt, wo ich ihn um das Gegenteil bitte. Es rührt mich, aber ich lasse mich nicht umstimmen. Ungeduldig fahr' ich ihn jetzt giftig an, vielleicht kapiert es mein so überfürsorglicher Riese dann besser: ,,Du sollst meinen Hintern ficken … “ und ein Bild vom Dreh schießt mir ein, ,, … so brutal wie bei Nadine … mach es … “, und füge noch ein flehendes ,,... Bitte!”, an.

Die Szene mit Nadine, in der er sich so brutal in ihre Hinterseite hinein gehämmert hat, läuft in Zeitlupentempo vor meinem geistigen Auge ab. Ich spüre sogar ihre Nägel, die sich in mein Knie gebohrt haben, und die Tränen, die auf meinen Bauch gefallen sind. Es sollte mich eigentlich warnen, doch ich will es spüren – seinen Prügel tief in mir, wie er mich dehnt und aufreißt. Vor allem will ich mich selbst mit aller Intensität spüren.

Mein Herr und Meister zieht sich ein wenig zurück, bewegt sich nur mehr minimal, dann höre ich den Verschluss der Flasche knacken. Mein Körper spannt sich an, bereit dafür, dass er mir meinen Wunsch erfüllt. Jeder Nerv ist auf den Nullpunkt ausgerichtet, jede Faser angespannt.

Ein dünner Strahl mit Zimmertemperatur trifft auf mein Steißbein auf und läuft gleich in meine Pofalte. Das Öl ist wärmer als erwartet, fast schon angenehm. Es rinnt langsam, zähflüssig und hinterlässt eine glitschige Spur auf meiner Haut.

Yussof macht sich gleich eifrig ans Werk und verteilt das Öl in der ganzen Rinne. Ich spüre, wie es da hinten rutschig wird und arbeitet es jetzt mit zwei Fingern in meinen After ein. Immer wieder kippt er etwas von dem natürlichen Gleitmittel auf meinen Hintern. Die Dehnung ist spürbar, aber nicht unangenehm. Mein Körper gewöhnt sich langsam daran und öffnet sich vermehrt für die fast schon zärtliche Vorbereitung.

Begierig strecke ich meine vier Buchstaben so weit wie möglich in die Höhe und spüre den dünnen Rinnsal jetzt direkt am bereits etwas geweiteten Eingang hineinrinnen. Das Öl fühlt sich im Inneren eher kühl an, während es in mich hineinfließt. Stöhnend registriere ich einen dritten Finger, der mich weitet und an Tiefe gewinnt. ,,Jaaah, genau so … mach weiter, mein Großer.” Gleich bemerke ich den Druck seines Daumens in der Falte und den vierten Finger, der meinen Schließmuskel noch um ein verdammt gutes Stück weiter dehnt. Hechelnd hyperventiliere ich beinahe, um die doch nicht unwillkommene Peinigung mitzuhalten.

Auch wenn mich Sevil oft mit vier Fingern in die Pussy fickt und auch meinen rektalen Eingang weitgehend dehnt, die vier Finger von meinem Riesen sind dann doch schon ein anderes Kaliber. Der Schmerz ist scharf, aber nicht unerträglich. Er ist wie ein Feuer, das in mir brennt, und ich will, dass es sich ausbreitet. Mein Atem wird zum Keuchen, und er treibt mit jedem Eindringen unablässig das mediterrane Gold tiefer in meinen Darm.

Langsam gleitet mein Herr aus meiner schmatzenden Katze und nimmt noch reichlich von meinem Lustsaft mit. In Zeitlupentempo gleitet er meinen Damm hoch, als könnte er irgendetwas an mir zerbrechen. Ich spüre die Spitze an meinem offen klaffenden, braunen Eingang und wie sich YuYu noch zusätzlich Öl auf sein Szepter gießt und es einmassiert.

In entrückter Vorfreude baumelt ein Arm von mir zu meinem Schritt, und ich beginne, meine Perle zu massieren. Der Kontakt ist elektrisierend – eine kleine Ablenkung vom Geschehen, die mich auch ein wenig mehr vorglühen lässt. Leises Stöhnen presst sich aus meinen Lungen. Yussof umgreift meine Taille, ,,Bist Du Dir sicher, dass Du das möchtest? Es wird trotz Schmierung verdammt wehtun”, will er mich wohl noch einmal umstimmen.

Ohne die Möglichkeit, die Weiche noch mal herumzureißen, auch nur sekundenlang zu überdenken - geschweige denn in Betracht zu ziehen -, seufze ich mit geschlossenen Augen, ,,Ja, … reiß mir den Arsch auf. … Ich will alles spüren … Ich brauch das jetzt!”

Grummelnd gibt sich mein Großer geschlagen. Er zieht seine Augenbrauen hoch, während ein resignierender Ausdruck über sein Gesicht huscht, ,,Okay … bitte schön, aber Reklamationen dann ans Salzamt … Bei Drei …” Ein Grinsen über diese sarkastische Bemerkung kann ich mir beim besten Willen nicht verkneifen. Ich weiß diese letzte kleine Spitze – diesen Versuch, die Situation mit einer Prise Galgenhumor zu entschärfen – zu schätzen. Aber es ändert nichts an meiner Entschlossenheit. Sein Griff umschließt eisern meine Taille. ,,Eins …”, und er stößt unvermittelt zu.

Der Schmerz ist wie ein Blitz, der durch meinen Körper fährt. Er ist weißglühend, allumfassend, und für einen winzigen Moment denke ich, dass ich sterbe. Sofort wird mir schwarz vor den Augen, und ich höre mich selbst wie durch Watte schreien, ,,Scheeeeeeeeeeisssseeeee … verflucht … noch eins.”, Tränen schießen mir aus den Augen. Ich japse hochtönig und abgehackt nach Luft, ,,Hngh! … Hngh! … Hngh!” Ich verbeiße mich in meinen Unterarm.

Aber dann – dann kommt die Wärme, die Hitze, die sich ausbreitet, die alles andere verschlingt. Das ziehende Weh auf meinem Arm ist ein willkommener Kontrast zu dem sich im Hintern verbreitenden Lauffeuer – ein kleiner Anker in der Realität, während ich im Strudel der Empfindungen zu versinken drohe. Meine Zähne graben sich in meine Haut, aber ich spüre es dennoch kaum. Alles ist überlagert von diesem einen Gefühl, das mir mein Großer da hinten, in mir, schenkt. Stöhnend fährt der angesammelte Atem durch meinen Kehlkopf, ,,Mmmmmmmmmmnnnnnnnnggghjaaaaaah”.

