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Tischler x 2 (fm:1 auf 1, 18660 Wörter) [6/6] alle Teile anzeigen

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Veröffentlicht: Oct 17 2026 Gesehen / Gelesen: 323 / 258 [80%] Bewertung Teil: 9.50 (4 Stimmen)
Gescheiterte Ziele, Von der Nutte zur Abteilungsleiterin, Ein Jurist als verhinderter Werbetexter, weibliche Musketiere – eine für alle, alle für eine - , Wiedersehen mit einer alten Freundin, was wird mit Karin? Kommt Helena wieder in die Spur?


Ersties, authentischer amateur Sex


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Espada mal wieder etwas zu bewegen und jemand aus dem Club mitzunehmen. Andrea habe ich schon halbwegs versprochen, dass sie beim nächsten Ausflug dabei ist. Ob ich noch jemand mitnehme muss ich mal sehen. Wenn, dann müssen es schon zwei sein, denn eine allein würde sich hinten im Wagen bald langweilen.“

„Dann rufe doch gleich Dieter an, ob Andrea da ist.“

Das hatte ich zwar sowieso vor, aber warum mal nicht Helena ein Erfolgserlebnis gönnen…

„Gute Idee, Schatz, mache ich gleich.“

Gesagt, getan. Ich hatte auch gleich Dieter am Telefon. Es war ja noch früh am Vormittag. Ich hörte wie er aus der Wohnung zum Aufenthaltsbereich der Frauen ging und nach Andrea rief. Robert sei am Telefon. Unmittelbar darauf hörte ich wie eine Tür geöffnet wurde und eine mir gut bekannte Stimme rief „Robert? Will der mich zu einem Ausflug einladen?“

Robert gab ihr das Gerät, sie meldete sich. Ich kam gar nicht zu Wort.

„Fahren wir Montag, lädst Du mich zu einem Ausflug ein? Ja? Wohin?“

„Also, wenn Du mitkommen möchtest: ich mache Montag einen Ausflug. Wohin wird aber nicht verraten.“

„Und kommt noch jemand mit?“

„Bislang habe ich nur Dich eingeladen. Über andere habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.“

„Und wohin fahren wir?“

„Das wird vorher nicht verraten!“

„Bitte, bitte!“

„Wird nicht verraten. Ich hole Dich gegen 9 Uhr ab und freue mich auf den Ausflug.“

Helena hatte mitgehört, lächelte. „Dann können wir ja jetzt in die Firma fahren. Karin kümmert sich um Udo.“

Im Betrieb angekommen saßen wir noch gar nicht richtig im Büro als das Telefon klingelte. An der Strippe war Benjamin Maysert.

„Hallo, Herr Sierau, wir würden uns gern mal wieder mit Ihnen und Herrn Benz treffen. Wann haben Sie denn Zeit?“

Ich konnte mir zwar nicht vorstellen worum es bei dem Treffen gehen sollte – mit den Möbeln waren wir inzwischen deutlich vor Plan. Die Stationierung unserer Leute vor Ort hatte sich als Volltreffer erwiesen. Das Team funktionierte perfekt. Alle Vier waren auch mit sich selbst, den Kollegen und dem Arbeitsumfeld zufrieden. Die Arbeitsqualität wurde von Reiner und mir in unregelmäßigen Abständen überprüft, gab nie Anlass zu Kritik. Ich nannte einige Termine, die ich mir dafür freihalten konnte. Er wollte mit Reiner sprechen und mich dann zurückrufen.

Keine 30 Sekunden nach dem Ende dieses Gesprächs meldete sich das Handy erneut. Dran war nicht, wie ich unwillkürlich erwartete, Herr Maysert, sondern Silke Berndt. Es ging um das Oldtimertreffen. Sie hatte inzwischen mit diversen anderen Stellen Kontakt. Der Termin stand fest, war aber schon in ein paar Wochen. Allein über Mundpropaganda waren schon fast 200 Fahrzeuge angemeldet worden, darunter sogar welche von der Bundeswehr. In der nahegelegenen Kaserne wurden diverse museale Fahrzeuge von einer Hobbygruppe betreut. Die hatte einige Motorräder und Radfahrzeuge angeboten, darunter auch ein paar Lkw. Kettenfahrzeuge waren zwar ebenfalls vorhanden, sollten aber nach übereinstimmender Meinung nicht gezeigt werden. Die Berufsfeuerwehr der benachbarten Großstadt würde einige alte Fahrzeuge bringen, die zwar bereits ausgemustert, aber sogar noch einsatztauglich waren und voll aufgerödelt kommen würden. Der große Fahrzeughersteller dort hatte aus seinem firmeneigenen Museum ebenfalls einige Lkw angeboten. Insgesamt waren es bislang rund 30 Lkw, ebensoviele Motorräder, diverse Sportwagen sowohl aus deutscher als auch aus ausländischer Produktion, viele sogenannte Brot- und Butterautos aus den 50er bis 80er Jahren, etliche alte Straßenkreuzer aus den USA und dazu noch einige Superraritäten wie z.B. ein Melkus RS 1000, der einzige Straßensportwagen, der in der DDR gebaut worden war. Die wertvollsten Einzelstücke und alle Cabrios und Motorräder sollten in den ehemaligen Hangars gezeigt werden, die anderen auf den Flächen dazwischen. Die ehemalige Start- und Landebahn war mit einigen Zu- und Abfahrtstraßen als Paradestrecke angedacht wenn das eine oder andere Fahrzeug auf dem Ausstellungsgelände bewegt werden sollte und würde auch die Hauptverkehrsstraße sein für die Fahrzeuge, die durch die Seitentore auf das Gelände kommen würden oder die es beispielsweise als Rettungsfahrzeuge schnell verlassen können und deshalb dem unzweifelhaft vor dem Hauptzugang entstehenden Tohuwahobu ausweichen mussten. Platz für mehrere Caterer war in verschiedenen Gebäuden ebenso eingeplant wie einige Imbiss- und Getränkewagen draußen. Sanitätsdienste waren gleich mehrere eingebunden. Die Absicherung durch notwendige Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr war sichergestellt. Ein privater Wachdienst würde zusätzlich mit mehreren Kräften auch in der Nacht aufpassen.

Als wesentlichstes noch offenes Problem hatte sich wegen der Vielzahl der Anmeldungen auch von Ausstellern, die nicht einfach über Nacht heimfahren und am nächsten Morgen rechtzeitig wieder zurück sein könnten, die fehlenden Übernachtungsmöglichkeiten für diesen unerwartet großen Personenkreis herausgestellt. 100 oder vielleicht auch 120 Übernachtungen in den Häusern auf dem Flugplatzgelände wären machbar gewesen, denn es standen ja nicht nur mehrere Unterkunftsgebäude, sondern auch das ehemalige Stabsgebäude zur Verfügung. Aber deutlich über 200? Auch wenn die Soldaten, wie sie angeboten hatten, neben ihren Fahrzeugen im Zelt übernachten würden – es fehlten mindestens 100 Plätze! Alternativen bestanden mehrere:

- Die Absage für einen Teil der Anmeldungen wäre eine Riesenenttäuschung für die Hobbyfreunde und auch für die Freunde, die diese nur durch Mundpropaganda für die Veranstaltung interessiert hatten

- Unterbringung in nicht allzu weit entfernten Hotels. Aussichtslos, denn der Termin des Treffens war im Vorfeld interessierten Kreisen bekannt und verfügbare Hotelzimmer knapp geworden

- Übernachtungsplätze in der Nähe bei Freunden, Verwandten und Bekannten organisieren würde nur eine geringe Zahl ergeben, keinesfalls ausreichen

- Was nun????

Ich hatte eine Idee. Das Hotel der Mayserts sollte doch bald nach dem Termin des Oldietreffens eröffnen. Das ging aber nicht mit ungeübtem Personal. Also musste das schon einige Zeit vorher anwesend sein und trainiert werden. Ich bat Frau Berndt um ein paar Tage Geduld – vielleicht hätte ich einen Ausweg…

Abends lagen Helena und ich im Bett, schmusten noch miteinander, als mein Schatz mir den Schlafanzug auszog und die Hand in Richtung meines Kriegers führte. Sie war, was ich unter der Bettdecke nicht sehen konnte, nackt. Erfreut vielleicht wieder einen Schritt weiter zu kommen streichelte ich sie auch, zunächst nur am Rücken, dann auch an den Brüsten, bis ich die Hand nach unten weiterwandern ließ. Ihre Scheide war aber auch nachdem wir einige Zeit so zugange waren noch fast trocken. So ging es also nicht. Ich schlug die Bettdecke zurück, wollte mich zwischen ihre Beine knien, aber sie war schneller und legte sich in der 69 auf mich, nahm mein Glied in den Mund und fing an mich zu verwöhnen. Ich tat es ihr gleich, hatte aber bald zu kämpfen, dass es mich nicht entschärfte. Jetzt versuchte ich alle die Tricks, die sie früher beim reinen Lecken so oft blitzartig ins Nirwana geschossen hatten und wirklich – etwas zunehmende Feuchtigkeit wurde spürbar, ihr Atmen wurde lauter, sie fing an zu stöhnen und wurde plötzlich leise, saugte sich an meinem Glied fest, tat erst gar nichts, presste ihren Schoß auf mein Gesicht und kam! Endlich! Als sie wieder zu Atem kam gab sie mir den Rest, saugte den Schwanz tief ein, wirbelte mit der Zunge um die Eichel, bis der aufgab und spuckte. Sie schluckte offenbar den ganzen Segen, denn als sie sich wieder neben mich gelegt hatte waren beim Küssen keine Spermareste mehr im Mund. Es dauerte nicht lange und ich bemerkte, dass sie weinte.

„Ich wollte doch so gern endlich mal wieder richtig mit Dir schlafen, aber es geht nicht. Gut, wir hatten beide einen Orgasmus, aber das ist doch nicht das was wir beide möchten. Nur gut, dass Du den Ausflug mit Andrea schon fest gemacht hast. Hinterher im Club kannst Du Dich dann mit ihr richtig austoben.“

„Schatz, da haben wir uns doch schon oft drüber unterhalten. Im Club ist es nur Sex. Mit Dir ist es Liebe, auch wenn es noch nicht zum Vögeln gereicht hat.“

Im Betrieb kam ich endlich dazu mich um dessen Belange zu kümmern. Die Jungs waren fleißig dabei die Bausätze für das Hotel zu fertigen. Ich hatte in den letzten Tagen den Bauernschrank für Gerda und Charly fertig gemacht. Der sollte ausgeliefert werden. Heiner, meinen Altgesellen, angesprochen. Der war begeistert, endlich mal wieder Skat spielen. Gerda angerufen. Der ging es ebenso. Den anderen Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie am nächsten Tag auf den Tischen tanzen könnten, denn weder Chef noch Altgeselle seien im Haus. Kurz vor Feierabend rappelte nochmal das Handy. Dran war Herr Maysert senior. Er schlug übermorgen als Termin vor. Das war zwar ein Samstag, aber egal, er passte auch bei mir und wurde festgemacht.

Am nächsten Morgen beluden Heiner und ich den Lkw mit den auszuliefernden Möbeln. Der Schrank für Gerda und Charly kam als erstes rein weil er zuletzt ausgeladen werden würde. Neue Aufträge für die Restaurierung alter Möbel hatte ich nicht angenommen, wollte möglichst viel der betrieblichen Kapazität für das Hotel nutzen. Die einzelnen Ziele wurden angefahren, die Teile ausgeladen, die noch am Abend vorher geschriebenen Rechnungen überreicht und weiter ging es. Die gute Planung zahlte sich aus, denn pünktlich zur Mittagszeit fuhren wir auf den Parkplatz hinter dem Imbiss. Im Geschäft Charly angesprochen, der ging mit zum Auto, schloss den Hintereingang zu seinem Haus auf und sorgte dafür, dass wir das schöne Stück gleich auf seinen endgültigen Platz stellen konnten. Ich ging nochmal zum Wagen, nahm die Rechnung raus und gab sie Gerda als wir wieder in die Gaststube kamen. Die sah drauf und schüttelte den kopf.

„Da stimmt was nicht. Ich will Euch nicht übers Ohr hauen. Ihr habt die Kosten für die Restauration auf über 1000 Euro geschätzt und genau 1000 stehen auch hier drauf, habt also einen Preis unter Freunden gemacht. Danke dafür. Aber Ihr hattet auch die Kosten für Abholung und Lieferung mit jeweils etwa 400 geschätzt und die stehen hier nicht drauf. Da machtet ihr einen Fehler, könnt die Rechnung nochmal schreiben und uns zuschicken. Sie wird dann gleich überwiesen.“

Charly verschwand mit unserer Essenbestellung in der Küche. Gerda war nicht gerade leise gewesen und so wandten sich einige Köpfe der Skat- und Doppelkopfspieler an den Tischen in unsere Richtung.

„Gerda, da bist Du leider auf dem Holzweg.“

„Ich kann doch lesen und weiß noch genau was wir besprochen haben. Auf der Rechnung fehlen 800 Euro!“

„Kannst Du Dich erinnern was an dem Tag war als wir den Schrank abgeholt haben?“

„Na klar. Es war wie immer. Die Männer an den Tischen haben gespielt, Charly ist mit Euch nach hinten gegangen, Ihr habt den Schrank aufgeladen und dann haben wir auch gespielt bis Euer Essen fertig war.“

„Stimmt, genauso war es“ bestätigte ich sie. „Und was machen wir heute bzw. was haben wir gemacht?“

„Ihr habt den Schrank abgeladen, Essen bestellt und bis das fertig ist werden wir Skat spielen. Darauf freue ich mich schon lange!“

„Wir auch. Aber kommen wir mal zum Kern der Sache. Wir waren also zum Skatspielen hier, folglich privat. Dummerweise stand beim letzten Termin kein Pkw zur Verfügung. Also nahmen wir den Laster und wo der Schrank verladefertig und wir sowieso mit dem Auto hier waren wäre es doch dumm gewesen wenn wir den nicht mitgenommen hätten. Und heute waren wir wieder zum Skat verabredet, hatten aber eine Auslieferungstour für verschiedene andere Aufträge im Plan, die ganz zufällig auch bei Euch in die Nähe führte. Ob wir nun ein Teil mehr oder weniger aufladen ist egal. Zu den anderen Zielen sind wir aus beruflichen Gründen gefahren. Hier aber sind wir privat und was wir privat fahren können wir nicht als Abholung oder Anlieferung auf eine Rechnung vom Betrieb setzen. Das siehst Du doch wohl ein, oder?“

Gerda war total von den Socken. „Ihr, Ihr, …. Ihr schenkt uns einfach mal so 800 Euro? Das muss ich meinem Mann erzählen.“ Sie machte sich auf den Weg in die Küche, kam aber sofort wieder zurück, lachte sich fast schief.

„Charly hat mich gar nicht zu Wort kommen lassen und rausgeschmissen. Er hat zu tun und ich soll nicht immer drängeln. Gut, dann hört er eben die Überraschung nachher. Aber eines sage ich Euch: Ihr zahlt hier kein Essen, kein Getränk mehr! Das geht künftig alles aufs Haus, auch wenn Ihr mal mit mehr als zwei Leuten auftaucht. Und jetzt (sie langte hinter die Theke, ergriff die dort bereitliegenden Sachen) spielen wir erst mal!“

Für etliche Spiele reichte die Zeit bis die Essen kamen. Wir hatten beide Steaks mit Beilagen bestellt. War wieder richtig lecker. Während wir aßen erzählte Gerda die ganze Story bis dahin wo wir sie über so einige zufällige Ereignisse aufgeklärt hatten. Charly wollte das zunächst nicht glauben bis einer vom Nachbartisch meinte, dass alles so gelaufen wäre wie seine Frau es schilderte. Dann sprach er uns an.