Yussof gibt mir Zeit, bis ich wieder halbwegs normal atmen kann. Ich habe das Gefühl, als würde er bereits ganz in mir stecken. Ich will, dass er sich bewegt, aber ich bin auch dankbar für die Pause – für die Chance, mich an diese Dimension des Schmerzes zu gewöhnen. Mein Körper bebt, aber ich halte dennoch tapfer durch. Tränen laufen mir heiß über die Wangen, und mit schluchzender Inbrunst flüstere ich: ,,Das … war … heftig.” Und im selben Moment bemerke ich mit einem kurzen Stocken in meinem sturen Keuchen, dass er noch gar nicht bei meiner ersten Biegung angekommen ist.

Vorsichtig gleitet er aus mir heraus, und gleich darauf spüre ich, wie mir Öl in den Darm fließt. Das Öl fühlt sich diesmal noch kühler an, fast schon erfrischend. Es füllt mich aus und bereitet mich auf das vor, was unerbittlich kommen wird. Ich weiß, dass es gleich noch mehr wehtun wird. Aber ich will es weiterhin, und ich werde diesen Weg stur bis zum bitteren Ende gehen.

Er setzt meinen Herrn wieder am Rektum an, und wie bei Nadine fragt er mittels Fingerdruck. Ich nicke und schnaufe: ,,Weiter … genau so, weiter.” Ich platziere meine Zähne wieder auf meinem Unterarm, ziehe scharf Sauerstoff in meine Lungen und halte den Atem an. Der Biss in meinen eigenen Arm ist eine Verankerung – ein letzter Versuch, die Kontrolle nicht vollständig zu verlieren, während ich mich gleich in die vollkommene Hingabe stürze.

Der Schmerz, wenn sich meine Zähne in meine Haut graben, ist eine winzige, der Situation bei Weitem nicht gerecht werdende Andeutung für das, was folgt. Mein Herz hämmert, jeder Schlag gleicht einem Donner in meiner Brust. Ich weiß, dass es wehtun wird. Ich weiß, dass ich gleich schreien werde, aber ich will keine einzelne Sekunde davon vermissen.

Ein fester Griff, der mich kurz zurücksetzt, um Schwungdistanz aufzubauen, und ein unmenschliches Zupacken – dann reißt er mich zu sich und stößt gleichzeitig zu. Die Welt explodiert unmittelbar in tausend Splitter. Mein Hals ist wie zugeschnürt. Mit aufgerissenen Augen starre ich nach oben zu den Oberschränken, ohne sie wirklich zu sehen, und bin unfähig, einen Laut von mir zu geben. Die Stille ist ohrenbetäubend – ein Vakuum, in dem ich gefangen bin. Mein Körper schreit, aber mein Mund bleibt stumm.

Erst als ich einen festen Klaps auf meinem Hintern spüre, befreit mich ein schluckaufähnliches Ein- und Ausatmen von meiner Lähmung, ,,Scheeeißßßeeee … jaaaaaaaaaaah … weiter … weiter … weeeeeeeeiteeeer!” Mit abermaligem Luftholen, ohne auszuatmen, bereite ich mich auf die Begradigung meiner Innereien vor, die jetzt definitiv ansteht. Ein letzter Moment der Ruhe, bevor der Sturm mich endgültig verschlingt.

Meinem Riesen scheint es jetzt einerlei zu sein. Er folgt meiner Aufforderung, die ich ihm entgegengeschrien habe. Wieder ein Griff, der mir die Taille abschnürt – seine Finger sind wie Eisenketten, unnachgiebig und besitzergreifend. Mit einem kurzen, aber unerbittlichen Schwung überwindet der dicke Prügel meine trainierte Biegung, deren ploppartiges Nachgeben ich normalerweise so liebe. Aber diesmal ist es nicht ‘normal’, sondern gewollt brutal.

Heftig fährt mir ein Stich in den Bauch, als würde ein glühendes Messer durch mein Inneres fahren. ,,Auuuuuuuuuuuaaaaaaaaaaaaaaaa … Scheeeeeissseeeee … tut … das … weh!!” - Ich schreie mir die Seele aus dem Leib. Ich beginne zu schluchzen, Rotz schießt mir aus der Nase und vermischt sich mit dem Wasserfall aus Tränen, die in Strömen über meine Wangen fließen. Ich bin ein einziges Chaos aus Schmerz und Lust – eine wandelnde Wunde, die ihre Heilung in Yussofs Füllung sucht.

,,Weeeeiii ….teeer …” - stockend und schmerzgeplagt stöhne ich die angestaute Luft hinaus und kann nur mit ganz kurzen, verschluckten Atemzügen meine Lungen wieder füllen. ,, Weeeei … teer, … fick … mich … Du Monster …”, rufe ich mit gesenktem Kopf zwischen meine Beine hindurch. ,,Hääärteeeer, … gib … alles! Reiß mir … den Arsch auf … fick … mich bis … es mir kommt … Bitteeeeeee!!” Meine Stimme überschlägt sich in den schrillsten Tönen.

Endlich spüre ich seinen Hodensack an meiner Spalte. Die Erleichterung ist bittersüß – er ist endlich ganz drin. Einfach nur geil, aber noch fehlt der besiegelnde Kick. Ein kräftiger Griff in meinen Schopf, die andere Hand schlägt auf meine Pobacken ein, und es folgt ein gnadenloser Ritt. Jeder Schlag seiner Hand auf meiner Haut ist ein eigenes kleines Feuerwerk, das meine Nervenenden zum Glühen bringt.

Wie eine rossige Stute reitet er mich jetzt zu und gibt mir, was ich brauche. Längst hat sich mein Hirn ausgeklinkt, und ich pendle zwischen schmerzgeplagten Ausrufen und ekstatischen Anfeuerungen. Meine Finger auf meinem Knöpfchen wirken wie fremdgesteuert und haben den Turbo-Modus eingelegt. ,,Yeeeeeahaa … aaaauuuuuuuu … weeeiii … teeer … schne … llaaaahhhaaa …!” Mehrere Schluchzer stolpern aus meinem Mund, als würde mein Körper versuchen, die überwältigende Flut an Empfindungen zu verarbeiten. ,,Fiiiick … miiiich … hääärt … aaaaahhhaaa .. auuuuu!!”

Ein Dampfhammer ist gegen Yussofs Prügel ein Lercherlschas - wahrhaftig ein Nichts. Mein Körper wird herumgeschleudert, der Kopf wippt im Takt der Stöße, geführt vom unnachgiebigen Griff in meinem Haar. Ich bin nichts weiter als eine Puppe, ein Fickloch, ein Spielzeug für seine Lust, und ich liebe es. Diese vollkommene Unterwerfung, dieses Ausgeliefertsein, ist in seiner Art befreiend – etwas, das ich so bis heute nicht gekannt habe.

Geraume Zeit schon habe ich den Halt an der Küchenzeile verloren. Ich kralle mich stattdessen an meinen Brüsten fest und jage mir meine scharfen Nägel ins Fleisch. Der Schmerz in meinen Brüsten ist ein willkommener Kontrapunkt zu der Qual in meinem Inneren – ein Echo, das mich daran erinnert, dass ich noch atmen soll.

Meine Innereien sind neu geordnet. Yussofs Hodensack muss bereits triefend nass von meiner schlabbernden Pussy sein und klatscht an meinem Schritt im Takt Beifall.

,,Ooooooohhjaaaaaa … jaaah … jaaahhhhhaaa.” Derweil überrollen mich mehrere Orgasmen, die sich wie in Etappen durchgeführte Stampeden anfühlen. Immer wieder trampeln neue Herden mein Innerstes nieder und drängen mich an eine tiefe Klippe, wo ich mehrmals für wenige Sekundenbruchteile sogar mein Bewusstsein verliere. Diese kleinen Tode – sie sind wie ein Versprechen auf etwas noch Größeres, etwas, das ich noch nie zuvor erreicht habe.

Doch mein Großer holt mich mit seinem Monsterschwanz immer wieder zurück in die Realität, denn auch er kennt jetzt kein Halten mehr. Sein Trieb hat sich längst dem meinen angepasst und deckt mich wie ein Zuchtbulle. Wir sind gefühlt zu einem einzigen, triebgesteuerten Wesen verschmolzen, das von einem Höhepunkt zum anderen hetzt.

Mein Stöhnen und Jauchzen hat sich auf ein verhaltenes ,,Nngh … nngh … nnngh” minimiert, das mir mein Herr mit jedem kraftvollen Vordringen aus den Lungen presst. Meine Stimme ist weg, aufgebraucht in den Schreien der letzten Minuten. Zurück bleibt nur dieses keuchende Wimmern, das rhythmisch im Takt seiner Stöße aus mir herausgepresst wird.

Auch sein Finale ist gnadenlos. Für vier, fünf, sechs schwere Schwinger zieht er sich fast vollständig aus meinem braunen Kanal zurück – nur um mich gleich darauf vehement zu überrollen. Schwungvoll bricht er jedes Mal durch den Schließmuskel. Wie ein Rammbock jagt er die vielleicht achtzehn Zentimeter bis zur bereits weich massierten ersten Biegung. Bereitwillig lässt sie sich mit einem minimalen Ploppen begradigen. Danach gibt es kein Halten mehr – er stößt durch bis in die tiefste, dunkelste Tiefe meines Körpers. Ein unterarmlanges Monster, das sein williges Opfer ohne Gnade besteigt.

Mein Körper bäumt sich bei jedem seiner Rammstöße auf, während er Anlauf zum Abschuss nimmt. Er pflanzt seine gewaltige Entladung – die mir die Schädeldecke wegsprengt – tief in meinen Darm. Unser gemeinsamer Höhepunkt kracht schlagartig wie ein Donnerknall über uns herein – untermalt von seinem tiefen Brunftschrei und meinem kehligen, schrillen Aufschrei. Die Spermaschübe brettern derart kräftig in mich hinein, dass ich sie weit jenseits des frei gesprengten, aufs Äußerste gedehnten Bereichs spüre. Es ist, als würde er mich über den Magen hinweg bis zum Hals hinauf abfüllen. Als würde dieser krasse Erguss für immer ein Teil von mir bleiben.

Kraftlos drängt mich Yussof gegen die Kücheneinrichtung, wo ich fix und fertig meinen Oberkörper ablegen kann, während er sich schnaufend über mir abstützt. Die Arbeitsplatte ist kühl unter meiner heißen Wange – ein angenehmer Kontrast zu der Glut, die noch immer in mir lodert. Ich spüre jeden einzelnen Muskel, jeden Knochen, jede Faser meines Körpers, aber sie fühlen sich nicht mehr wie meine an.

===== 07 =====

Sein Gewicht auf mir ist schwer, aber nicht erdrückend – eher wie eine schützende Decke, die mich vor den Claudias der Welt da draußen bewahren könnte. Hinter mir spüre ich seine schweren Atemzüge, das Auf und Ab seines Brustkorbs, das sich nur langsam beruhigt. Wir sind beide erledigt, aber es ist eine gute Erschöpfung. Eine, die von etwas zeugt, das größer war als wir beide. Ein flüchtiger Gedanke schießt mir durch den Kopf: ‘Wie lange wird es dauern, bis wir das wieder tun?’ Aber ich verdränge ihn. Jetzt zählt nur noch die Stille, die sich langsam zwischen uns ausbreitet. Die Stille nach dem Sturm.

Meine Stirn auf dem Marmorimitat abgelegt, atme ich schwer in kurzen Atemzügen – und bin unfähig, mich zu rühren. Kurze Erdbeben lassen mich immer wieder zittern. Ich bin ein Trümmerfeld. Er hat mich mit seiner gewaltigen Wucht abgeschossen. Jetzt liege ich hier in tausend Scherben, und jede einzelne versucht, mit glitzernden Lichtreflexionen auf sich aufmerksam zu machen. Warum fühlt sich Zerstörung so verdammt gut an?

Mein rechter Oberschenkel zuckt, wie bei einem reflexartigen Nervenimpuls, unkontrolliert und reißt meine Hüfte mit, wobei sich dann auch die rechte Arschbacke verkrampft. Dieses Zucken will mich aufrütteln, mir und jedem anderen zeigen, dass noch sichtbares Leben in mir steckt. Es ist ein Echo von uns – ein Nachhall unseres Tuns.