„Sagt mal, haben die das richtig verstanden? Keine Transportkosten weil ihr privat hier gewesen seid? Ihr schenkt uns einfach so 800 €?“

„Es wurde richtig verstanden“ mischte sich Heiner nun ein. „Der Chef hat schon Recht. Man darf privat entstandene Kosten nicht als Kosten des Betriebs abrechnen. Und verschenken kann man nur etwas was man schon hatte oder worauf zumindest ein Anspruch bestand. Da der Betrieb aber dieses Geld weder hatte noch einen Anspruch darauf besaß konnte er es auch nicht verschenken. Außerdem wären es 400 pro Tour nur gewesen wenn wir extra wegen des einen Teils gefahren wären. So aber standen mehrere im Auto und da werden die Kosten natürlich auf die einzelnen Sachen aufgeteilt.“

„Trotzdem, Gerda, das hast Du richtig gesagt. Die bezahlen bei uns nie wieder etwas!“

Als Gerda das Geschirr abräumte kam einer der Männer vom Nachbartisch auf uns zu, sprach mich an. „Weißt Du, Gerda und Charly haben es nicht so dicke. Sie sind zwar ein Geheimtipp unter Fernfahrern und auch die Leute aus dem Dorf kommen gern her um zu essen oder mal ein Bier zu trinken, aber sie geben sich mit einer sehr kleinen Gewinnspanne zufrieden, mussten deshalb das Geld für die Reparatur des Schranks zusammensparen. Und dann kommt Ihr mit einer solchen Granate. Wenn ich das richtig verstanden habe waren die Kosten nur für die Instandsetzung doch auch höher geschätzt worden. Also habt ihr da auch noch was nachgelassen. Wir alle im Dorf haben die beiden gern, sind mit ihnen befreundet. Und wer unseren Freunden so hilft ist auch unser Freund. Wenn wir mal helfen können – bitte Bescheid sagen. Wir arbeiten hier fast alle haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft, haben nicht viel, aber das teilen wir gern mit Euch. Ein paar Trecker mit Anhänger können eine ganze Menge bewirken. Fast jeder Hof im Dorf hat ungenutzte Gebäude weil Ackerbau oder Viehwirtschaft aufgegeben oder eingeschränkt wurde. Da können bei Bedarf alle möglichen Sachen gelagert werden. Und wenn Ihr mal ein paar starke Männer braucht – hier sind genug. Es ist zwar weit bis zu Euch, aber wenn was sein sollte – sagt Bescheid!“

Mir wurde warm ums Herz. „Danke für das Angebot nicht nur für die Unterstützung im Bedarfsfall, sondern auch für die Freundschaft. Da kommen wir gern drauf zurück.“

Gerda war inzwischen wieder zurückgekommen, hatte alles mitbekommen.

„So sind die Leute hier im Dorf. Und was meint Ihr. Viele Brummifahrer sind auch unsere Freunde. Das wird sich rumsprechen. Ein Tischler, der nicht auf Gewinnmaximierung aus ist. Gut, so etwas wie hier ist ein Ausnahmefall und wird es sicher bleiben. Aber selbst wenn Ihr Eure normalen Preise abrechnet wissen alle, dass die richtigen Leute daran verdienen. Ihr werdet garantiert von Leuten Aufträge bekommen, mit denen Ihr bisher nie etwas zu tun hattet! Aber nun lasst uns nochmal dazu kommen weshalb Ihr hier seid. Ihr habt doch hoffentlich noch Zeit?“

Sie setzte sich, wir ebenfalls und Heiner mischte die Karten. Auch die anderen Gäste spielten weiter. Bei uns lief das noch rund zwei Stunden, dann hatten wir für diesen Tag genug Spaß gehabt, hörten auf. Das Ergebnis war eigentlich sekundär, denn wir lagen mit den Punkten alle dicht beieinander. Dummerweise hatte Gerda die Spitze, aber na gut, Ladies first. Aber Heiner war Zweiter und ich das Schlusslicht. Würde ich sicher in den nächsten Wochen wiederholt zu hören bekommen. Musste ich durch.

Die Nacht war kurz. Samstagmittag holte Reiner mich ab. Zusammen fuhren wir zu den Mayserts. Diesmal nutzten wir ein kleines Besprechungszimmer, denn außer uns beiden und den drei Chefs waren, obwohl der Samstag kein regulärer Arbeitstag war, auch die Sekretärin und – ich staunte - mein Sportfreund Heiner und Ilona (!) dabei. Mit ihr hätte ich nie gerechnet. Wie, in welcher Funktion, war die hier gelandet? Und die Sekretärin? Zu schreiben gab es nichts, zumindest nichts soweit wir wussten. Und warum wurde die rot als sie Reiner ansah, lächelte aber dabei? Echt komisch!

Der Senior begrüßte uns, stellte uns nun auch die junge Frau namentlich vor. Ellen Wiechmann. Sekretärin war für ihre Funktion untertrieben, obwohl sie mal als solche ins Berufsleben eingestiegen war, danach ein berufsbegleitendes Studium absolvierte, inzwischen eine steile Karriere hinter sich hatte und den gesamten Verwaltungsbereich des Konzerns leitete. Als Sekretärin war sie nur tätig wenn es sich um besonders vertrauliche und / oder wichtige Angelegenheiten handelte.

Der Seniorchef eröffnete die Gesprächsrunde indem er Ellen zunickte und während die nach nebenan ging sich bei uns bedankte. „Ich habe selten an einem derart teuren Geschäft soviel Freude gehabt wie an dem mit Ihnen beiden“ fing er an. „Mal ganz abgesehen davon, dass Ihre Leute prächtige Arbeit liefern und mittlerweile weit vor Plan liegen, haben Sie uns auch noch zwei neue Mitarbeiter beschert, von denen einer zwar noch nicht offiziell dazu gehört – die Gründe nenne ich Ihnen gleich -, die aber dennoch überraschende Erfolge erzielten. Einziger Nachteil ist, dass ich auf Dauer einer bewährten Mitarbeiterin ein deutlich höheres Gehalt zugestehen musste.“ Er blickte dabei demonstrativ zu Ellen, die einen Servierwagen schob, auf dem zwei (!) Torten sowie Geschirr und Thermoskannen standen. „Frau Wiechmann hat äußerst erfolgreiche Verhandlungen geführt. Zur Strafe musste sie eben gleich zwei Torten für heute backen, aber ich glaube, dass sie das sehr gern gemacht hat.“

Die nickte. „Aber so schwer waren die Verhandlungen gar nicht. Herr Maysert schlug was vor, ich war einverstanden. Damit war dann ja auch die eine zugesagte Torte fällig. Als ich hörte wir würden heute statt sechs acht Personen sein musste eine zweite her. Ich wollte die zwar auch machen, aber da war Ilona - Frau Schüller - schneller. Meine Freundin wollte sich auf diese Weise dafür bedanken, dass sie nicht nur ihren Schatz gefunden, sondern auch noch indirekt durch Sie beide einen Arbeitsplatz bekommen hat.“

Mir lief das Wasser im Mund zusammen, Reiner, so wie ich ihn kannte, sicher ebenso. Ilona musste gepetzt haben. Sie wusste, dass Heidelbeertorte und Schwarzwälder Kirsch meine Lieblingstorten waren. Von Reiner wusste ich wiederum, dass es ihm ebenso ging. Auf die entsprechende Frage bekam ich aber von ihr keine Antwort, sah nur ein breites Lächeln im Gesicht von allen drei Damen, sprach darauf Britta Maysert an. „Stecken Sie etwa mit den beiden unter einer Decke?“

Die Frauen lachten, sagte nichts. Benjamin Maysert stöhnte. „Das haben wir nun davon. Die Weiber halten zusammen wie Pech und Schwefel. Nur gut, dass mein Vater und ich in Heiner einen dritten Mann haben und halbwegs dagegenhalten können. Aber mit Ihnen beiden – wir können doch hoffentlich auf Ihre Unterstützung rechnen? – sollte es uns gelingen auch mal wieder die Oberhand zu bekommen.“

Reiner lachte. „Da habe ich wohl Glück gehabt, dass ich Sie nicht abwerben konnte, Ellen. Sonst hätten Sie sich mit meiner Frau zusammengetan und ich wäre verloren. Aber so können Robert und ich gern mal die Männerriege unterstützen. Wir sind ja nicht jeden Tag hier, da können die Frauen schon mal hin und wieder ein wenig Gegenwind vertragen.“

Alle lachten, hatten inzwischen auch ein Tortenstück auf dem Teller, Kaffee in der Tasse. Allgemeines Naschen setzte ein, dauerte einige Zeit bis sich nach und nach alle satt und zufrieden zurücksetzten.

Der Chef stand auf, holte einen Zettel aus der Tasche.

„Ich habe mir ein paar Stichworte notiert, damit ich nichts vergesse. Ad 1: wie vorhin schon erwähnt liegen Sie mit Ihren Mitarbeitern deutlich vor Plan. Wir werden das Haus spätestens zum vorgesehenen Termin eröffnen können, eventuell schon vorher. Stellenanzeigen sind geschaltet, die ersten Bewerbungen bereits eingegangen. Da das Personal vor der Eröffnung noch einige Zeit üben soll ist der Abschluss der Bewerbergespräche für Anfang kommenden Monats vorgesehen.

Ad 2.1: Sie haben uns den Kontakt zu Herrn Mauermann vermittelt. Schon als ich mit ihm während unseres letzten Treffens telefonierte war ich mir ziemlich sicher, er ist der den wir suchen. Wenige Tage später kam er zu seinem Vorstellungsbesuch, brachte seine Freundin mit. Ilona kannte ich aus dem Club, aber nur als dort tätige Prostituierte. Von anderen eventuell vorhandenen Kenntnissen oder Fähigkeiten wusste ich nichts. Allerdings war ich mit ihr als regelmäßiger Gast per Du, so dass sich fast eine Pflicht ergab auch Heiner gegenüber die vertrauliche Anrede zu wählen. Auch wir beide, Robert, duzen uns im Club, haben nur in dieser offiziellen Runde bislang davon Abstand genommen. Ich schlage vor, dass wir alle acht, die wir gerade so nett hier sitzen, zum Du übergehen.“

Reiner hob den Arm. „Ich bin ja wohl der Einzige, der – außer mit Robert und Ilona – mit allen noch per Sie ist, aber das hat soeben aufgehört. Ich mache gern mit, meine aber auf den Bruderschaftskuss verzichten zu können – auch wenn mit das bei Britta und Ellen wirklich schwer fällt.“

Die beiden sahen sich an, nickten, standen auf, gingen zum Stuhl von Reiner. Die eine drückte ihm wortlos einen satten Kuss auf die rechte, die andere auf die linke Wange, dann gingen beide wieder zu ihren Plätzen und setzten sich. Reiner bekam eine knallrote Birne, blieb stumm, alle anderen lachten lauthals los.

Fritz nahm den Faden wieder auf: Ad 2.2: „Mit Heiner wurden wir uns rasch einig. Ilona hatten wir nicht auf dem Plan. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass sie als gelernte Fotografin eine wertvolle Verstärkung unserer Werbeabteilung sein könnte und zudem ein Händchen für die Gestaltung und Betreuung unserer Website besitzt. So hatten wir gleich zwei hochqualifizierte Leute gewonnen.

Ad 3: Ilona wurde gleich eingestellt, Heiner – auf seinen Vorschlag hin – aber nicht. Er meinte, es wäre einfacher wenn er mit der rechtlichen Beratung der akuten Sachen per Einzelvertrag beauftragt würde – als Volljurist dürfe er das ohne eine Kanzlei zu führen – und uns im Erfolgsfall das vertraglich vereinbarte Honorar vom Verfahrensgegner erstatten zu lassen. Das wäre bis hin zu Verhandlungen vor Amtsgerichten möglich, weil dort kein Anwaltszwang bestünde. Auch im Vorverfahren bei höheren Streitwerten könne so verfahren werden. Erst wenn diese vor Landgerichten oder höher prozesshängig würden bestünde Anwaltszwang. Mit dem von Dir, Robert, damals mit der Vertretung Deiner Frau beauftragten Anwalt haben wir gesprochen. Er ist einverstanden und wird die Vertretung unserer Interessen vor Landgerichten und höher übernehmen, ist froh wenn er durch diese Absprache von Bagatellverfahren verschont bleibt.

Ad 4: Heiner hat festgestellt, dass der Verfahrensabschluss gegen den Einmietbetrüger gar keiner war. Das betreffende Schreiben des Amtsgerichts ist weder ein Urteil noch ein richterlicher Beschluss. Es handelt sich lediglich um die Information, dass der Typ amtsbekannt mittellos und eine Klage daher aussichtslos ist. Das kam aber erst heraus als Heiner von unserem alten Anwalt die Akte angefordert hat. Der hatte nämlich geschrieben, dass das Gericht das Verfahren eingestellt habe. Wir haben umgehend die Rechtsanwaltskammer informiert. Der Anwalt ist seine Zulassung los und musste wohl seine Berufshaftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, denn das mit Heiner vereinbarte großzügige Honorar haben wir natürlich ebenso eingefordert wie einen Teil des an ihn gezahlten Anwaltshonorars. Die Versicherung hat übrigens sofort gezahlt, der Anwalt ist seiner Zahlungspflicht bisher nicht nachgekommen. Die Sache liegt jetzt beim Amtsgericht.

Ad 5: Wie weiß ich nicht, aber er hat festgestellt, dass der Betrüger zwischenzeitlich geerbt hat und dem eine Zusammenstellung geschickt. Die Summe aus dem von dem Kerl angerichteten Schaden und dem als weiteren Schadenersatz eingeforderten Honorar des ersten Anwalts sowie der für diesen Fall mit Heiner vereinbarten Vergütung hat uns alle überrascht – außer Heiner natürlich. Irgendwie muss der Name unten im Schreiben mit dem Dr. jur. davor mächtig Eindruck gemacht haben. Jedenfalls hat der Mann keine Mätzchen gemacht und fristgerecht gezahlt.

Ad 6: Ihr habt festgestellt, dass die Wände im Neubau schief sind, sowohl in der Flucht als auch in der Senkrechten vom Soll abweichen. Auf Heiners Empfehlung wurde ein Gutachter beauftragt, der das alles überprüft hat. Im Club habe ich Dieter davon erzählt und musste erfahren, dass er das auch hätte machen können. Ich wusste nicht, dass er ein Architekturstudium abgeschlossen hat. Der Gutachter hat bestätigt, dass es sich um einen Baumangel handelt, der aber keinen Einfluss auf die Statik des Gebäudes hat und zum Teil durch Nacharbeiten am Putz gemildert oder gar ausgeglichen werden kann. Dennoch begründet er einen Anspruch auf Preisminderung. Heiner hat zusammen mit dem Gutachter Zahlen zusammengestellt und dabei in Anlehnung an Eure offengelegten Kalkulationsgrundlagen auch angegeben woher er die hat. Die Nacharbeiten sind inzwischen fast abgeschlossen. Mit der geforderten Summe war der Bauunternehmer nicht einverstanden, wollte verhandeln. Das war aber schnell vorbei nachdem er von uns einige Urteile in vergleichbaren Sachen vorgelegt bekam.

Ad 7: Wir haben hier im Stammhaus neue Küchengeräte einbauen lassen. Zwei davon gingen nach kurzer Zeit kaputt. Beide funktionierten nach Reparaturen nur kurz, streikten dann wieder. Nach jeweils vier letztlich erfolglosen Reparaturen haben wir noch über unseren früheren Anwalt die Rücknahme verlangt. Der Verkäufer – der auch Hersteller ist – reagierte nicht. Dann übernahm Heiner den Fall, schrieb die Firma noch einmal an und setzte eine kurze Frist zur Rücknahme der vorhandenen und Lieferung von neuen Geräten. Für den Fall, dass das nicht innerhalb des eingeräumten Zeitraums geschehen würde kündigte er die Beschaffung entsprechender Maschinen eines anderen Anbieters und eine Schadenersatzklage vor dem Amtsgericht an. Die Klage wurde inzwischen erhoben.

Zusammenfassen kann ich sagen, dass Heiner der erhoffte Glücksgriff für uns ist. Er wird, nachdem die derzeit anhängigen Verfahren abgeschlossen sind, einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei uns bekommen. Dessen Dotierung, ich glaube das kann ich ruhig verraten, wird sich an der eines Richters orientieren. Verdient hat er sich die allemal, denn die eigentlich unerwarteten Erträge, die er für uns durch die genannten und noch ein paar andere Sachen erzielt hat, belaufen sich bereits jetzt auf eine Summe, die sein Gehalt für mehr als zwei Jahre ausgleichen würde.

Ilona, um auch sie kurz anzusprechen, hat sich in der kurzen Zeit hier als wertvolle Verstärkung unserer Werbeabteilung erwiesen. Auch sie besitzt einen unbefristeten Arbeitsvertrag und ist inzwischen sogar für höhere Aufgaben vorgesehen.“

„Wie bitte? Was für höhere Aufgaben? Ich habe doch einen tollen Job!“ Ilona war völlig überrascht.

Fritz sprach sie direkt an. „Ilona, es ist richtig. Du machst einen tollen Job. Aber davon abgesehen hast Du auch Ideen zu Angelegenheiten der Abteilung, einige sogar für Abläufe außerhalb der Abteilung geliefert, die alle, wirklich alle, umgesetzt wurden. Dein Abteilungsleiter geht in Kürze in den Ruhestand. Wir haben mit ihm und den anderen Leuten gesprochen und gefragt wen sie sich als Nachfolger vorstellen könnten. Einmal darfst Du raten welcher Name genannt wurde. Und noch etwas: Deine Probezeit, die ja nach dem Arbeitsvertrag noch einige Zeit laufen würde, ist vorbei. Ich habe die Personalabteilung entsprechend informiert. Das wirkt sich auch auf das Gehalt aus. Wie viel, weiß ich jetzt nicht, aber ein bisschen mehr netto ist wohl immer gut.“

„Danke, danke! Wenn mir das jemand vor einem Jahr vorausgesagt hätte – ich hätte gedacht der gehört in die Klapsmühle. Ich bin Euch soooo dankbar!“

Die Unterhaltung verflachte etwas, bis mir noch etwas einfiel.

„Sag mal, Fritz, wann wollt Ihr das Haus denn eröffnen?

„Wir hätten gern das Geschäft mit den Besuchern des Oldtimertreffens mitgenommen, aber der ursprünglich geplante Termin war zwei Wochen danach. So wie es aussieht werden wir vielleicht eine Woche früher eröffnen können, liegen für das Treffen aber immer noch zu spät.“

„Wie läuft denn die Trainingsphase für das Personal vor der Eröffnung?“

„Die Hälfte der Belegschaft macht ihren Job, die andere Hälfte mimt die Gäste. Nach ein paar Tagen wird getauscht.“

„Was halten Sie – pardon, haltet ihr – davon wenn Ihr den Ablauf etwas ändert und das Wochenende des Oldtimertreffens das gesamte Team Service üben lasst? Ursprünglich war vorgesehen für die Besatzungen der Fahrzeuge für die Übernachtungen kostenlos Feldbetten in den Gebäuden auf dem Gelände anzubieten. Das ist soweit auch schon alles gesichert, nur wurden viel mehr Fahrzeuge gemeldet als wie ursprünglich angedacht. Ich habe kürzlich mit Frau Berndt gesprochen. Es fehlen mindestens 100 Betten. Wenn Ihr sowieso in der Übungsphase seid – warum bietet Ihr nicht die Übernachtung wahlweise in Einzel- oder Doppelzimmern zu einem unter Hinweis auf die derzeit laufende Einarbeitungszeit deutlich geringeren als dem geplanten Preis an? Es könnten ja im Service noch Fehler passieren. Ihr hättet die gesamte Mannschaft in vollem Training und würdet dabei sogar noch Einnahmen erzielen! Wenn die Suiten bis dahin fertig sind könnten die übrigens an die vergeben werden, die sich als Familie mit kleineren Kindern anmelden.“

Der CEO sah mich überrascht an. „Darauf hätte ich auch selbst kommen können! Britta, Benjamin, was meint Ihr dazu?“

„Papa“ meldete sich seine Tochter zu Wort, „in zwei der vier Etagen mit den normalen Zimmern sind die Nacharbeiten abgeschlossen. Sie sind auch schon fast komplett ausgestattet. Der Rest ist in Arbeit. In einer weiteren Etage laufen die Nacharbeiten. Die Möbel für diese Räume sind zum Teil fertig, wurden im Keller eingelagert. Die Suiten sind baulich fertig, nur die Ausstattung ist noch unvollständig. Wenn die Teile bis dahin geliefert werden könnten stünden sie auch zur Verfügung. Ich halte das für eine tolle Idee. Wir werden mit Sicherheit 80, wahrscheinlich sogar 120 Zimmer anbieten können, dazu eventuell auch die Suiten.“

Reiner hakte ein. „Ich gebe morgen eine Info an meine Leute, dass der Zuschnitt und die Fertigung für die Möbel der Suiten Vorrang haben. Die Sachen rechtzeitig fertig zu bekommen dürfte kein Problem sein. In diesen Räumen war so gut wie keine Nacharbeit nötig, wenn ich richtig informiert bin. Fehlen nur noch die Vorhänge und ein bisschen Nippes, wobei Letzteres aber nicht unbedingt nötig ist, meine ich.“

„Gut, dann bieten wir das so an. Unterbringung im halben Doppelzimmer wird zugesagt. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge wie sie kamen notiert. Ich schätze, dass wir mehr als 200 Personen unterbringen können. Die, die sich zuerst anmelden, werden in der Reihenfolge der Anmeldung die Doppelzimmer zur alleinigen Nutzung bekommen, die nicht als Zimmer für die Belegung mit 2 Personen gebraucht werden“ ließ der Chef verlauten.

Benjamin sagte selten etwas, machte auf mich eher den Eindruck etwas maulfaul zu sein. Aber wenn etwas von ihm kam brachte es die Gesprächsrunde stets voran. So auch diesmal: „ich denke, dass wir pro Übernachtung die Hälfte des späteren Normalpreises ansetzen sollten. Jedem Gast einen kleinen Zettel an die Hand geben auf dem auf den gerade laufenden Trainingsbetrieb verwiesen und um Verständnis gebeten wird wenn mal etwas nicht so klappt wie es gewünscht wird. Auf den Zettel dann noch Adresse der Homepage und die Bitte einen Erfahrungsbericht zu schreiben was gefallen hat und wo Verbesserungsbedarf erkannt wurde. Alle Einsender erhalten einen ein Jahr gültigen Gutscheincode im Wert von 50 € und unter allen Einsendern würden Hotelaufenthalte für zwei Personen an einem verlängerten Wochenende verlost. Auch diese Gewinne könnten innerhalb eines Jahres eingelöst werden.

Was die Suiten anbelangt: zwei davon sind schon weg, denn ich weiß, dass Robert auch mit seinem Oldtimer anreisen und sicher gern seine Familie mitbringen wird. Reiner ist zwar – noch – kein Oldtimerfan, möchte aber sicher auch sehen wie sich das im täglichen Ablauf bewährt was er in wesentlichen Teilen mitgestaltet hat. Er hat ebenfalls Frau und Kind. Wir von der Führungsetage werden uns je ein Zimmer genehmigen und Eure Leute (er sah Reiner und mich an) haben es auch verdient dabei zu sein. Sie können, wenn vorhanden, gern ihre Partner mitbringen. Ich meine, dass das auch für die gelten sollte, die in den Betrieben die Bausätze fertigen, denn ohne deren gute Arbeit wären die hier aufgeschmissen gewesen.

Die obere Zimmeretage wird zwar vielleicht bis dahin nutzbar sein, aber die sollten wir uns als Reserve aufheben falls sie bis dahin fertig ist. Aber auch ohne diese Räume: das wird ein Härtetest ersten Ranges für das Personal. Fast Volllastbetrieb ohne große Übung und das unter den Augen aller Chefs!“

Maysert senior nickte dazu, bestätigte die Idee mit dem halben Normalpreis und ergänzte die Angaben auf dem Infoblatt für die Gäste um den späteren Normalpreis. Das Blatt solle Heiner entwerfen, der doch so wunderbar zu formulieren wusste. Der aber grinste nur.

„Das fällt leider nicht in meinen Aufgabenbereich. Es ist Werbung und für Werbung ist wer zuständig?“ Er sah Ilona betont auffällig an.

Die wurde leicht rot, drohte mit dem Zeigefinger. „Komm Du mir heute Abend nach hause!“

Am Sonntag verfasste ich die Info für meine Leute wegen des Vorrangs der Möbel in den Suiten des Hotels. Gegen Mittag rief ich Frau Berndt an. Die zeigte sich erleichtert, dass das Raumproblem gelöst schien, jedenfalls vorerst. Es waren noch weitere Anmeldungen eingegangen, darunter auch welche von Firmen, die sich mit Ersatzteilhandel und –anfertigung befassten. Die allerdings musste sie ablehnen weil nach dem Erlaubnis- und Förderbescheid der Kreisverwaltung auf und vor dem Gelände keinerlei gewerbliche Tätigkeiten mit Ausnahme der für die Veranstaltung notwendigen Anbieter zugelassen waren. Die abschließende Entscheidung oblag der Organisationsleitung. Gleiches stand auch im Bescheid des Innenministeriums, in dem die Teilnahme der Polizei sowohl mit musealen Fahrzeugen als auch zur Sicherung der Veranstaltung einschließlich von je zwei Autokorsos am Samstag und am Sonntag genehmigt wurde.

Alle straßenverkehrstauglichen Fahrzeuge in einem Korso fahren zu lassen wäre zuviel gewesen. So hatte sie die bis dahin eingegangenen Anmeldungen so aufgeteilt, dass es in jeder Gruppe möglichst gleichviel zu bestaunen gab. Inzwischen musste sie allerdings erkennen, dass auch da die die zumutbaren Zahlen überschritten werden würden, hatte vorsichtshalber eine dritte und vierte Route ausgearbeitet und beim Innenministerium die Erweiterung der Genehmigung beantragt. Eine Pressemitteilung mit dem Termin, dem Konzept und einigen Beispielfotos von angemeldeten Fahrzeugen war vorbereitet.

Am Montag fuhr ich nach einem gemütlichen Frühstück los, stand noch gar nicht richtig auf dem Parkplatz vorm Club, als Andrea schon aus dem Haus herausrannte, mir förmlich in die Arme sprang. Ich stellte sie auf ihre Füße, schob sie etwas von mir weg und genoss die sich in ihrem Gesicht abzeichnende Verwirrung. Da sie wie erbeten solides Schuhwerk und der Jahreszeit angemessene Kleidung trug öffnete ich ihr die Beifahrertür, ging ums Auto herum und sah nochmal zum Gebäude. Hinter mehreren Fenstern konnte ich jemand stehen sehen. Einmal Winkewinke in die Richtung, dann eingestiegen und losgefahren.

Als Route hatte ich für heute die Tropfsteinhöhle bei Bad Grund, Mittagessen auf dem Wurmberg und natürlich die Sommerrodelbahn am Hexentanzplatz geplant. Also wie mit den anderen Ladies auch ganz gemütlich zur Autobahn gefahren, die an der Abfahrt Seesen wieder verlassen und den Parkplatz vor der Höhle angesteuert. Dort war ich zuletzt als kleiner Junge gewesen und überrascht, wie sehr kommerzialisiert das jetzt war. Aber egal – ich hatte es gut in Erinnerung wie interessant die Höhle war. Schon vor der Ankunft erzählte ich Andrea was ich im Gedächtnis hatte und fragte vorsichtshalber, als wir auf dem Parkplatz standen, ob sie an einer Höhlenführung teilnehmen möchte. Unerwartet lehnte sie ab. Sie sei mal in einem Museumsbergwerk gewesen. Die engen Gänge und die Kälte im Berg würden ihr Angst machen. Ich war enttäuscht, zumal mein Alternativplan – das Museumsbergwerk in St. Andreasberg – damit auch gescheitert war. Geplantes nächstes Ziel wäre dann Braunlage gewesen. Dafür waren wir aber eigentlich noch zu früh dran. Entweder den Wurmberg ausfallen lassen und direkt nach Thale und von dort weit früher als gedacht zurück fahren oder oder….

Unmittelbar nördlich vom Harz gab es eine Glasbläserei, in der auch Kunstartikel vor den Besuchern gefertigt wurden. Das bedeutete zwar eine Tour quer durch den Harz, aber das war für den Weg nach Thale sowieso erforderlich. Weiter nichts gesagt und wieder losgefahren. Glücklicherweise kannte ich mich dort aus. In Derenburg angekommen – ich hatte natürlich nicht verraten welches Ziel wir ansteuerten – ausgestiegen. Obwohl die Verkaufsausstellung im Gebäude nach aller Erfahrung ja insbesondere etwas für die Frauen ist lief Andrea nur rasch durch, zeigte auch an einer Führung durch den Betrieb kein und an der Herstellung der kleinen Figuren nur sehr eingeschränktes Interesse. Ich ärgerte mich inzwischen ziemlich, fragte sie ob sie überhaupt Interesse daran hätte sich noch etwas anzusehen oder lieber zurück wolle. Sie wollte zurück in den Club. Die Rückfahrt verlief dann auch ausgesprochen schweigsam. Etliche Stunden eher als wie sonst wieder angekommen stellte ich das Fahrzeug nicht auf meinem versteckten Parkplatz, sondern gleich auf dem Hof ab, wollte nur noch kurz mit ins Haus kommen um etwas mit Dieter zu bereden. Da ich annahm, dass er sich bei seiner Familie in der im Obergeschoss gelegenen Wohnung aufhalten würde war es mir Recht, dass Andrea die Tür zum Treppenhaus aufschloss, mich an die Hand nahm und zur Treppe ging. Oben angekommen wandte sie sich aber dem Bereich mit den Zimmern der Mädels zu, zog mich durch den Korridor zur in die Clubräume führenden Treppe.

„Robert, bitte entschuldige, dass ich Dich beim Ausflug so enttäuscht habe. Aber auf das was jetzt kommen soll habe ich mich schon die ganzen Tage gefreut, konnte an fast gar nichts anderes mehr denken.“

Na gut. Da wollte ich den Ärger vergessen und mitspielen. Ein, zwei oder drei Runden Sex zur Entspannung konnte ich wirklich wieder einmal gebrauchen. Helena hatte da schon Recht. Und Andrea war mir doch als geile Bettgenossin bekannt. Also mal sehen was sie sich im Einzelnen gedacht hat.

Sie führte mich gleich zur Sauna. Die war sogar eingeschaltet, ebenso war das Wasser im Pool warm. Entweder hatte sie das telefonisch von unterwegs – sie war einmal auf dem Klo gewesen – oder schon vorher mit Dieter vereinbart. Egal. Im großen Raum neben der Sauna zogen wir uns aus, gingen unter die zu diesem Bereich gehörende kleine Dusche, die allerdings auch noch für eine dritte Person ausgereicht hätte. Danach hinein in die Sauna, erst ein wenig relaxt, dann einen Aufguss. Etwas Smalltalk entwickelte sich. Ich merkte, dass sie mir an die (nicht mehr vorhandene) Wäsche wollte, sich aber nicht recht traute. Ich ließ sie zappeln bis sie sich überwand, vor mich hinstellte, mir einen Kuss gab und sich dann wieder neben mich setzte. Nun allerdings drehte ich mich zu ihr, drückte ihr meinerseits einen auf, der sich rasch zu einer satten Knutscherei entwickelte. Irgendwann mussten wir beide Luft holen, lösten uns voneinander. Nach einer kurzen Pause stand sie auf, setzte sich breitbeinig auf mich, so dass ich Mühe hatte meine voll aufgerichtete Stange vor diesem unerwarteten Überfall in Sicherheit zu drücken. Wenn ich zwei Sekunden später reagiert hätte wäre ich voll in ihr drin gewesen – ohne Kondom und in einem Bereich in dem das miteinander Vögeln weder von den Clubregeln her zulässig war noch als gesund betrachtet werden konnte!

„SO NICHT“ Ich war nicht laut geworden, aber diese Stimmlage kannte sie wohl nicht von mir. Jedenfalls wurde sie etwas rot. „Entschuldige, das kam so über mich.“

Ich sagte weiter nichts dazu, verließ die Sauna, duschte und ging zu meinen Klamotten. Andrea war mir jeweils gefolgt, bat mich doch bitte, bitte mit in den Pool zu kommen. So ganz hatte ich einen im doppelten Sinn des Wortes befriedigenden Abschluss des Tages noch nicht aufgegeben, daher kam ich ihrer Bitte nach.

Den Pool eingeschaltet, hinein ins Wasser und abgewartet was passiert. Andrea setzte sich neben mich.

„Darf ich Dich küssen? Ich bin auch ganz brav!“

Wir drehten uns einander zu, knutschten eine Weile miteinander und fingen an uns zu streicheln, wie sicher tausendmal schon vorher erlebt eine der typischen Reihenfolgen: sie bei mir Bauch, Brust, Rücken, dann der Griff ans Glied, leichte Wichsbewegungen, ich bei ihr Rücken, Bauch, längere Zeit die Brüste, Brustwarzen reizen, wieder den Bauch bis ins Zentrum ihrer Weiblichkeit, dort die Schamlippen verwöhnt und den Mittelfinger schon mal auf Tauchstation geschickt bis wir merkten, dass es Zeit wurde in ein Zimmer umzuziehen.

Raus aus dem Becken, nochmal geduscht und dann in mein Lieblingszimmer, das mit der extra Nasszelle nebenan. Nochmal im Stehen beiderseits scharf gemacht, dabei weitergeknutscht, anschließend aufs Bett gleich in die Waagrechte. Jetzt ging es richtig zur Sache: Küssen, Streicheln, Knutschen, Fingern, Wichsen, Brustwarzen zwirbeln, bis wir beide nahe am Siedepunkt waren. Andrea griff in die Schale mit den Kondomen, nahm ein Päckchen raus und wollte es aufreißen als ich sah, dass es an einer Seite offen zu sein schien.