Mit geschlossenen Augen spüre ich zufrieden die Füllung in meinem Hintern. Leise Seufzer entfahren mir, wenn sich mein pulsierender Meister aufbäumt und mich spüren lässt, wie sehr er sich in meinem Darm wohlfühlt. Diese Wärme, diese Schwere – es ist wie ein versenktes Geheimnis, das nur wir beide teilen. YuYu keucht mir heißen Atem auf die Schultern und scheint ebenfalls noch um Luft zu kämpfen.

Es ist beruhigend zu wissen, dass auch er von seiner Hingabe erschöpft ist. Dass ich nicht die Einzige bin, die bis ans Limit gegangen ist. Ganz langsam erhole ich mich wieder und kann es nicht lassen, meine Pobacken kreisen zu lassen. ,,Mmmmmh, tut das … gut. Bitte … bleib drinnen … lass ihn mich länger spüren”, säusle ich bittend. Ich will diesen Moment, der sich irgendwie heimelig anfühlt, festhalten – ihn in die Länge ziehen, bevor uns die Realität wieder einholt.

Ein Kuss auf meine Schulter, und er flüstert rau: ,,Ich möchte nirgendwo anders sein.” Die Worte meines Riesen kriechen mir seltsamerweise tief unter die Haut. Ist da etwas Wehmütiges – eine Sehnsucht verpackt? Nach einem kleinen Aufbäumen von meinem kampfesmüden, einschlafenden Herrn folgt ein Streicheln über meinen Nacken, den gesamten Rücken hinunter. Die warmen Fingerspitzen meines Großen zeichnen wieder eine Zeit lang bewundernd den Drachen von Juls nach, ehe sie sanft über die Hüfte zur Flanke und wieder hinauf bis zu meiner Achsel wandern. Ich schließe meine Augen und schnurre mit meinem Kätzchen um die Wette, so sehr genieße ich diese Zärtlichkeit.

Jede seiner Berührungen ist wie eine sanfte Entschuldigung und ein Versprechen, dass es in der Zukunft weitergehen wird. Sanft gleiten seine Finger nach vorne und umkreisen meine Brust in enger werdenden Kreisen, bis er die Brustwarze erreicht. Neckend zupft er daran, um gleich darauf zu meinem Bauch hinunterzufahren. Keck zeichnen seine Finger Muster auf meine Haut – als würden sie die sinnlichen Spuren dieses Moments einbrennen, den ich nie vergessen will.

Wohlig beginne ich mich zu strecken und richte mich ein wenig auf. Jede Bewegung ist eine kleine, süße Qual, die mich an das stürmische Erobern meiner Tiefen erinnert. Den Hintern fest an sein Becken geschmiegt, suche ich mit meinem Rücken den Kontakt zu seinem Oberkörper. Ich will seine Hitze fühlen, seinen Herzschlag - einen intimen Beweis, dass er fühlendes Fleisch ist. Genau wie ich.

Gurrend lasse ich mich von seiner Hand führen, die mich sanft bei meinem Vorhaben unterstützt. YuYu ist spürbar immer noch in einer leichten Hocke, wobei er sich bemüht, seine Hüften so wenig wie möglich anzuheben, um nicht aus mir herauszugleiten. Er kämpft gegen die unvermeidliche Schwerkraft. Der selbe Kampf, den auch ich führe – indem ich meine Beckenbodenmuskeln eisern anspanne, um ihn in mir gefangen zu halten.

Mein Herr, der pulsierend Wärme ausstrahlt, verliert langsam, aber doch, trotz meiner kontrahierenden Halteversuche, zunehmend an Härte. Dennoch ist es ein herrliches Gefühl, ihn weiter in mir zu spüren. Die Erschlaffung ist bittersüß. Ein sich hinauszögernder Abschied, der sich anfühlt wie eine sanfte, unaufhaltsam ansteigende Flut.

Jede noch so winzige kleine Bewegung lässt den Mix aus meinen Säften, dem Olivenöl und dem tief in mich gepumpten Sperma leise schmatzen. Geräusche, die mich innerlich vor einer mir eigentlich unbekannten Scham erröten lassen. Dennoch sind es ehrliche Töne, die das Leben nach dem Sex wiedergeben. Ich kann deutlich fühlen, wie sich mein schwächer werdender Meister immer noch gegen die ölgetränkten Wände meines Darms drückt. Er liegt schwer und satt in mir, während ein letztes, träges Pulsieren durch ihn hindurchläuft.

Diese letzten Regungen sind wie ein Flüstern: ‘Ich bin noch hier und ich war dir sehr, sehr nahe.’ Die Versuchung, ihn wieder zu erwecken, ihn wieder hart zu machen und ihn zum Weitermachen zu zwingen, flammt kurz auf – doch ich bin zu müde, um diesen Wunsch auch nur ansatzweise zu Ende zu denken. Das langsame, warme Erschlaffen in mir, getränkt vom mediterranen Gold, das unsere Verbindung so schlüpfrig und intensiv gemacht hat - es ist ein stiller, ehrfürchtiger Moment der Intimität. Ein Moment tiefster Zufriedenheit, in dem sich mein Meister meinen Wünschen und denen meiner Hoheit gebeugt und seiner Sklavin ihren geforderten Lohn bezahlt hat.

Zärtlich liegt eine seiner Hände auf meinem Bauch, während die andere sanft an meine Kehle und meinen Unterkiefer angelegt ist. Sein Daumen streichelt mich liebevoll von der Unterlippe über den Mundwinkel hinab Richtung Hals. Seine Berührungen sind wie Pinselstriche, an die ich mich gewöhnen könnte.

Dennoch schlummert die Grobheit in ihnen – jene rohe Kraft, die jederzeit in ein Würgen umschlagen könnte. Und ich würde es liebend gerne zulassen.

Meine Hände hingegen streifen über seine Oberschenkel, wo meine Fingernägel ganz leichte Spuren hinterlassen. Kleine, unscheinbare Ritzungen, die in wenigen Minuten wieder vergehen, ihm aber beweisen sollen, dass wir das alles nicht geträumt haben. Schnurrend lehne ich mich mit zurückgelegtem Kopf an seinen Oberkörper und spüre, wie sich seine Lungen füllen und sein Brustkorb hebt und senkt.

Fürsorglich greift er neben mir vorbei nach meinem Glas. Er hält es mir zuerst kühlend an die Wangen und lässt es dann tiefer zwischen meine Brüste wandern. Die Kälte ist ein willkommener Schock, der mich unbewusst aufschrecken lässt. Sie hält mich vom Einnicken ab, holt mich zurück aus der dösenden Umarmung.