„Nein, das nicht“ meinte ich, nahm ihr die Packung aus der Hand und warf das Teil in Richtung Mülleiner. Dann nahm ich eine neue Packung, erkannte keine offene Stelle und gab sie Andrea. Die nahm sie, riss sie auf und rollte mir das Gummi über mein Glied. Meine Lieblingsstellung kannte sie, drückte mich auf den Rücken, legte sich verkehrt rum auf mich und fing an mich auf die französische Art zu verwähnen. Ich revanchierte mich bei ihr. Ziemlich schnell wurden wir beide sehr kurzatmig. Andrea stieg ab, setzte sich auf mich und begann zu reiten. Erst war ihr Oberkörper senkrecht, dann lag sie lang auf mir, bewegte nur noch ihren Unterkörper, aber den sehr schnell. War das geil! Plötzlich bemerkte ich, dass ihre rechte Hand nicht mehr wie vorher an meiner Schulter war, sondern sich zwischen unseren Körpern befand und gerade dabei war mir das Kondom abzustreifen!

Ich reagierte blitzartig, warf sie einfach ab. Das Kondom war zwar weg, aber ich noch nicht eingefahren. Glück gehabt! Jetzt war mir auch klar was sie den ganzen Tag beschäftigt hatte. Sie war nur mitgekommen weil sie mich hinterher blank vögeln wollte, möglicherweise sogar daran noch weitere Erwartungen knüpfte! So eine falsche Schlange!

„Andrea, es reicht! Das was Du heute mit mir abgezogen hast ist eine Schweinerei ersten Ranges! Mit Dir werde ich nie wieder einen Ausflug machen und auch nie wieder ins Bett gehen. Wahrscheinlich wirst Du auch von Dieter aus dem Haus geworfen werden.“

„Aber Robert, ich liebe Dich doch und will ein Kind von Dir. Du liebst mich doch auch.“

„Das meinst aber nur Du! Ich liebe meine Frau und meinen Sohn, sonst niemand. Und wenn Du der Meinung bist Du willst ein Kind, interessiert die Meinung des Mannes, der der Vater sein soll, überhaupt nicht? Das ist doch bekloppt! Außerdem ist ficken ohne Kondom im Club verboten. Ich habe Dir etliche Mal klar gemacht, dass ich das nicht will und Du setzt Dich einfach über meinen Willen hinweg? So eine Scheiße! Ich habe das zum Glück gerade noch rechtzeitig bemerkt. Und noch eines fällt mir ein: da war doch das Kondom, dessen Verpackung schon aufgerissen war. War das etwa präpariert? Wenn ja, hast Du den Betrug sogar schon länger vorbereitet. DAS hätte ich nie von Dir gedacht!

Aber was wäre wenn einem anderen Gast so etwas passiert. Der merkt es vielleicht nicht und muss dann 18, vielleicht sogar 27 Jahre Alimente zahlen nur weil ein derart heimtückisches Weibsstück ihn angeschmiert hat? Oder genauso schlimm: er merkt es, ist einer von den Freiern die möglichst ohne Kondom ficken wollen, macht das unter Seinesgleichen bekannt und die kommen dann zuhauf hierher. Vielleicht viele zusätzliche Kunden, aber die, die sich an die Regeln halten und darauf verlassen, dass sich auch alle anderen Leute hier daran halten, die bleiben nach kurzer Zeit weg und das sind viel mehr. Dann geht der Laden pleite, Dieter ist sein Geschäft und alle anderen Mädels sind ihr Einkommen los! Und das alles weil eine selbstsüchtige dumme Gans sich was in den Kopf gesetzt hat. Besser Du gehst nach dem Duschen auf Dein Zimmer. Ich nehme an, Dieter wird nach Dir rufen wenn ich mit ihm gesprochen habe. Andrea, Du bist eine sehr hübsche und eigentlich ganz liebe Frau. Aber das was Du Dir heute geleistet hast wird Dir richtig Probleme machen.“

„Aber das war doch gar nicht so schlimm. Und wir wissen doch auch gar nicht ob ich schwanger geworden wäre. Das brauchst Du Dieter nicht zu erzählen.“

„Du hast scheinbar nicht kapiert oder kapieren wollen. Von einem solchen Ereignis muss Dieter unbedingt informiert werden. Die Existenz seines Geschäfts kann daran hängen. Ich gehe jetzt duschen und dann nach oben.“

„Robert, bleib doch, rede noch mit mir!“

Ich hatte keine Lust mich auf eine Endlosdiskussion ohne Aussicht auf Einsicht ihrerseits einzulassen, suchte nach dem vorhin weggeworfenen Kondom, ging zur Dusche neben dem Whirlpool und zog mich anschließend an. Über die innere Treppe ins Oberschoss gelangt musste ich, um zur Wohnung von Dieter zu gelangen, durch den Aufenthaltsraum der Mädels durch. Einige saßen dort zusammen, waren offenbar am schnacken, wurden aber sofort leise als ich eintrat. Meine Miene muss wohl den Eindruck gemacht haben wie Hurrikan im Anmarsch.

Iris sprach mich an. „Robert, was ist denn mit Dir los? Was ist passiert?“

„Eine riesengroße Sauerei ist passiert und bevor ich bei Euch platze werde ich lieber mit Dieter sprechen. Seid mir also bitte nicht böse wenn ich weiter nichts erzähle.“

Die paar Meter bis zur Wohnungstür waren schnell zurückgelegt. Ich klingelte. Cordula öffnete, hatte ihren Sohn auf dem Arm.

„Kann ich Dieter mal sprechen?“

„Komm rein.“

Dieter saß auf der Couch, schmuste mit seiner Kleinen.

„Nanu, schon zurück und Du siehst aus wie sieben Tage Regenwetter. Was ist passiert?“

Ich redete mir den ganzen Frust von der Seele. Cordula und Dieter grinsten zuerst als meine Enttäuschung wegen der Interesselosigkeit Andreas an den geplanten Zielen deutlich wurde. Als ich dann aber zu der weiteren Entwicklung in Sauna, Pool und Zimmer kam und darauf verwies, dass es nicht der erste Vorfall dieser Art war – dass schon damals ein solcher Plan hinter dem Versuch steckte mit mir ohne Schutz zu vögeln war mir gerade erst deutlich geworden – zeigte sich Cordula sichtbar erschreckt während Dieter kurz vorm Platzen schien. Er stürmte aus der Wohnung, riss die Tür zum Wohnbereich der Frauen auf und klopfte, nein hämmerte mit der Faust an die Tür zu Andreas Zimmer. Keine Reaktion. Wiederholung. Auch keine Reaktion hinter dieser Tür, aber mehrere andere wurden geöffnet, fragende Gesichter schauten heraus.

„Was ist passiert“ kam es von irgendwoher.

Dieter drehte sich zur Sprecherin um. „Andrea ist wohl noch unten. Kann jemand von Euch sie suchen und zu mir bitten? Ich bin in meiner Wohnung.“

Zwei der Frauen gingen nach unten, Dieter kam zu uns in die Wohnung zurück. Kurz danach kamen die beiden mit der tränenüberströmten Andrea nach.

„Was ist passiert? Andrea hat nur gesagt, dass sie fürchterlich Scheiße gebaut hat und ihr alles sehr Leid tut. Sie hat richtig Angst vor Euch beiden.“

„Damit sind dann wohl Robert und ich gemeint. Die Angst ist begründet. Aber lasst uns erst einmal mit ihr sprechen und dann sehen wir weiter.“

Die beiden trollten sich. Cordula, Andrea, Dieter und ich gingen ins Esszimmer, setzten uns.

Dieter sah sie an. „Du weißt weshalb wir Dich hierher gebeten haben und was unweigerliche Folge ist?“

„Ja, ich habe wirklich Mist gemacht. Das ist mir aber erst viel zu spät klar geworden als ich unten saß und heulte. Und es wird wohl auf einen Rausschmiss hinauslaufen. Aber ich weiß nicht wo ich hingehen kann, ich habe doch keine andere Wohnung. Kann ich wenigstens noch die nächste Nacht hier schlafen und mir morgen etwas suchen?“

„Andrea, Du warst mir immer eines der liebsten Mädels und bist auch bei den Gästen sehr gern gesehen. Mit Dir gab es nie Ärger, im Gegenteil: Du hast Dich immer auch für Andere eingesetzt wenn die Probleme hatten. Es tut uns mehr als Leid, dass Du nicht mehr hier arbeiten kannst, aber solch ein Verhalten, wie Du es gezeigt hast, kann ich auf keinen Fall tolerieren. Du hast nicht nur gegen gesetzliche und Clubregeln verstoßen, sondern auch einen Gast und meinen besten Freund auf eine derart heimtückische Art hintergangen, die mich sprachlos macht. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Natürlich kannst Du hier nochmal übernachten, bei Bedarf auch mehr als einmal. Aber hier arbeiten wirst Du nicht mehr. Ich gebe Dir nachher einen Laptop. Damit kannst Du im Internet schauen ob Du auf die Schnelle irgendwo einen Job mit Wohnmöglichkeit bekommen kannst oder einen anderen Club findest in dem Du arbeiten kannst. Von dem anderen hier im Kreisgebiet möchte ich Dir allerdings abraten.“

„Danke für das Angebot. Dass der andere Club mies ist war mir schon bekannt. So einen wie hier werde ich wohl nie wieder finden.“

Sie schniefte heftig, die Tränen sammelten sich zu wahren Sturzbächen.

Dieter ging ins Büro, kam mit einem Gerät zurück. „Bitte, ein Internetzugang ist eingerichtet. Kostenpflichtige Seiten sind gesperrt. Wenn Du irgendwelche Fragen hast kannst Du Dich gern an mich wenden.“

Andrea nahm den Computer und verlies noch immer heftig weinend die Wohnung. Durch die offenstehende Tür zum Trakt mit den Zimmern für die Mädels war zu sehen, dass sich wohl alle, die gerade im Haus waren, im Flur versammelt hatten und auf Andrea zu warten schienen. Ich war ja nicht neugierig, wäre aber doch schon gern Mäuschen gewesen um zu hören was dort jetzt laufen würde.

Dieter schloss die Wohnungstür, hob seine Tochter aus dem Laufstall, brachte sie zu Cordula und nahm dann seinen Sohn auf den Arm. Wir setzten uns ins Wohnzimmer. Thema war zunächst natürlich der heutige Vorfall. Cordula kümmerte sich nebenbei um Kaffee, Kuchen waren zufällig auch noch ein paar Stücke vorrätig, so dass sich der Besuch zu einer gemütlichen Kaffeerunde entwickelte. Ich wollte mich schon verabschieden als Dieter mich ansprach ob ich ihm einen Gefallen tun könne. Vorsichtshalber fragte ich welchen.

„Ich hatte heute Vormittag einen Anruf ob bei mir auch eine Frau von über 50 Jahren arbeiten könne. Ich war überrascht, denn das kam doch selten vor. Letztlich stellte sich heraus, dass Mutter und Tochter in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren und keine andere Möglichkeit sahen als wie durch Prostitution zu Geld zu kommen, hatten sich im Internet informiert und waren auf Kommentare zu meinem und zu anderen Clubs gestoßen. In Bordellen oder Wohnungen wollten sie nicht arbeiten. Beide wohnen etwa 200 km weit weg. Die Mutter hat eine schmutzige Scheidung hinter sich und wegen eines Ehevertrages keinen Unterhaltsanspruch, der Arbeitgeber der Tochter hat vor ein paar Monaten Konkurs angemeldet. Sie hat dort nur gejobbt, davor nach ihrem sehr guten Abitur mit ihrem Freund zwei Jahre die halbe Welt bereist und wollte eigentlich jetzt ein Studium aufnehmen. Nachdem die Scheidung ihrer Eltern durch war ist sie nicht mehr die Tochter aus reichem Haus, die alles bezahlen kann. Als der Freund das mitbekam ließ er sie im Stich. Geld fürs Studium hatte sie nun ebenfalls nicht mehr, denn ein Unterhaltsanspruch gegen ihn wurde von ihrem Vater bestritten und Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht auch nicht weil sie die Mindestversicherungszeit nicht erreicht hat. Das mit dem Konkurs habe ich überprüft. Es stimmt. Beide wollen morgen kommen, sich vorstellen. Ich kann mir durchaus vorstellen sie hier aufzunehmen, zumal sich in den letzten Wochen gleich vier Frauen anderweitig orientiert haben und ich es vermeiden möchte, dass die hier verbliebenen Mädels zu heftig belastet werden. Könntest Du Dir vorstellen den beiden auf den Zahn zu fühlen? Meine Mädels würde ich vergattern, dass sie Dich nicht verpetzen.“

„Sicher kann ich mir das vorstellen. Allerdings habe ich morgen keine Zeit, muss mich mal wieder im Betrieb sehen lassen. Mittwoch ist Verhandlungstag im Landgericht. Es ginge also frühestens Donnerstag.“

Bevor Dieter antworten konnte klingelte es. Er öffnete die Tür. Davor standen etliche der Frauen, ganz vorn Iris, ganz hinten, fast verdeckt durch die anderen, Andrea, und drängten in die Wohnung, standen schließlich alle im Wohnzimmer. Iris hatte wohl, das wurde mir klar als sie uns ansprach, irgendwie eine Führungsrolle unter den Frauen übernommen.

„Hallo, Ihr Drei, wir müssen uns mal ernsthaft unterhalten. Andrea hat uns vorhin gebeichtet welche Dummheiten sie angestellt hat. Wir glauben ihr, dass ihr das alles sehr Leid tut, haben uns dann unterhalten und brauchten gar nicht lange um uns eine gemeinsame Meinung zu bilden. Unser Pechvogel ist bisher immer vorn dabei gewesen wenn es darum ging anderen Frauen zu helfen oder Probleme zu lösen, die gar nicht die ihren waren. Bei der Dankeschönaktion nach der Rettung von Karin hat sie ebenso mitgemacht wie bei der Geburtstagsfeier für die Kleinen. Sie hat immer geholfen. Jetzt braucht sie Hilfe. Wir sind uns einig: wir möchten, dass sie bleibt, denn wir sind davon überzeugt, dass sie nicht für einen wenn auch heftigen Fehler so hart bestraft werden sollte. Wir sind uns auch sicher, dass sich ein solcher nie wiederholen wird. Es ist schon richtig, dass sie für den Vorfall Konsequenzen zu spüren bekommt, aber bitte bitte keinen Rausschmiss!“

Es herrschte Totenstille im Raum. Nur ein leises Schniefen aus Andreas Richtung war zu vernehmen.

„So, so. Ihr wollt Euch also alle vor Eure Kollegin stellen?“

Dieter wurde unterbrochen: „Nicht nur Kollegin, auch Freundin!“

Er fuhr fort. „Es ist noch gar nicht so lang her, dass ich Euch mal ein dickes Kompliment gemacht habe. Es ging damals um die Art und Weise wie Ihr Euch gegenseitig unterstützt, Solidarität zeigt – etwas, das es meines Wissens in keinem anderen Club in dieser Ausprägung gibt. Dass Ihr hier allesamt angetreten seid und Eure Freundin unterstützt verdient allergrößte Hochachtung. Ich will auch nicht verkennen, dass der gedankliche Hintergrund bei ihr ein ganz spezieller war und sich nicht so ohne weiteres auf andere Gäste übertragen lässt. Durch die rechtzeitige Entdeckung ihres Plans ist auch Schaden vom Club ebenso wie von mir und meiner Familie abgewendet worden. Einzig Leidtragender ist Robert. Daher (er sah mich an) möchte ich Dir, Robert, die Entscheidung überlassen.“

Damit hatte er mich kalt erwischt. Wie sollte ich reagieren?

„Dieter, das war richtig fies, dass Du mir so den Schwarzen Peter zuschanzt! Also: ich bin nach wie vor stinksauer! (Bei allen Frauen, die ich im Blick hatte, fielen die Mundwinkel nach unten). Das was Andrea sich geleistet hat ist, wie ich meine, unterster sozialer Bodensatz (die Mundwinkel waren auf Bodenniveau angekommen). Aber Iris hat schon zumindest teilweise Recht (allgemein blitzartig gespannte Aufmerksamkeit): jemand, der sich immer wieder für andere Leute eingesetzt hat, den kann man, muss man aber nicht gleich hängen, wenn er – oder sie wie in diesem Fall – zwar einen kapitalen Fehler gemacht hat, dadurch aber letztlich kein – oder genauer nur ein geringfügiger, nämlich der an meiner Psyche – Schaden entstanden ist. Da Dieter mir die Entscheidung überlassen hat springe ich mal über den Schatten meiner schwer geschädigten Seele und sage Andrea darf bleiben.“

Ein Gejohle und Gekreisch bei den Frauen. Sogar Cordula stimmte mit ein. Andrea kämpfte sich von hinten nach vorn durch, umarmte und küsste dabei jede Frau die sie erwischen konnte, nahm sich dann Cordula und anschließend Dieter vor. Zum Schluss stand sie vor mir.