Die Kühlung entlockt mir im Auftrag meiner erhitzten, verschwitzten Haut ein wohliges Seufzen. Sie lässt mich instinktiv mit dem Becken kreisen, während ich versuche, mich mit den Schultern noch enger an ihn anzuschmiegen.

Schließlich reicht er mir das Glas, damit ich meinen Durst stillen kann. Gleichzeitig greift er nach seinem eigenen, das er in einem einzigen Zug leert. Wieder kehrt sein ungezügeltes Verlangen an die Oberfläche – auch wenn es in diesem Moment nur auf eine eisgekühlte Coke fokussiert ist.

Langsam gleitet mein Gebieter immer mehr zum Ausgang. Er nimmt spürbar an Schwellung ab, was dem Gefühl der totalen Füllung jedoch keinen Abbruch tut. Die Leere, die sich ankündigt, macht mir schon jetzt Unbehagen. Verzweifelt kneife ich meine Arschbacken zusammen.

Die Säfte stauen sich spürbar an seiner Eichel. Mit jeder Bewegung meines Beckens schwappen sie deutlich in meinem gedehnten Schlauch von einer Wand zur anderen. Ein flüssiger Untergrund, der sich verführerisch anbietet, um das von meinem Meister gelöste und geförderte Material nach draußen zu befördern. Es fühlt sich ein wenig nach Durchfall an, der im Moment noch von einem Korken zurückgehalten wird. Seltsam, wie der Körper sprechen kann und die Grenzen zwischen Lust und Unbehagen verschwimmen lässt.

Der Durst ist übermächtig, wie auch mein Innerstes nach Kühlung verlangt. Ich fülle mein Glas nach und schnurre über meine Schulter zurück, ,,Möchte mein Großer auch noch etwas?”, provokant hebe ich die Flasche an und stupse mit meinem Hintern gegen sein Becken.

Ein kleiner Flirt, bevor die Nacht endgültig verrinnt. Ein letzter provozierender Versuch, ihn zu halten.

Er erwidert meine Hüftbewegung und stellt sein Glas vor mir auf der Küchenfläche ab, ,,Bitte, sei so nett.” Seine Stimme klingt rauchig, heiser, und doch schwingt auch in ihr die sich ankündigende Müdigkeit mit.

Nach wie vor hält mich Yussof an sich gedrückt. Er streichelt dabei meine Oberschenkel, wandert über meine Beckenknochen hinauf über den Bauch. Und genau in dem Augenblick, in dem ich einen großen Schluck nehme, drückt er mir etwas Eiskaltes unter die Brüste.

Erschreckt verschlucke ich mich, und der Hustenanfall erstickt mein ansetzendes Schimpfen im Keim. „Heeee..”, huste ich. ,,was …”, keuche ich, ,, …soll …der Sch…?“, huste ich erneut. Doch die Kühlung auf meiner erhitzten Haut wird schnell angenehm. Der Schreck verfliegt, und dieser unerwartete Überfall bringt mich inmitten all dieser Zerstörung zum Lachen. Vielleicht ist es seine Art, der Ernsthaftigkeit den Stachel zu ziehen.

Beidhändig streichelt mich YuYu und lässt den Eiswürfel über meinen Bauch, seitlich über meine Flanken zu meinen Lenden tanzen. Das Schmelzwasser rinnt mir über die Hüften – ein kühlender Segen zwischen all den wirren Gedankengängen.

Spürbar schwindet das Eis und hinterlässt sichtbare, kalte Spuren, die an mir hinunterrinnen. Die unerwartete Abkühlung tut so gut und lässt mich durch diese Zuwendung genießerisch die Augen schließen. Für einen Moment bin ich wieder nur ein Körper, der sich verwöhnen lässt - abseits aller Sorgen.

Bedauernd stelle ich fest, dass mich mein Gebieter jetzt wohl doch verlassen will. Ich will mich dagegen stemmen, aber ich weiß, es ist unaufhaltbar. ,,Nein. Noch nicht. Bitte.” Doch mein verzweifelter Ausruf ist vergebens. Mit einem feuchten Ploppen flutscht die Eichel aus mir heraus. Die Leere ist sofort unerbittlich da – und im selben Moment rinnt es mir schlagartig über die Schenkel hinunter.

Die Masse ist so gewaltig, dass Yussofs Erbgut, gemischt mit dem inzwischen mehr als körperwarmen Olivenöl, fast sturzbachartig aus mir herausquillt. Das ganze Ausmaß dessen, was wir getan haben, läuft aus mir heraus. Fluten, erhitzt durch die intensive Begattung und durchsetzt mit zähen Spermafäden, rinnen über die Innenseiten meiner Schenkel. Sie bedecken meine Beine bis zu den Sohlen mit einer fast goldfarbenen, warmen und schlüpfrigen Schicht. Als müsste es für jeden sichtbar sein, was geschehen ist.

Schnell nehme ich noch einen Schluck und stelle mein Glas ab. Instinktiv greife ich mit einer Hand an meine Rückseite, doch vergeblich – ich kann den Fluss kaum aufhalten.

Einem inneren Drang folgend drehe ich mich zu meinem Riesen um und gehe vor ihm in die Hocke. Der Ausfluss sucht sich nun einen neuen Weg und tropft direkt auf den Küchenboden. Meine andere Hand greift nach meinem von Öl und anderen Spuren gezeichneten Meister, der trotz seiner Schwächung immer noch imposant von YuYus Becken herabhängt. Er ist immer noch da, immer noch unübersehbar. Und er zuckt in meiner Hand.

Mit einem Eiswürfel, der sich beim Trinken in meine Mundhöhle geschummelt hat, revanchiere ich mich jetzt. Gierig nehme ich seine Eichel in den Mund. Die plötzliche Kälte lässt ihn erschreckt zusammenzucken – ein kleiner Triumph für mich.

,,Du gemeines Luder … Du hast vielleicht Ideen … mmmmh … mach weiter, das tut richtig gut”, brummt er mit einem verspielten Funkeln in den Augen.

Schelmisch lächelnd sehe ich zu ihm hinauf, und sein Blick verrät mir, dass ich alles richtig mache. Ihn zu überraschen, ihn zu reizen – das ist pures Elixier. Mein Griff umschließt seine Wurzel, und ich lasse meine Zunge wie auch die Lippen über meinen braven Glücksbringer tanzen. Ich säubere ihn, liebkose ihn. Ich möchte ihm einen letzten Dienst erweisen, bevor er gehen muss.