„Darf ich?“ Ich nickte.

Sofort hatte ich sie am Hals hängen, wurde abgeknutscht. Dann fiel ihr offenbar ein, dass wir nicht auf dem Zimmer waren, hörte auf. Ich merkte, dass sie noch etwas sagen wollte, sich aber bei dem Lärm akustisch nicht durchsetzen konnte, beugte mich zu ihr runter.

„Danke“ meinte sie. „Ganz großes Dankeschön. So etwas wird wirklich nie wieder vorkommen. Hoffentlich verzeihst Du mir irgendwann mal. Und weißt Du was? Wenn ich nicht so in meinen Überlegungen gefangen gewesen wäre: eine Höhle oder ein Bergwerk, das ist wirklich nichts für mich. Aber die Glasbläserei in Derenburg, die war toll und was die anderen Frauen vom Hexentanzplatz, der Seilbahn und der Sommerrodelbahn dort erzählt haben fand ich auch spannend. Ich könnte mir selbst in den Hintern treten, dass ich mir das alles versaut habe, denn ich hatte vermutet, dass wie auch bei den anderen Ausflügen das letzte Ziel der Hexentanzplatz sein sollte.“

„Stimmt.“ Mehr sagte ich nicht dazu.

Wegen des Lärms hatten die Zwillinge zu weinen angefangen. Selbst laut um Ruhe schreien wollte ich nicht, hob daher die Arme über den Kopf, winkte heftig hin und her bis sich die allgemeine Aufmerksamkeit auf mich konzentrierte.

„Ich bin noch nicht ganz fertig! Es gilt noch zwei Strafen (Fragezeichen in sämtlichen Gesichtern) zu verhängen und eine Bitte auszusprechen. Erste Strafe: Andrea, die Frauen haben Dir eben den Arsch gerettet. Bei der gesamten Belegschaft handelt es sich derzeit um etwa 14 Frauen, von denen jetzt wohl nicht alle anwesend sind, sowie Cordula und Dieter. Eine Torte ergibt 12 Stücke. Für 16 Personen braucht man folglich mindestens drei Torten. Du wirst für nächsten Montag also mindestens drei Torten backen und Ihr alle werdet dazu verurteilt, die restlos aufzufuttern!“

Applaus kam auf, ich winkte aber ab, hatte noch was auf dem Herzen.

„Meine Damen, Ihr seid vorhin so laut geworden, dass sich die Kinder erschreckt haben und zu weinen begannen. Das muss natürlich auch gesühnt werden. Also wird in den nächsten Wochen nach Absprache mit Cordula jede von Euch einmal mittags Beikost für die Zwillinge zubereiten und füttern!“

Ich hatte die Lacher auf meiner Seite. Glücklicherweise hielten sie sich mit der Lautstärke zurück.

„Zu guter Letzt – und jetzt greife ich Dieter vor – habe ich noch eine Bitte: in Kürze kommen zwei Neue, Mutter und Tochter. Die Mutter kann also nicht mehr die Jüngste sein. Beide hatten bislang mit Prostitution nichts zu tun, haben sich aber bewusst dafür entschieden. Dieter hat mich gebeten mich um die beiden zu kümmern. Das geht aber nur, wenn Ihr alle verschweigt, dass ich ein Freund des Hauses bin. Ich werde wohl wieder als ganz lieber Stammgast vorgestellt werden, der ihnen alles zeigt. Geht das in Ordnung?“

Allseits Kopfnicken.

„Sehr gut. Ich sage für heute Tschüss, fahre jetzt nach Haus.“ Einmal noch in die Runde gewinkt, dann ging ich zur Wohnungstür, kam dabei an einigen Frauen vorbei. Als ich Andrea passierte drehte sie sich um, wollte die Wohnung auch verlassen. Meine Chance! Ich ließ sie etwas vorgehen, holte aus und dann klatschte es heftig auf der einen, unmittelbar danach auf der anderen Arschbacke.

„Das musste noch sein, konnte ich mir nicht verkneifen. Böse?“

„Nein, ich habe es ja verdient und davon im Zweifel noch viel mehr.“

„Leute, habt Ihr es gehört? Davon noch viel mehr. Dann fange ich gleich mal an zu zweifeln.“

Ich holte aus, tat so als wenn es noch etwas geben sollte, nahm den Arm dann aber wieder zurück.

„Nee, das hebe ich mir auf.“ Lautes Lachen hinter mir, Andrea machte mit.

Zuhause angekommen knuddelte ich erst lange mit Helena und Udo rum, erzählte dabei wie der Tag gelaufen war. In Derenburg waren wir drei Monate vor Udos Geburt gewesen und sie vermutete auch rasch, dass hinter der gezeigten Gleichgültigkeit ein versteckter Plan stehen würde, fühlte sich dann natürlich bestätigt als die Sache mit den Kondomen und der dahinter steckenden Absicht Thema wurde. Andrea hatte sie mal kurz an einem Spieleabend kennen gelernt, kannte sie ansonsten nur aus meinen Erzählungen. Die abschließend getroffenen Entscheidungen fand sie richtig und als ich den doppelten Popoklatscher erwähnte lachte sie sich schief.

Am nächsten Morgen im Betrieb angekommen hatte ich Grund mich zu freuen. Die Arbeit lief wie am Schnürchen, Karin und Helena hatten den Bürokram unterschriftsfertig vorbereitet und Heiner, mein Altgeselle, hatte der dringenden Bitte, ein stark beschädigtes und wohl kurz vor dem Zerfall stehendes Möbelstück zu retten, nicht widerstehen können, schnappte sich den Neugesellen – der Lehrling im dritten Lehrjahr hatte kürzlich seine Prüfung mit Auszeichnung bestanden – und holte das Teil ab. Es sah wirklich schlimm aus und er hatte gleich deutlich gemacht, dass eine erfolgreiche Restaurierung nicht garantiert werden könne. Schon für die genaue Schadenfeststellung würde ein vielleicht sogar vierstelliger Betrag fällig werden und wenn das Stück tatsächlich angegangen werden würde wären Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro absehbar. Zudem müsste dieser Auftrag in der Ausführung hinter dem derzeit laufenden Großauftrag zurückstehen. Der Auftraggeber hatte schriftlich sein Einverständnis erklärt. Über das Lob, was beide daraufhin kassierten, freuten sie sich sichtlich.

Der Azubi hatte während seiner Lehrzeit ein besonderes Interesse an der Aufarbeitung alter Möbel gezeigt. Heiner war auch gut in diesem Bereich. Also beauftragte ich beide mit einer Schadenanalyse sowie einer Kostenermittlung für die Instandsetzung des Objekts einschließlich der Ermittlung, ob eventuell verwendete ungewöhnliche Holzarten aktuell überhaupt zu bekommen seien, was sie kosten und durch welche Arten sie im Bedarfsfall ersetzt werden könnten. Voraussetzung für diese Arbeit sei allerdings, dass jeweils das geplante Tagessoll an Zuschnitten für das Hotel fertig sei und keine Überstunden entstehen würden. Beide waren begeistert.

Mittwoch war Gerichtstag. Karin, unser Anwalt und ich warteten vor dem Verhandlungssaal darauf, dass unser Termin aufgerufen würde, als ich eine schlanke Frau in Richtung des neben unserem liegenden Saals stöckeln sah. Die Silhouette kannte ich! Aber woher? Sie las den neben der Tür aushängenden Sitzungsplan durch, nickte und drehte sich um, wollte wohl zu den Sitzgruppen gehen.

DAS WAR NICOLE, meine zweite Ex! Im gleichen Moment erkannte sie mich, stutzte, kam dann auf mich zu.

„Hallo, Nicole, was treibt Dich denn hierher?“

„Ich habe eine Schadenersatzforderung gegen meinen letzten Ex. Für 55.000 Euro kaufte ich ein Auto, er sollte es auf mich zulassen. 30.000 davon hatte ich sogar als Kredit aufgenommen. Das Fahrzeug wurde dann auch zugelassen, trug auch das gemeinsam ausgesuchte Wunschkennzeichen. Allerdings vergaß er immer wieder die Zulassungsunterlagen herauszulegen. Als ich die Faxen dicke hatte und eines Nachts, als er schlief, seine Sachen durchsuchte fand ich die Papiere versteckt in seiner Aktentasche und versteckte sie meinerseits. Einen Fahrzeugschlüssel hatte ich sowieso. Am nächsten Morgen merkte er natürlich, dass ich die Sachen an mich genommen hatte und fuhr mit dem Auto weg, benutzte dazu den Zweitschlüssel, den ich nicht gefunden hatte. Seitdem hat er sich nicht mehr sehen lassen. Ich klage auf Schadenersatz von 55.000 Euro, hilfsweise Herausgabe des Autos zuzüglich angemessener Entschädigung für die seit seinem Verschwinden gefahrene Strecke und Ersatz der für diese Zeit entstandenen Versicherungskosten, denn die Haftpflicht- und die Kaskoversicherung lauten auf meinen Namen. Wo er sich aufhält weiß ich bis heute nicht, habe nur über meinen Anwalt Kontakt mit seinem Anwalt. Das Gute ist, dass ich mich als rechtmäßiger Eigentümer legitimieren konnte weil ich die Papiere und den Versicherungsvertrag habe, daher wenn der Wagen irgendwo vorgefunden wird, diesen als Plan B sicherstellen lassen kann. Und weshalb bist Du hier?“

Ich erzählte in Kurzform was passiert war. Sie reagierte sichtbar erschreckt. Als per Lautsprecher ihr Fall aufgerufen wurde trennten wir uns. Innerlich grinste ich mir eins. Auch wenn sie ihren Prozess wohl gewinnen würde war sie doch eine betrogene Betrügerin, denn das was zum Ende unserer Beziehung geführt hatte war beileibe nicht vergessen. Ich war ja gar nicht schadenfroh, aber die Erfahrung betrogen worden zu sein, die gönnte ich ihr von Herzen.

Wieder tönte es aus dem Lautsprecher. Wir traten ein, die übliche Vergatterung, die nicht als Nebenkläger beteiligten Zeugen verließen den Saal. Vernommen wurden einige Dorfbewohner insbesondere zu der Frage seit wann etwa sie einzelne Angeklagte im Dorf bzw. in der Nähe der fraglichen Halle gesehen hatten und ob und gegebenenfalls welche Besonderheiten aufgefallen waren. Einheimische Polizisten schilderten Details der Befreiungsaktion und der Hausdurchsuchungen, Kripobeamte den Fund und den Zustand der Toten. Ein Gerichtsmediziner äußerte sich zu den Obduktionsergebnissen, Ärzte zum psychischen und physischen Zustand der geretteten Frauen. Spannend wurde es als auch zwei auswärtige Polizisten in den Zeugenstand gerufen wurden. Sie kamen aus dem Bereich der Polizeiinspektion, in dem ein ähnlicher Betrieb ausgehoben worden war, ohne dass dort allerdings jemand umgebracht wurde. Die Täter hatten alle ein Geständnis abgelegt und waren mit relativ nachsichtigen Haftstrafen zwischen 7 und 12 Jahren davongekommen. Als diese Dauer genannt wurde schreckten die hiesigen Angeklagten auf, selbst die Anwälte – mit Ausnahme von dem des Pierre Halser – merkten auf. Die von den drei Kleiderschränken beschränkten sich fortan auf Schadenminimierung, der von Pierre hatte diese Strategie ja von Anfang an gefahren. Die drei ersteren Juristen baten dann um eine kurze Pause für ein Rechtsgespräch. Ergebnis war, dass es eine Zusage des Gerichts gab im Gegenzug für ein vollständiges Geständnis dieses bei der Strafbemessung zu berücksichtigen. In welchem Umfang dies erfolgen würde wurde nicht angegeben. Weitergehende Zugeständnisse könnten bei der inzwischen offenbaren Beweislage nicht gemacht werden. Im Übrigen hätten sie vermutlich auch den allerletzten Zeitpunkt erwischt in dem überhaupt ein solches Rechtsgespräch Sinn machen würde. Die drei anderen Anwälte sprachen daraufhin mit ihren Mandanten. Die Unterhaltungen waren kurz. Ludwig Meier schüttelte den Kopf, die beiden anderen Übeltäter nickten. Deren Anwälte fragten den Vorsitzenden Richter ob sie sich dieser Vereinbarung anschließen könnten. Der überlegte kurz, sprach sich mit seinen Beisitzern ab und stimmte zu. Nach deren Geständnissen waren aus einem einsichtigen und sechs widerspenstigen Angeklagten ein absolut uneinsichtiger und sechs Täter geworden, die hoffen konnten, dass sie halbwegs gnädig davonkamen.

Wir fuhren heim, mussten natürlich Helena ausführlich schildern wie der Verhandlungstag gelaufen war und dass sich aus den heutigen Zeugenaussagen und Geständnissen die Aussicht auf einen deutlich früheren als den geplanten Abschluss des Prozesses ergab.

Donnerstagvormittag hatte ich noch im Betrieb zu tun, fuhr dann rechtzeitig los um pünktlich gegen 14 Uhr auf den Parkplatz vom Club einzubiegen. Unterwegs war ich, ich wollte schließlich nicht auffallen, mit einem Firmenwagen. Außer meinem stand nur ein anderes Auto auf der Fläche. Der Fahrer hatte wohl schon geklingelt, denn Dieter öffnete ihm gerade die Tür, ließ die offen. Ich schloss sie hinter mir. Der Gast hatte seinen Obolus rasch gezahlt, Bademantel und Schlüssel bekommen und war in der Umkleide verschwunden.

Ich brauchte schon lange keinen Eintritt mehr zahlen. Zudem stand heute nicht nur mein Vergnügen, sondern auch ein wenig Unterstützung von Dieter im Plan. Der fing mich gleich hinterm Eingang ab, gab mir Spindschlüssel und Bademantel und lotste mich ins Büro.

„Die beiden Neuen sind vorgestern angekommen. Es sind tatsächlich Mutter und Tochter. Die erforderlichen Anmeldungen wurden gestern erledigt. Ich habe ihnen erklärt, dass sie die nächsten Tage nur hin und wieder einen Gast haben werden, denn die bereits geschriebenen Einsatzpläne kann ich auch im Interesse der anderen Mädchen nicht einfach umschmeißen. Sie mögen das als Einarbeitung, aber auch als Test für sich selbst, ob sie mit dem für Frauen ja nicht einfachen Job zurechtkommen, sehen. Wir hätten viele Gäste die häufiger kommen und die man kennt, man auch weiß wie sie die Frauen behandeln. Es gäbe da sehr große Unterschiede.

Ich werde Dich zuerst mit der Mutter zusammenbringen. Wenn Ihr wieder nach vorn kommt wird sie zuerst in das Erfrischungszimmer der Frauen gehen, Du kannst dann zu mir ins Büro kommen. Während Du duscht nehme ich die Tochter an die Hand, zeige ihr 10 Minuten die Außenanlagen, damit sie ihrer Mutter nicht über den Weg laufen und von der irgendwas erfahren kann. Die weiß, dass sie dann nach oben gehen soll. Danach mache ich Dich mit der Tochter bekannt. Okay?“

Als ich in den Partyraum kam setzten Dieter und die Mutter sich gerade auf eine Couch. Bei der Frau – ich war überrascht – handelte es sich um eine ausgesprochen schöne Person: schlank, etwa Konfektionsgröße 36, dazu passende Oberweite und weibliche, aber ebenfalls sehr gut mit der gesamten Figur harmonierende Hüften, ca. einssiebzig groß. Vom Gesicht her und dem, was man vom Körper sehen konnte, hätte ich sie auf keinen Fall auf ihr tatsächliches Alter geschätzt, sondern eher auf eines aus der Spanne zwischen 35 und 45 getippt. Dazu hatte sie eine ausgesprochen damenhafte Körperhaltung. Beide standen sofort wieder auf.

„Robert, darf ich Dir Bianca vorstellen? Sie möchte hier arbeiten, steht aber natürlich, weil erst vorgestern angereist, noch nicht im Plan. Du sollst ihre Premiere sein, habe ich mir gedacht.“

Er wandte sich an die Frau. „Robert ist ein langjähriger Stammgast und bei den Mädels sehr beliebt. Bei ihm gibt es keine Rücksichtslosigkeit, er geht auch gern auf die Frauen ein. Es gibt leider allzu viele Kerle, die da ganz anders sind und auch die kommen hierher. Ich habe mir gedacht, dass Du als ersten Gast einen haben solltest, der sich nicht abstoßend verhält, sondern bei dem ich davon ausgehen kann, dass Du Dich später mal gern an ihn erinnern wirst. Ich lasse Euch jetzt mal allein.“

Er ging weg, wir setzten uns nebeneinander auf die Couch, ich dabei auf einer Seite in die Mitte der Sitzfläche des Zweisitzers, sie an den äußersten Rand ihrer Seite, soweit weg von mir wie möglich. Schon diese erste unbewusste Reaktion zeigte mir, es würde für sie sehr schwer werden ihren Plan durchzuziehen, wenn sich da in ihrer inneren Einstellung nicht rasch und gewaltig etwas änderte.

„Dieter hat uns einander ja schon vorgestellt. Ich bin also der Robert, Du die Bianca. Ich bin seit vielen Jahren Stammgast hier, weiß auch ein wenig mehr als andere Gäste über die Hintergründe, und wurde gebeten Dir den Club zu zeigen und auf Besonderheiten in den Räumen aufmerksam zu machen. Mir ist nicht bekannt was Dieter Dir schon gezeigt und erklärt hat. Von daher also unterbrich mich gern wenn ich etwas wiederhole was Du schon kennst. Gleichfalls würde ich es auch begrüßen, wenn Du, falls Du etwas nicht verstanden oder weitergehenden Informationsbedarf hast, mich unterbrichst und nachfragst. Alles o.k.?“

„Ja.“

„Gut. Wir sind hier im sogenannten Partyraum. Gäste und Frauen können sich hier zusammensetzen, eine Runde schnacken, etwas trinken. Essen gibt es nebenan (ich stand auf, sie ebenfalls, und wir gingen ins Speisezimmer). Das sowie sämtliche alkoholfreien Getränke sind für die Frauen und die Gäste kostenlos. Alkoholhaltige Getränke sind kostenpflichtig, können von den Gästen erworben werden. Die Preise liegen etwas unter denen, die in anderen Clubs vergleichbarer Art üblich sind. Die Frauen sind am Umsatz beteiligt. Wie das mit den Zimmergängen mit den Männern, also den Jetons, funktioniert hat Dir Dieter sicher schon erklärt.“

„Ja.“

„Schön, dann kann ich mir das sparen.“ Wir waren inzwischen wieder im Partyraum, standen an der Theke. Ich bekam den gewünschten Kaffee, sie ihr Wasser. Danach gingen wir nach hinten, kamen zuerst am Erfrischungsraum der Frauen („Hier kannst Du Dich nach einem Zimmergang frisch machen. Da sind auch die WCs für die Frauen und ein Ausgang zum Garten zu erreichen. Männer haben dort außer Dieter nichts zu suchen.“), dann am Spiegelzimmer vorbei, konnten aber nicht hineinsehen. Drin wurde gerade ein zweistimmiges Konzert zum Besten gegeben, je eine weibliche und männliche Stimme, bis beide Personen plötzlich fast gleichzeitig richtig laut wurden, offenbar ihren Orgasmus hatten. Beim Mann war es wahrscheinlich wirklich einer, aber von den Frauen wusste ich, dass es für viele zum Service gehörte ihrem Gast zum passenden Zeitpunkt einen vorzuspielen. Einige waren – jedenfalls für mich – dabei leicht zu durchschauen, andere wirklich perfekt. Bei manchen war ich aber überzeugt, dass sie, wenn sie mit mir zusammen waren, auch tatsächlich zur Erfüllung kamen.

„Die Männer kommen hier her um möglichst erfüllenden Sex zu haben, oft auch in Spielarten, die sie zuhause nicht geboten bekommen, und zahlen dafür gut. Viele von ihnen, ich übrigens auch, mögen es sehr wenn ihre Bettpartnerin auch Spaß dabei hat und dann kommt es schon mal zu solchen Hörspielen wie eben.“

Bianca wurde rot, sagte aber nichts. Auf dem weiteren Weg zeigte ich ihr den Ausgang zum Garten. Wir gingen auch kurz raus, sahen in den dort stehenden großen Pool. Wieder im Gebäude ging es an einigen Zimmern vorbei. Ins Gartenzimmer mit den Spiegeln sahen wir auch rein, es wurde gerade nicht genutzt. Auch mein Lieblingszimmer mit der Couch und der eigenen Nasszelle zeigte ich ihr, zuletzt sahen wir in das sogenannte Arztzimmer mit dem Gynstuhl und der Massageliege. Schließlich standen wir vor der Sauna.

„Ich habe Dich noch gar nicht gefragt was Du magst und was Du ablehnst. Hier haben wir schon die erste Klippe. Viele der Frauen mögen nicht mit in die Sauna gehen, haben unterschiedliche Gründe dafür. Noch weniger kommen mit in den Whirlpool, wohl weil danach eine komplette Erneuerung der Schminke notwendig wird – obwohl ich meine, dass viele von ihnen ohne viel besser aussehen als mit. Aber das ist ihre Entscheidung.“

Ich blieb stehen, sah sie an. Jetzt wie auch die ganze Zeit bisher lief sie in mindestens einem halben Meter Abstand neben mir. Deutlich war zu erkennen wie sie mit sich kämpfte.

„Bianca, es ist deutlich zu erkennen, dass Dir der Gedanke, mit mir als Dir völlig fremdem Mann nackt in der Sauna zu sitzen, sehr unangenehm ist. Ich kann das verstehen. Aber bedenke: wenn Du als Prostituierte arbeitest bekommst Du unweigerlich noch viel engeren Kontakt mit einer großen Anzahl von Männern. Wie willst Du das schaffen wenn Du schon bei einem einzigen zurückschreckst?“

„Du hast ja Recht. Komm, gehen wir rein.“

Wir machten uns nackig, nahmen uns ein Handtuch und gingen in die Sauna. Ich war froh, dass gerade kein anderer Gast drin war und setzte mich auf die Bank an der längeren Seite des Raums, Bianca auf die im Winkel dazu angeordnete. Normalerweise saß man hier nebeneinander, meist Haut an Haut.

„So wie Du Dich bislang verhalten hast fühlt jeder halbwegs sensible Mensch die innere Ablehnung, die Dich durchdringt. Mädchen, so kann das mit der Arbeit als, ich sage es mal ganz brutal, Nutte, hier nicht funktionieren. Wir können jederzeit abbrechen wenn Du Dich nicht überwinden kannst. Wenn Du aber hier bleiben willst musst Du Dir zumindest den Anschein geben, es dem Gast vorspielen, dass Du ihm was Gutes tun willst, mit ihm Sex haben wirst. Das allerdings müsstest Du dann auch durchhalten wenn Du mit ihm im Zimmer bist, also auch tatsächlich mit ihm schlafen und ihm seine Wünsche erfüllen soweit die sich innerhalb der von Dir gesetzten Grenzen bewegen. Da ist allerdings auch zu berücksichtigen, dass es einen gewissen Clubstandard gibt. Der ist im Wesentlichen Beischlaf in der Missionars- und der Hündchenstellung, Oralverkehr. Ob Du auch Cunningulis und somit auch 69 mitmachst ist Deine Entscheidung. Üblich ist es schon und ich habe es hier erst einmal erlebt, dass eine das verweigert hat und die war in diesem Club allerdings auch aus anderen Gründen eine Stunde später Vergangenheit.“ Dass ich dafür gesorgt hatte brauchte ich ihr ja nicht zu erzählen. „Beliebt und üblich sind auch Reiterspiele, also sie sitzt auf ihm und reitet ihn.“

„Ich will ja, ich muss sogar hier Geld verdienen. Eine andere Möglichkeit habe ich nicht. Kannst Du mir helfen, mir zeigen, was ich machen muss und wie ich es machen muss? Bitte!“

Immerhin war das mit Abstand der längste Satz, den ich bisher von ihr gehört hatte. Aber egal. Ich wollte versuchen sie anzulernen.

„Bianca, das wird schwierig für Dich, denn ich muss Dir dazu sehr nahe kommen, Dich auch anfassen und werde Dich später auch ficken wenn wir soweit kommen. Willst Du das?“

„Ja.“

„Gut. Als erstes setzt Du Dich mal neben mich und zwar so, dass wir uns an der Hüfte berühren. Dann gibst Du mir deine Hand und erzählst erst mal wer Du bist, was Du bislang gemacht hast und was Dich zu der Entscheidung gebracht hat hier zu arbeiten.“

Sie tat genau das was ich ihr aufgetragen hatte, fing an zu erzählen. Zunächst kam nur das was ich von Dieter schon wusste, dann aber wurde es interessant. Sie hatte Spanisch studiert, in der Schule neben deutsch, englisch und Französisch als reguläre Schulfächer auch im Rahmen einer AG Italienischunterricht gehabt, war daher fünfsprachig wie sie meinte, fast perfekt. In der Uni lernte sie ihren späteren Mann kennen, einen BWL-Studenten. Kurz vor ihrem Abschluss wurde sie schwanger. Der Kerl hatte da schon seinen Bachelor in der Tasche, fand einen gut dotierten Job, knüpfte offenbar jede Menge Kontakte und wollte eine eigene Firma gründen. Dann heirateten die beiden. Am Tag vor der standesamtlichen Trauung bat er sie ohne Vorwarnung in sein Büro, meinte sie müssten noch etwas erledigen.

„Schatz“ meinte er, Du weißt, dass ich in der Firma mit großen Geldbeträgen zu tun haben werde und es sich dabei meist um Geld handelt, das mir nicht einmal gehört. Für den Fall, dass da mal was schief geht, habe ich Dich abgesichert, damit Du nicht zahlungspflichtig wirst wenn ich Pleite gehen sollte weil ich zu viele Schulden habe.

Er warf den Computer an, druckte ein Blatt aus und gab es mir.

„Lies das mal durch und unterschreibe.“ Die Überschrift war `Vereinbarung über die Gütertrennung´ und darunter `sowie den Ausschluss gegenseitiger Unterhaltspflichten im Fall des Scheiterns der Ehe´. Darunter standen dann die Personalien von uns beiden sowie dass wir Gütertrennung vereinbart hätten und im Fall, dass unsere Ehe scheitern würde, ein nachehelicher Unterhalt ausgeschlossen wird. Auch den Grund für diese Regel erklärte er mir, ich verstand zwar nichts, unterschrieb aber dennoch und er gab mir eine Kopie. Ein paar Tage später gründete er tatsächlich seine Firma. Einen Monat danach verlor ich das Kind.

Sex nahm er sich wann und wie er wollte, wurde mit den Jahren dabei immer brutaler. Einen Orgasmus mit ihm hatte ich nie. Ein paar Jahre später wurde ich wieder schwanger, bekam meine Tochter. Inzwischen wusste ich auch, dass die Firma bombig lief, er Geld ohne Ende scheffelte und mehrere Liebchen nebenbei laufen hatte. Ich war eigentlich entschlossen mich von ihm zu trennen, obwohl mir nicht klar war wie ich mein Leben und das meiner Tochter finanzieren könnte. Meine Sprachkenntnisse waren, meinte ich, in den inzwischen vergangenen Jahren weitgehend eingerostet und etwas anderes hatte ich nicht gelernt, konnte nicht mal einen Haushalt richtig in Ordnung halten – dafür hatten wir Angestellte. Als Belohnung für ihr tolles Abi hatten wir - oder genauer mein Mann – unserer Tochter eine zeitlich nicht befristete Weltreise geschenkt. Als ich mal wieder grün und blau geschlagen in meinem Zimmer lag und heulte entschloss ich mich einen Schlussstrich zu ziehen, informierte meine Tochter, dass sie zurück kommen möge bevor ihr der Vater die finanziellen Mittel sperrt, erklärte auch die Gründe dafür. Ich hatte mir zwischenzeitlich einiges Geld auf die Seite legen und eine kleine Wohnung anmieten können. Meine Tochter kam, wir zogen aus dem Haus meines Mannes aus und hatten am nächsten Tag keinen Zugriff mehr auf die Konten, die Kreditkarten waren gesperrt. Der von ihm eingereichten Scheidung habe ich zugestimmt, wollte sie ja selbst. Das Geld reichte noch einige Zeit, aber jetzt ist nicht mehr viel da.“

Schon einige Zeit war zu sehen, dass ihr die Tränen kamen, erst wenige, dann immer mehr. Zum Schluss weinte sie regelrecht. Ich nahm sie in den Arm, war erstaunt, dass sie nicht zurück zuckte, zog sie an mich und sie kuschelte sich regelrecht ein. In diesem Moment ging die Saunatür auf, zwei Männer standen draußen. Ich sah den einen an, bat ihn uns doch bitte allein zu lassen; wir hätten gerade schwierige Probleme zu besprechen. Dann sah ich zu dem anderen – und erkannte ihn sofort.

„Hallo Fritz, toll, dass wir uns hier sehen. Wir sollten nachher mal miteinander sprechen.“

„Geht es um das Hotel?“

„Auch. Aber wir möchten jetzt noch ein wenig hier allein sein. Geht das?“

Er schloss die Tür, Bianca sah mich erstaunt an. „Ihr kennt Euch?“

„Ja, ich habe einen kleinen Betrieb, ein Freund von mir ebenfalls. Zusammen wickeln wir einen Großauftrag von ihm ab und sind, obwohl die Bekanntschaft zunächst nur geschäftlich war, mittlerweile sogar miteinander befreundet, haben auch noch ein anderes gemeinsames Hobby.“

„Welches?“

„Wir haben beide Oldtimer, ich einen, er vier oder fünf. In Kürze gibt es nicht weit weg ein riesengroßes Oldtimertreffen. Da sind wir beide beteiligt.“

„Jetzt wurde sie lebhaft. „Ich liebe Oldtimer, sowohl die ganz alten Autos als auch die mittelalten.“ Es folgte ein paar Minuten begeisterte Unterhaltung. Einen Lamborghini Espada hatte sie sogar mal gesehen. Vielleicht war es sogar meiner. Die Farbe passte jedenfalls.

Sie hatte sich aus der Umarmung gelöst, meine Hand genommen und gedrückt. „Danke, dass Du mich getröstet hast. Ich habe es seit vielen, vielen Jahren nicht erlebt, dass ich so in den Arm genommen wurde. Und das Beste ist ich bin gar nicht zurück gezuckt, sondern habe es genossen!“

„Ich habe das auch bemerkt. Aber erst mal was anderes: Draußen warten irgendwo welche, dass sie hier rein können. Wollen wir in den Pool wechseln?“

Kurz geduscht, dann rein ins Blubberwasser. Diesmal setzte sie sich sofort neben mich. Unsere Hüften hatten Hautkontakt! Ich legte wieder meinen Arm um sie, drückte sie leicht zu mir, sah sie an.

„Du lernst schnell! Kompliment! Bevor wie zur Erotik kommen, nur noch einen Hinweis: ich habe selbst ein paar Semester Jura studiert. Mir kommt das mit der Gütertrennung und dem Unterhaltsausschluss mehr als komisch vor. Ich denke, da sollten wir uns mal ausführlicher drüber unterhalten. Kann sein, dass Du danach keine finanziellen Probleme mehr hast. Aber da will ich eine Bewertung lieber denen überlassen, die wirklich etwas davon verstehen.

Aber kommen wir mal zu dem weshalb ich hier bin. Ich mag es, wenn ich mit meiner Freundin auf Zeit in der Sauna und im Pool kuscheln und schmusen kann. Streicheln gehört natürlich dazu und manche Frauen tolerieren oder mögen es sogar wenn man einen oder gar mehrere Finger in die Muschi steckt. Wie sieht es damit bei Dir aus?“

„Schmusen oder so etwas hätte ich auch gern gemacht, aber das gab es in der Ehe nicht. Mein Mann war mein erster, war zu Anfang noch einigermaßen rücksichtsvoll, hat mich aber trotzdem immer dann hergenommen wann, wo und wie er es wollte. Auch Analverkehr hat er praktiziert. Küssen war immer bei ihm ein Ausdruck von Macht über mich. Analverkehr lehne ich ab. Küssen, so wie ich mir das mal gewünscht habe, konnte ich bisher nicht erleben und glaube nicht, dass es das hier geben kann. Im Schlafzimmer hat er manchmal gleich vier Finger in meine Scheide gestoßen und wie wild bewegt. Es tat nur weh, gefallen hat es mir nie. Also möchte ich das hier nicht haben. Ansonsten weiß ich nicht was auf mich zukommt wenn wir ins Zimmer gehen. Ich vertraue Dir. Mach Du einfach was Dir einfällt und wenn mir etwas nicht zusagen sollte melde ich mich.“

Ich hatte den Arm immer noch um sie gelegt, begann sie mit der anderen Hand zu streicheln, erst nur am Rücken, soweit ich ihn erreichen konnte, dann, als sie sich etwas weiter zu mir wandte, auch an der einen Pobacke (sie kicherte), danach bis unter die Brust, knetete diese vorsichtig bis ich die Brustwarze erwischte und die vorsichtig zwirbelte. Die Köpfe lagen derweil Wange an Wange. So war auch deutlich zu hören wie sie zeitweise den Atem anhielt, dieser dann bald wiederkam, heftiger wurde.