Bemüht sauge und küsse ich jeden zähflüssigen Tropfen von meinem Herrn ab. Es schmeckt nach Oliven und frisch gemähtem Gras, gemischt mit der leicht salzigen Bitterkeit seines Spermas und den herben Rückständen meines eigenen Darms. All diese Geschmäcker – sie sind die Essenz dieser Nacht und ich will keinen einzigen davon verschwenden. Ich lecke und nuckle ihn komplett rein, damit er wieder sauber und trocken verstaut werden kann.

Während mein Darm nach wie vor zähflüssige, fädenziehende Rückstände aus sich herauspumpt und hinter meinen Zehen den Küchenboden versaut, genießt Yussof sichtlich meine Bemühungen.An der Küchenplatte abgestützt, seufzt er immer wieder leise vor sich hin.

,,Mmmmh …. Jaaah … Am liebsten würde ich Dich gleich wieder mitnehmen und … “

===== 08 =====

,,Sicher nicht, … nur in Deinen Träumen”, unterbricht Sevils energische Stimme plötzlich seine Schwärmerei. ,,Das ist MEIN Glitzerhase. … Genügt schon, dass Du sie so zum Schreien bringst, dass jetzt wahrscheinlich das ganze Haus munter ist.”

Heiser grüße ich durch Yussofs Beine in Richtung meiner Schnucki. ,,Guten Morgen, Kontes. … Verzeih uns bitte, falls wir Dich geweckt haben.“ Ich will mich schon aufrichten, um auf sie zuzugehen, doch Sevil stoppt mich sofort.

,,Bleib, wo Du bist, und mach erst Deinen Meister fertig. Danach ist immer noch Zeit. Aber rutscht mal zur Seite, damit ich uns einen Kaffee ziehen kann!”

Sie kommt auf uns zu und stupst mich mit einem Knie sanft an der Schulter. Wie immer hat sie die Kontrolle. Und ich bin dankbar dafür. Ihre Gelassenheit ist beruhigend – sie macht kein Drama daraus.

YuYu ist ein wenig neben der Spur – hauptsächlich wohl deshalb, weil Schnucki im Eva-Kostüm in die Küche gekommen ist. Ohne den Blick von ihr lassen zu können, fragt er schüchtern: ,,Meister? … Ich bin’s, Yussof.” Seine Verwirrung über ihren resoluten, aber splitterfasernackten Auftritt ist fast schon niedlich.

Ich muss grinsen, während ich nebenbei weiter den lustbringenden Prügel reinige. Ich überlasse es Sevil, ihn über unsere Hierarchie aufzuklären.

,,Du bist nicht gemeint”, sagt sie, während sie zwei Tassen unter den Kaffeevollautomaten stellt. ,,Neben mir ist Dein Schwanz ihr Meister. Das hat aber nichts mit ihrer Zuneigung zu Dir zu tun. Wenn ich jetzt Chris zu uns in die Küche holen würde, wäre auch sein Schwanz ihr Gebieter – wobei ich, Samy betreffend, über euren Anhängseln rangiere.” Mein Körper gehört vielen. Aber mein Herz? Eindeutig meiner Kontes und meiner Familie.

Sie lässt diesen Satz für YuYu erst mal sacken.

Dann schockiert sie ihn neuerlich. Ich sauge gerade seine Eichel tief in meinen Mund, um mit der Zunge seinen Kranz von teils zähen Rückständen vom Herausziehen zu säubern, als meine Liebste nachlegt.

,,Auch wenn Du es jetzt nicht glauben magst: Neben Samys Papa, der mein Lehrmeister ist, bin ich ihre Kontes. Und genau wie bei ihr ist auch für mich jeder Schwanz mein Meister.”

Sie deutet auf den Vollautomaten: ,,Auch einen für Euch?” Ganz wie es für eine resolute Kontes gehört, zeigt sie klar auf, wer hier etwas zu sagen hat, während wir als Sklavinnen auf Zeit unser Dasein fristen.

Mein Großer starrt sie mit geöffnetem Mund an und kann nur sprachlos nicken, während ich kurz von ihm ablasse und für uns beide antworte, ,,Ja, bitte, Kontes, das wäre sehr lieb von Dir. YuYu kann sicher einen vertragen, bevor er wieder fahren muss – leider”, und schlecke gierig über seinen Hodensack. Ein letztes Aufschieben des Abschieds meinerseits.

Um mich zu steuern, oder vielleicht auch nur instinktiv, greift mir mein Riese ins Haar und zieht mich sanft an die Stelle hinter seinem Hodensack, wo ich meine Zunge weiter tanzen und schlecken lasse.

,,EYVAH! Ne yaptın sen? Saçlarına ne oldu?”*, schreit Sevil plötzlich auf, ,,Çıldırdın mı?”**

Ihr ohrenbetäubender Aufschrei ist wie ein Peitschenhieb für mich. Er lässt mich erschrocken zusammenzucken und instinktiv die Arme zum Schutz anheben.

Schnell reißt YuYu seine Hände in die Höhe, um sie zu beruhigen: ,,Bu onun suçu değil! Sie war betäubt, Claudia hat ihr, während sie bewusstlos war, die Haare rasiert. Wirklich, es war ein Missverständnis bei den Konditionen.”***

(*Oh Nein! Was hast Du getan? Was ist mit deinen Haaren passiert? **Bist Du verrückt? ***Sie kann nichts dafür.)

Vorpreschend will er mich verteidigen, doch das Wort ‘Missverständnis’ schnürt mir kurz die Luft ab. Fahrig spucke ich den gerade liebevoll umsorgten, tischtennisballgroßen Hoden aus und gifte zu ihm hinauf, ,,Spinnst Du?! Missverständnis? … Echt jetzt?! … Missverständnis? Die Schlampe hat mich ausgenutzt! Mich verstümmelt, während ich mich nicht wehren konnte, weil ich im Koma lag! Auf welcher Seite bist Du eigentlich?!” Die hochschnellende Wut schießt mir zu Kopf und killt die Zärtlichkeit der letzten Minuten mit einem Schlag.

Yussof weicht mit einem Schritt von mir zurück. ,,Sorry, so war das nicht gemeint. Ich meinte, dass sie … dass Du … Du weißt schon … dass sie die Grenzen überschritten hat, die Du ihr leider nicht klar aufgezeigt hast.” Er schaut mich verzweifelt an. ,,Oder?”