„Was machst Du mit mir? Das kenne ich nicht.“

„Das was jeder lieben Frau zusteht. Einfach ein bisschen verwöhnen, etwas schmusen, mal sehen was mir noch einfällt.“

„Das ist schön. Hör nicht auf!“

Ich hörte auf, stand auf und freute mich über den enttäuschen Laut, den sie von sich gab. Flugs neben ihre andere Seite gesetzt und von dort das weitergemacht was ich eben unterbrochen hatte. Ich beugte mich etwas nach hinten damit ich ihr Gesicht sehen konnte. Wunderschön! Die Augen geschlossen, ein lächelnder Mund und eine total entspannte Körperhaltung. Ich wagte mich vor, drückte ihr einen vorsichtigen, dann einen etwas intensiveren Kuss auf die Lippen, bei dem ich kurz die Zunge spitzen ließ, mich aber sofort von ihr löste. Das „oooh“ und im Anschluss das „mehr“ brachten mich zum Lächeln.

Jetzt nahm ich sie in beide Arme, zog sie an mich und fing an mit ihr richtig zu knutschen. Machte das einen Spaß! Auch sie schlang ihre Arme um mich, hielt mich derart fest als wolle sie mich nie wieder laufen lassen. Mein Krieger in der Körpermitte signalisierte schon lange Arbeitsbereitschaft. Mit der rechten Hand ging ich nun wieder körperabwärts bei ihr, hielt mich nicht lange auf dem Bauch auf, sondern rutschte an der Muschi vorbei auf ihren Oberschenkel, schob sie dann auf dessen Innenseite langsam nach oben bis es nicht mehr weiterging. Die Scheide wurde mit der ganzen Hand gestreichelt, aber nicht mit einem Finger eingedrungen. Den ließ ich Kontakt mit ihren Klingelknopf aufnehmen. Zwei-, dreimal vorsichtig darüber und der Druck ihrer Arme verstärkte sich erneut, sie fing an zu hecheln, entspannte sich aber rasch und schob mich von sich, sah mich an.

„Was hast Du mit mir gemacht? Das war ein Orgasmus!“

„Sagte ich doch vorhin schon. Das was jeder lieben Frau zusteht. Und ich fand es wunderschön als ich merkte, dass es Dir gefällt. Aber ich glaube jetzt ist es Zeit für Dich aktiv zu werden. Was meinst Du?“

„Was soll ich denn machen? Bei meinem Mann war es immer so, dass ich mich vor ihn knien und ihm einen blasen musste oder ich sollte mich aufs Bett legen oder knien, damit er mich in der Missionarsstellung oder doggy ficken konnte. Wenn er fertig war stand er auf und ging weg.“

„So ein Arschloch! Mit mir läuft das ganz anders. Gib mir mal Deine Hand.“

Ich nahm die Hand, führte sie zu meinem strammstehenden Bolzen.

„Den kannst Du ein wenig wichsen, wenn Du magst. Aber nicht zu viel, sonst platzt er gleich und ist dann vielleicht nicht gleich wieder arbeitswillig. Du kannst ihn aber auch einfach nur festhalten oder mich an ihm aus dem Pool ziehen, damit wir endlich ins Zimmer kommen.“

So ein glockenhelles Lachen hatte ich selten gehört und vor allem von ihr, nachdem ich ihre Geschichte kannte und ihren Frust einschätzen zu können meinte, nicht erwartet. Sie zog mich tatsächlich am Schwanz aus dem Pool zu den Handtüchern. Wir gingen Hand in Hand zur Dusche und nach dem Duschen ins Zimmer mit der Couch. Die Klamotten hatten wir für die paar Meter gar nicht erst wieder angezogen, trugen sie über dem Arm.

Das Zimmer war frei. Rein, abgeschlossen und es gab voreinanderstehend den ersten richtigen Zungenkuss. Sie hatte, es war deutlich zu merken, wenig Übung, war aber mit Begeisterung dabei. Nach einigen Minuten waren wir beide aus der Puste, lösten uns voreinander. Ich trat einen Schritt zurück, sah sie an, bat sie sich zu drehen. Sie wurde rot, tat es aber. Wieder einen Schritt zu ihr, sie in die Arme genommen, ein Küsschen aufgedrückt und ihr zugeflüstert „weißt Du, dass Du eine wunderschöne Frau bist? Wenn Du eine Tochter hast, die nach dem Abi 2 Jahre auf Reisen war und somit mindestens 22 Jahre alt ist, musst Du wenigstens Mitte 40 sein. Wenn ich Dich ansehe und das nicht wüsste würde ich Dich auf Mitte, vielleicht Ende 30 schätzen!“

„Charmeur, schwindle nicht so! Ich bin 52 und könnte Deine Mutter sein! Aber wunderschön hörte sich das eben doch an.“

„Du als meine Mutter – da hättest Du aber sehr früh anfangen müssen. Aber ich meinte das genau so wie ich es gesagt habe. Glücklicherweise hat die Natur es so eingerichtet, dass auch ein Paar sehr unterschiedlichen Alters miteinander schönen Sex haben kann und genau den gönnen wir uns jetzt.“

Ich zog sie zum und aufs Bett. Sie legte sich hin wie eine Puppe, Beine etwas auseinander, die Arme seitlich am Körper, und schloss die Augen.

„Bianca“ sprach ich sie an, „vergiss mal Deine ganzen schlechten Erfahrungen, denke Dich viele Jahre zurück und stell Dir vor Du wärst noch Jungfrau und das erste Mal mit einem Jungen zusammen im Bett, total neugierig darauf was mit Dir passiert, wie der Junge reagiert, ob er Dich und Du ihn glücklich machen kannst. Den Willen dazu habt Ihr beide, seid auch beide modern genug, dass Ihr Euch Gedanken gemacht und unabhängig von einander Kondome besorgt habt. Das wäre da natürlich Eure freie Entscheidung gewesen, hier ist es sogar so, dass Kondompflicht gilt. Du liegst also nicht wie die Puppe namens Mausetot auf dem Rücken, sondern auf Deiner rechten Seite, schaust Deinen Freund an, der auf seiner linken Seite liegt und dasselbe macht wie Du – er schaut Dich an. Geknutscht habt Ihr schon miteinander, einer wird aktiv. Ihr umarmt Euch, schickt bald danach die Hände auf die Reise und erforscht den Körper des Anderen. Du erwischt irgendwann mein Glied, ich streichle zunächst Deine Brüste, necke die Brustwarzen, bis die Hand weiter nach unten wandert. Während ich die Brustwarzen mit den Lippen verwöhne landet meine Hand auf der Vulva, berührt die Schamlippen, streichelt sie, landet mit einem Finger ein paar Mal auf der Clit und entdeckt ein paar Zentimeter weiter unten eine in die Tiefe reichende Höhle. Während oben die Küsserei weitergeht wird der Finger natürlich neugierig, traut sich aber nicht allein einzudringen. Also rutscht er kurz nach draußen, nimmt sich Verstärkung und zu zweit kommen sie zurück, stoßen auf eine Überschwemmung. Bald geht es nicht mehr weiter. Also alle paar Sekunden hinaus, nachgeschaut ob weitere Verstärkung dazu kommen will, aber keine in Sicht, und dann wieder hinein. Die Überschwemmung wird immer heftiger. Draußen muss auch irgendwas sein, jedenfalls ist es da sehr laut, hört sich an wie aaaa, oooo, mehr, mehr….“ Während ich sprach tat ich genau das was ich gerade schilderte.

Ich spielte regelrecht mit ihr ein nicht vereinbartes Rollenspiel, baute dabei die Reaktionen ein die sie gerade zeigte, hatte aber selbst Probleme für die notwendigen Sätze die Knutscherei zu unterbrechen. Die war nämlich einfach zu geil! Es dauerte nur überraschend kurze Zeit bis sich zunehmende Körperspannung und ein leichter Schweißfilm auf ihrer Haut zeigten, ihr Atem kürzer wurde, sie hechelte, anfing zu stöhnen – und dann regelrecht explodierte. Sie drückte ihre Hüfte derart heftig nach oben, dass ich Mühe hatte mit der Hand auf ihrer Vulva zu bleiben. Die Finger konnte ich aber nicht in der Scheide halten. Der Orgasmusschrei war dermaßen laut, dass mir die Ohren klingelten. Genau als der vorbei war konnten wir von außerhalb des Zimmers jemand rufen hören „Leute haltet Euch die Ohren zu. Robert macht gerade wieder jemand glücklich!“

Bianca sah mich fragend an.

„Na ja, ich habe drei Lieblingszimmer hier im Haus. In diesem bin ich eigentlich am meisten. Außerdem sind da noch das Garten- und das Spiegelzimmer. Eines der anderen nutze ich nur wenn von diesen keines frei und der Drang heftig ist. Es gibt auch noch das Gyn-Zimmer, was ich Dir vorhin zeigte. Das ist zwar auch interessant, aber weniger für die Art Sex geeignet die ich meistens vorziehe, wird von mir daher eher selten genutzt.

Ich war ein paar Mal mit Frauen zusammen, die teils schlimme Sorgen hatten, die zur Sprache kamen, oder auch überglücklich gewesen sind weil sie etwas gehört hatten, und laut zu weinen anfingen. Mädels haben dann jeweils Alarm bei Dieter geschlagen. Es hörte sich so an als ob ein Freier eine Frau piesacken würde. Dieter hat dann geklopft, nachgefragt und die entsprechende Erklärung bekommen. Anschließend habe ich mit den Frauen Sex gehabt und sie in jedem Fall soweit bringen können, dass auch sie einen Orgasmus hatten und den ähnlich laut kundgetan haben wie Du eben. Eine andere Frau glaubte sie sei frigide. Ich konnte sie vom Gegenteil überzeugen und sie war dann dermaßen laut, dass mir die Ohren klingelten. Es gab noch weitere Ereignisse ähnlicher Art. Es liegt einfach daran, dass für mich die Frau, mit der ich gerade zusammen bin, meine Freundin auf Zeit ist und ich möchte, dass sie mich nicht nur erträgt, wie das für Prostituierte wohl normal ist, sondern auch selbst echten Spaß hat. Einfach nur über eine Frau drüber rutschen, die den Seestern mimt und hofft, dass es schnell vorbei ist, ist nicht meine Welt.“

Sie lachte. „Seestern?“

„Ja, sie liegt auf dem Rücken, Arme und Beine gespreizt, rührt sich nicht und lässt den Kerl rackern. Und nun stell Dir vor wie ein Seestern aussieht.“

Sie lachte erneut, küsste mich und ließ dabei ihre Zunge wirbeln. „Mädchen, Du hast aber verflixt schnell gelernt!“ dachte ich mir.

„Du bist ja noch immer steif, hast bisher gar nichts davon gehabt. Jetzt werde ich Dich mal verwöhnen.“ Sprachs, rutschte nach unten, wollte mein Glied in den Mund nehmen.

„Bianca, ohne wäre zwar schöner, aber im Club gilt aus guten Gründen die Regel „immer nur mit“. Darauf verlassen sich alle und wenn sich jemand nicht dran hält ist er – oder auch sie – zu Recht schneller draußen als gedacht.“

„Habe ich nicht dran gedacht. Sorry.“ Sie nahm sich eines aus dem Körbchen, riss die Verpackung auf und rollte das Gummi über mein Glied, nahm es in den Mund und wollte es offenbar dort ganz drin verschwinden lassen, schaffte es aber nicht.

„Der ist viel größer als der von meinem Exmann. Entschuldige, aber den kriege ich nicht ganz rein.“

„Deepthroat nennt man das. Längst nicht alle Frauen können und sicher noch viel weniger mögen das. Für einen Mann ist es geil, klar, aber zumindest mir gefällt es auch sehr wenn ich ohne diese Besonderheit verwöhnt werde.“

Da zeigte sie sich nun als Künstlerin. Sie leckte, schleckte, saugte, blies, als wenn es eine Meisterschaft zu gewinnen gäbe. Ich wollte sie über mich ziehen, sie im 69er verwöhnen, wurde aber abgewehrt. Dann wurde mir klar worum es ihr ging. DIE WOLLTE MICH FERTIGMACHEN! Immer dann wenn ich kurz vor dem Orgasmus stand machte sie langsam oder setzte aus, stellte mir irgendwelche kleinen Fragen, die ich ungeachtet von deren Einfachheit nur mühsam beantworten konnte. Das Biest hatte mich im Griff! Ich wollte mich zusammenreißen, schaffte es nicht, wurde nun selbst laut und bat in einer ihrer kleinen Folterpausen „bitte lass mich kommen! Ich platze gleich.“

„Wirklich?“ Sie mit der Zunge zwei, drei Schläge auf das Bändchen unten an meiner Eichel und ich kam! Sie ließ die Stange im Mund bis ich mich beruhigt hatte, löste sich, blickte zu mir, grinste und krabbelte an meine Seite. Ich nahm sie in den Arm, drückte und küsste sie bis sie sich befreite.

„Hat es Dir gefallen?“

„Du bist vielleicht ein Aas! Vermittelst mir hier den Eindruck, dass Du immer geknechtet und fast als Lustsklavin missbrauchst wurdest, immer nur aushalten musstest, aber keine Eigeninitiative zeigen durftest, und dann das. Wie passt das zusammen?“

„Ganz einfach. Während meiner Ehe war es so wie Du es eingeschätzt hast. Nach dem Auszug bin ich aber neugierig geworden, habe viel im Internet gesurft. Es gab viel zu lesen, also eine ganze Menge Theorie für mich. Pornos habe ich auch viele angesehen. Gut, die allermeisten, fand ich, waren nur dumpfes Gerammel, aber manchmal war auch einer mit Handlung dabei und ganz selten waren die, die Erotik zeigten, also wie man den Partner richtig anschärfen kann. Ausprobieren konnte ich das nie, aber gemerkt habe ich es mir. Heute war es die Premiere. Hat es Dir gefallen?“

Ich küsste sie. „Das war Note 1 mit Sternchen! Wunderschön, absolut gelungen und sowas von geil. Schau mal, mein Krieger ist schon wieder oder noch immer halbwegs einsatzbereit. Ich glaube, der möchte nochmal. Du auch?“

„Sehr gern. Aber erst möchte ich mich noch ein wenig mit Dir unterhalten und mit Dir schmusen. So etwas habe ich mir mein Leben lang gewünscht und da muss ich in einem Laden landen in dem die Männer für Sex bezahlen um es kennen zu lernen. Aber ich habe nun schon so viel von mir erzählt. Erzähle doch bitte mal von Dir.“

„Okay. Ich heiße tatsächlich Robert. Die meisten Frauen und viele Gäste legen sich ausgedachte Namen zu weil sie außerhalb des Clubs nicht mit Paysex in Verbindung gebracht werden wollen. Mir ist das egal, ich gehe mit dem Thema seit jeher offen um. Den Club besuche ich seit etlichen Jahren, genauer: nachdem damals eine Beziehung gescheitert war und ich mich wegen der üblen Erfahrungen mit meiner damaligen dann Ex nicht wieder binden wollte. Jahre später hat es aber doch gefunkt. Ich habe geheiratet, bin mittlerweile Vater eines einjährigen Jungen.“

„Du bist verheiratet“ unterbrach mich Bianca, „Ist es nicht schwierig diese Clubbesuche vor Deiner Frau zu verbergen? Außerdem finde ich es unfair, wenn Du sie auf diese Art betrügst.“

„Es wird Dich überraschen, aber die Besuche gehen auf eine Idee meiner Frau zurück. Schon in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft ließ ihr Interesse an Erotik immer mehr nach, erlosch schließlich ganz. So etwas ist gar nicht mal so selten, haben wir dann festgestellt. Sie bekam mit, dass mir der Sex fehlte. Von den Clubbesuchen vor der Beziehung mit ihr wusste sie und so schlug sie vor, dass ich den Druck ja bei Bedarf im Club loswerden kann. Tatsächlich funktionierte das auch sehr gut. Bedauerlich ist nur, dass diese Lustlosigkeit bei meiner Frau noch immer, mittlerweile nun schon rund zwei Jahre, anhält. Sie steht nach wie vor zu ihrem damaligen Vorschlag, findet ihn ebenso wie ich der Situation angemessen. Zuhause muss ich ihr auch erzählen was ich erlebt habe. Wir lieben uns ungeachtet dieser Besonderheit heiß und innig. Ich würde nie mit dem Gedanken spielen meine Frau und meinen Sohn aufzugeben. Immer noch haben wir die Hoffnung, dass sie wieder Spaß am Sex findet, denn – mit ihr habe ich dieses Thema noch nicht besprochen – ich finde Udo sollte kein Einzelkind bleiben. Soviel zu meinem familiären Umfeld. Von Beruf bin ich Tischlermeister, habe einen Betrieb mit mehreren Angestellten, in dem sich meine Frau und unser Kindermädchen im Wechsel um den Verwaltungskram kümmern. Ein Freund von mir hat in einem Nachbardorf einen gleichartigen Betrieb. Zusammen wickeln wir gerade einen Großauftrag ab. Es geht um die Möbel für einen kompletten Hotelneubau. Auftraggeber ist Fritz, den Du vorhin kurz gesehen hast. Ansonsten leben wir von kleineren Aufträgen, ich hauptsächlich von der Restaurierung alter Möbel und der Fertigung von Standardsachen, mein Freund von der Herstellung von Spezialanfertigungen nach Kundenvorgaben bezüglich der Holzart und / oder Außenabmessungen, Inneneinrichtung, Lackierung, eben allem was den Kunden so einfällt, und ebenfalls von Standardsachen. Ansonsten bin ich gern mit meinem Espada unterwegs.“

„Oldtimer, da könnte ich mich auch für begeistern. Aber erst muss ich zusehen, dass ich genug Geld verdiene um den Lebensunterhalt von meiner Tochter und mir zu sichern. Meine Kleine möchte ich möglichst aus der Prostitution heraushalten, denn das könnte ihr auch viele Jahre später ganz böse auf die Füße fallen. Ich erinnere mich, dass sogar der damaligen Frau eines Bundespräsidenten nachgesagt wurde sie habe sich so ihr Studium finanziert. Einen Beweis hat es wohl nicht gegeben, ob es stimmte weiß ich nicht. Ich weiß aber sehr wohl wie sich manche Gazetten darauf gestürzt und es wieder und wieder ausgeschlachtet haben. In der Haut der Frau möchte ich nicht gesteckt haben.

Unsere Wohnung ist zwar preisgünstig, aber ich kann sie nicht aufgeben, denn wenn das hier nicht oder nur begrenzte Zeit funktioniert brauchen wir sie wieder. Ebenso brauchen wir unser Auto. Das ist zwar alt, aber bezahlt und macht bislang keine Mucken. Es wird also dauern bis ich an so etwas denken kann. Aber jetzt denke ich an etwas anderes!“

Wir lagen beide auf der Seite, Brust an Brust. Sie zog meinen Kopf zu sich, kam mir entgegen und wir versanken in einem langen Zungenkuss. Ich wurde natürlich auch aktiv, sparte mir fast alle Umwege und ließ die Hand bis in ihre Körpermitte rutschen. Schon das reichte aus um meinen Glücksbringer wach werden zu lassen. Er meldete sich sofort einsatzbereit. Ich löste mich kurz von ihr, besorgte ein Kondom und gab es ihr. Sie riss die Verpackung nun schon sichtbar geübt auf und zog es mir über. Gleich danach krabbelte sie über mich, wollte offenkundig einen 69er. Sollte sie bekommen, war schließlich eine meiner Lieblingsstellungen. Sie versuchte erneut das Glied ganz in den Mund zu nehmen, schaffte auch etwas mehr als beim ersten Versuch. Dann aber konzentrierte ich mich mehr auf das was ich mit ihr anstellen wollte. Erstmal bekamen Vulva und Damm viele kleine Küsschen, die sich mehr und mehr auf ihre Muschi zu bewegten, bis die alleinige Nutznießerin war. Die Schamlippen bekamen zunächst nichts ab, der Kitzler wurde total gemieden. Bei mir war sie wieder wie vorhin zugange. Das war auch rattenscharf, aber dadurch, dass ich auch was zu tun und schon einen Orgasmus gehabt hatte, stand ich nicht so arg unter Spannung wie in der vorherigen Runde. Dann startete der Großangriff auf die Schamlippen, bis das Hochwasser in ihrer Muschi zu einer Überschwemmung geworden und ein tiefes Stöhnen zu hören war. Pause. Das Stöhnen wurde leiser, verschwand. Großangriff, gleiche Vorgehensweise wieder bis sie hörbar kurz vorm Climax stand. Pause. Gleiches wiederholte sich noch ein paar Mal. Erst bat sie kommen zu dürfen, dann flehte und zum Schluss jammerte sie. Dass sie mich auch verwöhnen wollte war wohl vergessen. Ich blieb hart – im doppelten Sinn des Wortes, drückte sie in einer der kurzen Pausen von mir herunter. Sie rollte sich auch gleich auf den Rücken. Ich krabbelte zwischen die Beine, richtete meinen Großen aus und drang in sie ein. Ganz drin legte ich mich so über sie, dass wir uns küssen konnten, taten wir auch. Ich bewegte meinen Unterkörper währenddessen nur ganz verhalten.

„Bitte, bitte, mach, dass ich komme. Ich bin sooo geil, ich glaube ich platze gleich.“ Schon bekam ich den nächsten Kuss.

Ihr Wunsch war mir Befehl. Ich wurde schneller, stieß härter in sie und bevor ich mich versah spürte ich wellenartige Kontraktionen in ihrer Muschi. Zu hören war von ihr zunächst nichts, sie hielt den Atem an, dann, als sie ausatmete, ein tiefer, kehliger Ton „aaaaah“.

Das Drücken in ihrem Lustkanal dauerte an, ich fickte sie weiter, sie reagierte zunächst nicht, später dann doch. „Pause, mach mal Pause.“

„Geht nicht. Ich bin soooo geil, kann nicht aufhören.“

„Dann mach weiter. Aber nicht mich wieder wie eben foltern. Ich dachte ich platze, so geil war das. Jetzt bist Du dran mit kommen.“

Ich machte weiter, hauptsächlich um selbst zum Orgasmus zu kommen. Überrascht registrierte ich dann aber, dass ihr Atem wieder leise wurde, sich gepresst anhörte. Könnte ich sie tatsächlich noch einmal bis zum Höhepunkt bringen? Ich rutschte ein paar Zentimeter tiefer, so dass sich der Winkel, in dem mein Glied in sie eindrang, sich veränderte und die Eichel immer wieder an der Oberseite in ihrer Scheide entlang rutschen müsste. Sehen oder die bewusste raue Stelle erfühlen konnte ich natürlich nicht, aber der Erfolg schien mir Recht zu geben. Der Reibungswiderstand in der Scheide wurde immer geringer. Sie musste also nass sein wie 7 Tage Regenwetter. Dennoch veränderte sich ihre Atmung, ihre Beine schlangen sich um meine, sie vergaß das Küssen und drückte ihre Hüfte mehr und mehr nach oben, so dass ich manchmal Mühe hatte in ihr zu bleiben. Ich stand auch unmittelbar vorm Schuss als sie ihre Hüfte ruckartig noch weiter in die Höhe drückte und kam. Diesmal gab es in ihr keine Wellenbewegungen, sondern mein Glied wurde mit einer immensen Kraft zusammengedrückt. Etwas – ganz traute ich mich nicht – rausziehen klappte zwar, aber dem Wiedereindringen wurde dermaßen viel Widerstand entgegen gesetzt, dass ich Ruhe gab als ich endlich wieder ganz in ihr war – und dann kamen die Wellen. Mein Großer kapitulierte, gab seine Ladung von sich und wurde zum Kleinen.

Ein paar Minuten blieben wir noch liegen, gingen dann zusammen unter die Dusche in der Nasszelle. „Dann brauche ich nicht ins Frauenzimmer. Hinterher soll ich ja sowieso wieder nach oben gehen, nur den einen Gast an diesem Tag haben, so zum Eingewöhnen, sagte Dieter. Allerdings hat er sich in einer Sache getäuscht. Du kannst kein normaler Gast sein. Das mit Dir war nicht bezahlter Sex, das war etwas ganz anderes und kommt sicher nicht dem gleich was die Frauen hier ansonsten tagtäglich erleben. Mein erstes Mal als Prostituierte steht mir also noch bevor.“

„In gewisser Weise hast Du Recht. Dieter kennt mich sehr gut und weiß wie ich mich den Frauen gegenüber verhalte, dass ich auch ihnen etwas geben und nicht nur ihren Dienst nehmen möchte. So etwas ist beileibe nicht mit allen möglich, aber einige sind es doch. Und dann gibt es die, mit denen die gemeinsame Zeit kein Paysex mehr ist, sondern schon eine gehörige Portion Sympathie füreinander bei beiden da ist und diese das gemeinsam leben und erleben. So war es mit Dir. Es war eine wunderschöne Zeit zusammen mit Dir und wenn ich mich erinnere wie schüchtern und ängstlich Du zu Anfang warst und ich sehe wie Du jetzt vor mir stehst – ein riesengroßer Unterschied. Es gibt auch einige üble Burschen, die hierher kommen. Sie sind in unterschiedlicher Heftigkeit roh, rücksichtslos, fordernd und haben oft noch ein paar unangenehme Eigenschaften. Wenn Du als ersten Gast an so einen geraten wärst – ich mag mir das gar nicht vorstellen. Du hättest es vermutlich nicht ertragen können. So aber wirst Du Dich in einer solchen Situation an Deinen ersten Sex hier im Haus erinnern können“

„und bei dem Kerl den Seestern machen können“ lachte sie.

Wir gingen nach vorn. An der Treppe wollte ich mich von ihr trennen als sie mich festhielt. „Robert, ich weiß, dass es in Partyclubs absolut unüblich ist, dass die Frauen küssen. Ich weiß auch, dass sie, wenn sie es machen, es nur auf dem Zimmer tun. Aber das hier kommt ganz bewusst:“ Sie zog mich an sich und küsste mich ungeachtet dessen, dass ein paar Leute in unserer unmittelbaren Nähe standen, wie eine Jungverliebte, drehte sich um und ging die Treppe hoch.

Aus der Gruppe von vier oder fünf Frauen und zwei Gästen, die neben uns stand, kam ein Raunen, dann eine Stimme „Na. Robert, hast Du mal wieder eine glücklich gemacht?“

Eine Antwort hielt ich nicht für nötig, ging ins Büro, wo Dieter und die Tochter bereits warteten.

Dieter, ich habe gleich Zeit für Dich, müsste aber vorher nochmal mit Fritz sprechen. Ist der noch da?

Dieter sah aus dem Fenster. „Sein Motorrad steht noch. Er wird wohl gerade aktiv oder in der Sauna sein. Ich sage dann mal im Partyraum Bescheid, dass sie ihn hierher bitten wenn er wieder auftaucht.“

„Dann können wir uns ja doch zusammensetzen. Geht es um diese junge Dame hier?“

„Dame“ kam es in abwertendem Tonfall von ihr. „Einfach ein junges Luder, das pleite ist, gern gefickt wird und nun Kohle damit machen will.“

Dieter grätschte zwischen. „Carmen ist die Tochter von Bianca. Beide sind infolge unglücklicher Ereignisse mittellos und sehen keine andere Möglichkeit als durch Prostitution Geld zu verdienen. Sie sind vorgestern angekommen und ich habe mir gedacht, dass sie heute einen Gast zur Eingewöhnung haben sollten, von dem ich weiß, dass er zu den Guten gehört.“

„Ich habe auch schon Kerle gefickt, die grob, frech und gewalttätig waren oder auch andere üble Eigenschaften hatten. Ich war ein halbes Jahr in Brasilien, bin in der hintersten abgelegenen Ecke ausgeraubt worden und habe um wieder an Kohle zu kommen dort mit Männern gefickt, die ein Jahr oder länger keine Frau gesehen, geschweige denn angefasst hatten. Dame? Meine Mutter ist eine Dame. Ich war eine Nutte, die fürs Überleben gefickt hat. Meine Mutter weiß nichts davon. Wenn sie es erfährt bricht sie zusammen. Erzählen Sie ihr das bloß nicht. Das was mir hier passieren kann ist gar nichts gegenüber dem was dort an der Tagesordnung war. Gut, ich hatte in mancher Hinsicht nicht viel auszustehen weil ich eine von ganz wenigen Frauen war und alle wollten, dass ich bleibe. Aber mit einem Messer im Gürtel bin ich dort dennoch immer rumgelaufen, habe es auch ein paar Mal benutzen müssen.“

Wieder einmal war die Klingel zu hören. Eine der Frauen rief „ich gehe“. Keine Minute später kam Andrea hereingestürzt. „Dieter, Robert, eben ist diese Heike, die Nymphomanin von unserer Dankeschönfeier, gekommen und will rein. Was soll ich machen?“

Dieter reagierte schnell, war aber ratlos. „Robert, dass eine Frau als Gast kommt hatte ich noch nicht. Eigentlich gefällt mir das nicht. Was soll ich machen?“

„Dieter, das ist eine ganz klare Sache. Den Eintritt verweigern darfst Du nicht. Das würde gewaltig Ärger geben von wegen geschlechterbezogene Diskriminierung und so. Zuschulden kommen lassen hat sie sich auch nichts. Es gibt also keinen durchsetzbaren Grund ihr den Zutritt zu verweigern. Sie zahlt für die gebuchte Zeit genau dasselbe was ein Mann zahlt und bekommt auch die entsprechende Anzahl an Jetons. Es kann ja sein, dass sie auch mit einer Frau in die Kiste will und wenn eine diesen Service bietet – warum nicht. Bei einigen könnte ich es mir sogar vorstellen. Die Frau hätte dann nach dem Zimmer natürlich auch Anspruch auf den Jeton. Wenn sie mit einem männlichen Gast ins Zimmer will und der mitmacht – keine Bedenken, solange sich beide an die Clubregeln halten. Ob sie dem Mann dann einen Chip gibt – und der dann sogar nicht nur die Runde mit ihr für lau bekommen hat, sondern sogar noch eine Extrarunde vögeln kann – oder nicht ist mir egal. Anspruch darauf für das Zimmer einen Chip von ihrem Bettgenossen zu bekommen hat sie nicht. Gleichfalls – ich habe einen gewissen Verdacht weshalb sie ausgerechnet heute geklingelt hat. Schließlich trägt mein Wagen einen Werbeaufkleber meiner Tischlerei – hat sie weder einen Anspruch darauf mit bestimmten Personen Sex zu haben, denn die Frauen haben selbstverständlich das Recht nein zu sagen, oder Auskunft zu erhalten welche Gäste anwesen sind. Schaffst Du es, Andrea, ihr das klar zu machen oder soll das lieber Dieter übernehmen?“

„Ich glaube, das schaffe ich nicht. Die redet mich doch in Grund und Boden. Kann das einer von Euch übernehmen?“

„Dieter, da musst Du leider antreten. Ich bleibe besser erst mal im Hintergrund, sonst eskaliert das sofort.“

„Kein Problem. Falls sie Dir im Lauf des Abends quer kommt – Du weißt, dass Du jede Entscheidung treffen kannst die Du für richtig hältst. Das gilt übrigens generell, nicht nur für diesen Fall.“

„Klar weiß ich das. Sonst hätte ich auch diesen Vorschlag anders formuliert. Dann mal auf ins Gefecht.“

Er ging nach vorn, kam nach einigen Minuten zurück. „Ich habe ihr klar gemacht was Sache ist. Sie wollte tatsächlich wissen ob Du hier bist und wo Du Dich gerade aufhältst. Nach dem Hinweis, dass es dazu keine Auskunft gibt, habe ich ihr angeboten zu gehen. Wenn sie bliebe hätte sie die Clubregeln zu akzeptieren. Ein einmal gezahlter Eintrittspreis würde nicht, auch nicht teilweise, erstattet. Sie akzeptierte, erhielt ihren Bademantel und einen Spindschlüssel. Als einzige Ausnahme habe ich ihr erlaubt wie am Dankeschöntag den Erfrischungsraum der Frauen zu nutzen. Die notwendigen Infos habe ich auch gleich den gerade im Partyraum anwesenden Mädels und Gästen gegeben. Ich hatte fast den Eindruck als würde es ihr sowohl an männlichen als auch an weiblichen Bettpartnern nicht fehlen. Auf die Erfahrungsberichte bin ich gespannt, hoffe doch, dass ich von Euch, Andrea, welche bekomme.

Andrea verließ das Büro, sichtlich erfreut, dass Dieter eingesprungen war. Ich versuchte mir den Inhalt des unterbrochenen Gesprächs ins Gedächtnis zurückzurufen.

Eine Fortsetzung folgt



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