Sein Blick wird bittend. ,,Was aber stimmt, ist, dass Claudia zu weit ging. Das hätte sie nicht tun dürfen, das ist klar.” Um mich zu besänftigen und meine Verärgerung so klein wie möglich zu halten, rudert er im Rekordtempo zurück.

Sevil schnaubt ihre Wut durch die Nase: ,,Wer ist Claudia?” In ihrem Blick lodert förmlich das Fegefeuer.

Hilflos schaut mich mein Riese an, ,,Willst Du es ihr nicht erzählen? Ich war ja schließlich nicht dabei.” Er will mir die Bühne überlassen – was mir nur recht ist –, um schleunigst aus Schnuckis Schusslinie zu geraten.

Langsam erhebe ich mich aus meiner Hocke. Ich greife nach einer der gefüllten Tassen und reiche sie meinem Riesen als stumme Geste des Verzeihens. Er nimmt sie dankbar an und setzt sich auf einen der Esszimmerstühle, um ein wenig aus der unmittelbaren Reichweite von uns beiden Mädels zu sein.

Er wirkt ein wenig geknickt, während er sich die Geschichte nun zum zweiten Mal anhört, die ich Sevil von meiner Ankunft in Linz an erzähle. An die Küchenzeile angelehnt, die Tasse in der Hand, hört mir meine Kontes geduldig zu – auch wenn ihr unverkennbar anzusehen ist, dass sie das Wesentliche um den Haarschnitt zuerst hören möchte.

YuYu fragt stumm dazwischen, indem er vielsagend seine Zigarettenschachtel zeigt. Ich nicke beiläufig. Weil ich ihn nicht völlig nackt auf den Balkon schicken will, reiche ich ihm eine Untertasse als Aschenbecher. Es sind kleine Gesten der Normalität, die mich während dieser emotionalen Erzählung auf dem Boden halten.

Schnell füllt sich die Küche mit blauem Qualm, und Sevil scheint von meinen Worten derart aufgewühlt zu sein, dass sie sich zur Beruhigung ebenfalls einen Glimmstängel schnorrt.

An der Stelle mit dem Vertrag für den Pornodreh und der Übereinkunft für die nachfolgende horizontale ‘Dienstleistung’ wühle ich emotional in meinen Erinnerungen, während ich die zehntausend Euro aus meiner Handtasche fische. Auch die fünfzigtausend lege ich als Anschauungsmaterial auf den Tisch, als ich von Willi erzähle, der mich größtmöglich entschädigen wollte.

Die Geldbündel liegen nun wie Beweisstücke auf dem Küchentisch und werden von den beiden nicht weiter beachtet. Ein flüchtiger Blick darauf lässt eine kleine, schmerzhafte Unsicherheit in mir aufflackern – ‘Bin ich so weit gesunken, dass alles an mir käuflich ist?’

Ganz ihrer Natur entsprechend erweist sich Sevil als eine gute, geduldige Zuhörerin. Ohne ein einziges Mal dazwischenzufragen, wartet sie, bis ich zum Schluss komme.Am Ende der Geschichte blitzen Sevils Augen gefährlich hinterhältig auf. Ganz so, als schmiede sie bereits einen Plan.

,,Du hast recht, das ist bei Weitem nicht genug, um diese Schlampe freizukaufen. Die wird sich noch wundern. Mir schwebt da spontan schon einiges vor, was dieser Kaltak* zustoßen könnte.” (*Schlampe)

Ich sehe die unbändige Rachelust in ihren Augen funkeln. Es ist ein unausgesprochenes Versprechen. Ein dunkles Lied, das mich mitreißt – bereit, am Feuer einer Opferung den Kriegsgöttern zu huldigen und mich im Kreis tanzen zu lassen.

,,Tut mir leid, was Dir passiert ist … “, ertönt plötzlich Chris’ ruhige Stimme. In Boxershorts kommt er durch die Verbindungstür zum Wohnzimmer, die Sevil wohl nicht ganz geschlossen hat, ,,... aber das besprecht ihr bitte ohne meine Anwesenheit. Alles muss ich nun wirklich nicht wissen …“

Er geht auf Schnucki zu, nimmt den von ihr gereichten Kaffeebecher entgegen und küsst sie sanft auf die Lippen. ,,… Danke. … Allein schon um euretwillen möchte ich es nicht wissen.”

Sein Blick streift erschrocken YuYus Gemächt, und er murmelt kaum hörbar, ,,Oida … so … groß.” Seine Reaktion wirkt unbeabsichtigt urkomisch in dieser knisternd aufgeladenen Küchenatmosphäre. Verlegen lächelt mein Großer und flüstert schon beinahe, ,,Danke.”

Ich ergänze süffisant, ,,Und megageil und heftig obendrein. Aber Du bist auch gut beinander und kannst einer Frau viel Spaß bereiten”, und greife versöhnlich auf die Beule, die sich in seiner Boxershorts abzeichnet. Mein kokettes Spiel bringt ihn zum Zucken, das deutlich durch den Stoff zu spüren ist. Diese unfreiwillig aufgelockerte Situation zaubert jedem von uns, mehr oder weniger, ein Schmunzeln auf die Lippen. Stolz, die Stimmung ins Positive gekippt zu haben, lächle ich zufrieden.

Yussof ist mit seiner mittlerweile zweiten Zigarette fertig und erhebt sich; der unvermeidbare Abschied ist wohl gekommen.

,,Nun … langsam muss ich los, möchte vorm Drehtag vielleicht doch noch die eine oder andere Stunde Schlaf bekommen. Es sind doch knapp eineinhalb Stunden, wenn man gemütlich fährt.”

Wieder von meiner anfänglichen Wut über seinen unbedachten Kommentar besänftigt, gehe ich die zwei Schritte auf ihn zu. Ich klammere mich an seinem Genick fest und ziehe sein Gesicht zu mir hinab auf Kusshöhe.

,,Danke fürs Heimbringen, die Einladung ans Set und … ja … das eben war einfach tierisch geil. Wenn Claudia nicht am Set ist, würde ich mich über eine weitere Einladung sehr freuen.”

Ich küsse ihn sanft und fordere mit meiner Zunge einen kurzen Tanz, den er mir leidenschaftlich erwidert. Ein Kuss wie ein Versprechen auf Wiederkehr.

Von mir gelöst, schaut er mir tief in die Augen, ,,Werde sehen, was ich für Dich einrichten kann. Ich glaube, Antonio wird sicher zusagen. Ohne Claudia wird er Dich zwar wahrscheinlich im Film nicht mitwirken lassen, schätze ich, aber Zaungast ist sicher drin. Egal … Ich geb' Dir einfach Bescheid.” Seine Worte sind zwar vage, aber sie geben mir Hoffnung. Zufrieden nicke ich zur Bestätigung.

Während YuYu sich anzieht, hole ich die Begrüßung bei Schnucki nach und drehe mich freudig zu ihr und Chris um. Sevil stellt beinahe gelangweilt ihre Tasse ab und zieht mich zu sich, in dem sie mir ins Genick greift. Die Willkommensumarmung ist herzlich, der verliebte Zungenkuss ist innig, geradezu ein wenig frech und lockend verspielt, und Yussofs Geschmack stört sie nicht im mindesten.

Jedoch hält sie mich dann doch auf Abstand, greift mir kopfschüttelnd an die rasierten Stellen, und fährt mir mit den Fingern als Kamm, begutachtend durch den verbliebenen Rest. Sie verkneift sich jedoch jeglichen Kommentar dazu und lässt mich auch auf ihrem Gesicht keinerlei Gefühlsregung erahnen. Nach einem weiteren Kuss deutet sie kopfnickend auf YuYu und lässt mich wissen: „Wir reden nachher.“

Gleich darauf greift sie zu ihrer Kaffeetasse und lässt, zu Chris gewandt, ein hörbares: „Kinder, tz“, fallen. Ihr Besuch knufft ihr daraufhin, sich ein Lachen verkneifend, in die Seite, und Schnucki beginnt zu grinsen. Ich denk mir nur 'Na warte du freches Luder!' – und bin doch um ihre zeitweiligen Flaxen froh, die mir schon oft miese Laune in Sonnenschein verwandelt haben.

Mein Riese ist relativ flott fertig. Er verabschiedet sich erst zaghaft bei der nackten Sevil mit einer Umarmung, bei Chris mit einem unverbindlichen, höflichen Handschlag. Zu mir gewandt, schaut er mich bittend an – und ich gehe, von einem Klapps meiner Kontes auf meinen Arschbacke vorwärtsgetrieben, wie es sich für eine Gastgeberin gehört, mit ihm zur Wohnungstür. Die letzte Etappe seines Aufbruchs lässt sich nicht mehr aufschieben.

Mit einer weiteren Umarmung und Schmuserei auf Zehenspitzen verabschiede ich ihn und gebe ihm noch einen Auftrag mit auf den Weg, ,,Lass Nadine schön grüßen. Und melde Dich, wenn Du gut angekommen bist. Und überhaupt jederzeit, wenn Du Lust hast.”

Die eindeutige Zweideutigkeit im Hinterkopf, lange ich mit festem Griff nach seinem ‘Kleinen’. Ich knete ihn ein wenig, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen. Eine klare Nachricht für meinen Meister, wie auch seinen Träger, das hier Geschehene keinesfalls zu vergessen.

Ein zärtliches Streicheln auf meiner Wange begleitet seine Worte, ,,Werde ich. Und hoffentlich bietet sich bald eine Gelegenheit für ein weiteres Treffen.” Seine Hand ist warm. Sie erzeugt augenblicklich eine tiefe Sehnsucht, die vorerst unbefriedigt zurückbleiben muss.

Das Trennen aus der Umarmung fällt ihm sichtlich schwer, weshalb ich den führenden Part übernehme, ,,Jetzt geh schon, mein Großer. Und pass auf Dich auf, damit wir uns bald wiedersehen.” Ich greife nach der Klinke und öffne die Tür.

,,Du auf Dich auch, okay?”, flüstert mein Riese. Er dreht sich um die eigene Achse, tritt aus der Wohnung hinaus und bleibt im Flur noch einmal kurz stehen. Sein Zögern rührt mich zutiefst.

Ich nicke ihm bestätigend zu, ,,Mach ich, lass Dir keine Sorgenfalten wachsen. Du kannst mir ja jederzeit schreiben, wenn Du möchtest.”

Yussof nickt ebenfalls, und ich sehe ihm nach, wie er im Stiegenhaus verschwindet. Kurz blicke ich noch auf die jetzt leere Stelle, warte, bis ich die Haustür unten zufallen höre.

Dann schließt sich auch unsere Wohnungstür klickend im Schloss.

Stille.

Und dann bin ich ganz kurz noch allein mit meinen Gedanken. Ein Mix aus Gerüchen von Sex, Kaffee und Zigarettenrauch hängt schwer in der Luft, unterstreicht das dumpfe Wummern in meinem Unterleib wie nach einer durchtanzten, bassgeladenen Nacht. Das alles lässt die von Adrenalin und Endorphinen gepushte und durchfickte hohle Hülle am Boden zurück, während mein glückliches Sein sicherlich einen Meter über dem Boden schwebt.

Anstatt dass meine Finger über die frisch rasierten Haarstoppeln an meinen Sidecuts wandern, gleiten sie hinunter zu dem bittersüßen Schmerz an meines auslaufenden Anus.

Lächelnd wende ich mich wieder der Küche zu.

Fortsetzung folgt.



Teil 19 von 19 Teilen.
alle Teile anzeigen  



Autoren möchten gerne Feedback haben! Bitte stimmen Sie ab und schicken Sie dem Autor eine Nachricht
und schreiben Sie was Ihnen an der Geschichte (nicht) gefallen hat.
autor icon Fiktiv hat 3 Geschichte(n) auf diesen Seiten.
autor icon Profil für Fiktiv, inkl. aller Geschichten
email icon Email: jmb@sbg.at
Ihre Beurteilung für diesen Teil:
(Sie können jeden Teil separat bewerten)
 
Privates Feedback zum Autor senden:

Ihre Name:
Ihre Email: (optional, aber ohne kann der Autor nicht antworten!)
Ihre PRIVATE Nachricht für Fiktiv:

Abstimmen und/oder Private Nachricht an Autor schicken:


Alle Geschichten in "BDSM"   |   alle Geschichten von "Fiktiv"  





Kontakt: EroGeschichten webmaster Art (art@erogeschichten.com)
Datenschutz - Inhalte melden/entfernen lassen

Eroticstories.com: Sex Stories written in english